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  4. Selbstbau und Reparatur Lautsprecher und Boxen

Betrieb von Bässen außerhalb des xmax

  • mr.minz
  • 18. August 2006 um 17:29
  • mr.minz
    Beiträge
    323
    • 18. August 2006 um 17:29
    • #1

    Mal eine generelle Frage zu der xmax Angabe von Bässen, in wie weit sollte der xmax (nicht xmech) Bereich bei der Planung von Subwoofern berücksichtigt werden?
    Wer nämich mal mit Win ISD ein paar übliche Chassis simuliert wird schnell feststellen, dass bei der einhaltung des xmax Bereichs meißt nicht mal die hälfte der für den Lautsprecher angegebenen Leistung anliegt.
    Beispiel Kappa 15LF. Sehr oft lese ich hier von Amps über 600Watt, die auf den Kappa losgelassen werden, gibt es da mit der Zeit keine Probleme mit der Haltbarkeit des Chassis oder wie genau ist die xmax "Grenze" anzusehen??

    Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann.

  • tamaris-pa / mts
    Verifiziert
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    3
    • 18. August 2006 um 18:16
    • #2

    Theorie und Praxis sind eben nicht immer gleich. Und auf WinISD kann man sich eh nicht 100Prozentig verlassen.

  • mr.minz
    Beiträge
    323
    • 18. August 2006 um 19:09
    • #3

    habe ich das also richtig verstanden, dass man in der Praxis eher auf xmax pfeift und sich auf die Unterschreitung von xmech beschränkt?!

    Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann.

  • WSD
    Beiträge
    176
    • 18. August 2006 um 19:33
    • #4

    Auf jeden Fall sollte man auch bedenken, das die Steife der Einspannung über den Weg nicht nicht konstant ist, bzw. die Rückstellkraft gegen xmech nicht linear zunimmt. (insbesondere Simulationen betreffend).

    Manche Hersteller geben einen Hub bei einem bestimmten Klirrfaktor an.
    I.d.R. nimmt der Klirrfaktor mit dem Hub zu.
    Innerhalb des "x-max" weniger, da hier das Magnetfeld relativ gleichbleibend
    über den Weg ist.

  • mr.minz
    Beiträge
    323
    • 18. August 2006 um 19:44
    • #5

    dann kann man den xmax als einen Bereich ansehen indem der TT am besten funktioniert(Klangtechnisch und evtl auch Winkungsgradmäßig). Es ist aber also ohne weiteres möglich den xmax zu überschreiten ohne dass man damit den TT sofort überdurchschnittlich schaden würde? ?

    xmax = grüner Bereich für den TT
    xmech = nach dem roten Bereich des TT , ist das so richtig?

    Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann.

  • SRAM
    Profi
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    5.548
    • 18. August 2006 um 19:58
    • #6
    Zitat

    xmax = grüner Bereich für den TT
    xmech = nach dem roten Bereich des TT , ist das so richtig?

    Ja, und dazwischen (um im Bilde zu bleiben) der gelbe Bereich: leiert Klebestellen, Sicke und Spider zunehmend schneller aus und klingt nicht so dolle (zunehmend wumpsiger, manche mögen das ja).

    Meist liegen dazwischen so um die 3 dB, ist also nicht die Welt. Deswegen lohnt es sich meist nicht, sein Material unnötig zu verschleißen.

    Gruß SRAM

    I watched a snail crawl along the edge of a straight razor. That's my
    dream. That's my nightmare. Crawling, slithering, along the edge of a
    straight razor, and surviving.

  • AlphaC
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    104
    Beiträge
    1.095
    • 18. August 2006 um 20:17
    • #7

    Was WinISD angeht: Das Programm berücksichtigt bei der Simulation nicht die Powercompression und auch nicht die mit zunehmender Auslenkung zunehmende Spannkraft der heute üblichen Doppelzentrierung der Hochleistungschassis. Wenn da also bei einer Leistung X laut WinISD der lineare X-max erreicht wird, kann man i.d.R. davon ausgehen, dass man gut 3dB drauf legen kann (Leistung X*2) bis der lineare X-max knapp wird.

    Dass in Deinem Beispiel der Xmax schon bei geringer Leistung erreicht wird zeugt entweder von a) einem mittelmäßigen Treiber (unausgewogene Parameter) oder b) einer fehlabgestimmten Box!

