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XLR unsymmetrisch 1-3 oder 1-2

  • ferdinand
  • 7. Juli 2006 um 19:55
  • ferdinand
    Beiträge
    3
    • 7. Juli 2006 um 19:55
    • #1

    Hallo Leute,

    ich hab hier ein komisches Problem:
    Normal werden beim unsymmetrischen Betrieb die Kontakte 1 und 3 eines XLR-Steckers verbunden. Ich hab hier eine Samick Endstufe (SMP-4000) mit unsymmetrischen XLR-Eingängen bei der jedoch die Pins 1 und 2 miteinander verbunden sind! Kann mir einer sagen was das soll? Ich benutz das Teil normal als Endstufe für Monitore und wenn mein Mischpult nun unsymmetrische Rückkanäle hat funktioniert das ganze logischerweise nicht.


    Danke und Gruß,
    Ferdinand

    http://www.swingaraiders.de

  • Georg_Koeln
    Profi
    Beiträge
    529
    • 8. Juli 2006 um 03:19
    • #2

    Am besten ist, entweder intern umlöten, oder ein extra Adapterkabel dafür herstellen. Besser ist wohl intern umlöten, sonst vergisst mal bestimmt jemand die Adapter oder verwechselt sie mit was anderem...

    Was der Unfug herstellerseitig soll, kann ich dir allerdings auch nicht sagen... :roll:

    We're on a mission from God. - Elwood Blues

  • dasich
    Profi
    Beiträge
    960
    • 8. Juli 2006 um 10:01
    • #3

    Ja sehe ich genau so: Intern umlöten, dann ist der Fehler, zumindestens teilweise behoben.
    Und evtl. noch dick Beschriften oder ein symmetrier Röllchen reinbauen.
    Achtung billige Übetrager haben oft Probleme mit hohen Pegeln und zerren.
    Gute, wie z.B. die von Haufe können auch einen haufen Geld kosten.
    (Nein das liegt nicht am Namen)
    Sonst steht mal einer auf der Baustelle und findet den Brumm nicht.
    Wer kommt denn schon auf die Idee, ds der XLR-Eingang einer Endstufe nicht symmetrisch ist?
    Man so ein Quatsch, dem Hersteller sollte man seine Geräte um die Ohren schlagen.

    Völliger Blödsinn, der für mich ein Grund wäre den Kram so schnell wie möglich wieder los zu werden.
    Was denken sich solche Hersteller??

    Es grüßt der Stephan

  • raumklang
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    403
    • 8. Juli 2006 um 11:07
    • #4
    Zitat von "Ferdinand"


    Normal werden beim unsymmetrischen Betrieb die Kontakte 1 und 3 eines XLR-Steckers verbunden. Ich hab hier eine Samick Endstufe (SMP-4000) mit unsymmetrischen XLR-Eingängen bei der jedoch die Pins 1 und 2 miteinander verbunden sind! Kann mir einer sagen was das soll?

    Ich würde mal sagen: Da hat jemand nach "amerikanischer Norm" gearbeitet (zumindest bei der Belegung).
    Warum die XLRs allerdings unsymmetrisch sind? Man weiß es nicht :)

    Crest 4001/8001 etc. haben zwar symmetrische Inputs, diese sind aber "andersrum" belegt, wie man das halt früher in Amiland gemacht hat...

  • ferdinand
    Beiträge
    3
    • 8. Juli 2006 um 11:45
    • #5

    Vielen Dank für die Antworten,

    werd das Teil wahrscheinlich auch ersetzen, macht sowieso immer nur Probleme.

    http://www.swingaraiders.de

  • outliner
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    3.031
    • 8. Juli 2006 um 13:16
    • #6

    alte belegung:
    pin1=shield
    pin2=cold
    pin3=hot
    bei unsymmetrischer belegung werden pin 1 und pin 2 verbunden.

    aktuelle belegung:
    pin1=shield
    pin2=hot
    pin3=cold
    bei unsymmetrischer belegung werden pin 1 und pin 3 verbunden.

    es gibt soweit ich weiss,dafür keine norm.die meisten hersteller haben sich allerdings auf die aktuelle belegung geeinigt.

