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Grundsatzdiskussion: Boxengriffe

  • Thomas
  • 29. August 2007 um 18:47
  • Thomas
    Verifiziert
    Beiträge
    10.847
    • 29. August 2007 um 18:47
    • #1

    Ich habe früher ausschließlich Boxen mit Marschallgriffen besessen und war damit auch immer sehr zufrieden.
    Als dann der Trend mit gefrästen Griffen aufkaum bin ich diesem auch gleich gefolgt und habe demzufolge nun einige Kisten im Lager mit gefrästen Griffen.
    Aber mal ganz erlich: außer dem vieleicht etwas besseren Aussehen spricht nichts dafür. Egal welche Form sie haben. Sie sind immer schlechter anzufassen als nen Marschall. Bei nem Marschall trag ich ne 80 kg Box gerne mit 2 Mann und jeder nimmt sich einen Griff und Greift schön rein. Geht perfekt.
    Bei gefrästen Griffen ist das jedesmal bescheiden. Irgendwie kriegt man das nicht vernünftig gepackt und es schneidet etwas in die Hände... Gefräste Griffe mit nem Mittelsteg sind da noch halbwegs akzeptabel. Die anderen sind irgendwie einfach nur murks.
    Wenn ich es nochmal entscheiden müsste würde ich wohl bei Marschall bleiben. Sieht zwar nicht so modern aus, funktioniert aber deutlich besser.

    Wie seht ihr das? Welche Erfahrungen habt ihr zu dem Thema...?

  • wasserkocher
    Beiträge
    477
    • 29. August 2007 um 19:12
    • #2

    Hallo Thomas
    dazu meine Meinung:

    Wenn der Griff zum Tragen da ist ( lacht nicht ) und zum Hochheben einer Mufu auf ein Stativ, kenne ich auch keine bessere Lösung als den grossen Marshallgriff,
    allerdings glaube ich, dass dieser für tiefe Frequenzen nicht ganz dicht ist, also muss meiner Meinung nach bei Bassboxen eine Holzkiste dahinter.

    Ist der Griff, wie bei grossen Lautsprechern z.B. Access, nur zum Tippen und Anheben bis auf Gürtelhöhe da,
    bin ich mit gefrästen Griffen eigentlich ganz glücklich, da sie mehrere Griffrichtungen zulassen.

    Was überhaupt keinen Spass macht,
    nach Outdoorveranstaltungen mit unvorhergesehenem Wetter das Wasser aus diesen Griffen zu kriegen


    mit freundlichem Blubb

    solange Fragen nix kostet, sind Antworten nix wert

  • DJheini
    Moderator
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    Marktplatz Einträge
    4
    • 29. August 2007 um 19:59
    • #3
    Zitat von "wasserkocher"


    allerdings glaube ich, dass dieser für tiefe Frequenzen nicht ganz dicht ist, also muss meiner Meinung nach bei Bassboxen eine Holzkiste dahinter.

    Daher habe ich bei meinen Selbstbauten sämtliche Ritzen der
    Marshallgriffe von der Rückseite mit etwas Silikon abgedichtet.
    Ich finde die übrigens auch besser zum Tragen als die gefrästen.

    MfG Heini

    (Lasst euch von dem DJ nicht verwirren. ;))

  • MRspeaker
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    5.030
    • 29. August 2007 um 20:50
    • #4

    Ich komme mit beiden klar.
    Wobei die gefrästen in jeder Position gleich gut/schlecht anzupacken sind.
    Bei bassboxen die man schonmal von der horizontalen in die vertikale bringen muss, find ich das ganricht so dumm.

    Bei einem Topteil sind mir die normalen Griffschalen auch lieber.
    Hier kann man besser anpacken wenn es ums hochwuchten geht.

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • markus olk
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    • 29. August 2007 um 23:05
    • #5

    Ich mag die gefrästen Griffe für´s tippen und für das hochwuchten von Topteilen, gerade wenn es schwerere und größere Hörner sind lieber, da man sie, wie schon gesagt, in allen Ausrichtungen gut packen kann.

    Den entscheidenden Nachteil sehe ich auch beim tragen, da ist ein Marshall einfach ermüdungsfreier und - so blöd es auch klingt - die Box kommt einem nur halb so schwer vor.

    Bei den gefrästen fehlt mir auch die Möglichkeit, einen Spanngurt durchzuziehen. Sei es zur Transportsicherung oder zum Sichern des Stacks, mit Marshall bleiben die Gurte da wo sie hingehören und bei schmalen Tops auf breiten Subs stehen die Gurte nicht von der Oberkante des Top diagonal ab.

    Nachts ist es kälter als draussen, und 22,6274157 hoch zwei ist auch fast 512.

