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Was kann man tun!? Fahrlässigkeiten von Disco-(Kinder)-Teams

  • Berni Ton
  • 23. März 2006 um 22:51
  • manuela
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    • 10. Juni 2006 um 07:57
    • #61
    Zitat von "Stephan Graeske"

    Gut wäre eine Meisterpflicht für VA-Betriebe.

    Nö :wink: das würde garnichts ändern.
    Gut wäre wenn das Thema Veranstaltungssicherheit in die Lehrpläne der AGs ( zB AG Theater, AG Konzert) der höheren Schulen aufgenommen würde, damit würde ein kleines aber feines Grundwissen über diese Dinge direkt an die Beteiligten herangebracht.
    Es würden Fragen aufkommen wie "Kann ich mich sorglos da hinstellen so wie ihr das gemacht habt?" und auch im vorfeld amateurhafter Sachen laut darüber diskutiert. Teilweise f indet man auch im Schulbereich wirklich derbe Auslegungen davon, und die Gästezahlen der Aufführungen sind mehr als beachtlich, zudem Kinder. Ich hab schon Aufführungen mit über tausend Zuhörern erlebt in dieser Liga ...
    Da wo man lernt, ist der Ansetzpunkt, die Schule 8)
    Es gibt "geprüfte Fußgänger" , das führen die durch...
    Es gibt "geprüfte Radfahrer" , das führen die auch durch...
    warum also nicht auch eine Lektion in Veranstaltungssicherheit - ihre Grundlagen ?
    Die Wirkung wäre massiv weil plötzlich nichtnur die die es machen, sondern auch die Gäste in den köpfen hätten daß manche Sachen einfach gefährlich sind. Und wer läßt sich schon gern mit solchen Fragen konfrontieren, s.o.
    Das wär eine klasse aufgabe für die Fachverbände der VT, mal mit den höheren Schulen darüber zu klönen und entsprechende Referate zu organisieren, bei denen gestandene Meister Bühne oder VT ihr Bestes geben um den Jugendlichen das Thema nahezubringen. Und wie schon erwähnt, besonders innerhalb der AGs "Theater" und "Konzert", also da wo die Kannen leuchten :!:

    Im Rahmen der neu erfundenen "Unterrichtsgarantie" sind ja nun auch Wege offen Menschen nach vorn zu stellen die nicht auf Lehramt studiert haben sondern [Nachweis der gewünschten Fachkenntnisse]. Man hat eine Kasse dafür, es gibt 25,- je Unterrichtsstunde (find ich OK, ihr auch? ), und somit alle Wege offen. Nur zu, VPLT und wie sie alle heißen, ihr seid am Zuge .

    liebe Grüße
    Manuela

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Stephan Graeske
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    • 10. Juni 2006 um 22:20
    • #62

    Klar Manuela. Die Ausbildung der Fachkraft VT, zwei Praxisjahre und dann der Aufbau zum Meister kostet insgesammt über 6 Jahre. Völlig unmöglich, das Wissen in einer AG zu vermitteln.

    Außerdem würde es die Branche nach wie vor nicht bereinigen. Die Meisterpflicht würde den Dumpern schwer zu schaffen machen.

    Veranstaltungstechnik, Konferenztechnik, Medientechnik in Bergisch Gladbach bei Köln mieten: http://www.graeske.de

  • karel noon
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    • 11. Juni 2006 um 00:11
    • #63

    ich finde die idee von manuela gut.
    es geht nicht darum ein e komplette ausbildung in eine AG zu stecken, mal im ernst das nimmt doch auch keiner an.
    Sehr wohl geht es aber darum den leuten die interesse am "bühnengeschehen" und veranstalltungen haben, von anfang an ein wenig gespür und zumindest den gedanklichen hintergrund das es gefahren gibt zu vermitteln.
    Denn in der realität geschieht eher das gegenteil, AG-bühen werden zugepflastert mit brennbarem, und über dinge wie Rigging oder fluchtwege wollen wir gar nicht erst anfangen.

    es kann also durchaus nicht schaden in so einer AG mal den hier im forum entworfenen flyer, evtl. in angepasster version, mal den schülern zu vermitteln.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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  • manuela
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    • 11. Juni 2006 um 11:19
    • #64
    Zitat von "Stephan Graeske"

    Klar Manuela. Die Ausbildung der Fachkraft VT, zwei Praxisjahre und dann der Aufbau zum Meister kostet insgesammt über 6 Jahre. Völlig unmöglich, das Wissen in einer AG zu vermitteln..

