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Stimme für Juli

  • Kai Pirinja
  • 25. Januar 2007 um 14:26
  • audiobo
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    • 29. Januar 2007 um 13:04
    • #21
    Zitat

    P.S. So weh es auch tut, ich schätze ca. 99% aller Besucher einer normalen Disco/Rave etc. Veranstaltung sind so mit Feiern, Drogen & Alkoholkonsum und Kontaktaufname mit dem anderen Geschlecht beschäftigt, das sie die hier diskutierten Feinheiten der reinen Beschallungslehre wohl kaum mitbekommen ... jedenfalls das was ich immer so beobachte wenn ich mich so umsehe ...

    Und trotzdem gibt es unter 100 Leuten dann doch mind. einen, der mich direkt blöd anschaut, weil plötzlich nur noch bassmulm mit BD aus der Anlage zu hören ist, woran man aber auch nichts mehr ändern kann. Und von "Feinheiten" spreche ich dabei schon lange nicht mehr.

    Zitat

    Über solche Geräte wird ja auch ca. 95% der Musik konsumiert ... ich finde daraus kann man der Industrie wirklich keinen Vorwurf machen.

    Doch. Weil es zum berühmt-berüchtigten Teufelskreis führt: Wenn Musik auf allen Anlagen beschissen klingt, ist den Menschen auch egal mit was sie hören.

    (P.S.: Juli scheint ja auch mit Autoradio besch... zu klingen (pers. kenn ich das Lied nicht))

    Übrigens scheint nach meinen bisherigen Beobachtungen solch stark komprimierte und unausgeglichen klingende Musik auch zu Konsum mit stark erhöhter Durchschnittslautstärke zu führen, was widerum ein gesundheitliches Thema darstellt.
    Für meine Ohren ist es jedenfalls ein wesentlicher Unterschied, ob ich 5 Stunden Punkrock in einem 150PAX-Saal mische oder mich nur 1,5 Stunden auf eine Party mit gleichen Spitzenpegeln stelle. Im ersten Fall habe ich je nach Schlagzeuger ein etwas dumpfes Gefühl auf den Ohren (Becken), im zweiten eher den Eindruck gar nichts mehr zu hören.

  • oton
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    • 29. Januar 2007 um 13:50
    • #22
    Zitat von "AudioBo"

    Doch. Weil es zum berühmt-berüchtigten Teufelskreis führt: Wenn Musik auf allen Anlagen beschissen klingt, ist den Menschen auch egal mit was sie hören.

    Sie klingt ja nicht überall beschissen, nur halt oft nicht gut über eine grosse PA. Und das stark komprimierte Musik ermüdender ist stimmt zwar, aber auch da kann ich am Mischpult dagegenhalten, in dem ich dynamisch fahre und den Zuhörern (z.B bei leiseren ruhigen Stücken) auch mal eine kleine Pause gönne.

    Und nochmal, wie ein Stück im Studio gemischt wird ist hauptsächlich ein Stilmittel. Wenn ich einer Band wie Juli einen "Garagensound" gebe, will ich sie imagemässig vielleicht aus einer anderen Ecke rausholen ... :D

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  • gurkendoktor
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    • 29. Januar 2007 um 17:39
    • #23

    grad mal reingelauscht, ist doch gar nicht soo schlimm. im radio kanns natürlich dann daneben gehen, das ist haarscharf. aber ich mag das auch nicht so, wenn tanzmusikmäßig die stimme viehisch laut und der rest nur so ein rumgedudel ist…

  • Sound-Klinik
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    • 29. Januar 2007 um 19:28
    • #24

    ... hat schon mal jemand darüber nachgedacht, wie "Musik" heute konsumiert wird ?

    Viele "Konfirmations-HiFi"-Anlagen sind weit entfernt von einer natürlichen Wiedergabe.
    Diese Dröhn-"Blaster" sind zwar (inkl. vieler bunter Lampen und LEDs) "erschwinglich" geworden im Vergleich zu HiFi-Anlagen aus den 80er-Jahren ... aber wie sieht es klanglich aus ?

