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Kommt vor? Künstler mit eigenen Ansichten zum Bühnenlicht!

  • Stefan Geib
  • 15. Oktober 2007 um 18:54
  • Stefan Geib
    Verifiziert
    Beiträge
    30
    • 15. Oktober 2007 um 18:54
    • #1

    Hallo Kollegen;

    hier mal ein Bericht von einer aktuellen Veranstaltung mit der bitte um rege Meinungen was ihr davon (d.h. von mir als Techniker, der eingesetzten Technik bzw. dem Künstler) haltet? Wir hatten mal wieder einer der kleinen-feinen Veranstaltungen in Richtung Kleinkunst/Kabarett. Es standen drei Künstler auf der Bühne. Mit genügen zeitlichen Puffer gingen wir an die Arbeit Respektive an den Aufbau. Gefordert war eine Beschallung für knapp 200 Pax in einem Saal von 10x18mtr. mit Bühne 6mtr. breite, 5 mtr. tiefe (ja eine von der Bauart her sehr alte Version), entsprechende Mikrofonierung (3x Headset, Abnahme Instrumente ect.) und ein (ich zitiere!) Bühnenlicht das schön hell und gleichmäßig sein sollte. Kurzum stellte ich an Licht das hin was wir bisher so im Rahmen dort immer hatten, das genügte auch meiner Meinung und den Künstlern A + B immer mit denen wir mehrfach schon dort zu tun hatten. Immer easy und problemlos! Die kleine technische Bühnenanweisung hatte ich schriftlich von dem Künstler A. Dort stand die gewünschte Technik und ebene besagtes Licht. Der Künstler B spielte ein Instrument und Künstler C komplettierte das Trio. So waren wir dann 50 min. vor Saalöffnung fertig mit Aufbau, es folgte ein kleiner Soundcheck mit den drei Künstlern. Dem Künstler C fiel es dann ein dass ja nicht die Bühne wichtig wäre und garnicht so vollflächig beleuchtet sein darf ( es stand ein Flügel auf der Bühne, zwei Künstler auf Hocker nebeneinander mit Notenständern) sondern dass ja die Künstler im Vordergrund stehen sollten. Man sieht ja kaum was von den Gesichtsausrücken seiner Meinung nach. Ich sagte ihm das sich nach einer Bühnenanweisung von Künstler A dies ganze konzeptionierte und wir bisher auch nie klagen über eine zu dunkle Bühne oder gar dunkle Gesichter hatten. Da stand ihm der Mund offen und er wollte nix dagegen sagen dass Künstler A dies festlegte. Ging aber gleich weiter ob man da nix wirklich noch ändern könnte. Danach folgte von ihm eine kleine Aufzählung wo er schon mit wem gearbeitet hatte. Er schmiss dann mit Fachbegriffen um her, fragte nach meinen verwendeten Scheinwefertypen, technischen Möglichkeiten (z.B. "warum kann man an den Profilern den Ausschnitt nicht kreisrund verkleinern?", "können die 2x 1kW nicht noch näher an die Bühne und vom Kegel her kleiner"?) ect.
    und das ich ja auch noch was von ihm lernen könnte. O.k., es war wohl ein Altersunterschied vorhanden, für jeden sichtbar: Meine wenigkeit mit Anfang 30 (dabei aber schon 12 Jahre Erfahrungen im Bereich Licht) und er mit (ohne ihm näher treten zu wollen) mitte 50. Nunmal zur Hardware: In 15 m. Entfernung auf einer Empore standen 2 Profiler á 575 Watt (Fixfokus, ohne Iris!) mittig welche mit rechteckigem Blendenausschnitt die gesamte Bühne ausleuchteten, hinzu kamen noch im Saal (etwa 6mtr. von Bühne) 2x Fresnel-Scheinwerfer á 1kW mit Weichzeichnerfolie auf Einzelstativen. Als Backlight standen 2x PAR64 floor in hellem orange auf schwarzem Backdrop. Als Hauslicht (das was fest Installiert und benutzt wurde) stand dort: 2-3kW Kopflicht in 3 Gassen über der Bühne sowie eine Bodenrampe am vorderen Rand der Bühne in gesamter breite.
    Während der Vorstellung war der Saal komplett abgedunkelt.
    Also: Die Gesichter waren definitiv zu erkennen, gerade weil die Akteure viel (gewollt) "durcheinander" Sprachen bzw. sich abwechselten und ich das Bühnenprogramm nicht kannte erschien mir die Idee von Künstler C die Akteure einzeln mit einem echten Spot auszuleuchten etwas Nebendran. Nach langer zeit (mir kam es so vor!) sagte ich ihm das ich da nicht weiter Diskutiere, er ließ nicht locker, ich ignorierte ihn und irgendwann war mal Ruhe von ihm. Das er aber innerlich noch brodelte konnte ich sehen und man ging sich dann während der Show sowie beim Abbau dezent aus dem weg. Ach: In der Pause fragte der Künstler C mich ob alles klar wäre, ich sagte ihm mit einem selbstzufriedenen Gesicht das ich zufrieden wäre und bei mir alles o.k. ist ...... !
    Hätte ich das nur nicht so gesagt:
    Er meinte dann aber dass es ihm egal wäre ob ICH zufrieden wäre, es ist oberstes Gebot(!) dass ER bzw. die Künstler zufrieden wären.
    Ich sagte da nixmehr dazu, war mir zu blöd.
    Abschließend sei erwähnt dass diese Aufführung in 14 Tagen nochmal an gleichem Ort mit den drei Künstlern stattfindet. Die anderen Künstler A + B waren aber dan ganzen Abend entspannt haben aber wegen einer Änderung für übernächstes Wochenende mal wertungsfrei und auch "normal" nach der Aufführung bei mir angefragt. Kurzum: Ich werde mal vorsorglich die beiden Theatersscheinwerfer von 1kW auf 2kW upgraden und evtl. auch noch ein Seitenlicht/Gassen auf der Bühne vorsehen. Dieser Auftrag ist Pauschal abgewickelt, will heissen ist nix mit unendlich vielen Spielereien und Extrawünschen. Wir machen den Job zur Zufriedenheit von Pax, Veranstalter (von ihm bisher auch keinerlei Beschwerden) und auch Künstlern. Klar, was muss das muss an Technik her! So, Kollegen jetzt seid ihr dran. Wie sind eure Erfahrungen und der Umgang mit manchen "schwierigen" Künstlern?! Lag bzw. liege ich denn mit meinem Licht so arg nebendran? Bin für ernstgemeinte Ratschläge offen, kann Kritik vertragen. ;)

