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Limiter für Techno VA: Overeasy oder hart?

  • dr.Hans
  • 24. Mai 2007 um 11:23
  • sound shaper
    Verifiziert
    Beiträge
    34
    • 11. Januar 2011 um 20:39
    • #41

    Hi, habe auch recht häufig mit digital erzeugtem Musikmaterial zu tun.
    Meine Erfahrung ist, das wir es durch die dort teilweise gewollten Verzerrungen oder enorm lang andauerenden Flächen mit unheimlich geringem Crest-faktoren zu tun haben, was im Worst-Case eine Gleichspannung darstellt und das Ende der Schwingspule segnen kann.
    Eine Auslenkung/Impuls ist für die meisten Speaker recht ungefährlich, da es sich damit auch frisch Luft "zuarbeitet",
    wenn nun aber wie im Dub-Tech oder GOA etc. auf einmal eine stehende Welle für z.B. 30 Sekunden bei 45 Hz erscheint dann fließt dort ein recht hoher Strom, aber die termische Aufladung der Schwingspule kann kaum abgegeben werden.
    Also vielleicht auch mal ab und zu am Speaker riechen denn Mensch kann die Hitze, welche dort entsteht förmlich spüren.
    Insofer schließe ich mich der Meinung an, das bei "elektronischer Tanzmusik" ganz besonders drauf zu achten ist das, dass System im Schnitt maximal zu 2/3 ausgelastet ist, da die meist ununterbrochene Beanspruchung der Antriebseinheiten( vor allem im Sub-Bass und Upper-bass bereich) enorm ist.

    Ohne Werbung betreiben zu wollen, möchte ich Themenbezogen auf ein recht interessantes Produkt der Firma Formula Sound hinweisen,
    weil mal die Frage aufkam, ob es einen Mixer mit eingebautem-begrenzbarer maximalem GAIN-Regelbereich gibt. hier die Antwort:

    FORMULA SOUND FF-6000 (blau-lila), FF-4000

    Idealer Festeinbau-Mixer mit 4+2+1 Kanälen. Mit 12+1 (Aux. Mic) Eingängen und 7 Ausgängen, von denen 4 getrennt regelbar sind, ist der FF-6000 für größere Clubs mit verschiedenen Zonen mehr als geeignet. Die fast unendlichen Features in Kürze:
    ü blau-lila Gehäuse - wahlweise mit Rotary Fadern
    ü LED-Statusanzeige in jedem Schalter
    ü 2 sym. XLR-Mikrofone mit 3fach EQ mit extern/intern schaltbarem Limiter
    ü regelbares, automatisches Talkover zu schaltbar
    ü Phantom-Spannung für Mikrofone intern konfigurierbar
    ü 10 Line-Eingänge, davon 3 auf Phono umschaltbar
    ü intern begrenzbarer maximaler GAIN-Regelbereich - Trim
    ü 3fach EQ mit +5 bis -23dB Bereich pro Kanal
    ü Musik-Signal extern mutebar - Mikro bleibt aktiv (Feuer, Schlägerei,...)
    ü 60mm ALPS Fader mit Staubschutz - wahlweise Rotary Fader
    ü ALPS Long Life VCA-Crossfader
    ü Crossfader mit einstellbarer Charakteristik, voll zuordnungsfähig
    ü 2 AUX-Send-Returns mit Swap Funktion für 2 Stereo-Effektgeräte und Punch-Tasten
    ü symmetrische Master- / Zone- / Booth- Ausgänge - je Stereo oder Mono
    ü Aux-Master-Ausgang
    ü separater, trafoisolierter Mono Master Ausgang für Lightshow
    ü Subwoofer-Ausgang mit 70Hz Crossover
    ü automatisches VU-Meter für CUE-Funktion, ; 12Volt BNC Lampenanschluß
    ü 2 Kopfhörer-Ausgänge in 6.3mm + 3.5mm mit Split-Funktion und Headphone Mixing
    ü 2 Record-Ausgänge - mit/ohne Mikrofonsignal
    ü Klirrfaktor <0.005%

  • lovat
    Beiträge
    354
    • 11. Januar 2011 um 22:06
    • #42

    Hatte ich schon mal vorgestellt, Problem ist nur das fast alle Booking DJs A&H Xone 92 oder DJM 800 haben wollen.

