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  5. Strom

Frontblende könnte Rack unter Strom setzen - Was tun?

  • joe7
  • 22. Mai 2006 um 15:00
  • joe7
    Beiträge
    1.056
    • 22. Mai 2006 um 15:00
    • #1

    Hi!

    Komme eigentlich aus dem Party-PA Forum, aber man darf ja nur hier was zum Thema Strom posten:

    Ich habe eine von Tamaris-PA/MTS gebaute Frontblende mit PowerCon IN/OUT, SpeakOn und XLR IN/OUT! Ich wurde im Party-PA Forum darauf aufmerksam gemacht, dass es passieren kann, dass sich durch Abnützung oder wie auch immer die (noch sehr gut) isolierten Drähte des hinteren PowerCon-Schuko Kabels lösen, dann auf die Aktivweiche fallen und somit das gesamte Rack unter Strom setzen, was natürlich unschön wäre... :?
    Wie kann ich diese hinteren Anschlüsse genügend isolieren oder Abschirmen, dass da nichts passieren kann, sollte mal jemand an dem Kabel ziehen und die Isolierung brechen?

    Danke!


    Lg,
    Joe

    Soundflash.cc - Mobile Disco & PA Verleih

  • montesuma
    Beiträge
    948
    • 22. Mai 2006 um 15:03
    • #2

    1) Rackblende erden...
    2) Zugentlastung an die Kabel und die Löstellen mit Schrumpfschlauch versehen. Beim Bruch kann das Kabel nicht aus dem Stecker, weil die Zugentlastung den Weg begrenzt.
    3) Zunächst ein Kabelschuh auf die Powercons, danach dazu löten. Dann kann nicht einmal die Lötstelle brechen. Die Zugentlastung sorgt dafür, daß das Kabel an der Lötstelle sich nicht ständig bewqegen kann, wenn jemand herum bastelt.

  • Mnyut
    Beiträge
    2.329
    • 22. Mai 2006 um 15:05
    • #3

    Löten und 230 V~ geht mal garnicht :shock:

  • tom noise
    Beiträge
    1.572
    • 22. Mai 2006 um 15:10
    • #4
    Zitat von "Mnyut"

    Löten und 230 V~ geht mal garnicht :shock:


    Solange es sich nicht um Schraubverbindungen handelt und das ganze halbwegs korosionsfest gescützt ist sehe ich da kein Problem. Sonst dürfte man ja bald keine einzige Leiterplatine mehr mit 230V beschalten.

    LiGr,
    Tom

    (The)Gecko GbR
    event | acoustics | media | studio
    An den Rampen 40-44
    90443 Nürnberg

    Telefon: 01636564230 (HandyNR wegen aktuellem Umzug in neue Räumlichkeiten)

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 22. Mai 2006 um 15:21
    • #5

    Das geht sogar ganz prima.
    Wie sind denn die Netzspannungsanschküsse in den meisten Geräten ausgeführt? Oft sinds doch auf Platine gelötete Trafos.
    Beim Powercon ziehe ich auch Steckschuhe vor, aber generell ist 230V Löten kein Problem. Lediglich das verzinnen von Adern um sie in Schraubverbindungen zu befestigen ist tabu.

    edit:
    Da ist mir wohl jemand zuvorgekommen.

    Gruß
    Thomas

  • montesuma
    Beiträge
    948
    • 22. Mai 2006 um 15:32
    • #6

    Die Steckschuhe sorgen schon mal für einen guten Kontakt - besser als gelötet. Das Löten danach sorgt dafür, daß der Stecker nicht mehr weg rutschen kann. Der Schrumpfschlauch ist eine zusätzliche Sicherheit, damit auch keiner mit dem Finger oder Schraubendreher aus versehen hinkommt...

  • buzz
    Profi
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    1
    Beiträge
    1.248
    • 22. Mai 2006 um 15:33
    • #7

    Hi Joe,

    das Problem der PowerCon-Steckverbinder in offenen Rackblenden hatten wir hier schon öfters, musst mal a bisserl suchen.

    Tatsächlich gibt es keine "echt amtliche" Lösung für das Problem, ausser ein geschlossenes (!) Gehäuse.

    Was allerdings recht häufig praktiziert wird, ist eine Isolierung / Zugentlastung mittels dickwandigem, klebergefüllten (!) Schrumpfschlauch, welcher die PowerCon-Armatur und die basisisolierten Adern mit einer zweiten unlösbaren Isolierschicht überzieht.
    Der Schrumpfschlauch muss also sowohl auf das PowerConKunststoffteil und auf den Leitungsmantel aufgebracht werden. Da sich die Durchmessser signifikant unterscheiden, muss ein Schrumpfschlauch mit entsprechender Schrumpfrate gewählt werden.

    Sauber ist das zwar nicht, aber es funzt recht gut, wenn man einigermassen weiss, wie man solche Schrumpfschläuche verarbeitet.

    Grundsätzlich ist das aber doch eher in die Kategorie "Murks" einzuordnen, Netzspannung hat einfach nix in offenen, ungeerdeten Rackblenden zu suchen.

