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bisschen OT: Suche prof. Bezugsquelle passive Weiche

  • DJ Detto
  • 25. Januar 2006 um 23:37
  • DJ Detto
    Profi
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    • 25. Januar 2006 um 23:37
    • #1

    Moin,

    da ich in kürze mir neue Tops bauen lassen will, benötige ich noch die passive Weiche dazu.

    Da mir hier im Forum von LINK Dynamics abgeraten wurde, hier nun meine Frage:

    Wo bezieht Ihr Eure Weichen??

    Es handelt sich um ein doppel12er Top mit 1,5" BMS oben drauf.

    Danke für die LINKS

    Detto

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

  • FF
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    • 26. Januar 2006 um 11:25
    • #2

    Mmh, komische Frage von jemandem, der schon so viele Beträge hat :?:

    Es geht ja nicht in erster Linie darum, dass die Link-Dynamics-Weichen per se schlecht sind (wenn auch teuer imho), sondern darum, dass mit Fertigweichen GENERELL nichts anzufangen ist, da Weichen eben genau auf die verwendeten Speaker abgestimmt werden - und das ist Stangenware halt nicht umsetzbar.

    Also entweder du hast für deine Kombination einen exakt dafür entwickelten Weichenplan und suchst nur nach einem "Lötfinger", der dir das auf eine Platine bannt.

    Oder du brauchst kemanden, der dir eine Weiche für deine Kombination erstmal entwickelt, d.h. Speaker im Gehäuse messen usw., das ist richtige Arbeit, die mit Zeit verbunden ist und damit auch Geld kostet. Und können muss man es auch.

    Alles andere kannst du vergessen!

    Gruß FF

  • DJ Detto
    Profi
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    2.178
    • 26. Januar 2006 um 13:26
    • #3

    Hall FF,
    mmmmh so komisch ist die Frage gar nicht. :)

    Ich geb Dir natürlich recht, dass das OPTIMUM eine genau auf den Speaker abgestimmte Weiche ist. Daher ist der Einsatz von Controlelrn in komplett aktiven Systemen ja so sinnvoll. Weil ich eben damit alles mögliche schnell programmieren und auch kompensieren kann.

    Klar, aber wenn ich eben nicht das OPTIMUM sondern einen guten Kompromiß zwischen Arbeit Zeit und Geld haben will - dann nimm ich eine Weiche von der Stange.

    Nur wurde hier im Forum sehr über die Kapselung (ich glaube Magnetkern oder so) geschimpft.

    Daher die Frage: Wo bekomme ich "gute" Weichen von der Stange. Es gibt da ja wohl auch Unterschiede zwischen der Flohmarktweiche aus einem Semikaufhaus (Namen will ich nicht nennen) und einem "Insidertip"

    Nur darum ging es mir. Ich will hier nicht das Non plus Ultra - siehe dazu auch den Umbau meiner 15er in 18er Kisten. das Zeuch soll gut spielen und Geld bringen - muß aber nicht PERFEKT sein.

    Aber Grundsätzlich gebe ich Dir recht - das ist jetzt keine Kritik gegenüber Deinem Standpunkt. Bitte nciht falsch verstehen. Ich will nur qualitativ gute Fertigweichen.

    detto

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

  • FF
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    • 26. Januar 2006 um 13:59
    • #4

    Hallo DJ Detto:
    eine auf die Speaker abgestimmte Weiche ist nicht das Optimum, sondern die einzige Funktionierende Möglichkeit. Das gilt auch für Controller-Systeme: natürlich kann man da alles programmieren, aber wenn man nicht weiss, was man programmieren muss, weil das Verhalten der verwendeten Speaker in ihren Gehäusen unbekannt ist, dann nützt eineam das gar nichts.

    Also, mit fertigen Weichen wird das nicht nur nicht perfekt, sondern es wird schlichtweg gar nichts! Klar trennen die irgendwo und irgendwie, aber der Amplitudengang deiner Box wird dann aussehen wie das Berner Oberland (und auch so klingen).

