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3 Watt.

  • manuela
  • 20. Mai 2005 um 00:05
  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 20. Mai 2005 um 00:05
    • #1

    Ich besitze ein Röhrenradio, so ein altes schönes Holzteil.
    Das hat schätzungsweise einen 10 Zöller (aber oval) und eine Leistung von 3 Watt.
    Was aus diesem Ding an Lautstärke und "Bass" rauskommt ist bezogen auf das was es hat gradezu unglaublich !
    Daher mal meine Frage: wie haben die das hinbekommen? Sowas gibts heute nichtmehr, ich kenne moderne Teile die sind mit über 20 Watt leiser !

    So ein altes Murksradio ist schließlich weder horngeladen noch BR, das ist einfach nur eine Holzkiste mit gelochter Rückwand und 3 Watt. Wie kommt es dann zu solch einem Radau, das widerspricht doch jeder Theorie ?

    Ich werde es auf jeden Fall mal ausmessen lassen, der dB-1W/1m dürfte sensationell sein.

    Erklärt mir bitte mal den Trick der dahintersteckt ,
    danke !

    Technische Daten,Meßwerte:

    Das Radio hat eine einzelne EL84 die mit 255 Volt gegen einen recht kleinen Trafo läuft, sekundär 8 Ohm, LSP = 8 Ohm, gemessen wurde eine echte RMS von 3,2 Watt, die Spitzen erreichen eine Höhe von 4,8 Watt. somit sind das Fakten.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • triton
    Beiträge
    123
    • 20. Mai 2005 um 00:23
    • #2

    Hi Manuela,

    Klirr macht subjektive Lautheit, dazu noch Partialschwingungen der Membran --> die Gitarrenspeaker sind deswegen auch obenrum gut laut.

    ansonsten wahrscheinlich noch eine stattliche Powercompression, deren Einfluss auf die wahrgenommene Lautheit hinlänglich bekannt ist.

    Gruss

  • Langhuber
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    64
    • 20. Mai 2005 um 00:31
    • #3

    Moin,
    hat wohl was mit den K2 und K3 Anteilen im Sound zu tun. Kommt von der Röhre (Verzerrungen). 50W-Röhre in etwa 200W-Transistor, sagt man. Stell Dich mal vor ein Marshall-Stack, laß jemanden ordentlich in die Saiten hauen, dann weißt Du was ich meine. :)

  • manuela
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    • 20. Mai 2005 um 00:36
    • #4

    ompression ? Das klingt butterweich und kommt richtig gut von unten. Man kann ihm eine hohe Musikalität bestätigen, schöne tiefe Bässe und feine höhen, es klingt ausgesprochen sauber und nicht verzerrt oder übersteuert.
    Ich hab auch sinus-Messung gemacht, mit einem Wien-Brückengenerator am TA-Eingang und einem RV55 hintendran, Oszikontrolle daß es ja nicht clippt.

    20 Hz: 2,8
    30 Hz: 3,1
    50 Hz: 3,2
    1kHz: 3,1
    5kHz: 3,0
    10kHz: 2,5
    15kHz: 2,7

    defakto musiziert das Radio ganz unbekümmert und ohne zu clippen seine 3 Wättchen raus, so richtig HiFi :D

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • treibsand
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    1
    • 20. Mai 2005 um 00:42
    • #5

    Ich weiß schon, warum ich 4 sonne Teile im Schlafzimmer gestackt habe... :wink:

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • manuela
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    9.103
    • 20. Mai 2005 um 00:45
    • #6

    *ggg*

    für ne strat brauchts aber eine Preamp,
    der Plattenspielereingang ist zu unempfindlich 8)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • TBF
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    • 20. Mai 2005 um 01:21
    • #7

    ganz einfach...

    a) früher gabs LAUTsprecher irgendwann kamm dann pisa small und das inverse Moor'sche gesetz (Leisesprecherwerden alle 3 Jahre doppelt so leise dafür 1,5 x so stark belastbar) sprich es besteht ja gar kein anlass mehrfür Wirkungsgrad wieso 104 dB/ w mit 80 W belastbarkeit wenn dermarkt 92 dB mit 7000 Watt belastbarkeit erfordert jetzt mal übertrieben gesagt
    mirfällt da auch nochein alter DDR 12"er ein hässlicher blechkorb pappmembran RFT "Deutsches Qualitätserzeugniss" beim sintron damals für15 DM das ding ist der lauteste 12er den ich je gehört habe da kommt nix aber auch gar nix nur annähernd ran, selbstverstädnlich wird der nicht mehr gebaut hat aj auch keine voll gorregden 500 W
    b) die pappe ist kleingroß, d.h. sie hatt extreme vorteile laute mitten abzugeben (da wos wichtig ist laut zu sein aber v.a. für heutige Speakeräusserst schwierig)
    c) Röhrenverstärker dank Gegenkopplung ist die bassanhebung Gratis (fürher war das gut, ich machs auch nur wird das nur müde belächelt suchfunktion ÖrpZZ) so dass der F-gang wieder ausgewogenist wenn man antreibsstarke (--> AlNICo) LAUTsprecher nimmt
    d)sofclipping: daskennst Du auchvon deiner Macrodreck 5000 (diedasgenauso macht: vorverzerrer) durch zufügenvon harmonischenverzerrungen (eineröhre clippt soft d.h. nichteckigxsondern rund) klingts satter mit gratiskompression (->Röhrenkompressor)

