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Rider-Auslegungsfragen

  • f8274
  • 29. November 2006 um 15:40
  • oops
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    868
    • 4. Dezember 2006 um 15:45
    • #21

    harhar ! :D

    knackig zusammengefasst !

  • treibsand
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    • 4. Dezember 2006 um 17:07
    • #22
    Zitat von "BillBo"

    Ganz schwierig: der 22jährige Nachwuchsmischer des gerade angesagten, aufstrebenden deutschen One – Hit – Wonders. Der verbringt i.d.R. viel Zeit mit dem Durchblättern von Fachzeitschriften, Musikalienversandhändlerkatalogen, und auf Hersteller – Internetseiten. Das daraus im Kopf entstandene kunterbunte R&R – Wolkenkuckucksheim hat er in kühnem, professionellem Denglisch liebevoll als „Raider“ schriftlich und/ oder graphisch in sein Laptop abgespeichert. Es aufgelockert mit Tabellen, Kanal – und Patchlisten, perspektivischen Ansichten phantastisch großer fiktiver Bühnen, mehrstelligen Helferzahlen, und angereichert mit Vokabeln wie „unbedingt!“, „mandatory!“, „no alternative!“, „Nichtbeachtung gefährdet die Show!“, usw. usw. Und verschickt es fortan von hier aus in die große, weite Welt. Endlich bin ich Chef!

    That's it :!::D:D:D

    Aber du scheinst nicht allzuviel mit den Clubridern der französischen Kollegen zu tun zu haben :wink:
    Da fragt man sich, ob die wirklich wissen, dass die Raumgrösse von 300-500 pax nicht unbedingt heisst, dass sie eine Bühne mit 12x20m erwarten dürfen. Auch die meissten 5000 Hallen dürften auf die Schnelle die Lichtrider nicht erfüllen können (oder mangels zu erwartendem Publikum nicht finanzieren...). Das ganze noch mit einem für den normal Flachlanddeutschen unverständlichem südfranzösischem Dialekt auf 10 Seiten zusammengefasst (Einleitung, Tonanforderung (2Seiten), Stageplan, Kanalliste, Lichtplan Front, Lichtplan Back, Lichtplan Vorderansicht, Lichtrider, Personal-/Helferanforderung/Kleingedrucktes), und die Party kann steigen...

    Da sind mir dann die übermotivierten Deutschen lieber. Kurze Ansage (s. Engländer / Hausrecht) und keinerlei Diskussionen mit dem dolmetschenden Tourleiter und dem Tonmann.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • Leitwolfi
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    • 4. Dezember 2006 um 17:27
    • #23

    Tja, der im WWW kursierende Nexo, d&b, HighEndSystems , Obstschalen, weiße Frotteehandtücher Rider erreichte mich neulich auch wieder. Von einer Band, welche als Vorband einer regionalen Cover-Band auftreten sollte oder wohl doch vielmehr wollte. Spielzeit max 30min.
    Gag an dem Ganzen: Ist der 1. Auftritt der Band und der Frontmann ist "Marketing-Experte"

    Auch schön aus anderen Twixen:

    "...das Mischpult sollte über 20000,- Euro kosten...."

    " Turbosound oder EV Anlagen, Hochtonsysteme müssen aus den teueren Serien sein, Bässe nicht unbedingt....."


    Da kriegste echt Anfälle....

    http://www.lala-blinkblink.de !

  • Seven
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    • 4. Dezember 2006 um 19:26
    • #24

    GEIL.
    Auch wieder hier erlebt:
    Älterer Mann kommt zu mir (in meiner Funktion als Mitglied einer halbschlecht Coverband; Rider haben wir selbstverständlich auch.. :D ) und fragt mich folgendes:
    "Mein Sohn spielt seit nem halben Jahr in ner Band. Nun haben sie das ANGEBOT als Vorgruppe auf dem Fest von Verein XY eine halbe Stunde zu spielen. Was man denn da als GAGE FORDERN könnte, ob 400 € denn nicht zu wenig wären"
    :evil:
    Da liegen die Anfänge....

