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Diese DUMPER kotzen mich an

  • DJ Detto
  • 18. Juli 2006 um 00:51
  • DJ Detto
    Profi
    Beiträge
    2.178
    • 18. Juli 2006 um 00:51
    • #1

    Tach zusammen,

    also mich kotzen diese „DUMPER“-Schreier hier (und nicht nur hier) an.

    Ich erlebe das des öfteren in meiner „anderen“ Tätigkeit als Unternehmensbetreuer. Da heißt es dann:
    Tja der Konkurrent XY der hat es ja gut, der muß keine Miete zahlen, das „Gebäude“ hat er ja geerbt.....usw. usw. OH das Produkt XY ist im EK teurer geworden, ich muß meine Preise erhöhen........

    Ausschlaggebend war dieser Thread mit den Kommentaren von einigen Leuten.

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?p=445246

    So um es nun einfürallemal klarzustellen – Die Definition von Dumping

    Laut Dr. Pia Weiß vom Institut für Wirtschaftspolitik an der Universität zu Köln
    (fand ich im Netz und sehr treffend)

    „Dumping liegt immer dann vor, wenn ein Unternehmen für seine Waren oder Dienstleistungen einen geringeren Preis vom Kunden fordert, als seine Herstellungs- oder Beschaffungskosten zu buche schlagen“.
    Soweit erst einmal nicht schlecht. Man achte aber einmal genau auf den PLURAL von WAREN oder DIENSTLEISTUNGEN.

    Das würde bedeuten, dass das Unternehmen IMMER „Geld drauf legen würde“.

    Dieses steht aber ganz klar im Widerspruch zu (wieder Dr. Weiß):

    „Nach einer lang gehegten Weißheit der Ökonomen streben Unternehmen nach Gewinn. Da aber Unternehmen keine Gewinne erzielen können, wenn sie ihre Güter oder Dienstleistungen zu einem niedrigeren Preis als die entsprechenden Herstellungs- oder Beschaffungskosten offerieren würde das Phänomen des Dumping jeglicher Realitätsnähe entbehren.“
    Soweit erst einmal dazu. Anders ausgedrückt heißt das, für alle nicht BWLer oder begriffstutzigen „Chefs“:

    Wenn Ihr als Unternehmen keine Gewinne ausweißt, fragt das Finanzamt wovon Ihr lebt und nach ein paar Jahren werdet Ihr dicht gemacht, weil es eine Hobbyfinanzierung ist. – PUNKT

    Also fassen wir zusammen:

    1. Unternehmen wollen/müssen Gewinne erwirtschaften.
    2. Wenn ich ALLE meine Waren / Dienstleistungen unter Herstellungs- oder Beschaffungskosten offerieren erwirtschafte ich keinen Gewinn. Dann bin ich zwar ein DUMPER – aber schneller wieder weg als ich gekommen bin.
    3. Unternehmen müssen expandieren. Stagnation ist ein Schritt zurück. Und zum expandieren benötigt man Kapital – das erwirtschaftet werden muß.

    So ein kurzer Ausflug in meine Vergangenheit – damit einiges klarer wird:

    Ich habe vor etwa 15 Jahren mit einer kleinen mobilen Disco angefangen.
    Das Zeug stand zuerst in meinem Keller 2 Selbstbautops und 2 Selbstbausubs sowie sowie 2 Hifi Verstärker und und und

    Ich bin mit etwa 2/3 des „üblichen“ Marktpreises (was auch immer das sein soll und wer den festgelegt hat) in den Markt „eingedrungen“ – das nennt man wirklich so. War ich ein Dumper??? Aus der Sicht der „alteingesessenen großen „JA
    Aus meiner Sicht – ganz klar NEIN!!!

    NUR 1 Beispiel:
    Die großen hatten ein LAGER welches Kosten verursacht. Dies Kosten hatte ich nicht und mußte diese auch nicht erwirtschaften (= mir vom Kunden bezahlen lassen) Ich konnte einfach kostengünstiger wirtschaften – mehr nicht.

    Heute habe ich 3 komplette mob. Disco Anlagen mit „ordentlichem“ Material und einiges an Ersatz im Lager liegen, welches nicht gerade klein ist. Heute habe ich einen ganz anderen Kostenapparat zu bewältigen. Wenn nun ein „neuer“ in den Markt mit einem „Kampfpreis“ eindringt – BITTE. Ich habe Ihm 15 Jahre zufriedene Kunden voraus. Bitte nicht falsch verstehen, ich habe den Kollegen genau im Blick, nur schrei ich nicht gleich DUMPER!!!!

    Allen DUMPER – Schreiern gebe ich hier mal 2 unentgeltliche Denkanstöße:

    1. Trennt euch mal von der herkömmlichen „Aufschlagskalkulation“ und versucht mal die
    “Target Costing Kalkulation“.

    Diese stellt die Kalkulation auf den Kopf.

