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Selbstschwingendes SNT?

  • AmpChamp
  • 10. November 2005 um 10:20
  • AmpChamp
    Beiträge
    461
    • 10. November 2005 um 10:20
    • #1

    Moin zusammen,

    hat zufällig jemand von euch Infos über selbsterregende SNT (Selbstschwinger)? Also im Prinzip so Dinger, wie sie in jeder 12V-Leuchtstoffröhren-Leuchte zu finden sind. Nix IC, nur 1/2 Transis, ein paar passive Bauteile und ein Übertrager mit zusätzlicher Wicklung zur Ansteuerung der Transis.
    Erhoffte Vorteile: Schwingt von alleine, regelt sich bei Belastung im Idealfall in gewissen Maßen über die Frequenz selbst nach und sollte schön unkompliziert aufzubauen sein.

    Falls ihr Links und/oder Literaturhinweise kennt wäre es nett, wenn ihr mir diese hier posten könntet.

    Danke und CU,
    AC.

    Bunt ist das Dasein und granatenstark
    "There's one more kid that will never go to school, never get to fall in love, never get to be cool!"
    "Yes they're sharing a drink they call loneliness, but it's better than drinking alone."

  • Sven M
    Profi
    Beiträge
    2.530
    • 10. November 2005 um 10:34
    • #2

    Ich habe neulich eine sehr interessant Schaltung gesehen die genau das macht. Leider kann ich sie aus geheimhaltungsgründen nicht so einfach veröffentlichen. (habe nur EMV Messungen gemacht.)
    Hauptsächlich bestand sie aus zwei Transistoren. Allerdings ohne Errgegerspule, da die gesamte Elektronik auf der netzspannung "mitgeschwommen" ist.
    Die Schaltung war eine der Sorte "genial einfach - das hätte mir auch einfallen müssen"...

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 10. November 2005 um 10:49
    • #3

    Das was du meinst ist kein SNT sondern ein Sperr- oder Gegentaktwandler. Das orgelt mit leicht übersteuertem Sinus, der Wirkungsgrad ist chic aber eben nicht "PWM" oder sowas. Lastausregelung kann über eine Hilfswicklung gemacht werden.
    Im banalsten Falle 1 T und 1 R, falls Resonanz noch ein C dazu. Bei kleinleistungsgeschichten wird "Überspannung einfach mit einem Varistor kurzgeschlossen, das ist krass aber effektiv :D
    Es wäre denkbar sowas mit einem Schmitt-Trigger zu löten, das gäbe dann sogar das was du meinst. Nur ne Tüftelei zu erreichen daß es auch problemlos anschwingt so.

    Um wieviel Wättchen gehts ca?

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Sven M
    Profi
    Beiträge
    2.530
    • 10. November 2005 um 10:58
    • #4

    Warum kein Rechteck?
    Ein Transistor schaltet das die Versorgungsspannung durch die Spult fließt. Mit einem Shunt messe ich die Spannung auf der sekundärseite (galv. Trennung mal ausser acht)
    Wird die Spannung zu hoch schließt ein zweiter T die Basis von T1 kurz (VCC-> Basis T1 hochohmig auslegen)

    Mal so ganz ins Unreine. Wie die Topologie heißt weiß ich nicht. kann mir aber vorstellen das es klappt.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 10. November 2005 um 11:04
    • #5

    die Mutter aller Primitivlinge ist das hier :D


    man kann es nun so zurechmachen daß es unter Last in Resonanz kommt und aufdreht. Um das zu regeln muß man den Transi bei der Arbeit behindern.
    Diese Version ladet zB gern in Cameras den Blitzelko, altbewährter Murks mit Tradition. Manchmal ist eine Schutzdiode E-B ratsam um verpolte Basisgeschichten zu vermeiden was den Transi beschädigen kann.