  • gurkendoktor
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    • 4. Dezember 2006 um 21:30
    • #25

    hm. ich kann nur sagen: die letzten rider, die ich rausgeschickt habe, waren ehrlich - und wurden so behandelt. man telefoniert mit der technik-crew vor ort, alles sehr entspannt, wenn es dem veranstalter zu teuer wird, schaut man, wo man noch abstriche machen kann (ist aber nicht mehr viel). nur eine analoge konsole, die muß. was draufsteht, ist mir wiederum relativ egal, solange sie genügend kanäle und auxe hat (und das schränkt die auswahl schon auf eine brauchbare liga ein).

  • tufkaklto
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    • 4. Dezember 2006 um 22:59
    • #26

    billbo

    WIE GEIL 8)8) :? :? 8)8)

    Besonders:

    Zitat

    BillBo hat Folgendes geschrieben:
    Ganz schwierig: der 22jährige Nachwuchsmischer des gerade angesagten, aufstrebenden deutschen One – Hit – Wonders. Der verbringt i.d.R. viel Zeit mit dem Durchblättern von Fachzeitschriften, Musikalienversandhändlerkatalogen, und auf Hersteller – Internetseiten. Das daraus im Kopf entstandene kunterbunte R&R – Wolkenkuckucksheim hat er in kühnem, professionellem Denglisch liebevoll als „Raider“ schriftlich und/ oder graphisch in sein Laptop abgespeichert. Es aufgelockert mit Tabellen, Kanal – und Patchlisten, perspektivischen Ansichten phantastisch großer fiktiver Bühnen, mehrstelligen Helferzahlen, und angereichert mit Vokabeln wie „unbedingt!“, „mandatory!“, „no alternative!“, „Nichtbeachtung gefährdet die Show!“, usw. usw. Und verschickt es fortan von hier aus in die große, weite Welt. Endlich bin ich Chef!


    That's it

    WIE WAHR :D:D

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  • karel noon
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    • 4. Dezember 2006 um 23:33
    • #27

    billbo: wie jetzt? was ist daran verkehrt? wenn ich schonkein geld bekomme sondern nur freibier, will ich wenigstens das beste vom besten an material :D

    ja so it das, ich gebe zu, ich habe auch schon mal ein wenig übertrieben im rider, aber dafür gibt es dann eine tel. nr. oder ich füge mich einfach wortlos wenn ein von mir im rider verlangter transient designer in irgend nem club nicht dort steht, man muß auch als mitreisender tech vielleicht mal die augen zu seinen füßen richten....

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

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  • Steffen
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    • 5. Dezember 2006 um 00:48
    • #28

    Ich habe auch diese Woche mal wieder die Erfahrung gemacht, daß die kollegen, die wissen was sie tun und das seit Langem auch einfach mit Abstand die entspanntesten sind. Einer meiner geilsten Clubgigs als Technikfirma am letzten Dienstag mit Weto, also irgendwie eine Parallelgeschichte von Schandmaul, die ja von Rain Age betreut werden (und in dem Club hats mit wesentlich unbekannteren "Größen" schon Stress wegen der nur 8 PAR 64 (es gibts halt keinen Strom :evil: oder auch der zu geringen Deckenhöhe oder so gegeben) wurde von Martin Heining von Rainage als FOH-Mann betreut. Ich habe in dem Club schon lange nicht mehr so entspannt und ruhig und familiär gearbeitet. Und das Mat. was das stand, war zwar nicht schlecht, aber bestimmt zumindest was Pult, Peripherie usw. betraf keine Oberklasse (01v96 mit Wandlern aufgebohrt, standard-siderack)

  • HippeliPA
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    • 5. Dezember 2006 um 20:17
    • #29

    Sehr schönes Thema und BillBo, habe selten so gelacht.

