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  5. Boxen und Amps

Gebrückte Endstufen

  • chris mack
  • 18. April 2007 um 15:09
  • chris mack
    Verifiziert
    Beiträge
    241
    • 18. April 2007 um 15:09
    • #1

    Wie muss ich mir das vorstellen wenn ich eine Endstufe auf Mono gebrückt umschalte?

    Welche Ohmzahl gilt dann?

    Meine Idee ist, zwei günstigere Endstufen für den Bassbereich zu kaufen.
    Ich habe zwei 18" Subwoofer von Eminence (Sigma Pro) mit 750 Watt.

    Könnte man einfach Pro Seite eine Endstufe nehmen die mono gebrückt ist?
    Es gibt ja viele Endstufen die Mono ordentlich Leistung haben.
    Wenn man allerdings nach einer sucht die 2x 1000Watt @8 Ohm leistet wird es immer verdammt teuer.
    Crown, Lab, QSC,... Endstufen kommen bei mir preislich erstmal nicht in Frage.

    Zweite Frage:
    was kann man von Fidek Endstufen erwarten?
    ZB. Fidek FPA-G12

  • Thomas
    Verifiziert
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    • 18. April 2007 um 15:49
    • #2

    eigentlich ist das eine frage, die eher in den partypa bereich gehört.
    trotzdem kurz ne antwort dazu.
    natürlich kann man gebrückte endstufen dafür verwenden.

    wenn du eine endstufe brauchst, die 8 ohm brücke kann muss diese im stereobetrieb 2x 4 ohm können. (diese leistung addiert ergibt dann die leistung im 8 ohm brücke betrieb).
    das kann eigentlich fast jeder amp.
    ich würde allerdings einen amp kaufen, die 1x 2kw an 4 ohm brücke kann und die beiden subs mono betreiben.
    eine pse sm-1400 kann sowas z.b. und kostet gebraucht etwa 400-550 €

  • treibsand
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    • 18. April 2007 um 15:53
    • #3

    Bei einer gebrückten Endstufe werden beide Seiten "parallel" betrieben.
    Das Signal wird intern auf einer Seite phasengedreht, wodurch der Amp zwischen den beiden Plus-Klemmen die doppelte Spannung (und damit die doppelte Leistung) anliegt.
    Dafür braucht die Endstufe aber auch die doppelte Minimalimpedanz der Boxen, d.h. wenn sie im Normalbetrieb min. 4 Ohm kann, darf sie in Brücke nur min. 8 Ohm haben.

    Ein Amp pro Seite ist eine gängige Konfiguration. Mit dem richtigen Controller/Frequenzweiche und den passenden Tops kannst du die dann mit einer zweiten Endstufe/Seite auch noch aktiv trennen.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • bastler
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    • 18. April 2007 um 18:34
    • #4
    Zitat von "treibsand"

    Bei einer gebrückten Endstufe werden beide Seiten "parallel" betrieben.
    Das Signal wird intern auf einer Seite phasengedreht, wodurch der Amp zwischen den beiden Plus-Klemmen die doppelte Spannung (und damit die doppelte Leistung) anliegt.

    Leider nicht ganz richtig, die beiden Endstufenblöcke werden in Serie betrieben. Die mögliche Ausgangsspannung verdoppelt sich somit, was theoretisch an gleicher Impedanz auch zu einer Verdoppelung des Stroms führt.
    Doppelter Strom und doppelte Spannung ergeben aber 4-fache Leistung P=U*I

    Gruß
    Michael

  • deep-house
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    • 19. April 2007 um 10:37
    • #5
    Zitat

    Leider nicht ganz richtig, die beiden Endstufenblöcke werden in Serie betrieben. Die mögliche Ausgangsspannung verdoppelt sich somit, was theoretisch an gleicher Impedanz auch zu einer Verdoppelung des Stroms führt.


    ach ist ja interessant, wie soll man sich das vorstellen. Klemmt der User nun Ground vom Kanal 2 an Hot von Kanal 1 und greift das Signal über Grund1 und Hot 2 ab ? beide Signale Phasenglich, wie bei einer Reihenschaltung von Batterien?

    Ich denke das willst du nicht wirklich, das wird mal kurz knallen ;(

    Ich kenn die Brückanschaltung praktisch nur im Parallelbetrieb wie von Treibsand beschrieben und nur so dürfte sie bei 2 Kanalstufen in ein und dem selben Gehäuse funktionieren.

    Gruß UweS.

    Gruß UweS.

