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Soundunterschiede Wireless-Systeme

  • Gitarrenschlumpf
  • 24. Juli 2007 um 10:54
  • Gitarrenschlumpf
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    166
    • 24. Juli 2007 um 10:54
    • #1

    Moin,

    ich bin auf der Suche nach einem professionellen Wireless-System für die Gitarre. Was mich dabei brennend interessiert: Gibt es Soundunterschiede innerhalb eines Herstellers? Von Shure hatte ich bis jetzt die UT- und die UC-Serie. Bin am Überlegen, ob die ULX-Serie soundmäßig ein Schritt nach vorne wäre. Oder klingt die ULX wie die UC? Am schlimmsten finde ich die Komprimierung des Ausgangssignals bei allen Systemen.
    Falls also jemand nen Tipp für mich hat, welches System am nächsten klanglich an das Ursprungssignal herankommt, wäre ich sehr dankbar. Im Auge hätte ich vielleicht Sennheiser oder die 2,4 GHz-Anlage von db, von der man aber testmäßig noch nix gehört hat.

    Bisher von mir getestet und für "schlecht" befunden:

    Shure UT
    Shure UC
    Sony WR
    AKG WMS100
    Billigsystem von Fame (für den Preis aber ziemlich gut)

    Besten Dank!

    MfG, Marco

  • djvomght
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    • 24. Juli 2007 um 11:40
    • #2

    Hi Marco,

    hm, was das evo 300 von Sennheiser eventuell für dich brauchbar macht, ist der Line-In auf dem Ring der 3,5"- Klinke am Taschensender, dessen Impedanz wird mit 1 MOhm angegeben, also ideal für Gitarrentonabnehmer.
    Das Kompandersystem dieser Funkstrecken arbeitet äußerst unauffällig.
    Versuch dir einfach eines zu borgen und probier es aus.

    HTH Jörg

  • simonstpauli
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    • 24. Juli 2007 um 11:42
    • #3

    Sicherlich gibt es Soundunterschiede über die verschiedenen Serien, die Zielsetzung ist ja immer möglichst nah an das Ausgangssignal heranzukommen. Dabei ist imho eher die Dynamik ein Problem bzw. die nutzbare Bandbreite. Ich kann mir schwer vorstellen, daß dies im 2,4 GHz-Bereich besser wird als bei den bekannten Frequenzen um die 810 MHz.
    Als Gitarrist wirst Du sowas immer hören, ich kenne Kollegen an der Gitarre, die die Kompression wünschen und deshalb mit Funk spielen.

    Sennheiser ist schon einen Versuch wert, viel Glück...

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • yamaha4711
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    • 24. Juli 2007 um 11:42
    • #4

    Tacho!

    Grundsätzlich ist es so, daß bei allen Funkübertragungssystemen ein mehr oder weniger taugliches Compandersystem zur Verbesserung des Signal-Rauschabstandes eingesetzt wird. Es kommt dabei sehr auf den Dynamikumfang des Eingangssignals und dessen Grundpegel an. Bei großem Dynamikumfang und/oder bei kleinen Pegeln wird man in jedem Fall eine Bearbeitung des Orginalsignals erkennen - egal welches Modell, egal welcher Hersteller.

    In der Regel kann man davon ausgehen, daß die hochpreisigen Premiumprodukte der Hersteller auch unhörbarer arbeiten bzw. näher am Original sind.
    Mit der Shure ULX wirst du sicher einen Schritt weiter kommen. Hier hilft wirklich nur ein Probieren und Testen der unterschiedlichen Systeme. Die von dir genannten System sind eher LowBudget, also versuch dich mal an MidSize oder HighEnd, z.B.

    AKG WMS400
    AKG WMS4000
    beyerdynamic Opus300
    beyerdynamic Opus900
    Shure ULX
    Shure UHF / UHF-R
    Sennheiser EW100 GT2
    Sennheiser EW300

    Was mir immer wieder persönlich wichtig erscheint ist, daß der Sender ein Metallgehäuse hat. Plastik unterliegt einem wesentlich schnelleren Alterungsprozess und ist anfälliger gegenüber mechanischer Belastung. Man darf auf nicht den Körperschweiß vernachlässigen, der das Plastik sehr schnell angreift und marode macht.

    Das aber nur am Rande.... es geht ja hauptsächlich um den Erhalt des Orginalsignals.

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • shure
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    • 24. Juli 2007 um 11:45
    • #5

    Hallo Marco,

    die ULX Serie hat sich klanglich gesehen bezüglich zur (abgelösten) UC-Serie weiterentwickelt. Das Komprimierungsverfahren ist in den älteren Serien fest (2:1 Komprimierung im Sender und 1:2 Expandierung im Empfgänger). Die neueren Serien (angefangen mit ULX) haben das Audio Reference Companding. Da wird abhängig vom Audiosignal komprimiert. Leise Signale (bei denen früher eben Artefakte zu hören waren) werden gar nicht komprimiert, lautere mit 5:1 und oben ist dann noch ein Limiter.

    dadurch wurde die Klangqualität wesentlich verbessert. Als die ULX-Serie (bzw. das Audio Reference Companding) auf den Markt kam haben wir Blind-test gemacht. Gitarre mit Kabel und Gitarre mit ULX. Die meisten der Hörer konnten keinen Unterschied feststellen.