    1. Wieviele Kids gehen in ein klassisches Konzert und wissen, wie natürliche Instrumente klingen ?
    2. Welche Kids gehen in einem Biergarten und hören sich eine Dixieland-Band (ohne exzessive Verstärkung) an ?
    3. Welche Kids haben heute noch wirklich Lust, selbst ein Musikinstrument zu lernen ... Scheiben auflegen ist doch viel einfacher ... :?

    Wer den PA-Zirkus in den letzten 20 Jahren genau beobachtet hat, wird feststellen, daß eine gestiegene Tendenz zur Basslastigkeit und höheren Wiedergabepegeln besteht ... und das nicht nur bei DJs.
    Eine natürliche Stimmenwiedergabe ist zunehmend Nebensache, solange die synthetische Bassdrum und Synthiebässe - z.T. bei gesundheitsgefährdenden Wiedergabepegeln für das Innenohr - durch den Laden donnern. :?

    Von einem Tontech, der sein Gehör per Ghettoblaster im Kinderzimmer jahrelang auf diesen "Sound" geeicht hat, würde ich mich jedenfalls als Musiker ganz sicher nicht mischen lassen. 8)

  • 00Schneider
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    • 29. Januar 2007 um 20:12
    • #25
    Zitat von "Sound-Klinik"


    2. Welche Kids gehen in einem Biergarten und hören sich eine Dixieland-Band (ohne exzessive Verstärkung) an ?
    3. Welche Kids haben heute noch wirklich Lust, selbst ein Musikinstrument zu lernen ... Scheiben auflegen ist doch viel einfacher ... :?


    zu 2. Wenn Dixie-Land gespielt wird, würde ich da auch nicht hingehen...

    zu 3. Nun ja, lernen ist so ne Sache, da braucht man ja Unterrricht und muss üben... aber generell würde ich nicht sagen dass Kinder keine Instrumente mehr spielen wollen. Es gibt genügend Musiklehrer die zu tun haben und Instrumente der Einsteigerklasse werden sehr sehr gut verkauft.

    Lautsprecher verstärken die Stimme, aber nicht die Argumente.

  • Seven
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    • 29. Januar 2007 um 20:25
    • #26

    So und wer ist nun Schuld an dem ganzen Dilemma? :?::)

  • tufkaklto
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    • 29. Januar 2007 um 20:45
    • #27
    Zitat

    1. Wieviele Kids gehen in ein klassisches Konzert und wissen, wie natürliche Instrumente klingen ?
    2. Welche Kids gehen in einem Biergarten und hören sich eine Dixieland-Band (ohne exzessive Verstärkung) an ?
    3. Welche Kids haben heute noch wirklich Lust, selbst ein Musikinstrument zu lernen ... Scheiben auflegen ist doch viel einfacher ...

    Zu 2: Schneider hat recht, würd ich auch abbiegen :D

    zu 3: Ehrlich gesagt, ich bin sogar erstaunt, wie viele Kids ein Instrument lernen und in Bands spielen. Obs uns dann gefällt, ist was anderes.

    Zitat

    Wer den PA-Zirkus in den letzten 20 Jahren genau beobachtet hat, wird feststellen, daß eine gestiegene Tendenz zur Basslastigkeit und höheren Wiedergabepegeln besteht ... und das nicht nur bei DJs.
    Eine natürliche Stimmenwiedergabe ist zunehmend Nebensache, solange die synthetische Bassdrum und Synthiebässe - z.T. bei gesundheitsgefährdenden Wiedergabepegeln für das Innenohr - durch den Laden donnern.

    Um ehrlich zu sein, finde ich gar nicht.
    Ich hatte eher den Eindruck, das mit den Martin F2 Wänden deutlich mehr Laut gemacht wurde als heute mit den meisten LA's.

