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Dumme Idee oder realistisch - InEar für Gospelchor

  • medimax
  • 7. Januar 2005 um 15:21
  • medimax
    Beiträge
    364
    • 7. Januar 2005 um 15:21
    • #1

    Hi!

    Was meint ihr, würde folgendes funktionieren:

    30 Mann starker Chor, 3-4 stimmig. Jeder bekommt einen IN-EAR-Empfänger. Allerdings bekommt jede Stimme nur einen Sender, dass heißt auf eine Sendestation kämen 10 Empfänger. Meint Ihr das geht oder ist das Spinnerei?
    Hoffe auf kreative Beiträge und vielleicht auch auf alternative Vorschläge um einem Gospelchor (der mit Band in Kirchen spielt) ein ordentliches Monitoring zu bieten ...

    VG Sebastian

  • soundworx
    Profi
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    748
    • 7. Januar 2005 um 15:26
    • #2

    Was Du beschreibst funktioniert wunderbar!
    Geht mit Mono-Systemen (Shure PSM200 oder billig db technologies IEM1100) oder auch mit Stereo- Systemen (Shure PSM400, Sennheiser IEM 300, db IEM 2200).
    Bei den Stereo Systemen könntest Du sogar nur 2 Sender nehmen und dann jeweils L und R eine Stimme übertragen, Empfänger auf Mono schalten und dann per Balance Regler die gewünschte Stimme "anwählen"

    Gruß
    Marcus

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • medimax
    Beiträge
    364
    • 7. Januar 2005 um 15:32
    • #3

    Hi!

    Man kann sich also am Sender direkt auswählen, was man hören möchte? Das heißt jeder könnte sich z.B. auch das Verhältnis von Stimme zum Bandmix selber einstellen? Das wäre ja gar nicht mal so übel ...

    VG Sebastian

  • soundworx
    Profi
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    748
    • 7. Januar 2005 um 15:40
    • #4

    Das ginge zB mit dem Shure PSM200, denn das hat einen kleinen 2 Kanal Mischer im Sender eingebaut. Der Sender hat auch Ausgänge zum Durchschleifen. Da könntest Du das Bandsignal von Sender zu Sender durchschleifen.
    Ansonsten geht das auch mit den Stereo Systemen wie PSM400 oder ew 300 iem.

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • Lex2003
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    601
    • 7. Januar 2005 um 18:33
    • #5
    Zitat von "soundworx"

    Da könntest Du das Bandsignal von Sender zu Sender durchschleifen.

    ich glaube genau das meint er nicht.
    ich habe es so verstanden das es 1 sender gibt und die empfänger alle die gleiche frequenz bekommen.

    Lex

    edit: wooops habs gesehen war nur fürs band signal, dafür ist das durchschleifen nat. praktisch. brauchst dann keinen split auf die 4 sender.
    sorry soundworx.

    Einmal editiert, zuletzt von Lex2003 (7. Januar 2005 um 19:18)

  • medimax
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    364
    • 7. Januar 2005 um 18:45
    • #6

    Jap, genauso ist es Lex2003 ...

    3 oder 4 Sender für 30 Empfänger (Sänger)! Aber das mit dem Durchschliff stimmt auch wieder, man kann das Bandsignal durch die 3 Sender durchschleifen und dann extra noch auf jeden Sender ein anderes Signal legen. Hat man nun auch noch einen Stereoempfänger mit Balance-Regler (gibts z.B. von Fischer Amps) kann sich jeder Sänger am Empfänger das eigene Verhältnis von Chorstimme zu Band einstellen. Das wäre dann echt der Knaller.

    Die Frage ist jedoch, geht das mit so vielen Empfängern auf engem Raum? Haben die Sender genug Sendeleistung um die Geräte zu versorgen ...

    VG Sebastian

    edit:
    P.S.: Was sagen Sänger (insbesondere Chorsänger) zu einer IN-EAR-Lösung. Ist ja eher ungewöhnlich ...