    Marktpreis
    - Gewinn
    = Zielkosten maximal

    Zielkostenverwaltung
    Materialkosten
    + Fertigungskosten
    +Verwaltungskosten
    +Vertriebskosten
    = Zielkosten

    Sind die Zielkosten der Zielkostenverwaltung zu hoch muß jeder Bereich kritisch durchforstet werden um Kosten zu minimieren.

    oder


    2. Führt die mehrstufige Deckungsbeitragsrechnung ein

    Die Ausführung würde hier zu lang sein, nur soviel DB 1 ist Marktpreis minus direkt zurechenbare variable Kosten.

    Dabei kann man dann entdecken, das die angesprochene „Jaqueline“ zwar nicht unbedingt einen pos. DB 1 erwirtschaftet, aber doch ein pfiffiges Werbeinstrument sein kann (Türöffner Angebot).

    Genausogut sind Ansätze wie „das Gerät muss nach 50 Einsätzen bezahlt sein“ völlig Realitätsfremd.

    Bsp.
    Abnutzung eines AMP

    Kaufpreis 2.000 Euro
    Einsätze innerhalb 2 Jahre 200
    Verkaufspreis (sagen wir mal bei Ebay) 200 Euro
    Neupreis eines AMPS in 2 Jahren 1.800 Euro

    So sind
    Kaufpreis-VK Preis = 1.800 Euro in 200 Jobs = 9 Euro
    PLUS die Wiederbeschaffung von 1.800 Euro = 9 Euro

    Somit ergeben sich für diesen AMP Kosten von 18 Euro pro Einsatz.
    Natürlich kann man auch noch die Kapitalbindung usw. mit einrechnen aber ich gehe immer vom KIS Ansatz aus (Keep it simple). D.h. dieser eine AMP muß 18 Euro pro Job bringen oder länger als 200 Jobs halten und keine weiteren Kosten verursachen.

    Für mich als mob DJ habe ich eine ganz eigenständige Kalkulation aufgebaut, die sich in den Jahren bewährt hat.

    Ich überlege aber noch ob ich diese hier veröffentlichen soll.

    Nur soviel
    Alle Fixkosten werden in einer „Art Divisionskalkulation“ auf die geplanten Auftritte umgerechnet. Ferner werden ein Investitionsplan, ein Werbeplan (zu neudeutsch Marketing) und Personalkosten mit eingerechnet.
    Das ganze setzt aber eines voraus: Eine präzise Zieldefinition des Unternehmens. Das soll heißen, ich mache mir genaue Gedanken, wo stehe ich am Ende des letzten Geschäftsjahres und wo will ich am Ende dieses Jahres stehen. UND gerade DAS ist für mich eine ganz wichtige MANAGEMENTAUFGABE!!! Das definieren von realistischen Zielen.

    Mit dieser Art der Kalkulation (1 Produkt Unternehmen) bin ich bis jetzt sehr gut gefahren.

    Abschließend nach dieser längeren Ausführung (die ich eigentlich um diese Uhrzeit gar nicht mehr schreiben wollte – mich aber mal wieder sehr über DUMPER SCHREIER aufgeregt habe) noch eins:

    Wenn ich als DJ in einen Laden / an einen bestimmten Job kommen will – und sei es auch Marketinggründen – dann gehe ich da auch mal für LAU rein und bin deswegen KEIN DUMPER.

    und falls jemand mal ausgiebig mit mir diskutieren will ich komm gerne auf einen Kaffee vorbei.


    Gute Nacht

    DJ Detto

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

  • Schrumpeln
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    • 18. Juli 2006 um 08:59
    • #2

    Deine Definition von Dumping ist schon ganz richtig, aber verstehe ich dein Preisbeispiel von dem Amp nicht.

    Du hat einen Vestärker gekauft und zahlst 2000 Euro. Dann musst du mir dem Ve3rlei dieses Verstärkers genau die 2000 Euro wieder hereinwirtschaftren aber nicht noch das Folgegerät.

    Also wir hier an unserem Lehrstuhl sehen das bei der Investitionsrechnung so.

    Man unterscheidet dabei nach Vermögensstreben oder nach Entnahmestreben. Bei Vermögensstreben ist es so dass der Vermögensentwert maximiert wird, beim Entnahmestreben wird der Gewinn entnommen so dass der Vermögensentwert gleich null ist.

    danach ist der der Vermögensentwert nach z.B. 5 Jahren (hier mit Vermögensstreben):
    V5 = - Kaufpreis * (1+i)^5 + Einnahmen Jahr 1 * (1 + i )^4 + + Einnahmen Jahr 2 * (1 + i )^3 + + Einnahmen Jahr 3 * (1 + i )^2 + + Einnahmen Jahr 4 * (1 + i )^1 + + Einnahmen Jahr 5 + Wiederverkaufspreis

    Wobei i der Kalkulatorische Zins ist den man erreichen will, bzw den das Geld erwirtschaften könnte wenn es am Kapitalmarkt angelegt ist.