  • p@
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    1.112
    • 30. August 2007 um 00:01
    • #6

    Ich find gefräßte Griffe eigentlich nur bei Subs sinnvoll und auch nur dann, wenn die Rollen haben. Ansonsten mag ich eigentlich lieber die Marshallgriffe.


    edit: Spanngurte gehören nicht durch die Griffe :!:

  • Kracky
    Profi
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    • 30. August 2007 um 06:53
    • #7

    Der Marschallgriff hat einen entscheidenden Nachteil, er läßt sich nur in einer Position vernünftig greiffen. Bei großen Bässen umgeht man das indem mann 4 Marschallgriffe je Seite verbaut, zwei längs, zwei quer. Aber bei jedem kleineren Bass usw. geht das platzmäßig nicht. Nun hatt man aber gerne Rollen auf der Rückseite oder am Frontbrett und zum Aufstellen muß der Lautsprecher nunmal 90 Grad gedreht werden, wie also verbaue ich meinen Griff nun? Auf die eine Art ist er gut beim be- und entladen bzw. Transport, dann ist er zum Aufstellen ganz schlecht greifbar, auf der anderen wäre er schön zum Aufstellen und beim Transport verdreh ich dann die Handgelenke. Aus genau diesem Grund verwende ich dieses Adam Hall Vierpunktgriffe. Diese lassen sich aus jeder Richtung sehr gut greiffen, halten was aus, liegen gut in der Hand und schneiden nicht ein. Ich für meinen Teil werde keine Marschallgrife mehr verbauen.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • MRspeaker
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    • 30. August 2007 um 07:02
    • #8

    markus olk
    Spanngurte haben an Griffen nichts verloren, es sei denn sie sind explizit vom Hersteller dafür vorgesehen.
    Da gibt es ganz ganz wenige Ausnahmen.

    http://www.audio2.eu
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  • markus olk
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    • 31. August 2007 um 10:26
    • #9

    Ok, das ist mir neu. Haben selbst auch nur PA mit den vierseitigen Griffen, aber die 4x12er habe ich zum Transport oft durch die Griffe gesichert. Die standen zwar eh sehr dicht mit dem restlichen Gerödels zusammen und es ging nur darum, kleinere Bewegungen zu vermeiden, aber gut zu wissen.

    Bei der PA hab ich mich immer über die fehlende Möglichkeit geärgert, hab´s bei VA oft so gesehen, dass die Gurte durch die Griffe kamen und fand das immer sehr praktisch. Aber wenn die Ausnahmen so selten sind, waren das wohl meistens keine ;)

    Da waren auch schon größere Firmen am Werk, die das so gehandhabt haben.
    Aber vor einigen Wochen habe ich auch eine Fronttruss mit geflogenen Line Arrays und Wash Lights gesehen, ca. 4,5-5m hoch auf Traversenliften, die nicht gesichert mitten in den ersten Publikumsreihen standen, noch nicht mal die Kurbeln waren abgeschraubt. So viel zum Thema: Nicht alles was man sieht ist auch so richtig.

    Wieder was gelernt ;)

    Nachts ist es kälter als draussen, und 22,6274157 hoch zwei ist auch fast 512.

  • MRspeaker
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    • 31. August 2007 um 15:47
    • #10

    Man kann ja auch nicht alles wissen, dafür gibt es ja dieses Forum und hilfsbereite Kollegen.

    Natürlich ist es sicherer den Spanngurt durch die Griffe zu führen als ihn garnicht zu verwenden, oder das Risiko des abrutschens einzugehen.

    Jedoch soll gesagt sein das der Griff nicht für Kräfte die ein 4-Tonnen Spanngurt aufbaut, geschaffen ist.
    Es könnten die Griffe ausbrechen und das Stack steht ungesichert.

    Ich glaube die Ausnahme besteht in ein paar Systemen von Dynacord oder db.. da war mal irgendwas...

    naja aber zurück zum Thema.

    http://www.audio2.eu
    Sommercable Gewerbe-Händler, Kabelkonfektion

  • Kracky
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    • 31. August 2007 um 16:26
    • #11

    Ich denke ihr solltet unterscheiden ob an den Griffen gesichert wird oder ob nur der Spanngurt zur Führung und wegen des netteren Aussehens einfach durch die Griffe geführt wird, gespannt wird aber das Stack ansich.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
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  • F.A.Bi.A.N.
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    • 31. August 2007 um 20:53
    • #12

    meine bescheidene meinung:

    marshallgriffe sehen nach rocknroll-selbstbau aus - unschön! kaputtgegangen sind mir schon etliche, und das nur vom "normalen" benutzen beim tragen.
    ich bin schon seit langem für ergonomisch geformte (ungleiche fräsradien auf ober- und unterseite), in´s holz gefräste griffe mit vernünftiger stegstärke.
    nur ein beispiel - das hier geht auf meine kappe...:

  • unknown_artist
    Beiträge
    2.849
    • 31. August 2007 um 23:04
    • #13

    obwohl rund immer noch angenehmer zu packen ist. Ich ziehe Marshalls vom praktischen immer noch vor (bin aber auch ein Filz Befürworter), es ist einfach praktischer. Wenn man eingespielt ist im Team weiß eh jeder, wer wann wie packen muss - diese Dreh-Probleme passieren mir immer nur wenn ich mit Fremden schleppe - asonsten hilft wie schon gesagt eine durchdachte Griff Anordnung - mit diesem Rock'n Roll Selbstbau System komme ich z.B. ganz gut klar

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • dj_chaos
    Beiträge
    439
    • 1. September 2007 um 02:11
    • #14

    Da ich auch nur Filz verwende, fallen bei mir die gefrästen auch weg und ich verwende die Marshall. Ich glaube bei Filz gibt es keine grossen Alternativen.