    Grüße aus Hessen
    Stefan

    Stefan G.

    Lichttechnik/Bühnenpyrotechnik

  • Christian Engel
    Moderator
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    4
    • 15. Oktober 2007 um 19:06
    • #2

    Mahlzeit,

    ich würde sagen: Musiker! :D:D Der Kollege hatte scheinbar einfach einen schlechten Tag. Das Licht-Setup klingt erstmal nicht allzu üppig, aber auch nicht verkehrt. Auf einem Foto könnte man das natürlich besser beurteilen.
    Vermutlich hast du ein bißchen zu lange mit dem Kerl diskuttiert. So jemand hört sich gern selbst reden und fühlt sich auch gern bestätigt. Das nächste mal kurz zuhören, dann: "Oh, ich muss da nochmal was an der Technik schauen, mal sehen was wir machen können". Nur nichts an die Backe labern lassen! Wenn das Licht ok war, dann ist es gut. Spezialwünsche der Künstler sind im Sinne des Mehrverdienstes immer willkommen :D Aber dann bitte nicht kurz vor der Show und auch nicht auf die beschriebene Art und Weise. Am Licht Setup würde ich erstmal gar nichts ändern, sondern Rücksprache mit dem Veranstalter halten. Dieser soll dann entscheiden ob mehr Licht nötig ist, dieser muss den Kontakt zum Künstler suchen und dieser wird dann auch im Falle des Falles den Rahmen deines Auftrages erweitern. Ansonsten nicht heiß machen. Solche unumgänglichen Typen gibt es immer wieder!

    Beste Grüße, Chris

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • Stefan Geib
    Verifiziert
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    30
    • 15. Oktober 2007 um 19:31
    • #3

    Tach Cen-Music udn der rest der Welt........

    Danke für Deine flotte Antwort auf meine Erfahrungen.
    Eigentlich habe ich ja kein Problem mit Verbesserunsgvorschlägen aber wie du schon sagtest: Der Künstler hat sich echt gerne selbst reden hören,
    erwähnte dies, das, jenes und all seine Erfahrungen.
    Naja, irgendwann schaltet man da als Techniker einfach ab
    (den Kopf nicht die Anlage!). Du hast zwar recht mit der Rücksprache mit dem Veranstalter, der ist aber immer sehr auf Tuchfühlung mit allen Künstlern. Alleine dass ich ja von dem einen "guten" Künstler nach der Show nochmal angesprochen wurde zeigt dass denen ja was an einem guten Betriebsklima liegt. Ich werde dann schauen was sich noch so machen lässt. Keinesfalls aber stelle ich denen die (unsymmetrisch gestellten weil nicht anders machbar ohne Fronttruss) 3 Spot´s hin und muss mir dann später wohl anhören dass die ja immer im Halbschatten standen.....
    Dann lieber etwas upgraden (von 1 auf 2 kW) sowie noch ein paar
    kleine Korrekturen auf der Bühne die ich schon ansprach.
    Ich werde dann von der 2. Vorstellung hier gerne berichten.

    Gruß in die Ferne
    Stefan

    Stefan G.

    Lichttechnik/Bühnenpyrotechnik

  • bwaack
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    9
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    250
    • 15. Oktober 2007 um 21:22
    • #4

    Scheint in erster Linie ein Kommunikationsproblem zu sein, kein technisches.

    Ich möchte voranschicken, dass einem von Künstlern die absurdesten Wünsche vorgetragen werden können - deswegen sind es ja Künstler. Ob Ihre Wünsche und Vorstellungen Bezug zur Realität haben, steht auf einem anderen Blatt.