    Ich kann dir nur raten, lass es - und dieser Rat völlig unabhängig von der Bauteilequalität der Fertigweichen.

    Gruß FF

  • TobiV
    Beiträge
    1.426
    • 26. Januar 2006 um 18:55
    • #5
    Zitat

    Klar, aber wenn ich eben nicht das OPTIMUM sondern einen guten Kompromiß zwischen Arbeit Zeit und Geld haben will - dann nimm ich eine Weiche von der Stange.


    ... nein! dann kauft man sich was fertiges oder baut was erprobtes!

    bitte tu' dir den gefallen und baue einen bauvorschlag nach.
    Eine Fertigweiche zu verwenden ist murks, hat FF ja schon erleutert.

    Tobias

    ...ein Beck's bitte...

  • Thomas
    Verifiziert
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    10.847
    • 26. Januar 2006 um 19:08
    • #6

    FF hat vollkommen recht. das wird nicht funktionieren!
    du könntest ja mal bei der soundklinik oder audio zenit anfragen, was die für ne weichenentwicklung haben möchten, aber das wird wohl darauf hinauslaufen, dass es günstiger ist einen bausatz zu kaufen.

  • Mechwerkandi
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    1
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    • 27. Januar 2006 um 08:40
    • #7
    Zitat von "FF"

    Hallo DJ Detto:
    eine auf die Speaker abgestimmte Weiche ist nicht das Optimum, sondern die einzige Funktionierende Möglichkeit

    Und was passiert, wenn ich die gleichen Komponenten aktiv trenne??
    Die zweckorientierte aktive Entzerrung bleibt in beiden Fällen.

  • DJ Detto
    Profi
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    2.178
    • 27. Januar 2006 um 09:04
    • #8
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Und was passiert, wenn ich die gleichen Komponenten aktiv trenne??
    Die zweckorientierte aktive Entzerrung bleibt in beiden Fällen.

    Das Topteil soll als 1 Weg funktionieren. Sonst passt das nicht in mein geplantes Konzept.

    Gut kommen wir zurück zu meiner Ausgansgfrage:

    Wo bekomme ich qualitativ gut - also z.B. auch solche die mal über Stunden 600W aushalten und sich dann nicht gleich in Rauch auflösen -
    Weichen von der Stange? Das war meine Ausgangsfrage!

    Und bitte schön, wo liegt der Unterschied ob ich jetzt eine fertige Weiche kaufe oder einen Bausatz und die Teile selber drauf löte????

    Bitte ich möchte nur eine Bezugsquelle - und keine Grundlagendiskussion. Wenns nachher nicht klingt - mein Problem

    Detto

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

  • lorien
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    285
    • 27. Januar 2006 um 09:48
    • #9
    Zitat

    Und bitte schön, wo liegt der Unterschied ob ich jetzt eine fertige Weiche kaufe oder einen Bausatz und die Teile selber drauf löte????

    Das bezieht sich nicht auf die Weiche allein, sondern auf den ganzen Bausatz. Also Passendes Gehäuse mit passenden Lautsprechern mit exakt dazu passender Weiche.

    Zitat


    Bitte ich möchte nur eine Bezugsquelle - und keine Grundlagendiskussion. Wenns nachher nicht klingt - mein Problem

    Wir werden nichts empfehlen, was von vorn herein Murks ist.
    Konstruieren wir mal einen Fall, der theoretisch möglich ist:

