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Effekte für Liveband

  • garel
  • 20. September 2006 um 08:36
  • garel
    Beiträge
    1
    • 20. September 2006 um 08:36
    • #1

    Hallo erstmals!

    Ich wollt mal fragen ob mir jemand zu ein paar effekten, für den Liveinsatz, raten kann.

    Denn wir haben zwar eine ANLAGE, aber die besteht nur als HK projektor, Mackie 24 8 Bus, und einem Behringer Virtualizer Pro DSP 1000P.

    Ich kenn mich bei dem Thema Compressor, Multigate, equalizer, Frequenzweichen,... gar nicht aus.

    Also wir haben 2 Gesangsstimmen, 2 Gitarren, Bass und Schlagzeug.

    Wer kann mir was zu welchem Instrument, was raten??
    Und auch was brauche ich am notwendigsten??

    Vielen Dank für eure Hilfe!
    Gabriel

  • LC2412
    Reaktionen
    71
    Beiträge
    1.186
    • 20. September 2006 um 09:26
    • #2

    pauschale Antworten wirst du keine bekommen, dafür ist noch unklar, welche Richtung ihr spielt, was ihr ausgeben wollt, wie weit ihr euch einarbeiten wollt, und so weiter.
    Compressoren nimmt man für all die Signale, die eine zu hohe Dynamik haben (Unterschied zwischen leisestem und lautestem Signal). Zum Beispiel Gesang (Leadvocal) auf jeden Fall. Einen Compressor muss man aber auch einstellen können, sonst wirds nix.
    Ich verwende an Effekten:
    Bei Balladen Chorus auf Gitarre, evtl. auch auf Bass
    Gated Reverb oder Doubler auf Snare, ein wenig evtl. auch auf Toms
    Reverb auf Vocal, je nach Song und teilweise mit Gate geduckt, damit man den Hall voll nur in den "Zeilenenden" hört.

    Gute Bücher oder einem Kollegen über die Schulter geschaut oder mal die 11 Gebote vom Soundcheck helfen Dir aber sicherlich weiter.
    Grüße,
    schnasemann

  • raumklang
    Reaktionen
    1
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    403
    • 20. September 2006 um 10:08
    • #3
    Zitat von "LC2412"

    Einen Compressor muss man aber auch einstellen können, sonst wirds nix.

    Stimmt.
    Wobei ich einigermaßen vom Altair CN-220 begeistert bin, der Attack und Release höchst selbst findet und für meine Begriffe äußerst unauffällig und zufriedenstellend arbeitet.

    Zitat von "LC2412"


    Ich verwende an Effekten:
    Bei Balladen Chorus auf Gitarre, evtl. auch auf Bass
    Gated Reverb oder Doubler auf Snare, ein wenig evtl. auch auf Toms
    Reverb auf Vocal, je nach Song und teilweise mit Gate geduckt, damit man den Hall voll nur in den "Zeilenenden" hört.

    "Von einem kann ich nie zu wenig haben: Hall".
    Die meisten Locations brauchen so gut wie keinen Hall. Für Vocals arbeite ich sehr gerne mit verschiedenen getappten Delays, einem ganz sanften Hall und evtl. (je nach Stimme) ein wenig Chorus.

  • ton-thorsten
    Verifiziert
    Beiträge
    205
    • 20. September 2006 um 17:00
    • #4

    Hallo,

    wie die Vorredner schon angedeutet haben gibt es da kein Pauschallösung, sondern ist auch immer ein wenig Geschmacksabhängig.

    Und z.B. mit Kompressoren und Gates kann man wenn sie falsch eingestellt sind, mehr am Sound kaputt machen, als das man verbessert. Ich würde mir für die nächsten Konzerte, oder für den Probenraum mal einen versierten Tontechniker buchen, der dann mal "sein" Siderack mitbringt und Euch auf der einen Seite verschiedene Möglichkeiten der Soundbearbeitung am "live-Beispiel" näher bringen kann und Euch auch gleich noch erste Einführungen in die Bedienung geben kann.

    Viel Erfolg....

    Gruß, Thorsten

    Laut kann jeder................!

  • gemsmith
    Beiträge
    10
    • 28. September 2006 um 13:28
    • #5

    Hallo zusammen,

    ich habe ein ähnliches Problem wie Kollege Garel:

    Gemeinde mit Live-Band (bis zu 5 Gesangsmikros), 2-3 Gitarren, Bass, Keys, Drums.
    Musik bewegt sich irgendwo bei Pop/Rock/Jazz.

