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Verschiedene Controllersetups für verschiedene Anlassformen

  • 4Art
  • 22. August 2005 um 08:56
  • 4Art
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    • 22. August 2005 um 08:56
    • #1

    Hi dort drinnen und dort draussen! Hoffentlich seit ihr am Wochenende nirgends weggeschwemmt worden.

    Ich möchte mal ein Thema zum besten geben, welches mich schon lange beschäftigt. Leute, die ausschliesslich mit Highpowersound, Techno und Disco zu tun haben, dürfen jetzt getrost weiterlesen...

    Unsere Controllergesteuerten Systeme werden ja auf den unterschiedlichensten Baustellen eingesetzt. Von 70er-Hardrock bis kirchliche Galaveranstaltungen (für Insider Worship-Events) ist ziemlich alles vorhanden.

    Ueblicherweise ist es ja so, dass vom Hersteller designte Controllersetups (welcher meiner Meinung nach auch verwendet werden sollten) auf den Highpower-Betrieb optimiert sind. Dies bedeutet aber, das oft bei Lowlevel-Geschichten zum Beispiel die unteren Mitten zu wenig präsent sind (Volumen fehlt irgendwie).

    Wie macht ihr das? Unterschiedliche Controllerpresets für unterschiedliche Baustellen?

    Korrekturen über 31Band-EQ?

    Gar keine Korrekturen und s'ist halt so wie's ist?

    Solche Baustellen meiden?

    Danke für Eure Statements!

  • Jonnytrance
    Gast
    • 22. August 2005 um 09:20
    • #2

    Ich benutze im Controller vorhandene EQ´s. Dynamic EQ´s wäre auch ne abhilfe.

  • wora
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    • 22. August 2005 um 10:34
    • #3

    da die wenigsten leute in unserem gewerbe über genügend hintergrundwissen verfügen, weshalb und wie man an so einem controller-setup sinnvoll feilen kann (und meisst auch entsprechendes messequipment fehlt), empfehle ich die version mit dem master EQ 8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • bertz
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    • 22. August 2005 um 11:06
    • #4

    ...dann mach doch mal nen thread auf, in dem du erklärst, wie das mit einmessen und controller-pflege so funktioniert...
    mit solchen statements förderst du ja noch das "hobbykistenschleppertum".

    ich selbst finde es sehr angenehm, die grundaufgaben eines setups im controller zu machen und anschließend den master EQ zum "nachfühlen" zu verwenden...

    http://www.klanggeschaeft.de

  • andi.h
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    • 22. August 2005 um 12:00
    • #5

    Also grundsätzlich bietet es sich natürlich sehr an, verschiedene Controller-Setups zu basteln und zu speichern, wenn man immer wieder die selben Locations hat.
    Die Setups der Hersteller dürften in der Regel ausgelegt sein auf normalen Stacking-Betrieb und hohe Auslastung. Außerdem enthalten sie natürlich keinerlei Raumanpassung - also sozusagen "Freifeld-Setups".
    Jede Anwendung, die von diesen Voraussetzungen abweicht (und das dürften wohl die meisten sein) könnte man also sinnvoll mit einem angepassten Setup fahren. Letztendlich dürfte es in der Regel eine Zeit- und evtl. auch Kompetenzfrage sein ob man diese Möglichkeit tatsächlich nutzt, oder Anpassungen "nur" über den FOH-EQ vornimmt.
    Zu den niedrigen Lautstärken: An meiner Stereoanlage gibt es für sowas eine "Loudness"-Funktion, welche genau dem schon erwähnten "gefühlten Mangel" an tiefen Frequenzen entgegenwirkt. Aufschluss über das pegelabhängige empfinden von Frequenzverläufen liefert bekanntlich das Fletcher/Munson-Diagramm:

    Über Dynamik-EQs ließe sich daran angelehnt tatsächlich eine automatisierte Loudness-Funktion realisieren - sicher eine überlegenswerte Möglichkeit. (Hat jemand mal sowas gebastelt und würde evtl. sogar die Parameter posten?)
    Mir persönlich wäre es als Mischer allerdings ehrlichgesagt unsympathisch wenn der Controller ständig automatisch am Frequenzgang schraubt, irgendwie gefällt mir diese Vorstellung nicht. Ich würde solche Einstellungen lieber beim Soundcheck festlegen. Grundsätzlich bietet sich dafür wohl ein parametrisches Filter (z.B. im Controller) besser an als der meist doch graphische Front-EQ.

    so far my develey...

  • wora
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    • 22. August 2005 um 12:17
    • #6
    Zitat von "bertZ"

    ...dann mach doch mal nen thread auf, in dem du erklärst, wie das mit einmessen und controller-pflege so funktioniert...
    mit solchen statements förderst du ja noch das "hobbykistenschleppertum".

    ich selbst finde es sehr angenehm, die grundaufgaben eines setups im controller zu machen und anschließend den master EQ zum "nachfühlen" zu verwenden...

    da ich nicht genug ahnung und erfahrung habe, was die parameter der chassis angeht, lasse ich einstellungen wie trennfrequenzen und gewählte charakteristika der filter vom LS-entwickler bestimmen. er muss ja bestimmen, bei welchen frequenzen aus welchen physikalischen gesetzmäßigkeiten (z.b. abstrahlwinkel oder elektrische parameter) getrennt werden muss. ich kann doch auf der baustelle keine 3D-plots machen, ob meine einstellungen jetzt korrekt sind oder nicht.