    Ich erlaube mir mal Oberlehrerhaft, deinen Text zu "korrigieren" - bitte nicht mißverstehen:

    Oberlehrermodus an:
    ...
    Kurzum stellte ich an Licht das hin was wir bisher so im Rahmen dort immer hatten, das genügte auch meiner Meinung und den Künstlern A + B immer mit denen wir mehrfach schon dort zu tun hatten.
     Erster Fehler: Deine Meinung ist zunächst mal Wurst - und erst recht sollte keine Rolle spielen "wie Ihr das immer macht"

    Natürlich ist deine Erfahrung gefragt - aber es schmückt einen Techniker, jede Show wie ein völlig neues Ereignis zu betrachten. Deine Argumentation klingt genauso wie die vieler Langweiler und Hausmeister, die ihre Ahnungslosigkeit und ihr Desinteresse mit Sätzen krönen wie:
    -Das machen wir immer so
    -Da ist bisher noch jeder mit ausgekommen
    -Meiner Meinung nach ist das völlig ausreichend

    Wenn mir in einem fremden Haus einer so kommt, hab ich auf jedes weitere Gespräch schon kein Bock mehr - natürlich interessiert mich deine Meinung als örtlicher - aber ich möchte auch sicher sein, dass Du meinen Wunsch zumindest in Erwägung ziehst und nachvollziehen kannst, was ich möchte.

    ...
    So waren wir dann 50 min. vor Saalöffnung fertig mit Aufbau, es folgte ein kleiner Soundcheck mit den drei Künstlern.
    Das nennst Du ausreichenden Zeitpuffer? Wenn du 50 Minuten für Soundcheck und Einleuchten direkt vor dem Einlass hast?

    Wann gehst Du oder Künstler essen oder sieht sich die Stadt an, wann wechselst du erventuell defekte Brenner oder lötest dem Künstler einen abben Draht wieder an?
    Für mich ist ein gemütlicher Gig mit ausreichend Zeitpuffer, wenn ich 2 Stunden vor Einlass mit allem fertig bin und nochmal ein paar Besorgungen in der Stadt machen kann.


    Dem Künstler C fiel es dann ein dass ja nicht die Bühne wichtig wäre und garnicht so vollflächig beleuchtet sein darf ( es stand ein Flügel auf der Bühne, zwei Künstler auf Hocker nebeneinander mit Notenständern) sondern dass ja die Künstler im Vordergrund stehen sollten.
    Ja, das ist spät, zugegeben. aber wie soll er es vorher sehen, wenn vorher nichts fertig war und er beim soundcheck auf der Bühne stand?

    Man sieht ja kaum was von den Gesichtsausrücken seiner Meinung nach.
    Is wahrscheinlich dummes Geschwätz. Das muss man dem Künstler zugestehen. Nicht aufregen, sondern versuchen , aus dem hilflosen Gestammel herauszuhören, was der Künstler eigentlich will...

    Ich sagte ihm das sich nach einer Bühnenanweisung von Künstler A dies ganze konzeptionierte und wir bisher auch nie klagen über eine zu dunkle Bühne oder gar dunkle Gesichter hatten.
    bisher nie klagen... blöder Spruch nun auch von Dir . (siehe oben) Es ist nun wirklich ganz egal, was früher war, oder was andere denken.

    Da stand ihm der Mund offen und er wollte nix dagegen sagen dass Künstler A dies festlegte. Ging aber gleich weiter ob man da nix wirklich noch ändern könnte.
    Ja ? und wie war deine Antwort darauf? Ein Änderungswunsch wird ja wohl erlaubt sein. Du hättest antworten können:
    Ja gern, was soll ich denn machen?
    Ja gern, wie solls denn aussehen?
    Ja gern, aber mir wird das zeitlich jetzt zu knapp, ist es was einfaches?
    Ja gern, sind die anderen Künstler denn damit einverstanden?
    Ja gern, aber mit dem wenigen Material ist dies nach meinen Erfahrungen die einzig mögliche Einrichtung.


    Danach folgte von ihm eine kleine Aufzählung wo er schon mit wem gearbeitet hatte.
     Das ist ungefähr genauso blöd, wie der Spruch "das machen wir immer so" - aber kein Grund, sich auf diesen Stil einzulassen

    Er schmiss dann mit Fachbegriffen um her, fragte nach meinen verwendeten Scheinwefertypen, technischen Möglichkeiten (z.B. "warum kann man an den Profilern den Ausschnitt nicht kreisrund verkleinern?", "können die 2x 1kW nicht noch näher an die Bühne und vom Kegel her kleiner"?) ect.
    Aha, ein Fachmann :PNa und? dann sagst du eben, wie es ist: weil da keine Iris drin ist, weil das keine Zoomoptiken sind usw usw.

    und das ich ja auch noch was von ihm lernen könnte. O.k., es war wohl ein Altersunterschied vorhanden, für jeden sichtbar: Meine wenigkeit mit Anfang 30 (dabei aber schon 12 Jahre Erfahrungen im Bereich Licht) und er mit (ohne ihm näher treten zu wollen) mitte 50.
    Diesen Absatz halte ich für überflüssigen Ballast, der die Laune verdirbt. Jeder kann von jedem lernen.

