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Tuningfrequenzssuche Interpretationshilfe gesucht:

  • Thomas
  • 24. September 2007 um 09:44
  • Thomas
    Verifiziert
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    10.847
    • 24. September 2007 um 09:44
    • #1

    Ich bastle schon seit ewigkeiten an einem prototyp für einen kollegen rum und bin gestern nach lager zeit mal wieder dazu gekommen etwas weiterzutüfteln.
    ich bräuchte mal eure hilfe beim tuningfrequenz raten. vorweg: ich kann im moment keine impedanz messen :(


    Gesamtspl messung (natürlich nicht skaliert)


    messung im port. das 1.) eher vorne 2.) eher mitte bis hinten vom port.
    (nicht wundern, das erste wurde mit filtern (35 hz hochpass, 140 hz tiefpass etwa) gemessen, das zeite nicht)

    nun brauch ich mal tips von euch was ihr daraus an tuningfrequenz ableiten würdet.

  • Jobsti
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    7.942
    • 24. September 2007 um 09:53
    • #2

    Ich würde einfach so mal 43-45Hz schätzen.
    Wasn das fürn Chassis?

    Mit freundlichen Grüßen
    B. Jobst | Fa. Jobst-Audio | 36396 Steinau Ulmbach | Germany | http://www.Jobst-Audio.de
    http://www.audiofotos.eu | Kostenfreier Bilderhoster für eure Forenbilder
    Nützliche Tools | Limiter berechnen, Schaltungen usw.

  • sabbelbacke
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    • 24. September 2007 um 10:01
    • #3

    Is ne BR-Kiste, oder? Nehme er einen Sinusgenerator oder ne Test-CD. Bei konstantem Pegel von unten nach oben oder umgehrt langsam durchsweepen und schauen, wo die Auslenkung "im Tal" ist, also zwischen zwei Maxima sich minimal verhält. Sollte ausreichend genau sein.
    Test CD zur Not hier, ich bin mir sicher, Du hast ein PC-Proggi, dass auch Sinusen kann:
    http://www.dvdboard.de/forum/showthread.php?t=53387

    hornresp

  • tufkajck
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    3.334
    • 24. September 2007 um 10:02
    • #4

    Ich würde die Skalierung mal raufsetzen so auf 1-2 dB.
    Dann etwa 5mm vor dem Port messen, nicht drin.
    Fensterung auf maximale Auflösung.
    Zum suchen von fb hilft sonst noch Generator/Voltmeter.

  • 20Hertz
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    947
    • 24. September 2007 um 10:48
    • #5

    Moin,

    aus diesen Messungen lässt sich auch mit viel Wohlwollen keine Tuningfrequenz herauslesen. Eine Nah(!)feldmessung der Membran mit langem Messsignal hilft weiter.


    Grüße
    Matthias

  • F.A.Bi.A.N.
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    • 24. September 2007 um 11:02
    • #6
    Zitat von "20Hertz"

    Moin,

    aus diesen Messungen lässt sich auch mit viel Wohlwollen keine Tuningfrequenz herauslesen. Eine Nah(!)feldmessung der Membran mit langem Messsignal hilft weiter.

    genau, denn das hast du (thomas!) hier sogar schon beispielhaft gepostet?!

  • Thomas
    Verifiziert
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    10.847
    • 24. September 2007 um 13:15
    • #7

    Ja das hätte ich hier auch gerne gemacht, aber bei verkehrt herrum eingebauten speakern ist das so ne sache. da kommt leider nichts sinnvolles bei rum. hab an diversen stellen an der membran gemessen.

    vor dem port messen ist auch so ne sache. ist keine ganz triviale portgeometrie. da ist es schwierig zu bestimmen, ab wo der port anfängt. ich hätte aus den messungen jetzt etwa 44-45 hz herrausgeraten.

    sinusgerator hab ich, aber kein true rms messgerät. alle anderen messen ja nur bei 50 hz vernünftig...
    optisch den hub betrachten könnte man, aber ob man das ausreichend genau sehen kann. mhh.

    ich hätte jetzt einfach die ports nochmal gekürzt, bis auch auf ne nur noch leicht abfallende flanke hinbekommen hätte. simu sagt etwa 50 hz wären ideal.

