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Overhead-Mikrofonie

  • Christian Engel
  • 4. Februar 2007 um 14:42
  • Christian Engel
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    • 4. Februar 2007 um 14:42
    • #1

    Hallo Kollegen,

    das Durchlesen des nachstehenden Threads

    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=56230

    in welchem ansatzweise die Drum-Abnahme via Overhead-Mikrofonen diskuttiert wurde, hat mein Interesse an einer Diskussion über Vorgehensweisen bei der Overhead-Mikrofonie geweckt.

    Ich selbst nutze gern die ORTF-Anordnung. Wie geht ihr vor und warum?

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • Tobias Zw.
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    • 4. Februar 2007 um 15:02
    • #2

    Hi Christian,

    ich machen das ganze situativ so wie's paßt. Will heißen:

    Bei Rock'n'Roll "klassisch" mit zwei Mikros links/rechts, notfalls das Ride nochmal mit einem zusätzlichen Mikro gestützt.
    Bei Musik der härteren Gangart gerne auch "Quasi-Einzelabnahme".
    Bei Jazz oder Bigband komme ich oft ganz gut mit nur einem OH aus.
    Und bei Aufnahmen bin ich Verfechter einer XY-Anordnung auf einer Stereoschiene über dem Kopf des Drummers.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

    http://www.tobiaszweckerl.de

  • wora
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    • 5. Februar 2007 um 01:01
    • #3

    ich nehme das drumset normalerweise mit ner art "AB" ab.
    dabei schau ich mir das drumset an und entscheide dann, wo ich die mikros platziere. immer so das ich möglichst alles draufbekomme, das ride hat aber immer ein bisschen vorrang.
    mit engeren mikroabständen (z.b. ORTF) hab ich auch schon experimentiert, aber ich mag dem drummer keinen mikroständer vor die nase stellen. von hinten über den kopf finde ich auch nicht prickelnd, denn irgendwann muss der drummer ja auch mal aufstehen...
    ich nehme normalerweise kleinmembran-mikros, das finde ich irgendwie angenehmer. das panning mach ich normalerweise ganz hart L/R, ausser wenn der mischerplatz aussermittig steht. dann panne ich mono, um die klangliche balance an meinem platz einschätzen zu können.

    manchmal (z.b. bei jazz) mache ich es so, das ich die mikros nicht über dem drumset positioniere, sondern vor das set, etwa in höhe der toms (oder sogar noch etwas tiefer). mit ein wenig übung bekommt man so einen sehr ausgewogenen schlagzeugsound, wenn man die trommeln nicht einzeln stützen möchte (oder kann)

    und schlussendlich nutze ich auch manchmal (wenns das drumset erlaubt und die kanäle knapp sind) eine "Acht" etwa in der mitte des drumsets vor der snare. das ist aber ne notlösung die keine grössere rolle spielt, funktioniert aber manchmal erstaunlich gut.


    wenn es möglich ist, fange ich beim soundcheck auch mit den overheads an. dann muss ich nachher nicht so viele höhen rausdrehen ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • audiobo
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    • 6. Februar 2007 um 13:12
    • #4

    Rock/Pop (ausgehend von mir unbekannten Band´s u. Drumsets):

    1 - Kanalknappheit :D : 1 OH in der Nähe des Ridebeckens, auf Verdacht mit geinsertetem Kompressor den ich bei Bedarf etwas reindrehe (keine zu kurzen Regelzeiten, wg. der Snare, sonst fängt´s fürchterlich an zu pumpen) - nur für den Fall allzu komischer (lauter) Crashbecken - ein EQ im Sidechain kann auch nicht schaden, ist allerdings meist eh nicht vorhanden.

    2 - kleine Clubs (<250pax): garnicht oder direkt ans Ride

    3 - ansonsten: A/B (warscheinlich ahnlich wie bei wora) oder wieder nur 1, jeweils allerdings plus 1xRidemikro.

    Kleine Anekdote am Rande: Bei einem Konzert (bei dem ich allerdings Schlagzeuger wie (gut klingendes) Drumset kannte, bin ich mit 2 Kanälen OH +BD +SN ausgekommen und es klang verdammt geil. War allerdings nicht OVER-Head, sondern eher BESIDE-Head (Gross A/B in Kopfhöhe auf die Toms ausgerichtet), so wie es manche Studio-Leute auch machen. Musik war eher rockiger HipHop.

