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Digitales Live Pult

  • simon&garfunkel
  • 13. Oktober 2005 um 09:03
  • guma
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    • 24. Oktober 2005 um 21:16
    • #41

    So ich erzähls mal aus meiner Sicht:

    Zunächst nochmal, ich bin ein alter Sack und großer Analogfan und ich lästere mit großer Freude über unausgereifte, noch in den Kinderschuhen steckende Bedienoberflächen von Digitalpulten. Aber ich bin geistig doch noch so flexibel, daß ich mir schon immer vorstellen konnte, daß es im Digitalen nicht nur schlechtere als analoge oder bessere = ans Analoge angelehnte Bedienoberflächen geben könnte ( was der Durchschnittsunflexible Toni gerne glauben möchte ) sondern logischerweise auch Lösungen, die möglicherweise sogar besser als analoge zu bedienen sind was natürlich eine gewisse Freiheit im Denken voraussetzt :wink: :wink: :wink:

    Ich habe eine ganze Weile geglaubt, daß Encoder mit Lichterkranz das Nonplusultra der Digitalpultbedienung sein werden. Diese Meinung habe ich inzwischen revidiert.

    Vor ca. einem Jahr habe ich ernsthafte Überlegungen angestellt einen PM5D zu kaufen und habe mich mit dem Pult einige Zeit in Trainingsklausur begeben. Ergebnis:
    Schönes Pult, aber Schirm zu klein, Konfigurationsmenues umständlich, Lichterkranzencoder bieten doch nicht die gewünschte Übersicht, statt dessen der instinktive Versuch alles aus dem Schirm zu lesen. Insgesammt kein Analogfeeling und trotzdem zu viele Knöppe !!!??? Eigentlich ein Widerspruch aber so wars. :?

    Vor Vier Wochen erstes Hands on M7CL, vor zwei Wochen die gleiche Klausurtagung wie ein Jahr zuvor. Ergebnis:

    Das Ding, obwohl überhaupt nicht "analog", war mir irgendwie sofort vertraut. Nach etwa 2 1/2 Stunden das ersehnte Gefühl, ich könnte jetzt gleich mal ne Band damit mischen gehen. Die Konfigurationsmenues geben mir sofort das Gefühl mein eigener "Mischpultdesigner" zu sein.
    Das Touchscreen mit der Centralogic ist genau das Bedienelement, was mir gefehlt hat und das Pult ist wahnsinnig übersichtlich ohne das mir etwas fehlt. Die Channelstripencoder fühlen sich sehr analog in der Funktionsumsetzung an u.s.w. das Ding ist eben kein Spar-PM5D sondern eine "Ökonomiestudie mit einigen echten Weiterentwicklungen" :lol: ( ausführlicher Testbericht folgt )

    Fazit: Ich habe ein M7CL bestellt. ( ... und wer mich kennt, weiß das: Es war keine Preisfrage )

    Einmal editiert, zuletzt von guma (24. Oktober 2005 um 22:08)

  • Jinroh
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    • 16. November 2005 um 15:24
    • #42

