Was könnt ihr empfehlen wenn man auf einer VA müde wird?Koffein bringt bis zu nem bestimmten Grad was aber danach macht es noch müder. Wie macht ihr das?Zu illegalen Sachen will ich nicht greifen, auch wenn es am besten hilft.
Was tun gegen Müdigkeit auf Veranstaltungen?
-
-
..genug Personal einplanen das man mal ne Stunde pennen kann?
-
wenigstens ein bißchen an den arbeitsschutzvorschriften/arbeitszeitregelungen orientieren und nach spätestens 12-14 stunden feierabend machen... klar ist das auch drüber,aber imho ist man nach diesem pensum auch nicht mehr wirklich produktiv bzw. es schleichen sich gehäuft fehler und unvorsichtigkeit ein.
aber das führt jetzt wieder zu ner ganz anderen diskussion. bei mir persönlich hilfts auch oft mal ne viertelstunden nach draussen an die frische luft zu gehen.
-
Wie wäre es mit vorher genug schlafen? Dann wird man nicht ganz so schnell müde.
Ansonsten, wenn man was zu tun hat, passt das schon. Damit meine ich jetzt dinge, bei denen nicht viel passieren kann.
-
Während des Jobs keinen Alkohol, also auch nicht ein Bierchen.
Kleine Ruhepausen nicht mit Babbeln oder irgend welchem unnötigen Zeug vertun, sondern für Kurzschlaf oder Meditation nutzen. Dafür unbedingt vorher "Rückzugsmöglichkeiten" abchecken, auch z.B. wie "carm" schon sagte raus ins Freie :wink:Auf gar keinen Fall Medikamente




-
Finde den vorschlag mit genügend personal auch den besten, die meisten leute in unserem metier geben immer noch zu häufig und gerne damit an wer schon am längsten auf den beinen war, und solange wir nicht mal anfangen deutlich zu sagen 30Stunden geht nicht! wird das nichts ändern.
wenn man aber nur 8 Stunden einen CD Player bewachen muß hilft mir ein buch, kreutzworträtsel, oder mein läppi wo ich noch was abmischen muß.
wenn ich aber nichts zu tun habe und trotzdem 8 stunden mit dem finger am knopf darauf warte das was passiert ist es schon schwieriger, da hilft wirklich nur vorher schlafen.
-
Soo an die 24h ist man da schon auf den Beinen. Morgens gegen 12.00 aufstehen, ins Bad, Fertigmachen ins Lager Zeug richten, dann Sprinter laden, hinfahren, aufbauen, betreuen, abbauen, sprinter leer machen. ist ca. 12.00 am nächsten tag. wenn ich die betreuung nicht mache und mich für die zeit in den sprinter leg passt es, aber es kommt eben nicht soo professionell rüber wenn der hauptansprechpartner nach va begrinn gewechselt wird, bzw. keiner mehr da ist der sich genug auskennt, falls mal was ist.
-
Zitat
Morgens gegen 12.00 aufstehen
Dann haste ja schonmal nicht gerade wenig geschlafen.
Zitatsprinter leer machen
Das würde ich jetzt nicht mehr so wirklich zu VA zählen, und so richtig viel kann man dabei auch nicht falsch machen oder? So dass es höchste Konzentration erfordern würde.
-
Für Laden und Leer machen hat man doch Azubis? Was sollen die denn sonst den ganzen Tag machen.

Wer nach über 12 Stunden körperlicher und geistiger Arbeit noch Sprinter oder gar Truck fährt handelt in meinen Augen unverantwortlich, da er nicht nur sich in Gefahr bringt. So am Rande erwähnt.
Ausreichend Personal ist wohl das sinnvollste. Wenn eine Veranstaltung nunmal solange gehen soll, dann muss der Veranstalter eben auch das entsprechende Personal (Zusatzpersonal) zahlen. Basta
-
Wenn nicht genug Personal zum Schichtwechsel da ist: nach dem Einladen des Materials am Veranstaltungsort schlafen und erst am nächsten Tag heimfahren.
Ich denke wenn die Anlage läuft und der Veranstalter informiert ist wo er dich im Notfall findet solte auch schlafen während der VA kein Problem sein. -
http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/arbzg/
Tamaris ist doch eine GmbH, somit dürften die Beteiligten Arbeitsnehmer sein, oder? Ist das dann nicht schon eine Straftat, vgl. §23 ?
