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Aufnahme in einer Kirche ! ?? wo hin mit den mic´s ???

  • Ubgi
  • 31. Januar 2003 um 15:11
  • Ubgi
    Beiträge
    28
    • 31. Januar 2003 um 15:11
    • #1

    Hallo und guten tag euch allen, :P

    ämm ich werde in absehbarer zeit einen (nachwuchs) Gitarrensolisten in einer winzig kleinen aba schönen einschiffingen Kirche aufnehmen.
    die Git.is ne richtig gute macht nen wunderschönen sauberen satten Klang.

    die aufnamen dient nur der leistungs und entwiklungsdokomentation, aba dennoch möche ich des soooo gut wie möglich machen und bin nu am überlegen wie und wo ich die mic´s platziere. zur verfügung stehen mir
    6 x c1000s, und ein Instrumenten mic für den Korpus auserdem noch 2 großflächen Kondensator mic´s.

    wo in welchen abständen zum instrument würdet ihr die Git. abnehmen ???

    ich bedanke mit :P:P denn allerbesten Grüßen im vorraus der Ubgi **

  • Tobias
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    • 31. Januar 2003 um 17:38
    • #2

    um den besten Abstand rauszufinden, hilft nur hinhören, das kann man nicht so pauschal sagen...
    Es kommt immer drauf an, wie gut (und lang) der Raum klingt.

    Als Ausgangsposition würde ich mit ORTF anfangen, aber einen größeren Versatzwinkel nehmen (ca. 70°), weil sonst der Aufnahmewinkel zu groß ist und der Guitarrero nachher zu sehr in der Mitte "klebt".
    kleinmembranmiks wären für stereofonie zwar besser, aber nimm liber die großmembranen statt der c1000. 2 Stück reichen auch voll und ganz :)

    Stell die Mikros ungefähr ins erste Viertel des Zuschauerraums und hör hin, obs klingt.
    Tendenziell würde ich eher etwas trockener aufnehmen als zu viel Raum, da läßt sich später einfacher was retten.

    Gibts Publikum in der Kirche? Dann solltest du dir ein gutes Hochstativ besorgen und die Mics möglichst hoch hängen (2,50m - 3m)

    Die Wahrscheinlichkeit des Geschehens steht im umgekehrten Verhältnis zum Wunsch. (Murphy)

  • Ubgi
    Beiträge
    28
    • 31. Januar 2003 um 17:58
    • #3

    danke erst mal!
    :)
    nee puplikum is da zum glück keines und ich hab die gaanze nacht zeit !


    und nur die zwei mic´s ?? ich hatte mich nu schon uf ne 6 bis 8 spur aufnahme eingestellt was meinst du dazu ??? :wink:

  • Tobias
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    • 31. Januar 2003 um 18:16
    • #4

    Bitte nochmal langsam zum Mitdenken:

    So wie ich das verstanden habe, willst du einen (in Worten: EINEN) Gitarristen aufnehmen, und es soll auch keine 7.1 Surround-Aufnahme werden.
    Ist das so korrekt?

    Dann wäre es grober Unfug, mehr als 2 Mikros zu nehmen, höchstwahrscheinlich würde der Sound dadurch sogar schlechter

    Stützmikros brauchst du nur bei großen Klangkörpern, um einzelne (schwächere oder perkussive) Instrumentengruppen gezielt zu stützen. Die müssen dann extra delayed, EQed und ganz exakt ins Klangbild integriert werden
    Aber eine E-Seite mußt du definitv nicht stützen :)

    In gut klingenden Kirchen habe ich auch schon Chöre mit 80-100 Leuten mit nur einem Stereopärchen aufgenommen, das ist überhaupt kein Problem (wenn der Chor "in sich" gut klingt).

    Also mach dir nicht so viel arbeit. 2 Mikros, 2 gute Preamps und direkt auf DAT.
    Nutze die gesparte Zeit lieber dazu, die beste Mikroposition zu finden

    Die Wahrscheinlichkeit des Geschehens steht im umgekehrten Verhältnis zum Wunsch. (Murphy)

  • Ubgi
    Beiträge
    28
    • 31. Januar 2003 um 18:35
    • #5

    Hm, recht hat er wenn ich´s mir so überlege hatt er schon recht !

    wozu"? ich dachte um ein guten raumklang mit zubekommen ! dachte mir soo mir dann die besst kliengenden spuren auf MD zuziehen und gut !
    ab inn den rechenr und die CD kommt. 8)

    aba wenn du denkst das das ni nötig ist dann kann ich mir des schon schencken ! ich bedanke mich bei dir und hoffe noch einiges mehr von dir zuerfahren!