  • ADMIN
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    • 18. Juli 2006 um 09:56
    • #3
    Zitat von "Schrumpeln"

    Du hat einen Vestärker gekauft und zahlst 2000 Euro. Dann musst du mir dem Ve3rlei dieses Verstärkers genau die 2000 Euro wieder hereinwirtschaftren aber nicht noch das Folgegerät.

    Genau, das Folgegerät erwirtschaftet ja selbst wieder (wenn nicht, sollte man es nicht kaufen...)

    Dagegen fehlen eine ganze Reihe anderer Kosten.

    Als kleine Anregung: http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=47837

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • tamaris-pa / mts
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    • 19. Juli 2006 um 14:43
    • #4

    Mir geht es auch auf den Sack.

    Bestes Beispiel:
    Party 200 Mann,
    VA: ja wir können dir 150€ zahlen. MwSt. zahlen wir aber keine
    Me: ok, und was hättet ihr gerne?
    VA: ja so 4 MH´s, 2 doppel 18er +, Tops, DJ Technik + Bediehnung
    Me: Macht dann 400€ + MwSt.
    VA: legt einfach auf

  • mringhoff
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    • 19. Juli 2006 um 15:55
    • #5
    Zitat von "DJ Detto"

    also mich kotzen diese „DUMPER“-Schreier hier (und nicht nur hier) an.

    Ich muss mal hinterfragen: Was stört Dich jetzt mehr, daß Leute den Begriff falsch verwenden oder daß sich jemand aufregt, daß ein Konkurrent extrem günstig ist?

    ersteres würde mir nämlich egal sein. Der Begriff Dumping hat sich im umgangssprachlichen Gebrauch einfach so festgesetzt. Da gibts in der deutschen Sprache sicherlich noch ganz andere Beispiele...

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  • raumklang
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    • 19. Juli 2006 um 16:39
    • #6
    Zitat von "DJ Detto"


    Sind die Zielkosten der Zielkostenverwaltung zu hoch muß jeder Bereich kritisch durchforstet werden um Kosten zu minimieren.

    Zusammengefasst: Kauf DUP, Bähringer und Ömnitrönic - oder wie soll ich das verstehen?

  • m_und_l
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    • 19. Juli 2006 um 16:40
    • #7

    Hallo,
    das, wie ihr es nennt, "dumping" von kleinen und besonders neu gegründeten Firmen ist doch eigentlich verständlich.
    Die "neuen" firmen haben doch gar keine andere Möglichkeit, denn sie müssen ja schließlich an kunden kommen. Da aber der Ruf und das vertrauen für die neu gegründete firma noch nicht da ist muss man ja irgentwie agumentieren.
    Das machen die Firmen dann halt über den preis. Das ist meiner meinung nach auch föllig ok, denn deine Stammkunden werden dir erhalten bleiben, weil sie einfach das vertrauen in deine firma haben. Bei neuen kunden muss man dann eben auch zu (zu) gunstigen Preisen anbieten damit man den kunden bekommt.

    Gruß Mario

    Music&LightVT
    http://www.mlvt.de
    info@music-and-light.com

  • DJ Detto
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    • 19. Juli 2006 um 21:24
    • #8

    ui ui ui

    also mal schön der Reihe nach:
    @ Schrumpel
    Mein Ansatz ist nicht der Weißheit letzter Schluß. Es gibt viele Ansätze in der BWL. Es ist nur ein Gedankenansatz, der sich in der Praxis durchgesetzt hat, aber:
    Was mich am meisten stört, ist das JEDER irgendwelche Begriffe benutzt. Also ganz anders als in der Naturwissenschaft wo F immer die Kraft ist, egal ob Physik oder E-Tech.

    DEINE BERECHNUNG kenne ich auch so - auch ne Möglichkeit.

    ADMIN & ALL
    Natürlich gibt es noch Dutzende anderer Kosten – siehe einfach die Konten Deiner BWA, das waren auch nur Beispiele.

    ABER - Wir nehmen mal folgendes an:
    Der Amp kostet 2.000 und die 200 Jobs sind in einem Jahr durch (hurra) und danach muß der AMP weg
    Die Bank zahlt mir 3% Zinsen für mein Geld

    1. Frage: Warum gehe ich arbeiten? Um Geld zu verdienen
    Ich könnte mein Geld auf die Bank bringen, im Liegestuhl die 36 Grad heute genießen (scheiß Tauwetter für Dicke!! – ich weiß wovon ich rede) und hätte nach 1 Jahr 2.060 Euro
    1. Schlußfolgerung: Am Ende von Jahr 1 muß mehr rauskommen als 2.060 Euro!!