    Weitere lustige Varianten:

    Das Ganze als Gegentaktwandler mit 2 Wicklungen links die je 1 Mittelzapf haben,

    Generator mit 2 Thyristoren (Fernsehhochspannungsantrieb 1970),

    1 T Version mit separater Rückkopllungswicklung (Emitterschaltung)
    dto, aber Kollektorschaltung

    Mißbrauch eines Autoradioendstufen-ICs mit einer Rückkopllungswicklung, schafft locker 7 Watt Output,

    Mit FETties gehts auch,

    Festspannungsregler lassen sich auch dazu animieren sowas zu machen

    u.s.w

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • AmpChamp
    Beiträge
    461
    • 10. November 2005 um 11:47
    • #6

    Hm, ihr habt mich ins Nachdenken gebracht... (was frag ich auch? selbst schuld!)
    Es soll als primitiv-Netzteil für einen Übungs-E-Bass-Verstärker dienen. Leistungsklasse 100-150VA.
    Die Anfangsüberlegung ging tatsächlich in Richtung Übertrager mit Kondensator in Resonanz, durch Transistor am Schwingen gehalten. Da müßte allerdings der Transi einen Sinus regeln, also einiges an Verlustleistung verbraten. Bei 100VA vielleicht noch machbar aber nicht so toll. Das Konzept aufwendig ausgebaut führt uns zu einem Resonanzwandler - ist mir für so eine Anwendung ZU aufwendig.
    Also vielleicht doch eher in Richtung Sperrwandler mit Hilfswicklung - leicht verzögern (R-C) - Schmitt-Trigger - Tansistor durchsteuern/sperren.
    Problem: Taktzeiten und somit Lastausregelung fast nur von R-C abhängig. Also vielleicht doch besser Hilfswicklung direkt auf Schmitt-Trigger? Große Belastung -> Kern schneller entmagnetisiert -> Spannung schneller weg -> Schmitt-Trigger schaltet schneller um -> Takttransitor primär macht schneller auf. Bei kleinerer Belastung Verhalten gerade umgekehrt (alles länger).
    Könnte doch so funktionieren, oder?
    Ich mach mal eine schematische Zeichnung!

    Bis denn,
    Ampchamp.

    Bunt ist das Dasein und granatenstark
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  • AmpChamp
    Beiträge
    461
    • 10. November 2005 um 12:31
    • #7

    Ähem, hab ich was nicht mitgekriegt oder warum komm ich nicht mehr auf den PA-Forum-Bilderserver (bei noetec.at)?
    Ich hätte euch gerne mal ein BIld hochgeladen, wie ich es mir vorstelle.

    Wer kann helfen?

    CU,
    AC.

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  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 10. November 2005 um 12:35
    • #8

    du mußt die adresse folgendermaßen ansurfen:

    ftp://paforum:@paforum......


    das hervorgehobene ist User-Name / Doppelpunkt / leergelassenes Passort @ serveradresse

    Username = paforum


    dann klappt das.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 10. November 2005 um 12:39
    • #9

    Für den Amp.

    Ich würde das so lösen:

    http://www.st.com/stonline/products/literature/an/6514.pdf

    sekundär so ummuddeln daß es dem Ämpchen gut schmeckt. Durch Auswahl des richtigen Fettie sind auch 150W kein Thema.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • AmpChamp
    Beiträge
    461
    • 10. November 2005 um 14:38
    • #10

    Hi,

    Manu: bist du dir mit dem Doppelpunkt hinter dem "paforum" sicher? Bei mir hat es nur ohne Doppelpunkt funktioniert.
    Außerdem ist mir der (Standard-)Vorschlag von ST viel zu aufwendig. Hast du gesehen, wie gross die Platine von denen ist? Ne, das muss einfacher gehen!
    Vom Prinzip her hatte ich es mir so gedacht:

    Die Spannung am Widerstand ist proportional der Magnetisierung des Kerns (natürlich nicht im gesättigten Fall, aber den wollen wir ja eh nicht!) und das dank dem Gleichrichter auch immer positiv. Beim Einschalten wird der Transi gleich aufgesteuert, der Primär-Strom steigt annähernd linear an und somit auch das Magnetfeld im Kern. Gleichsam auch der Strom durch die Hilfswicklung und somit die Spannung am Widerstand. Überschreitet diese Spannung einen bestimmten Wert, kippt der Schmitt-Trigger um und sperrt den Transi. Die im Kern gespeicherte Energie wird nun auf die Sekundär-Wicklung übertragen und wieder auch auf die Hilfswicklung. Das Magnetfeld im Kern wird schwächer, somit auch die Spannung am Widerstand. Unterschreitet die Spannung einen bestimmten Wert, wird der Transistor wieder zugeschaltet und das SPiel beginnt von vorne.
    Die "Aufladezeit" wird nur von der Primärspannung, den Übertragerdaten und den Schaltschwellen des Schmitt-Triggers bestimmt (also bei festgelegten Design nur noch von der Eingangsspannung), die "Entladezeit" hängt dagegen davon ab, wie schnell die Energie aus dem Übertragerkern "gezogen" wird, also im Endeffekt von der Last. Je größer die Last, desto schneller wird der Primärkreis wieder zugeschaltet, desto höher also die Schaltfrequenz.

    So stell ich mir das vor!
    So und jetzt seid ihr dran; zerreisst meine Idee oder sagt mir, wo mein Denkfehler ist!
    Ansonsten bau ich es womöglich doch mal auf....

    CU,
    AC.

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  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 10. November 2005 um 15:32
    • #11

    So einfache Dinge sind imho immer ein Steckbrett wert :D

    Gedanken dazu.

    Der Brückengleichrichter kommt bei pos. und neg. Halbwellen raus

    Die "Pause" zwischen den Peaks muß eine bestimmte Mindestdauer haben sonst kokelt es den Fettie

    Die Frequenz des SNT ist instabil, veränderlich (schwerer wegzufiltern)
    und sie will erstmal grob festgelegt sein.

    Lastverhalten fraglich

    Schmitt-Trigger hat erstmal kein Essen wenn SNT steht, Startprobleme

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  • Sven M
    Profi
    Beiträge
    2.530
    • 10. November 2005 um 15:38
    • #12

    Die variable Frequnz sehe ich nicht als Problem, da hier ja keine CE Prüfung ansteht:-)
    Vielleicht müsste man den Schmitt Trigger mit nem Kap. Spannungsteiler am Anfang versorgen.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

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  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 10. November 2005 um 15:51
    • #13

    :P wenn Anzahl der Bauteile >X dann IC rein.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • AmpChamp
    Beiträge
    461
    • 10. November 2005 um 16:18
    • #14

    Der Brückengleichrichter ist imho nötig, damit sowohl der Aufbau als auch der Abbau des Magnetfeldes im Übertrager durch einen proportionalen aber immer positiven Strom bzw. Spannung wiedergegeben wird. Nach dem Abschalten des Primärkreises ist die Spannung an der Hilfswicklung ja anders herum gepolt als während der Leitend-Phase des Transis.
    Die Pause zwischen den Pulsen ist mir auch noch eingefallen, am besten warte ich, bis der Übertrager sein Magnetfeld wirklich abgebaut hat; d.h. der Schmitt-Trigger darf erst bei Spannung=0 wieder umkippen (nicht ganz trivial).
    Dass die Frequenz "instabil" ist, ist ein gewollter Effekt der Lastausregelung, wie schon im oberen Posting beschrieben.
    Zum Lastverhalten hab ich gar keine Ahnung, da hatte ich gehofft, dass mir jemand anderes was zu sagen kann...
    Genauso bei der Festlegung der Parameter, wobei ich in erster Näherung vielleicht auf die Dimensionierung eines "normalen" Sperrwandlers aufsetzen würde.
    Dass der Schmitt-Trigger irgendwie versorgt werden muss, ist klar. War ja auch erst einmal eine Prinzip-Zeichnung.
    Btw.: Manu, du hattest irgendwo mal einen Plan eines 2-Transistor-Schmitt-Triggers gepostet, könntest du den nochmal einfügen?

    Danke und ich bin gespannt auf weitere Kommentare.

    Bis denn,
    Ampchamp.

    P.S.:

    Zitat

    ...dann IC rein.


    und das aus deinem Mund..... Wo du doch sonst so dafür bist, alles diskret mit Transis zu lösen :)

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  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 10. November 2005 um 17:55
    • #15

    ich dachte jetzt du kommst mit 7413 oder oder einem 4000er oder dem NE555 ins Gefecht. :P

    ok, ich mal mal eben einen. Ünrigends ist die Abschaltspannung eh nicht identisch mit der Auslösespannung da untenrum der Mitkopplungszweig an den Emittern liegt.