    Und das mit den Bässen ist eine musikalische Sache. da hat sich halt viel an der Musik selber verändert.
    Wenn Bands wie SEEED zB sehr Basslastig fahren, gehört das zu deren konzept.
    Gerade heuer ( pardon 2006 )habe ich mit eher älteren Rockbands zu tun gehabt, die waren wieder überhaupt nicht "Subheavy".
    Ist einfach ein Bestandteil des musikalischen Konzeptes, wie sehr die Bässe wichtig sind.
    Und wenn ich persönlich kein Fan von Synthiebässen bin, dann ist es für die, denens gefällt halt cool.

    Ich erinnere mich noch, als sich unsere Eltern über unsere Musik aufgeregt haben.
    Ich will ehrlich gesagt nicht in die Schiene rein.
    Wenns denen gefällt, soll sein.

    Ich erinnere nur an Metallica.
    Für viele war das lange Zeit DER Inbegriff für perfekten Sound.
    Wie hätten die das noch toppen können. ? wohl kaum.
    Dann kam die St. Anger, die sich wie eine Proberaumaufnahme anhörte.
    Und ich muß gestehen, ich persönlich fands genial, den Mut zu haben, es ohne Kompromiße wieder auf wesentliches ( einfach die Musik selber ) zu reduzieren.

    Was ich damit sagen will.
    Nach der Zeit an supersound perfekten Musikklonen hab ich gar kein Problem damit, das sich ein Gegentrend entwickelt.
    Immer nur noch perfekter, wie soll das noch produziert werden, welche ( neue) Band kann sich das noch leisten.

    UND: Sound ist subjektiv, mit all seinen künstlerischen Freiheiten.

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    • 29. Januar 2007 um 21:25
    • #28
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Viele "Konfirmations-HiFi"-Anlagen sind weit entfernt von einer natürlichen Wiedergabe.
    Diese Dröhn-"Blaster" sind zwar (inkl. vieler bunter Lampen und LEDs) "erschwinglich" geworden im Vergleich zu HiFi-Anlagen aus den 80er-Jahren ... aber wie sieht es klanglich aus ?

    Also imho klangen die Konfirmations HIFI Anlagen und Ghettoblaster in den 80er Jahren um Welten schlechter als heute .. ich war dabei und habe die Teile teilweise heute noch ...

    Zitat von "Sound-Klinik"

    1. Wieviele Kids gehen in ein klassisches Konzert und wissen, wie natürliche Instrumente klingen ?

    genauso viele oder wenige wie "damals"

    Zitat von "Sound-Klinik"

    2. Welche Kids gehen in einem Biergarten und hören sich eine Dixieland-Band (ohne exzessive Verstärkung) an ?

    Hoffentlich keine ... Dixieland ist mit Abstand die ekelerregendste und grauenhafteste Musik, die je auf diesem Planeten entstanden ist und sollte bei Ausübung sofort mit lebendlager hadt bestraft werden !!

    Zitat von "Sound-Klinik"

    3. Welche Kids haben heute noch wirklich Lust, selbst ein Musikinstrument zu lernen ... Scheiben auflegen ist doch viel einfacher ... :?

    eher mehr als früher, so was ich beobachte. Liegt wahrscheinlich auch daran, das Popmusik langsam auch Einzug im "normalen" Schulunterricht hält

    Zitat von "Sound-Klinik"

    Wer den PA-Zirkus in den letzten 20 Jahren genau beobachtet hat, wird feststellen, daß eine gestiegene Tendenz zur Basslastigkeit und höheren Wiedergabepegeln besteht ... und das nicht nur bei DJs.
    Eine natürliche Stimmenwiedergabe ist zunehmend Nebensache, solange die synthetische Bassdrum und Synthiebässe - z.T. bei gesundheitsgefährdenden Wiedergabepegeln für das Innenohr - durch den Laden donnern. :?

    Ich würde Klaus erst einmal zustimmen, das Rock schon immer gerockt hat ... :D .... Soundklinik, du klingst wie mein Großvater ....