    Wenn ich also nur die 9 Euro Verschleiß rechne und den Wiederverkaufskurs von 200 Euro hätte ich nach 1 Jahr arbeiten genau wieder 2.000 Euro. Da kann ich das Geld doch besser auf die Bank bringen- oder?
    Ich muß ja mehr erwirtschaften und Werte schaffen zum Investieren, damit mein Betriebsvermögen sich mehrt. Auch ein gefährlicher Ansatz: Gutes Material so lange zu benutzen bis es auseinanderfällt, denn bilanztechnisch ist das Zeug nichts mehr Wert und wenn ich dann externe Finanzmittel haben will, steh ich blöd da.

    GANZ wichtig: Das Modell wird man in der heutigen Zeit fast nie realisieren können. Da der Markt das nicht hergibt. Es geht aber auch nur um einen grundsätzlichen Ansatz.

    mringhoff
    Nein, mir gehen die Typen auf den Sack, die JEDEN der einen besseren Preis macht einen DUMPER schimpfen. Meistens (so meine persönliche Einschätzung) würfeln die selben Leute bei einigen Angeboten, bzw. haben erhebliche Lücken in der BWL. Mir geht ersteres auch am Popo vorbei.

    Meine Jobs sind ordentlich kalkuliert und ich verdiene was dran.
    Wenn ich aus „strategischen“ Gründen etwas machen will, dann mach ich das. UND wenn ich mal für Nöppes auflege!! Habe ich auch schon gemacht – dafür gab es ne fette Radiowerbung UND Folgeaufträge!!

    @ Raumklang

    Nein völlig falsch.

    Zuerst darf ich hier Thorsten Rühle (dessen Jaqueline hier den Anstoß zu gab) zitieren:

    „.....jedoch sollte man nicht die Augen davor verschließen, dass viele 2. Liga Produkte inzwischen dem 1. Liga Equipment in nicht mehr vielen Bereichen nachteilig gegenüberstehen.
    Denn welcher Kunde!! hört schön einen Unterschied zwischen einer d&b Q1 und einer JBL VRX??? Klar gibt es auch anwendungsspeziefische Unterschiede bei den beiden Systemen, jedoch ist der Preis einfach ein ganz anderer.“
    ZITAT ENDE

    Das sehe ich genauso. Dem Kunden (abgesehen von einigen TOP BANDS oder High End Kunden) ist es egal was da hängt. Was ist denn Wichtig, bei einer sagen wir mal Jahreshauptversammlung einer AG??
    Es soll sehr gut klingen, jeder im Saal soll alles verstehen, es soll nicht pfiepen usw. Die Beamer sollen nicht ausfallen die Bilder sollen klar sein usw........ABER welches System da hängt??? Weiß eien PR Mitarbeiterin denn was ein Q1 oder VRX ist??? Ich denke NEIN.

    Ich muß mir genau – nein – GANZ GENAU überlegen, in welcher LIGA ich spielen will und mein MAT (und das Unternehmen) genau dem Markt anpassen und nicht meinem Geschmack oder persönlichem Erguß.

    Dazu ein paar Beispiele:
    Wie beschrieben arbeite ich an 2 Fronten
    1. mobile Disco und
    2. Unternehmensbetreuer

    zu 1. Ich habe folgenden Entschluß gefaßt: ALLES was nicht 10 mal im JAHR gebraucht wird, wird gemietet. So habe ich mein Truss verkauft, habe mir KEINE Scanner oder MH´s gekauft. Mit dem ganzen Geraffel wie Kabel Cases und Ersatzlampen. Habe alle alten Boxen vertickt. usw.

    Ich habe jetzt ein „schlankes Unternehmen“

    Die Vorteile: Die alten Peavyboxen wurden durch SK212 ersetzt. Für MEINE Kunden reicht eine SK 212 vollkommen aus (für mich erst recht). NUR wenn ich eine VA mit 150 Pax habe, dann brauche ich jetzt keinen zweiten Mann zum aufbauen, da ich die Dinger zur NOT alleine auf die doppel 18er heben kann. -> Personal eingespart. UND für meine Kunden klingen die Teile toll (bitte jetzt keine Diskussion darüber). Die Qualität reicht für meinen MARKT aus!!

    Wenn ich Wackellampen brauche, dann rufe ich einen guten Kollegen an (Man kann nämlich wunderbar zusammenarbeiten = Synergieeffekt) und miete die mir da. Der Posten geht 1:1 durch nur eine kleine „Bearbeitungspauschale“ kommt drauf. ER freut sich ich freu mich.
    Ferner haben wir uns auf KME eingeschossen. Für unsere Kunden (und für mich) guter Sound und ich finde ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der entscheidende Vorteil: Wir sind untereinander kompatibel und wenn der eine mal eben 8 18er braucht mietet er sie sich zusammen.

