Wir haben eine Serie kleine Boxen aufgelegt.
Mal 2 x 6.5 mit Tweeter und mal 1 x 6.5 mit Tweeter.
Die Boxen sind passiv geweicht und sehr flat, die grosse mit ner 2 dB Mittensenke, weil sie ab dem Tweeter breiter strahlt, die kleine mit etwas high-shelv, weil es uns so gefiel.
Anlagen mit diesen Lautsprechern und Sub klingen hervorragend und können laut mit minimalen Verzerrungen.
Bei Festinstallationen sind die Kunden sehr zufrieden, es geht um Bars, Lounges und auch schon um kleinere Clubs, wos auch laut wird.
Soweit so gut.
Bei leisem Betrieb in ner Bar z.B. mit Radiomusik hab ich dann aber das Gefühl, dass die Anlage untergeht, und wenn man lauter dreht, fängts schnell mal an zu schieben und der Sound wird dominant.
Frage nun: soll man anders abstimmen für solche Anwendungen?
Etwa Grundton zurücknehmen, 4-10 Kilo deutlich lauter?
Gibts bei euch Erfahrungswerte, wie eine Box gut klingt, wenn die Leute quatschen und die Musik im Hintergrund laufen soll, aber trotzdem gut hörbar, ohne dominant zu wirken?
Wie macht ihr sowas.
Flat ist schon cool und klingt gut. Aber möglicherweise hier nicht der Weisheit letzter Schluss...
Frequenzgang Beschallungslautsprecher
-
-
am besten man nimmt am EQ die für sprache wichtigen bereiche im mittelton ein gutes stück zurück.
also so in richtung "loudness"...
dann hören die kneipenbesucher die musik immer noch und können sich ein bisschen besser unterhalten.die boxen anders abzustimmen halte ich nicht für sinnvoll, denn sie scheinen ja zu funktionieren...
-
----
-
Die Lautsprecher sind eigentlich so abgestimmt, dass sie ohne EQ gehen sollten.
Ev. wirklich Dynamic-EQ. Gibts das auch von Ohrenlosen Herstellern?
Nen bedienbaren EQ würdich nicht so gern hinstellen. Das kann D.J.s zu kreativer Soundgestaltung inspirieren. Ja, ich weiss, Plexiblende, verplomben und so. Aber es muss doch auch anders gehn..
Ich hab schon mal Lautsprecher gehört in Installationen, die waren sicher nicht flat (ich erinnere mich an Plastikbomber von Celestion, mit 8" Bässen) aber haben irgendwie schön geklungen.
Gibts da psychoakkustisch so Erfahrungswerte? -
----
-
der erste Dynamic-EQ kam imho von BSS...
nur so zur info. -
Kennt keiner noch so Geheimnisse?
Bei HiFi Boxen wurde ja auch nicht immer korrekt abgestimmt, sondern auf "ton".
Aber nach welchen Kriterien? -
wie Inspiron schon sagte. die Hifi badewanne

oben und unten pegel, zurückgenommene mitten.so geschätzte 2-6 db weniger pegel von 1 bis 5 khz dürften helfen.
-
Mit den Bässen ist das ja auch etwas kritisch.
Wir haben nit 2 weichaufgehängten 12"ern ne Push-pull Kiste gebaut,
die ist recht tief abgestimmt und kommt dann schon bedrohlich, wenn man aufdreht.
Was mir jetzt grad in den Sinn kommt, früher habich schon mal das Barcus-Berry Teil verkauft, den sonic maximizer oder sowas.
Das ging auch etwas in die Richtung. Ich glaub, ich versuch das mal.
Vielen Dank fürs Mitdenken. -
ich hab für solche zwecke mal nen 10" bandpass mit passiv weiche gebaut.
recht hoher wirkungsgrad und mit nem 4 ohm chassis bestückt.
45-110 hz -3db. ging ganz gut.
http://www.extreme-webhosting.de/thomas/sub/DSCF0001.JPG
40x40x40 cm. -
Zitat von "Jack"
Ich hab schon mal Lautsprecher gehört in Installationen, die waren sicher nicht flat (ich erinnere mich an Plastikbomber von Celestion, mit 8" Bässen) aber haben irgendwie schön geklungen.
Gibts da psychoakkustisch so Erfahrungswerte?
Jetzt bitte nicht hauen
Aber vieleicht hatte der Plastikbomber auch ein etwas anderes Klirrverhalten - und da man das ja auch praktischerweise elektronisch erzeugen kann - probier doch mal mit nem SPL Vitalizer was dran zu drehen falls du irgendwo noch einen im Siderack haben solltest...
Ich weiß das ist eklig - aber vielleicht das was dafür sinnig wäre... -
Für Gastro modifiziere ich gern Weichen. Stumpfdumpf den Hochtöner kräftig absenken (3 bis 6 dB). Klingt als Maßnahme brutal, hat sich aber bewährt klingt "schön rund" (kicher) und überlebt auch mal die Geburtstagspartys des Tresenpersonals. Und: is billig und keiner weiß es. Habe auch schon passive RC-Filter vor Leistungsverstärker gesetzt, als ich die Boxen (auch für Bühnenbetrieb) nicht versauen wollte.
Wenns dem Gastronomen dann zu dumpf ist, dreht er Höhen rein - fertig ist die Badewanne. Meine Erfahrung ist jedoch, dass diese Modifikation nicht als solche erkannt wird, die Leute fahren die Dinger meist einfach "linear" nd sind begeistert.Wen kümmerts, wenns keiner weiß? Ist kostengünstig und effektiv.
Grüße
Opi -
Zitat von "Ton_Opa"
Wen kümmerts, wenns keiner weiß? Ist kostengünstig und effektiv.
mich würde es kümmern; mir ist es einfach nicht egal wofür ich meinen namen "hergebe" - daher versuche ich so wenig schindluder wie möglich zu treiben, und wenn das budget nicht reicht - dann soll´s ein anderer machen :lol: !
ich habe ja nichts gegen dezente und kontrolliert breitbandige mittenabsenkungen (weil es im gastro-bereich ja vllt tatsächlich irgendwie sinn macht), aber ansonsten versuche ich nur sachen abzuliefern, mit denen ich auch wirklich selbst zufrieden bin. -
Also wie gesagt, die Sache mit dem Exiter überzeugt mich irgendwie.
Das haben wir früher gemacht, irgendwie ist es mir untergegangen.
Ich suche weniger Schutz, sondern schönen Backgroundsound. -
Zitat
aber ansonsten versuche ich nur sachen abzuliefern, mit denen ich auch wirklich selbst zufrieden bin.
Der Wurm muss dem Fisch und nicht dem Angler schmecken :wink: !
-
Ich erinnere nochmal an den Anfang der Diskussion:
Bei gemessen flat war die Anlage nicht so schön zum Background hören, wenn man gas gab, klang es sehr gut, war aber dann laut.
Also, gutklingend zu bauen, habich keine Probleme. Ich wollte nur den Frequenzgang etwas abändern, damit die Musik gut hörbar, aber nicht störend ist.