... nochmal zum (geplanten) Horn vor dem Alpha 6.
Der Alpha 6 ist im Bereich der angestrebten Trennfrequenz (400~600 Hz) zwar schon längst "voll da", verspürt aber wegen seiner kleinen Membranfläche noch keinen relevanten Strahlungswiderstand. Im Klartext heißt das, die Membran kann die Luft nicht wirklich komprimieren, sondern schiebt sie nur hin und her (mal drastisch ausgedrückt). Das gleiche Problem - nur viel schlimmer - hat man bei kleinen Bässen, die zwar "linear bis 40 Hz" sind, jedoch in diesem Bereich hoffnungslos überfordert sind.
Der kleine Trichter vor dem Alpha 6 soll nun dafür sorgen, daß die Schallkrümel nicht einfach nach allen Seiten ausweichen können, sondern an den Trichterwänden "geführt" werden (--> Schallführung). Das sorgt dafür, daß die Membran nun effektiv Luft komprimieren kann, der Schalldruck steigt an. Desweiteren stellt sich eine stärkere und kontrolliertere Richtwirkung nach vorne ein.
Mit AJ-Horn kann man das ganz gut simulieren:
Die rote Kurve ist der Alpha 6 ohne Horn, die schwarze Kurve mit Horn. Oben sieht man den Schalldruckverlauf (Freifeld), unten die Strahlungsimpedanz. Hier sieht man schön die Wirkung des Horns. Die bestmögliche Anpassung wäre übrigens bei einem Wert von 1 erreicht, das Horn würde dann aber ziemlich unhandlich ausfallen.
Ein weiterer Pluspunkt des Horns ist, daß man durch den Versatz nach hinten die akustischen Zentren aller drei Treiber (vor allem aber die von HT und MT) sehr nah aneinander bringt , was zumindest theoretisch ein Vorteil ist.
Soviel mal für heute, ich muß jetzt ein paar Winkel ausrechnen. 8);)
Grüße
Matthias