    Weitere Vorteile, effektivere Lagerhaltung, ich konnte einen Teil untervermieten geringe Kapitalbindung usw.


    zu 2. Unternehmensbetreuer
    Ich hatte einen Kunden jung dynamisch und chronisch in Geldmangel.
    Als erstes haben wir mal den IST Zustand anhand der BWA aufgenommen und einige Planzahlentabellen erarbeitet. Dabei stellte sich raus, das der Knabe eine Handyrechnung von 250 bis 300 Euro (es lebe SMS) im Monat hatte.
    ER ging davon aus, das er den gleichen Betrag als Umsatz dafür haben muß (Halleluja). Ich habe Ihm dann anhand der Tabellen gezeigt, das er für 250 Euro bei 10% Umsatzrendite mal eben 2.500 Euro Umsatz fahren muß (ganz grob ausgedrückt).
    Nicht umsonst heißt es ja: Der Einkauf ist der halbe Gewinn!!
    Was haben wir gemacht: Den Tarif gewechselt, mit 100 frei SMS usw. Er liegt jetzt bei etwa 75 bis 80 Euro im Monat, die dem Umsatz angemessen sind. Er hat also rund 150 bis 200 Euro gespart, was einem Umsatz von 1.500 bis 2.000 Euro entsprächen würde.

    Was ich damit sagen will ist, das es bedeutend besser (effizienter) ist Geld einzusparen als Umsatz zu steigern. Und um auf diese Bähringer Kritik zurückzukommen, JA wenn es sich um eine LOW Budget Verleih Anlage handelt (oder eine kleine Mob Disco) – NEIN wenn Du damit TOP 40 Bands abmischen willst. Eben dem Markt angepaßt. Mit nem DCX2496 bin ich besser als meine Mitbewerber und kann klanglich auf den VA´s noch was rausholen, was wiederum zu zufriedene Kunden führt.

    @M&L
    Da gebe ich Dir recht. JEDES Unternehmen hat seine Stärken und Schwächen. Ein kleines junges Unternehmen hat wie beschrieben eher geringe Lagerfläche also kleine Kosten ABER eher wenig Referenzen. Wenn ich es also versäume mein Unternehmen am Markt zu etablieren und keine „vernünftigen Stammkunden“ mir erarbeite, dann kommt halt die natürliche Auslese des Marktes zum tragen – das ist dann halt Pech!!

    @ALL
    Nur dann auf den effizienteren Einzuprügeln und IHM als DUMPER zu beschimpfen, das ist das was mir auf den Nerv geht. Nachdem ich neulich ein Seminar besucht habe, habe ich jetzt sogar eine (einfache) Angebotsanalyse erstellt und weiß am Ende des Jahres, warum wir wieviel Jobs nicht bekommen haben. DAS ist aktives Unternehmertum.
    Früher hielt ich das nicht für nötig, da Umsatz und Auftragslage immer sehr gut aussahen, aber wenn ich jetzt nach 6 Monaten sehe, wieviel Jobs ich nicht bekommen habe uiuiuiuiuiuiuiuiiuiuiuiuiuiuiui. WAS man daraus ableitet bleibt wieder jedem selbst überlassen.

    Wer damit überfordert ist, sollte sich prof. Hilfe holen, denn nur allzuoft ist man auch mal Unternehmensblind. Völlig falsch ist es, die Hilfe erst dann zu holen, wenn die Karre im Dreck ist. ABER NICHT EINFACH AUF DIE ANDEREN SCHIMPFEN UND SIE ALS DUMPER TITULIEREN!!


    Abschließend noch einWort : HANIEL ein Duisburger Unternehmen feierte kürzlich seinen 250. Geburtstag. Wenn man sich das malk genauer angehört hat was die hohen Herren da von sich gegeben haben, so kann man folgendes festhalten: HANIEL hat sich immer dem MARKT angepasst und seine Produkte dem geänderten MARKT angepasst. Deshalb wurde es auch 250 Jahre alt!! Das müssen wir erst mal schaffen.

    Gruß

    Detto

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

  • mringhoff
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    • 20. Juli 2006 um 13:51
    • #9

    Nun, wir führen ja irgendwie zwei Diskussionen. Einmal versuchen wir hier, betriebswirtschaftlich einen passenden Vermietpreis zu ermitteln und zweitens geht es um die ewige Dumper-Diskussion.

    Zu ersterem:
    Da man ja im Vorhinein nie genau weiß, wieoft ein Gerät im Jahr on Tour ist, kann man ja die Jobs nur hypothetisch annehmen/schätzen. Denn die Häufigkeit hängt ja auch wiederum zum Teil mit dem Mietpreis zusammen. Ist es zu teuer, werden die Jobs weniger und anderstrum (zwar nicht direktproportional aber trendmässig auf alle Fälle).
    Geht man also von 50 Einsätzen p.a. aus, dann wird der Mietpreis höher. Bei 100 Einsätzen niedriger. Niedrigere Mietpreise - häufigere Buchungen. Je nach Philosophie und weiteren Kalkulationen rund um die variablen Kosten, Fixkosten sind dann die Mietpreise mal höher mal niedriger. Der Weisheit letzter Schluss ist das also nicht immer.
    Was liegt also näher, sich einfach den Nachbargegebenheiten - sprich den Mietpreisen der Kollegen anzupassen, sofern sie in oben errechneter Bandbreite liegen. Daran wird man ja schliesslich u.a. verglichen. Schlimm wird es nur, wenn jeder meint, er müsse günstiger sein, um viele Aufträge zu erhalten. Hier ist es natürlich immer wichtig, die oben genannte Kalkulation im Auge zu behalten und bei Überschreiten der Grenze nach unten die Preisspielchen nicht mitzumachen (und warten, bis die Konkurrenz Konkurs anmeldet :-).