  • mr.minz
    Beiträge
    323
    • 18. August 2006 um 20:27
    • #8

    ok ich denke ich habe das soweit verstanden. Meine Simulation bezog sich auf einen Delta 12 LF in 80 Liter BR und 45Hz tuning und auf nen Kappa 15 LF in a 150 Liter BR bei ca 42 Hz tuning. Beim Delta wird laut WinISD schon bei rund 100 Watt der xmax erreicht und beim Kappa bei knapp 200Watt (in einem bestimmten Frequenzbereich natürlich) Denke dass da schon noch etwas "luft nach oben" ist, oder was meint ihr?

    Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann.

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 19. August 2006 um 13:29
    • #9

    Moin,

    Zitat von "Mr.Minz"

    xmax = grüner Bereich für den TT
    xmech = nach dem roten Bereich des TT , ist das so richtig?

    Zitat von "SRAM"

    Ja, und dazwischen (um im Bilde zu bleiben) der gelbe Bereich: leiert Klebestellen, Sicke und Spider zunehmend schneller aus und klingt nicht so dolle (zunehmend wumpsiger, manche mögen das ja).

    Meist liegen dazwischen so um die 3 dB, ist also nicht die Welt. Deswegen lohnt es sich meist nicht, sein Material unnötig zu verschleißen.

    Kurz, knapp und richtig, vor allem die Geschichte mit den 3 dB. Allerdings ist es eher die Regel im Beschallungsbereich die Bässe zu überfahren, zumal der ansteigende Klirrfaktor natürlich viel zum Lautheitseindruck beiträgt. Je nach Chassis, Konstruktion und Musik passt das zum Geschmack des Zuhörers, oder auch nicht...

    In jedem Fall die fertige Konstruktion überprüfen, ein kleiner weißer Farbtropfen und helles Licht, Stöpsel in die Ohren... Versuch macht kluch...
    Die von Forenmitgliedern für mich angefertigten Simulationen zum Hub waren nie korrekt, wobei SRAM beim CB18 nur in einem kleinen Detail danebenlag, die Geschichte mit der Spulentemperatur werden wir demnächst mal aufarbeiten, ich habe einen Meßaufbau zur Ermittlung der Spulentemperatur, aber bisher keine Zeit.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • vondralbra
    Beiträge
    207
    • 21. August 2006 um 13:00
    • #10
    Zitat von "Hörnli"

    ...habe einen Meßaufbau zur Ermittlung der Spulentemperatur, aber bisher keine Zeit.

    Gruß

    Servus,

    das wäre auch für mich sehr interessant zu wissen, mit welchen Chassis bzw. in welchem Boxentyp wird der Versuch denn steigen?

    Wie sieht der Versuchsaufbau aus? Vielleicht kann man ja mal andere Chassis / Boxenarten gegenmessen und damit Vergleiche anstellen. Bin mal gespannt ob Rg wirklich über Re+3 Ohm hinausgeht.

    SG

    Armin

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 21. August 2006 um 14:17
    • #11

    Moin,

    die Schwingspule wird mit Sinus beheizt, und dann mittels Schalter auf ein Multimeter geschaltet. Aus dem Re kalt, dem Re warm, und dem Spulenmaterial(konstante) lässt sich die mittlere Spulen- Temperatur errechnen. Damit die Spulenenden, die ja schlechter gekühlt werden, nicht abrauchen heize ich mit Frequenzen, bei denen das Chassis X- max erreicht. Bei einer Verdopplung des Re war ich schon, die Zeitkonstanten sind spannend. Spannend wirds dann sicher auch mit realem Musikmaterial. Den Knall erwarte ich allerdings beim Vergleich CB/BR. Kein Hub, keine Kühlung, kein Gewinn durch Hubminderung....Versuchsobjekt ist, wer hätte das gedacht, der CB18.

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • vondralbra
    Beiträge
    207
    • 21. August 2006 um 15:33
    • #12

    Mein lieber Scholli! Da bin ich mal gespannt :o

    Die Verdopplung von Re hast Du wie erreicht, bei einem 4 Ohm oder 8 Ohm Chassis? Das wären ja über 400° der Spulen... :shock:

  • unknown_artist
    Beiträge
    2.849
    • 21. August 2006 um 21:00
    • #13
    Zitat von "Hörnli"

    Moin,

    die Schwingspule wird mit Sinus beheizt, und dann mittels Schalter auf ein Multimeter geschaltet.