    Bisher keine Effekte ausser ein bisschen was internes aus dem Behringer UB2442FX bzw. Dynacord PM1600.

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass z.B. dem Gesang was Kompressormäßiges gut tun würde (mehr Präsenz), bzw. es sowieso gut wäre, was im Hause zu haben (auch für Instrumentals, allgemein unser Recording u.ä.), habe aber noch keine Erfahrung damit.
    Wenn ich was anschaffen wollte, wäre das auch auf jeden Fall low-budget.
    ("Muss alles können, darf nichts kosten", "brauchst du das wirklich? Ging doch bisher auch ohne" :? )

    Nun meine Frage:

    Im Low-Budget-Sektor finden wir:

    - Behringer MDX4600 Multicom Pro-XL
    Absoluter low-price, wenn man mal pro Kanal rechnet.
    4 Kanäle, keine Attack/Release-Regler, kein Sidechain, kein De-Esser, Enhancer zuschaltbar.

    - Behringer MDX1600 Autocom Pro-XL
    Ziemlicher low-price, nur 2 Kanäle, De-Esser zuschaltbar, Enhancer regelbar. A/R-Regelbar

    - Behringer MDX2600 Composer Pro-XL
    Auch noch low-price, ebenfalls nur 2 Kanäle, diesmal Enhancer zuschaltbar, De-Esser regelbar, sonst wohl gleich wie der MDX1600

    ... was macht Sinn für unseren Einstieg?

    a) MDX4600 völlig ok, weil A/R Automatik sowieso für den Einstieg besser, 4 Kanäle bei dem Preis gute Sache?

    oder

    b) A/R auf jeden Fall regelbar, da Automatik eher Stress macht bzw. man recht schnell an den Punkt kommt, da selber mit experimentieren zu wollen (braucht man halt gegenüber MDX4600 zwei davon)

    b1) ... und lieber den De-Esser regelbar machen, Enhancer-Automatik ist schon ok

    oder

    b2) eher umgekehrt.

    Und noch die Frage: Wenn dann doch etwas mehr Budget da wäre ... :? ... dann möglicherweise lieber sowas wie dbx 266 XLV (auch nicht sooo viel teurer wie der Composer), oder statt Behringer lieber den Samson S-Com?

  • raumklang
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    403
    • 28. September 2006 um 23:05
    • #6
    Zitat von "Gemsmith"


    - Behringer MDX4600 Multicom Pro-XL

    Vergiss es... Das Ding hat mir grade am WE jemand vor die Nase gesetzt. Da machts ohne mehr Spaß.

    Unterster Einstieg wäre vielleicht der dbx 266.
    Dem wird zwar nachgesagt, dass er angeblich knackt - das kann ich aber so nicht bestätigen.
    Sicherlich gibt es hübschere (und teurere) Kompressoren (genannt seien nur mal rane C-4 und Altair CN-220 - von letzterem bin ich gerade schwer begeistert...). Für den aufgerufenen Preis tut das Teil aber.

    Wie immer gilt: Lass es weg, wenn Du keine Ahnung hast, wofür es gut ist.
    Gerade bei Kompressoren kann man mit falschem Einsatz mehr kaputt machen als heilen, wenn man nicht weiß wie.

    Bei Sprache noch relativ unproblematisch ("compress to f*ck") und der Sprachverständlichkeit meist eher zuträglich, macht das bei Gesang u.U. schon einiges tot. Im Bereich Rock würde ich allerdings dazu tendieren, Vocals immer zu komprimieren, es sei denn, es sind wirklich hervorragende Sänger(innen) am Start, die Ihre Dynamik zu zügeln wissen.

  • gemsmith
    Beiträge
    10
    • 29. September 2006 um 11:13
    • #7

    Danke für das Statement, RaumKlang,

    Zitat von "RaumKlang"

    Wie immer gilt: Lass es weg, wenn Du keine Ahnung hast, wofür es gut ist.
    Gerade bei Kompressoren kann man mit falschem Einsatz mehr kaputt machen als heilen, wenn man nicht weiß wie.

    Hmmm. Irgendwann muss man aber doch einfach mal damit anfangen, sonst lernt man's nicht, oder?
    Und: Ausschalten geht immer. Einschalten aber nur, wenn man was zum Einschalten hat :wink:
    BTW: Da ich auch die Bandproben abmische, besteht Raum zum Üben. Ich muss es nicht live lernen. (Und ich kann mir auch jemanden dazuholen, der es mir zeigen kann ... wenn mal ein Gerät da ist).