    "Would an RLA system measure up well on a scope? Probably not, but we werent measuring specs, we were dancing to MUSIC. And, Richard had an ear for what sounded good."

  • georgenomex
    Beiträge
    737
    • 11. Januar 2011 um 22:52
    • #43

    Wir machen sehr viel in dem Bereich und es wurde erst einmal (vor 4 Jahren) ein Hochtöner bei einer C7 geschossen. Ansonsten keine Probleme ausser bei aktiven Monitoren die sterben dann doch mal ab und zu...

    Limiter auf hart und Ampleistung entspricht im Regelfall ca. 130% RMS Leistung der Speaker. So wurde auch bei voll ausgefahrenen Amps noch nie was kaputt. Manchmal erwisch ich mich jedoch dabei, dass ich beim Soundcheck den Limiter nochmal um 2-3 db runterschraub... Sicher ist Sicher!

    btw:
    DJM800 und Xone92 sind ein Segen, schlimm waren DJM500 und DJM600

    Encyclopedia Dramatica - Austria

  • sound shaper
    Verifiziert
    Beiträge
    34
    • 12. Januar 2011 um 11:28
    • #44
    Zitat von &quot;georgenomex&quot;

    Limiter auf hart und Ampleistung entspricht im Regelfall ca. 130% RMS Leistung der Speaker. So wurde auch bei voll ausgefahrenen Amps noch nie was kaputt. Manchmal erwisch ich mich jedoch dabei, dass ich beim Soundcheck den Limiter nochmal um 2-3 db runterschraub... Sicher ist Sicher!

    Da erkläre mir doch bitte mal, wieso sich die DJ´s Ihre Musikmaterial als Vinyl, WAV oder anderes (relativ)hoch aufgelöstes Audioformat besorgen oder erzeugen. Mit anderen Worten ist es bei deiner Beschallung sowieso egal ob jemand mit ner 128kb MP3 oder WAV
    auflegt, weil du sowieso nen Kompressor hinter knallst, nur mit dem Unterschied das er dir bei ner MP3 möglicherweise wirklich nur noch
    die "Spitzen" weg Limitiert.
    Ich bin auch der Meinung, dass wenn die PA welche man zur Verfügung stellt, im dauer Kompressionsmodus laufen muß, dann hätte man die Veranstaltung lieber nicht betreuen sollen. denn dies ist ein wirklich fieses tuning weil das Publikum um die räumliche Wahrnehmung betrogen wird( klangliche Tiefe kann nur bei hohem Dynamikumfang erhalten bleiben) und was bleibt ist gleichmäßig lauter Lärm, autsch.

    kein Wunder das viele der elektronisch Musik nichts abgewinnen können, denn wenn die PA. nicht Auflösen kann, dann kann man auch keine Energie warnehmen. man muss sich natürlich vorher mal das Spektrum von Techno anschauen/anhören und da erkennt man dann zwangsläufig, das hier andere Gewichtungen gefordert sind als in "normaler" Rockmusik. Ich beschallen mit fk1 und meine Sinusleistung für 500 Tänzer_innen gegenüber dem Spektrum sieht wie folgt aus:

    500W ( 250-17.000Hz[ 8"1"])
    2000W(70-250[15"])
    5000W(20-125Hz[21"])

    man sieht also das hier dem Sub-und Upperbass bereich fast 90 % der Leistung zukommen, das ist Techno-Realität!

    2 Mal editiert, zuletzt von sound shaper (12. Januar 2011 um 13:25)

  • fschleif
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    • 12. Januar 2011 um 13:22
    • #45

    Wenn ich das hier so lese, gehe ich sehr unkonventionell vor:

    Ich habe eine Gainstruktur, bei der bei 0 dB Kanalaussteuerung und Master "auf halb" schon Vollaussteuerung der Analge vorleigt, die dann von einem Peak-Limiter beschützt wird. Vorteil hierbei ist, dass der DJ gefühlt noch Headroom hat ("Mensch, das drückt ja schon ordentlich, und ich bin erst bei halb..."). Hinzu kommt pyschologisch, dass der Master bei dieser Einstellung viel sensitiver reagiert - der DJ merkt sofort den Lautstärke-Unterschied, sobald er den Fader anpackt.
    Technisch kommt tpyischerweise kein versaubeuteltes Signal aus dem Mischer, Clip-Problematik stellt sich nicht ein...