    Einmal editiert, zuletzt von medimax (7. Januar 2005 um 18:49)

  • Seven
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    4.375
    • 7. Januar 2005 um 18:45
    • #7

    Funktionieren könnte das schon, ob es Sinn macht ist die andere Seite und ob sich damit jeder Sänger anfreunden kann wieder eine andere Seite.
    Eventuell zu überlegen wäre im Falle des Falles eine kabelgebundene Lösung, die SEHR viel weniger kostenintensiv als eine Wireless Lösung wäre, denn 30 IEM Empfänger wollen auch bezahlt werden (ein Empfänger liegt ja bei 300 € aufwärts). Das ist eine Investion, die sich vielleicht dann irgendwann mal lohnen sollte.
    Und für einen 5stelligen Eurobetrag bekommt man prima Monitor mit Endstufen um eine schöne, dezente Monitoranwendung zu fahren, welche bei weitem nicht so aufwendig ist, wie 30 Leute per IEM zu versorgen.
    Alleine auf die 30 Satz Batterien hätte ich Lust wie Fusspilz...

    my two cents

  • medimax
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    364
    • 7. Januar 2005 um 18:56
    • #8

    Naja, Kabelgebunden ist zwar eine Möglichkeit, aber irgendwie wäre mir das Risiko zu groß, das die Leute auf den Kabeln rumtrampeln - weil bei 30 Mann ist das ja ein wenig tricky. Mit'nem Mikrokabel geht das ja noch - aber mit Kopfhörern ... :roll:

    Du hast natürlich recht - mir wären auch 4-6 Monitore lieber und ich würde auch lieber dafür sorgen, an anderen Stellen für mehr Ruhe auf der Bühne zu sorgen. Es läuft am Ende eh alles auf eine etwas kostspieligere Lösung hinaus. Es geht dabei ja in erster Linie um zu hohe Bühnenlautstärke in der Kirche - was ja allgemein ein Problem ist ...

  • soundworx
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    • 7. Januar 2005 um 23:34
    • #9

    Ich beschreibs mal am Beispiel Shure:
    3 Stimmen
    Pult mit 4 Auxwegen,

    Bandmix -> Aux 1 -> TX1 -> TX2 -> TX3 (jeweils Input 1, dann durchschleifen)
    Stimme 1 -> Aux 2 -> TX1 Input 2
    Stimme 2 -> Aux 3 -> TX2 Input 2
    Stimme 3 -> Aux 2 -> TX3 Input 2

    Jeder Sänger einer Stimme erhält einen auf die entsprechende Frequenz eingestellten InEar RX

    Version1, Mono System, PSM200: Verhältnis Band zu Stimme wird für alle jeweils am TX eingestellt

    Version2, Stereo System im "MixMode, PSM400: Jeder Sänger kann sich individuell das Verhältnis von Band zu Simme am RX einstellen.

    Eventuell zum Bandmix noch alle Stimmen dazumischen als Orientierung.

    RX= Empfänger (zB 30 Stück)
    TX=Sender(zB 3 Stück)

    Da die Körper der Sänger die HF Signale von den TX tatsächlich etwas abschatten können, würde ich die TX auf die "Bühne" stellen, Reichweite ist dann kein Thema.

    Bei PSM400 Sender über Antennen Combiner PA765 zusammen auf Richtantenne PA805WB geben, diese auf Mikrostativ hochsetzen.
    Das ist dann die Edellösung.

    Hoffe das hilft Dir weiter.

    Marcus

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • treibsand
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    • 8. Januar 2005 um 19:20
    • #10

    So, jetzt will ich auch mal meinen Senf dazu geben :oops: :
    Ich würde da auch (u.a. aus Kostengründen) eine Kabellösung vorziehen.
    - Die laufenden Kosten mit 30 Satz Batterien oder Akkus wären mir ein Greuel.
    - die Gefahr, daß einzelne Empfänger von irgendwas oder irgendwem abgeschirmt wären ist mir zu groß. OK, richtig starke Sender mit entsprechenden Antennen vorausgesetzt ist das wenig Problem, aber in Kirchen ist selten irgendetwas optimal, hab da mit Handhelds schon komische Dinge erlebt.
    - Ich kenne wenige Chöre, die sich dermassen bewegen, daß eine Senderlösung nötig wäre.

