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Welchen Lohn für "ehrenamtliche" Arbeit??

  • huet
  • 28. April 2007 um 16:29
  • huet
    Beiträge
    245
    Marktplatz Einträge
    3
    • 28. April 2007 um 16:29
    • #1

    Hi,

    ich bin im Burgverein in meiner Stadt und bin seit kurzem für die neue Licht- und Tonanlage zuständig. Obwohl alle hier ehrenamtlich arbeiten( z.B. Klappstühle schleppen, Getränke verkaufen bei VAs, Burgführungen machen...), hat mir die "Chefin" des Burgvereins gesagt, dass ich für meine "außerodentliche technische Arbeit" entlohnt werden soll.


    Jetzt sell ich mir (und euch) die Frage:
    Was/Wieviel kann ich pro Veranstaltung nehmen?


    Ein Veranstaltung bedeutet:
    Samstag Mittag aufbauen:
    2 Stative mit je 2 Stufenlinsen und Dimmer
    2 Fullrange Boxen aufstellen (mit Stativ)
    Microständer + Micros (je 2)
    alles ordentlich verkabeln und einleuchten/einpegeln

    Samstag Abend:
    Die VA fahren und danach abbauen


    Macht summa summarum ca. 6,5 Stunden arbeiten.


    Wieviel soll ich dafür nun verlangen unter der Rücksichtsnahme, dass es eigtl. ehrenamtlich ist???


    Vielen Dank schonmal,

    Huet

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  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 28. April 2007 um 16:54
    • #2

    eine kleine Reisekostenaufwandspauschale.
    Was darüber hinausgeht ist steuerpflichtige Arbeit gegen Entgeld.

    lG Manu

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • dj_orgie
    Beiträge
    295
    • 28. April 2007 um 20:17
    • #3

    Also wenn wir an Freunde oder Verwandte verleihen verlangen wir je anch dem, wie gut wir die leiden können IMMER den Spritpreis, den wir dann großzügig runden. (also wenn ich reinen Sprit 7 Euro verfahrt dann wirds eben zu 10 Euro - ist ja auch verschleiß am auto)

    Zusätzlich sagen wir dann einfach "gibts halt ein bisschen was dazu, das passt dann schon". Ich argumentier da halt immer so, dass man wie bei allem auch bei Lautsprechern, Kabeln,... verschleiß hat. UZnd je nach größe liegt das dann zwischen 10 bis 50 Euro, was dann eine freilwillige Spende/Geschenk ist und nie versteuert werden muss :)

  • linus leiting
    Beiträge
    94
    • 28. April 2007 um 22:54
    • #4
    Zitat von "dj_orgie"

    Also wenn wir an Freunde oder Verwandte verleihen...

    Verwendung von Gegenstände des Betriebsvermögens für Unternehmensfremde Zwecke werden wie Lieferungen bzw. so Leistungen behandelt und unterliegen ertrags- und umsatzsteuerlich der Besteuerung...
    Stichwort: "steuerpflichtige Privatentnahme"


    Zitat von "dj_orgie"

    UZnd je nach größe liegt das dann zwischen 10 bis 50 Euro, was dann eine freilwillige Spende/Geschenk ist und nie versteuert werden muss :)

    Wo steht das denn?!

  • hell&dunkel
    Moderator
    Reaktionen
    1.095
    Beiträge
    12.398
    Marktplatz Einträge
    2
    • 29. April 2007 um 00:03
    • #5

    Wenn das der zuständige Sachbearbeiter vom Finanzamt liest. :grin:

    Zitat

    Also wenn wir an Freunde oder Verwandte verleihen verlangen wir je anch dem, wie gut wir die leiden können IMMER den Spritpreis, den wir dann großzügig runden. (also wenn ich reinen Sprit 7 Euro verfahrt dann wirds eben zu 10 Euro - ist ja auch verschleiß am auto)


    Siehe Königstiger.

    Zitat

    ...was dann eine freilwillige Spende/Geschenk ist und nie versteuert werden muss


    Dann arbeite ich in Zukunft auch gegen freiwillige Spenden. :lol:

    Es gibt einfach Dinge, die man weder in die Zeitung noch in ein öffentliches Forum schreibt, vor allem nicht, wenn unten dran der Link auf die HP steht.

    Gute Nacht
    Armin

    Hier befindet sich i.d.R. die Signatur

  • Eliminator
    Beiträge
    3.105
    • 2. Mai 2007 um 16:12
    • #6

    Wenn mich einer meiner beiden Vereine (Blasmusi und Feuerwehr) oder mein Arbeitsgeber bucht, berechne ich das so, als hätten sie nur das Material geliehen, und schreibe denen dann auch dementsprechend die Rechnung.

    Wenn ich keine Anlage stellen würde, würde ich ja was anderes auf der VA tun (Zappen, Kasse,...), deswegen fällt das "Arbeitsentgelt" da flach.

    Umsonst bekommt von mir keiner was, nachher hat man das Terminbuch mit Kumpels voll, zu deren Terminen man woanders ne Menge Geld hätte verdienen können. Und die meisten Sachen verrecken bei "Gefälligkeitsjobs".

