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Was kann man tun!? Fahrlässigkeiten von Disco-(Kinder)-Teams

  • Berni Ton
  • 23. März 2006 um 22:51
  • Stephan Graeske
    Profi
    Beiträge
    1.217
    • 22. April 2006 um 00:20
    • #21

    Also die Polizei kommt sofort wenn Du denen am Telefon sagst, dass Gefahr für Mensch und Leben besteht. Dann erklärst Du denen, was das Problem ist. z.B. Die Boxen können einen Menschen erschlagen, weil der Spanngurt nicht dafür geeignet ist, diese Box sicher zu halten.

    Kein Polizist würde selber entscheiden, dass hier keine Gefahr vorliegt. Damit bringt er sich in Teufels Küche, wenn doch etwas passiert.

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 22. April 2006 um 07:42
    • #22
    Zitat von "Stephan Graeske"

    Wenn das ein paar Mal passiert ist, dann interessiert sich auch der Veranstalter dafür!

    vor allem für den Menschen der dahintersteht. Das klassische Beispiel für Unternehmer die zuviele Aufträge haben und das mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren können :roll:
    My 2 Cents: entweder man ist dort selbst verantwortlich oder jemand anderes... Ich würde einem Menschen der Veranstaltungen anderer sabotiert, unabhängig davon ob das Recht ist oder nicht, niewieder einen Auftrag erteilen und auch allen Veranstaltern im Freundeskreis davon abraten das zu tun.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Stephan Graeske
    Profi
    Beiträge
    1.217
    • 22. April 2006 um 11:32
    • #23
    Zitat von "Manuela"

    My 2 Cents: entweder man ist dort selbst verantwortlich oder jemand anderes... Ich würde einem Menschen der Veranstaltungen anderer sabotiert, unabhängig davon ob das Recht ist oder nicht, niewieder einen Auftrag erteilen und auch allen Veranstaltern im Freundeskreis davon abraten das zu tun.

    :?::?::?:

    Möchtest Du im Ernst jemanden, der sich in ernster Lage für die Sicherheit von Menschen einsetzt, bewußt schädigen? :cry:

    Ist für Dich der Tüv, die Dekra, das Bauamt auch Saboteur Deiner Vorhaben?

    Das ist doch quatsch! Der "Böse" ist doch ohne Zweifel der fahrlässige und gewinnorientierte Veranstalter und nicht derjeniger, der Leben rettet.

    Hoffentlich schreibst Du jetzt, dass ich Dich falsch verstanden habe. :roll:

    Grüße

    Stephan

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

    2 Mal editiert, zuletzt von Stephan Graeske (22. April 2006 um 11:47)

  • Stephan Graeske
    Profi
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    1.217
    • 22. April 2006 um 11:35
    • #24

    Manuela, was erzählst Du den Eltern, deren Kind gerade von einer fahrlässig montierten Box erschlagen wurde und Du als Gast anwesend warst.

    "Ich habe es eben kommen gesehen, aber ich mische mich in fremde Jobs nicht ein".

    :?::?::?::?::?::?:

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • Stephan Graeske
    Profi
    Beiträge
    1.217
    • 22. April 2006 um 11:37
    • #25

    Ich rege mich gerade etwas aus. Genaugenommen heißt das doch auch, dass Dein Ruf und Dein wirtschaftlicher Erfolg Dir wichtiger sind als die Unversehrtheit Dritter? Das mag wirtschaftlich funktionieren, aber menschlich ... *kopfschüttel*

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • Eric
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    • 22. April 2006 um 12:02
    • #26

    also ich sehe das so:
    Der Veranstalter ist im ersten Augenblick begeistert weil das super discoteam XYZ sehhhhhr billig ist, klar die Kassen sind LEEEEEEER, resultat: Die Firma wird gebucht und macht den Job für z.B. 400€ inkl. angeblicher "Steuer".
    Die Veranstaltung läuft nicht, technische Ausfälle wie z.B.: HT defekt weil Piezo oder 4 von 12 PAR Kannen kaputt.... 30 min keine Mucke weil ein Derby nen Kurzen verursacht hat und Sicherung geflogen is und der Sicherungskasten mit :D Chinacases zugebaut ist ;) usw... die Liste kann man lage machen, viele Veranstalter haben echt gelernt und sind dann doch immer wieder gekommen obwohl fast doppelt so teuer.