    Vor einigen Jahren war ich der Meinung das ich persönlich mit den möglichkeiten der Analogpulte am ende wäre,
    also im bereich der Eqs und Dynamics nichts mehr zu holen ist- wenn man dann mehre hintereinder
    schalltet kann man auch gleich einen Rauschgenerator benutzen!Also was tun? Es geht wohl nur mit software!?
    Also Digipult heran ,damlas 02R . Als erstes fand und finde ich nach wie vor die Bedienung der Yamahas echt gut.
    Die BA habe ich erst nach Monaten mal gelesen-fürs eingemachte.
    Es kamen die Leute die sagten : "Digipult live ? das geht niemals......dauer alles zu lange"-sagten sie.
    Wenn ich FOH Leute an Analogen tischen sehe , und wenn ich auf die "uhr sehe" ist keiner schneller ,denn er muss erstmal an
    seinem 40er vorbeilaufen dann muss er sich am Rack orientieren welcher comp/gate es den tatsächlich ist,und dann wie so oft erwischt er den
    falschen knopf.Da bin ich mit 2 Tasten ehrlich schneller!Man ist nicht schneller wenn man sich nicht bildet-wenn es eben nicht interesiert,oder man unvorbereitet und voreingenommen an so ein pult kommt, Effektgeräte Ba`s liest man meisten auch.
    Auch habe ich oft das gefühl das einige Analogfreunde sich überhaupt oder nur selten mit dem signalverlauf ihrer kisten auseinandesetzen.
    So hat mal ein Tech ,ca 1Std versucht comps. auf seine VCA gruppen zu inserten!!!!!
    Da der Gute Mann keine Normalen Subgruppen besass ,habe ich mir dann meine "gruppencomps" über die Auxout in Kanäle zurückgeführt
    -Neben der Angst das es internes Feedback geben könnte-rätselte jener "betreuer" ca den halben job herrum wie diese lösung den jetzt
    wohl funktioniert! Er sagte er mache das schon 10Jahre..........
    Oft gibt es auch in Klubs, Hotels oder kleinen Säälen das Problem mit dem Platz für den FOH, bei einem 02R mit 40Ch gibt es immer ein Plätzchen!
    Sicher gibt es Pulte die besser "klingen" aber diese bezahlt auch kein kleiner Klub.
    "Ja aber wenn es feedback gibt,was dann!?"-Leute, das sind speicherbare Tische mit allem zubehör-feedback? wofür macht man den einen
    Soundcheck? wofür hat man Eqs, wenn nach dem check noch feedback oder Schwebungen entstehen,dann hat der Tech wohl seinen job nicht verstanden.Persönlich kenn ich es nur so das es den Rest des Abends dann "sauber" ist.
    Auch wenn viele Bands Abzuarbeiten sind ,ist man klar im vorteil-Speicherbar!
    Und die paar gains kann man sich nun wirklich mal aufschreiben.
    Dann gibt es auch umbauzeiten von 2-10 minuten und nicht noch hier klopfen und gucken und hier noch drehen,und nicht mehr
    "huch da bin ich ja im kanal verrutscht".Oder so aussagen wie :passt schon!
    Jede Band bekommt den sound wie beim Soundcheck,ohne Feedback!
    Weiterhin bin ich der Meinung das man erheblich besser "Mastern" kann, den lautheitswert(nicht die Verzerrung)trotz zu kleiner
    Anlage in regionen zu bringen welche heute standart sind-und nicht die Amps oder Boxen als "Limiter" zu misbrauchen.Sondern viel mehr einen
    sustainreichen nicht zu attak lastigen sound zu erzeugen, mit dem man Druckvoll überzeugen kann.Den gibts dann wenn die Bassdrum
    oder ein anderes starkes Signal nicht immer den Master zum Klippen bringt sondern sich hörbar in den unter der clipgrenze liegenden
    Nominalpegel einfügt,und nicht die ganze zeit das VU meter um 30-40db (dynamik) herumzappelt-das keine Dynamik das ist mist.
    t.b.c.

    ......hölle ist kein ort - hölle ist ein zustand..........

  • guma
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    6
    • 16. November 2005 um 17:27
    • #43
    Zitat von "Jinroh"