-
hallo Admin,
dein Rechtsverständnis bezieht sich hier auf Arbeitnehmer. Die Tonis sind überwiegend eigenständig arbeitende Männer und in sich eine Firma, ebenso häufig ist eine Firma vor Ort und der Chef steht dann persönlich an der Konsole. Chefs sind bekanntlich Ausnahme weil Chef
Bei denen kommt zuerst zur Anwendung was der Kunde will, alles andere steht hinten an;
Paragrafen sind somit nicht anwendbar, wirkungslos, angesagt ist Organisation.Die Pause für die Techniker ist eine Frage der Veranstaltungsplanung ! Hier ist der Veranstalter hinzuzuziehen der die Programmgestaltung so organisiert daß sich das völlig ohne Probleme ergibt !
Ein überforderter Tonmann ist qualitativ stark abfallend, man ist somit gut beraten Sachen zwischenzuschieben für die er nicht am Platz sein muß, ebenso ihm einen Ruheplatz zu stellen (unbeschallt). In Fällen wo das nicht machbar ist einen Stuhl wo man die Füße hochlegen kann und ein bequemer Gehörschutz. Wir haben sowas jedenfalls im Griff, wenn andere das nicht schaffen sind sie für Programmgestaltung nicht qualifiziert genug. Bei VAs wo es weitergehen "muß" ist eine Ablösung einzuplanen. Übrigends sind Beschallungspausen auch ein effektives Mittel im Umgang mit dem Publikum, richtig verteilt erhöhen sie die Áufmerksamkeit. Auch die Gäste sind nur begrenzt belastbar, auf sie trifft es genauso zu. Wenn man länger als eine Stunde mit foldet Horns bearbeitet worden ist kommt eine Beschallungspause superangenehm zur Geltung
Veranstalter sollten sich mal die Beratung eines Psychologen gönnen, da erfährt man so einiges zum Thema perfekter Umgang mit Menschen. Man kann auch bei den Gästen eine Kurve zeichnen, Zeit/Begeisterung. Der Verlauf davon zeigt mit hoher Genauigkeit wann die Beschallungspause anzusetzen ist, sie ist übertragbar auf die Techniker. Aus diesen Dingen erarbeit man sich die Richtlinie der Programmgestaltung.
Es ist im Prinzip das Gleiche wie bei jeder guten Band die nach 3 bis höchstens 5 Rocknummern eine leise Ballade ansetzt um die Leute wieder auf Niveau zu bekommen (und den Drummer zu relaxen! )
Zur vernünftigen Ausrüstung gehört: Die Kaffeemaschine im FOH und eine Thermokanne am Monitorplatz die im FOH wieder befüllt werden kann. Ich hab die Erfahrung daß das dankbar angenommen wird. -gegen kurzfristige Blackouts - warum auch immer - hilft eine schnelle Erhöhung des Blutzuckerspiegels. Somit sollte man da wo die Kaffeemaschine zuhause ist auch Traubenzuckerchen und Malzbier bevorraten, das sind äußerst wirksame Soforthilfen, ebenso etwas zum essen
Für eine gewisse Sorte von Tonleuten braucht man auchnoch Red Bull 
Aus dieser Sicht heraus ergibt sich die Aufteilung des Schubladenracks:
Ganz oben ist Kaffe, Essen, Thomapyrin und das genannte, Schublade 2 = Gaffa und Leatherman, 3-5 = Werkzeug, ganz unten der 1-kilo-Hammer !
-
Hi Zusammen,
da ich als HKS alles selber machen muss (einladen, fahren, aufbauen, auflegen, abbauen, fahren, ausladen...) kann ich leider keine persönlichen Auszeiten wie Meditation oder mal an die frische Luft gehen nehmen. Ich versuche vorher möglichst früh zu packen, das evtl. noch Zeit für ein Nickerchen bleibt. Während der VA keinen Tropfen Alkohol, schon alleine weil ich fahren muss. Außerdem am Buffet nicht die allerfettigsten Sachen reinhauen und auch keine drei Teller voll, das macht auch müde. Im Gepäck habe ich meist noch Red Bull o.ä. und Schokakola (kennt das wer?) für "Notfälle" Aber wenn die Stimmung gut ist und die Leute gut drauf, werde ich eh´ nicht müde. Meist bin ich dann, wenn ich nach Hause komme ziemlich aufgekratzt und kann nicht schlafen. Da hilft dann meist zehn Minuten vor die Glotze und ein Feierabendbierchen, oder ein guter Single Malt.