  • tufkasr
    Beiträge
    310
    • 25. September 2007 um 04:39
    • #8

    Hi Thomas,

    wieso bringt die Nahfeldmessung am Treiber keine vernuenftigen Ergebnisse? Poste doch mal eine repraesentative Nahfeldmessung. Ich wuerde mutmaszen das der Port einen recht grossen Anfangsquerschnitt aufweist und sich stark erweitert. Vielleicht tritt geometriebedingt keine schmalbandige Resonanz mehr auf; die Gesamtmessung weisst eine deutlich steile Flanke auf; die Portmessung ist unglaublich "breitbandig"; vielleicht addieren sich die Schallanteile nur phasenverschoben und senken die Flanke unterhalb 60Hz.

    Waere interessant, einen Blick auf die Zeichnung und den Treiber zu werfen; koennte eine nette Diskussion werden...

  • schrecki7289
    Beiträge
    7.887
    • 25. September 2007 um 13:51
    • #9

    Kannst du das Ausschwingverhalten messen?
    Daran kann man es (Outdoor-Messung vorrausgesetzt) oft auch erkennen.

    Gruß
    Thomas

  • Sound-Klinik
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    • 25. September 2007 um 15:01
    • #10
    Zitat von "Thomas"

    sinusgerator hab ich, aber kein true rms messgerät. alle anderen messen ja nur bei 50 hz vernünftig ...


    Sofern du sinusförmige Signale nimmst, messen die meisten preiswerteren digitalen Multimeter bis zu einigen hundert Hz (einige sogar bis mehreren* kHz) recht ordentlich ... schwierig wird es nur bei nicht-sinusförmigen Signalen - denn DANN brauchst du ein True-RMS-Gerät.

    * z.B. das WAVETEK Meterman 15-XP macht erst bei 8 kHz einen Fehler von etwa - 10 % (und mißt unterhalb von 50 Hz - z.B. bei 20 Hz - weitgehend korrekt).

    Einmal editiert, zuletzt von Sound-Klinik (25. September 2007 um 15:35)

  • tufkajck
    Profi
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    3.334
    • 25. September 2007 um 15:13
    • #11

    Und selbst wenn es nicht ganz exakt misst, es interessiert ja nicht die absolute Spannung sondern die Frequenz vo am meisten geht.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 25. September 2007 um 17:00
    • #12
    Zitat von "Jack"

    Und selbst wenn es nicht ganz exakt misst, es interessiert ja nicht die absolute Spannung ...


    ... selbst viele "Billig"-Baumarkt-Multimeter messen sinusförmige Spannungen bis zu einigen hundert Hz hinreichend genau, um Impedanzminima/-maxima (über Spannungsabfall am LS mit Vorwiderstand) zu ermitteln.

  • bwm
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    71
    • 25. September 2007 um 18:37
    • #13

    Hallo!!!

    könnte mal jemand detailiert erklären, also für dummies wie man eine solche Messung mit einem Multimeter vornimmt?
    Und was kann man anhand der gewonnenen erkentnisse ableiten bzw. worauf kann man schließen.

    Das es um eine BR abstimmung geht ist mir klar.

    Am besten währe es an einem Beispiel erklärt finde ich.

    Da ich meinen horizont in sachen Lautsprecherbau gerne erweitern möchte, währe ich über eine schritt für schritt Anleitung sehr dankbar.
    Ein verweiß auf Literatur die mir so etwas erklärt währe aber auch o.K.

    Danke im voraus bwm!

  • Sound-Klinik
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    • 25. September 2007 um 19:13
    • #14
    Zitat von "bwm"

    ... könnte mal jemand detailiert erklären, also für dummies wie man eine solche Messung mit einem Multimeter vornimmt?
    Und was kann man anhand der gewonnenen erkentnisse ableiten bzw. worauf kann man schließen.