    Mit dieser Massnahme habe ich seit 13 Jahren ausser einer 2" Spule (Limiter flasch gesetzt... :oops: ) keinen einzigen Defekt gehabt. Ausnahme: eine kleine Geschichte, kein Controller und Pult direkt in den Amp und dort das X-Over. Ergbnis: 2 defekte 18er RCF bei kleiner VA...
    Deswegen geht die Konfiguration so nicht mehr raus - es ist immer ein "Controller" (zur Not auch einfach ein EQ auf flat) dazwischen, der den Pegel hebt...

  • sound shaper
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    • 12. Januar 2011 um 13:57
    • #46
    Zitat von &quot;fschleif&quot;

    Wenn ich das hier so lese, gehe ich sehr unkonventionell vor:

    Ich habe eine Gainstruktur, bei der bei 0 dB Kanalaussteuerung und Master "auf halb" schon Vollaussteuerung der Analge vorleigt, die dann von einem Peak-Limiter beschützt wird. Vorteil hierbei ist, dass der DJ gefühlt noch Headroom hat ("Mensch, das drückt ja schon ordentlich, und ich bin erst bei halb..."). Hinzu kommt pyschologisch, dass der Master bei dieser Einstellung viel sensitiver reagiert - der DJ merkt sofort den Lautstärke-Unterschied, sobald er den Fader anpackt.
    Technisch kommt tpyischerweise kein versaubeuteltes Signal aus dem Mischer, Clip-Problematik stellt sich nicht ein...

    aber das klingt doch vernünftig, ein Limiter sollte immer nur das System vor den Peaks schützen und niemals die Balance des Systems verändern. Also wenn der Limiter anfängt die Bässe zurückzuregeln, muß der Rest ebenso zurückgefahren werden ansonsten klingt dein System nicht mehr ausgewogen. Im Normalfall ist das m.M.n. aber nur mit gut funktionierender Outputlimitierung möglich, selten mit einer Summencompression. Bei uns in der DDR gab es -damals- einen "Führerschein" für DJ´s das nannte sich dann "staatlich anerkannter Schallplattenunterhalter (SPU)", ohne diesen durfte man in der Öffentlichkeit keine Musik abspielen :cry: . Manchmal wünsche ich mir so einen Pflichtlehrgang für DJ´s zurück, dann wüssten sie u.a., dass ein übersteuertes Pult nur Klang-verschlechterungen mit sich bringt und ein Limiter den Crest-faktor gefährlich herabsetzt und könnten bei Regelverstoß später zur Rechenschafft gezogen werden.
    Dann müsste man nicht mit einem Zettel zum Veranstalter laufen, welcher bei Defekt die Recone-Kits zahlt-nein, das zahlt dann brav der DJ( oder seine Haftpflicht), denn er hat vorsätzlich bzw. mutwillig gehandelt.

  • fschleif
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    • 12. Januar 2011 um 15:11
    • #47

    Naja, wenn Peak Limitierung greifen muss, ist eh schon alles zu spät. Da kann ich dann gut damit leben, dass sich die System Balance verschiebt. Dazu sollte es eigenltich nicht kommen.
    Limitierung des Outputsignals steht bei meiner Gainstruktur (die ungewöhnliche :) ) ja nicht zur Debatte, weil der Mixer auch bei Vollaussteuerung nur auf Halbgas läuft und damit ein sauberes Signal liefert (tut er das selbst da nicht, ist man natürlich machtlos. Das würde ich dann aber als Defekt beurteilen...)