    Jörg

  • ThomasL
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    Beiträge
    2.438
    • 1. September 2007 um 09:13
    • #15

    Auch wenn ich mit meiner Meinung hier scheinbar relativ alleine bin...ich finde ordentlich gefräste Griffe immer noch wesentlich praktischer als jeden Marshallgriff. Getragen werden müssen unsere Boxen zu 90% nicht, sondern es wird alles gerollt, entweder in Cases oder auf Eigenrollen. Dafür wird aber gestackt, viel, oft, unterschiedlich hoch, in alle möglichen Richtungen. Ich hab schon Leute gesehen, die sich bei den Marshalls das Handgelenk übel verdreht haben, einfach weil zwei Leute in unterschiedliche Richtungen mit der Box wollten. Das kann zwar mit gefrästen Griffen auch passieren, nur sind die Marshalls aber einer gewissen Handgröße plus Handschuh einfach viel zu eng, um die Hand mal fix rauszuziehen - bei gefrästen Griffen, ob mit Steg oder ohne, passiert das seltener (ordentliche Fräsung in alle Richtungen vorausgesetzt...wenn so gefräst wurde, das man die Dinger nur in einer Richtung packen kann ist das natürlich auch Käse)
    Und hinzu kommt ja auch die Griffpositionen, je intelligenter die gewählt sind, umso besser ist der Heb-, Stack- und Tragekomfort. Bestes Beispiel ist für mich dabei das PA-Sys-One von TWAudio - da ist das Handling einfach nur gut durchdacht.


    Viele Grüße,

    Thomas

    http://www.lange-ohlemeyer.de

  • Thomas
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    10.847
    • 1. September 2007 um 11:44
    • #16

    Die tw-audio griffe sind aber auch nur in eine richtung gut packbar.
    (hab das vor nen par wochen mal ausprobiert.
    man kann wenns seinmuss auch mal neben den steg greifen und dann in die andere dimension, aber besonders gut geht das auch nicht.
    mhh.

  • markus olk
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    • 1. September 2007 um 12:24
    • #17

    Ich hätte noch eine kleine Off Topic Frage zum Thema mit den Spanngurten und der Zulässigkeit, denke es ist nur zu wenig für einen eigenen Thread.

    Wir hatten gestern Abend eine kleine VA mit einer sehr kleinen Openair-Bühne, ca 4,5m tief und 5 breit. Da die Technik+ Backline schon sehr viel Platz einnahmen, haben wir vier 18 BR mit schrägen Seiten als Monoblock vor die Bühne gestellt, Seite an Seite also Form halbrund. Das ganze mit Spanngurt komplett einmal rum in Höhe der Oberkante. Darauf ein Monitor und das ganze wurde quasi als Bühnenerweiterung nach vorne genutzt, ordentlich unterbaut und ausgeglichen mit Kanthölzern und Europaletten, stabil war es definitiv.
    Gespielt hat nur meine Band, die Sache ging also auf unsere Kappe.

    Trotzdem die Frage: Generell zulässig, nicht genau definiert oder definitiv besser zu unterlassen?

    Nachts ist es kälter als draussen, und 22,6274157 hoch zwei ist auch fast 512.

  • tamaris-pa / mts
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    • 13. Mai 2008 um 16:39
    • #18

    Die überarbeiteten Marshall Griffe sind doch schön anzusehen:

  • Kracky
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    • 13. Mai 2008 um 18:06
    • #19

    Hatte dieses WE zwei VT212 sowie zwei alte Horntops von mir die ich mal billigst verkauft habe zugeliehen weil ich leider immernoch keine Gehäuse für die PAF212 hier habe, die haben alle Marschall Griffe und wie jedesmal nervt es mich das mir der Griff wenn ich richtig reingreife in den Unterarmmuskel drückt, wenn ich anderst herum Greife ist es mit Kräfteverteilung nich weit her. Ich kann diesen Griffen einfach nichts abgewinnen und bleibe bei 4 Punkt.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • andreas grossmann
    Beiträge
    286
    • 13. Mai 2008 um 19:00
    • #20
    Zitat

    Ist der Griff, wie bei grossen Lautsprechern z.B. Access, nur zum Tippen und Anheben bis auf Gürtelhöhe da...


    Wie stapelst du denn dann 3 von den Kisten aufeinander, wenn du sie nur auf Gürtelhöhe hebst?

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