    ich hab noch nicht soo viele gute aufnahmen gemacht immer nur soo la li fari live mitschnitte uf MD. mit dat kann ich mich ni soo richtig anfreunden woo sind den da die vorteile zur MD ??? warum is die dat immer noch soo weit verbreitet und beliebt ???

    sorry wenn ich dich hier mit meinen Fragen so traktiere aba ich hab des Forum gestern erst gefundern und nu müsssen die ganzen fragern einfach raus ! :lol:

  • Tobias
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    878
    • 31. Januar 2003 um 21:09
    • #6
    Zitat von "Ubgi"


    sorry wenn ich dich hier mit meinen Fragen so traktiere aba ich hab des Forum gestern erst gefundern und nu müsssen die ganzen fragern einfach raus ! :lol:


    kein problem, dafür ist das Forum ja da!
    es ist zur abwechslung auch ganz angenehm, wenn nicht nur Fragen zu t.amp, behringer & CO. kommen und sich auch noch jemand mit "richtigem handwerk" beschäftigt...

    allerdings würde ich dich bitten, hier etwas "deutlicher" zu tippen, als Ruhrpott-Muttersprachler hab ich einige Schwierigkeiten, deine Postings beim 1. Lesen direkt zu verstehen.
    Klar, Tippfehler und ein gewisser Net-Slang ist ganz normal, aber dein Dialekt ist schon ziemlich gewöhnungsbedürftig...
    nix für ungut, aber anders als in einigen anderen Foren hat sich hier zum Glück eine hochdeutsche "Aussprache" eingebürgert.


    DAT ist gegenüber der MD immer auch heute noch das "amtlichere" Medium, weil es nicht mit Datenreduzierung (ATRAC) arbeitet.
    Die Signalinformation, die du schon bei der Aufnahme wegschneidest, ist nunmal unwiederbringlich verloren, das fertige Produkt kann auch nicht besser sein, als die Ausgangsmaterialien.
    Aber da muß man auch die verschiedenen Ansprüche miteinbeziehen, für Dokumentationszwecke ist MD sicherlich OK
    Dazu kommt, das die AD-Wandler in einem 19"-Studio-DAT auch einiges hochwertiger sein dürften, als in einem Consumer-MD-Recorder... (Dynamik etc.)


    Wenn ich Konzerte aufnehme, läuft als Backup immer ein MD mit, falls der DAT mal aussteigen sollte. Ist zum Glück noch nie passiert, aber zur Not könnte man auch mit dem Material noch eine CD zusammenbasteln.

    Die Wahrscheinlichkeit des Geschehens steht im umgekehrten Verhältnis zum Wunsch. (Murphy)

  • gberg
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    29
    • 1. Februar 2003 um 16:04
    • #7

    Du könntest auch folgendes probieren: Ein Großmembranmic auf das Schalloch, ein Kleinmembranmic auf den Hals. Nachteil: Du bist sehr nah dran und hast wenig Raum auf der Aufnahme. Dafür würde sich ein etwas weiter weg (2-5m??? ausprobieren - hängt sehr von der vorhandenen Akusti und vom gewünschten Sound ab) aufgestelltes Stereo-Mic-Päärchen lohnen, zart dazugemischt.

  • Ubgi
    Beiträge
    28
    • 1. Februar 2003 um 17:10
    • #8
    Zitat

    Du könntest auch folgendes probieren: Ein Großmembranmic auf das Schalloch, ein Kleinmembranmic auf den Hals.

    Hm ja, aba was ist mit den griff geräuschen ???? der gute wird ein Bach preludium spielen , also mit vielen großen und kleinen griff sprüngen . große dynamik !

    wenn ich da soo nah dran bin bekomme ich die geräusche voll mit und der klang wird nich soo toll sein oder ???

    auserdem brauche ich den raumklang -----> Bach in einer Kirche stelle ich mit recht gut vor ! ?! :D

    ? kann ich den raum ( kirche) mit nur zwei mic´s abnehmen ??? hat das sinn ??? oder sollten das doch mehr sein vielleicht och weiter weg vom spieler ?? so empore oder soo ??
    bedanke mich schon im vorraus für die guten tips und anregungen ! :lol:

    der ubgi

  • Fux
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    • 8. Februar 2003 um 22:19
    • #9