    Ich habe mittlerweile einen Leitzordner, in dem ich vollkommen schwachsinnige Rider sammle. Speziell die angesprochenen 22J OneHitWonder Menschen haben meist nicht nur etwas überzogene Anforderungen, sondern auch richtig heftige Denkfehler im Rider.

    Schön auch wenn einerseits tollste Technik gefordert wird doch die Basics fehlen.
    Da kommen dann oft die vorher Fragen wie:
    -Braucht Ihr auch Mikros für die geforderten "schweren Tellerstative ohne Galgen, mit einer Hand verstellbar".
    -Bringt Ihr die Monitore eigentlich selber mit?
    -Schöne Channelliste, aber da steht nichts davon das ihr ein Mischpult wollt.
    -Aha.. Ok, der DJ trägt Stelzen, oder ist das Wetterschutz? (Tisch 3,00x1,50x1,50.... den Rider bekomme ich seit Jahren so, und da ändert sich nichts auch wenn ich die Argentur jedesmal deswegen aufziehe)

    Wärend Aufbau/Show:
    -Wie du hast jetzt keine Ersatzsaite für deine Gitarre? Sorry, Saiten standen nicht im Rider. (oder denkt von euch jemand an sowas?)
    -Nein, ein 3,5mm Klinke auf XLR ist eigentlich kein Road-Standart. Willst du ernsthaft über deinen Laptopausgang fahren?

    Aber ganz ehrlich. Ich bin froh, wenn ich vorher einen Rider bekomme. Ich hasse nichts mehr als irgendwelche Amateurbands die eine Anlage wollen und keinen Rider schicken können, da nicht vorhanden. Auf Nachfrage kommen dann Antworten wie: "Ihr müsst doch wissen was man da alles braucht" Doof nur das ich mein Orakel gerade im Urlaub ist......

    no virtual - no line - no EQs

  • tonzwerg
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    • 6. Dezember 2006 um 21:39
    • #30

    also sicher ist es ja so, daß man halt nicht mit jedem material tatsächlich spielen kann. z.b. bin ich früher mit einer band getourt, die hatte nunmal 32 echte kanäle voll...konnte man mit viiiiel gutem willen auf 24 packen. und auch auf 2 monitorwege...was aber schon echt krampfig war. dann eines tages ein gig in münchen...12-kanal mischer, aber nur ein 10er multicore. was soll ich machen? musiker heimschicken? und dann noch die ansage:"naja...wer son rider schickt...wir wußten ja daß es mit euch stress gibt". oha!
    aber jetzt mal hand aufs herz, wenn ein techniker nicht mit nem mittelmäßigen besteck (32er pult, 4 monitorwege, orgendne ordentliche pa, die nicht kaputt ist, etc.) nicht klarkommt sondern unbedingt auf dem midas besteht...der nutzt doch der band nichts. wer nimmt solche leute denn mit auf tour? wer hat denn was davon? die band geht doch auf tour um zu spielen, nicht um rumzuzicken.
    und wenn einer z.b. auf nem gl3000 oder nem k2 nicht arbeiten kann, dann hat er eben seinen job verfehlt.

    The ships hung in the sky in much the same way that bricks don't.
    -- Douglas Adams

  • HippeliPA
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    • 6. Dezember 2006 um 22:07
    • #31

    Sehe ich genauso. Die Basics müssen stimmen. Doch ansonsten sollte man sich damit definieren was man kann und nicht damit was man nicht kann.

    no virtual - no line - no EQs

  • kiki
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    • 7. Dezember 2006 um 08:24
    • #32

    Meiner Meinung nach gibts die meisten Probleme, wenn "große" Künstler zur Tourfüllung auch in kleineren Lokalitäten spielen. Z.B. verlangt eine mittelmäßig bekannte dt. Band bei uns einen 8 m Steg ins Publikum. Wobei wir ernsthaft überlegen, wo wir dann, sollten da noch Wellenbrecher drumrum kommen, die Konzertbesucher hinstecken, weil raum ist dann zur Hälfte gefüllt.