    Nunmal zur Hardware: In 15 m. Entfernung auf einer Empore standen 2 Profiler á 575 Watt (Fixfokus, ohne Iris!) mittig welche mit rechteckigem Blendenausschnitt die gesamte Bühne ausleuchteten,
     armes Deutschland!

    hinzu kamen noch im Saal (etwa 6mtr. von Bühne) 2x Fresnel-Scheinwerfer á 1kW mit Weichzeichnerfolie auf Einzelstativen. Als Backlight standen 2x PAR64 floor in hellem orange auf schwarzem Backdrop. Als Hauslicht (das was fest Installiert und benutzt wurde) stand dort: 2-3kW Kopflicht in 3 Gassen über der Bühne sowie eine Bodenrampe am vorderen Rand der Bühne in gesamter breite.
    Während der Vorstellung war der Saal komplett abgedunkelt.
    Also: Die Gesichter waren definitiv zu erkennen, gerade weil die Akteure viel (gewollt) "durcheinander" Sprachen bzw. sich abwechselten und ich das Bühnenprogramm nicht kannte erschien mir die Idee von Künstler C die Akteure einzeln mit einem echten Spot auszuleuchten etwas Nebendran.
    Die Idee erschien Dir nebendran, na und? es wäre doch viel einfacher gewesen zu sagen: ich habe keine drei spots

    Nach langer zeit (mir kam es so vor!) sagte ich ihm das ich da nicht weiter Diskutiere,
    ...
    Er meinte dann aber dass es ihm egal wäre ob ICH zufrieden wäre, es ist oberstes Gebot(!) dass ER bzw. die Künstler zufrieden wären.
     Da hat er Recht.


    ----Ende Oberlehrermodus.

    Ich würde die Anlage nächstes Mal nicht aufstocken, weil es ja, wie du sagst, eine low-Budget Produktion ist. Es ist also materialmäßig kein Mehraufwand drin. Du bist jedoch komplett gebucht und deswegen erwartet der Mann auch von Dir, dass Du versuchst, in realistischem Rahmen mit deiner Arbeitskraft seine Wünsche zu erfüllen, auch wenn Du sie blöd findest.
    Wenn ihr normal miteinander reden könntet, hättst du einfach fragen können , ob du nächstes mal statt zwei Profilen und zwei Linsen lieber nur drei Profiler mitbringen sollst, damits denn endlich die drei Kullern gibt...

    so ist aber nur überall dicke Luft im Theater - völlig überflüssig.

    Ich kenne auch Künstler, die unerträglich eitel und dumm daherkommen -
    Ich finde die aber genauso eklig, wie die, die sich immerzu verständnisvoll bei einem einschleimen. Dabei ist doch alles ganz einfach: Jeder macht seinen Job:

    Der Künstler macht die Kunst nach seinem besten Vermögen.
    Wir machen den besten Support nach unserem Vermögen und dem des Veranstalters soll heißen:Budget.

    Dabei meine ich, dass persönliches Engagement für die Sache nicht vom Budget abhängen darf. Jobs, die so schlecht bezahlt sind, dass man keine Lust hat, irgendetwas zu tun, darf man nicht annehmen - denn man macht sie dann schlecht und das schadet allem:

    -Der Show
    -Dem eigenen Ruf
    -Dem Ruf des Künstlers
    -Dem Selbstwertgefühl
    -Der Freude an der Arbeit

    In diesem Sinne:
    Keep on rocking! trotz der schrägen Vögel auf der Bühne.

    Grüße B.

  • SimonFB
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    • 15. Oktober 2007 um 22:40
    • #5

    Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist es wohl am wichtigsten, dass der Veranstalter zufrieden ist. Ein kompetenter Veranstalter ist zufrieden, wenn sein Publikum zufrieden ist. Die Zufriedenheit der Künster ist meiner Meinung nach nur soweit relevant, das sie bei echter Unzufriedenheit mit dem technischen Rahmen evtl. nicht ihr volles Potenzial auf der Bühne entfalten (wollen), was auch das Publikum spürt.

    Die Lichttechnik klingt bei flüchtigem Lesen (eine Skizze wäre wirklich hilfreich) recht schmal dimensioniert - bei geringem Budget ist das aber auch durchaus angemessen. Nur stellt sich mir die Frage ob es wirklich nötig ist die gesamte Bühne hell zu machen. Wenn sich der Aktionsradius der Künstler in Grenzen hält, könnte eine Konzentration zur Bühnenmitte tatsächlich helfen, zumal das Material für 3 Leute auf der Bühne absolut ausreichend sein sollte.

