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Panne(n) beim Frankfurter Opernball

  • Kai Pirinja
  • 28. Februar 2007 um 13:46
  • Kai Pirinja
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    • 28. Februar 2007 um 13:46
    • #1

    http://www.wiesbadener-kurier.de/region/objekt.…ikel_id=2726668

    Zitat


    FRANKFURT Der 25.Frankfurter Opernball stand am Wochenende unter keinem guten Stern. Organisatorische Mängel, technische Pannen und so wenig Prominenz wie noch nie prägen das Spektakel in der Alten Oper.

    Ganz anders und divahaft reagiert danach Bühnenstar Kim Wilde - bekannt durch Hits wie "Kids in America". Nachdem ihr Mikrofon mehrfach knallartige Rückkopplungs- und Krächzgeräusche von sich gibt und die 46-Jährige erschrickt, verabschiedet sie sich nach nur wenigen Minuten entnervt von der Bühne, weil sie unter diesen technischen Bedingungen nicht singen könne. Es folgen peinlich stille zehn Minuten im Saal, bis Organisator Pasenau an Mikrofon tritt und sich für den "Mist", wie er die Panne nennt, entschuldigt und zugibt: "Kim Wilde sitzt weinend in der Garderobe wegen des technischen Unglücks." Dann nimmt die Big-Band von Günter Noris vorzeitig wieder die Instrumente in die Hand und versucht mit schmissiger Tanzmusik die peinliche Atmosphäre zu überspielen.


    Ooops, was war da denn los? DVB-T? Weiß jemand was Genaueres?

    Ich denke, also bin ich hier falsch. 

  • Wurst Werner
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    4.623
    • 28. Februar 2007 um 14:12
    • #2

    "Krächzgeräusche von sich gibt"--> vielleicht singt die gute Frau ja so :roll:

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • f8274
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    • 28. Februar 2007 um 14:54
    • #3

    Habs auch in der Zeitung gelesen. Mir ist unbegreiflich wie bei einem Ball mit eta 2.400 Gästen, die für ihre Eintrittskarte 650,- EUR berappt haben (Summe der Eintrittsgelder somit 1.560.000,- EUR! *) technisch unbedarfte Dienstleister gebucht werden.

    Das Problem bestand nach Aussage des Veranstalters darin, dass ein Reporter-/Kamerateam für sein Funkmikrofon dieselbe Frequenz wie Kim Wildes Bühnen-Mic-System nutzte. Man versuchte fieberhaft, das Team zu lokalisieren, was manjedoch selbst in 10-15 Minuten nicht schaffte. Das Kim Wilde-Team packte daraufhin ein.

    Dies klingt jedoch für mich eher unglaublich, da sich in solchen Fällen ein Mic komplett verabschiedet, während das andere störungsfrei benutzt werden kann. Es werden eher Frequenzen benutzt worden sein, die nicht zusammen harmonieren. Bei solchen Events sollte aber vorab ein Frequenzbelegungsplan erstellt werden, der mit den Frequenzempfehlungen /-freigaben des Funmikorfonherstellers abgeglichen wird.

    Kim hat genau richtig reagiert, wodurch der Veranstalter hoffentlich dazu lernt. Ich frage mich außerdem, warum man ihr nicht flugs ein Havarie-Funkmic übergeben hat...

    Weiter hieß es im Zeitungsbericht, dass die Moderatorin, Brigitte Nielsen, nervös und unvorbereitet wirkte. Und Al Martino sang auch Vollplayback...also eine rundherum klasse Leistung für ein 650,- EUR- Ticket, gelle!!!

    Gruß f8274

    * eine immense Summe, auch wenn davon ein Teil an die Hannelore Kohl Stiftung gespendet werden soll

  • Seven
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    • 28. Februar 2007 um 15:16
    • #4

    Eine technisch völlig unversierte Freundin von mir war live dabei. Sie hat das ganze als durchgehend chaotisch und grade tontechnisch mit vielen hörbaren Fehlern beschrieben.
    Wenn das also so auffällt muss schon was daneben gegangen sein, wobei die peinlichen und zickigen Auftritte einiger Stars dann wohl ins Bild der Veranstaltung gepasst haben...

  • schallereignissortierer
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    • 28. Februar 2007 um 15:18
    • #5
    Zitat von "f8274"

    ...Das Problem bestand nach Aussage des Veranstalters darin, dass ein Reporter-/Kamerateam für sein Funkmikrofon dieselbe Frequenz wie Kim Wildes Bühnen-Mic-System nutzte. Man versuchte fieberhaft, das Team zu lokalisieren, was manjedoch selbst in 10-15 Minuten nicht schaffte. Das Kim Wilde-Team packte daraufhin ein.

    Dies klingt jedoch für mich eher unglaublich, da sich in solchen Fällen ein Mic komplett verabschiedet, während das andere störungsfrei benutzt werden kann.
    Gruß f8274


    Nicht zwingend, wenn das "Kim" Mikro den anderen Sender wegdrückt und der andere Sender nur dann auf den "Kim" Receiver durchschlägt, wenn das Hf Signal vom "Kim" Mikro gerade absackt (Frau bewegt sich ja auf der Bühne und da wechselt der Hf Pegel nunmal) kann ich mir das schon vorstellen.