    Vor einigen Jahren war ich der Meinung das ich persönlich mit den möglichkeiten der Analogpulte am ende wäre,
    also im bereich der Eqs und Dynamics nichts mehr zu holen ist- wenn man dann mehre hintereinder
    schalltet kann man auch gleich einen Rauschgenerator benutzen!Also was tun? Es geht wohl nur mit software!?
    Also Digipult heran ,damlas 02R . Als erstes fand und finde ich nach wie vor die Bedienung der Yamahas echt gut.
    Die BA habe ich erst nach Monaten mal gelesen-fürs eingemachte.
    Es kamen die Leute die sagten : "Digipult live ? das geht niemals......dauer alles zu lange"-sagten sie.
    Wenn ich FOH Leute an Analogen tischen sehe , und wenn ich auf die "uhr sehe" ist keiner schneller ,denn er muss erstmal an
    seinem 40er vorbeilaufen dann muss er sich am Rack orientieren welcher comp/gate es den tatsächlich ist,und dann wie so oft erwischt er den
    falschen knopf.Da bin ich mit 2 Tasten ehrlich schneller!Man ist nicht schneller wenn man sich nicht bildet-wenn es eben nicht interesiert,oder man unvorbereitet und voreingenommen an so ein pult kommt, Effektgeräte Ba`s liest man meisten auch.
    Auch habe ich oft das gefühl das einige Analogfreunde sich überhaupt oder nur selten mit dem signalverlauf ihrer kisten auseinandesetzen.
    So hat mal ein Tech ,ca 1Std versucht comps. auf seine VCA gruppen zu inserten!!!!!
    Da der Gute Mann keine Normalen Subgruppen besass ,habe ich mir dann meine "gruppencomps" über die Auxout in Kanäle zurückgeführt
    -Neben der Angst das es internes Feedback geben könnte-rätselte jener "betreuer" ca den halben job herrum wie diese lösung den jetzt
    wohl funktioniert! Er sagte er mache das schon 10Jahre..........
    Oft gibt es auch in Klubs, Hotels oder kleinen Säälen das Problem mit dem Platz für den FOH, bei einem 02R mit 40Ch gibt es immer ein Plätzchen!
    Sicher gibt es Pulte die besser "klingen" aber diese bezahlt auch kein kleiner Klub.
    "Ja aber wenn es feedback gibt,was dann!?"-Leute, das sind speicherbare Tische mit allem zubehör-feedback? wofür macht man den einen
    Soundcheck? wofür hat man Eqs, wenn nach dem check noch feedback oder Schwebungen entstehen,dann hat der Tech wohl seinen job nicht verstanden.Persönlich kenn ich es nur so das es den Rest des Abends dann "sauber" ist.
    Auch wenn viele Bands Abzuarbeiten sind ,ist man klar im vorteil-Speicherbar!
    Und die paar gains kann man sich nun wirklich mal aufschreiben.
    Dann gibt es auch umbauzeiten von 2-10 minuten und nicht noch hier klopfen und gucken und hier noch drehen,und nicht mehr
    "huch da bin ich ja im kanal verrutscht".Oder so aussagen wie :passt schon!
    Jede Band bekommt den sound wie beim Soundcheck,ohne Feedback!.

    Alles anzeigen

    Soweit so gut :wink:

    Zitat von "Jinroh"

    Weiterhin bin ich der Meinung das man erheblich besser "Mastern" kann, den lautheitswert(nicht die Verzerrung)trotz zu kleiner
    Anlage in regionen zu bringen welche heute standart sind-und nicht die Amps oder Boxen als "Limiter" zu misbrauchen.Sondern viel mehr einen
    sustainreichen nicht zu attak lastigen sound zu erzeugen, mit dem man Druckvoll überzeugen kann.Den gibts dann wenn die Bassdrum
    oder ein anderes starkes Signal nicht immer den Master zum Klippen bringt sondern sich hörbar in den unter der clipgrenze liegenden
    Nominalpegel einfügt,und nicht die ganze zeit das VU meter um 30-40db (dynamik) herumzappelt-das keine Dynamik das ist mist.
    t.b.c

    ... aber was will uns der erregte Schreiber mit diesem Teil seiner Ausführungen sagen :?: :wink: :roll:

  • Peet
    Profi
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    191
    • 16. November 2005 um 21:01
    • #44
    Zitat von "guma"