    Du hast Deine Box besammen und schließt eine Super-Duper-Fertig-Weiche an. Die kann 1.000 Watt ab (wie will ich das eigentlich feststellen?). Problem: Deine Lautsprecher haben keine konstante Impedanz (Bsp 8 Ohm). Die Imp änder sich über die Frquenz und das bei jedem Lautsprecher anders. Die Fertig-Weichen funktionieren nur mit Ohmschen Wiederständen korrekt, nicht mit komplexen Lasten, wie Lautsprechern. Da machen die Weichen dann, was sie wollen ... oder besser, was die Physik ihnen vorschreibt. Wenn Du Pech hast, laufen die Hoch und Tieftöner im mittleren Bereich gleichzeitig. Folglich hat die Box auch nur noch die halbe Gesamt-Impedanz ... Dein Verstärker wird sich freuen! Noch schlimmer wird es, wenn diverse Bauteile mit Deinen Lautsprechern einen zur Resonanz tendierenden, elektrischen Schwingkreis bilden. Das bekommst Du wahscheinlich kaum mit, da der Klang ja ohne hin nicht die oberste Prio zu sein scheint. Also das Ding resoniert vor sich hin. Und auf einmel geht Deine 1.000 Watt Weiche in Flammen auf, ohne daß Du auch nur richtig laut gemacht hast. Oder noch schöner: Deine Hochtöner verabschieden sich. Die Krönung ist natürlich, wenn es den Verstärker auch gleich noch mitreißt.

    Reicht Dir das??????????????? :twisted:

  • bastler
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    Marktplatz Einträge
    1
    • 27. Januar 2006 um 09:55
    • #10
    Zitat von "DJ Detto"


    Bitte ich möchte nur eine Bezugsquelle - und keine Grundlagendiskussion. Wenns nachher nicht klingt - mein Problem

    Detto

    Monacor, Intertechnik, Mundorf. "Einfach" mit z.B. diesem Onlinerechner berechnen, Mundorf oder Intertechnik bauen dir dann deine Weiche.
    Oder du bestellst dir nur die Bauteile und eine passende Platine dazu.
    Je nach Wunsch kannst du die Bauteile beliebig hochwertig kaufen und auch ein kleines Vermögen ausgeben.

    Aber dass das dann nicht klingt kann ich dir zu 100% versprechen :roll:

    Mit Bausatz war gemeint, einen erprobten Lautsprecherbausatz mit auf die Chassis individuell abgestimmter Weiche nachzubauen.

    Gruß
    Michael

  • DJ Detto
    Profi
    Beiträge
    2.178
    • 27. Januar 2006 um 10:41
    • #11

    lorien

    Danke für die Nachhilfe. Keinesfalls ist es mir während meiner E-Technik Studienzeit entgangen, dass ein Speaker ein komplexer Widerstand ist. Wir können jetzt noch Z zerlegen: In den Realteil, der den ohmschen Widerstand des Drahtes wiederspiegelt,

    den induktiven (Xl) den die Spule darstellt und

    den kapazitiven Anteil bedingt durch die Fläche die die Drähte in der Spule aneinander liegen. Danke ich brauch keine komplexe E Technik Belehrung! Das hatte ich wie gesagt in meinem Studium. 8)8)

    Auch ist mir bewußt, daß das Ganze zum Resonator werden kann. Mit der Leitungsangabe meinte ich lediglich, das ich die Leitungsangabe in einigen „farbenfrohen Hochglanz Prospekten“ (Namen werden nicht genannt) SEHR STARK bezweifel!!!!! :twisted: :twisted: :twisted:

    @ Bastler

    Danke für den Tip. Aber ich dachte Monacor sei ganz verschrien !!!! :D:D

    Den Onlinerechner finde ich sehr gut. Ich habe auch kein Problem mit dem bestücken einer Platine, das kann ich noch....(schließlich ja mal was ordentliches gelernt) :shock:

    Aber wenn schon die Grundsatzdiskussion hier wieder losgetreten wird, WAS zum TEUFEL macht eine Firma oder ein FREAK anders als, die Werte in solch (oder ähnlichen) Rechner zu geben und die Platine zu löten???

    Gut eventuell etwas experimentieren, weil Versuch macht klug oder wie war das. :shock: :shock: :shock:

    Zum Thema Bausatz, dieses Teil gibt es schon dutzendfach – ist ein Nachbau einer bekannten Kiste. Da Thomas ja das Geheimnis seiner Doppel 12er nicht gänzlich lüften will, mußte ich mich halt nach was anderem umsehen. Nur wird bei den Jungs das Ding aktiv gefahren, was wiederum nicht in mein Gesamtkonzept paßt – so einfach. Deshalb such ich ne WEICHE

    Es ist jetzt nicht so: Ich bau ne Kiste, packe 3 Speaker rein und gucke mal ob es klingt!!
    So ist das nicht!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Das das nicht klappt, weiß ich auch.

