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  5. Boxen und Amps

Legende oder Wahrheit: Koppeln Aktivboxen früher?

  • micha255
  • 7. November 2006 um 00:01
  • micha255
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    • 7. November 2006 um 00:01
    • #1

    Hallo!
    Ich komme gerade von einem längeren Einsatz zurück, bei dem ich mit zwei Kollegen mehr oder weniger fachsimpeln konnte. Und wie so oft gab es bei drei Tontechnikern vier Meinungen... :? - oder in diesem Fall zwei. In dem Bewusstsein, dass wir hier im Forum wohl aus obigen Gründen auch kein klares Ergebnis finden werden, würde ich doch gerne einfach mal ein paar Gründe mehr - für oder gegen obige These - kennen lernen. Also: Was ist dran an dem Gerücht/Fakt, dass Aktivboxen anfälliger gegen Rückkopplung sind als Passiv-Systeme? Gibt es neben subjektiven Erfahrungen auch nachvollziehbare Gründe (dafür oder dagegen)?

    Grüsse
    Michael

  • karel noon
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    • 7. November 2006 um 01:18
    • #2

    ????? also das soll mir doch mal einer erklären???

    die einzige in dieser art gerichtete aussage die ich evtl. mal andenken würde wäre diese:

    dadurch das ich bei den meisten aktivboxen keinen getrenten zugriff auf die einzelnen wege habe (auch nicht immer), habe ich evtl. das problem das ich sie nicht so genau an die raumakkustik anpassen kann, und somit eine höhere feedbackgefahr besteht.
    aber bei der menge an verschiedenen lautsprechern würde ich selbst das nicht so pauschalisieren.

    Ich glaube kein system hat da einen grundsätzlichen vorteil.

    jetzt denke ich nochmal nach, und schreibe vielleicht später noch was dazu wenn mir noch argumente einfallen :D

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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  • mirkot
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    • 7. November 2006 um 01:22
    • #3

    Hmm...prinzipiell würde ich sagen das ist Unsinn - zumindest könnte diese Tatsache nicht Bauart bedingt sein...aber:

    Aus eigener Erfahrung würde ich behaupten das man öfter auf billigste Aktivboxen trifft, als auf billigste Passive-Systeme.

    Um so billiger die Kisten werden, um so weniger interessiert wird dann auch der Frequenzgang...

    Somit könnte ein verzerrtes Bild zum Nachteil von Aktiv-Systemen entstehen.

    Besitzer einer 10-kanaligen DMX-Kaffeemaschine mit stufenloser RGB-Farbmischung und Remote-Brühvorgangsauslösung.

  • wora
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    • 7. November 2006 um 01:42
    • #4

    ich unterstütze den gedankengang von mirko.

    aber ich möchte gleich auch ein missverständnis ausräumen:
    gemeint sind hier sicher "self-powered" speaker, nicht der unterschied zwischen aktiv und passiv betriebenen speakern.
    oder?

    ganz ehrlich:
    wer kennt schon wirklich hochwertige self-powered bühnenmonitore?
    alles was ich da bisher gesehen habe sind von musikern angeschleppte wedges, die schon auch ordentlich klingen können, aber mit professionellen wedges schon rein klanglich nicht mithalten können.

    also im monitorbereich kenne ich nur gute wedges, die mit externen amps betrieben werden - ob aktiv oder passiv ist egal, es gibt bei beiden bauarten gute teile. "self powered" kenn ich keine guten - das muss aber nicht heissen das es die nicht gibt.

    meiner ansicht nach ist das also kein prinzipbedingtes problem sondern eher eine frage der preisgünstigkeit solcher boxen...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • karel noon
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    • 7. November 2006 um 01:49
    • #5

    jep, da möchte ich nochmal beipflichten, diesmal war wora schneller :D

    es gibt definitiv auch gute high end self powered speaker (von denen ich also auch ausgegangen bin), aber die sind doch eher im promille bereich anzutreffen (duran audio/axys, F1, meyer psm2 etc. ).

    und ich bin deswegen überzeugt das es wirklich eher an der praiskategorie liegt als am system selber.