    Diese Jungs werden uns mit ihrer Qualität und mit ihrer Erfahrung NIE ersetzten können.

    Schade an der Sache ist nur, das alle darunter leiden, sogar der Kunde, der dann statt 800 nur 200 Besucher auf seiner Party hat.

  • AMLB
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    • 22. April 2006 um 12:56
    • #27

    Ich sehe das ähnlich wie Manuela:
    Was schert mich es, wenn andere Mist bauen.

    Sicherlich gibt es Grenzen, allerdings ist nicht jede "nicht-normgerechte" Installation unsicher oder gefährlich. Wenn an einer Par 56 mal ein Safety fehlt, stellt das meiner Meinung nach selten ein großes Risiko dar, da das Lämpchen wohl auch noch am Schuko-Kabel hängen bleibt, wenn sich der Coupler löst. Ebenso ist die Spanngurtaufhängung (mit Griffdurchführung) von Boxen an Bäumen oder Traversen nicht immer gefährlich. Also bleibt mal auf dem Teppich.
    Sechserbars ausschließlich an Kabelbindern sind allerdings nicht erste Wahl. Statt da aber die Polizei oder das Ordnungsamt auf den Plan zu rufen, würde ich Kontakt mit der ausführenden Firma suchen. Wenn diese nicht einlenkt, habe ich es wenigstens versucht....

    Um Diskussionen zu vermeiden: Nein, bei uns wird gesafed und ordentlich geflogen. Jedoch ab und an muss wohl bei uns allen mal "getrickst" werden, oder???

    Modenschauen, Industrie, Event + Gala

  • ADMIN
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    • 22. April 2006 um 13:42
    • #28

    Wenn das alles so schön klar und eindeutig wäre...

    1.) Wenn man groben Unsinn sieht, dann sollte man so viel Zivilcourage aufbringen, die Verantwortlichen deutlich darauf hinzuweisen.

    2.) Wenn man die Staatsmacht auf den Plan ruft, dann wird's kompliziert. Es gibt zwar die Möglichkeit, unter Berufung auf "sachverständige Zeugen" da tätig zu werden, aber da muss der Beamte erst mal mitspielen. Da wird auch nicht gleich eine Veranstaltung abgebrochen, es muss das mildeste Mittel angewendet werden, dass den Erfolg sicherstellt.

    Etwas weiter oben gibt's die Box, die per Spanngurt am Verkehrssichild hängt. Das mildeste Mittel wäre, diese abzuhängen. Wobei ohnehin geprüft werden müsste, ob davon eine Gefährdung ausgeht - auf dem Bild ist ja nicht zu erkennen, ob da einer drunterstehen kann.

    3.) Wir leben im Zeitalter der Deregulierung. Der Staat zieht sich zunehmend aus der konkreten Regelsetzung zurück, statt vorbeugend tätig zu werden, wird lieber hinterher ein Schuldiger gesucht.

    Wenn nun eine Veranstaltung auf der Basis der Hinweises eines "sachverständigen Zeugen" abgebrochen wird, dann kann das ein juristisches Nachspiel haben. Da wird man dann genau darlegen, ggf. auch beweisen müssen, dass ein solches Abbruch tatsächlich gerechtfertigt gewesen ist.

    Nun ist das Problem dabei, dass die wirklich gefährlichen Sachen von außen meist kaum zu erkennen sind.