    Zu zweiteren (der Dumperdiskussion):
    Nennen wir sie mal Billiganbieter, um nicht wieder in Begriffdiskussionen zu enden.
    Der Markt wird umkämpft und das ist ja gut so. Das beste Preis-Leistungsverhältnis wird sich durchsetzen. Nun, es gibt Firmen mit Chinaware und Schülertechnikern, die werden wohl billig sein und ihren Markt dort suchen, wo die Qualitätsanbieter gar nicht hin wollen. Soweit sogut. Probleme gibt es nur, wenn auch die gute Leistung kaum noch etwas kostet, wenn gutes Equipment zu Chinawarenpartypreisen rausgeht. Das Problem haben dann aber beide Seiten: Der Anbieter kann sich das auf Dauer nicht leisten. Oft ist das ein Zeichen von Liquiditätsproblemen größerer Companies. Ein unreflektiertes Handeln, Torschlusspanik statt Kalkulation, taktische Überlegungen oder Strategien überwiegt und führt zu abstrusen Aussagen wie "jeder Job muss gemacht werden, koste was es wolle" oder "die Ware muss aus dem Lager sonst verdient es nichts".

    Solche Anbieter stören auf Dauer das Martkpreisverhältnis. Wenn dieser Anbieter dann Konkurs angemeldet hat, hinterlässt er eventuell ein Preisniveau, an das sich andere Dienstleister sich anpassen mussten.

    Man darf also auch mal ruhig auf die Billiganbieter schimpfen, wenn man das Preis-Leistungsverhältnis im Auge behält.

    Kleines Beispiel: Mich erreichte wie so öfters eine Rundmail einer DJ-Agentur:
    DJ-Job für X.X.2006 in Rosenheim zu vergeben. (südlich von München)
    Veranstaltung: Hochzeit
    Dauer: ca. 5 Stunden
    PA: mitbringen
    Gage: 200,- inkl Steuer

    Macht also rund 170,- netto MIT (!) Anlage.

    Ohne jetzt mal hinter die Kalkulationshintergründe zu blicken, es wird einfach ein Marktpreis nach unten gedrückt. Da darf sich doch mal ärgern oder?

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  • manuela
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    • 20. Juli 2006 um 18:58
    • #10

    Bislang vermisse ich noch den Umrechnungsfaktor "kommt sehr auf den Kunde an". Besagte Hochzeit kann sein: 30 Leute im engen Kreise ( = kleine Gartenparty) o.a. 250 Leute und Tanzfläche. Da hilft nur eine Nachfrage, und erstere darf gern für 200,- raus..
    Dafür kriegt man ja auch mal so edle Sachen wie Night Club Events (wo ne flasche Pomery etwa die Gage vom DJ verdient, sprich unter 100,- je angefangene Std. macht da niemand was und alle finden das völlig OK 8) ) somit kann man ruhigen Gewissens auchmal ein par $ runtergehn wenns nur die 25 Gäste einer Hochzeit sind usw., = Ermessensspielraum.
    Statistisch gesehn muß die Summe aller Aktionen geteil durch die Anzahl der geleisteten Stunden einen erträglichen Verdienst ausweisen, dann ist die Welt auch in Ordnung. Ob das jemand ganz oder teilweise für Dumping hält ist mir vollständig wurst dabei.

    liebe Grüße
    Manuela

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • prodigy
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    • 20. Juli 2006 um 19:31
    • #11

    was du da sagst manuela ist aber preisdiskriminierung übelster sorte, man kann nicht auf der einen veranstaltung 10€ pro stunde und auf der anderen dann dafür 100€ die stunde berechnen für den selben dienst, und dann sagen weil das eine halt was günstiger war ist das andere mal halt was teurer, gut kleine preisunterschiede gehen ja, aber nicht so extreme, würde mal gern wissen wer sowas mit sich machen lässt, zumal ich eh nicht glaub das nen dj der in inclubs auflegt auch auf gartenpartys auflegen würde, das ist echt ziemlich an der realität vorbei

  • Micromann
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    • 20. Juli 2006 um 20:14
    • #12

    ich finde man sollte eigentlich versuchen ein preisniveau zu halten kleinere schwankungen sind dabei imho im rahmen,

    allerdings gibt es auch veranstaltungen die wenn man die normalen Preise nimmt einfach nicht stattfinden können. Das Paradebeispiel ist dabei finde ich Wutzrock. Umsonst und draußen ist deren Motto. Es finanziert sich vor allem aus den Getränkeverkäufen. Die Bands spielen größten Teils umsonst, bzw. für einen Bruchteil ihrer eigentlichen Gagen. Anders wäre ein solches Festival nicht bezahlbar.


