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Cajon als Schlagzeugersatz

  • bertz
  • 5. Juli 2005 um 13:57
  • bertz
    Profi
    Beiträge
    387
    • 5. Juli 2005 um 13:57
    • #1

    Ich finde dieses Thema echt interessant. Dieser Thread geht auf diesen hier zurück:

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=40133

    Ich hab die Cajon nun schon mehrmals erlebt.
    Bei einer nicht ganz unbekannten Band aus Berlin trommelte einer der Sänger ca. 6min auf dem Ding rum, als wenn es kein "Morgen" gibt. Das war weder Percussion-mäßig auf einem angemessenen Niveau, noch besonders schön...
    Auf der anderen Seite gibt es eine ebenfalls aus Berlin stammende (allerdings eher unbekannte) Band, wo der Drummer echt fit ist und ein unplugged-Set in dem Programm auf der Cajon bestreitet, das von höchster Kunst und Können ist. Das hat mich schwer beeindruckt...

    Was sind eure Erfahrungen mit der "Wunderkiste"????

    http://www.klanggeschaeft.de

  • Krusty
    Beiträge
    517
    • 5. Juli 2005 um 14:25
    • #2

    Ich hab auch schon gute und schlechte Gitarristen gehört.
    Ein Cajon ist doch auch nur ein weiteres Instrument, wobei ich schon beeindruckende Sachen mit der Kiste gehört habe.

  • mirkot
    Profi
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    1
    Beiträge
    1.404
    • 5. Juli 2005 um 14:40
    • #3

    Als "vollwertiger" Schlagzeugersatz kommt es m.E. nicht in Frage, habe aber auch schon sehr gute Drummer erlebt die es gerne mal für ein Lied verwenden oder bei spontanen Sessions und unplugged Sachen halt keine Lust auf das komplette Schlagzeug haben und mit einem Cajon verdammt viel möglich machen.

    Besitzer einer 10-kanaligen DMX-Kaffeemaschine mit stufenloser RGB-Farbmischung und Remote-Brühvorgangsauslösung.

  • Audiowerk
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    • 5. Juli 2005 um 16:15
    • #4

    Oh, da bin ich wohl ein Mitauslöser für diesen Thread hier. :)

    Ich bin hinsichtlich des Themas konkret Betroffener: eine Band, mit der ich häufig unterwegs bin und die sehr breit gemischten Folkrock gemacht hat, der immer gut in die Beine ging, bekam vor einiger Zeit einen neuen Drummer. Naja, und der hat eben keinen Drumhockersitz mehr dabeigehabt, sondern so einen Karton.

    Wenn der Kamerad während des Gigs die Sticks aus der Hand legt und das Geklapper und Geklopfe losgeht, geht der Rockfaktor eines jeden Liedes echt baden - zumindest hab' ich so das Gefühl. Das monotone Gehämmer wirkt irgendwie hektisch und wenig abwechslungsreich, und bei den härtesten Schlägen, die den Snareteppich innendrin wirklich mal zum Schwirren bringen, hört sich der Hit durch den abrupten Attack draußen an wie ein Übersteuerungsknackser aus einem billigen Pult-Preamp... und die ersten Male habe ich wirklich gedacht, da ist was übersteuert - bis ich klar hatte, dass das Musik sein soll, was da so kracht und ballert! Ich hab' ja wirklich was übrig für anspruchsvolle Percussion, aber wo ich jetzt den Direktvergleich einer guten Rockschießbude vs. Rappelkarton habe, muss ich doch sagen, es wäre schmählich, von einer Cajon in irgendeiner Weise als "Schlagzeugersatz" reden zu wollen. Nix für Ungut, soll auch kein Angriff auf hier womöglich mitlesende Cajonspieler sein, und ich kann mir auch vorstellen, dass es Musik gibt, wo die Kisten akustisch passen, aber im Allgemeinen konnte mich dieses "Instrument" nicht überzeugen... :?

  • Online
    karel noon
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    • 5. Juli 2005 um 20:44
    • #5

    also als ersatz bei einem metallica konzert würde ich es auch nicht verwenden, aber ich versuche nun schon länger die irish folk band die ich mische für kleinere kneipen davon zu überzeugen ihr drumset (kick/Sn/2tom) zuhause zu lassen, und eine cajon mitzunehmen.
    ich hatte früher auch eine abneigung dagegen, bis ein "160 kilo mann auf einer pappschachtel" mich vom gegenteil überzeugte, und was den rockfaktor betrifft: ist die hornaut auf den fingern dick genug rockt es auch!

    gerade bei unpugged sachen, folk, jazz, und anderen musikrichtungen jenseits von pop/rock kann es sich echt beweisen.

    man muß auch mal die vorteile sehen, weniger platz, weniger mikros!

    auch in kombination mit anderen percussion elementen ist es toll, mit einer hand cajon als kick/Sn ersatz, die ander für das restliche "geklimper"

    das einzige was mir noch fehlt ist die erfahrung cajon auf einer größeren PA, also für mehr als 6000 menschen.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • MIG
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    • 5. Juli 2005 um 21:18
    • #6

    Ich schließ mich mediennutte an:
    Ich habe vor allem Erfahrung mit der Cajon als Schlagzeugersatz für Unplugged-Sachen.
    Und hierfür finde ich das Instrument sehr gelungen. Ansonsten ist ein gutes Schlagzeug schon etwas anderes!
    Es gibt Überschneidungen hinsichtlich des Einsatzes, aber Cajon eher für kleine Gigs in leiser Umgebung und ein Schlagzeug für rockigere Geschichten - wobei auch hier gilt: keine Regel ohne Ausnahme!

    Gruß,
    Michael

  • wora
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    • 5. Juli 2005 um 23:17
    • #7

    cajon als schlagzeug-ersatz?
    na, so weit würde ich nicht gehen.

    wer einmal einen wirklich guten indischen tabla-spieler gehört hat der weiss, das man mit ner tabla auch ne bassdrum und eine snare und alles mögliche andere imitieren kann. es kommt eben auf die fingerfertigkeit an...
    aber eine tabla ist kein schlagzeug ersatz.

    die cajon ist ein percussions instrument, das recht vielseitig ist.
    sie bietet sich vor allem für musik mit akustischen instrumenten an.
    aber ein ersatz für schlagzeug wird sie nicht sein können, das ist eben ein ganz anderes instrument.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • uwerd
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    • 21. August 2005 um 13:46
    • #8

    Ziemlich gut geeignet ist das CAJON bei Musikdarbietungen in Kirchen und in kleinen Räumen.
    Dort wo nicht unbedingt der "Rocksound" benötigt wird bzw. dort, wo die Lautstärke eines Schlagzeuges einfach problematisch wird.

    Ich habe das nun schon mehrfach erlebt, dass bei Chören oder kleinen Gesangsgruppen das CAJON verwendet wurde und wenn der Schlagzeuger mit dem Teil vertraut ist, die Spielweise drauf hat und es dazu auch noch sauber abgenommen wird, dann kann das schon klasse klingen (und der Tontechniker in einer 300 Jahre alten Kirche freut sich auch :lol: )

    uwerd

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