    Das es um eine BR abstimmung geht ist mir klar.


    Du benötigst einen - durchstimmbaren - Sinusgenerator (und sofern dieser einen sehr hochohmigen Ausgang besitzt: eine kleine Endstufe) und ein Multimeter, welches Wechselspannungen messen kann.

    Weiterhin benötigst du einen Widerstand ~ 50 ... 100 Ohm (und je nach Leistung beim Messen mit wenigstens 10 ... 20 Watt).

    Den Sinusgenerator verbindest du mit dem Verstärkereingang (Pegelregler zunächst auf Null !) ... einen Verstärkerausgang verbindest du mit dem Vorwiderstand ... den anderen mit dem zu untersuchenden Lautsprecher ... die beiden "offenen" Enden des Widerstandes und des LS werden MITEINANDER verbunden.
    Das Multimeter (Wechselspannungsmessung !) wird dann mit beiden LS-Anschlüssen verbunden (d.h. man mißt die Spannung am Lautsprecher).

    Sinusgenerator und Verstärker einschalten und den Pegelregler soweit aufdrehen, daß ein Ton zu hören ist (UND NICHT, daß einem die Ohren wegfliegen ...).
    Bei sehr tiefen Frequenzen (< 10 Hz) wird die Spannung recht niedrig sein ... und steigt dann mit wachsender Frequenz an (-> erstes Impedanzmaximum !) um dann wieder zu sinken (-> Impedanzminimum !) um dann wieder anzusteigen (-> zweites Impedanzmaximum !). Danach fällt die Impedanz wieder ab und steigt mit größer werdender Frequenz langsam an (u.a. wegen induktivem Anteil des LS).
    Beim Impedanzminimum (d.h. wo die Spannung zwischen den beiden Maxima minimal wird ...) liegt die Abstimmfrequenz.

    Wenn du das Ganze bei einem a. einzelnem Chassis (oder b. einer geschl. Kiste) durchführst, bekommst du nur ein ausgeprägtes Impedanzmaximum ... konkret zu a. die Resonanzfrequenz vom Chassis (und zu b. die Einbauresonanzfrequenz, die je nach Gehäusevolumen mehr oder minder höher liegen sollte).

  • F.A.Bi.A.N.
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    5.286
    • 25. September 2007 um 19:22
    • #15

    das "impedanzmessen für arme" hatte ich vor einiger zeit schon mal gepostet, ein paar kollegen aus dem forum haben so schon ihre konstrukte überprüft... (der aufbau funktioniert schon, nur dass ich mit einem hochwertigen RFT-voltmeter gearbeitet habe):

  • bwm
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    71
    • 25. September 2007 um 20:19
    • #16

    Sound-Klinik und F.A.Bi.A.N.

    Ich würde mal sagen Ihr beide ergänzt euch hervoragend!

    Sound-Klinik text und F.A.Bi.A.N. skize haben bei mir fast alle unklarheiten beseitigt. Werde ich dieser Tage mal an meinen BRs testen.

    Besten dank noch mal!!!

    So wünscht man sich das, man fragt, und bekommt unkompliziert eine Antwort, ohne das lange um den heißen Brei geredet wird.:-)

    drei kleine Fragen hätte ich noch:

    F.A.Bi.A.N. wofür ist der Oszi? Der ist doch nicht unbedingt von nöten, oder?

    Die Skize von F.A.Bi.A.N. zeigt einen 33Ohm Vorwiderstand, Sound-Klinik schreibt 50-100Ohm, wie genau muss man sich an diesen wert halten, bzw. in wie weit beinflusst er die Messung?

    Spielt die Richtige polarität des Lautsprechers zur Endstufe eine rolle? Soll heißen, Plus Endstufe an Plus Lautsprecher?

    Sound-Klinik

    Zitat

    ... einen Verstärkerausgang verbindest du mit dem Vorwiderstand ... den anderen mit dem zu untersuchenden Lautsprecher ... die beiden "offenen" Enden des Widerstandes und des LS werden MITEINANDER verbunden.