    Das sich die Hörgewohnheiten teilweise verschoben haben kann sein, aber ganz ehrlich Soundklinik, dein ewiges Rumgejammer wg. Bassüberhöhung contra "natürlicher Sound von damals" wird langsam etwas anstrengend.
    Deine technischen Beiträge schätze ich sehr, musikalisch bist du, wie ja aus den Internetseiten deiner Bands zu ersehen, ein alter Tanzmucker mit eben solchem Musikgeschmack, und ich bin froh das die Mehrheit der heutigen Jugendlichen andere Hörgewohnheiten & Geschmäcker hat ... :wink: .. nichts für ungut.

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    • 29. Januar 2007 um 21:27
    • #29
    Zitat von "oTon"

    Also imho klangen die Konfirmations HIFI Anlagen und Ghettoblaster in den 80er Jahren um Welten schlechter als heute .. ich war dabei und habe die Teile teilweise heute noch ...


    genauso viele oder wenige wie "damals"


    Hoffentlich keine ... Dixieland ist mit Abstand die ekelerregendste und grauenhafteste Musik, die je auf diesem Planeten entstanden ist und sollte bei Ausübung sofort mit lebenslanger Einzelhaft bestraft werden !!


    eher mehr als früher, so was ich beobachte. Liegt wahrscheinlich auch daran, das Popmusik langsam auch Einzug im "normalen" Schulunterricht hält


    Ich würde Klaus erst einmal zustimmen, das Rock schon immer gerockt hat ... :D .... Soundklinik, du klingst wie mein Großvater ....

    Das sich die Hörgewohnheiten teilweise verschoben haben kann sein, aber ganz ehrlich Soundklinik, dein ewiges Rumgejammer wg. Bassüberhöhung contra "natürlicher Sound von damals" wird langsam etwas anstrengend.
    Deine technischen Beiträge schätze ich sehr, musikalisch bist du, wie ja aus den Internetseiten deiner Bands zu ersehen, ein alter Tanzmucker mit eben solchem Musikgeschmack, und ich bin froh das die Mehrheit der heutigen Jugendlichen andere Hörgewohnheiten & Geschmäcker hat ... :wink: .. nichts für ungut.

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    • 29. Januar 2007 um 22:29
    • #30
    Zitat von "oTon"

    Also imho klangen die Konfirmations HIFI Anlagen und Ghettoblaster in den 80er Jahren um Welten schlechter als heute .. ich war dabei und habe die Teile teilweise heute noch ...


    ... ich verglich keine "Konfirmationsanlagen" aus den 80ern, sondern "ausgewachsene" HiFi-Anlagen. Und DIE klangen wirklich erheblich besser als diese EUR 80,- "Boom"-Anlagen, die sich die Kids heute bei ALDI kaufen. :wink:

    Zitat von "oTon"


    Hoffentlich keine ... Dixieland ist mit Abstand die ekelerregendste und grauenhafteste Musik, die je auf diesem Planeten entstanden ist und sollte bei Ausübung sofort mit lebendlager hadt bestraft werden !!


    ... ich bin auch kein militanter Anhänger von Blechblasinstumenten ... aber wenigstens können diese Typen noch richtig auf einem Instument spielen. :D

    Zitat von "oTon"


    Das sich die Hörgewohnheiten teilweise verschoben haben kann sein, aber ganz ehrlich Soundklinik, dein ewiges Rumgejammer wg. Bassüberhöhung contra "natürlicher Sound von damals" wird langsam etwas anstrengend.


    ... die Hörgewonheiten HABEN sich in der Tat verschoben. :)

    Zitat von "oTon"

    ... und ich bin froh das die Mehrheit der heutigen Jugendlichen andere Hörgewohnheiten & Geschmäcker hat ... :wink: .. nichts für ungut.


    ... ob dies wirklich ein Fortschritt ist ? :wink:

    Übrigens: Mein persönlicher Musikgeschmack hat sehr wenig mit "Tanzmusik" zu tun ...