  • Frank Uhlig
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    • 7. Dezember 2006 um 12:03
    • #33
    Zitat

    und wenn einer z.b. auf nem gl3000 oder nem k2 nicht arbeiten kann, dann hat er eben seinen job verfehlt.


    Ist alles richtig, oft ist schüttelt man den Kopf, aaaber: Bei geforderter H3/PM4 würde ich nicht wirklich sagen dass man einfach ein A&H hinstellen kann, schon gar nicht ohne das absegnen zu lassen. Klarerweise passen Rider oft nicht zum Venue, aber ich hatte für meinen Teil noch nie Probleme sowas im Vorfeld zu kären, Glück?

    Zitat

    Ganz schwierig: der 22jährige Nachwuchsmischer des gerade angesagten, aufstrebenden deutschen One – Hit – Wonders.


    Oft schrecklich, aaaber: Wenn der aufstrebende 1-Hit-Wonder-Act genug Tickets verkauft ....

    Jemand will ein bestimmtes Pult, weil er es eben haben will. Ob das nun "muss" oder nicht mal aussen vor, einfach mal betrachtet dass er es gerne hätte, es bestellt, und es auch bezahlt wird.

    MUSS man denn wirklich sich mit was anderem begnügen, weil ein 3ter meint eine Downgrade-Variante reiche auch? Selbstverständlich geht es auch anders, früher haben sie ja auch getanzt, und da gab´s noch gar keine H3000.

    Vielleicht will jemand eben Gerät XYZ weil man damit gern arbeitet, es dem Ziel dienlich ist, es cool aussieht, warum auch immer. Wenn man dazu genug Tickets verkauft, dann ist doch alles ok. Der Veranstalter, der das bezahlt, hat das recht "Nein" zu sagen, und was "angemessen" ist kann schonmal im Auge des Betrachters liegen! Ein bestellter Passat als Mietwagen kann auch wegen der Maße des Kofferraumes sehr wichtig sein, ein Golf kann uU eben nicht reichen.


    Man stelle sich solche Handlungsweise in anderen Bereichen vor:

    "Kacke, keine Limetten da. Komm, mach dem Kerl dahinten den KaiPi mal mit Zitronen, der wird davon doch auch besoffen..."

    "Das Mädel an Tisch 7 ist schon dick genug, die kriegt kein Sahneschnitzel, Wienerschnitzel muss reichen. Pommes gibt´s auch keine."

    Rein sachlich & aus gesundheitlicher Sicht wären beide Entscheidungen wohl nachvollziehbar, und ich wäre bestimmt schlanker wenn Wirte öfter sagen würde dass ich jetzt genug Weizen getrunken hätte, ... aber so geht das doch nicht.

    Grüße,
    Frank

  • Seven
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    • 7. Dezember 2006 um 12:05
    • #34

    frank: 100 % Zustimmung !!!

  • falcocgn
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    • 7. Dezember 2006 um 12:19
    • #35

    In einem Rider habe ich letztes Jahr folgenden Satz gelesen: "Lieber einmal öfter telefoniert, als einfach nur davon ausgegangen"

    Diesen Satz kann man nicht oft genug wiederholen. Ein Rider ist kein Gesetz, er ist meistens die Ideal-Anforderung, die man in der besten aller Welten auch so bekommen kann, aber nicht muss.

    Grade im Bereich der Pulte sollte man nicht einfach irgendwas anderes hinstellen. Es gibt halt Tour-Techs, die eine Abneigung gegen Digitalpulte haben. Und die Aussage im Rider: "Yamaha-P-Serie" sollte keinesfalls interpretiert werden á la "na ja, in PM5D ist ja auch ein -P-".

