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Suche kostengünstige Methode zur Geräuschminderung in Saal

  • meridian2
  • 27. November 2005 um 17:34
  • meridian2
    Beiträge
    57
    • 27. November 2005 um 17:34
    • #1

    Hallo !

    Ich habe ein Problem mit einem akustisch schwer zu beschallenden Festsaal.
    Ich betreue tontechnisch einen Karnevalsverein bei seinen Sessionen in einem Festsaal.Bisher ging das auch immer recht gut.
    Nun wurde dieser Saal vor kurzem renoviert und die Wände ringsherum wurden mit Gipsplatten verkleidet.
    Seit dem ist dieser Saal akustisch nicht mehr wiederzuerkennen.
    Ich habe das Gefühl in einer Bahnhofshalle zu spielen.
    Das Echo kommt von allen Wänden wahsinnig laut zurück und selbst das Publikum erreicht nur durch seine Stimmen und dem Gegröhle einen derart hohen Schallpegel das es kaum noch möglich ist diesen mit der PA zu übertönen ohne dabei den einen oder anderen Hörsturz zu riskieren.
    Da beim Karneval nicht nur Musik spielt,sondern auch viel Mikrofonarbeit geleistet wird,könnt Ihr euch sicher vorstellen das es schwirig ist die Moderatoren noch verständlich rüberzubringen.Büttenredner und Sketchemacher möchten natürlich auch gern das Ihre Gags von allen akustisch verstanden werden.

    Nun meine Frage.Kann mir jemand eine Methode empfehlen wie man kostengünstig,am besten im Selbstbau in diesem Saal etwas für die Akustik tun kann?
    Das bekleben der Wände mit irgendwelchen Dämmplatten fällt aus,weil frisch renovierter Saal.
    Ich dachte so an bestimmte Vorhänge oder diverse Schallbrecher die man in den Raum hängen kann.
    Zu teuer darfs auch nicht werden.Ist nur ein Amateurverein mit begrenztem Budget.

    Wär net wenn mir da mal jemand nen Tip geben könnte.
    Ach ja,und sorry wenn ich auf diverse Postings nicht sofort reagieren kann.Ich kann nur am Wochenende an meinen PC,wegen Job.

    Vielen Dank

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 27. November 2005 um 17:52
    • #2

    Wenn es nach diesem Komplettumbau erst so schlecht geworden ist, hat man ja anscheinend etwas falsch gemacht.
    Ist die Decke denn auch glatt?
    Was für Lautsprecher setzt du ein?

    In diesem Fall musst du wohl den Front-Pegel begrenzen und mit mehreren delays arbeiten. Zudem sollten vorn eng abstrahlende Systeme verwendet werden, damit die Wände nichts abbekommen.

    Bei dem Saal könntest du einzelne Stoffbahnen senkrecht an die Decke hängen, habe ich in einem umgerüsteten Kino schon gesehen und scheint sogar was zu bringen.
    Akustikdecken sind leider recht teuer und bringen erstmal wenig. Zudem muss das eine Fachfirma machen.

    Ich suche auch noch sowas. Leider kann ich bei mir aber die Decke nicht all zu weit abhängen und ausserdem ist das eine Kostenfrage.

    Bekleben mit Dämmplatten bringt nichts, die sind zu dünn.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 27. November 2005 um 18:00
    • #3

    Das Übliche eben, schwere vorhänge über die ganze Wandlänge (Notausgänge freilassen), Teppich auf freie Flächen, eng/flachstrahlende Topse einsetzen die die Wände und Decke nicht direkt anbrüllen (gut ausrichten)
    Der Eindruck im leeren Raum ist meist schlimmer als es ist, eine große Menschenmenge dämpft ebenso, und nicht zu knapp 8)

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

    Einmal editiert, zuletzt von manuela (27. November 2005 um 18:04)

  • cyberlight
    Beiträge
    6.061
    • 27. November 2005 um 18:04
    • #4

    Wenn die Menschenmenge aber durch fehlende Dämpfung des Raumes einen hohen Schallpegel erzeugt, zieht das Argument mit der "Eigendämpfung" der Leute nicht mehr.
    Um so lauter der Raum ist, desto lauter unterhalten sich die Leute.
    Ein Teufelskreis. :)

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 27. November 2005 um 18:10
    • #5

    Bei sowas hat man oft ein Front Truss verfügbar. Kann man schön einen Monocluster reinhängen, mittig. Das ergibt wesentlich bessere Akustik als Stereo in den Ecken. In den Ecken muß dann besenfalls was kleines hin, stark nach innen zeigend. Alles hoch hinauf und abwärts zeigend.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • meridian2
    Beiträge
    57
    • 27. November 2005 um 18:31
    • #6

    Ich denke das das sich bei dem Umbau des Saales über das Thema Akustik gar keiner Gedanken gemacht hat.Sollte halt nur neu und schön sein.
    Die Decke ist auch glatt,da hängt zwar überall noch Papierdekoratin dran aber die andert nichts.
    Die PA im Frontbereich hängt von der Band ab die dort spielt.Ich stelle nicht extra eigene Boxen auf sondern klinke mich bei denen mit ein.
    Die haben aber eine sehr gute PA von HK.
    Zusätzlich haben wir an der Decke noch 3 Solton Boxen pro Seite,welche in einem gewissen Abstand voneinander nach hinten angehängt sind.
    Das ganze geht über ein 2-stufiges Delay.