    alles was ich ändere sind evtl. die laufzeiten, die bestimme ich dann mit einem messprogramm.
    dazu dann noch einen master-EQ zum "nachfühlen" und ich bin glücklich...

    so weiss ich dann auch, das ich die chassis nicht beschädigen werde weil ich sie immer in ihren optimalen, vom entwickler bestimmten, frequenzbereichen betreibe...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • andi.h
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    • 22. August 2005 um 13:05
    • #7
    Zitat von "wora"

    da ich nicht genug ahnung und erfahrung habe, was die parameter der chassis angeht, lasse ich einstellungen wie trennfrequenzen und gewählte charakteristika der filter vom LS-entwickler bestimmen.
    [...]
    so weiss ich dann auch, das ich die chassis nicht beschädigen werde weil ich sie immer in ihren optimalen, vom entwickler bestimmten, frequenzbereichen betreibe...


    Wer redet denn von einer Änderung der Trennfrequenzen? Darin sehe ich auch keinen Sinn.
    Aber was spricht dagegen Controller-interne EQs zu nutzen?

  • wora
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    • 22. August 2005 um 14:41
    • #8

    es spricht natürlich erstmal nix dagegen, die EQs in den einzelnen controllerwegen zu nutzen.
    wenn aber jemand sagt, das er an den einstellungen der controller was verändert, dann gehe ich auch davon aus das mit veränderungen an den trennfrequenzen experimentiert wird.
    getreu dem motto: "ich weiss das besser, ich mach das immer so..."
    8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • PAFrank
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    • 22. August 2005 um 19:33
    • #9

    Ich denke das Con. Setup sollte für eine gerade Anlage und optimale Lsp- abstimmung sorgen und der Rest geht mit dem EQ egal ob Live oder Konserve (da kann ja dann die Badewanne eingestellt werden)
    so und jetzt werft mich hoch und zerreist mich in der Luft
    Gruß Frank
    PS warum sollte ich zB. eine Raumkorrektur am Contr. machen und nicht am EQ?

    DAS IGNORIERE ICH NICHT MAL!

  • bertz
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    • 22. August 2005 um 19:50
    • #10
    Zitat von "PAFrank"


    PS warum sollte ich zB. eine Raumkorrektur am Contr. machen und nicht am EQ?

    in der Regel sind die Conroller EQ's parametrisch mit wählbarem Q-Faktor. Zeig mir den graphischen EQ, der das auch kann und eben entsprechende "Frequenzgebirge" erzeugt...

    http://www.klanggeschaeft.de

  • Christian Engel
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    • 22. August 2005 um 20:12
    • #11

    PA-Grundentzerrung mittels Para-EQs im Controller? Das ist okay...

    Unterschiedliche Controller-Setups für unterschiedliche PA-Konstellationen? Natürlich...

    Aber Anpassung der Wiedergabeeigenschaften einer PA an das lautstärkeabhängige Frequenzempfinden des menschlichen Ohres? Hm, dazu würde ich den üblichen Terz-EQ hernehmen. Und für die ganz faulen: an dieser Stelle wäre der Einsatz eines Vitalizers gerechtfertigt... Stichwort "Mehr Bauch bei kleinen Lautstärken".

    Grüße, Chris

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • tonzwerg
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    • 22. August 2005 um 23:47
    • #12

    was ich prinzipiell immer mache, ist den eingangspegel der amps anzupassen. was brauch ich denn voll aufgerissene amps (mit eingangsempfindlichkeit von 0,775V) bei gleichzeitig max ausgangspegel vom controller von +24dB und dann noch bei einem klassik-konzert maximal gefahrene pegel von -20dB ? dann hör ich ja grad mal 8 bit oder so, das kennen wir doch noch vom c64...
    diese ganze pegel-arie vin den controllern ist eh absoluter humbug. headroom hin oder her, aber wenn der limiter im controller eh auf 0dB sitzt, wozu brauch ich dann noch den headroom am ausgang, der mir nur die oberen bits klaut ? im eingang dasselbe gezeter, wer fährt schon ein pult so heiß, daß er +24dB rausschickt ? da klingt der beste tisch beschissen.
    ach ja, thema 24 bit - da wird dann alles besser - intern haben die wandler einen spannungshub von 10dBu. fertig. das teilen wir jetzt mal durch 2^24 und dann haben wir die spannung, die wir mit so einem wandler theoretisch noch abbilden könnten. daß die ganze analogtechnik drumrum, allen voran die stromversorgung, das nicht kann, scheint ja die wandlerhersteller nicht zu interessieren.
    insofern sind 24 bit nicht besser als 16.
    wenn ich dann noch durch diesen pegel-wahnsinn die oberen 8 bit nicht ausnutze, hab ich relevante 8 bit für die gesamte dynamik zur verfügung. so klingts ja auch meistens.

    The ships hung in the sky in much the same way that bricks don't.
    -- Douglas Adams

  • K-Ulrich
    Profi
    Beiträge
    614
    • 23. August 2005 um 09:42
    • #13
    Zitat von "andi.h"

    Wer redet denn von einer Änderung der Trennfrequenzen? D

    Das kann aber durchaus Sinn machen. Z.B. kann man einen 12", der im HiPower-Betrieb ja nicht zuletzt aus Schutzgründen ziemlich hoch abgetrennt ist, bei leisen Sachen weiter runterlaufen lassen. Das ist gerade für warme LoMids effektiver als jeder EQ.
    mfg
    Kai

    Für mich zerrts, aber Sie sind ja der Künstler.

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