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • Maxit
    Beiträge
    115
    • 3. Mai 2007 um 02:30
    • #7

    edit: hmm zurück button statt edit button :(

    Einmal editiert, zuletzt von Maxit (3. Mai 2007 um 02:54)

  • Maxit
    Beiträge
    115
    • 3. Mai 2007 um 02:53
    • #8

    Hi!

    Ist das Licht/Ton gerümpel von dir oder gehört es dem Verein?

    Wenn es nicht dein Material ist und die anderen Mitlgieder des Vereins um dich rum nicht bedeutend weniger machen würde ich nix verlangen. Option auf Material ausleihen solltest du bekommen, Essen und Trinken sowie eine lobende Erwähnung bei gelegenheit...

    Ich mache seit 4 Jahren Licht/Ton bei einem Amateuer-Freilichttheater und möchte nicht wissen, was ich da an Stunden verbringe pro Siason (knapp 30 Vorstellung + Proben + Licht planen/ einrichten / Ton vorbereiten, Elektrik, usw). Das Entscheidende ist für mich, dass es mir Spass macht und als Ausgleich zum Unialltag fast schon als Urlaub durchgeht :) Wenn ich sehe, dass die anderen im Verein auch ihre Zeit kostenlos zur Verfügung stellen, kommt es mir auf die paar Euro nicht an. Andere bezahlen für ihr Hobby...
    Zudem kann ich mir die Technik ausleihen, bekomme Fortbildungen bezahlt und genug Feste gibt's auch :)


    Gruß Maxit

  • Mechwerkandi
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    7.712
    • 3. Mai 2007 um 09:19
    • #9

    Ehrenamt ist Ehrenamt.

  • stevenqmax
    Beiträge
    107
    • 3. Mai 2007 um 10:39
    • #10

    Hm... das stimmt schon. Ehrenamt ist Ehrenamt.

    Ich fahre Ehrenamtlich beim DRK KTW und RTW. Also, die ganz normalen 12 Stunden Schichten, in der Regel am Wochenende.

    Dafür bekomme ich kein Gehalt oder Lohn etc.

    ABER ich bekomme eine Art Aufwandsentschädigung pro Stunde, die dann auch, sofern sie unter einem Gewissen Betrag pro Monat bleibt, Steuerfrei ist.
    Auch bei den EH- und SM-Kursen bekommen die Ausbilder einen gewissen Betrag pro Kurs.

    Leider kann ich euch nicht genau sagen, wie das offiziell heißt, aber es gibt definitiv die Möglichkeit, auch beim Ehrenamt etwas zu verdienen.

    Allerdings ist das eventuell eine Sonderregel, die nur bei gewissen Vereinen möglich ist (nachgewiesene Gemeinnützigkeit oder so).

    Gruß StevenQMax
    (der vor Selbstmitleid zergehend mit Hexenschuss im Bett liegt)

  • rene classen
    Beiträge
    897
    • 3. Mai 2007 um 11:48
    • #11

    Ich halte es wie der Eliminator.
    Das Material verleihe ich ganz normal an den Verein und das Arbeiten mache ich als Hobby.

    Was noch dazu kommt, dass ich mit dem notwendigsten bewirtet werde.

    Also ich hätte ein schlechtes Gewissen wenn ich mir ein solches Ehrenamt mit Geld entlohnen würde.

  • derhexer
    Beiträge
    370
    • 3. Mai 2007 um 12:35
    • #12

    stevenqmax:

    (Ich weiß, ist OT aber ich kann nicht anders:)

    Soso, ihr im DRK gebt also SM-Kurse und Du liegst mit Hexenschuß im Bett...
    :grin:

  • stevenqmax
    Beiträge
    107
    • 3. Mai 2007 um 13:11
    • #13

    *OT*
    :D Tja, bei uns ist der SM-Kurs sogar Vorschrift, wenn du den Führerschein machst!
    Wahrscheinlich wollen Sie dadurch erreichen, das explizit auf die Regeln geachtet wird. Und was passiert, wenn man es nicht machen, haben sie dann schon im SM-Kurs gelernt :grin:

    Mir geht's nachn der zweiten Spritze inzwischen so gut, dass ich sogar schon wieder mit Krücken aus dem Bett komme...
    Du hast bei dem "Hexenschuss" nicht zufällig deine Finger im Spiel gehabt, Großmeister? :wink:

  • tthorsten
    Beiträge
    17.024
    • 3. Mai 2007 um 16:40
    • #14

    ehren amtlich heisst eheren amtlich

    sprich für den warmen händedruck und ein dankeschön

    oder sich ausprobieren bei keinem risiko

    Lautsprecherentwicklung nach mass
    Ansprechpartner für das Forums MUFU projekt

  • Mechwerkandi
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    7.712
    • 3. Mai 2007 um 17:33
    • #15

    Selbstverständlich kannst Du gegenüber dem Verein als rechnungsschreibender Dienstleister auftreten, wie irgendwer anderes auch.