    Was die 'Fachbegriffe' anbelangt: hier möchte offenbar jemand sehr wichtig sein. Normalerweise begegne ich solchen Experten *hüstel* meist mit nochmehr Fachbegriffen, man kann ihnen aber auch Recht geben und auf das Budget verweisen ("ohne Fronsttruss ist das leider nicht besser zu machen") - natürlich muss man dann den Spagat hinbekommen den Veranstalter damit nicht indirekt anzugreifen.
    Ich finde es aber gut, dass du seine Kritik nicht einfach unter den Teppich kehrst, denn wie hier schon geschrieben wurde: man kann immer dazulernen. Die Schierigkeit ist nur zu erkennen, wann diese Momente sind.

    Edit: Gerade nochmal über den technischen Aspekt nachgedacht:
    Zwei 575er Profiler die eine 6m breite Bühen abdecken (also jeweils 3m), im günstigsten Fall also 10° Profiler, geben wirklich kaum noch Licht ab. Wenn du nun schreibst, dass die Ausleuchtung rechteckig ist, geht auch noch ein Teil des Lichts in die Blendschieber, weil der Abstrahlwinkel größer ist (19°,26°?). Die 1kW Stufen müssen auf ca 30° stehen, auch da ist der Output schon ziemlich gering.
    Vielleicht kannst du noch ein paar Angaben zu den festinstallierten Lampen machen, dann kann man sich ein besseres Gesamtbild machen.

    Gruß aus dem Norden,
    Simon

    Am Anfang war das Licht

  • Volker Holtmeyer
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    • 15. Oktober 2007 um 23:44
    • #6

    Vor ein paar Wochen war ich in einer recht ähnlichen Situation: Kabarettist Hans Scheibner, 200 - 300 Zuschauer, Bühne 6 x 4 m, 4 Stufenlinsen 1 kW + Torblenden.

    In der Bühnenanweisung stand zwar

    Zitat


    Beleuchtung:

    wenn möglich

    1. linkes Drittel der Bühne separat
    2. Mitte separat
    3. rechtes Drittel der Bühne separat
    4. alle drei Segmente

    ansonsten gesamte Bühne ausleuchten.

    Alles anzeigen


    ich hatte aber die Aussage „wenn möglich“ so ausgelegt, dass ich die Bühne eben mit nur einer Stimmung flächig ausleuchtete – mit den vier budgetierten Scheinwerfern ja auch nur schwerlich anders möglich (dachte ich …).

    Beim kurzen Soundcheck kamen dann von Herrn Scheibner prompt Einwände zum Licht, und ob man da nicht noch was ändern könne. Zuerst habe ich versucht mich rauszureden (schließlich ist das Licht hier immer so … und wie soll ich bitteschön auf 6 m Breite mit vier Lampen vier unterschiedliche Stimmungen erzeugen …). Von einer Veranstaltung vor Jahren hatte ich noch in Erinnerung, dass er gerne seinen Senf dazu tut. Ich ließ mich also auf ein paar Alibi-Veränderungen ein, mit der festen Absicht, nichts wirklich zu ändern, oder zumindest die Änderungen vor Veranstaltungsbeginn wieder rückgängig zu machen.

    Herr Scheibner hat dann recht konkrete Anweisungen gegeben: „Hängense die Lampe doch mal weiter da hin! … hm, den da etwas mehr fokussieren … den etwas mehr nach da richten *Faust hochgehalten - andere Hand davor - wieder weg* … hm, von dem die Torblenden etwas weiter zu und den auch etwas mehr fokussieren … gut, das ist Stimmung eins … die beiden sind Stimmung zwei, und alle zusammen sind dann Stimmung drei. So machen wir’s!“ Und siehe da, das Licht war wirklich super!

    Ich werde Änderungswünsche von Künstlern nie mehr pauschal ablehnen, auch wenn sie noch so ungewöhnlich scheinen.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Stefan Geib
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    • 16. Oktober 2007 um 07:56
    • #7

    Hallo Kollegen;

    bin ja überwältigt von dem "Echo" meines Berichtes bzw. Fragen.
    Zu bwaack: Ja Deine Ausführungen ist schon ganz o.k., ich kann mit Kritik umgehen und leben.
    Natürlich habe ich ihm auch Haarklein erklärt dass es eben bei den Profiler keine Iris gibt. Natürlich ließ er dann aber trotzdem nicht locker.
    Eben einer der Hartnäckigen Sorte!
    ;)


