Hat mit dem Gerät hier schon jemand live-Erfahrung?
Digital-Compressor C-300 von TC-electronics
-
-
:shock:
Über 120 mal aufgerufen und keiner weiß was? Wo sind die Profs?? -
wenn du geschrieben hättest:
wer hat Liveerfahrung mit T.C. C300 Digi-Kompressor
dann wären es vermutlich weniger clicks gewesen... :wink:ich kenn das gerät jedenfalls nicht.
-
Hallo, habe den C300 schon öfter im einsatz gehabt. Meistens auf Vocals und Sprache. Mit den entsprechenden Multiband-Presets ist der Compressor so gut wie nicth wahrnehmbar, arbeitet sehr unauffällig auch bei großer GR.
Verglichen hab ich mit dem Drawmer DL241.
Die Gates im TC hab ich noch nicht richtig ausprobieren können. Arbeiten aber knackfrei. -
Beim Kollegen gehört - und von weitem so überrascht gewesen, dass ich tatsächlich zum FOH geschlichen bin, um zu gucken: "was hattn der da auf der Stimme?". Sowas ist lange nicht mehr vorgekommen.
Siehe da: Foh (ausser c300) nur vom billigsten, Bäh und Quadraverb(würg) und Stimmen: selten so was "irgendwie teures, glattes" live auf einem Stadtfest gehört-
Funktionioniert gut - bändigt die Stimmen auf sehr vornehme Weise und sehr konsequent .
Für "Profis" nervig: es gibt keine klassischen Parameter, sondern man dreht an Knöpfen, von denen man nicht wirklich weiß, was sie tun.
Damaliger Straßenpreis von 250,- war mir aber doch zuviel - aber nu für 200... Doch ein Experiment wert.
Grüße
B. -
Hi,
da der Preis mal richtig im Keller ist interessiert mich mal ob
jetzt schon mehr Leute das Teil in den Fingern gehabt haben.Grüße und Danke Michael
-
Hab mir gerade (auch wegen des günstigen Preises) ein drittes Teil gekauft. Wir benutzen es für die Lead-Vocals und auch für Acc.-Git. und Bass. Auch für Bassdrum hab ich es schonmal im Gate-Modus ausprobiert: Hat im Gegensatz zum Drawmer keinen "Klicks". Kann aber daran liegen, dass man eben Presets verwendet und somit keinen Einfluss auf die Attak-Zeit (= super schnell) hat. Ist aber egal, da die Presets m.E. ok sind.
Fazit: Leicht und intuitiv zu bedienen, tut was es soll, arbeitet unauffällig und "klingt" vor allem für die Vocals prima (ok. zugegeben - hab keinen 1:1 Vergleich mit bss o.ä.).
Kaufempfehlung: bei dem Preis beim T => zuschlagen!Dürfte aber nicht riderfest sein ;-).
Ich hoffe, dass Dir das schonmal geholfen hat.
Grüsse vom Niederrhein
stb
-
Jo schon mal vielen Dank.
bin mal gespannt und werde mal den 1:1 Vergleich zu nem 166 Xl machen ..
mal sehen was rauskommt ....
Grüße Michael
-
@ hausmeister:
würde mich auch sehr interessieren was du im vergleich zu dem dbx rausbekommst.
-
Hi,
also ich hab mal ihn jetzt Live mal in den Fingern.
Es ist richtig das er schön unauffällig arbeitet aber ich hatte auch das Gefühl das er dementsprechend net so gut und viel arbeitet ...
Eher so wie .. hm...da tut sich net so ganz viel ..
Was mit negativ aufgefallen ist des es entweder Comp oder Gate gibt .
Auf der Kick z.B. ist das natürlich dann nicht so ganz dolle .. da bräuchte mann schon beides .. bin mal am überlegen ob ich mir mal einen bestelle und nochmal im Studio checke. Live is eh immer a weng hektisch ...
das Teil Kostet ja wirklich nix mehr.Grüße Michael
-
was als erstes auffällt, ist dass dank multiband-kompression die transienten in grösserer zahl überleben, ganz im gegensatz zb zum 266er etwa. für stimme und a-gitarre gefällt das teil mir bislang sehr gut.
gate UND compressor geht natürlich auch, da muss man halt die ganze höheneinheit opfern.
-
Zitat
Es ist richtig das er schön unauffällig arbeitet aber ich hatte auch das Gefühl das er dementsprechend net so gut und viel arbeitet ...
Eher so wie .. hm...da tut sich net so ganz viel ..Tja, das ist eben ein Multiband-Kompressor. Der ist für nichts anderes Entwickelt als dezente (Summen-) Kompression - wenn gleich die Möglichkeiten bei gesteigerter Parametrik gigantisch sind.
Ich hatte mal den TripleC, offenbar ist der C300 eine Neuauflage mit weniger Parametrik.
Richtig Sinn hat so ein Gerät bei sehr kritischen Signalen (z.B. Stimmen), da kommt ja auch mal ein BSS 901 zum Einsatz.
Als Effekt-Kompressor gerade im R&R-Bereich eignen sich herkömmliche (analoge Breitband-) Geräte oft besser. -
Hallo.
Ich besitze ebenfalls einen C-300 und werde mir wohl auch noch einen weiteren zulegen. Leider habe ich den einen den ich schon habe noch für 189 € gekauft und ärger mich jetzt schwarz das der Preis so extrem gefallen ist (gibts da wohl nen nachfolger?)
Zum Gerät selber kann ich sagen das mir persönlich bisher nichts großartig negatives aufgefallen ist, ausser das er bei zu wenig threshold manchmal anfängt zu knacksen.
