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Timingprobleme bei Emitterschaltung

  • databass.ch
  • 18. Mai 2006 um 16:01
  • databass.ch
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    • 18. Mai 2006 um 16:01
    • #1

    Hallo,

    ich bastle ja an einem DMX Splitter, habe vor kurzem wiedermal etwas zeit gehabt und den ersten Prototyp aufgebaut. Ergebniss: Die Geräte empfangen etwas aber interpretieren es nicht richtig (wildes gezucke).
    Also rann mit nem Frequenzgenerator (100kHz entspricht 200kbps also fast DMX) und mit dem Osziloskop Eingang und Messpunkt verglichen. Übeltätter gefunden: die emitterschaltung die die LED des Optokoplers ansteuert. Und zwar dauert es ca. 2us bis die ansteigende Flanke am kollektor überhaupt mal anfängt zu steigen, und dann steigt sie auch nur langsam. Fallen tut sie sofort.

    Aufbau: TTL Ausgang > 4.7kOhm Widerstand > Basis des Transistors
    Am Kollektor: Optokoppler Diode + VorWiderstand gegen 5V
    Emitter auf Masse

    Transistor Typ ist ein gemeiner BC547 der ja bis 100MHz gehen sollte.

    Ich hab dann mal zu dem 4.7k Basiswiderstand ein RC parallel geschaltet, das hat eine deutliche Verbesserung gebracht, aber noch keine 100% lösung. Hat jemand eine Idee, warum diese Verzögerung auftritt? Oder haltet ihr den BC547 generell für ungeeignet für diese Anwendung?

  • blackdog
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    2
    • 18. Mai 2006 um 17:35
    • #2

    Mit welchen Kapazitäten hast du das versucht? Eine Faustformel sagt, dass der Kondensator im Bereich von 50 - 500pF liegen soll.

    Vl. hilft auch eine Antisättigungs-Schaltung.
    Da wird eine Diode zwischen Kollektor und Basis geschaltet (sollte aber nicht umbedingt eine 1N400x-Serie sein ;) ). Die Kathode liegt dabei auf Kollektor.

    Viel Erfolg!

  • Michael D
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    721
    • 18. Mai 2006 um 20:18
    • #3

    Möglicherweise geht der Transistor in die Sättigung (vermutlich sogar).
    Mein Tipp: Lass den Transistor weg und speise den OK direkt aus dem TTL Ausgang.

    http://www.digital-enlightenment.de/
    USB DMX Interface, Mediensteuerung, Demultiplexer, Multiplexer, Dimmer, Relaisboard, Art-Net

  • PeterG
    Verifiziert
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    698
    • 19. Mai 2006 um 07:52
    • #4

    Hallo,

    das IC HCPL 7100 ist imho schnell genug. 1µF Scheibchen direkt an die Spannungsvers. Pins und direkt TTL ansteuerbar.

    MfG
    Peter

  • blackdog
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    2
    • 19. Mai 2006 um 07:53
    • #5

    Michael D:

    Jeder Schalttransistor wird so dimensioniert, das er sicher schaltet --> er geht in die Sättigung!
    Die frage ist nur ob nicht der Übersteuerungsfaktor zu hoch gewählt wurde, denn dann Braucht er natürlich für das 'fluten' und 'absaugen' der Elektronen aus der CE-Strecke länger.

    mfg

    BlackDog

    --Angaben nach besten Wissen und Gewissen--

  • TomyN
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    • 19. Mai 2006 um 08:42
    • #6

    Hi,

    er räumt halt nicht schnell genug leer, da die Spannungsdifferen beim Ausschalten doch recht gering ist. Ich würde mal ganz frech ne 1N4148 in Durchlassrichtung zwischen Emitter und Masse schalten.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
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  • montesuma
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    948
    • 19. Mai 2006 um 11:13
    • #7

    Ja, die Flanken waren schon immer ein Problem. Nimm einen 75176 her und Du hast keine Probleme mehr.

    Wie z.B. hier auf dem Schaltplan:

    http://dworkin-dmx.de/

  • databass.ch
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    • 19. Mai 2006 um 11:41
    • #8

    Vielen Dank, für die vielen interessanten und hilfreichen antworten!

    Zitat

    Jeder Schalttransistor wird so dimensioniert, das er sicher schaltet --> er geht in die Sättigung!

    In der Tat hatte ich den Basisstrom absichtlich sehr grosszügig dimensioniert, um eine möglichst grosse flankensteilheit zu erzeugen. Das man durch eine übertriebene sättigung die Schaltzeiten beeinflusst war mir nicht klar. (Kann mich nicht errinnern, dass das in Elektrotechnik auch nur einemal angetönt wurde). Wäre es nicht am einfachsten und besten, den Basiswiderstand zu vergrössern?

    Und:ich WILL diese Schaltung in dieser Form zum funktionieren bringen. Das ist mein Ergeiz. Nur so lernt man was! Darum bitte keine Vorschläge, wie ich es anders lösen könnte.