    Du kannst jadenspeakermal an einentransistorverstärkerhängen er wird immer noch laut sein aberohnekompression udn röhreneffekte

    zu Röhrenamps ja habe ich auch malverwendet damals als ichnochjung und unerfahren war eben mit diesem DDR speaker (mirwar damals völlig unklarwieso man 100e watt benötigt *G*) 4 x 12" im top an ner 4x EL34 Stufe von Schaub (wennichmich recht erinnere) und im bass 8von dendingern closed box an 16x PL508 PPP OTL Eigengebastel TV Recycling ... ja ich war auch mal jung und unerfahren ...
    (der wirkungsgrad des gesamtsystems war in anbetreacht der heizleistung eher naja aberfür die ersten house partys hats gereicht)

    erst wenn der letzte Kunde den "ich war mal eine Dose" SMD Haufen im Biegeblechgehäuse zum Utopiepreis nicht mehr möchte, die Bank unter Zahlpause andere Vorstellungen hat, ja dann werdet ihr merken daß Amtlich eher Marktgerecht bedeutet :)

  • outliner
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    • 20. Mai 2005 um 02:14
    • #8

    stimmt,die 12 waren mit 30w belastbarkeit affenlaut.die hatten aber nen alukorb? mit drei streben.

    Wenn keiner weiß, worum es geht, dann geht es hundertprozentig um Geld.

    Einmal editiert, zuletzt von outliner (20. Mai 2005 um 02:16)

  • karel noon
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    • 20. Mai 2005 um 02:35
    • #9

    Hi,
    an dem vorher gesagten ist was wares drann, an dem AC 30 Git amp von annodazumal voll aufgedreht kommt auch ne gute proberaum PA nicht ran, da muß man schon heftig ran gehen!

    aber wo endlos KW und Strom zur verfügung steht braucht man keinen wirkungsgrad, das gab es nämlich mal, z.B. Altec lansing Voice of the theatre, wenig watt und viel Laut!

    ich ätte gerne noch nen genrator für mein kofferradio von 4500Watt P.M.P.O :evil:

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • Wulfson
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    • 20. Mai 2005 um 08:50
    • #10
    Zitat von "TBF"

    mirfällt da auch nochein alter DDR 12"er ein hässlicher blechkorb pappmembran RFT "Deutsches Qualitätserzeugniss" beim sintron damals für15 DM das ding ist der lauteste 12er den ich je gehört habe

    ...davon habe ich letztes jahr zwei stück (natürlich in geithain umgewickelte auf 50W!) in eine proberaum gesangsbox "investiert". seitdem hört sich der sänger... :lol:
    nebenher sind die fast unzerstörbar und der magnet ist im plastik gehäuse ohne scharfe kanten :D

  • Mechwerkandi
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    • 20. Mai 2005 um 09:28
    • #11

    Der olle AC 30 hatte auch Gegenkopplung = Null, das schafft... :wink:

    Ich bin nicht sicher, ob das auch für das Radio zutrifft, aber die alten "Tonmöbel" (>> Musiktruhen) hatte eine z.T. äusserst ausgefeilte Gehäuseabstimmung.

  • manuela
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    • 20. Mai 2005 um 09:38
    • #12

    Das Radio ist ein GRUNDIG, und es hat eine Sekundärgegenkopplung des Ausgangstrafos. Der eigentlich riesige Lautsprecher ist oval, ich schätz ihn auf 12/10 Inches, die Spule dürfte etwa 20mm Durchmesser haben, kleiner Magnet drumrum, gezogener Blechkorb. Offensichtlich ein
    A 19/4/80-33-Cu DIN 45578 der Fa Magnetfabrik Dortmund :D
    Die Rückwand ist aus Preßholz und zum kühlen gelocht.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

    Einmal editiert, zuletzt von manuela (20. Mai 2005 um 09:44)

  • treibsand
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    • 20. Mai 2005 um 09:44
    • #13
    Zitat von "Manuela"

    *ggg*

    für ne strat brauchts aber eine Preamp,
    der Plattenspielereingang ist zu unempfindlich 8)

    Soo unempfindlich ist der Plattentellerinput garnicht.
    Aber das hat wohl schon jeder mal ausgeprobt... :oops:
    Eine kleine Tretmine vorgeschaltet und schwupps...

    Und ausserdem können Selbstgebastelte Pickups da noch Wunder wirken :D
    Ist nur alles über 10 Jahre her. Das einzige was in Gebrauch ist sind die Radios. :wink:

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • manuela
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    • 20. Mai 2005 um 09:49
    • #14

    Mechwerkandi,

    als ich noch 16 war bin ich mit meiner Takamine und meinem alten VOX AC30 durch die Pubs und Kneipchen getourt und hab den Gästen Lieder von Joan Baez , John Denver und Freddy Aguilar gesungen.