    DJ Führerschein ist so eine Sache. Man kann aber ein Pamphlet aufsetzen, in dem die Grundlagen kurz und bündig erklärt werden. Das hat der DJ zu lesen und zu quittieren. So ist man einerseits abgesichert. Viel wichtiger ist aber, dass der DJ sachlich für das Problem sensibilisiert wird. Halte ich persönlich für wichtiger als eine "Kontrolle". Denn ich behaupte einfach, dass kein DJ die Anlage böswillig überfährt, sondern auch im eingenen Interesse einen guten Sound haben will. Wenn er versteht, wie man genau diesen hinbekommt, wird er sich auch danach richten. Denn merke: Leute sind nicht per se doof, sondern meist einfach nur schlecht informiert. Und es werfe der den ersten Stein, der früher nicht auch Fehler gemacht hat, über die er sich heute massiv an den Kopf greift...

  • sound shaper
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    • 12. Januar 2011 um 16:21
    • #48

    Gainstruktur- was für ein schönes Wort. und wie schon gesagt wurde, muß der Monitor natürlich abliefern können,
    ich persönlich arbeite gerne mit ner 15/3er Variante welcher im Zweifel noch ne Low-Extension druntergeschoben wird,
    das funktioniert gut- besonders im Teschnö. Ansonsten ist wie auch gesagt wurde, wohl der beste Limiter ein Techniker
    welcher im laufte der VA. permanent die Levels checkt.

    DJ Führerschein: mir ist wichtig das, wenn jemand seinen "Job" professor-inell betreibt(Gewerbeschein oder so), gewisse Grundkenntnisse vorhanden sein sollten. Und dazu gehört z.B. das ein DJ weiß was ein übersteuerter Preamp für Bauelement-bedingte Fehler erzeugt.
    Ich möchte Ihm das nicht neben zwei unter Volllast laufenden Monitoren erklären müssen. Ich glaube wenn man mal von einer kompetenten Person auf einem Wochenend-Seminar erklärt und veranschaulicht bekommen hat, was es Messtechnisch und akustisch bedeutet wenn die roten LED´s anfangen zu blinken dann würde es zu einem allgemeinhin größeren Respekt bzw. mehr von diesen wunderschönen Verständigungs- und Einsichtsmomenten geben.
    Denn die Grundlage fürs Verstehen ist doch eine gemeinsamme Sprache und die mit ihr verbundenen Assoziationen\_/`\_/kratz\_/zerr\_ will ich auch nicht. Und dann gebe ich Ihm/Ihr auch gerne nochmal etwas mehr Headroom( wenn er denn vorhanden ist) wenn ich Ihm/Ihr vertrauen kann, das er mir schön von den roten Lampen wegbleibt, denn er soll ja die PA reiten aber eben nicht überfahren. Ich glaub wir sind da einer Meinung...

    Wenn Mensch allerdings auf Grund verschiedener Substanzen so gar keine Informationen mehr verarbeiten kann, dann wird es ganz eng und auch ich erwische mich dabei das ich den Headroom zurückfahre und die Limiter tanzen lasse, sehr bedauerlich.

    -Fk1 sei Dank- habe ich mit solchen Egotrips im Normalfall nur noch selten zu kämpfen weil gerade in der elektronischen Musik viele gute DJ´s/ Liveacts( Koze, NilsNilson, etc..) wirkliche Soundästheten sind und sie wissen, das wenn da eine hochwertige PA steht- die in der Lage ist jedes Staubkorn auf der Platte hörbar zu machen und jede Form von ungewollter Rechteckschwingung es aufs aller äußerste zu vermeiden gilt..
    Es gibt Schallplattenunterhalter denen sichtlich ein Schauer über den Rücken läuft und die Angst Ihnen ins Gesicht geschrieben stand, als das Wort VerzerRRRRung viel, das ist richtig, wichtig und gut!

  • billbo
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    • 13. Januar 2011 um 01:04
    • #49
    Zitat

    Wenn Mensch allerdings auf Grund verschiedener Substanzen so gar keine Informationen mehr verarbeiten kann ...


    Geht es bei Unterhaltungsveranstaltungen rund um ‚elektronische Musik’ nicht ausschließlich darum? Entschuldigung, konnte nicht widerstehen.