  • cheesy
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    • 19. April 2007 um 13:08
    • #6

    Moin,

    beim Brückenbetrieb werden beide Endstufenblöcke paralell betrieben, wobei eine Endstufen-Seite ein 180 Grad gedrehtes Signal bekommt.
    Der Lautsprecher wird jetzt an Hot 1 und Hot 2 verbunden und die beiden Masse (oder Ground) werden zusammen geschaltet (wenn sie nicht sowieso auf zentralmasse liegen)
    Somit hat man bei einem positiven Signal auf Hot 1 ein positives Potenzial und auf Hot 2 ein negatives Potential. => Ergibt doppelte Spannung / vierfache Leistung an gleichem Widerstand.

    Gruß
    <cheesy>

  • bastler
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    • 19. April 2007 um 14:00
    • #7
    Zitat von &quot;deep-house&quot;


    ach ist ja interessant, wie soll man sich das vorstellen. Klemmt der User nun Ground vom Kanal 2 an Hot von Kanal 1 und greift das Signal über Grund1 und Hot 2 ab ? beide Signale Phasenglich, wie bei einer Reihenschaltung von Batterien?

    Ich denke das willst du nicht wirklich, das wird mal kurz knallen ;(

    Ich kenn die Brückanschaltung praktisch nur im Parallelbetrieb wie von Treibsand beschrieben und nur so dürfte sie bei 2 Kanalstufen in ein und dem selben Gehäuse funktionieren.

    Gruß UweS.

    Und wie kommst du bei einer Parallelschaltung von 2 Spannungsquellen auf die doppelte Ausgangsspannung, das musst du mir mal bitte erklären?
    Parallel heißt für mich + an + und Ground an Ground was ja im Normalfall sowieso zusammenhängt. Wenn ich bei der Verschaltung nun noch das Signal eines Endstufenblockes um 180° in der Phase drehe dann brutzelt es auf jeden Fall.
    Wie Cheesy schon geschrieben hat, greift man das Signal an beiden + Anschlüssen ab und die Groundanschlüsse liegen auf der gemeinsamen Masse, dabei muss wie schon geschrieben das Signal eines Endstufenblocks invertiert werden.
    Was an dieser Verschaltung nun als "parallel" zu sehen ins erschließt sich mir leider nicht.

    Gruß
    Michael

  • cheesy
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    579
    • 19. April 2007 um 16:00
    • #8

    der Begriff "Paralell" ist hier nicht wörtlich im Sinne von + an + und - an - zu sehen.
    Vielmehr bekommen beide Blöcke das gleiche NF Signal, lediglich ein Block bekommt es in Phase (0°) und der andere Invertiert (180°).

    Und am Ausgang wird der Lautsprecher an den beiden unterschiedlichen Potentialen angelsossen und nicht gegen Masse (dadurch die doppelte Spannung).

    <cheesy>

  • bastler
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    • 19. April 2007 um 16:47
    • #9

    Wir könnten uns darauf einigen, das die beiden BLöcke in der Hinsicht parallel laufen, dass sie das selbe Signal bekommen (bis auf ein die Tatsache, dass ein Kanal invertiert ist) und zusammen eine gemeinsame Last antreiben.
    Schaltungstechnisch verhält sich so eine Brückenschaltung aber doch eher wie eine Serienschaltung. Damit meine ich die z.B. Verhältnisse zwischen Gesamtspannung und Einzelspannungen an den Blöcken ebenso Strom.

    Ich denk mal wir wissen Bescheid wies funktioniert und sollten uns nicht an so banalen Definitionsfragen aufhängen.
    Gruß
    Michael

  • manuela
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    • 19. April 2007 um 16:48
    • #10
    Zitat von &quot;treibsand&quot;

    Bei einer gebrückten Endstufe werden beide Seiten "parallel" betrieben.

    das ist falsch.

    parallelgeschaltete Endstufen arbeiten mit doppelter Leistung am halben Lastwiderstand. Gebrückte Endstufen arbeiten mit doppelter Leistung am doppelten Lastwiderstand.

    lG Manu

    die Feuerzeuge der Gäste sind kleine Sterne die am Himmel unseres Alltags weiterleuchten.

  • treibsand
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    • 19. April 2007 um 17:30
    • #11

    Fasst mich doch alle an die Füsse... :wink:

    im Grunde habt Ihr ja Recht (und ich unrecht), aber eine Brücke ist ja weder eine reine parallele noch serielle Schaltung. Schliesslich sitzt der Verbraucher ja auch noch zwischen den beiden Endstufenblöcken.
    Vielleicht schon etwas mehr seriell, als parallel, wobei die Schaltung der reinen Parallelbrücke ja doch (aufgrund erforderlicher engster Fertigungstoleranzen beider Blöcke) in der Praxis recht selten vorkommt.