Habe ihn bisher für Sprache, (male)Gesang und Saxophon benutzt und war immer zufrieden. Von leicht bishin zu konstant platt Komprimiert ist alles drin mit der Kiste - auch ohne einstellbare Attak und Realease Zeiten.
Und im vergleich zu dbx Geräten klingt er irgendwie luftiger...also kaufen kaufen kaufen

MfG Sascha
-
Zitat von "Christopher Hafer"
Ich hatte mal den TripleC, offenbar ist der C300 eine Neuauflage mit weniger Parametrik.
Richtig Sinn hat so ein Gerät bei sehr kritischen Signalen (z.B. Stimmen), da kommt ja auch mal ein BSS 901 zum Einsatz.
Ich hab auch zwei Triple-C, die ich nicht mehr hergeben würde (optimal bei Sprachübertragung, Gesang ... dto. bei Summenkompression auf Krawallveranstaltungen). Wenn die C-300 vergleichbares leisten: Sinnvolles Tool.Zitat von "Christopher Hafer"Als Effekt-Kompressor gerade im R&R-Bereich eignen sich herkömmliche (analoge Breitband-) Geräte oft besser.
Liegt sicher auch an alten Gewohnheiten (d.h. Bedienung und die "liebgewonnenen" Standardeinstellungen bei Gesang etc.). :wink: -
einige der "liebgewonnenen Standardeinstellungen" wurden aber tatsächlich aus erfahrungswerten geboren, die äusserst praktisch sind und so gut wie immer funktionieren.
dummerweise kann man die bei digitalpulten aber vergessen, denn da reagiert jeder typ anders. -
Zitat
Liegt sicher auch an alten Gewohnheiten (d.h. Bedienung und die "liebgewonnenen" Standardeinstellungen bei Gesang etc.).
Nein, das liegt nicht an Gewohnheiten sondern an der Natur solcher Geräte.
Ein Multiband ist mit einem Single-Band-Comp nicht einfach vergleichbar.
MB ist ein mächtiges Tool, das intensivere Beschäftigung erfordert als "mal eben" ein 166er.
Man kann sich zwar auf die Presets von TripleC oder C300 verlassen, dies ist aber oft eher suboptimal.
Genau wie ein BSS 901 "Dynamic Equalizer" (ein Mulitband Comp/Expander bzw. Compander), an dem nur oberflächlich rum geschraubt wird, weil man eigentlich nur einen Kompressor braucht. Das ginge mit einem 160 wesentlich schneller - ohne die Chance einer Fehlbedienung.
Wenn also jetzt C300 zum China-Preis den Markt erobern, dann ist ein wenig Reflexion über den Sinn/die Möglichkeiten solcher Geräte durchaus angebracht. -
Zitat von "Christopher Hafer"
Ein Multiband ist mit einem Single-Band-Comp nicht einfach vergleichbar.
MB ist ein mächtiges Tool, das intensivere Beschäftigung erfordert als "mal eben" ein 166er.
Man kann den Triple-C ja auch auf Singleband schalten ... allerdings arbeite ich lieber mit der Multibandkompression.Zitat von "Christopher Hafer"Man kann sich zwar auf die Presets von TripleC oder C300 verlassen, dies ist aber oft eher suboptimal.
... darum arbeite ich auch für Mucke und Sprachbeschallung mit eigens dafür erstellten Presets (... mit DAT-Aufnahmen von Veranstaltungen optimiert ...). -
Zitat von "Christopher Hafer"
Genau wie ein BSS 901 "Dynamic Equalizer" (ein Mulitband Comp/Expander bzw. Compander), an dem nur oberflächlich rum geschraubt wird, weil man eigentlich nur einen Kompressor braucht. Das ginge mit einem 160 wesentlich schneller - ohne die Chance einer Fehlbedienung.Hm, ich benutze seit 1992 4 Stück BSS 901, die schon damals die Anwort auf eine lange von mir gesuchte Applikation waren und die mir so ans Herz gewachsen sind, dass ich sie mir jetzt ins Digitalzeitalter hinüber gerettet habe. Dabe habe ich sie in dieser ganzen Zeit immer und sehr erfolgreich für Solisten ( Gesang, Bläser, Gitarren ) benutzt entweder im Input oder in einer Background oder Bläsergruppe und nie im Master. Ich fand sie von Anfang an selbsterklärend und speziell für Bläsersätze schlicht die Waffe und würde nie auf die Idee kommen statt dessen einen 160 zu nehmen.
Aus dem gleichen Grund habe ich jetzt die Compressoren des 944, die wie eine Sparversion eines 901 Filters arbeiten, ebenfalls in meine Digitalanbindung übernommen, da wir da leider noch nicht so weit sind, VST-Plugins komfortabel integrieren und vor allem bedienen zu können.
-
Zitat von "Christopher Hafer"
Wenn also jetzt C300 zum China-Preis den Markt erobern, dann ist ein wenig Reflexion über den Sinn/die Möglichkeiten solcher Geräte durchaus angebracht.Dazu 100% Zustimmung, wenn ich so an die "Berührungsängste" mancher Kollegen mit dieser Kompressorengattung denke :wink:
-
Zitat
Ich fand sie von Anfang an selbsterklärend und speziell für Bläsersätze schlicht die Waffe und würde nie auf die Idee kommen statt dessen einen 160 zu nehmen.
Selbsterkärend - naja, das ist schon relativ
Selbst mit abendfüllender Erfahrung zum Thema MB-Dynamics fand ich ihn zumindest etwas "tricky".
Ein 160er ersetzt natürlich keinen 901er wenn man seine Funktionsvielfalt wirklich auskostet. Aber ohne intensiveres "Studium" ist dies kaum möglich. -