    Detto

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

  • lorien
    Beiträge
    285
    • 27. Januar 2006 um 11:39
    • #12
    Zitat

    Mit der Leitungsangabe meinte ich lediglich, das ich die Leitungsangabe in einigen „farbenfrohen Hochglanz Prospekten“ (Namen werden nicht genannt) SEHR STARK bezweifel!!!!!

    Okay ... da ja das Grundwissen dazusein scheint, setzen wir mal an diesem Punkt an. Vermutlich gibt es noch mehr, die sich dafür interessieren.

    Auf Frequenzweichen stecken Spulen, Kondensatoren und Wiederstände.

    Wenn ich wissen will, wieviel Leistung ich da durch jagen kann, muß ich jedes Bauelement in jedem Zweig einzeln betrachten. Das ganze hat nicht mit der Qualität, sondern der Dimensionierung zu tun.

    1. Kondensatoren

    Das ist noch am einfachsten. Die gehen nur durch Überspannung kaputt. Der höchste Belastungsfall ist, wenn die gesamte Ausgangsspannung des Verstärkers anliegt. Zusätzlich können Spitzen durch Rückinduktionen großer Tieftöner auftreten. Also Taschenrechner raus, und aus Leistung und Impedanz die Spannung ausrechnen ...dann alle Kondensatoren mit mind. dieser AC-Festigkeit verwenden (Achtung, bei Elkos nicht der DC-Wert). Ich nehme nur MKT / MKP - Typen mit 400V. Ist zwar teurer, aber man hat Ruhe und die Dinger sind eh die "schnellsten".

    2. Wiederstände

    Hier wird es koplizierter. Die gehen durch Überlastung (Leistung) kaputt. Also muß man für jeden Wiederstand ausrechnen, wieviel Strom und Spannung da vorbei kommen. Sitzen Wiederstände nicht direkt vorm Lautsprecher muß man berücksichtigen, daß die gesamte Weiche mit einzubeziehen ist! Am Ende nimmt man den Wert am besten mal 2 und die Sache ist auch durch.

    3. Spulen

    Hier wird es kniffelig. Die gehen zwar auch durch Überlast kaputt, aber das kann viele Gründe haben. Außerdem ist es wirklich übel, wenn ne Spule abraucht - das Problem tritt schon viel eher durch Sättigung auf und schlägt auf den Klang durch.
    Als erstes muß die Spule als ohmscher Wiederstand gesehen werden. Also Leistung bei angegebenem Innenwiederstand prüfen ... und abschätzen, wie warm der Spule dabei werden könnte (hochohmigere Spulen sind da ganz lustig). Dann kommt der Induktive Teil. Hier muß man schauen, wann die Spule in die Sättigung fährt. Das ganze ist aber von vielen, viele Faktoren abhängig (Bauform, Kernmaterial ...). Pauschal: je größer der Spulenkern und dicker der Draht, desto gut 8)

    So - nun kann jeder überlegen, wie belastbar seine Weichen wirklich sind. Erfahrungsgemäß explodieren bei Fertig-Weichen als erstes die Elkos und dann schmoren die Wiederstände :evil:

  • druid314
    Beiträge
    902
    • 27. Januar 2006 um 11:45
    • #13
    Zitat

    je größer der Spulenkern

    ..haben im PA-Bereich aber rein gar nichts verloren.

  • DJ Detto
    Profi
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    2.178
    • 27. Januar 2006 um 12:38
    • #14

    lorien

    Ein sehr ausführlicher Beitrag - LOB!! und genau das meinte ich, wenn die Weiche irgendwie xy Watt abkönnen soll und da Kondis drauf sind die mal 35 V abkönnen, dann sträuben sich bei mir die Nackenhaare!!!!!