    Wenn keiner weiß, worum es geht, dann geht es hundertprozentig um Geld.

  • tonzwerg
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    Beiträge
    1.068
    • 10. Juli 2006 um 00:31
    • #7

    naja...gerade die "amtliche" firma klark hat das ja nun wirklich exzessiv betrieben. und mir ist auch noch kein dn360 untergekommen, der dann im ausgang (selbst mit trafo) mal symmetrisch war.
    soviel zum thema "gleich weg damit".

    The ships hung in the sky in much the same way that bricks don't.
    -- Douglas Adams

  • montesuma
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    948
    • 10. Juli 2006 um 06:51
    • #8

    Geh doch symetrisch rein, dann brauchst Du nichts ändern.

  • wora
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    • 10. Juli 2006 um 17:10
    • #9

    anfang der 90er(oder sogar schon früher) gab die AES die empfehlung heraus, das HOT auf pin 2 sollte.
    ich würde mal behaupten das seit mitte der 90er sich eigentlich alle hersteller daran halten, zumindest bei neuentwicklungen.

    vorher war das nicht richtig festgelegt, manche hersteller hatten den pin2 genommen und andere pin3.
    das ist also kein fehler, es gab einfach keine weltweit gültige norm.

    das eine endstufe allerdings am input unsymetrisch beschaltet ist spricht nicht gerade für professionelle technik, da man hier ja davon ausgehen kann das das eingangssignal direkt vom pult über ein langes multicore geschickt wird. und dafür ist eine symetrische leitung definitiv besser geeignet.

    montesuma:
    wenn man hier symetrisch reingeht sollte man aber irgendwo vorher die phase drehen ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • montesuma
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    • 10. Juli 2006 um 21:47
    • #10
    Zitat

    montesuma:
    wenn man hier symetrisch reingeht sollte man aber irgendwo vorher die phase drehen ;)

    Richtig, wobei beim Monitor... :D

  • ferdinand
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    • 10. Juli 2006 um 22:24
    • #11

    Ja richtig, die Endstufe war eigentlich nur für die Montiore da. War beim letzten Gig das erste mal, das wir scheinbar unsymmetrisch rein sind und schon ging nichts mehr. Auf die Idee, dass es am Eingang der Endstufe liegen könnte, bin ich leider erst später gekommen. Das Schaltbild hat es mir dann schließlich auch bestätigt. Hab jetzt ein Kontakt einfach abgezwickt und schon geht das ganze wieder.

    http://www.swingaraiders.de

  • karel noon
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    • 11. Juli 2006 um 00:21
    • #12

    wora: jau, fast richtig, bis auf diesen einen, kleinen hersteller der sich weiterhin weigert die römsiche besatzung.....

    ...ähm, ja so ähnlich, DN360 wie oben gesagt, aber das war doch schon fast eine marotte die man liebgewonnen hat oder? :D

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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  • wora
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    • 12. Juli 2006 um 02:46
    • #13

    DM27 war auch bis zum produktionsende (schade) auf pin3 heiss...

    welchen hersteller meinst du denn, der seine geräte weiterhin nach veralteter norm baut?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • karel noon
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    • 12. Juli 2006 um 10:33
    • #14

    ich meinte auch klark, ich weiß gerade nicht wie es bei den aktuellen 360ern aussieht, würd mich aber wundern wenn sie da was geändert haben, dafür gibts ja den 370

    edit: gerade mal auf der homepage geschaut, und ja: sie tun es immer noch :D
    http://www.klarkteknik.com/specifications/dn360_tech.htm

    Input Two
    Type Electronically balanced (pin 3 hot)
    Impedance (ohms)
    Balanced 20k
    Unbalanced 10k
    ------------------------------------------------------------------------
    Output Two
    Type Unbalanced (pin 3 hot)
    Min. load impedance 600 (ohms)
    Source impedance <60 (ohms)
    Max. level +22dBu

    was soll man dazu sagen? :roll:

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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  • Ton_Opa
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    • 12. Juli 2006 um 14:43
    • #15
    Zitat

    was soll man dazu sagen? :roll:

    Da soll man gar nichts zu sagen.
    Das soll uns daran erinnern, dass die AES, wie so viele Vereine, die meinen Standards herausgeben zu müssen, eben kein gesetzgebendes Gremium ist, sondern eine juristische Person in den U.S.A.