Gruß
Zwigges
-
Mit legalen Mitteln kann man den toten Punkt nur unwesentlich hinausschieben (und mit illegalen den finalen toten Punkt nahe heranholen). Was da bei mir wenigstens halbwegs hilft, ist ein Gemisch aus (zu gleichen Teilen) Cola und Orangensaft (mit Fruchtfleisch!), dazu noch eine Portion Magnesium (als Brausetablette oder als ISO-irgendwas-Pulver). Das Zeug sieht so widerlich aus, dass es außer mir garantiert niemand runterbringt, aber es hilft nochmal ein kurzes Stück weiter.
Was angeblich auch wirken soll (wobei das jetzt nur Hörensagen ist, ich habe es selber nicht ausprobiert), ist Traubenzucker im A****, ähem, wie soll ich sagen, im Auspuff.
--
Jeremy -
Zitat von "Manuela"
Chefs sind bekanntlich Ausnahme weil Chef

Bei denen kommt zuerst zur Anwendung was der Kunde will, alles andere steht hinten an;
Paragrafen sind somit nicht anwendbar, wirkungslos, angesagt ist Organisation.Wenn es denn immer so einfach wäre...
Im Zuge der europäischen Harmonisierung wird im Arbeitsschutz zunehmend der Begriff "Arbeitnehmer" durch den Begriff "Beschäftigte" ersetzt - die Unternehmer müssen also auch bei ihren Subunternehmern (auch und gerade bei den 1-Mann-Subunternehmern) die entsprechenden Schutzziele durchsetzen.
Im Normalfall ist das graue Theorie, wo kein Kläger, da kein Richter.
Wenn jetzt aber mal etwas passiert, und die Schadenssumme so hoch ist, dass es sich für die Versicherungen lohnt, Spezialisten dranzusetzen, dann wird das alles sehr schnell sehr unangenehm. Denn wenn die Tamaris GmbH für eine gefahrengeneigte Tätigkeit (beispielsweise Rigg herunterholen) jemand einsetzt, der schon 16 Stunden am arbeiten ist, dann ist das grob fahrlässig. Und nichts hören unserer Berufshaftpflichtversicherer lieber als "grob fahrlässig": dann sind sie nämlich raus aus der Haftung...
(Ganz am Rande: Wenn jemand aus deliktischer Handlung einen Schaden verursacht, dann wird er die Zahlungsverpflichtung auch nicht über ein Privatinsolvenzverfahren wieder los...)
-
Zu den illegalen Mitteln:
Vor einigen Jahren habe ich mal eine Veranstaltung neben der Loveparade betreut (13 Floors in einem alten Fabrikgebäude). Mit und Licht und Ton Fraktion war auch ein Deko Team da..
Der Chef fragte uns am zweiten Tag was wir denn nehmen würden, wir wären so schnell und würden immer so viel arbeiten.. Der konnte gar nicht glauben das wir nur Cola und Wasser nehmen (ok, abends schonmal ein Pils)
die Jungs waren nur breit.
Lustig auch das Frühstck. an unseren Tisch haben wir unsere Nutella Brötchen gegessen, an deren Tisch wurde Selbstgebaut.. -
@BigSound:
Die Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Wir hatten mal für ein paar Veranstaltungen eine Crew, die auch "Selbstgebasteltes" dabei hatte, obwohl im Rider ausdrücklich kein Selbstbau stand

Die Arbeit der Licht & Tontechs war soweit ok, aber Auf- und Abbau gingen dermaßen langsam vonstatten, dass es öfter mal Ärger mit Veranstalter gab.
Afaik ist die Firma auch mittlerweile nichtmehr existent...
-
Zitat von "Seven"
Die Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Wir hatten mal für ein paar Veranstaltungen eine Crew, die auch "Selbstgebasteltes" dabei hatte, obwohl im Rider ausdrücklich kein Selbstbau stand
...´
Das kennt man von DJ´s und Veranstalter. Und dann beschweren das der Sound nichts ist. (Kein Wunder wenn man druff ist und eh nichts mehr plant...)
-
womit du absolut Recht hast !
Der Zeit- und Kostendruck treibt eben so viele dazu mehr zu leisten als die Batterie hergibt, undd diletantische VA-Planung begünstigt das auchnoch.
Allerdings ist die 35 Stunden-Woche in der VT ein Fall für Supertramp: "dreamer"
Es ist aber wirklich was dran an dem was ich hier sagte: Auch das Publikum braucht seine Pausen. Wer die Leute zu lange bombardiert bekommt keinen Applaus mehr. -
Der Sound war prima. Die Leute an Licht & Tonreglern waren ja auch fit.
-