    Der langen Rede kurzer Sinn: Es gibt Situationen, in denen dann wirklich gehandelt werden muss. In der Mehrheit der Fälle wird man sich wohl oder übel darauf beschränken müssen, ein paar Bilder zu machen und die hier in's Forum zu stellen. Vielleicht bringt ja auch das beim einen oder anderen einen Denkprozess in Gange...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • ADMIN
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    • 22. April 2006 um 13:44
    • #29

    Noch zur Ergänzung: Ich würde es ganz klar bevorzugen, wenn die Branche ihre Probleme intern löst. Beim Staat muss gar nicht erst der Eindruck entstehen, dass die Veranstaltungstechniker besonders "betreut" werden müssen.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Stephan Graeske
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    • 22. April 2006 um 22:10
    • #30

    Ich habe niemals gesagt, das eine Veranstaltung abgebrochen werden soll.

    Und eine Veranstaltung endet nicht, wenn ein gefährlicher Bereich unter einer Box abgesperrt wird oder die Box eben sicher montiert wird.

    Da die meisten Veranstalter (meine Sicht) nicht kooperativ sind, wenn ein Außenstehender "Aufwand" der Produktion hinzufügt, muss halt manchmal der Herr in Grün darum bitten und dann klappt das auch.

    Und selbst wenn gewisse Techniker es nötig haben, diese Zivilcourage mit Füßen zu treten und üble Nachrede zu betreiben sollte man sich nicht davon abbringen lassen für Sicherheit einzustehen.

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • manuela
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    • 23. April 2006 um 13:02
    • #31

    Genau das hast du aber nicht unter Kontrolle, wenn die hochgebildeten Beamten es für gut halten stoppt die VA.
    Und bedenke stets, wir leben in einem Rechtsstaat. Es gibt für alles und für jeden das passende Gesetz. Die peinlich genaue Regelung WER wofür zuständig ist wurde nicht gemacht damit irgendwelche Gäste einer VA festlegen was fachgerecht ist und was nicht. Sonst könnte man garkeine Feten mehr feiern, oder man fragt erst das Publikum ob es so auch recht ist? Ich denke du weist was ich hier meine.
    Und genau deswegen sollte man sich sehr genau und lange überlegen was man tut, und was besser nicht. Nicht alles was schlimm aussieht ist auch schlimm (siehe ADMIN), im übrigen Unfallstatistik (Tote und Verletzte durch runtergefallenen Boxen) wäre hier mal sehr interessant. Und zum Vergleich ein Sicherheitsgutachten aller Flugmontagen der Spezialistenselbstdarstellungshochburg PLS.
    Ich finde es finden vielzuwenig Partys und VAs statt, und man sollte sich über jede einzelne freuen die stattfindet. Ein übertriebenes Sicherheitsinteresse hat imho keine Daseinsberechtigung, wer das will muß ganz woanders ansetzen, zB Lochfelder in die Tickets die jedem Gast nur 4 alkoholische Getränke erlauben, nebst Kontrolle wer von denen mit dem Auto heimfährt danach... Es kommt hier immerwieder zu solchen Beiträgen die derartig radikales Vorgehen befürworten, daher forder ich hier mal zum genauen Überlegen auf, sowas geht schnell nach hinten los und beendet unter Umständen sogar die Existenz einer Fachfirma die gute sichere Arbeit leistet (womit ich nicht die ausführende meine...)

    lG Manu

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Berni Ton
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    247
    • 25. April 2006 um 11:29
    • #32

    Wo wir gerade dabei sind...

    Ich war auf der Uni-Party im Phil-II in Giessen, letzten Freitag.....

    Da gehe ich normalerweise auch gerne hin, aber das was dort geboten wurde war einfach mal wieder zu viel!

    Da konnte ich das erste mal sehen, wie man mit Zurrbändern einen Flatscreen unter den Treppenaufgang montiert... war echt erstaunlich, das das andere Ende des Zurrbandes, welches um das Treppengelender gewickelt war,...noch ein bissl Gaffa drum....lalala..., die ganze VA über gehalten hat.