    Weitere Grundsätzliche Dinge(r):
    Es handelte sich hierbei um eine 11-Uhr Vorstellung.
    Ja, es gibt Kultuelle Veranstaltungen die auch hei hochstehender
    Sonne stattfinden.
    ;)
    Wobei mir die Sonne egal war weil ja der Saal komplett verdunkelbar ist.
    Es begab sich folgendermaßen: Wir bauten bis 9.00 Uhr auf (d.h. zu dem Zeitpunkt war auch der Ton schon spielfertig und die Bühne wie bestellt gleichmäßig hell), gegen 9.20 Uhr bequemten sich die Künstler und trafen an der Location ein. Die spielten sich dann erstmal gemeinsam ein, machten Tonprobe und dann eben besagter Fall mit dem Licht. Um 10 Uhr wollte der Veranstalter Einlass machen. Es war also beim besten willen kein Zeitdruck der von uns ausging da oder meiner Meinung nach etwas knapp berechnet. Stadt anschauen oder noch aus Langeweile was löten oder basteln kam nicht in Frage. Essen stand auch nicht zur Wahl.
    Was es sonst so an möglichen Problemen hätte geben können: Da waren wir auf das übliche eingestellt. Nebenbei: Wir hatten Fahrtweg zum Lager von etwa 15 Minuten wenn es was größeres gewesen wäre. Da aber die Künstler noch mit der eigenen (gesanglichen und texlichen) Probe etwas überzogen, wurden erst um 10.20 Uhr die Pforten geöffnet. Beginn der Show war dann um 11.10 Uhr. Kurzum: Sowas kommt eben vor, hier bei uns durch bekannte zeitliche Dinge auch von allen Beteiligten so aktzeptiert/angenommen.

    Ja das Licht könnte für diese Location schon etwas besser/steigerungsfähiger sein. Aber....
    Nein, ich lass mal das "aber" weg.
    Es gibt immer drei Möglichkeiten:
    Lichttechnik Version Nr. 1 ist wenn mehr Licht
    hängt als auf der Bühnenanweisung steht.

    Lichttechnik Version Nr. 2 ist wenn genau
    das Licht hängt was in der Bühnenanweisung steht.

    Lichttechnik Nr. 3 ist wenn es gerade noch so geht
    bzw. man eben am unteren Limit des ganzen ist.

    Ich würde meinen Fall zwischen 2 und 3 einstufen.
    Da habe ich mich schon nicht mit Ruhm bekleckert, es funktionierte bis auf den Einwand des einen Künstlers. Einerseits befolgte ich die Bühnenanweisung um eine helle, gleichmäßig ausgeleuchtete Bühne, andererseits passte das dann einem der drei nicht. Statistisch gesehenen waren also 66,6% mit dem Licht zufrieden.
    Immer was positiv denken!
    :D

    Was ich an Material da hatte langte dann aber nicht wirklich um "spontan" draus 2-3 Einzelpositionen zu machen. Die Künstler bewegten sich zwar nicht so arg viel aber dennoch hätte es eben solche dunklen Löcher auf der Bühne gegeben. Ich werde schon aus eigenem Interesse jedoch bei der Wiederholungsveranstaltung in 14 Tagen wie schon erwähnt mal etwas aufstocken und das Licht variieren. Dann sehen wir weiter.

    Das mal hierzu.

    Gruß Stefan

    Stefan G.

    Lichttechnik/Bühnenpyrotechnik

  • niggles
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    • 16. Oktober 2007 um 11:14
    • #8

    Mal ganz ehrlich: Wie oft hast du solche Jobs schon gemacht? Es ist doch letzten Endes immer das gleiche auf Low-Budget-Produktionen: Mindestens einer der Künstler ist enttäuscht über das scheinbare Mißverhältnis zwischen seinem Status und dem technischen Standard vor Ort und versucht seinen Frust am Techniker auszulassen - wohl wissend, daß er beim Veranstalter bzw. seinem eigenen Manager mit Sonderwünschen auf Granit beißen würde. Kostet ja extra, wenn *die* es dann dem Techniker anschaffen. Wer sich nun auf Streitereien einläßt hat eh schon verloren ("Never argue with a fool. People might not know the difference" wußte schon der olle Murphy...). In solchen Fällen sagt man "ja, mh, ich kuck mal was sich machen läßt", kramt die Reserveleuchte (oller 1 kW-PC oder Profiler) aus dem Kabelcase und der Fall ist gegessen. Den Künstler interessiert es in den wenigsten Fällen daß sich tatsächlich radikal was zum Besseren geändert hat (was ja aus Budgetgründen gar nicht geht) - er will nur das gute Gefühl, mal wieder doch noch seinen Willen durchgesetzt zu haben.
    Die Leute die sich wirklich auskennen (Beispiel von Volker Holtmeyer) treten ohnehin ganz anders auf....

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • mringhoff
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    5.262
    • 16. Oktober 2007 um 14:42
    • #9

    Die einfachste Art mit solchen Künstlern umzugehen ist, nach den konkreten Veränderungswünschen zu fragen, auch wenn man schon weiß, daß es nicht klappt.

    Weiterhin darf man sich ja gerne mit dem Künstler solidarisieren: "Gute Idee, wir werden das beim nächsten Mal so berücksichtigen, ich spreche mal mit dem Veranstalter ob die zusätzlichen Scheinwerfer im Budget sind..."
    Damit schlägst Du gleich drei Fliegen mit einer Klappe:
    - 1. Aussage: Du bist sein Freund und findest seine Idee gut
    - 2. Aussage: heute klappts leider nicht mehr (Zeit / Material fehlt)
    - 3. Aussage: Die Entscheidung liegt beim Veranstalter

    Unter dem Strich ist das für Dich doch eigentlich positiv, daß der Künstler mehr fordert. Endlich hat man einen Mitstreiter, wenn es darum geht, die Beleuchtung etwas aufzupeppen und dafür auch mehr zu bekommen...