    Stephan das hast du jetzt nicht so verstanden wie ich es meinte.
    Ich meine nicht, eine "AG Veranstaltungssicherheit" durchzuziehen, sondern lang bestehende AG Theater, AG Konzert, AG Musical mit einem Grundlagenwissen über Sicherheit in Veranstaltungen zu versorgen und denen das Thema nahezubringen.
    Das hat auch nichts mit Dumpern zu tun, diese AGs arbeiten mit teils bestem Material daß die Schulen angeschafft haben, aber leider in Eigenregie. Und als "Personal" haben sie neben ihren Mitgleidern deren Eltern und ein par Lehrkräfte sowie den technischen Hausmeister (der oft nichtmal weis was ein Safety ist, aber Trussrahmen mit Baumarktketten an der Decke anspaxt um dann 22 PARs und Stufenlinsen dranzumachen, natürlich ohne Safetys :wink: )
    Die Aufgabe wär erfüllt wenn viele der Mitglieder sagen würden "Da stell ich mich nich NICHT drunter. mit ner handfesten Begründung dazu"

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  • ADMIN
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    • 11. Juni 2006 um 11:50
    • #65

    1.) Wir sollten den schulischen und den gewerblichen Bereich ganz klar trennen, das sind zwei ganz verschiedene Sachen.


    zum schulischen Bereich
    ================

    2.) Der Ansatz der GUV mit "geschulter Hausmeister unter Aufsicht einer Fachkraft" ist ja prinzipiell richtig. Nach meiner Beobachtung könnte die Umsetzung eine bessere sein.

    3.) Es wäre eine Überlegung, eine DVD zu produzieren, mit der die Schüler auf die elementaren Sicherheitsregeln hingewiesen werden. Ich glaube, DVD wird eher angenommen als lange Texte.


    zum gewerblichen Bereich
    =================

    4.) Das eigentliche Problem ist, dass der Staat immer weniger vorbeugend kontrolliert und halt erst dann, wenn etwas passiert ist, mit den Mitteln der Justiz durchgreift.

    Was das "Dumpen zur Lasten der Sicherheit"-Problem betrifft, so wäre das ganz schnell gelöst, wenn nur 5% der Veranstaltungen (auch der kleinen) stichprobenweise gründlich geprüft und dann gegebenenfalls untersagt werden.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • manuela
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    • 11. Juni 2006 um 12:08
    • #66

    sicher wär eine DvD ein gutes Mittel um den Stoff rüberzubringen.
    Es darf dabei aber nicht darum gehen, zwei dutzend Paragrafen aufzuführen und 15 zugehörige Weblinks mit ergänzenden Angaben, sondern handfeste Beispiele der täglichen Praxis und die Lösungswege dazu.
    Um das effektiv umzusetzen benötigt es Unterrichtseinheiten, nur so ist auch Fragen möglich, diese können das Durcharbeiten besagter DvD enthalten, und abschließend eine Lernkontrolle die ggf. zur Wiederholung der Sache führt. Das Verteilen einer DvD ohne besagten Unterricht führt imho nicht zum gewünschten Ergebnis.

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  • Stephan Graeske
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    • 11. Juni 2006 um 12:37
    • #67
    Zitat von "ADMIN"


    Was das "Dumpen zur Lasten der Sicherheit"-Problem betrifft, so wäre das ganz schnell gelöst, wenn nur 5% der Veranstaltungen (auch der kleinen) stichprobenweise gründlich geprüft und dann gegebenenfalls untersagt werden.

    Das sehe ich genauso. Eine stichprobenweise gründliche Prüfung ist gleichermaßen wirksam wie eine gezielte Prüfung der "bekannterweise" unsicheren Veranstaltungen in einer Stadt.

    Nur ... wie führt man die Situation herbei, in der das Amt wieder vorbeugend prüft?

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    • 11. Juni 2006 um 21:44
    • #68
    Zitat von "Stephan Graeske"

    Nur ... wie führt man die Situation herbei, in der das Amt wieder vorbeugend prüft?