    Die Pa ist aber nicht das Problem.
    Der Saal ist einfach so hellhörig das schon das Partygegröhle des Publikums einen Schallpegel erreicht,der echt an der Schmerzgrenze liegt.
    Wenn alle gut drauf sind und diesen Krach machen versuch ich schon gar nicht mehr das mit der PA zu übertönen.
    Das wäre schon nicht mehr verantwortbar.
    Aber die Gäste sind eben einfach nur gut drauf und zeigen das.Man kann denen das ja auch nicht verbieten,denn das ist es ja was wir erreichen wollen.
    So nen Regler für die Publikumslautstärke wär nicht schlecht :)

  • hink
    Beiträge
    383
    • 27. November 2005 um 19:01
    • #7

    Gegen zu lautes Publikum hilft ein gutes, abwechslungreiches Programm sonst nix.

    Gruß hink

  • wora
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    • 29. November 2005 um 02:03
    • #8

    jaja, so einen erneuerten raum kenne ich auch.
    früher war die stadthalle ettlingen ein akustisch toller raum mit viel holz. sah zwar altbacken aus, funktionierte aber prima für alle arten von veranstaltungen.
    dann kamen die architekten und mussten die halle umbauen - wegen der angeblich "schlechten akustik" :shock:
    das ergebnis ist wesentlich schlimmer als zuvor - und die stadtherren sind stolz auf ihre tolle neue halle... :?
    verkehrte welt!

    du hast es richtig beobachtet:
    das problem ist nicht die eingesetzte technik, die hat ja vorher auch prima funktioniert.
    und das problem ist auch nicht das publikum, denn auch das war schon vorher da...
    das problem sind die schallharten flächen, die den schall stark reflektieren!

    es gibt eigentlich nur eine sinnvolle lösung hierfür:
    ABSORPTIONSFÄCHE!

    wie ihr das erreichen könnt?

    am besten den akustischen zustand der wände VOR dem umbau wieder herstellen.

    man könnte dazu die neu installierten wandverkleidungen abreissen
    (OK, wahrscheinlich ein etwas zu radikaler vorschlag ;) )

    oder z.b. vor die wände schwere vorhänge montieren, so viel wie´s budget hergibt.

    man kann sich das auch von nem akustiker berechen lassen, aber erwähnt auf jeden fall das es sich um eine halle mit elektroakustischer wiedergabe handelt!


    ach, da fällt mir noch ne möglichkeit ein:
    einen anderen, besseren saal buchen!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • meridian2
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    • 4. Dezember 2005 um 11:38
    • #9

    Ich bedanke mich für Die Eure Vorschläge.
    Nun,ich dann wohl mal mit dem Besitzer des Saal´s und dem Verein reden.Vieleicht kann man für diverse Veränderungen an der Saalakustik ein gewisses Buget bereitstellen.Mal sehen.

  • wora
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    • 24. Dezember 2005 um 00:30
    • #10

    und?
    schon was erreicht?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • cyberlight
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    • 26. Dezember 2005 um 19:10
    • #11

    In meinem Fall hiess die Lösung Nadelfilz.

    »Wenn China erwacht, wird es die Welt erschüttern.« Napoleon Bonaparte (1769-1821)

  • meridian2
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    • 28. Dezember 2005 um 18:47
    • #12

    wora
    Ja,ich hab mit dem Verein gespochen und wir sind übereingekommen das wir in Zusammenarbeit mit dem Dekorateuren ein paar lange Vorhänge an die Wände und an die Stirnseite des Saal´s hängen.
    Mal sehen ob´s dann etwas besser wird.
    Technisch las ich erst mal alles so wie es ist.
    Ich kann ja mal posten wenn wir die erste Veranstaltung im Februar hinter uns haben.

  • wora
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    • 29. Dezember 2005 um 02:31
    • #13

    diese vorhänge sollten aber möglichst aus schwerem stoff sein, damit da auch wirklich energie absorbiert wird.
    irgendwelche dünnen deko-stoffe bringen so gut wie nix...
    viel erfolg!

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • akustikkoppler
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    975
    • 29. Dezember 2005 um 10:37
    • #14

    man könnte auch die vorhänge mit ein paar cm basotect füllen... die größten platten sind 2*6m groß. in stärken bis 10cm ist basotect recht stressfrei zu bekommen.

    besondere vorkommnisse erfordern besondere maßnahmenhttp://www.xn--bjrnherzog-fcb.de
    für meine postings gilt die creative commons lizenz
    audio?? PRO!!

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