    Es kursiert immer noch die Story von den braunen M+M's, die Ozzy Osbourne gerne aussortiert haben wollte. Ich traf jemanden, der sich damals die "Mühe" machte, den TL anzurufen und nachzufragen. Der beglückwünschte den Anrufer, er wäre der erste, der den Rider wohl richtig gelesen hätte und sich einen Kopf darum machte. Selbstverständlich wäre die Farbe der anwesenden M+M's egal. Man hat es einfach nur reingeschrieben, um zu sehen, wie die Rider-Umsetzungsbeauftragten reagieren. Har-Har, englischer Humor vom feinsten.

    Grüße,
    Falco

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • mringhoff
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    • 7. Dezember 2006 um 14:31
    • #36
    Zitat von "Frank Uhlig"


    Jemand will ein bestimmtes Pult, weil er es eben haben will. Ob das nun "muss" oder nicht mal aussen vor, einfach mal betrachtet dass er es gerne hätte, es bestellt, und es auch bezahlt wird.

    Darin liegt ja genau der Haken. Meist bestellen ja die Künstler das nicht beim Techniker, sondern eine Konzertagentur bestellt den Künstler zu einer bestimmten Gage oder sonstiger Eintrittspreisregelung. Irgendwo tief im Bookingvertrag steht drin, daß der Veranstalter für Technik zu sorgen hat und daß es dafür eine separate Anforderungsliste gibt.
    Ich weiß nicht, wieviele Agenturen das im ersten Moment nicht so mit einkalkulieren, aber hinterher wird immer rumgejammert, daß man das ja gar nicht so einkalkuliert hat und dann wird vom Dienstleister verlangt, daß der das irgendwie hindreht...
    Oder es läuft anders: Die Agentur schreibt eine Rundmail an ein halbes Dutzend Kollegen, Rider mit angehängt mit der Bitte um Angebote.
    Irgendeine Company machts besonders preiswert, weil sie vermeintliches Ersatzequipment anbietet. Diese bekommen dann den Zuschlag, weil die Agentur das meist gar nicht überblickt.

    Wenn ich jetzt also als ridertreuer Anbieter brav alles einkalkuliere, was auf dem Zettel so gefordert wird, stehe ich meist teurer da, als einer, dem der Rider nicht so genau nimmt.
    Und wer bekommt dann die Jobs?
    Wenn der Künstler, bzw. der Techniker selbst das Angebot auswählen könnte, dann wäre die Welt in Ordnung... :)
    (Bleibt dann nur die Frage, ob der Künstler dann auch das tolle Equipment bezahlen möchte oder ob es dann nicht doch zufälllig auch 0815-Zeug tut...)

    Aktuelle Gebrauchtgeräte: hier klicken

  • Steffen
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    • 7. Dezember 2006 um 23:56
    • #37

    Ich hab mir für den Club für den wir aktiv sind, angewöhnt, die Kollegen sofort nach Ridererhalt anzurufen, kurz die Standard-Gegebenheiten anzugeben (die durchaus brauchbar sind aber kein Highend) und die Situation zu erklären (kleiner Club, kein Strom, Bühne 6 x 4 wenn ich elemente dran bau). Bisher hatte ich technisch noch nie irgendwelche Probleme. Wenn man mit den Kollegen vernünftig umgeht und auch bereit ist, esentiell notwendige Dinge einfach zu ermöglichen (auch wenn sie eigentlich nicht im Budget des Veranstalters drin sind), dann gehen praktisch alle Kollegen auch gerne wenn es denn sein muß Kompromisse ein. Wir hatten erst 2 mal Stress in dem Club, einmal war technisch alles erfüllt, die Band kam und ihr war die Raumhöhe zu niedrig (es ist jetzt nicht so, daß die nicht schon vorher im Vertrag bekannt gegeben worden wäre und auch ich als techn. Dienstleister und somit nicht für die Location zuständig das mehrmals angesprochen hätte, auch wurde eine Ausweichlocation, die binnen 30min zur Verfügung gestanden hätte, und das 2 Stunden vor dem offiziellen Get In der Band (die waren früh dran), nicht angenommen) und einmal bei der akustiktour irgendwelcher Altmetaller, die in den 80ern halt 2000er Hallen gespielt haben. Da war technisch vorher alles klar und alles ok, plötzlich kam dann aus der Git kein Ton raus und alles, angefangen von der BSS-DI bis zum Pultkanal von uns war angeblich kaputt, bis man mal auf die Idee kam, das eigene Klinkenkabel könne schuld sein...)