    Es ist ja nicht "das Amt", das da prüfen sollte, sondern

    - das Landesamt für Arbeitsschutz
    - die untere Baubehörde
    - die Gewerbeaufsicht
    - die Brandschutzbehörde
    - das Umweltamt

    und vielleicht auch noch ein paar mehr. Es wäre also naheliegend, das erst mal in einer Hand zu bündeln, beispielsweise beim Landesamt für Arbeitsschutz. Dort eine entsprechende Abteilung geschaffen und mit wirklich fachkundigen Personen ausgestattet, die von den Leuten draußen auch ernst genommen werden.


    Da bräuchte man jetzt mal ein Bundesland, das so vorgeht. Vielleicht reicht sogar ein einziger Landkreis. Was fehlt, ist ein entsprechender Einfluss auf die, die das entscheiden.

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    • 11. Juni 2006 um 23:27
    • #69

    Das mit der DVD ist im prinzip gut, wenn man bedenkt welchen "kultstatus" der Staplerfahrer klaus genießt, und trotzdem hat jeder der das video sieht wieder was gelernt.
    Also eine DVD wo man mit etwas humor und wenig langeweile einfach sensibilisiert wird für das thema.

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    • 12. Juni 2006 um 14:13
    • #70

    Moin auch.

    Schon wieder die endlose Diskussion über Meister, Fachkraft und Co.

    1) Eine Meisterpflicht ändert nix. Es gibt auch genügend Meister, die wissen weniger und sind weniger sicherheitsbewusst als ein Quereinsteiger ohne Ausbildung. Dies gilt auch und in vermehrtem Maße für die sogenannten "Fachkräfte".

    2) Die Schüler und Hausmeister wissen es eben nicht besser und wenn sie dann mal professionellen Rat suchen, dann muss es ja meistens auch gleich was kosten, denn Ihr wollt Euch Eure Beratungszeit ja meistens auch entlohnen lassen. Also, beschwert Euch nicht. Da find ich die DVD-Idee eigentlich klasse, nur eben auch hier die Frage: Wer produziert die? Wer übernimmt die Kosten?

    3) Natürlich gibt es auch im Kfz-Bereich genügend Leute, die Dir ne Bremse wechseln können und dies auch tun. Ich kann mir auch das Material kaufen und mein Auto selbst reparieren oder reparieren lassen von jemandem meiner Wahl! Was erzählt Ihr hier einen Stuss, nur weil Ihr's nicht wahrhaben wollt oder was? Ob das jeder einzelne von uns so machen würde, ist ja jedermanns eigenes Ding. Aber die Ansicht "ich mach das nicht, also gibt es das nicht" ist schon extremst unflexibel.

    4) Wer soll wo prüfen? Wo soll jetzt auf einen Schlag die Masse an "qualifiziertem Personal" herkommen? Wollt Ihr die züchten oder klonen? Und dann noch ein neues Amt dafür erfinden? Haben wir nicht schon genügend überflüssige Ämter, gerade in Deutschland?

    5) Die Branche ist Erstens nicht so kaputt, wie es hier immer wieder gerne dargestellt wird. Die Preise haben sich mal halbwegs "normalisiert". Die "goldenen Zeiten" des IT-Booms etc. sind eben schon lange vorbei. Das haben wohl Einige noch nicht mitbekommen. Und Zweitens wird's immer Einen geben, der denselben Job billiger macht. Und das sind ja nicht nur die Jung-DJ-Gruppen, da sind auch genügend alteingesessene Firmen und "Profis" dabei.

    6) In der Zeit, in der Ihr hier wieder darüber diskutiert, ob es eine Meisterpflicht geben sollte, ob eine Anwesenheitspflicht für Fachkräfte bestehen sollte etc. pp., wärt Ihr locker an ein, zwei Schulen Eurer Umgebung gefahren und hättet die besagten AGs mit Informationen versorgt und einen Teil zur Lösung der Sicherheitsproblematik bei Schul-/Schülerveranstaltungen beigetragen! Aber es passt in das typisch deutsche Bild: Es wird diskutiert und dann nochmal diskutiert und dann nochmal diskutiert. Und das Ganze so lange, bis es keinen mehr interssiert. Handeln statt diskutieren, das wäre doch mal ein Slogan, oder?

    Gruss
    Alex

    P.S.: Noch ein Nachtrag zu Punkt 3: Natürlich kann ich ohne Meisterschein keinen Meisterbetrieb aufmachen, ist ja wohl logisch... ;)

  • ADMIN
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    • 12. Juni 2006 um 15:33
    • #71
    Zitat von "AFi"

    Wer produziert die? Wer übernimmt die Kosten?