    Die Channelstripencoder fühlen sich sehr analog in der Funktionsumsetzung an u.s.w. das Ding ist eben kein Spar-PM5D sondern eine "Ökonomiestudie mit einigen echten Weiterentwicklungen" :lol: ( ausführlicher Testbericht folgt )

    Fazit: Ich habe ein M7CL bestellt. ( ... und wer mich kennt, weiß das: Es war keine Preisfrage )

    wir haben unsere M7cl diesem woche bekommen, und arbeiten mit einem mittag im "proberaum" genau so wie eine analoges pult, super !! (wir haben erfahrung mit digitales..: dm-24, 02R, usw, usw) trotzdem sehr nette layout von yammie :D

    Wundere mich das yammie keine mp3 player hat gebastelt, die usb anschluß ist schon da. :lol: :lol:

    Without properly trained technicians, you can deliver a truckload of equally useless digital or analog crap.

  • Jinroh
    Profi
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    82
    • 16. November 2005 um 21:32
    • #45

    hi guma

    Ich hatte das ding erst unter einer anderen rubrik gepostet- ;Digital vs. analogpult in kleinen anwendungen;
    Es wurde wohl verschoben.
    Und darauf bezog sich eigendlich der letzte teil .
    gerade in vielen kleinen locations gibt es immer wieder "probleme " mit der auslastung der meist zu kleinen anlagen-zu hören .
    Und oft wäre es möglich ist mit einem digitalpult und dem nötigen know how weg von diese bassdrum-vocal mixen ,hin zu einer ausgeglichenen übertragung aller "krach" erzeuger zu kommen.
    ok so?

    ......hölle ist kein ort - hölle ist ein zustand..........

  • BVC
    Beiträge
    650
    • 22. November 2005 um 00:38
    • #46
    Zitat von "simon&garfunkel"

    Hallo!!

    Was sagt Ihr denn zu dem Mixer hier,

    TASCAM DM-24 - Digitalmischpult 24-Bit/96-kHz

    Ich find den recht interessant!

    Hat schon mal jemand das Vergnügen gehabt mit diesem Mixer, oder einem änlichen?


    MFG

    S&G

    Alles anzeigen

    Ohne jetzt in der restlichen Diskussion mitmischen zu wollen:

    Das Pult hab ich im Schuleigenen Studio desöfteren in den Fingern, selbst da finde ich es grauenhaft. Die Bedienung ist ein einziger Krampf, die Fader zu lahm, der Gainregelbereich ist nicht ein bisschen zu wenig sondern ne Zumutung, die Flexibilität verglichen mit 01V96 ist ein Witz. Wenn man sich nun noch den Preisunterschied zu ner 01V96 anguckt lohnt es sich echt nit die Gurke zu kaufen. Wo sie auch noch so groß ist wie ne 02R. Aber das soll jeder für sich selbst entscheiden.
    Mit der 01V96 bin ich hochzufrieden. Nutzen 2 Stück davon in Kaskade mit RME Preamps und entgegen anderslautender Behauptungen muss ich sagen: Es macht Spaß. Bedienung geht für fast alle sachen ausreichend flott, man muss sich halt ein bisschen Gedanken über Belegung und Routing machen. Wenn du immer die gleiche Kapelle hast garkein Problem.
    Auch die DM Pulte find ich geil. DM2000 ist ne Eierlegende Wollmilchsau. Natürlich von der Ergonomie her nicht der Weisheit letzter Schluss aber ich habe damit auch schon kleinere Festivals gemacht und auch Fremdmischer (nnormalerweise InnovaSon User) fanden sich recht fix auf dem Ding zurecht. Dass es kein Vergleich ist zu ner M7CL oder ner PM5D sollte aber auch jedem klar sein. Allerdings liegen weder M7CL noch PM5D unter 10k€. 02R96 ist auf jeden fall auch n sehr schickes Teil, von der Intuitivität muss man sich halt bisschen dran gewöhnen aber das hat man recht schnell drin. Und dann hat man ein super Pult mit viele Features, im Vergleich dazu sehr kompakt und halt alle Vorteile der digitalen Welt.