  • gurkendoktor
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    • 8. Dezember 2006 um 00:43
    • #38
    Zitat von "FalcoCGN"

    Und die Aussage im Rider: "Yamaha-P-Serie" sollte keinesfalls interpretiert werden á la "na ja, in PM5D ist ja auch ein -P-".

    anekdote am rande: bei mir steht es drin. letztens mit der vor-ort-company telefoniert. "ich stell euch ein pm hin" "pm5d???" "neee: 3500".

    aber noch was zum thema veranstalter. heute jemanden dran gehabt, und gebeten, eine stunde früher anreisen zu können. die frage war dann "was bauen sie denn noch alles auf, die technikfirma kommt doch schon 3 stunden eher…" - und es waren große schmerzen ob des finanziellen aufwandes zu hören (48 kanäle, 5 wege, standardFX, beamer, viel licht). man glaubt manchmal, veranstalter gehen vom very worst case (keine zahlenden gäste) aus...

  • tufkaklto
    Profi
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    • 8. Dezember 2006 um 11:57
    • #39

    Ich bin mit einer Band unterwegs, wo ich die Techn. Betreuung mit einem Kumpel aufteile.
    Den Rider hat er geschrieben.
    Da steht so Midas H3000, PM4/5000 drin usw

    Ich find den Rider auch übertrieben.
    Aber sein Argument, da rufen einen die Verleiher/Veranstalter an, stimmt schon.
    Andererseits nehmen einen die Verleiherr/Veranstalter einen manchmal so gar nicht Ernst

    Ich will einfach nur vernünftiges Equipment haben und komm gern auch mit einem MH3, GL2800 usw aus, plus einer einigermaßen vernünftigen PA.
    Aber es gibt dann auch Fälle, die rufen an, errklären, das sie den Rider auf keinen Fall erfüllen können und ich muß diskutieren, warum ich einen Behringer Mischer und EON15 nicht haben will. ( Kein Scheiß, sowas ist mir jetz 2 x in 2 Wochen passiert. ) :D

    Und da fühl ich mich dann echt verarscht. :cry:
    Wenn man dann gleich so untertreibt, sende ich Ihnen den Kontakt von Firmen, die den Rider erfüllen können, mache meine akzeptablen Abstriche, kläre das mit dem Management und warte mal ab.

    In dem konkreten Fall bekommt der Veranstalter die Rider immer schon bei den Anfragen vor den Verträgen, um eventuelle Zusatzkosten vorher kalkulieren zu können.
    Und manche Veranstalter sehen sich halt die Rider 2 Wochen vorher an.

    Reden kann man immer. Und jeder vernünftige Techniker weiß, wo man einen Kompromiß machen kann und soll.
    Aber irgendwann gehts halt nimmer.

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  • bertz
    Profi
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    387
    • 9. Dezember 2006 um 18:35
    • #40

    Hallo,

    ich bin ja auch erst 24 junge Jährchen. Und auch, wenn ich mal ein One-Hit-Wonder betreuen sollte, werden meine Rider weiter hin so aussehen:
    (die Lichtfraktion mal ausgenommen...)

    rider von "band"

    Es gibt immer auch junge Kollegen, die ihren Job verstehen und gut machen.

    Gruß,

    Bertram

    http://www.klanggeschaeft.de

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