    Wenn da ein paar Freiwillige ein wenig Freizeit opfern, sind die reinen Produktionskosten gering, die Vervielfältigungskosten könnte man über Werbung finanzieren.

    Zitat

    4) Wer soll wo prüfen? Wo soll jetzt auf einen Schlag die Masse an "qualifiziertem Personal" herkommen? Wollt Ihr die züchten oder klonen? Und dann noch ein neues Amt dafür erfinden? Haben wir nicht schon genügend überflüssige Ämter, gerade in Deutschland?

    Keiner spricht von einem neuen Amt, es geht darum, dass ein Amt die gesamte Bandbreite prüft. Und es geht auch nicht darum, dass alle Veranstaltungen geprüft werden, sondern dass Stichproben gemacht werden.

    Für ein Land wie Berlin könnte das eine 8-köpfige Abteilung sein, davon die Hälfte gelernte Veranstaltungstechniker. Da muss man noch nicht über's Klonen nachdenken.

    Zitat

    Die Preise haben sich mal halbwegs "normalisiert".

    Das ist regional sehr unterschiedlich.

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  • David1983
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    • 12. Juni 2006 um 16:05
    • #72

    Hallo zusammen…

    Ich habe eure Diskussion sehr interessiert verfolgt und wollte nur mal Kurz festhalten, das ich dieses Forum Klasse finde, da ich jetzt einige Fehler vermeiden kann und mir durch Links und Hinweise nach und nach ein gutes (theoretisches)Wissen aneigne.
    Was mich ein wenig stört ist, dass hier ab und zu sehr schwarz und weiß diskutiert wird und ich nicht den Eindruck gewinne, dass Aufeinander zugegangen wird. Das macht die Diskussionen so Langatmig und setzt die Hemmschwelle, für Leute wie mich die von euch lernen willen, nach oben sich so ein Thema durchzulesen.

    Lg David

  • karel noon
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    • 12. Juni 2006 um 23:17
    • #73

    Hi,
    also zum DVD produzieren thema, da würde ich mich gerne im rahmen meiner möglichkeiten reinhängen. konkret könnte ich dazu einen haufen durchschnittlich motivierter jugendlicher als laienspieler, eine ordentliche kamera, und vor allem räumlichkeiten wo man sowas machen kann.
    vielleicht findet sich ja eine "task-force-DVD" im ruhrgebiet zusammen, dann kann man das ganze mal angehen.

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  • David1983
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    • 13. Juni 2006 um 09:13
    • #74

    Hallo zusammen.

    Für die DVD hätte ich den Vorschlag: Das als Studien Projekt von Studenten machzen zu lassen. Ich Studiere z.B. in Berlin an der TFH "Theater u. VT" und wir haben auch Videotechnik im Studium. Wenn man den Prof. für so was gewinnen kann, kann man mit niedrigsten Kosten gute Sachen erreichen.

    mfg
    David

  • manuela
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    • 13. Juni 2006 um 09:24
    • #75

    ich fänds angemessener wenn sich BG, IHK und VPLT diese Kosten teilen :!:

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  • karel noon
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    • 13. Juni 2006 um 09:32
    • #76

    Nö, gerade wenn es aus den nicht offiziellen ecken kommt wird sowas meist sehr gut, und dann kann man ihk und co. ja zum verbreiten immer noch mit ins boot nehmen.
    Die idee studienprojekt ist auch klasse!

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    • 13. Juni 2006 um 09:35
    • #77

    David: Es ist nicht das Problem, die benötigte Technik und die sie bedienenden Leute für umme zu bekommen. Die Kosten entstehen, wenn das Zeugs in's Presswerk geht und dann an die Schulen verschickt wird - da hilft auch die Begeisterung eines Profs sehr wenig.

    manuela: Du darfst diese Institutionen gerne mal ansprechen.

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    • 13. Juni 2006 um 09:38
    • #78

    Das mit dem preßwerk kann man aber auch noch umgehen, dann hat es zwar nicht den "offiziellen" charakter, aber das ganze einfach auf einen server legen und sich selbst verbreiten lassen durch kopien ist evtl. auch eine option.