    Unfassbar!

    Der Flatscreen hing in einer Höhe, das man ihn locker berühren konnte.
    ...habe leider kein Foto-Handy, sonst hätte ich Euch das gerne mal präsentiert.

    Und weiter geht's um Gruselkabinett:
    Über dem Treppenaufgang hing im ersten Stock eine Leinwand....das is noch nichts ungewöhnliches....
    Aber habt Ihr schon mal eine Traverse gesehen, die über Leuten montiert ist, wo ein Fuß der WindUp über den Treppenaufgang ragt??? ...also die WindUp stand verdammt schief...da dann die Traverse drauf und da die Leinwand dran....drunter liefen mind 1000 Leute durch.

    Wenn ich jetzt davon ausgehe, das der Eintritt ja 5€ war....mal den Faktor 1000.... und dann noch die Getränke dazu rechne, hätte ich locker eine bessere Montage finden können!

    Und übrigens...an allen verwendeten Scheinwerfern und Scannern...auf der ganzen Party, gab's nicht ein Safety.....

    Die Boxen standen direkt vor den Leuten auf Ohrhöhe und 4,7kHz blärrten tierisch ins Ohr.... Prima ws für die TA-Lärm....niemand scherrt sich drum!

    Natürlich kann ich da einfach wegbleiben, aber das is ja nicht Sinn und Zweck der Sache!

    Hauptsache die Installation is billig....

    Selbst der 2. Vorsitzende, den ich mir mal gegriffen habe, hat nur blöde Antworten gehabt...

    Das in dem Gesamten Flurbereich auch zu viele Personen waren, war bei der Installation echt nur zweitrangig.

    Denen is das alles.....sch...egal... Hauptsache vieeeeeel Kohle in der Kasse!

    :cry: traurig :cry: traurig :cry: traurig, sag ich da nur!

    Vielleicht waren ja doch noch mehr leute auf dieser VA... die wissen dann was ich meine...vielleicht fühlen sich aber auch ein paar angesprochen...nur ob sich dadurch was ändert, is echt fraglich.

    Gruß an alle die saubere Arbeit leisten und damit scheinbar die Idi's sind und auf der Strecke bleiben, Berni

  • Stephan Graeske
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    • 25. April 2006 um 22:22
    • #33

    hört sich sehr unverantwortlich an. Aber mindestens zwei Personen hier im Forum würden zusehen bis jemand tot ist, bevor man was macht. Das will mir in den Kopf nicht rein

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • marcoboy
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    • 25. April 2006 um 22:32
    • #34

    ich kenne ein Beispiel wo jemand von einer Box erschlagen wurde. Zum Glück hat ihn auf einen Sonntag jemand gefunden :oops:

    Das schlimme er selbst hat die auch noch angebaut. Auch noch Bühnenmeister.... Nicht so toll mit offenen Schädel am Sonntag hinter der Bühne zu liegen.

  • manuela
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    • 26. April 2006 um 07:23
    • #35

    ich würde jetzt nicht darauf wetten daß der PSA trug.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Tobias Zw.
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    • 26. April 2006 um 08:02
    • #36

    @ alle, die meinen, man sollte aus Eigennutz die Klappe halten:

    Ich bin absolut entsetzt über diese Haltung. Wer mich kennt, weiß, daß ich auch mal fünfe gerade sein lasse, wenn keine Gefahr droht - da wird auch mal ein Stativ benutzt, dessen Prüfung drei Monate überfällig ist -, aber diese "Heiliger St. Florian, verschon mein Haus, zünd' and're an"-Haltung finde ich menschlich zutiefst verachtenswert. Wenn ich eine akute Gefährdung für Personen erkenne, sage ich dem Aufbauer auch mal die Wacht an und dokumentiere den Unsinn. Z. B. habe ich bei einer Veranstaltung in einer Festhalle im Nordhessischen ein dort installiertes Rigg mit Hilfe einer Leiter mit großen Zetteln versehen, auf denen so Dinge standen wie "Das hier ist gefährlich", "Hier würde ich mich nicht drunterstellen" etc. ... Ihr hättet mal sehen sollen, wie schnell der Veranstalter den Besitzer des Riggs in der Halle stehen hatte.