    Besten Gruß

    Jürgen Schwörer
    Senior Applications Engineer
    Shure Distribution GmbH
    Jakob-Dieffenbacher-Str. 12
    75031 Eppingen
    Telefon: 07262 - 9249151

    *** bitte keine PN sondern direkt an: schwoerer_juergen@shure.com

  • derautor
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    • 24. Juli 2007 um 13:42
    • #6

    Was bei Wireless-Systemen fürs Gitarrespielen immer gerne unter den Tisch fällt ist die Kapazität des (dann nicht mehr vorhandenen) Gitarrenkabels! Bekanntlich ist diese von der Kabellänge abhängig und wirkt sich bei einer passiven E-Gitarre mit hochohmigen Pickups ganz wesentlich auf den Klang aus (Höhendämpfung). Aus diesem Grund klingt Gitarre über Sender häufig schriller und höhenstärker als normal über Kabel gespielt. Hohe Eingangsimpedanz am Eingang des Senders berücksichtigen die Hersteller mittlerweile, eine zusätzliche Parallelkapazität zur Simulation von 5m Kabel haben meines Wissens zufolge bisher nur AKG mal implementiert.

    es grüßt

    derautor

    Immer schön vorm Soundcheck herverkabeln.....

  • Gitarrenschlumpf
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    • 24. Juli 2007 um 14:01
    • #7

    Vielen Dank für die bisherigen Antworten!

    Ich spiele übrigens ausschließlich aktive EMG-Pickups. Die Kapazität des nicht mehr vorhandenen Kabel könnte man also unter den Teppich kehren. Mit dem Sony WR dachte ich damals so, aber das aktive Kabel (kleiner Preamp im Klinkenstecker) am Gitarrensender hat auch nix gebracht.

    shure: Wie sieht´s mit dem Kompressionsvergleich von Shure ULX und Shure UHF aus? Welches System arbeitet genauer?

    MfG, Marco

  • DJheini
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    • 24. Juli 2007 um 14:07
    • #8
    Zitat von "Gitarrenschlumpf"

    M Im Auge hätte ich vielleicht Sennheiser oder die 2,4 GHz-Anlage von db, von der man aber testmäßig noch nix gehört hat.

    MfG, Marco

    http://www.tools4music.de/archiv/t_dbdws2400.doc

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • Seven
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    • 24. Juli 2007 um 15:18
    • #9

    Ich habe mit unserem Lead Gitarristen nun einiges an Systemen durchgenommen in den letzten Jahren und er spielt immer noch mit Kabel.

    Sennheiser Evolution hat den Sound zwar nicht außerordentlich kompromiert, dafür im Frequenzbereich oben und unten beschnitten. Würde ich nicht glauben, wenn ich es nicht selbst erlebt hätte.

    AKG von 40 bis 4000 glänzten bei den Tests ALLE mit Dropouts wie sie kein anderes System produzierte.

    Muss gestehen, dass von Shure nix dabei war.

  • shure
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    • 24. Juli 2007 um 16:18
    • #10
    Zitat von "Gitarrenschlumpf"


    shure: Wie sieht´s mit dem Kompressionsvergleich von Shure ULX und Shure UHF aus? Welches System arbeitet genauer?

    Hallo Marco,

    die klanglichen Unterschiede zur UHF-R Serie sind nicht besonders groß. Klar um den absoluten besten klang heraus zu bekommen wäre meine Empfehlung auch UHF-R ... allerdings spiegelt sich der Preisunterschied ULX zu UHF-R keinesfalls im Klang wieder.

    Beste Grüße

    Jürgen Schwörer
    Senior Applications Engineer
    Shure Distribution GmbH
    Jakob-Dieffenbacher-Str. 12
    75031 Eppingen
    Telefon: 07262 - 9249151

    *** bitte keine PN sondern direkt an: schwoerer_juergen@shure.com

  • Gitarrenschlumpf
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    • 26. Juli 2007 um 11:00
    • #11

    Kann mir jemand sagen, ob es klangliche Unterschiede zwischen Sennheiser-Strecken der Serien 100, 300 und 500 gibt? Gleiche Audioübertragung mit lediglich mehr Features bei 300er und 500er?

    kleiner Zwischenstand: Es kommen für mich vermutlich nur noch die Sennheiser-Systeme oder Shure ULX in Frage.

  • cookie
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    • 26. Juli 2007 um 12:20
    • #12

    Wenn Du so ein "feines" Öhrchen bezüglich des Kompandersystems hast, dann sollte nur noch das ULX zur Debatte stehen. Hier hast Du wirklich die minimalsten Unterschiede. Der einzige Kritikpunkt ist vielleicht der 9V-Block.

  • Gitarrenschlumpf
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    166
    • 26. Juli 2007 um 12:20
    • #13

    Hab gerade bei Sennheiser angerufen.

    Fazit: Es gibt keinen Unterschied in der Audioübertragung innerhalb der Sennheiser EW-100 /-300 /-500.

    MfG, Marco

  • cookie
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    • 26. Juli 2007 um 13:52
    • #14

    Stimmt. Kennst du eine - kennst du alle...

  • hypomann
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    2
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    • 27. Juli 2007 um 14:50
    • #15

    Das EV RE2 System, oder wenn genug Geld zur Verfügung steht EV RE1, wurde mal in einer Fachzeitschriift als sehr gut befunden. Habe darüber gelesen und werfe es hier mal in den Raum. Benutze es selber mit einer Handfunke und bin absolut zufrieden.

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