    Das AC30 ist kein normaler Verstärker, es ist etwas besonderes.
    Sieht zwar nicht grade "zeitgemäß" aus aber der hat was. In stark abgeänderter Form wird er auch heute noch weitergebaut 8)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

    Einmal editiert, zuletzt von manuela (20. Mai 2005 um 09:50)

  • FNR
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    • 20. Mai 2005 um 09:50
    • #15

    Die guten alten Radiolautsprecher werden auch gerne bei den HighEndern verwendet... Green Cone ( angelehnt an die damals von best. Firmen verwendeten Lautsprecher mit grüner Membrane ) oder so genannt.

    Schon erstaunlich was damals machbar war und heute undenkbar ist !

    Gruß

    Frank N. Stein

    Ich habe zwar keine Ahnung aber davon jede Menge...

    Einmal editiert, zuletzt von FNR (20. Mai 2005 um 09:52)

  • Schrumpeln
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    • 20. Mai 2005 um 09:51
    • #16

    Gab es nicht auch mal von Fööhn eine Pa mit doppel 12ern und Bassrutschen die mit 80W Röhrenendstufen angetrieben worden ist. Ich kann mich so waage an einen Artikel in einer Fachzeitschrift erinnern is aber schon lange her. Soll ganz gut gespielt haben mit rel wenig Leistung.

  • lok1414
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    • 20. Mai 2005 um 09:52
    • #17

    Die hübschen alten Röhrenradios sind nicht nur Meisterwerke der Holzbearbeitung, sondern auch der Lackhochglanzbearbeitung, und der Mechanik - soweit gebührend gepflegt. Manchmal erstaunt schon der Blick auf die Chasis, mit welch optisch kleinem Magenten via Papier-Schwingspulenträger die Papiermembran mit den eingeprägten Zickzacksicken angetrieben wurden. Aber die hatten es in sich, kleine Luftspalte und viel akustischer Output. Damals beliebt waren auch die "Hochtöner mit der Schraube" , ein Konstrukt mit Miniaturzentrierung und Schraube, wo normalerweise die Kalotte sitzt.
    Nun aber zur Lautheit: natürlich hatten diese Radios einen guten Wirkungsgrad, kreierten aber auch ihren eigenen Sound. Alles, aber auch wirklich alles klang über sie irgendwie "gut", d.h. ausgewogen und rund, weil sie einen angenehmen Grundsound hatten. Mit einem entsprechenden Preamp sind sie auch schöne Gitarrenverstärker. Details im Signal blieben da schon mal auf der Strecke .....
    Es war eine gelungene Kombination von Röhrenklang, wirkungsgradstarken Lautsprechern (auch die Ferritantriebe - Magnetfabrik Dortmund u.ä. Konstrukte können sich hören lassen) und vor allem dem soliden Holzgehäuse. Schließlich war es ein "Tonmöbel" ...

    Viele Grüße
    Lok1414

  • manuela
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    • 20. Mai 2005 um 09:52
    • #18

    ich hab das alte Radio (optisch verdeckt) mal von Kunden schätzen lassen :D

    Die Tips liegen zwischen 30 und 100 Watt :D:D:D

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • manuela
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    • 20. Mai 2005 um 09:58
    • #19
    Zitat von "Lok1414"

    Die hübschen alten Röhrenradios sind nicht nur Meisterwerke der Holzbearbeitung, sondern auch der Lackhochglanzbearbeitung, und der Mechanik - soweit gebührend gepflegt.

    ich könnte dir mal ein Foto machen von einem 4HE Rackeinschubradio der Fa Collins (USA) das ich auchnoch besitze. Das gute Gerät wiegt soviel wie ein Amp und hat 19 Röhren, die Abstimmung erfolgt vollmechanisch über Zahngetriebe und Kurvenscheibengesteuerte Tauchkerne (vergleichbar einer schweizer Uhr). Es hat 30 Bänder und geht heute noch skalengenau. Gerätetyp = 51j4

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • lok1414
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    • 20. Mai 2005 um 10:10
    • #20

    Huch, da habe ich so langsam geschrieben, daß die Magnetfabrik Dortmund schon genannt wurde .... :shock:
    By the way - ich hatte in meinem früheren Leben häufiger diese Dinger repariert - oder zerlegt. Ein Experimentierfeld der damaligen Zeit war offensichtlich die Hochtonwiedergabe. Toll klnag das Radio mit extra-Hochtönern, sehr eigen klang es mit diesen hellgraurunden Elektrostaten (ich glaube von Isophon), und nicht so ganz ausgereift war die Technik mit kleinen Horntreibern, die auf einen Schrägtrichter geklebt (!) waren, die wie eine Staubsaugersaugerdüse aussahen. Besonders exotisch war ein Konstrukt, bei dem das Treiberchen in eine sich verzweigende Pipeline strahlte, welche an den Gehäuseseiten in geschlitzte Röhrchen endete. Dies Prinzip hat sich nicht durchgesetzt 8)
    Viele Grüße
    Lok1414

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