    Hast Du denn eine EU-Konformitätserklärung des Herstellers des Systems erhalten? Wenn nicht, bitte nachfordern, darin steht nämlich, nach welchen Vorschriften die Belnde hergestellt wurde.

    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz

    Hier geht's weiter...

  • joe7
    Beiträge
    1.056
    • 22. Mai 2006 um 15:38
    • #8

    Danke erstmal @all!

    Werd mich mal ein wenig bezüglich Zugentlastung, Schrumpfschläuchen & Co. umsehen, aber was meinst du mit geschlossenem Gehäuse? :shock: Was hat denn eine Blende (und die verwendet ja fast jeder zweite, um nicht mer Zeit hinter dem Rack zu verbringen als davor) dann noch für einen Sinn wenn ich sie in ein extriges Gehäuse stecken muss?

    EU Konform.. :D Die Blende hat mir Tamaris aus dem Forum gebaut! :wink:

    Soundflash.cc - Mobile Disco & PA Verleih

  • tom noise
    Beiträge
    1.572
    • 22. Mai 2006 um 15:43
    • #9

    Naja, du müsstest halt ein 1HE Gehäuse mit hintenliegenden Kabelmuffen haben. Also viel blech um viel Luft.

    LiGr,
    Tom

    (The)Gecko GbR
    event | acoustics | media | studio
    An den Rampen 40-44
    90443 Nürnberg

    Telefon: 01636564230 (HandyNR wegen aktuellem Umzug in neue Räumlichkeiten)

  • buzz
    Profi
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    1.248
    • 22. Mai 2006 um 16:03
    • #10

    Die imho einzig wirklich ordentliche Variante wäre (wie Tom schon ausführte) ein 19" 1HE Metallgehäuse (mit Verbindung zum Schutzleiter) mit den entsprechenden Frontbohrungen und rückseitig IPON-Verschraubungen oder dgl.
    Allerdings muss auch in einem solchen Gehäuse dafür gesorgt werden, dass alle vorgschriebenen Luft- und Kriechstrecken zwischen Netzspannung und Kleinspannung eingehalten werden, oder aber man kapselt die Netzsparte vollständig ab.

    Dieses Gehäuse braucht ja nicht allzutief zu sein, da reichen 100mm locker.
    Kostet halt mehr, als die üblichen Thomann bzw. AdamHall Billigblenden.


    Joe: Wenn Die Blende von jemandem für Dich gebaut wurde, dann haftet der auch dafür, egal wie er heisst! So ist das nunmal mit der Produkthaftung. Wenn der Hersteller Dir die Anlage "privat" verkauft hat (ohne Rechnung), dann haftet er auch "privat". Wenn der Verkäufer jedoch gewerblich aufgetreten ist, muss er auch die entsprechendnen Bescheinigungen und Erklärungen vorlegen können.


    Gruß aus Nürnberg,

    Buzz

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  • mathias k.
    Verifiziert
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    377
    • 22. Mai 2006 um 16:31
    • #11
    Zitat von "Montesuma"

    Die Steckschuhe sorgen schon mal für einen guten Kontakt - besser als gelötet. Das Löten danach sorgt dafür, daß der Stecker nicht mehr weg rutschen kann.

    Das halte ich für überflüssig, Crimpen alleine sollte auf jeden Fall ausreichen. Gecrimpte Kontakte sind immerhin Industriestandard, die fallen nicht einfach so wieder ab.
    Ausserdem gibt es auch vollisolierte Kabelschuhe, da braucht man dann normalerweise auch keinen Schrumpfschlauch mehr (unter der Voraussetzung, das alles zusammen in einem "richtigen" geerdeten Gehäuse eingebaut ist.)

  • joe7
    Beiträge
    1.056
    • 22. Mai 2006 um 16:52
    • #12

    ähm...ich weiß für die frage werden jetzt hier wieder die augen gerollt aber wie soll ich denn mein rack eigentlich richtig erden??

    Soundflash.cc - Mobile Disco & PA Verleih

  • montesuma
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    948
    • 22. Mai 2006 um 16:54
    • #13

    Bei diesem Kenntnissstand wäre es evtl. besser es nicht selbst zu erden...

  • mathias k.
    Verifiziert
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    377
    • 22. Mai 2006 um 16:58
    • #14
    Zitat von "joe7"

    aber wie soll ich denn mein rack eigentlich richtig erden??

    Wenn Du Dich da nicht so genau auskennst, solltest Du vielleicht einen Fachmann fragen und nicht selbst "basteln"...

    Zum Erden nimmst Du eine Schraube mit einer Zahnscheibe, die am Gehäuseblech befestigt wird. Daran wir dann mit einem Ringkabelschuh der Schutzleiter angeschlossen.