    Jungs, ganz ehrlich: Ihr habt vielleicht Sorgen.

    Betriebssicher (auch gegen krasse Fehlbedienung) betreibbare Anlagen sind seit mindestens 30 Jahren Standard; spätestens seit Einführung der ersten BSS – Modularweichen Anfang der 80er Jahre. Und eigentlich auch schon ein 3/4 Jahrhundert länger; richtig bemessene Röhrenverstärker – Lautsprecher – Kombinationen kill(t)en niemals die Chassis. Selbst ganz ohne Limiter nicht.

    Wenn es hörbar pumpt – isses zu laut. Leiser drehen!
    Wenn der Playbackabspielkünstler davon nix merkt – isses eh wurscht. Medikamentenschrank abschließen!

    Und nein: weder ein 45 Hz – Sinuston noch ein clippendes Discomischpültchen vorm Controller sind in der Lage irgendetwas zu den Chassis zu schicken, was auch nur im Entferntesten mit Gleichstrom zu tun hat. Das können nur clippende oder defekte Endstufen.
    Das hatten wir hier schon mehrmals. Nützt aber anscheinend nix.

    Mann, mann, mann.
    Was ist sonst noch so alles in den Kartons drin, mit denen das lila Zeugs geliefert wird?

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • fschleif
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    • 13. Januar 2011 um 08:28
    • #50

    Ein Rechtecksignal muss es ja auch gar nicht sein, was da aus dem Pültchen heraus kommt. Ein großer Anteil an Obertönen kann schon ausreichen (btw.: der Effekt eines Rechtecksignals ist im Ergbenis auch nichts anderes (Fourier-Transform). Die Erzeugung ist lediglich unterschiedlich. Wenn dann zusätzlich noch das schon "verzerrte" Signal des Diskomischers durch eben diesen unfreiwillig komprimiert wird (weil das Netzteil eben bei Spitzen nicht mehr mitkommt), hat man eine Kombination, die durchaus in der Lage ist, speakergefährended zu wirken. Deswegen: sauberes Signal aus dem Mischer und es gibt keine Probleme. Ich gebe Dir aber Recht, dass eine in sämtlichen Komponenten korrekt dimensionierte Anlage gefährliche Situationen ausschliesst, so dass die Sicherheitsmassnahmen nicht erst greifen müssen. Zu der Dimensionierung gibt es dann gerne unterschiedliche Geschmäcker - ich habe eben lieber Vollaussteuerung auf der PA bei Halbgas am Pult (allerdings nur bei Disko. Für Live selbstverstüändlich nicht...)

  • billbo
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    • 13. Januar 2011 um 12:54
    • #51
    Zitat

    Ein Rechtecksignal muss es ja auch gar nicht sein, was da aus dem Pültchen heraus kommt. Ein großer Anteil an Obertönen kann schon ausreichen

    Ein Rechteck ist ein Sinus mit (sehr :roll: ) großem Obertonanteil.

    Zitat

    Wenn dann zusätzlich noch das schon "verzerrte" Signal des Diskomischers durch eben diesen unfreiwillig komprimiert wird ...

    Ein Rechteck kannst Du nicht komprimieren, weder freiwillig noch unfreiwillig. Bei sehr kurzen Regelzeiten (unterhalb einer Halbwellendauer) wird nach und nach wieder ein Sinus draus.

    Zitat

    (weil das Netzteil eben bei Spitzen nicht mehr mitkommt)

    Ein Mischpultnetzteil ‚kommt immer mit’, selbst wenn Du bei Vollaussteuerung alle Ausgänge incl. Kopfhörerverstärker kurz schließt. Sonst isses kaputt.

    Zitat

    ...hat man eine Kombination, die durchaus in der Lage ist, speakergefährended zu wirken.

    Wenn alle Wege der angeschlossenen Lautsprecherkombination korrekt begrenzt sind ist da gar nix gefährdet. Gefährdend wirkt ausschließlich der Optimismus all zu experimentierfreudiger Schwellwerteinsteller.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • fschleif
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    • 13. Januar 2011 um 14:14
    • #52
    Zitat

    Ein Rechteck ist ein Sinus mit (sehr :roll: ) großem Obertonanteil.