    Zitat von "RaumKlang"

    Bei Sprache noch relativ unproblematisch ("compress to f*ck") und der Sprachverständlichkeit meist eher zuträglich, macht das bei Gesang u.U. schon einiges tot.

    Gut. Wir haben eine sehr dynamisch sprechenden Pastor, und da muss ich teilweise ziemlich heftig nachregeln. Es macht da also schon Sinn.

    Zitat von "RaumKlang"

    [...]es sei denn, es sind wirklich hervorragende Sänger(innen) am Start, die Ihre Dynamik zu zügeln wissen.

    :D Neee, wirklich nicht ...

  • soundworx
    Profi
    Beiträge
    748
    • 29. September 2006 um 13:18
    • #8
    Zitat von "Gemsmith"


    Hmmm. Irgendwann muss man aber doch einfach mal damit anfangen, sonst lernt man's nicht, oder?


    Da muss ich Dir Recht geben. Ich ertappe mich oft dabei sagen zu wollen: "Wenn Du nicht mit einem Kompressor umgehen kannst, lass es lieber"
    Aber irgendwie muss man es ja lernen, und das geht halt nur in der Praxis! Wichtig ist nur, daß man die Arbeitsweise eines Gerätes verstanden hat und auch weiss, welche Probleme man damit lösen kann bzw. welche gewollte Klangveränderung man damit erreicht.

    Zitat von "Gemsmith"

    Und: Ausschalten geht immer. Einschalten aber nur, wenn man was zum Einschalten hat :wink:


    Das ist ein Satz für Armins Zitatesammlung!

    Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis ist, daß es in der Theorie keinen Unterschied gibt...

  • dosc
    Beiträge
    89
    • 29. September 2006 um 16:53
    • #9

    Hallo zäme

    Also mir gehts ähnlich wie "Gemsmith".
    Da hab ich halt getreu nach

    Zitat

    Hmmm. Irgendwann muss man aber doch einfach mal damit anfangen, sonst lernt man's nicht, oder?


    und

    Zitat

    Und: Ausschalten geht immer. Einschalten aber nur, wenn man was zum Einschalten hat


    mir nach dem Studium des Forums einen dbx 166XL gekauft und den begonnen einzusetzen. Mal für Bass, mal für Gesang und dann geschaut wies tut :-). Das Verständnis wird besser, der Sound auch, ich glaube anders gehts fast nicht, wenn man keine Ausbildung auf dem Ton-Gebiet besuchen kann...

    Dosc

  • raumklang
    Reaktionen
    1
    Beiträge
    403
    • 29. September 2006 um 18:42
    • #10
    Zitat von "soundworx"


    Wichtig ist nur, daß man die Arbeitsweise eines Gerätes verstanden hat und auch weiss, welche Probleme man damit lösen kann bzw. welche gewollte Klangveränderung man damit erreicht.

    Nichts anderes wollte ich eigentlich ausdrücken.
    Blöd halt, wenn man etwas während der Show am lebenden Objekt ausprobieren muß.
    Lieber erstmal an "Probematerial" testen, was die Kiste eigentlich macht. :)

    Dafür wäre der Bäähringer übrigens nicht all zu gut geeigent, weil er eh nicht das tut, was man von ihm erwarten würde...

  • gemsmith
    Beiträge
    10
    • 4. Oktober 2006 um 11:44
    • #11
    Zitat von "RaumKlang"

    Dafür wäre der Bäähringer übrigens nicht all zu gut geeigent, weil er eh nicht das tut, was man von ihm erwarten würde...

    Gut, die Marke scheint sich ja erledigt zu haben ...

    Wie steht's denn mit dem auch erwähnten Samson S-Com (Plus) ?

    BTW: Vielen Dank für die anderen Beiträge zum Thema Learning-by-doing.

    In der Theorie weiss ich schon, was ein Kompressor macht (und bei Audacity seh ich es auch schonmal bildlich :wink: ).
    Was das Thema Erarbeiten "gewollter" Klangveränderungen angeht (Effekte ausprobieren -> versuchen, die Auswirkungen innerlich "vorzuhören"), habe ich durchaus schon ein wenig Erfahrung aus dem Synthesizer-Bereich.

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