Bitte vergesst den Begriff "geistiges Eigentum" und ersetzt ihn durch "geleistete Arbeit durch Anwendung von allgemeinbekannter Wissenschaft". Es tut mir leid, dass dieser Begriff offensichtlich dumm gewählt war.
Wie auch immer man das Produkt dieser geistigen Arbeit bezeichen will, es ändert nichts an der Tatsache, dass diese Arbeit geleistet wurde.
Ist z.B. die Arbeit eines Statikers, der meine neue Treppe berechnet, nichts wert? Auch er wendet nur altbekannte Wissenschaft an. Soll ich nur den Schreiner bezahlen, der sie mir einbaut? Warum sollte es bei einen Lautsprecherentwickler anders sein?
Das ist der Punkt über den man nachdenken sollte.
Ein Entwickler muss offensichtlich gute Arbeit geleistet haben - sonst würde niemand auf die Idee kommen ihn kopieren zu wollen. Ist das nichts wert?
Auch wenn das Design eines Horn- oder Was-auch-immer-für-einen-Lautsprecher nicht rechtlich geschützt ist und nichts wirklich Neues ist, ändert das nichts an der Tatsache, dass hier jemand Zeit und wahrscheinlich auch Geld investiert hat um etwas zu schaffen.
Ich für meinen Teil schätze diese Arbeit - egal, ob man sie als innovativ oder nicht bezeichen will.
Egal wie einfach es auch sein mag, ich kann diese Arbeit nicht leisten, dafür fehlt mir die Erfahrung. Daher bezahle ich jemand anderen dafür, diese Arbeit für mich zu leisten. Der Anteil am Gesamtpreis des Produktes mag vielleicht gering sein aber diese Leute leben davon.
Aus diesen Grund habe ich kein Verständnis für das Kopieren von was auch immer - auch wenn das Orginal trivial sein mag.
Zum Autovergleich:
Natürlich wird ein Autokäufer froh sein, wenn er ein billiges Auto mit kopierten FSI-Motor aus Asien bekommt. Der wegen Umsatzrückgang entlassene VAG-Mitarbeiter wird dass allerdings etwas anders sehen.
Edith sagt:
Wir drehen uns wirklich im Kreis. Es gibt genug worüber wir nachdenken können. Falls weiter Diskussionsbedarf besteht, sollten wir das in einen eigenen Thread tun.