    Das ist richtig. Aber nicht jedes Signal mit großem Obertonanteil ist auch gleichzeit ein Rechteck.


    Zitat

    Ein Mischpultnetzteil ‚kommt immer mit’, selbst wenn Du bei Vollaussteuerung alle Ausgänge incl. Kopfhörerverstärker kurz schließt. Sonst isses kaputt.

    Einverstanden. Dann einigen wir uns daraum, dass die interne Signalverarbeitung im Pult nicht mehr linear verläuft.


    Zitat

    Wenn alle Wege der angeschlossenen Lautsprecherkombination korrekt begrenzt sind ist da gar nix gefährdet. Gefährdend wirkt ausschließlich der Optimismus all zu experimentierfreudiger Schwellwerteinsteller.

    Klingt irgendwie logisch, entspricht aber nicht wirklich der Erfahrung. Hm... Vielleicht liegts dann doch an der Art des Signals, das da kommt? Crest-Faktor? Will sagen, eine Limitierung, die für Signale mit "normaler" Dynamik vollkommen ok ist, kann für dynamikschwches Signal zu schwach sein. Das wäre dann im Endeffekt aber auch wieder der von Dir zitierte Bedienungsfehler.

    In dem Zusammenhang aber eine kleine Anekdote aus der frühen Jugend: Fernseherausgang über Kopfhörerklinke in Vollverstärker line-in (alles daheim :) ) Hat gespielt. Wurde als Quelle ein Videorekorder an den Fernseher geklemmt, brannten bei sonst gleichen (moderaten) Einstellungen reproduzierbar die Hochtöner durch. Es lag also der "Art" des Eingangssignal (war aus dem VCR offenbar verwurschtelt...) und eben NICHT an den Gaineinstellungen (wenn man von sowas bei HiFI sprechen mag).

  • billbo
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    • 13. Januar 2011 um 14:42
    • #53
    Zitat

    Einverstanden. Dann einigen wir uns daraum, dass die interne Signalverarbeitung im Pult nicht mehr linear verläuft.

    Nee, das ist mir wieder zu schwurbelig. ‚Rechteck’ bzw. die Annäherung daran stellt bereits den ungünstigsten aller Signalfälle dar und beinhaltet alles. Crestfaktor ca. Null. Obertonanteil und 'Nichtlinearitäten' ca. unendlich.

    Bei Deinem angeführten VCR - Hochtönergrill – Beispiel handelte es sich höchstwahrscheinlich um unerkanntes hochfrequentes Schwingen. Und fehlende Schutzschaltungen dagegen :roll: .

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • fschleif
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    • 13. Januar 2011 um 14:53
    • #54
    Zitat

    Einverstanden. Dann einigen wir uns daraum, dass die interne Signalverarbeitung im Pult nicht mehr linear verläuft.
    Nee, das ist mir wieder zu schwurbelig. ‚Rechteck’ bzw. die Annäherung daran stellt bereits den ungünstigsten aller Signalfälle dar und beinhaltet alles. Crestfaktor ca. Null. Obertonanteil und 'Nichtlinearitäten' ca. unendlich.

    Nicht schwurbelig :) Soll heissen: das Signal ist nicht in Ordnung, muss aber nicht gleich der Worst Case, also ein Rechteck sein. So meinte ich das. Dass beim Rechteck alles Fiese zusammen kommt, ist mit klar.

    Bei dem VCR Beispiel war mit Sicherheit keinerlei Schutzschaltung am Start. Die Frage wäre aber: hätte denn überhaupt eine gegriffen? Die absolute Energie im hochfrequenten Anteil mag ja klein gewesen sein gegenüber beispielsweise einem Bass-Signal. Ergo hätte ein Limiter nicht gegriffen. Für den armen HT wars aber totzdem zu viel des Guten.
    Übersetzt auf das DJ-Problem hiesse das: ich kann die Limitierung nur dann vernüftig einstellen, wenn ich weiss, was für ein Signal mich erwartet. Die hochfrequenten Schwingungen im Musiksignal schliesse ich jetzt mal aus. D. h., bei sauberer Übertragung läuft alles prima. Wenn aber das Pult wegen Übersteuerung irgendwelchen Mist produziert, kann der im ungünstigsten Fall am Limiter vorbei laufen. Im Ergebnis gibts dann zerschossene Chassis. D. h., wenn ich so einpegel, dass ein Überfahren des Mischpults ausgeschlossen ist, läuft die gesamte Kette safe.