  • Mnyut
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    2.329
    • 22. Mai 2006 um 17:30
    • #15

    @ tom & Schrecki:
    Das ein Trafo o.ä. auf einer Platine verlötet sind und da drüber 230 V laufen... solange der Trafo nicht zu schwer ist OK. Aber Kabel wo 230V Netz drüber geht sollte man nie löten. Da gehören Klemmen mit Schraub- oder Schneidverbindern hin oder eingelötete Buchsen die stabiel genug sind bei denen das Gegenstück mit dem Kabel dran wieder gecrimpt ist oder oder oder, aber an einem Kabel mit Netzspannung wird nicht gelötet. Das kann brechen wie ihr selber wisst.

    Lösungsvorschlag:
    Wie schon genannt bei Powercon passen zwar auch vollisolierte Flachsteckerhülsen drauf (bei NL4MP z.B. nicht!) aber runterfallen könnten die trotzdem.Um das zu verhindern, hilft Schumpfschlauch (mit Kleber). Ist halt nicht so toll.

    oder: richtig vergießen


    Statt eine richtgen Gehäuse könnte man auch versuchen das so wie hier mit einem Aluminiumprofil zu lösen: http://www.sommercable.com/1__produkte/1_…ter/Adapter.htm
    Darüber sollen sich aber andere den Kopf drüber zerbrechen, ob das so ok geht ;)

  • schrecki7289
    Beiträge
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    • 22. Mai 2006 um 21:00
    • #16
    Zitat

    Die Steckschuhe sorgen schon mal für einen guten Kontakt - besser als gelötet.


    na, das musst du mir aber beweisen, dass eine Steckverbindung besseren Kontakt als eine Lötverbindung sichert.

    Zitat

    aber an einem Kabel mit Netzspannung wird nicht gelötet. Das kann brechen wie ihr selber wisst.


    Ein Steckschuh kann genauso gut abrutschen. Ohne Zugentlastung etc. ist das beides nix.

    Sinnvoll wäre z.B. das Sommer Cable SysBoxx System, ist allerdings schweineteuer, daher wird es bei den meisten wohl bei einer Bastellösung bleiben.

    Gruß
    Thomas

  • Mnyut
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    • 22. Mai 2006 um 21:35
    • #17

    Ich schrieb doch, das auch ein Steckschuh gesichert werden muss ;)

    Bei der Sysboxx:
    Das sagt Dr. Sommer zu dem Thema

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    • 22. Mai 2006 um 22:01
    • #18
    Zitat von "joe7"

    ähm...ich weiß für die frage werden jetzt hier wieder die augen gerollt aber wie soll ich denn mein rack eigentlich richtig erden??

    3m tiefes Loch buddeln, Rack rein, Loch wiede zuschütten und dann ordentlich wässern. Dann ist es so 'was von richtig geerdet... :wink:


    Im Ernst: Bei Holzracks ist das immer irgendwo ein Kompromiss, keiner wird zu allen Metallgriffen einzeln einen Schutzleiter führen - ich hätte es zumindest noch nie so gesehen.

    Viel ist schon gewonnen, wenn alles, was in's Rack geschraubt wird, sicher ist. Bei jener besagten Anschlussplatte sollte also der Schutzleiter vom Powercon auch zur Platte geführt werden. Wenn eine abgerissene Phase das darunterliegende Gerät berührt, dann ist hoffentlich dieses Gerät ebenfalls über den Schutzleiter geerdet (das prüfen wir alle paar Monate im Rahmen der A3-Prüfung, gelle...)

    Es nachdem, wie das Rack aufgebaut ist, und ob da vielleicht Geräte drin sind, die man besser isoliert, und wie da Strom reinkommt, kann man dann noch die Rackschienen und die Metallkanten erden.

    Bei allen Erdungsmaßnahmen ist darauf zu achten, dass diese zuverlässig niederohmig sind. Das heißt bei Schraubverbindungen, dass man da mit Federringen oder so etwas arbeitet. Dann sollten die Leitungen so verlegt werden, dass sie nicht irgendwann abreißen.

    Wenn hier also empfohlen wird, das jemand machen zu lassen, der sich damit auskennt, dann hat das durchaus seinen Grund.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • PA-Peter
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    7.614
    • 23. Mai 2006 um 09:12
    • #19
    Zitat von "Mnyut"

    [size=8]Bei der Sysboxx:
    Das sagt Dr. Sommer zu dem Thema


    Hübscher Aufkleber, nicht ;)

    PA-Peter
    ****
    http://www.rieckmedia.com

  • montesuma
    Beiträge
    948
    • 23. Mai 2006 um 10:22
    • #20
    Zitat von "Schrecki7289"


    na, das musst du mir aber beweisen, dass eine Steckverbindung besseren Kontakt als eine Lötverbindung sichert.

    Aber gerne: Lötzinn hat einen höheren Übergangswiderstand als z.B. Kupfer. Und einen noch höheren Übergangswiderstand, wenn es durch Belastung warm wird. Ein Kabelschuh darunter sorgt auf jeden Fall für einen besseren Kontakt. Das Kabel rutscht dann auch bei schlechten oder gebrochenen Lötstellen nicht ab.

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  • PA-Forum Stammtisch LeatCon

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