    Zu dem weiter oben angesprochenen Thema mit den Druck-Dreh-Encodern. Gibts doch in der DM2k. Allerdings gehören die zu den Dingen die ich an dem Pult nit mag. Die 4 Encoder mehr um Gain und Frequenz separat auf die Oberfläche zu legen können doch nit soo teuer gewesen sein. Mit der Umschalterei vertut man sich zu oft in der Hitze des Gefechts.

  • feute
    Beiträge
    44
    • 2. März 2006 um 14:28
    • #47

    Hallo zusammen,

    ich habe live schon mit dem Mackie TT24 zu tun gehabt und war nicht wirklich begeistert von der Geschichte. Wir haben das TT 24 in einen Club verkauft und sind jetzt mittlerweile bei Pult Nummer 3 innerhalb von einem halben Jahr.

    Das erste Pult ist schon ab Werk nie richtig gelaufen und ist immer abgestürzt. Das zweite Pult hat dann nach ein paar Monaten auch angefangen Zicken zu machen. Laut Mackie ist der defekt bekannt und ist auf eine unsaubere Lötstelle zurückzuführen.

    Auch zum Mischen ist es sehr gewöhnungsbedürftig. Da die Potis wie bei vielen Digitalpulten je nach drehgeschwindigkeit eine andere Auflösung haben muss man sich voll auf das viel zu träge Display verlassen. Was schon sehr störend ist weil es eine hohe Verzögerung von Poti-bewegung und Displayanzeige gibt wodurch man schon mal leicht ein bisschen zu viel wegnimmt oder dazugibt. 01V oder 02R haben mir diesbezüglich besser gefallen allerdings sind die von der Bedienung her, weil studiopulte, nicht so livetauglich wie das TT24.

    Was mir aber am TT24 gut gefallen hat ist das ganze Bedienkonzept. Mal kurz die Videos auf der mackiepage angeschaut und ich habe mich auf dem Pult auf Anhieb gut zurechtgefunden.

    Wenn es um die Frage Digital oder Analogpult geht darf man nicht nur den Kaufpreis beachten sondern auch die Werterhaltung. Bei Digitalen Pulten ist der Wertzerfall einfach viel grösser als bei analogen, weil die für einen bestimmten Betrag mögliche Rechenleistung stetig und schnell steigt. Auch werden die sonstigen verwendeten Komponenten immer besser. Es ist auch wichtig wenn man über den Kauf eines neuen Pultes nachdenkt was man in 5 Jahren noch dafür kriegen wird.

    Grüassli
    Fabian

  • HMPF
    Profi
    Beiträge
    618
    • 2. März 2006 um 23:23
    • #48

    Ich möchte auch kurz meine Erfahrungen mit dem TT 24 berichten:

    Ich habe etwa eine halbe Stunde Einweisung von einem Mackie Produktspezialisten bekommen, danach gab es keine Fragen mehr. Das Pult leuchtet schnell ein und das Bedienkonzept gefällt sofort.

    Den ersten Einsatz hatte ich bei einer gaaaanz kleinen Nummer, ein Gitarrist zu Playback vor kleinem Publikum:
    Das Pult hat alles gemacht, was es sollte, war klanglich ok und ist abgestürzt. Hier ist mir schon das extrem seltsame Verhalten der Drehgeber aufgefallen. Das ist wirklich mehr als gewöhnungsbedürftig.


    Der zweite Einsatz war mit Band:
    Alle 24 Channels belegt, dazu noch Zuspieler auf den Line-Inputs, 5x Monitor, 1x Mitschnitt, 1x Delayline. Das Setup habe ich auf der TT-Control Software vorbereitet und gespeichert. Die Software ist ziemlich für den Eimer und nicht wirklich gut zu bedienen, ich sehe das eher als vergrößertes Display, die Bedienung findet auf dem Pult statt.