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    • 13. Juni 2006 um 09:42
    • #79

    ADMIN: Ja, dann eben ne Abteilung. Aber dann musst Du doch wieder die "Fachleute" anstellen (= Mehrkosten für die öffentliche Hand), und das geht dann doch auch schon nicht (weil ja kein Geld da).

    Bzgl. DVD: Ja, okay, das wäre eine Möglichkeit. Wobei das mit dem Studiengang schon sehr interessant wäre, für beide Seiten...

    Zitat

    Was mich ein wenig stört ist, dass hier ab und zu sehr schwarz und weiß diskutiert wird und ich nicht den Eindruck gewinne, dass Aufeinander zugegangen wird. Das macht die Diskussionen so Langatmig und setzt die Hemmschwelle, für Leute wie mich die von euch lernen willen, nach oben sich so ein Thema durchzulesen.

    Da hat der gute David1983 gar nicht mal so unrecht. Mich kommt's auch immer wieder so vor, als ob ALLE hier NUR nach allen möglichen Vorschriften arbeiten. Sorry Leute, aber DAS GEHT NICHT!!! Wer behauptet, immer nach den Vorschriften zu arbeiten, der lügt ganz einfach. Kompromisse müssen auf jeder Baustelle gemacht werden. Und da kompromisst jeder so, wie er es vertreten kann, auch oder gerade in sicherheitsrelevanten Dingen. Und da haben einfach die Leute, die jahrelang "on Tour" sind, mehr Erfahrung, was vertretbar ist und was nicht, als ein frischgebackener Meister oder gar eine 20jährige Fachkraft nach dreijähriger Ausbildung!

    Noch was zur immer wieder geforderten Meisterpflicht: Nehmen wir mal an, der örtliche Sportverein kauft sich eine kleine Beschallungsanlage für das jährliche Sportfest und die jährliche Weihnachtsfeier. Soll der Sportverein jetzt für diese beiden VAs jeweils einen Meister kommen lassen, weil's ja so vorgeschrieben wäre??? Der dann zwei Böxchen aufbaut und drei Kabel legt und dann Kosten verursacht, die für den Verein in keiner Relation zum Zweck der VA stehen? Also Jungs, es ist ja schön und gut, dass sich hier Einige extreme Gedanken machen, aber denkt doch mal ein Bischen realitätsnäher... ;)

    Der gravierende Unterschied ist eben, dass der Kfzler ein Handwerker ist und WIR eine Dienstleistung anbieten. Und eine Dienstleistung kann und darf nunmal JEDER anbieten! Ob im horizontalen oder vertikalen Gewerbe... :D

    Ich könnte z.B. ab morgen früh den Milchzusteller in meiner Strasse machen. Soll ich dann dafür noch den Milchzustell-Meister machen müssen? Und würdet Ihr mir dann die Mehrkosten zahlen, weil ich ja dann Milchzustellmeister bin? Eher nicht, dafür würdet Ihr den Nachbarssohn beauftragen, der zwar weder Meister ist noch gewerblich angemeldet ist, Euch die Milch aber für viel weniger Kosten bringt.

    Wenn Ihr mit Eurem Material gebucht werdet, dann kann und sollte ja jeder so arbeiten, wie er es vertreten kann, wenn möglich eben auch nach den gängigen Vorschriften. Will Euer Kunde aber die Anlage abholen und selbst aufbauen, weil er dadurch eben auch Kosten sparen kann (was ja legitim ist), dann ist es ja jedem Einzelnen freigestellt zu sagen, nein, unser Material geht nur mit (Fach-) Personal raus. Das wird aber auch keiner so machen, denn wir wollen ja alle Geld verdienen. Also geht das Material ohne Personal raus. Und nachher wird sich dann hier beschwert, dass da wieder Unwissende irgendwelche abenteuerlichen Konstruktionen aufgebaut haben. Das ist schon etwas schizophrän...

    Gruss
    Alex

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    • 13. Juni 2006 um 09:48
    • #80
    Zitat von "AFi"

    ADMIN: Ja, dann eben ne Abteilung. Aber dann musst Du doch wieder die "Fachleute" anstellen (= Mehrkosten für die öffentliche Hand), und das geht dann doch auch schon nicht (weil ja kein Geld da).

    Wo ein polititscher Wille, da ist auch der nötige Etat, gerade auch in den notorisch klammen Kleinstaaten. Jetzt muss nur noch der politische Wille generiert werden... :?

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