    speziell @ Manuela:

    Deine Antworten zeigen, daß Du zwar über wenig Detailkenntnisse, aber über viele Vorurteile verfügst. Wir sind in Deutschland, richtig. Hier gibt's aber nicht für alles und jedes ein Gesetz, und vor allem in unserem Bereich werden die Bestimmungen immer weicher und schwammiger, laufen schlußendlich auf das Vorgehen heraus: Es wird irgendwann etwas passieren, aber dann sind alle, die dafür irgendwie verantwortlich zu machen sind, dran. Auch die BGVen werden immer weniger und zeigen immer weniger definierte Verhaltensregeln auf.
    Außerdem ist mir keine PSA bekannt, die gegen eine fallende Box hilft, und mir wäre neu, daß man beim Aufhängen von Boxen zwangsläufig PSA (außer S3-Schuhen und evtl. Handschuhen) tragen muß. Das liegt im Ermessen des Verantwortlichen.

    wiederum @ alle:

    Wenn durch mein wissentliches Verhalten oder Unterlassen Personen akut gefährdet werden - wie könnte ich da morgens beim Rasieren noch in den Spiegel sehen? Was ist denn das für eine abstoßende, spießige, duckmäuserische und kleinbürgerliche Beamtenhaltung? Gibt es denn wirklich Menschen, die aus Angst um die kostbaren paar Euro die Augen zumachen und weitergehen? Macht Ihr das auch, wenn Euer Nachbar in der Unterführung überfallen oder seine Tochter auf dem Spielplatz vom freundlichen Schokoladenonkel angesprochen wird? Wo ist der Unterschied?

    Ich muß nicht gleich die Polizei holen und auf Abbruch der VA drängen; sicher gilt auch hier die Maßgabe der Verhältnismäßigkeit der Mittel. Aber wegsehen, nix sagen und hoffen, daß mich niemand hier gesehen hat, finde ich wirklich ekelerregend.

    Kurzer Nachtrag @ berni Ton:

    Die Veranstaltung haben wir (http://www.flashlight-online.de) früher gemacht. Aber Du weißt ja: In GI gibt's genug Firmen, die die gleiche VA mit mehr Material für ein Viertel des Geldes machen... und Schwupps, weg waren die Meister und Fachkräfte mit ihrem gewarteten Material.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 26. April 2006 um 12:34
    • #37
    Zitat von "Tobias Zw."

    Außerdem ist mir keine PSA bekannt, die gegen eine fallende Box hilft, und mir wäre neu, daß man beim Aufhängen von Boxen zwangsläufig PSA (außer S3-Schuhen und evtl. Handschuhen) tragen muß. Das liegt im Ermessen des Verantwortlichen.

    Hallo Tobias,
    selbstverständlich hast du Recht. Ich verlange übrigends von allen Riggern das Tragen eines einfachen Bauhelms, den stellen wir kostenlos zur Verfügung (gibts zB bei Figge, imho ist er Bestandteil von "PSA"). Ob man den tragen "muß" sei dahingestellt, es ist ein Teil der Aufgabe. Und ich bin mir sogar völlig sicher, daß eben dieser Helm ein wirksamer Schutz ist, bei Stürzen und auch gegen herabfallende Gegenstände.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Stephan Graeske
    Profi
    Beiträge
    1.217
    • 26. April 2006 um 15:48
    • #38

    Danke Tobias - endlich noch wer mit Verantwortungsgefühl.