    Den 75176 hab ich ja auch (bzw. LTC485) aber erst nach dem Optokoppler

  • Michael D
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    721
    • 19. Mai 2006 um 13:34
    • #9
    Zitat

    Jeder Schalttransistor wird so dimensioniert, das er sicher schaltet --> er geht in die Sättigung!

    Sättigung ist, wenn U_CE kleiner als U_BE ist, das will man aus oben genannten Gründen vermeiden, z.B. mit Hilfe einer Shottkydiode zwischen B und C.

    Zitat

    Darum bitte keine Vorschläge, wie ich es anders lösen könnte.

    Lol, warum fragst du dann hier? Hat bischen was von "Ich will ne Pizza in der Gefriertruhe auftauen, es geht aber nicht, aber anders machen will ichs auf keinen Falll" ;)

    http://www.digital-enlightenment.de/
    USB DMX Interface, Mediensteuerung, Demultiplexer, Multiplexer, Dimmer, Relaisboard, Art-Net

  • databass.ch
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    • 19. Mai 2006 um 16:42
    • #10
    Zitat von "Michael D"

    Lol, warum fragst du dann hier? Hat bischen was von "Ich will ne Pizza in der Gefriertruhe auftauen, es geht aber nicht, aber anders machen will ichs auf keinen Falll" ;)

    Quatsch! Es geht mir darum, die Schaltung zu modifizieren und nicht zu ersetzen. Ich meinte einfach, ich will kein anderes IC oder so benutzen und natürlich könnte ich auch den OK direkt aus dem IC speisen, aber darum geht es nicht! Eine Emitterschaltung zum Funktionieren bringen ist doch wohl im Gegensatz zum "Pizza Backen im Teifkühler" kein unmögliches unterfangen, oder?

    Edit: Gegen die Idee mit der Diode hab ich ja gar nichts. Hab sie allerdings noch nicht ausprobiert. Trotzdem würde mich interessieren, was dagegen spricht, den Basiswiderstand soweit zu verringern, dass der Transistor gerade nicht in die Sättigung kommt. Und um die Flankensteilheit zu gewärleisten, das erwähnte RC-Glied parallel...

    http://de.wikipedia.org/wiki/S%C3%A4ttigung_%28Elektronik%29

  • Sven M
    Profi
    Beiträge
    2.530
    • 19. Mai 2006 um 17:34
    • #11

    Warum schaltest du ein RC Glied parallel und nicht nur ein C? Habe mal gelernt das ein Transistor mit einem C parallel zum Basiswiderstand schneller wird. Das R bremst doch nur:-)

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 19. Mai 2006 um 17:41
    • #12

    warum klammert ihr euch alle an der Emitterschaltung fest?
    Es ist doch altbekannt daß schnelle Sachen etwas anders aussehen, wie zB Kaskode. Weil schuldig ist die eingangskapazität des Dings, die läßt sich mit Externbeschaltung auch nicht eliminieren...
    Da es darum geht eine simple LED anzusteuern ist vermute ich mal eine Spannungsverstärkung (rechtfertigt Emitterschaltung) unnötig, es geht auch mit einer reinen Stromverstärkung. Also häng den T mal in Kollektorschaltung dahinter, als Impedanzwandler. Sollte dann deutlich besser gehen.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • databass.ch
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    1
    Beiträge
    1.197
    • 19. Mai 2006 um 18:02
    • #13
    Zitat von "Sven M"

    Warum schaltest du ein RC Glied parallel und nicht nur ein C? Habe mal gelernt das ein Transistor mit einem C parallel zum Basiswiderstand schneller wird. Das R bremst doch nur:-)

    Um den Basisstrom zu begrenzen: Ein C ist im einschaltmoment sehr niederohmig, unter umständen wird dann der maximal zulässige basisstrom für ultra kurze zeit überschritten. Ist für die Lebensdauer des transistors sicher nicht zuträglich.

    manuela: Meine Idee hinter der Emitterschaltung: hohe Spannungsverstärkung -> hohe Flankensteilheit.

  • manuela
    Beiträge
    9.103
    • 19. Mai 2006 um 19:01
    • #14
    Zitat von "databass.ch"

    manuela: Meine Idee hinter der Emitterschaltung: hohe Spannungsverstärkung -> hohe Flankensteilheit.

    Ok, eine Murksalternative:

    Ersetze BCxxx gegen BS170 8) Gateserienwiderstand 4.7k kann drinbleiben, ansonsten braucht der kleine nix.
    Die Bürdekapazität liegt dann um 40pF, das sollte bei 100kHz und ausreichender Amplitude vorn noch in Ordnung gehen.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • noiseshaper
    Beiträge
    439
    • 1. Juni 2006 um 11:36
    • #15

    denke auch dass ein bs170 da wunderbar geht. der geht eigentlich immer für "irgendwas kleines ohne kopfzerbrechen schalten".

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