    Ich hätte mir einen Schwung kleiner Ohrhöhrer gesucht, ein wenig mit Verstärker-/Amplösungen experimentiert (vermutlich doch ein paar Kopfhörerverstärker angeschafft) und das ganze mit ein paar handgelöteten Stageboxen über die Chorfläche verteilt.
    Dazu ein paar extrakonfektionierte etwas dickere Kabel Stagebox-> Beltpack (zumindest eine Kleine Zugentlastung , damit das dünne Hörerkabel nicht kaputtgeht)
    Und fertig.

    Wenn man es ganz einfach & flexibel machen will halt den fischer IEM Beltpack. aber dann gehts wieder mit den Batterien los.
    Vorteil: 2 getrennte Wege, feste XLR Verkabelung.
    Nachteil: 184,- (Big T) pro box sind nicht ganz wenig. Aber immernoch günstiger als Kabellos.
    Und der geneigte Bastler wird da schon irgendwie ein Netzteil für kreieren...

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Jeremy
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    • 8. Januar 2005 um 20:55
    • #11

    Dann gebe ich ebenfalls mal meinen Senf dazu (diesmal aus der Sicht eines Stagemanagers, dem die Technik grundsätzlich wurscht ist, Hauptsache der Gig geht glatt "über die Bühne"):

    Mir wäre es vor allem ein Greuel, wenn da 30 Sänger aufmarschieren (bei Gospelchören gehört ja der Ein- und Auszug irgendwie zur Show) und zuallererst mal anfangen, sich in irgendwelche Kabel einzustöpseln ("He, das is mein Kabel!") 100%ige Garantie, dass das nicht klappt, es sei denn, der Chor verwendet einen Großteil seiner Probenzeit für das Strippenexerzieren (oder jeder Sänger bekommt seinen persönlichen Kabelaffen zur Seite gestellt, der anfangs aus dem Nichts auftaucht und dann sofort wieder in dasselbe verschwindet).

    IEM für den Chor hört sich ja zunächst auch mal ganz interessant an, bloß macht man wegen der akustischen Isolation, in die die Stöpsel die Sänger schicken, leider aus einem Chor eine Ansammlung von 30 Solisten, die irgend ein armes Schwein am Mischpult wieder zu einem Chor formen soll.

    Das Problem, das ich bei Gospelchören immer wieder erlebt habe, ist weniger, dass sich die Stimmen untereinander nicht hören, sondern dass die Band nicht beim Chor ankommt. Dagegen helfen 2-4 kleine unauffällige Monitore, in einem kleinen Bogen vor dem Dirigentenplatz aufgestellt. Wenn Die Dinger klein genug sind, könnte man die sogar auf Stative tun.

    Alles andere ist meiner Ansicht nach ein technischer Overkill, bei dem man versucht, mit immensem finanziellen, technischen und organisatorischem Aufwand probleme zu lösen, die man mit vernünftigem, zielgerichteten Proben wahrscheinlich garnicht hätte.

    Bitte nicht falsch verstehen: Ich will keinesfalls die Qualität des Chores irgendwie runtermachen. Allein schon die Tatsache, dass über fünfstellige Beträge außerhalb des Sauerstoffzeltes gesprochen werden kann, lässt den Schluss auf ein sehr hohes Niveau zu. Nur bin ich, was Chöre angeht, erklärter Minimalist. Chöre hat es in Kirchen schon lange vor Erfindung des elektrischen Stromes gegeben, und die beiden (Kirchenraum und Chor) vertragen sich im allgemeinen recht gut, solange sich nicht ein dritter (der elektrische Beschaller) allzusehr einmischt. Die Situation mag in einem Bierzelt oder Open-Air ganz anders aussehen, aber da dürfte die durch das Standardmonitoring erhöhte Bühnenlautstärke das Kraut auch nicht mehr fett machen.

    --
    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • treibsand
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    • 9. Januar 2005 um 00:37
    • #12