    Aktuelle Gebrauchtgeräte: hier klicken

  • ibkoeppen
    Beiträge
    95
    • 17. Oktober 2007 um 10:45
    • #10

    Hi -

    jetzt mache ich nur mal ne Anmerkung als kleiner Hobbymusiker:

    muß es denn unbedingt MEHR sein? Vielleicht hilft ja WENIGER?

    Also, wenn ich solo zur Gitarre Folk oder Blues singe, stell ich mir auch ne rel. dunkle, stimmungsvoll gefärbte Bühne, aber einen mehr oder weniger scharfen Spot auf meine Wenigkeit vor. Und bei Kabarett kann das doch ähnlich sein, sagen wir mal auch bei Jazz, bei Kleinkunst allgemein.

    Das kann doch für den Künstler durchaus sehr wichig sein, weil er damit auch n bestimmte Stimmung erzeugen will, und weil sein Programm vielleicht in einer Festbeleuchtung nicht so gut funktioniert. Mal in die Richtung denken.

    Nur so 2 Cents.

    Michael

  • mringhoff
    Profi
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    Beiträge
    5.262
    • 17. Oktober 2007 um 13:02
    • #11

    Mehr bedeutet ja auch hier weniger.... :)

    Wenn man wenig Scheinwerfer hat, dann muss man sehen, daß man alles gleichmässig, universell ausleuchtet, denn nichts ist ärgerlicher, wenn während des Auftritts der ein oder andere Künstler immer wieder aus dem Licht tritt.
    Vor allem, wenn die Anweisung "Bühne gleichmässig hell / weiß" lautet, kann man das nicht selbständig auf drei Spots reduzieren, auch wenns interessanter aussieht.

    Mit ein paar mehr Scheinwerfern kann dann variieren: wenns passt, dann die Flächenbeleuchtung reduzieren und dann die Spots an. Also erst wenn man etwas mehr hat, dann kann man sich erlauben, je nach Szene etwas weniger (Licht) zu geben...

    Aktuelle Gebrauchtgeräte: hier klicken

  • Mix4Munich
    Beiträge
    788
    • 17. Oktober 2007 um 17:15
    • #12

    Ich denke, auch ich hätte es erstmal mit "solidarisieren" versucht, den Künstler dafür loben, dass er sich Gedanken über das Drumherum der Show macht. Dann ihm erklären, was man JETZT davon umsetzen kann (und dann ist er ja im Normalfall auch schon happy) und ihm anschliessend erklären, dass man bei der nächsten Show dann dieses oder jenes geeignetere Gerät am Start hat und damit seine Wünsche noch besser umsetzen kann - solange es im Budget bleibt.

    Ausserdem solltest Du ihm erklären (und hast Du ja auch gemacht), dass die Bühnenanweisung bzw. der Tech Rider so lautete wie Du ihn für DIESES Mal umgesetzt hast.

    Solche Sätze wie "Für hier reicht das" oder "So haben wir das schon immer gemacht" kommen beim Künstler so an, als ob Du ihn nicht wichtig nimmst. Oder im schlimmsten Fall halt so wie oben schonmal gesagt, stellst Du Dich damit in die Ecke der unsäglichen Hausmeister Ende 50, die seit Jahren den gleichen Stiefel durchziehen und mit dem gleichen Satz ihre Mittelmäßigkeit begründen. Das soll nicht heissen, dass ich Dich für mittelmäßig halte. Aber Deine Argumentation hinterlässt eben diesen Beigeschmack.

    My 2 (EUR-)Cents

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • kuddel68
    Beiträge
    63
    • 18. Oktober 2007 um 14:40
    • #13

    Manchmal ist es einfacher, alles in einer Person zu sein.
    Als Tanzmucker bin ich für Ton, Licht, Programm und Performance verantwortlich. Da gibt es kein Kompetenzgerangel. Man ist der einzige Ansprechpartner für alles.
    Und man kann die Verantwortlichkeit nicht verschieben.

    Dabei habe ich gelernt, dass die Chemie oft einfach nicht stimmt.
    Alles was dabei zählt, ist zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Worten sinngemäß "ja" oder "nein" zu sagen.

    Verbaler Eiertanz. Typisch für Dienstleister. Gehört einfach zum Business dazu und entscheidet über das, was in Zukunft im Terminkalender steht.

    War das Off-Topic?

    Theorie und Praxis sind häufig weit auseinander.

  • Kracky
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    • 18. Oktober 2007 um 16:50
    • #14

    Wenn du viel mit Kultur und somit mit Künstlern zu tun hättest, wüßtest du das dieses an der Tagesordnung ist. Dem einen Künstler sein Licht, der andere hat bestimmte Mikrofonvorlieben usw., am besten ist da einfach immer locker, flexibel und feundlich bleiben und tun was möglich ist. Dann ist der Künstler zufrieden und alle anderen auch.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
    Rosenstr.6
    78598 Königsheim

  • rockline
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    • 20. Oktober 2007 um 07:57
    • #15

    So wie ich das lese und interpretiere ist/war die gestellte Lichtinstallation eine "volle Pulle hell" Beleuchtung - keine Möglichkeit der genaueren Fokussierung!
    Grade im Kabarettbereich kommt es auf fein abgestimmte Szenenbeleuchtung an, ich könnte den Künstler durchaus verstehen - er wird nicht zum erstenmal mit einer Bühnenbeleuchtung konfrontiert gewesen sein.