  • sound shaper
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    • 13. Januar 2011 um 15:26
    • #55
    Zitat von &quot;billbo&quot;

    Geht es bei Unterhaltungsveranstaltungen rund um ‚elektronische Musik’ nicht ausschließlich darum? Entschuldigung, konnte nicht widerstehen.

    nein gehts es nicht, wieviel Millionen Maß wurden doch gleich auf den letzten Wiesn verkauft?: 6,5.

    Zitat von &quot;fschleif&quot;

    Ein großer Anteil an Obertönen kann schon ausreichen (btw.: der Effekt eines Rechtecksignals ist im Ergebnis auch nichts anderes (Fourier-Transform). Die Erzeugung ist lediglich unterschiedlich.

    genau, für die Antriebseinheiten stellt ein niedriger Crestfaktor, welcher speziell in der elektronischen Musik forhandenen sein kann
    ( z.B. LiveActs mit ungemastertem Zeug)generell eine enorme Belastung dar, weil die Termische Aufladung der Spulen erheblich steigt wenn der Abstand zwischen RMS und Peak abnimmt Riech doch das nächste mal nach 6 Stunden Techno-Dauerbetrieb unter Last an den Treibern deiner Sub´s oder halte die Hand davor ich verspreche dir, du kannst die Hitze förmlich spüren.
    Und da hilft es doch im Grunde garnichts wenn die Amps mit dem normalen Faktor von 4 bemessen sind, wenn es keine Spitzen mehr gibt. Das ist teilweise fast Gleichspannung was die Spule und Spulenträger dort geschenkt bekommen. Und ein clippendes Pult bzw. Compressor/Limiter welcher die Dynamic weiter zusammenstampfen, ergibt doch dann nicht so richtig Sinn, oder?

    Einmal editiert, zuletzt von sound shaper (13. Januar 2011 um 15:32)

  • billbo
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    • 13. Januar 2011 um 15:28
    • #56
    Zitat

    Bei dem VCR Beispiel war mit Sicherheit keinerlei Schutzschaltung am Start. Die Frage wäre aber: hätte denn überhaupt eine gegriffen?

    Ja. Analoger Fernsehton hat maximal FM – Qualität. Ein simpler Tiefpass bei 15kHz hätte es vermutlich getan.

    Zitat

    Wenn aber das Pult wegen Übersteuerung irgendwelchen Mist produziert, kann der im ungünstigsten Fall am Limiter vorbei laufen.

    Nicht wenn der auf den ungünstigsten Fall ausgelegt ist.

    Zitat

    D. h., wenn ich so einpegel, dass ein Überfahren des Mischpults ausgeschlossen ist, läuft die gesamte Kette safe.

    Nein, das Problem sind überfahrene Endstufen. DAS muss ausgeschlossen werden.
    „Moderne“ Schaltnetzteilendstufen sind allerdings häufig selbst der beste RMS – Limiter, da deren aus Werbegründen angegebene Maximalleistung bei Dauersignalen nach wenigen Millisekunden auf einen Bruchteil zusammenbricht. Versuch’ mal, Double Bass - Passagen über eine Vortex 6 zu mischen :lol: .

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • billbo
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    • 13. Januar 2011 um 15:49
    • #57
    Zitat

    Riech doch das nächste mal nach 6 Stunden Techno-Dauerbetrieb unter Last an den Treibern deiner Sub´s oder halte die Hand davor ich verspreche dir, du kannst die Hitze förmlich spüren.

    Dreh leiser, das hilft thermisch ungemein.