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    • 29. Januar 2007 um 22:56
    • #31
    Zitat von "Sound-Klinik"

    Übrigens: Mein persönlicher Musikgeschmack hat sehr wenig mit "Tanzmusik" zu tun ...

    habe ja auch tanzmucker geschrieben ... das ist sozusagen die moderne Variante .. :D

    Jeder hat seine Geschmäcker, und meistens stehen die irgerndwann so ab Mitte 30 auch fest und werden nicht mehr geändert.
    Das ist für Privatmenschen auch ok, aber wenn ich professionell damit umgehen will und meine Brötchen verdienen, dann muss ich imho sehen das ich am Ball bleibe und die geänderten Hörgewohnheiten nicht nur mitbekomme sondern auch mitmache und verstehen kann, erst dann weiß ich was meine Kunden eigentlich wollen.

    In unserem Job muss ich mich ständig informieren und neue Musik hören, um zu merken wo es lang geht .... wer das nicht tut beschallt halt dann den Rest seines Lebens Porsche-Dixieland Festivals ....

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  • Sound-Klinik
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    • 30. Januar 2007 um 06:01
    • #32
    Zitat von "oTon"

    Jeder hat seine Geschmäcker, und meistens stehen die irgerndwann so ab Mitte 30 auch fest und werden nicht mehr geändert.
    Das ist für Privatmenschen auch ok, aber wenn ich professionell damit umgehen will und meine Brötchen verdienen, dann muss ich imho sehen das ich am Ball bleibe und die geänderten Hörgewohnheiten nicht nur mitbekomme sondern auch mitmache und verstehen kann, erst dann weiß ich was meine Kunden eigentlich wollen.


    ... ich schrieb ja nicht nur von einer tendenziell zunehmenden Basslastigkeit, sondern auch von einer Erhöhung der Wiedergabepegel.

    Und sicher gab es auch schon in den 70ern laute Bands (Who, Stones ...) .. ABER: "Normalen" Bands (und den ersten DJs :) ) standen damals (noch) nicht jene Leistungen und belastbare LS-Systeme (wie heute) zur Verfügung, mit denen im hohen Maß gesundheitsgefährdende Pegel in einem Festzelt oder Club generiert werden konnten.

    Es ist doch Tatsache, daß Beschwerden durch Nachbarn bzw. Anwohner einfach zugenommen haben ... und dies liegt auch nicht primär daran, daß die "keinen Spaß mehr verstehen", sondern daß es heute einfach lauter bzw. viel zu laut (auch für die Veranstaltungsbesucher !!!) ist.

    Mich überraschen daher Lärmdiskussionen, das zunehmende Einschreiten von Behörden und Auflagen bei Veranstaltungen überhaupt nicht.

    Und wer in der Veranstaltungsbranche wirklich professionell arbeitet, sollte sowas nicht ignorieren. :wink:

    Zitat von "oTon"

    In unserem Job muss ich mich ständig informieren und neue Musik hören, um zu merken wo es lang geht .... wer das nicht tut beschallt halt dann den Rest seines Lebens Porsche-Dixieland Festivals ....


    Ich kann Dir versichern, daß die Bandbreite der von mir gehörten Musik nicht nur erheblich breiter als bei der Mehrheit meiner Altersgenossen ist. Die musikalische Bandbreite dürfte auch die Mehrzahl der Teenies und Mitzwanziger erheblich übersteigen ... und die über 30-jährigen (Nichtmusiker !) haben sich - wie Du ja selbst schreibt - dann überwiegend auch auf eine "bestimmte" Musik festgelegt.