    Das ein zweites Mikro als Spare bereit stehen sollte und nicht stand, ist allerdings schon peinlich.

    Machen Sie das hauptberuflich oder verdient die Frau dazu?

  • Online
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    • 28. Februar 2007 um 16:41
    • #6

    Das mit dem Kamerateam ist mir auch schon passiert (Verleihung der goldenenen Leinwand) Mic des Moderators störte fürchterlich trotz vorherigem ausgiebigstem Check. Das Kamerateam hab ich noch erwischt. Der moderator hat aber cool reagiert und ein anderes Mic
    aus der Gesprächsrunde genommen.
    Seit diesem Vorfall wir bei jeder Veranstaltung, zu der EB Teams erwartet werden, durch einen Mitarbeiter die Lage gecheckt bzw. die Tür bewacht.
    Wer sich nicht anmeldet (mit seiner Frequenz) kommt nicht rein.

    Gruß
    Dieter

    http://www.ds-audiomobil.de
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  • derautor
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    • 28. Februar 2007 um 17:07
    • #7
    Zitat

    ein Havarie-Funkmic übergeben hat...

    Das beste Havarie-Funkmic hat ein Kabel. Das legt man vor dem Auftritt des Stars fertig angeschlossen zu Füßen des Stars zwischen die Monitore. Und wenn der Star sich nicht bücken möchte oder das Ganze nicht versteht, muss halt einer springen (meist der Monitormensch) und dem Star das Mikro flugs in die Hände drücken (und das andere kassieren).

    Sollte als Dienstleister selbstverständlich sein.


    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • outliner
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    • 28. Februar 2007 um 17:49
    • #8
    Zitat von "f8274"

    Kim hat genau richtig reagiert, wodurch der Veranstalter hoffentlich dazu lernt.

    naja,"veranstalter erziehen" in allen ehren,aber die gäste können nichts dafür.
    selbst wenn das management einen teil des eintrittsgeldes zurückerstatten würde (womit man sich ja quasi im spendentopf bedienen würde...),der abend ist um einen liveact ärmer.
    finde das kofferpacken eher wenig professionell,lieber hinterher mit dem veranstalter einigen...$$$... :wink:

    Wenn keiner weiß, worum es geht, dann geht es hundertprozentig um Geld.

  • dienervt
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    • 28. Februar 2007 um 18:00
    • #9

    Mich würde interessieren, welche (juristischen) Folgen auf den Dienstleister zukommen.
    Beser schnell ein Kabelmikro anschließen statt einer zeitraubenende Fehlersuche.

    Viel Bass ist durch nichts zu ersetzen- außer durch noch mehr Bass. http://www.DienerVT.de

  • tufkacaho
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    • 28. Februar 2007 um 18:25
    • #10

    ich gehe mal vonner netten konventionalstrafe und eventuellem zivilrechtlichem nachspiel aus. kommt aber immer auf den geschlossenen vertrag an.

    mfg carlo

  • Online
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    • 28. Februar 2007 um 18:34
    • #11

    da haben wir schon das (rechtliche) Problem: Ein plötzlich auftauchendes Kamerateam ist ja sozusagen der Verursacher der Störung...
    ...was in Zweifelsfall natürlich nachzuweisen wäre!

    Besser ist es immer, hier Vorsorge zu treffen. Professionell arbeitende
    Kamerateams melden sich vorher an und checken die Frequenzsituation
    oder man macht einen Probelauf.

    gruß

    Dieter

    http://www.ds-audiomobil.de
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  • Seven
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    • 28. Februar 2007 um 18:53
    • #12

    Das sei mal dahingestellt ob Frau Wilde richtig reagiert hat. Dem objektiven Betrachter wird das Verhalten eher zickig und unprofessionell rüberkommen als "richtig".

    Ich denke die gute Frau hätte danach genug Möglichkeiten gehabt die technisch Verantwortlichen auflaufen zu lassen.

  • manuela
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    • 28. Februar 2007 um 19:29
    • #13
    Zitat von "f8274"

    Das Problem bestand nach Aussage des Veranstalters darin, dass ein Reporter-/Kamerateam für sein Funkmikrofon dieselbe Frequenz wie Kim Wildes Bühnen-Mic-System nutzte. Man versuchte fieberhaft, das Team zu lokalisieren, was manjedoch selbst in 10-15 Minuten nicht schaffte. Das Kim Wilde-Team packte daraufhin ein.

    Die suchen auchnoch ne Viertelstunde nach einem Kamerateam anstatt ein Mic reinzustecken damit es losgehen kann ?
    Daß sie die Frequenzen nicht untereinander gecheckt haben reicht schon für eine Schlechterfüllung, aber sowas stellt euch das mal vor .... :oops:
    Darauf kanns nur eine Antwort geben.... Vollregress + nie wieder dort mit antreten.

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • Blancblue
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    • 28. Februar 2007 um 20:14
    • #14

    Wer hat denn da Ton dieses Jahr gemacht?

    Sirius?

    S&F?