    Man kann nicht nicht kommunizieren :D

  • mringhoff
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    • 20. Juli 2006 um 20:40
    • #13
    Zitat von "Manuela"

    30 Leute im engen Kreise ( = kleine Gartenparty) o.a. 250 Leute und Tanzfläche. Da hilft nur eine Nachfrage, und erstere darf gern für 200,- raus..

    Klar, kleine Jobs = wenig Anlage, größere Sachen = mehr Aufwand. Aber ob bei einer Hochzeit 30 oder 80 Leute sind, die Anlage ist jetzt mal die gleiche und wenn ich gleich lang auflege, dann kostet es auch dasselbe. Ich kann doch nichts dafür, daß eine Gesellschaft mal größer oder kleiner ist. Die DJ-Gage (ohne Anlage) richtet sich in erster Linie nach meiner Leistung. Wenn jetzt weniger zuhören als üblich, soll das ja nicht das Problem des DJs sein...

    Beim Taxi ist das ja auch dasselbe. Ob eine Person oder vier - die Fahrt kostet immer gleich. Oder macht ein Verleiher vielleicht einen Unterschied wieviele Leute in seinen Movinghead schauen?

    (und wohlgemerkt, es sind nicht 200,- sondern 170,- netto - das ist das was zählt...)

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  • manuela
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    • 21. Juli 2006 um 08:08
    • #14

    wie so oft verstehn wir uns nicht auf Anhieb :wink:

    Hier redet ja auch niemand über "überbezahlte Jobs", oder würdet ihr es auch ablehnen fürs doppelte oder mehr zu arbeiten wenn die Möglichkeit dazu besteht?
    Sowas ist gewiß regional sehr verschieden, hier im Frankfurter Raum gibts richtige Goldgruben, und die sogar als Stammkunden (zB gutsituierte Leute, Adel usw., und Dienstleistungsfirmen für Männer..). Es war schon immer so daß es auch Menschen gibt die es für standesgemäß halten mehr auszugeben als eigentlich nötig. Und diesen zum Dank kann man ja einen Teil der Gelder verwenden um damit kleine Sachen zu stützen die sonst garnicht stattfinden dürften aus Kostengründen. So meinte ich das.
    Ich finds eben klasse wenn 2 Studenten heiraten und für 200,- ihren Hochzeitstanz antreten können, im Beisein von 25 Gästen. Das geht ! Und die beiden werden es nie vergessen und wenn Gott es will entsteht daraus später mal ein fetter Auftrag, oder zumindest ein guter Ruf in deren Umfeld. Ähnliche Vorkommnisse gibts noch im kirchlichen Bereich und auf Benefizveranstaltungen sowie innerhalb von vitamin B, da holt man auch gern mal die Sonderpreistabelle raus oder spielt sogar für lau auf.
    Es muß nur ein "gesunder Ausgleich" dasein, und ich widerspreche dem Argument man kann nicht ein und dieselbe Sache einmal billig und einmal teuer machen. Man kann sogar "sau-teuer" machen, und die Kunden finden es völlig OK, weil sie Kunden sind die bei einem günstigen Angebot weglaufen würden da sie Billig nicht wollen.
    Ich hab jedenfalls kein schlechtes Gewissen dabei, meinen Schicky-Micky-Kunden Hoch-Preise zu berechnen nach denen ja nichtmal gefragt wird beim Buchen.
    Auf dem Lande sieht das gewiß anders aus, da kriegt man eben keine Teuerjobs und kann sich folglich auch nicht leisten, mal eine kleine Heirat für 200 Euros tanzen zu lassen. Ich steh ganz klar ein für Individualpreisgestaltung, und die geht von Lau bis Wow.

    liebe Grüße
    Manuela

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • falcocgn
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    • 21. Juli 2006 um 09:06
    • #15

    Richtig Manuela, ich stehe voll zu Deiner Meinung.

    In der Betriebswirtschaft nennt sich das "Preisdifferenzierung". Es ist in der BWL ein anerkannter Standard, die Preise nach Regionen, saisonal und natürlich nach Kundengruppen zu differenzieren. Das geschieht beim Benzin und auch bei der Kugel Eis.

    So kann sich der Kunde Hochzeitsgesellschaft über einen normalen Tagessatz aufregen, auf einer Industrieveranstaltung lachen dich die Kunden aus, weil der übliche Tagessatz aus deren Sicht "billig" ist. Ein großer Teil der Preisfindung spielt sich somit, unter Berücksichtigung der Kosten, im Bereich des Bauches und Gefühls ab. Manchmal ist Pokern gefragt, um dem Kunden das Gefühl zu geben, daß er dich noch ein wenig runterhandeln kann (auf den nomralen Satz).