    Ob ein Bauhelm gegen herabfallende Boxen schützt - ich wage es zu bezweifeln.

    Und eine Meldung - wenn ein Veranstalter uneinsichtig weiter grob fahrlässig seine Kasse aufbessern will - is keine Sabotage sondern Zivilcourage!

    Und weil es Leute gibt, die diese Zivilcourage für schlechte Nachrede nutzen gibt es schon lange die Möglichkeit, dem Amt für Arbeitsschutz anonym Informationen zu geben.

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • Eliminator
    Beiträge
    3.105
    • 27. April 2006 um 22:12
    • #39

    Offenbar scheint es sich hier nicht nur um "Kinderteams" zu handeln, die Scheiße bauen. Deren Omnitronic-Holz steht meist entweder direkt auf dem Boden oder höchstenfalls auf einem Stativ. Den größten Unsinn habe ich bislang bei den "Professionellen" gesehen. Zuerst Belehrungen über VStättV abhalten und dann das Amprack im Publikumsbereich stehen und die Strippen ungesichert quer durch den Saal zum FOH verlegt "Man muß auch immer an den Abbau denken..." Klasse!

    Ich denke, die Kids sehen manches eher ein, wenn man sie drauf hinweist (Woher sollen sie es denn auch wissen?) als die "alten Hasen". Vor allem, wenn man bedenkt, daß dem Einsteiger heute auch für weniger Geld schon brauchbares Material zur Verfügung steht. Früher sah das anders aus, da sah man gerade beim Licht viel Selbstgebasteltes!

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • terrorbernd
    Beiträge
    2
    • 30. April 2006 um 16:29
    • #40

    Sodele ich misch mich auch mal ein:
    Ich gehöre zu der Altersklasse der hier schlechthin als "Kinderteams" abgetanen Jugendlichen. Ich betreue mit einigen anderen Schülern die (für eine Schule ziemlich gigantische) Licht- und Tontechnik an meiner Schule.
    Zum Thema: Ich glaube "Eliminator" hat SEHR Recht ! Die Veranstaltungen, die so Jugendliche im Normalfall mit ihrem Equip versorgen können sind nicht die großen Gefahrenpotiale. Klar sollte man beim kleinen Anfangen, aber m.E. wäre das nur ein Tropfen auf dem heissen Stein wenn die Kiddies keine Scheisse mehr bauen. Und bei denen ist das Prob eher, dass man so einen Gesetzestext a) erstmal verstehen muss und b) welchen Jugendlichen interessieren schon Gesetze ?! :wink:

    Viel problematischer ist eben die Scheisse bei den ganzen Großen. Wenns da schon bei den Safetie's scheitert, dann stimmt was nicht. Weil die haben sich im Normalfall schonmal intensiv damit ausseinandergesetzt ! Das gute alte Geld ist das Problem, welches in der Schule und bei Jugendlichen (zumindest manchmal) als Prob nicht existiert.Das heisst nicht, dass die auf aller Asche der Welt sitzen, aber in der Schule kann halt mal ne Veranstaltung mangels Sicherheit nicht gefahren werden, wir machen das Freiwillig ohne Entgeld und co ! Wenn's nem Jugendlichen oder Profi ums Geld geht, dann siehts da halt anders aus. Safety : 3 .- Euro Anschaffung pro PAR ... macht bei 12 Pars schon 36.- Euro, dass ist eine 64'er Kanne auf der Equipmentliste mehr ! :?

    Bleibt noch zu sagen : Bei uns ist alles Vorschriftsgemäß gesichert und installiert ... :D

    Fragt der Jazzdrummer einen Metalldrummer : "Sag mal, wo hast du eigentlich dein ganzes megageiles Equipment her ?" Darauf der Metalldrummer :"Tja, Geld fürn Unterricht gespaart."

    Einmal editiert, zuletzt von terrorbernd (1. Mai 2006 um 11:03)

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