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Interessantes Feedback-Phänomen...

  • Christian Engel
  • 7. Juni 2005 um 09:34
  • Online
    Christian Engel
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    • 7. Juni 2005 um 09:34
    • #1

    Folgende Rahmenbedingungen: gutbesuchtes Bikertreffen; PA: d&B C7, Tops geflogen.

    Effekt: Feedback bei ca. 1kHz. Nun, nix Besonderes? Doch... Denn besagtes Feedback trat nur in Spielpausen auf. Hätten natürlich Gesangsmikrofone sein können -> dem war aber dank penibel eingemessenen Monitorings nicht so. Bin bei der Ursachensuche also beinahe verrückt geworden und hatte schon alle üblichen verdächtigen Signalquellen überprüft (die alle feedbackfrei waren), bis mir zufällig während der folgenden Titelansage ( = Spielpause) und dem zu erwartenden (und aufgetretenen :wink:) Feedback die Pegelanzeige im Kanal der NUR PER DI abgenommenen Bassgitarre ins Auge fiel, die da lustig zunehmenden Pegel passend zum Feedback anzeigte. Betreffende Frequenz irgendwo bei 800-1200Hz. Demzufolge habe ich den Bass während aller übrigen Spielpausen auf der Front gemutet und siehe da: das Problem war gegessen. Sowas habe ich nun noch nie erlebt und demzufolge stellt sich mir die Frage, wie so ein Feedback unter beinahe optimalen Bedingungen (nahezu keine Rückwirkung der PA auf die Bühne) zu Stande kommen kann? Sehr rätselhaft...

    Beste Grüße, Christian

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • Kracky
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    • 7. Juni 2005 um 10:00
    • #2

    Vielleicht positionierte der gute Mann seinen Bass aufgedreht sehr ungeschickt wären den Spielpausen?

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • gezz-abba
    Gast
    • 7. Juni 2005 um 10:27
    • #3

    hallo,
    ich tippe auch einmal stark auf den Pick-Up am Instrument. Manche von denen koppeln sehr schnell, auch wenn ich das am Bass noch nicht hatte. Gitarre ist da eher so ein Kandidat. Wenn irgendwo eine Induktivität auf der Bühne ist , wird sie auch irgendwie mit den Speakern in Interaktion treten.
    Beispiel aus eigenem Hause: Eine BSS DI Box für akkustikklampfe , hat den Git-Amp von der anderen (!!) Bühnenseite mit gutem Pegel abgenommen, dass ich schon an einen Kanalvertauscher dachte und der amp war ca 3 Meter entfernt. Soviel zur Wirkung. Koppelnde DI Boxen hatte ich bisher nur bei sehr hohem Gain, wenn das Instrument zuwenig hergab.
    Ich denke, dass es bei dir auch unstimmigkeiten auf der Bühne gab.
    War der Bass auf den Monitoren??
    gruss,
    arnt

  • Insomnia
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    • 7. Juni 2005 um 12:21
    • #4

    Mutest Du die Bands in den Spielpausen nicht?? :?::?:
    Also ungemutete Bühnen in Spielpausen gibt es bei mir nicht, kommt doch immer irgendein **** auf die Idee mal auf die Bühne zu rennen und in ein Mikro zu gröllen oder sich eine Klampfe zu schnappen.

    Insomnia

  • manuela
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    • 7. Juni 2005 um 12:33
    • #5

    Das mit dem Gitarren-Amp kommt mir schon ziemlich seltsam vor, es gibt da aber was anders umso interessanteres.
    Vielleicht kennt jemand von euch die uralten Rufanlagen die mit einer "Induktionsschleife" arbeiten noch?
    Zum Prinzip. Der zu versorgende Raum muß von einem Kabelring umgeben sein auf dem der Ton mit nennenswerter Leistung anliegt. Innerhalb der Raumes kann man diesen nun mit einer simplen spule ( =Pick Up !!!!!!!! ) abnehmen, völlig drahtlos, weil das vagabundierende Magnetfeld ausreichend hoch ist. Da solche Anlagen mit wenigen Watt arbeiten ist die logische Folgerung daraus: wenn die Boxenkabel der PA so verlegt sind das sich ein derartiger Effekt breitmachen kann ist die Wirkung auf Pickups u.ä. noch intensiver, die Bedingung zum koppeln wird sehr schnell erfüllt.
    Konsequenz daraus ist Vorsorge. Die Powerkabel zu den Boxen bitte weit ab der Musiker verlegen, möglichst Schleifen und Kreisförmige Anordnungen um die Bühne herum vermeiden (zB vorn Wedgekabel, hinten Stack-Kabel.
    Daß ein Pickup wirklich so darauf reagiert muß nicht sein, KANN aber. Ich denke in dieser Richtung war auch das Feedback auf den Bass zu suchen zumal 1200 recht hoch ist, das ist keine schwingende Saite gewesen.