    Aber ein Hinweis: Nicht alle Menschen einer bestimmten Altersklasse "konsumieren" die gleiche Musik ... und ich hoffe, daß es auch heute noch genügend Teenies gibt, die einen eigenen, persönlichen Musikgeschmack haben und dazu stehen (können). Und wenn dies dann ggf. auch klassische Gitarre ... oder Trompete ... oder Klarinettte ist: Es lebe die Vielfalt ! :D

    ... und zu Juli: ich habe selbst schon Titel von denen live gespielt (und natürlich "für Geld" :D ) ... musikalisch machen die nichts wirklich Neues (ist alles schon mal dagewesen). Diese Masche wird jetzt (wie schon viele "Neuheiten" davor ...) "ausgelutscht", solange es noch genügend Konsumenten "schmeckt". Sinken die Verkaufzahlen der Tonträger und Downloads, erfolgen "Verbesserungen" (z.B. am Sound ... oder am Outfit ... oder es erfolgt gar - natürlich mit Unterstützung von BRAVO - ein "Imagewechsel" ...).

    Aber auch sowas ist alles schon mal dagewesen (Rock'n'Roll, Punk ...). :D

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    • 30. Januar 2007 um 10:05
    • #33

    Bei den Lautstärkeanstiegen gebe ich dir teilweise recht, allerdings ist das in den letzten 2-3 Jahren auch wieder zurückgegangen, ich höre inzwischen wieder mehr "leise" Konzerte.

    Mir gib es aber eher nicht um Lautstärke sondern um Klangbild, das sich imho doch sehr geändert hat. Mir selber fehlt inzwischen auch schon etwas, wenn ich nicht ein paar Infras unter der Bühne liegen habe, muss ich zu meiner Schande zugeben .. :D

    Das Juli & Co keine "neue" Musik sind ist mir schon klar, sie sind halt ein Teil des komerziellen neuen deutschen Rock-Fräuleinwunders ... angestossen wohl durch Bands Wir sind Helden & Guano Apes, und dann sind wie immer alle hinterhergerudert ....

    Und wenn das dann mit dem Rock´n Roll nicht so hinhaut versucht man es halt mit einem etwas , sagen wir mal "punkigen" Mix, der Credebility etwas auf die Sprünge zu helfen.

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  • tufkaklto
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    • 30. Januar 2007 um 12:04
    • #34
    Zitat

    Und sicher gab es auch schon in den 70ern laute Bands (Who, Stones ...) .. ABER: "Normalen" Bands (und den ersten DJs ) standen damals (noch) nicht jene Leistungen und belastbare LS-Systeme (wie heute) zur Verfügung, mit denen im hohen Maß gesundheitsgefährdende Pegel in einem Festzelt oder Club generiert werden konnten.

    Es ist doch Tatsache, daß Beschwerden durch Nachbarn bzw. Anwohner einfach zugenommen haben ... und dies liegt auch nicht primär daran, daß die "keinen Spaß mehr verstehen", sondern daß es heute einfach lauter bzw. viel zu laut (auch für die Veranstaltungsbesucher !!!) ist.

    Um ehrlich zu sein, ich bin mir da nicht so sicher.

    In den 80ern gab es sehr wohl schon leistungsstarke Systeme. Auch wenn das dann Wände waren :D
    Zugegeben wars halt hinten leiser.
    Vorne bis zum FOH dafür aber hallo.

    Es gab eine Zeit, da heben die Bands konkurriert, wer am Lautesten ist.
    Das wär heute so gar nicht mehr möglich.
    Ich habe Ender der 80er in den Staaten schon Alice Cooper Konzert gehört, da haben mir 2 Tage später noch die Ohren geklingelt.
    Heute würde er dafür verhaftet werden.
    Ich hab Anfang der 90er Rider in den Händen gehabt, da gabs Bands wie The Swans , die haben 125db in der Location gefordert, und auch mit Schallpegelmessern Stress gemacht, wenns zu leise war.
    Von Motörhead red ich mal gar nicht.

    Das mit den Lärmbeschwerden sehe ich eher als ein allgemeines Zeichen der Zeit. ( wenn wieder mal die Städter aufs Land ziehen, und über Sachen aufregen, die schon immer waren :D )
    Es werden ja Trendmäßig auch überall Lärmschutzmaßnamen gebaut.