    Beim ersten Soundcheck hat mir das Pult dann erstmal irgendwelche Kanäle auf irgendwelche Auxe rausgeschickt. Klar, dass ich jetzt erstmal gesucht habe, wo ICH den Fehler gemacht habe, ist ja schließlich Neuland für mich. Nach einer verlorenen halben Stunde habe ich dann doch nochmal bei Mackie angerufen. Auf Empfehlung habe ich das Pult komplett auf den Laptop gesicher und per "Hardreset" auf Werkseinstellung gesetzt. Danach habe ich meine Sicherung wieder aufs Pult geschickt. Fein, der Fehler war weg. Leider waren zwar meine Presets noch da, aber die Funktion "Backup Console" backupt leider nur die Presets, nicht aber globale Einstellungen. So "Kleinigkeiten" wie die Reaktion der Potis und Aux Pre/Post Mute usw. werden also nicht gespeichert. Kann irgendwie nicht sein, oder?

    Im weiteren Verlauf des Soundchecks habe ich dann noch unglaubliche Probleme mit den EQs feststellen müssen, das ging so weit, dass ich die EQs in den Ausgängen abgeschalten habe und mit einem billigen DBX 2x15Band EQ entzerrt habe, was dann auch prima funktioniert hat. Ich kann jetzt nicht mit absoluter Sicherheit sagen, ob ich nicht zufällig extrem schlechten Tag erwischt habe und mich beim EQen "verrannt" habe, oder ob die EQs schlichtweg verbuggt sind und ich das Pult nochmal reseten hätte sollen, oder ob die EQs schlicht und ergreifend so schlecht sind, dass er einfach nicht das tut, was man von Ihnen erwartet. Letztes kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, ich Tippe mal auf Bug.

    Die Band war natürlich längst da und aufgebaut, Einlass war auch schon seit einer halben Stunde, also hatten wir nur noch Zeit für Monitorcheck, damit sich die Band wenigstens einigermaßen Wohl fühlt (dank DBX EQ ging das auch ganz gut). Der Kaltstart ging aber sehr gut von der Hand, da die Band ordentliche Signale lieferte. Der Mix ist innerhalb kürzester Zeit recht rund geworden und die Bedienung von dem Pult geht so gut von der Hand, dass ich tatsächlich nach dem ersten Set der Band schon nicht mehr Nachdenken musste. Das ist wirklich Genial und ich muss tatsächlich sagen, dass ich diese Art von Bedienung einem Analogpult vorziehe!

    Das Pult hat in meinen Augen 3 größere Ecken und Kanten:
    1.: Irgend ein Bug mit dem Auxrouting (wie oben beschrieben)
    2.: Sehr seltsame Reaktion der Drehgeber (seeeeeehhhhhr seltsame, ich konnte mich nicht daran gewöhnen!)
    3.: Die Qualität der EQs in den Auxen (wobei das evtl auch einfach ein Bug gewesen sein könnte, ich bin nicht sicher)

    Alle 3 Punkte sind sicher per Softwareupdate schnell zu beheben. Trotzdem sollte ein Pult mit Software 1.3 Built 60 zuverlässig laufen...

    Dagegen steht, dass man für ca. 7000 Euro ein sehr flexibles Mischpult bekommt, mit dem auch sehr komplexes Routing mit vielen Quellen auf viele Ausgänge einfach zu realisieren ist. Und das ganze mit einem sehr gut gelungenem Bedienkonzept. Genaugenommen wäre es nicht realistisch, wenn das Pult alles perfekt machen würde für diesen Preis, aber irgendwie hatte ich es gehofft.... Wenn ich wieder einen Job mit diesem Pult machen sollte, dann werde ich wieder 31Bänder und auch ein hochwertiges Effektgerät mit einplanen.

    "die Anlage sieht aus wie ein plattgefahrenes Ü-Ei"

    "Das Mikro ist kaputt, das pfeift nicht!"

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