    Wers nicht glaubt probiert bitte:
    Ein Kabel 1x im kreis um den testraum herumlegen, die beiden enden über einen shunt an einen amp, 10-20 watt musik von CD drauf. Begib dich mit einem Pickup in den Kreis und dreh den Gitarrenamp auf an den dieser anzuschließen ist. hörst du nun musik? 8)
    Besonders hellhörig auf Magnetismus sind DI Trafochen wo nur Micpegel draufliegt (hochempfindliche Eingänge mit Minimalpegel). Abhilfe kann ein simpler Blechkasten , eine dose sein, die ihn magnetisch abschirmt.
    Ebenso darf man keine Lautsprecherkabel und Mic-Kabel etc. auf längeren Strecken nebeneinander verlegen, auch das koppelt magnetisch, genauso wie es im Kabelsalat auf dem Boden hinter den Racks vorkommen kann.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

    Einmal editiert, zuletzt von manuela (7. Juni 2005 um 12:46)

  • planaplatscha
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    44
    • 7. Juni 2005 um 12:46
    • #6

    BTW: Das mit der Induktionsschleife ist auch heute noch aktuell. Wir hatten vor zwei Wochen mal wieder eine Veranstaltung für die eine Induktionsschleife gefordert war. Hat für Hörgeräteträger wohl einen großen Vorteil und funktioniert ziemlich gut.

    Das mit dem feedback am Bass habe ich just auf dieser Veranstaltung genauso erlebt. Noch in der Aufbauphase gabs plötzlich ein irres pfeifen von der Bühne. Da das Pult komplett gemutet war konnte das schon mal ausgeschlossen werden. Was war passiert? Der Bassist hatte sein Instrument nur neben dem Amp abgestellt und ihn daran gelehnt. Das reichte aus.

  • manuela
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    9.103
    • 7. Juni 2005 um 12:47
    • #7

    Das stimmt. in Hörgeräten sind pickups integriert, eigentlich zum induktiven abhören der Übertrager in Telefonen. Die tunen eine Induktionsschleife einwandfrei.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Online
    Christian Engel
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    • 7. Juni 2005 um 13:18
    • #8

    Insomnia

    Deine Frage bezüglich des Mutens ist absolut überflüssig, da ich "Spielpause" klar als Zeitraum, in dem Titelansagen erfolgen - also ZWISCHEN zwei Songs -, definiert hatte. Unsinnig, an dieser Stelle die komplette Backline zu muten.
    Ich weiß nicht, auf welchen Gigs du unterwegs bist, aber bei uns rennt niemand mal eben so auf die Bühne, um Musiker zu spielen :?:


    Der Bass lag minimal auf den Monitoren. Der Effekt verschwand beim Muten des Basses auf der Front! Deswegen schließe ich Rückwirkung mit den Monitoren aus - ebenso mit dem Amp auf der Bühne...

    Und ja, das Feedback lag definitiv in besagtem Frequnezbereich. Schon sehr komisch und wird so im Nachhinein nicht mehr zu klären sein...

    Beste Grüße, Christian

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • bastler
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    • 7. Juni 2005 um 13:23
    • #9

    Wie kann ein Lautsprecherkabel in dem sowohl Hin als auch Rückleiter zusammegefasst sind, eine Induktionsschleife aufbauen. Die Magnetfelder der beiden Leiter dürften sich ja wohl praktisch aufheben, oder etwa nicht?

    Gruß
    Michael

  • timotimo
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    • 7. Juni 2005 um 13:52
    • #10

    Ja, mit Lautsprecherkabel halte ich das für schwierig. Gitarristen sagen immer: das Licht brummt. Dabei kann Licht gar nicht brummen. :D Höchstens sirren (Lampenwendel). Sie meinen halt Einstreuungen in ihre Pickups.

  • manuela
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    • 7. Juni 2005 um 14:28
    • #11

    Bastler so Recht du hast gibts da einen Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Es muß nur genug Watt drin sein dann kommts. Ich hatte es schon.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • bertz
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    • 7. Juni 2005 um 20:48
    • #12

    bist du dir sicher, dass das geräusch nicht auch da war, als die combo gespielt hat???

    klingt für mich nach einem Problem des netzteils vom verstärker des bassisten. diesen effekt hat man auch manchmal bei älteren Yamaha DIgi-Pulten, dass die Omni-Outs ein klirren, das wie ein feedback klingt, bei 1,6kHz ausspucken...

    ...nur ne idee

    http://www.klanggeschaeft.de

  • treibsand
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    • 7. Juni 2005 um 23:02
    • #13

    War es denn wirklich ein Feedback oder ein Dauerton?

    Wenn das "Störsignal" erst ab der DI generiert wurde dürfte es u.U. ja garnicht zu hören gewesen sein, da der Bass ja nur minimal im Monitoring war -> somit bei Kanalmuting "weg".
    Wenns eine interne-DI war kriegst du wahrscheinlich nochmal die Gelegenheit das zu testen... :evil:
    Ansonsten unter "Unwichtig / sofort vergessen" ablegen.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Online
    Christian Engel
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    • 7. Juni 2005 um 23:29
    • #14

    Feedback habe ich den Effekt deswegen genannt, weil er allmählich wegging, als ich die Summe etwas runtergenommen hatte. Also definitiv kein Dauerton. Ich bin mir auch sehr sicher, dass der Ton nicht vorhanden war, als die Combo gespielt hat. Er war ja nicht mal ständig in Spielpausen zu hören. Sehr merkwürdig, am besten schnell vergessen :roll:

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

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