    Man beachte das Wort SINUS...na wie hoch ist der Crestfaktor? :o

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • tufkains
    Beiträge
    1.342
    • 21. August 2006 um 21:28
    • #14

    ----

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (25. September 2008 um 22:41)

  • unknown_artist
    Beiträge
    2.849
    • 21. August 2006 um 21:38
    • #15

    ich hoffe es ist angekommen das die frage rhetorisch gewesen ist :lol:
    Es ging mir darum zu zeigen das die Erwärmung in der Praxis sooo drastisch nicht ist....

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • tufkains
    Beiträge
    1.342
    • 21. August 2006 um 21:57
    • #16

    ----

    Einmal editiert, zuletzt von tufkains (25. September 2008 um 22:40)

  • mr.minz
    Beiträge
    323
    • 21. August 2006 um 22:07
    • #17

    :?::?: So, ich bin raus :?::?:

    :wink:

    Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann.

  • raumklang
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    1
    Beiträge
    403
    • 21. August 2006 um 22:29
    • #18
    Zitat von "Inspiron"


    Selbst bei totkomprimiertem Musikmaterial (10db Crest) liegt die effektive Leistung bei 80W.
    Üblicherweise hat man bei Konservenmusik zumindest 16db (20W), bzw. 20db (8W)

    Wo gibts denn bei aktueller Konserve noch mehr als 3 - maximal 6dB Crest?

    Bei einigen extrem hochwertigen Jazz- und Klassikproduktionen gibts vielleicht nochmal 10-20dB, Pop und Rock bzw. allgemeiner Chartmüll dürften tatsächlich nicht mehr als 6dB bieten :(

  • Hörnli
    Beiträge
    1.880
    • 22. August 2006 um 04:18
    • #19

    Moin,

    Der Gleichstromwiderstand einer Kupferschwingspule verdoppelt sich durch Erwärmung. Berechne die Temperaturerhöhung!

    @ unbekannter schwätzer: damit auch Du das ausrechnen kannst: Der Meßstrom hat 0 dB Crest
    @ Inspiron: das stimmt bei beidem, Country UND Western...
    @ Vondralbra: Einer von uns beiden rechnet falsch, aber warten wir doch was uns vorgerechnet wird.

    @ Mr.Minz: BRs haben das Problem, daß der Resonator der schwingenden Membrane nur im Bereich der Abstimmfrequenz Energie entzieht. Im musikalisch wichtigen Frequenzbereich darüber wird X- max gerade bei Musikwiedergabe früh überschritten. Das wird hier im Forum stoisch ignoriert.
    AlphaC gibt gute Hinweise zu den beschränkten Simulationsmöglichkeiten. Der von SRAM für den CB18 mit kalter Schwingspule simulierte Hub entspricht den praktisch meßbaren Werten. Seine Werte bei heißer Schwingspule haben sich als falsch herausgestellt. Alle anderen im Forum veröffentlichten Hubsimulationen wurden nie überprüft. Auch Hubsimulationen unter Berücksichtigung des Strahlungswiderstandes waren stets widersprüchlich. So bleibt es beim Meinungswissen, das man auch als Geschwätz bezeichnen könnte....

    So ist es bisher niemandem gelungen den Schalldruck eines CB18 aus dem gemessenen Hub zu berechnen. Sollte einfach sein, ist es aber offensichtlich nicht. Selbst diplomierte Physiker in Schallkrankenhäusern fordern Messungen des absoluten SPL.

    Berechne den Schalldruck eines 18"ers in geschlossenem Gehäuse bei 70 Hz und 26mm Hub Peak to Peak im Halbraum für 10 Meter Distanz!

    Gruß

    Lebe wohl, Michael Ebners Universum

  • vondralbra
    Beiträge
    207
    • 22. August 2006 um 07:41
    • #20
    Zitat von "Hörnli"


    @ Vondralbra: Einer von uns beiden rechnet falsch, aber warten wir doch was uns vorgerechnet wird.

    Uuups sorry, war nicht gerechnet, das war (schlecht) geschätzt :?

    Einigen wir uns auf 276° bei Kupferschwingspulen bis es zu einer Verdoppelung von Re kommt wenn.

    Rg = Re (6) * (1+ 0,0039*(276°-20))

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