    Nur, das ist dann halt kein Ehrenamt... :wink:

    Belege für Aufwendungen (Tankquittungen etc.) kannst Du ohnehin beim Kassenwart einreichen.
    Bei uns im Verein ist das satzungsseitig so geregelt, das der Vorstand zwar in der Sache ehrenamtlich tätig ist, aber einen Anspruch auf einen Pauschalbetrag für "nicht belegbare Aufwendungen" hat, also für Telefongespräche, Tonerverbrauch usw.
    Über die Höhe entscheidet die MglVers.

    Sollte die Geschichte mit der "ausserordendlichen technischen Arbeit" häufiger/regelmässsig vorkommen, würde ich das auf der nächsten Hauptversammlung auf die Tagesordnung setzen, evtl. findet sich eine ähnliche Lösung.

  • derhexer
    Beiträge
    370
    • 3. Mai 2007 um 17:49
    • #16

    stevenqmax:

    Nein, ich wars nicht! :D

  • huet
    Beiträge
    245
    Marktplatz Einträge
    3
    • 3. Mai 2007 um 18:36
    • #17

    Nun, also:

    Das Hauptmaterial, 2 Stative mit je 2 Stufenlinsen und Dimmer und 2 Fullrange Boxen mit einem Micro + Kabel, gehört dem Verein. Da die Anlage recht neu ist, fehlen noch diverse Kleinteile und Zubehör, und da der Verein gerade kein Geld hat, soll ich solche Sachen wie Stromkabel, DMX-Pult oder Adapter,.... bis irgendwann innerhalb dieses Jahres stellen, bis wieder Geld in der Kasse ist. D.h. dass ich bei jeder Veranstaltung, also 1x wöch. , das Zubehör mitbringe und die VA fahre.

    Desweiteren hat man mir sowieso schon Geld zugesagt, jedoch haben wir noch nicht über die Summe geredet. Das war auch der Hauptgrund, weshalb ich euch fragte, wieviel es denn sein darf??

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  • Eliminator
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    • 4. Mai 2007 um 00:49
    • #18

    Also Material bekommen "meine" Vereine definitiv nicht umsonst. Das war bei dem Blasmusikverein früher mal so, als ich deren alte Anlage hier und da benutzt habe und im Gegenzug die Anlage in Schuß gehalten und mein Material denen zur Verfügung gestellt habe. Bis auf einmal jemand vom Vorstand kam und meinte, das wäre nicht so gut, wenn ich die Vereinsanlage nutzen würde..... Also gabs von mir auch nix mehr für lau.

    Daraufhin komplett alles selbst gekauft, Gewerbe angemeldet und seitdem dem Verein angemessen vermietet.

    Material unterliegt immer gewissem Verschleiß, welchen man auf die Jobs umlegen muß. Und da kommen bei einer Größenordnung eines Konzertes vor 500 Mann in einem Bürgerhaus locker mehrere hundert Euro zusammen, die man quasi neben der ehrenamtlichen Arbeit dem Verein noch drauflegt.

    Wer soviel Geld über hat, bitteschön. Und nicht von solchen Sprüchen wie "Was soll das denn? Du hast das Zeug doch sowieso!" beindrucken lassen.

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • Dennis13
    Verifiziert
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    4.834
    • 4. Mai 2007 um 09:21
    • #19
    Zitat von "Eliminator"

    Also Material bekommen "meine" Vereine definitiv nicht umsonst. Das war bei dem Blasmusikverein früher mal so, als ich deren alte Anlage hier und da benutzt habe und im Gegenzug die Anlage in Schuß gehalten und mein Material denen zur Verfügung gestellt habe. Bis auf einmal jemand vom Vorstand kam und meinte, das wäre nicht so gut, wenn ich die Vereinsanlage nutzen würde..... Also gabs von mir auch nix mehr für lau.

    Daraufhin komplett alles selbst gekauft, Gewerbe angemeldet und seitdem dem Verein angemessen vermietet.

    Material unterliegt immer gewissem Verschleiß, welchen man auf die Jobs umlegen muß. Und da kommen bei einer Größenordnung eines Konzertes vor 500 Mann in einem Bürgerhaus locker mehrere hundert Euro zusammen, die man quasi neben der ehrenamtlichen Arbeit dem Verein noch drauflegt.

    Wer soviel Geld über hat, bitteschön. Und nicht von solchen Sprüchen wie "Was soll das denn? Du hast das Zeug doch sowieso!" beindrucken lassen.

    Gruß,

    Klaus

    Alles anzeigen

    Die Situation kenn ich auch....alles umsonst am besten und nichts bezahlen, obwohl der Verein einige Euros in der Tasche stecken hat. :roll:

  • hell&dunkel
    Moderator
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    2
    • 4. Mai 2007 um 16:06
    • #20
    Zitat

    Welchen Lohn für "ehrenamtliche" Arbeit??


    Reicht dir ein Danke und feuchter Händedruck vom Vorstand sowie dummes Geschwätz der Mitgliedschaft nicht?
    Das System "Eliminatorklaus" werde ich wohl in Zukunft favourisieren.

    Armin

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