    Also der Vorwiderstand wird in Reihe zum LS eingefügt? Richtig?

    MfG bwm

  • bwm
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    71
    • 25. September 2007 um 20:29
    • #17

    Äh noch ne Frage!

    Sollten die beiden Impedanzmaxima so dicht wie möglich bei einander liegen?

  • Sound-Klinik
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    • 25. September 2007 um 22:00
    • #18
    Zitat von &quot;bwm&quot;

    Die Skize von F.A.Bi.A.N. zeigt einen 33Ohm Vorwiderstand, Sound-Klinik schreibt 50-100Ohm, wie genau muss man sich an diesen wert halten, bzw. in wie weit beinflusst er die Messung?


    Wenn man das in Ohm umrechnen will, spielt der Wert des Vorwiderstandes und auch die Gesamtspannung (d.h. am Endstufenausgang) eine Rolle.

    Zitat von &quot;bwm&quot;

    Spielt die Richtige polarität des Lautsprechers zur Endstufe eine rolle? Soll heißen, Plus Endstufe an Plus Lautsprecher?


    Nö. :)

    Zitat von &quot;bwm&quot;

    Sound-Klinik


    Also der Vorwiderstand wird in Reihe zum LS eingefügt? Richtig?


    Jo. :)

    Zitat von &quot;bwm&quot;

    Sollten die beiden Impedanzmaxima so dicht wie möglich bei einander liegen?


    Besser nicht. :wink:

  • F.A.Bi.A.N.
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    5.286
    • 25. September 2007 um 23:03
    • #19

    hi,

    nein das oszi ist nicht nötig um die messung durchzuführen.
    aber einen zettel und stift wirst du brauchen, um die messwerte zu notieren. oder du hackst es gleich in excel...

    der wert des vorwiderstands ist sogesehen "egal", ein rechnerisch bequemer wert (100ohm, wie SK vorschlug) ist wohl praktisch.

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    7.900
    • 26. September 2007 um 09:04
    • #20

    ... vielleicht noch mal eine Anmerkung zu True-RMS bzw. Echteffektiv:

    Häufig wird hier die Frequenzbandbreite und True-RMS durcheinandergewürfelt.

    Es gibt Messgeräte, die nicht den Effektivwert messen (können) und bereits bei 400 Hz größere Fehler machen (Baumarktklasse - um EUR 10,- ... 20,-).
    Ebenso gibt es Geräte, die bei 5 Khz (oder sogar noch höher) recht genaue Messungen ermöglichen, solange die Wellenform weitgehend sinusförmig ist (kosten unter EUR 100,-).
    Unabhängig von der Messfrequenz (d.h. auch bei 50 Hz !) messen NICHT-Echteffektiv-Geräte bei rechteck- oder sägezahnförmigen Signalen immer FALSCHE Werte !

    Auch bei Echteffektiv-Geräten gibt es sehr große Unterschiede.
    Es gibt mittlerweile zu erschwinglichen Preisen Geräte, wo True-RMS oder Echteffektiv draufsteht (und sie messen auch NICHT-sinusförmige Signale weitgehend richtig) - nur: Viele dieser Geräte haben eine Bandbreite von lediglich einigen kHz (sehr häufig ist die Grenze bei 5 kHz).

    Dann gibt es bessere (teurere !) Geräte, die bis 10 kHz oder 20 kHz (z.B. FLUKE-87) oder gar bis 100 kHz (FLUKE-189 ... kostet dann schon EUR 605,- :? ) messen.

    Ergo 1:
    True-RMS (bzw. Echteffektiv) hat NICHTS mit der Frequenzbandbreite zu tun !
    Man könnte (wenn man sowas wollte) sicher auch ein Nicht-Echteffektiv-Gerät bauen, welches sinusförmige (!!!!!) Signale auch bis 20 kHz richtig messen könnte. 8)

    Ergo 2:
    Wer auch Rauschsignale (z.B. weisses Rauschen) richtig messen will, wird mehrere hundert Euros anlegen müssen. :wink:

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