    Es ist soweit alles richtig was Du geschrieben hast. In meiner ex High End Hifi freak Pubertätszeit, gab es da noch die Diskussion über den klanglichen einfluß des Dielektrikums!!! Der IMHO nach theoretisch gegeben ist, aber ob den noch einer bei über 100 dB hört????????

    Aber noch einmal zurück auf meine Frage: Was macht eine Firma anders als die Daten der Speaker in den PC zu hacken und dann die Filtercharakteristik zu wählen (die auch Auswirkungen auf den Klang hat - siehe dazu das PDF vom Volker über Controllereinstellungen) und die Platine dann zu testen?? Also was ????

    Und welche Bauteile verwendet werden hängt dann wiederum von vielen Faktoren ab. Kommt die Weiche in ein (echtes) Profigerät, dann wird man deinen Weg der Belastung auslegen, wird man dagegen ein Low Budget bauen kommen recht knapp (und damit preisgünstig) bemessene Bauteiel rein. UND DAS meinte ich mit QUALITÄT!!!!!!

    Denn Du gibst mir sicherlich recht, dass uns Profis nicht damit gelegen ist 50 Euro an der Weiche zu sparen und bei einer 1000 Pax Party raucht die Weiche ab!!!!

    Das brauchen wir nicht - das überlass ich den HKS´ler
    Detto

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

  • lorien
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    285
    • 27. Januar 2006 um 13:28
    • #15
    Zitat

    Aber noch einmal zurück auf meine Frage: Was macht eine Firma anders als die Daten der Speaker in den PC zu hacken und dann die Filtercharakteristik zu wählen (die auch Auswirkungen auf den Klang hat - siehe dazu das PDF vom Volker über Controllereinstellungen) und die Platine dann zu testen?? Also was ????

    Passive Weiche ...

    Wenn die gut sind, haben sie den Frequenz und Imp.-Verlauf der Lautsprecher als Datensätze (da kommen dann die elekrt. Eigenschaften und alle Phasenprobleme gleich mit). Danach wird die Weiche halbwegs funktionieren. Doch das ist echte Entwicklungsarbeit ... das kostet sicher Kohle.

    Aktive Weiche ...

    Hier ist alles viel einfacher, da dort die elektrischen Eigenschaften der Lautsprecher (fast) keine Rolle spielen. Die Weiche funktioniert so, wie im Lehrbuch.

    Zitat


    Denn Du gibst mir sicherlich recht, dass uns Profis nicht damit gelegen ist 50 Euro an der Weiche zu sparen und bei einer 1000 Pax Party raucht die Weiche ab!!!!

    Richtig ... aber ich gebe auch nicht unnötiges Geld aus. Spulen parallel zum Lautsprecher können auch mal hochohmiger sein und ein Imp.-Korrekturglied, oder Saugkreis bekommt bei mir auch nur die "billigen" Bauteile ... nachdem ich mich versichert habe, daß nichts passieren kann.

  • FF
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    • 27. Januar 2006 um 13:28
    • #16
    Zitat

    Was macht eine Firma anders als die Daten der Speaker in den PC zu hacken und dann die Filtercharakteristik zu wählen

    Das liegt ja wohl auf der Hand! Denn auch die Online-Weichenrechner arbeiten mit konstanten Lasten. Für eine sinnvolle Weichenentwicklung musst du im Computer aber schon ein paar Daten mehr haben, nämlich einen Amplitudenschrieb sowie Impedanz- und Phasengang nach der Frequenz. Und wenn dann mit diesen Daten eine Weichenschaltung durchsimuliert wird, dann kommt eben etwas raus, was schon sehr nahe am realen liegt (vorausgesetzt, die Daten wurden durch vernünftige Messungen ermittelt -> eigenes Thema).

    Und dann wir der kluge Entwickler eine oder mehrere Testweichen aufbauen, um zu sehen, ob das, was er so schön virtuell zusammengebastelt hat, auch tatsächlich vernünftig klingt. In der Regel ist das beim ersten test nämlich nicht der Fall, also wird solange mit Bauteilwerten weiterexperimentiert, bis er endlich zufrieden ist.