    Aus solchen Auswüchsen kommen ja die Lärmbeschränkungen.

    Also ich persönlich finds heute im Groben leiser als früher.
    ( oder ich bin nur auf den falschen Veranstaltungen :shock: )

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    • 30. Januar 2007 um 15:17
    • #35

    Das ist jetzt aber ein rießen Bogen den ihr hier ums Thema spannt. Eigentlich ging es ja nur um den Trend das zur Zeit der Gesang beim Mastering von Produktionen ehr untergeht. Und ihr meint wirklich da haben die 70er und 80er schuld dran? *grins*

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    • 30. Januar 2007 um 16:00
    • #36
    Zitat von "Kracky"

    Und ihr meint wirklich da haben die 70er und 80er schuld dran? *grins*

    jupp ich sage nur Punk. Das erste mal das die Gitarren den Sänger niederbrüllen durften ... und niemand hat es gestöhrt ... :D

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    • 30. Januar 2007 um 17:51
    • #37

    lol :P:P

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    • 30. Januar 2007 um 17:58
    • #38

    Ach komm, das waren doch nur die Anfangszeiten als unbegabte, junge Menschen sich ein Instrument griffen um just for Fun zu rocken. Inzwischen ist auch in der Punk Szene ein gewisser musikalischer Hintergrund vorhanden und es geht nicht mehr wirklich nur um laute und schräge Partys. Komischerweise gerade aus dieser Richtung sind die Produktionen der letzten Jahre, die ich jetzt so kenne ausserordentlich gut.

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    • 30. Januar 2007 um 18:45
    • #39
    Zitat von "Kracky"

    Ach komm, das waren doch nur die Anfangszeiten als unbegabte, junge Menschen sich ein Instrument griffen um just for Fun zu rocken.

    Naja sie konnten vielleicht nicht virtuos spielen, aber als musikalisch unbegabt würde ich Clash & Co nun wirklich nicht bezeichen. Und Punk und Just for Fun sind jetzt auch nicht gerade Synonyme für mich. Und rocken wollten sie schon gar nicht ...

    Und so sehr ich richtig gute Musiker mische & liebe, die beste und interessanteste, und oft auch witzigste Musik kommt oft nicht von ihnen, siehe in Deutschland z.B. Sportfreunde Stiller und Wir sind Helden.

    Zitat von "Kracky"

    Inzwischen ist auch in der Punk Szene ein gewisser musikalischer Hintergrund vorhanden und es geht nicht mehr wirklich nur um laute und schräge Partys. Komischerweise gerade aus dieser Richtung sind die Produktionen der letzten Jahre, die ich jetzt so kenne ausserordentlich gut.

    was denn z.B ?? Green day ??

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    • 31. Januar 2007 um 09:20
    • #40
    Zitat von "klauston"

    In den 80ern gab es sehr wohl schon leistungsstarke Systeme. Auch wenn das dann Wände waren :D
    Zugegeben wars halt hinten leiser.
    Vorne bis zum FOH dafür aber hallo.

    Es gab eine Zeit, da heben die Bands konkurriert, wer am Lautesten ist.
    Das wär heute so gar nicht mehr möglich.


    ... sowas betraf aber eher Top-Acts, die international mit mehreren Sattelschleppern auf Tour gingen.

    Den Party- und Top40-Bands in den 70ern/80ern standen i.d.R. derart leistungsfähige Systeme wie heute NICHT zur Verfügung (... und vom benötigten Platzbedarf einer wirklich leistungsstarken PA in den 70ern und Wirtschaftlichkeit rede ich besser gar nicht erst ...).

    Und daß heute vielerorts Lärmauflagen bestehen, liegt weniger an den Stones oder Alice Cooper, sondern an den Cover-Bands und DJs, denen jegliches Gespür für Lärm (und erst recht: Klang !) fehlt.

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