    Es nutzt nichts rumzujammern "der böse da, der will mich ansicken....", sondern es geht darum mit professionellem Arbeitsmaterial eine Bühne so auszuleuchten wie die/der Künstler das möchte!
    Wenn das aus welchen Gründen auch immer NICHT geht, dann stimmt was mit der Ausrüstung nicht.

    Mal nachdenken Leute....

  • mringhoff
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    • 20. Oktober 2007 um 09:46
    • #16

    Wenn aber der Veranstalter via Technikrider des Künstlers eine "volle-Pulle-Hell"-Beleuchtung explizit gewünscht hat, dann dann doch der VT-Dienstleister nichts dafür, wenn jetzt einer der Künstler eine Extrawurst braucht.

    Den Künstler kann man natürlich auch verstehen, so eine allgemeine Wartesaalbeleuchtung ist ja nicht sehr spannend, aber gerade im preiswerteren Kabaretsegment oder von reinen Wortkabaretisten wird diese Art von Beleuchtung immer wieder gewünscht...

    Ich sehe das eher als ein Kommunikationsproblem zwischen Künstler und Veranstalter. Als VT-Dienstleister sollte man sich natürlich nicht darauf berufen, sondern vor Ort immer versuchen, das Beste daraus zu machen und das auch als Chance sehen, in Zukunft noch ein paar Mehrleistungen anbieten zu können...

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  • tufkajck
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    • 20. Oktober 2007 um 09:52
    • #17
    Zitat von "mringhoff"

    Ich sehe das eher als ein Kommunikationsproblem zwischen Künstler und Veranstalter. Als VT-Dienstleister sollte man sich natürlich nicht darauf berufen, sondern vor Ort immer versuchen, das Beste daraus zu machen und das auch als Chance sehen, in Zukunft noch ein paar Mehrleistungen anbieten zu können...

    Ich finde ei kurzes Telefonat oder mail direkt mit dem Künstler sehr klärend. Wll man Profi sein und seriös, sollte man so Unsicherheiten VOR dem Job aus dem Weg schaffen.

  • rockline
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    • 20. Oktober 2007 um 11:52
    • #18

    Wo ist das Problem zwei, drei funktionierende Profiler einzuplanen? Ist doch Standard für Spielszenen, weiß eigentlich jede Rentalbude. Verstehe nicht das man immer gemäß Rider stur handeln will.
    Anders ausgedrückt: wer es nicht besser weiß versteckt sich gerne hinterm Rider!
    Stefan

  • niggles
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    • 20. Oktober 2007 um 12:57
    • #19
    Zitat von "rockline"

    Wo ist das Problem zwei, drei funktionierende Profiler einzuplanen?


    Full ACK. Wer als VT-Bude meint bei Standardjobs immer mit nach Rider genau abgezählten Lampen, Kabeln, Mikros, Verteilern, Adaptern und Stativen (und ohne Ersatzsicherungen, Leuchtmittel und ernstzunehmendes Werkzeug :evil: ) aufschlagen zu können liegt schnell auf der Nase. Der Kunde will schließlich nichts von Problemen hören, er will Lösungen sehen. Und wenn dann wirklich dauernd wegen ein paar Euro Mehrpreis diskutiert wird, sollte man sich halt auch mal andere Kunden suchen...

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • mringhoff
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    • 20. Oktober 2007 um 16:38
    • #20
    Zitat von "rockline"

    Anders ausgedrückt: wer es nicht besser weiß versteckt sich gerne hinterm Rider!

    Gerade wenn man weiß, wie so etwas abläuft, wozu dann einen ganzen Bauchladen mitführen?
    (Wir reden ja nicht von dem üblichen Spareequipment und Werkzeug, Ersatzbrennern etc...)

    Gerade in der Wortkabaretszene auf kleineren, lokalen Bühnen wird oft eine ganz ordinäre, weiße Beleuchtung gewünscht. Gut, mit Stufenlinsen anstatt Fluter wäre das eher der Standard gewesen...

    Und mit dem Rider: wenn ich eine Anweisung bekommen, die absolut üblich ist, diese auch 100%ig erfülle, dann gibts auch keinen Anruf.

    Das sind kleine Jobs mit üblicherweise geringem Budget und einfachsten Anforderungen. Wir sprechen ja nicht von einer Showtruppe, wo immer etwas Abstimmungsbedarf ist.

    Was natürlich insgesamt nicht heissen soll, daß wir als Technik dann den Künstler mit einem "Ist-halt-so-bestellt-"Spruch abfertigen sollen. Zumindest subjektiv soll der Künster das so empfinden, daß wir ihm gerne weiterhelfen würden...

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