    OK.
    Als halbwegs betriebswirtschaftlich rechnender Tech gehe ich mal davon aus, daß bevor eine derart hohe Summe zur Verfügung gestellt wird erstmal die Probleme genau analysiert werden.
    Wenn die einzelnen Stimmen schon auf unterschiedlichen Kanälen ins Monitoring sollen, wird wohl schon am Monitoring und an der Aufstellung Chor & Band ausgiebig ausprobiert worden sein.
    Einigkeit besteht hier ja wohl auch in der Sinnlosigkeit eines RockNRoll Monitorings mit fetten Wedges.
    Blieben also die Alternativen InEar und Mini-monitoring.
    Fürs InEar spricht natürlich der fehlende Akustikmüll. Aber bei vollem InEar ist tatsächlich jeder ein Solist. Macht die Proben, den Soundcheck und die Technik wahnsinnig aufwendig. Das Einstöpseln zu Beginn des Gigs bei kabelgebundenen Systemen ist nach kurzer Zeit auch sicherlich beherrschbar.
    Ein Mini-nahfeldmonitoring über ca.5"er auf Mic-Stativen ist allerdings wesentlich weniger aufwändig, lässt aber sicherlich ausser dezentem Bandmithören wenig von den Chorstimmen zu, wenn nicht ein supergau in Sachen klarer Sound auftreten soll.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Jeremy
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    • 9. Januar 2005 um 09:16
    • #13
    Zitat von "treibsand"

    Wenn die einzelnen Stimmen schon auf unterschiedlichen Kanälen ins Monitoring sollen, wird wohl schon am Monitoring und an der Aufstellung Chor & Band ausgiebig ausprobiert worden sein.

    Da muss ich doch nochmal nachhaken: Der Chor braucht ein Monitoring, um *SICH SELBER ZU HÖREN*? Ich habe einige Erfahrung mit Chören, sowohl als Sänger als auch als Begleitmusiker (in sehr viel geringerem Umfang als Techniker), aber ein Chor, der zu Hilfsmitteln greifen muss, um sich selber zu hören, ist meiner Ansicht nach keiner, sondern eher eine Ansammlung von halbwegs koordniniert singenden Solisten. <mode ="übertreib">Da kann man ja auch die Proben gleich per Telefonkonferenz machen.</modes off>

    --
    Jeremy

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • medimax
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    • 9. Januar 2005 um 10:36
    • #14

    Hi!

    Danke für die vielen Antworten. Dann melde ich mich nochmal zu Wort. Ich bin inzwischen auch zu dem Schluss gekommen, dass In-Ear definitiv Müll ist - vor allen Dingen was das Singen "miteinander" angeht. Allerdings ist das zur Zeit auch nicht gegeben, weil die Band den Chor zubrät - vor allen Dingen das Schlagzeug (logisch, wer sonst). Also der Chor kann sich echt nicht beschweren, das er die Band nicht hören würde. Er würde sich freuen, wenn er sich selber mal hören würde ... oder sich selber besser hören würde. Der Chor klingt natura wirklich sehr ausgewogen, mit Band wirds jedoch wesentlich schwieriger, weil sich die Leute nicht mehr hören und wesentlich unkontrollierter singen. Und dafür gilt es eine Lösung zu finden.

    Das Problem liegt auf jeden Fall auf Seiten der Band und der PA. Idee wäre jetzt als erstes das Naturdrumset durch ein DDRUM oder VDRUM zu ersetzen. Der Gitarrist oder der Basser müssen sich halt mit dem POD anfreunden oder wenigstens mit so einen tollen AMP-Ständer (das geht doch nicht, das ist uncool). Und dann muss halt mal ein besseres Monitoring und eine andere PA an den Start mit ordentlichen WindUp's und Delay.

    Trotzdem weiter'ne schöne Diskussion und gute Beiträge - helft mir noch ein bisschen ...

    THX Sebastian

  • timotimo
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    • 9. Januar 2005 um 14:36
    • #15
    Zitat von &quot;medimax&quot;

    Hi!


    Das Problem liegt auf jeden Fall auf Seiten der Band und der PA. Idee wäre jetzt als erstes das Naturdrumset durch ein DDRUM oder VDRUM zu ersetzen.

    Oder ein Plexi-Verhau. Die Diskussion lief hier kürzlich....

  • Jeremy
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    • 9. Januar 2005 um 14:44
    • #16
    Zitat von &quot;medimax&quot;

    Trotzdem weiter'ne schöne Diskussion und gute Beiträge - helft mir noch ein bisschen ...

    Gerne. Das Problem scheint also zu sein, dass die Band zu laut ist. Dann erspart Euch doch eine Menge Geld und engagiert eine andere Band. ... Quatsch natürlich ... Verpasst doch eher der Band die Stöpsel.