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  • AmpChamp
    Beiträge
    461
    • 11. November 2005 um 10:12
    • #16

    Morgen die Damen und Herren,

    gestern abend beim Radfahren ist mir der Fehler aufgegangen (bzw. die Fehler...):

    - die Regelung über eine Hilfswicklung klappt so nicht! Das Induktionsgesetz läßt sich dummerweise nicht aushebeln :cry: Der (Primär-)Strom und damit die Magnetisierung des Kerns steigt schon rampenförmig an, allerdings äußert sich das auf der Sekundärseite in einer konstanten Spannung wg. U=Lx(dI/dt) . Sonst würde ja auch in der Sekundärwicklung die Spannung erst ansteigen. Tut sie aber nicht, sie ist (idealisiert) sofort in voller Höhe "da". Ich müßte also einen anderen Weg finden, die Magnetisierung des Kerns abzuschätzen/zu messen. Ist mir aber bis jetzt noch nichts praktisches eingefallen (Hall-Sensor in Kern mit einbauen geht nicht bzw. ist zu aufwendig). Hat jemand von euch zufällig eine geniale Idee?

    - wenn ich davon ausgehe, dass das Netzteil trotz obigem Problem funktionieren würde, würde es mir wahrscheinlich schnell verglühen. Das Konzept setzt ja auf eine konstante Einschaltzeit auf der Primärseite. D.h. es würde imemr eine konstante Menge Energie im Kern gespeichert werden. Wenn ich jetzt eine extrem schwankende Last wie einen Verstärker dran hänge, gibt es lange Zeiten, in denen diese Energie nicht gebraucht wird. Sie ist aber schon in den Kern reingebuttert worden, also wo soll sie hin? Ich schätze mal, dass ein Großteil der gespeicherten Energie (wenn sie denn nicht doch benötigt wird) in den Streu- und Wicklungsverlusten verschwindet. Das bedeutet aber, dass diese den Kern ziemlich aufheizen dürften.
    Bei einer konstanten Last (eben z.B. eine Leuchtstoffröhre) geht das Prinzip schon, da wird ja immer die gleiche Energie aus dem Netzteil rausgezogen. Bei einer stark schwankenden Last aber brauch ich tatsächlich eine Regelung, die mir bei geringer Last auch nur geringe Energien in den Kern reinpumpt. Und schon sind wir wieder bei Regel-ICs. Schade, schade, hatte gedacht, ich könnte ein wirkliches low-cost-Netzteil bauen.
    Aber vielleicht gibt es ja auch noch einen anderen Ansatz, ich werd mal weiter überlegen.

    Manu: danke trotzdem für den Schmitt-Trigger.

    CU,
    AC.

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  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 11. November 2005 um 10:39
    • #17

    ich finde die Idee Low Cost SNT prima. Also mal bissi rumfuddeln auf dem Sektor.

    Folgendes wäre lustig:

    Stufe 1: 2N2646 UJT erzeugt Nadelimpulse
    Stufe2: Monoflop
    Stufe3: Fettie --> ETD

    Für nun dem LadeC vom 2646 eine Steuerspannung zu, d.h VCO, steigt die Spannung erhöht er die Frequenz, bei konstanter Tastzeit bedeutet dies kürzere Pausen --> SNT dreht auf
    Eine "Mindestpause" ist hier zwingend einzuhalten um eine Vollmagnetisierung des Kerns zu umgehen.

    Das dürfte funzen 8)

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  • JohannesP
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    1.041
    • 11. November 2005 um 16:11
    • #18

    Hab noch in irgendeinem Ordner eine solche originale 2-Transistoren+Übertrager Leuchtstofflampen Schaltplan abgeheftet von 198... . Habe leider keine Möglichkeit das einzuscannen, also könnte ich es evtl. zufaxen. Dazu müsstest du mir kurz deine Faxnummer geben.

    Gruß
    Johannes Pradler

    "Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein."

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    Johannes Pradler
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