    Die haben das zumindestens früher mal gemacht.

    P.S. Das beste Funkmikrofon hat immer noch ein Kabel 8)

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    • 28. Februar 2007 um 21:50
    • #15

    Gegen einen Ausfall eines oder mehrerer Funkmikrofone ist man letztlich nie gefeit - und sei es, dass einige Autonome da draußen mit 'nem Pritschenwagen vorfahren und mal mit ein paar hundert Watt breitbandig auf's Gebäude bretzeln.

    Das heißt, das alle wichtigen Funkverbindungen letztlich eine drahtgebundene Rückfall-Lösung brauchen. Da reden wir nicht nur von FuMics und Gitarren-Sendern, sondern auch von Intercom-Geschichten und Wireless DMX. Ausnahme vielleicht im Musical, weil's da zu viele sind und Kabel nicht auf die Bühne gehören.

    Auch eine Überlegung: Stets 'ne VHF-Anlage mitnehmen, wenn UHF "zusammenbricht", kann das andere Band immer noch funktionieren.


    Am Rande: Mist gebaut hat wohl schon jeder mal, und hinterher ist man immer klüger...

    Bitte keine fachlichen Fragen per PM - Inhaber von dBmess

  • f8274
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    • 28. Februar 2007 um 21:50
    • #16
    Zitat von "Outliner"

    naja,"veranstalter erziehen" in allen ehren,aber die gäste können nichts dafür.
    selbst wenn das management einen teil des eintrittsgeldes zurückerstatten würde (womit man sich ja quasi im spendentopf bedienen würde...),der abend ist um einen liveact ärmer.
    finde das kofferpacken eher wenig professionell,lieber hinterher mit dem veranstalter einigen...$$$... :wink:

    Welche Stars ihrer Größe würden denn das Theater mitmachen: Knapp ne Viertelstunde fabriziert das Gesangsmic Störgeräusche, es gibt fiese Störsignale auf ihr in-ear-monitoring, offenbar niemand anwesend, der die Situation retten kann. o.k., sie hätte noch um ein Ersatzmic bitten können.

    Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob der Veranstalter das technische Problem im weiteren Verlauf der VA lösen lassen konnte, und einen Versuch unternahm, Kim Wilde zu einem späteren Zeitpunkt um ihren Auftritt zu bitten. Jedenfalls haben jetzt andere Mitbewerber alle Chancen, den nächsten Opernball zu übernehmen :D

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    • 28. Februar 2007 um 22:02
    • #17

    Sachen gibts...
    Selbst bei kleinsten Veranstaltungen auf dem Dorf liegt bei mir immer ein angeschlossenes Beta58 am Centermonitor (Manche Künstler bringen ihr eigenes Funkmikrofon mit, bei denen ich schon fast alles erlebt habe). Sollten derartige Probleme auftreten entdeckt nahezu jeder Künstler dieses Spare Mic. Wenn nicht hilft ein freundlicher Hinweis über das TB vom Mischerplatz und die Sache ist gegessen.

    Gruß Wolf

  • dienervt
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    • 28. Februar 2007 um 22:31
    • #18
    Zitat von "Carlo Hohmann"

    ich gehe mal vonner netten konventionalstrafe und eventuellem zivilrechtlichem nachspiel aus. kommt aber immer auf den geschlossenen vertrag an.

    mfg carlo

    Ich frage mich, wie solche Risiken dieser Größenordnungen versicherbar sind. Es hätte ja auch das FOH Pult oder ein Stromverteiler defekt gehen (z.B. Nullabriss oder Feuer-> Räumung der Halle) können, dann wäre eine Rettung der Situation in einer angemessenen Zeit nicht möglich gewesen. In den meisten Mietverträgen steht zwar drin, daß der Vermieter nur eine weitergehende Haftung bei grober Fahrlässigkeit übernehmen muß- inwieweit das vor Gericht Bestand hat, sei dahingestellt. Vermögensschäden können ja schier ins "unendliche" gehen. Gibt es dazu Gerichtsurteile ?

    Viel Bass ist durch nichts zu ersetzen- außer durch noch mehr Bass. http://www.DienerVT.de

  • timotimo
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    • 28. Februar 2007 um 22:42
    • #19

    Wie ich den Artikel verstehe ist das Mikrofon nicht ausgefallen, sondern es gab "Geräusche". Wie stark und störend die waren ist jetzt von hier aus nicht auszumachen. Aber offenbar für die Künstlerin zu stark.

    Einig sind wir uns ja, daß das "Notfall-Management" versagt hat: vielleicht hat sich auch niemand getraut, auf die Bühne zu gehen und zu sagen: stop, wir müssen da was fixen, das Mikro tauschen.

  • DJ Detto
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    • 28. Februar 2007 um 23:05
    • #20

    Hi

    ich kann "derautor" und dem "Pfälzer " nur beipflichten. und eben das macht den feinen Unterschied. Es gibt halt VA leute die sich im VORFELD Gedanken machen und den Worst Case durchspielen

    Die haben adann auch Bestand

    Detto

    Erfolg hat nur,
    wer das eigentliche Problem wirklich löst!!!

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