    Hallo,

    Die Gefahr in einer Kirche zu wenig Raum draufzubekommen ist wesentlich geringer, als die daß du nur noch Gehalle und Echhos hörst und überhaupt nix mehr definiertes. Und außerdem kannst du das ja direkt mit einem vernünftigen Kopfhörer beim Soundchek kontrollieren.
    Wenns dann am Ende doch zu wenig Hall war kann man eher noch "Nachverhallen" (ja jetzt werden mich einige erschlagen, wenn ich mit dem "künstlichen Hall" ankomme) jedoch nacher weniger Hall machen geht leider nicht mehr ;)

    Viele Grüße,
    Fux

  • Ubgi
    Beiträge
    28
    • 9. Februar 2003 um 17:11
    • #10

    tag euch allen :lol:

    also hab mir eure empfelungen gut durchgelesen und werde versuchen die tip´s so umzusetzen vor allem das mit mic vor´s griffbrett und vor´s schallloch ! erscheit mir sehr realistisch und praktisch . vielleicht noch ein mic über den spieler und gut !


    danke euch allen wenn ich des denn geschaft hab werde ich berichten wie es gelaufen ist ! mit tausent dank für die anregungen auch für die die da noch kommen werden 8)

    peace der Ubgi

  • nubui
    Beiträge
    74
    • 11. Februar 2003 um 02:21
    • #11

    halt halt halt ... nach dem datum des letzten posts zu schliessen ist es wohl schon zu spät .. aber mikro direkt aufs Schalloch is nich so super.

    Gitarren werden so vom sound her seeeehr wummig (150-250Hz massiv überbetont), besonders, wenn das Mikro sehr nah dran ist (so 15-30cm).

    Der Trick ist neben das Schalloch zu zielen, z.B. auf das Griffbrett in den Bereich in die Mitte zwischen Schalloch und Kante der Gitarre (da wo der Hals an den Korpus anschließt) - und den Gitarristen dazu verdonnern nicht zu wild rumzuhampeln beim Spielen :)

    Was bei mir mal ganz gut funktioniert hat, war 2 Kleinmembran-Kondensatoren, eins auf die besagte Stelle und eins auf das Griffbrett, ungefähr in der Mitte zwischen Kopf und Korpus, so kann ich die Saitengeräusche später nach Belieben dazumischen. Dabei die 3:1-Regel nicht Vergessen (die Mikros müssen mindestens 3x soweit voneinander entfernt sein, wie sie von der Schallquelle entfernt sind, wegen Phasenproblemen)

    Was dabei rausgekommen ist:

    http://www.topfloorproductions.de/referenz/joelang2.mp3 (Gitarre mit Plektrum geschlagen - wohl eher nicht Bach :))

    http://www.topfloorproductions.de/referenz/joelang1.mp3 (Gitarre gezupft, relativ harter sound wegen Konzertgitarre mit Stahlsaiten, aber gibt wohl nen Eindruck)

    Trotzdem mußte ich hinterher noch mit EQ etwas im Bereich zw. 180 und 220Hz absenken, weil immer noch zu wummerig.

    Ciao,
    Chris

    PS: was natürlich immer gilt: dein Ohr hat recht! Also ausprobieren, es gibt unzählig viele Möglichkeiten eine akustische Gitarre aufzunehmen.

    PPS: http://www.studiobuddy.com ist ne gute kleine Datenbank für recording-Einsteiger, hat mir am Anfang ganz gut geholfen. Steht auch was über akustische Gitarre drin. Gibts aber nur auf englisch.

    --
    "talking about music is like dancing about architecture" - FZ

  • nubui
    Beiträge
    74
    • 11. Februar 2003 um 02:30
    • #12

    noch paar generelle Regeln (aus Studiobuddy), die ich mir beim Aufnehmen von akustischer Gitarre gerne zu Herzen nehme:

    1: Kondensatormikros klingen für aktustische Gitarre fast immer besser als dynamische

    2: Neue Saiten klingen für Aufnahmen immer besser als alte

    3: dünne Saiten klingen "heller" als dicke

    4: Der Aufnahmesound hat sehr viel mit der Dynamik des Spielers zu tun

    5: Auf die Knie! Gehe mit deinem Ohr da hin wo Du die Mikrofone plazieren möchtest, während die Gitarre gespielt wird. So kannst Du am einfachsten die "Sweet Spots" finden

    6: ein Kompressor zur Nachbearbeitung ist bei Gitarren meistens vorteilhaft. Aber Vorsicht mit dem Hall der Kirche.. Hallfahnen werden durch Kompression gerne verstärkt, also bietet sich das fast nur bei naher Mikrofonie im Studio an, wo nicht viel Hall auf der Originalaufnahme ist

    --
    "talking about music is like dancing about architecture" - FZ

  • WolfgangK
    Profi
    Beiträge
    531
    • 19. Februar 2003 um 11:36
    • #13

    Hallo!