    Sie schreiben über sich:

    Zitat

    The Audio Engineering Society, now in its fifth decade, is the only professional society devoted exclusively to audio technology. Its membership of leading engineers, scientists and other authorities has increased dramatically throughout the world, greatly boosting the society's stature and that of its members in a truly symbiotic relationship.

    und:

    Zitat

    The society's members are involved in such diverse areas as:

    * Research and development in audio and acoustics. Design, manufacture and operation of components and systems for production, pickup, recording, transmission or processing of sound or for controlling the acoustical environment.

    * Marketing or installation of audio, acoustical and related equipment for commercial, institutional, broadcast or other entertainment use.

    * Education in sciences and engineering basic to audio and acoustics.

    Da ist unter anderem von Symbiose und Marketing die Rede.
    Hinter den Aktivitäten der AES stehen durchaus auch erhebliche kommerzielle Interessen.

    und wenn Klark-Teknik sich nicht an die "Empfehlungen" der AES hält, bedeutet das wohl, dass sie manchen Festlegungen keine tiefgreifende Bedeutung beimessen oder auf die Symbiose mit einer amerikanischen Incorporated keinen Wert legen.

    Das finde ich eigentlich ganz sympathisch, denn wer etwas älter ist, weiß, dass es Zeiten gab, in denen gute Audiotechnik fast ausschließlich aus England kam.... und die englischen Geräte waren nun mal immer schon auf 3 heiß. Das Gefluche war groß, als zum Beispiel Soundcraft ebenfalls anfing, plötzlich Pulte, die auf 2 heiß waren, auszuliefern und die Leute in den Verleihbutzen anfingen, bestimmte ältere Geräte umzulöten, damit wenigstens alle Geräte firmenintern die gleiche Polarität aufwiesen.

    Die normale Entwicklung wäre wohl gewesen, dass die Welt sich an den "Marktführern" orientiert.... Tja, aber wer legt den Marktführer fest?
    AES, DIN oder der VDE?

    Und die Leute bei Klark sagen eben einfach - ist uns Wurst, wir waren immer auf drei heiß und wir waren immer die besten... und so solls auch bleiben.

    konsequent nenne ich das.

    Natürlich nervt es heutzutage, immer ein paar Wender mitschleppen zu müssen, weil man vielleicht den ein oder anderen "Oldtimer" adaptieren muss.

    Aber mich nervts es auch, mir alle 5 Jahre von irgendwelchen Verbänden wie DIN, VDE, VPLT oder Handelskammern neue Vorschriften machen zu lassen, wobei auch bei diesen Verbänden rein kommerzielle Interessen keineswegs im Hintergrund stehen und mich zu immer neuen Investitonen zwingen wollen, deren praktischer oder sicherheitstechnischer Nutzen nur begrenzt nachvollziehbar ist.

    Was ist denn der Unterschied zwischen Symbiose und Parasitentum?
    Nun ich würde sagen: In der Symbiose kann keiner der beiden Partner ohne den anderen überleben.

    Klark schaffts ganz gut ohne die AES.

    ich auch.

    Grüße
    Opi

    war das jetzt wieder zu provokant? nix für ungut. wir brauchen nicht noch mehr Vorschriften und Regeln, wir brauchen Leute, die wissen, was sie tun.

    abgebrühter Alt-Aktivist im Vorruhestandsjob
    -danke Billbo-

  • wora
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    • 12. Juli 2006 um 17:50
    • #16

    wenn ich hersteller von EQs wäre, die schon viele jahre unverändert auf dem markt sind, dann würde ich, genau so wie klark, eben genau nix an den geräten ändern.
    die teile gibt es jetzt schon seit jahrzehnten und mittlerweile sollte doch schon jeder wissen das es so ist.

    ich denke kontinuität in der modellpalette war eher der grund für diese entscheidung als eine evtl. gegenteilige meinung zur AES.
    der neue DN370 ist nämlich tatsächlich auf pin 2 heiss... :wink:


    so gesehen muss man sich also fragen, wie alt die obengenannte endstufe denn ist... 8)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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