    Das die Verdoppelung der Spannung bei gleicher Impedanz eine Vervierfachung der Leistung bringt ist soweit auch klar (und richtig), allerdings verdoppelt sicht die Minimale Impedanz, womit letztendlich auch nur die doppelte Maximalleistung abgegeben werden kann...

    Das ganze Thema liesse sich hier natürlich noch um einiges Auswalzen, allerdings hatte ich eingedenk des Startposts versucht, das ganze relativ einfach zu umreissen.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • schrecki7289
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    • 19. April 2007 um 17:45
    • #12

    Vom Lautsprecher aus gesehen handelt es sich sehr wohl um eine Reihenschaltung:
    Hot Amp1 - Cold Amp1 - Cold Amp2 - Hot Amp2

    Der Innenwiderstand beider Endstufenblöcke addiert sich ebenfalls ganz normal wie in einer Reihenschaltung (somit halber Dämpfunsfaktor, bzw. gleicher Dämpfunsfaktor bei doppelter Lastimpedanz).

    Gruß
    Thomas

  • derautor
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    • 19. April 2007 um 20:05
    • #13

    Parallel, Reihe.... :roll:

    ich denke, der Begriff "huckepack" beschreibt die Sache anschaulich:
    Durch die 180°-Phasendrehung des einen Kanals werden beide Endstufenblöcke quasi "zueinander entgegengesetzt" ausgesteuert. Liegt an der roten LS-Klemme von Kanal 1 eine positive Halbwelle an, erblickt deren negatives Pendant an der roten Klemme von Kanal 2 das andere Ende der Lautsprecherspule. Somit entsteht zwischen beiden roten Klemmen (und der dazwischen angeschlossenen Last) ein Spannungsabstand, der doppelt so groß ist wie im Normalbetrieb. Doppelte Spannung ergibt am konstant gebliebenen Lastwiderstand die vierfache Leistungsentnahme. Da dies für die meisten Amps zuviel ist (Überlast/Temperaturschutz spricht an oder Netztrafo/Endtransistoren gehen kaputt), muss man im Brückenbetrieb die minimal zulässige Impedanz der Endstufe verdoppeln (üblicherweise von 4 auf 8 Ohm), damit die Leistungsentnahme wieder ins Lot kommt.

    Bei korrektem Abschluss (8 Ohm) stehen im Brückenbetrieb dann die Leistungen beider Kanäle addiert an einem Anschluss zur Verfügung.


    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • Wulfson
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    • 19. April 2007 um 20:30
    • #14

    so..und nun nach euern ganzen "erklärungen", erklärt doch mal dem threadstarter, was er wissen wollte. :wink:

  • ukw
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    • 19. April 2007 um 22:24
    • #15

    Das hat Thomas im ersten (Antwort) Post geschrieben:

    Zitat

    wenn du eine endstufe brauchst, die 8 ohm brücke kann muss diese im stereobetrieb 2x 4 ohm können. (diese leistung addiert ergibt dann die leistung im 8 ohm brücke betrieb).
    das kann eigentlich fast jeder amp.
    ich würde allerdings einen amp kaufen, die 1x 2kw an 4 ohm brücke kann und die beiden subs mono betreiben.

    und da steht alles richtig drin ;)

    ... for a few dB's more . . .

    Merkel's Kommentar zu Finanzminister Schäuble und den 100.000,- DM

  • Wulfson
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    • 19. April 2007 um 23:06
    • #16

    :wink: hihi...jein...um die verschleierung weiterzuführen....die doppelte leistung kommt nicht raus. warum, erklär ich aber hier nicht....

  • surfvill
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    • 20. April 2007 um 19:20
    • #17

    ...ist schon erklärt worden: wegen dem doppelten Innenwiderstand! :D

    edit:
    Aber, um nicht falsche Hoffnungen zu wecken:
    4 Ohm an der Brücke können nicht viele Amps. Das sollten wirklich 2Ohm-feste (im normalen 2-Kanalbetrieb) Teile sein. Eine QSC RMX 2450 bricht extrem ein! An 8Ohm kann sie Brücke dagegen sehr gut! Trotzdem steht in den Specs 2400W an 4Ohm mono... :lol:

    Grüße vom Ostseestrand

    André Ludewig

    https://www.mv-entertainment.de

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