    Zitat

    ( z.B. LiveActs mit ungemastertem Zeug)

    Aha. Und gemastert wird’s dann dynamischer?

    Zitat

    Das ist teilweise fast Gleichspannung was die Spule und Spulenträger dort geschenkt bekommen.

    Das ist – nicht nur teilweise – leider barer Unsinn.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • fschleif
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    • 13. Januar 2011 um 15:53
    • #58
    Zitat

    Ein simpler Tiefpass bei 15kHz hätte es vermutlich getan.

    Ich war jung und hätte das Geld gebraucht :D
    Im Ernst: heute ist mir das auch klar, damals nicht. Da gabs nur ein betretenes Gesicht, ein leeres Protemonnaie und Verwunderung über "war doch gar nicht so laut" :)

    Zitat

    Wenn aber das Pult wegen Übersteuerung irgendwelchen Mist produziert, kann der im ungünstigsten Fall am Limiter vorbei laufen.
    Nicht wenn der auf den ungünstigsten Fall ausgelegt ist.

    Hmmnja, dann ist er aber u. U. so eingestellt, dass er auch keinen "normalen" Pegel mehr durchlässt.

    Wie dem auch sei: Das beste ist in jedem Fall, eben diesen ungünstigesten Fall von vornherein auszuschliessen bzw. ihn beleibig unwahrscheinlich werden zu lassen.

  • madmax
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    • 13. Januar 2011 um 19:00
    • #59
    Zitat von &quot;billbo&quot;

    Versuch’ mal, Double Bass - Passagen über eine Vortex 6 zu mischen


    :D:D:D

    Also ich weiß nich, was ihr habt.
    Muggen mit zuwenig Budget für die geforderte Größe nehmen wir mal erst garnich an. Ohne Aufsicht ohnehin nicht; zu hart ist alles erarbeitet worden. Da geh' ich dann lieber einen trinken, statt mich hinterher über kaputtes Zeug zu ärgern.
    Es sind ja nicht nur pegeltechnische Defekte. Runtergefallenes, Biergetränktes, Gequetschtes, Rausgerissenes, (...)
    Und wer auf Teufelkommraus alles annehmen muß, macht in wirtschaftlicher Hinsicht eh' was falsch.
    Wie schon oben einer sehr richtig schrieb, brauchs bei manchen Musikrichtungen 90% der elektrischen Leistung für die Bässe. Daran sollte ein Rock'n Roll-Beschaller denken, wenn er so'n Job übernimmt.
    Auch; das beim Mixing oft zwei Basslines ubereinander laufen für einige Zeit, was einigen Headroom benötigt.
    Geschickt aufgestellte Tops; oder auch ein paralleles extra 2" Horntop (soll Leute geben, die nehmen dafür 'nen einzelner 2er ohne Box) voll auf den DJ suggerieren 'viel laut'.
    Naja und üppige Monitore sollten bei 'solchen' DJ's genausowenig fehlen wie bei 'ner Rockband. Da mußt' auch kräftigere Kisten hintun, als bei 'ner Tanzmusikcombo.
    Eine kurze "Einweisung" am Anfang mit deutlichen Worten genügt bei mir in der Regel.
    Ich stell' mich gerne anfangs demonstrativ neben den (oder jeden neuen) DJ, damit er sieht, das ich's ernst meine. Ansonsten: Gelbe Karte: Pegel mal für paar sec. zur Hälfte absenken. Rote Karte: 5 sec. ganz aus.
    Hat bis jetzt noch jeden geheilt.

    Das generelle Problem stellt sich beim DJ ja nur dar, weil er selbst den finalen Mix macht. Das hat nix mit Klischees zu tun.
    Livemusiker wären haargenauso genauso, würden sie sich selber abmischen...

    Never stop a running System

  • marcoboy
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    • 13. Januar 2011 um 20:35
    • #60

    Ähm und wenn der Track zu leise ist lässt sich das nicht mehr ausgleichen. Jeder gute DJ haut dir die Kabel um die Ohren.

    Es gibt nur ein Gerät was das erledigt. dateq SPL5. Dann ist es egal was man da hin stellt. Der Lacher liegt dann beim DJ.

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