    Schlagzeug: Plexiglas oder ddrum
    Alle anderen: Kleine elektronische Kisten ohne eigene Speaker (wie schon weiter oben gesagt), und schon hat der PA-Fahrer wieder die Kontrolle über das, was da abgeht. Vor allem ist das von den ganzen Abläufen und der ganzen Bühnenlogistik her viel einfacher.

    --
    Jeremy

    P.S.
    Wie ist die neue amtliche Bezeichnung für jemanden, der auf der Bühne nur Kisten hin- und herzuschubsen hat?

    "Anerkannter Scheff-Logistiker", kurz "ASchLog"

    Harvard'sches Gesetz für Tierversuche: "Unter sorgfältigst kontrollierten, dokumentierten und jederzeit reproduzierbaren Laborbedingungen verhalten sich Versuchstiere immer so, wie es ihnen gerade passt."

  • JS-Sound
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    • 9. Januar 2005 um 23:00
    • #17

    So,
    also ich melde mich hier mal als Chorsänger in einem Gospelchor zu Wort.
    Das Thema Drummer wurde bei uns durch eine Plexiwand mit Schanieren gelöst.
    Als Monitoring für den Chor verwenden wir in der Regel 4 Dynacord-Monitore. 3 vor dem Chor plus einem für die letzte Reihe von hinten.

    Der nächste Punkt (wurde ja auch schon angesprochen....):
    Ich will mich beim Singen ja selbst hören!Bei einem IEM ist das aber nicht mehr gegeben... (ok, offene/einseitige Ohrhörer...)
    Aber das ist was anderes als ein Solist, der sein eigenes Mikro über das IEM mithört.
    Und ein Chor, bei dem die Sänger sich nicht hören, der kann auch nicht richtig intonieren -> die Qualität sinkt.

    So, ich hoffe ein wenig geholfen zu haben,
    Gruß Jürgen

  • soundworx
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    • 9. Januar 2005 um 23:28
    • #18

    Zum Thema In-Ears nur noch die Bemerkungen, daß es 1. technisch durchaus machbar ist und 2. der InEar Monitorsound auch so gemischt werden kann, daß man ALLE notwendigen Signale auf die In Ears gibt.
    Ob das In Ear Monitoring im beschriebenen Fall die optimale Lösung darstellt, steht auf einem anderen Blatt.
    Auf der anderen Seite ist es natürlich der naheliegendere Ansatz, daß man das was Krach macht eliminiert. Sprich Drums elektronisch und Gitarre und Bass ohne Amps, und dabei die Band auf In Ears switchen.
    Der Chor an sich sollte tatsächlich in sich akustisch ja stimmen und barucht nur das Bandsignal, daß man über kleine Kompaktmonitore auf Minimalpegel verteilen kann.

    Marcus

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • medimax
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    • 10. Januar 2005 um 08:37
    • #19

    Hi!

    Genau das ist das Problem: Unser Gitarrist steht nicht auf E-Drum und findest es unmöglich über POD oder ähnliches zu spielen. Ist halt ein Jazzmensch - und das fordert einiges an Überzeugungsarbeit.

    Plexi haben wir schon probiert. Es ist zwar eine kleine Besserung eingetreten, aber es brachte nicht den gehofften Erfolg. Der Grund war auch schnell ausgemacht: Durch die Plexiglasscheibe reduziert man zwar den Direktschall nach vorne oder zur Seite - aber der wird dann halt von der Plexi-Wand und den hinter dem SZ liegenden Wänden reflektiert und man hört ihn als Diffusschall. Also für den Chor Verbesserung, für den Gesamtsound Verschlechterung.

    Nun könnte man natürlich noch mit der Schlagzeug-Positionierung arbeiten, aber die Zeit hat man meistens nicht und vor allen Dingen ist der Platz nicht wirklich ausreichend.

    Das wars wieder von mir. Weiter gute Disskusion ...

    VG Sebastian

  • Uew
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    344
    • 10. Januar 2005 um 08:54
    • #20

    Neulich hat ein Bekannter von mir ein Musical in einer "Beton-Kirche" gemischt.

    In der Pause fragte er mich: "Wie findest Du eigentlich das Schlagzeug?"

    Ich: "Schön"

    Er: "... steht im Keller :wink: "

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