    Zu heftige Pegelstereophonie versuche ich übrigens generell nach Möglichkeit zu vermeiden, da (bei üblichen PA-Aufbauten) meist nur recht wenig Leute was davon haben, andere, seitwärts stehende Menschen evtl. aber z.B. die Hi Tom nicht hören würden. (schade dass es in den Digi-Pulten noch keinen Laufzeit-Pan gibt (oder hab ich was verpasst?))

    Eher akustischer klingende Sachen (z.B. Jazz), die evtl. auch noch aufgezeichnet werden, dann allerdings gerne mit XY oder ORTF-ähnlich, um Mono-Kompatibel zu bleiben. BTW: `ne 8er Kapsel hätte ich auch gerne. :wink:

  • rockline
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    • 6. Februar 2007 um 21:57
    • #5
    Zitat von &quot;AudioBo&quot;

    .................bin ich mit 2 Kanälen OH +BD +SN ausgekommen und es klang verdammt geil.


    Das mag ich gerne bestätigen. Bei vielen Bigbandsachen, Folk und Jazz mache ich das nur noch so. Lasse sehr oft sogar SN Mic weg. Also nur Kick und 2 x OH!
    Bei lauten Cover oder Metalbands mag ich eigentlich überhaupt keine OH mehr. Kann bei zu lauter Band im Mix nichts mehr damit anfangen.

    Grundsätzlich gilt: nah an die Becken! Diese superhohen Aufbauten sind nur was für Effekthascher. Das Nutzsignal eines Ride beispielsweise geht bei derartigen Abständen gegen Null. Ich sehe OH Mics eher als Closemike
    Applikation ähnlich der Tommics usw - halt nur als Kondensatorlösung zugunsten des erweiterten Frequenzgangs.
    Stefan

  • wikinger
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    • 6. Februar 2007 um 22:20
    • #6

    Ich mache das in der Regel ganz normal L/R. Was man in der Schweiz immer öfters sieht... UH. Auch viele, in der Schweiz bekannte Bands, machen das inzwischen.

    Ich will das in nächster Zeit auch mal austesten.

    Was findet Ihr von UH`s?


    Gruss WK

    können Sie nicht ein bisschen leiser machen...???

  • wora
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    • 6. Februar 2007 um 23:14
    • #7

    UH mache ich schon immer, wenn ich Ridebecken abnehme.

    manchmal auch sehr gerne bei der HH.
    das geht nur nicht mit allen pult-EQs und HiHat-becken...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • treibsand
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    • 7. Februar 2007 um 10:25
    • #8

    Ich bin ja immer Fan von "unsichtbarer" Microfonie, deswegen lieber nur Ride und UH, als zu viele, zu grosse Stative.
    Grade bei kleinen Drumsets (1-2 Toms, 1-2 Becken) sieht es viel schöner aus.
    Bei einer grösseren Anzahl von Becken macht UH aber weniger Sinn.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • karel noon
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    • 7. Februar 2007 um 13:53
    • #9

    bis zu 4 becken + ride bin ich ein großer fan von UH und einzelabnahme, darüber hinaus einfach LR ein OH, und dann sehen wie das drumset aussieht.
    mit stereoarianten mache ich da eigentlich nie etwas, da kaum ein zuhörer an der richtigen stelle steht, das ist eher was fürs studio.

    aber als regel gilt bei mir eher das es keine regel gibt, dafür sind die situationen zu unterschiedlich.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • audiobo
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    • 10. Februar 2007 um 14:15
    • #10

    Ähm, erstmal, nur um Missverständnisse vorzubeugen, mit UH meint ihr doch sicherlich alle die Beckenabnahme von unten, oder?!

    Schön dann meinen Senf dazu. Im Prinzip schöne Sache (vor allem optisch), jedoch ist der Aufnahmebereich doch um einiges eingeschränkter, da die ganzen Trommeln und Becken dazwischen liegen, d.h. es führt schneller zu mehr Mikrofonen (schlecht für meine 1 Mikrofon-Taktik :D ). Klanglich allerdings völlig legitim, gerade bei Crash-Becken. Beim Ride fehlt mir allerdings subjektiv je nach Spielweise/Musikrichtung/Becken schon mal der feine Anschlag-Tick des Sticks auf dem Metall, bei der HiHat (wie Wora bereits andeutete) noch viel eher.

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