    Die einzige Chance, einfache Berechnungsformeln zu verwenden, liegt darin, sicherzustellen, dass Frequenz- und Impedanzgang in weiten Bereichen um die gewünschte Trennfrequenz herum möglichst konstant verlaufen, und zwar nicht nur ein halbes Oktävli in jede Richtung!. D.h. mit Impedanzlinearisierungen können Fertigweichen dann tatsächlich funktionieren. ABER: wenn z.B. der Tieftöner irgendwelche Anomalien hat, etwa eine Resonanz am oberen Ende vor dem Roll-Off, kannst du das vergessen. Da man ohne Messungen der Chassis im konkreten Gehäuse aber nicht wissen kann, ob Impedanz und SPL sich konstant verhalten, nützt einem das gar nichts und man ist wieder bei Punkt "A": Formeln bei Weichen sind für den "A...."

    Da ich aber nicht glaube, dass du in dieser Hinsicht irgendwie einsichtig bist, sondern auf Fertigweichen beharren wirst, klinke ich mich hier aus und schenke mir die Mühe ab jetzt.

    Gruß FF

  • FF
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    • 27. Januar 2006 um 13:32
    • #17
    Zitat

    Aktive Weiche ...

    Hier ist alles viel einfacher, da dort die elektrischen Eigenschaften der Lautsprecher (fast) keine Rolle spielen. Die Weiche funktioniert so, wie im Lehrbuch.

    Aber die akustischen Eigenschaften spielen eine Rolle. :wink: Auch eine aktive Lösung ist bei Unkenntnis der Eigenschaften der Chassis im Gehäuse zum Scheitern verurteilt. Ohne Messungen kommt man bei Aktiv also auch nicht weiter (was viele übersehen und fleißig am Controller schrauben, ausschließlich auf ihr Ohr vertrauend)

    Gruß FF

  • TobiV
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    • 27. Januar 2006 um 13:35
    • #18

    wie kann man nur so lernresistent sein! Du bist sicher, das du e-Technik studiert hast? :roll: Hast du aus diesem studium irgendetwas mitgenommen?
    Macht es dich nicht wenigsens ein kleines bisschen nachdenklich, wenn mehrere (durchaus kompetente) leute dir empfehlen keine Weiche von der stange zu nehmen?

    ...ein Beck's bitte...

  • Mechwerkandi
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    • 27. Januar 2006 um 15:32
    • #19
    Zitat von "TobiV"


    Macht es dich nicht wenigsens ein kleines bisschen nachdenklich, wenn mehrere (durchaus kompetente) leute dir empfehlen keine Weiche von der stange zu nehmen?

    Ist das so??

    Also ich für meinen bescheidenen Teil bin mit den Fertig-Teilen bis jetzt ganz gut zurecht gekommen.
    Ich habe mir aber auch vorher gut überlegt, was ich da für Chassis zusammenklemme...

    Eine aufwändig gestylte Passiv-Weiche ist lediglich die Bemäntelung der Unfähigkeit des Konstrukteurs, passende Chassis auszuwählen... :D

  • F.A.Bi.A.N.
    Verifiziert
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    5.286
    • 27. Januar 2006 um 16:48
    • #20
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Eine aufwändig gestylte Passiv-Weiche ist lediglich die Bemäntelung der Unfähigkeit des Konstrukteurs, passende Chassis auszuwählen... :D

    pfff ja "aufwendig" als begriff müßte erstmal geklärt werden... aber eine "fertigweiche" kann im "chaotischen system" (achtung jetzt gehts um den feigenbaum* :wink: !) nicht weiterhelfen.
    selbst durch geringfügige änderungen wird das gesamtsystem empfindlich verändert*, eine fertigweiche benimmt sich in diesem fall wie die axt im walde.

    *sollte dem chaostheroie-interessierten was sagen können, ist ja teils die pure physik.

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