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    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

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  • Kracky
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    • 7. November 2006 um 10:06
    • #6

    Wenn wir einfach mal die Grundlage sehen, ein Lautsprecher ist immer dann sehr Kopplungsresisten wenn der Frequenzverlauf sehr liniear verläuft und dieses wohlmöglich nicht nur on Axis sondern auch ausserhalb. Ob dieser nun mit einem internen oder einem externen Amping betrieben wird ist hierfür erstmal unwichtig es kommt auf die Grundkonstruktion des Lautsprechers alleine an.
    Hier ist es aber wie von Wora schon beschrieben so, meißt die günstigeren Produkte am Markt werden mit internem Amping betrieben was das Produkt recht günstig macht, aber sicher auch die Entwicklung im Bereich Akkustik einschränkt, den der Preis muß ja irgendwo optimiert werden.
    So gesehen und dieses ist im Bereich der Musiker ehr der Fall haben wir ein höheres Verhältnis von self Powerd Wedges auf den Bühnen dieser Welt, die meißt Qualitativ hinter den teureren passiv oder sogar aktiv getrennten Monitoren liegt. Ich denke auch hierraus resultiert diese Ansicht. Aber aus der Sicht der reinen Grundlagen Physik kann hier nichts dran sein.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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  • Sven M
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    • 7. November 2006 um 10:34
    • #7

    Genau Kracky, du hst da einen interessanten Punkt knapp angesprochen. Das Problem, gerade bei Monitoren ist meist das z.B. 0° und 20° einen leicht anderen Frequenzgang haben. Das führt natürlich zu mehr unerklärlichen Feedback Problemen.
    Und wenn ich nun eine Aktiv Weiche nehme und die Presets nur mal eben grob eingestellt habe kann es sein das ich genau dieses Verhalten erzeuge.

    Was sagt der Raver auf der Techno-Party, wenn sein Extasy aufhört zu wirken?

    "Was ist denn das für eine sch... Mucke hier?"

  • Kracky
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    • 7. November 2006 um 11:53
    • #8
    Zitat von "Sven M"

    Genau Kracky, du hst da einen interessanten Punkt knapp angesprochen. Das Problem, gerade bei Monitoren ist meist das z.B. 0° und 20° einen leicht anderen Frequenzgang haben. Das führt natürlich zu mehr unerklärlichen Feedback Problemen.
    Und wenn ich nun eine Aktiv Weiche nehme und die Presets nur mal eben grob eingestellt habe kann es sein das ich genau dieses Verhalten erzeuge.

    Kannst du das mit der Aktiv Weiche und den Presets genauer erläutern? Kann mir schon vorstellen das man mit Settigs in einem Controller einiges verbiegen kann, das ich aber die Grundcharakteristik in soweit verändern kann das dieses off Axis sich negativ auswirkt ist mir jetzt so nicht in den Sinn gekommen. Interessantes Thema!

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  • audiobo
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    • 7. November 2006 um 12:38
    • #9

    mahlzeit

    z.B. Trennfrequenz zu hoch, Tieftöner bündelt im Mittenbereich.

    Ich kenne übrigens ein paar Selfpowered-Monitore und Mufus, die richtig gut gehen mit nur geringem EQing.
    Wenn man sich allerdings mal den Markt anschaut, liegen doch die meisten Aktiv-Produkte (z.B. KME, Dynacord, HK) preislich unter dem, was man für einen - im professionellen VT-Bereich als Untergrenze gesehenen - entsprechenden Passivlsp. ausgeben würde. Dass das nicht funktionieren kann dürfte klar sein.

    Auch kann es, abgesehen von der Abstrahlung, gut sein, dass die internen Amps nicht leistungsstark genug sind, an der Betriebsgrenze, welche natürlich schnell erreicht wird, Verzerrungen erzeugen, die dann wieder ein Feedback in Gang setzen. Sowas bekommt man mit dem besten EQ nicht weg.

  • ADMIN
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    • 7. November 2006 um 12:53
    • #10

    Mal als Ergänzung den folgenden Gedanken: In einen self-powered Wedge bekomme ich viel leichter eine Frequenzgang-Korrektur als in einen ohne Amp (wo ich das mit einer passiven Weiche tun müsste).

    Das verführt jetzt dazu, den Frequenzgang "on axis" zu optimieren, um ihn möglichst katalogtauglich zu machen. Dabei kann der Freqeunzgang "off axis" dann etwas leiden. Mehr noch: Es besteht die Versuchung, Pfusch bei der Entwicklung mit dem Controller auszugleichen, was nur sehr bedingt funktioniert.

    Der Vorteil von self-powered liegt in den kurzen Leitungswegen vom Amp zu den Speakern und dass man den Amp (und den Controller) auf die Anwendung maßschneidern kann. Ein Wedge, der als Passiv-Variante ordentlich funktioniert, müsste als Self-Powered-Variante noch ein klein wenig besser werden (sofern der Entwickler sein Handwerk versteht).

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • Arsch mit Ohren °( , )°
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    112
    • 8. November 2006 um 02:06
    • #11
    Zitat von "AudioBo"


    ...internen Amps nicht leistungsstark genug sind, an der Betriebsgrenze, welche natürlich schnell erreicht wird...

    Und damit das nicht sofort auffällt, setzen vorher irgendwelche kompressor/limiter ein, die dann alles schön "hochziehen"...

    "keep the level high"
    . Ruppert Neve

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