    Ich habe mir gerade die Antworten durchgelesen und fand, dass der Hinweis auf das Tontechnik-Form fehlt: http://f11.parsimony.net/forum16949/index.htm

    Ansonsten noch vielleicht der Hinweis, dass jeder Mensch unterschiedliche Hörmechanismen hat. Die Richtung (LR) wird mittels Intensitäten und Laufzeiten wahrgenommen, Entfernung (VH) mittels Delays (Early Reflections) und Höhenabfall, Vorne/Hinten durch die Frequenzbeeinflussung unserer Ohrmuscheln, Raumgröße durch Delays (Early Reflections), Nachhallzeit, ...

    Jede dieser Hörmechanismen kann über entsprechende Mikrofonierung und Lautsprecherpositionierung unterstützt werden, wobei diese jeweils wieder bestimmte Eigenschaften haben. So empfiehlt sich z.B. die Mikrofonierung nach Intensitäten für monokompatible Aufnahmen, die man auch bedenkenlos über das Radio schicken kann. Bei Laufzeitaufnahmen könnte es da Probleme geben, muss aber nicht - einfach mal Mono anhören! Je nach Verwendungszweck der Aufnahme wird man also bereits ein passendes Mikrofonverfahren aussuchen.

    Viele Grüße
    Wolfgang

    Ton: Neuman KM18x, Yamaha DM7, LAB-Gruppen IPX/PLM+, Kling&Freitag CA1215, Line212, SWx15E, ...

    Licht: GrandMA 3 compact, GLP X4, ...

  • Paddy
    Beiträge
    103
    • 28. Februar 2003 um 23:02
    • #14

    Wenn schon so viele Mikros am Start sind würde ich mal probieren, zwei Mics recht nah zur Gitarre und das auf zwei Spuren, und dann noch zwei Mics weiter weg (ruhig so 3-5m und mehr) auf zwei Spuren. Diese kann man dann nach belieben zum Direktsignal dazumischen, oder auch nicht.

    Oder so viele Mikropäärchen wie möglich in verschiedenen Abständen gleichzeitig auf Mehrspur, um zuhause mal genau zu hören, was in welcher Entfernung zur Gitarre passiert.

    Ich bin zwar kein Freund von den C1000ern, aber zum Ausprobieren tun die es vollkommen. Viel Spaß - schreib mal nen Bericht.

  • nubui
    Beiträge
    74
    • 1. März 2003 um 06:51
    • #15

    Wenn ein paar Spuren zur Verfügung stehen, dann ist das mit dem ausprobieren in verschiedenen Entfernungen ne gute Idee! Nur zusammenmischen von mehreren dieser Spuren könnte dann in Phasenproblemen enden - so dass sich die Signale der verschiedenen Mikros teilweise gegenphasig überlagern und verstärken, bzw. auslöschen. Klingt dann irgendwie "dünn" oder "hohl" oder einfach nur seltsam (schwer zu beschreiben) - am besten ausprobieren was geht und was nicht, falls es komisch klingt, mal auf einem der Mikrophone die Phase umdrehen und hören ob's so besser kommt.

    --
    "talking about music is like dancing about architecture" - FZ

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
    Beiträge
    7.900
    • 1. März 2003 um 19:21
    • #16

    Nimm doch einfach zwei Kondensatornieren in x/Y-Anordnung (Kapseln übereinander, um Laufzeiten zu vermeiden - ist dadurch auch monokompatibel !) - Öffnungswinkel ca. 30 ... 50° (hängt auch noch ein wenig vom Abstand ab) - Abstand ca. 30 cm und auf den Bereich Schall-Loch richten (aber: dann Kopfhörer auf und "Klang einstellen" durch varriieren der Position).

    Ich verwende gerne zwei Neumann KM-84i (oder die neueren KM-185) - alternativ reichen auch schon mal zwei MCE-83 von beyerdynamic.

    Dynamische Mikrofone sind für akustische Gitarre völlig ungeeignet (zu träge und wummerig ...).

    M/S-Mikrofonie ist in der Kirche nicht zu empfehlen (oft zu bassig durch das Kugelmikrofon in der "Mittel").

    Mit einer guten Mikrofonplazierung braucht keine Entzerrung an den Klangreglern gemacht werden. Der Hallanteil wird mit dem Abstand eingestellt - im Zweifelsfall lieber etwas weniger Hall !

    Wenn mit größeren Abständen gearbeitet wird (z.B. bei Chor oder Orgel ...) sind Bändchenmikrofone manchmal vorzuziehen (sonst erschlägt der Hall alles ...).

    Viele Grüsse sendet

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