    Grüße,
    Falco

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • mringhoff
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    • 22. Juli 2006 um 10:32
    • #16

    Diese Preisdifferenzierung macht Sinn und wird sicher von jeden in irgendeiner Form angewendet.
    Nur sollte man das nicht übertreiben. Vor allem nicht innerhalb den Kundengruppen. Eine Hochzeit für 200,- die andere für 600,- - wenn sich das rumspricht, wird derjenige mit dem regulärem Preis nicht mehr gut auf einem zu sprechen sein - auch wenn der DJ super war.
    Und man darf nicht vergessen, die Kunden (oder deren Bekannte) mit dem Niedrigpreis kommen gerne wieder und sagen "bitte so wie beim letzten Mal". Bis man sich versieht, ist man da in seiner selbst erzeugten Preisabwärtsspirale, aus der man nur schlecht wieder herauskommt.
    Der "gute Ruf" reduziert sich dabei wesentlich auf den Preis!

    Auf Industriejobs volle Tagessätze, auf Privatfeiern günstigere - das ist ja im gewissen Rahmen o.k. Man kann da ja auch mit teurerem und hochwertigerem Equipment argumentieren etc. Aber ein zu extremer Unterschied ist nicht nur gefährlich für den "guten Ruf", sondern empfinden Kunden auch als ungerecht. Gute Dienstleistung kostet halt einen gewissen Preis - mit einer gewissen Flexibilität.

    Wer sein Terminkalender voll hat, dem ist das realtiv egal, ob das Studentenpäärchen für 170,- EUR netto heiraten will. Wer Qualität bietet und gefragt ist, macht das einfach nicht zu diesem Preis und überlässt diesen Job gerne den Newbies. Man hat ja schliesslich einen Gewerbetrieb und ist keine Sozialeinrichtung.


    Aus dieser "Dumper-Diskussion" erkenne ich folgende Argumente für Billigpreise:

    - Eindringen in bestimmte Märkte
    - Sonderangebot für mitleidserregende Kundenklientels
    - Gesamtkalkulation auf "Masse" (Menge) statt Qualität
    - "Ware muss raus"-Denken - koste es was es wolle
    - hoffen auf (höherwertige) Folgeaufträge

    ...wer es also so sieht, warum nicht - mit den Folgen hat dann jeder selbst zu kämpfen.

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    • 23. Juli 2006 um 20:36
    • #17

    Möchte das mal aus der Sicht eines (gewerblichen) Hobbykistenschubsers darstellen:

    Es gibt manche Veranstaltungen, wo der Kunde (meistens Vereine) einfach nicht mehr als einen gewissen Betrag zu zahlen bereit ist. Entweder Du machst es dann für die Kohle oder du bleibst daheim.

    Leute, die gerade erst angefangen haben, nehmen solche Jobs dann meist an, das ist denen lieber, als daheim vorm Telefon zu sitzen und auf Aufträge zu warten. Vor allem hat man bei solchen (ich nenne es mal so) "Partysound"-Geschichten anfangs noch nicht die Erfahrung im Bezug auf die passende Musikauswahl und die technischen Anforderungen. Mit steigender Qualität der Dienstleistung steigt dann auch der Preis, was aber dem Stammkunden dann noch schwer klarzumachen ist, warum er nach 5 Jahren für die gleiche Dienstleistung plötzlich das Doppelte bezahlen muß.

    Deshalb lasse ich persönlich mittlerweile (nach 5 Jahren Geschäftsbetrieb) von solchen Jobs die Finger.

    Was mich natürlich dann interessiert ist, wie ein Kunde dieses Problem, nachdem ihm mein Angebot (ich bin hier ehrlich gesagt auch nicht der Teuerste) zu hoch erschien, dann gelöst hat. Was der Mitbewerber dann da auffährt, bereitet mir dann oft graue Haare.

    Es scheint schlichtweg so, daß manche Veranstalter von Sicherheit schlichtweg nix wissen wollen, sobald es was kostet. Und das fängt schon mit ein paar Euro für Kabelmatten an. Beim "Billigkonkurrent" liegen die Strippen dann halt so herum. Auf Anfrage hörst Du dann nur "Was soll denn da passieren?".

    Wenn der VA nicht bereit ist, meine Dienstleistung unter Einhaltung der entsprechenden Sicherheitsvorschriften und zum entsprechenden Preis in Anspruch zu nehmen, dann lass ichs.

    Mein Hauptklientel besteht mittlerweile aus Privatleuten, die wissen Deine Arbeit eher zu schätzen, bezahlen direkt und diskutieren auch nicht um jeden Euro. Wenn die eine klasse Party hatten und zufrieden sind, darf es auch ruhig mal etwas mehr kosten.

    FOH = Holz vor der Hütte!

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    • 26. Juli 2006 um 00:55
    • #18

    Der interessantere Teil der Diskussion wurde nach "Veranstaltungssicherheit" verschoben.

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

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