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60's Sound

  • gemini
  • 3. November 2007 um 18:34
  • gemini
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    • 3. November 2007 um 18:34
    • #1

    Hallo liebe Foren Gemeinde

    Ich wollte fragen wie ich mit heutiger Technik (LS9-16) einen Sound hinkriege der dem 60er Jahre sound entspricht? Gains überfahren geht ja schlecht, alles weit comprimieren geht ja auch nur bis zu einer gewissen grenze (Halle ist relativ Feedback gefährlich).
    EQ einstelleung einfach oben und unten alles wegschneiden und bei 1 khz alles hochziehen?

    Was habt ihr für Tipps?

    Gruss Oli

  • slayer
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    • 3. November 2007 um 18:40
    • #2

    was ist denn bei dir 60's sound? eigentlich sollte der sound eher aus den instrumenten kommen als durch den mischer...

    hauptsarre gitarre !

  • wora
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    • 4. November 2007 um 02:22
    • #3

    unter "60s-sound" verstehe ich, das die bassdrum und die becken weit im hintergrund sind, überhaupt das ganze drumset etwas dezent gemischt wird.
    extrem tiefe frequenzen (unter 40Hz) braucht man garnicht, silbrige höhen ebenfalls (ausnahmen wie Dave Brubecks Take Five bestätigen die regel :wink: )
    also einfach nur dynamische mikros verwenden und alles wird gut.

    eine anhebung bei 1kHz ist aber keinesfalls nötig, auch damals klangen gesänge schon wie gesänge. man muss das nicht mit opas tragbarem kassettenrecorder gleichsetzen.

    eine sache noch:
    der tiefe mittenbereich war damals durch die verwendeten breitbandchassis und die röhrenverstärker sehr warm und fett.

    frage beantwortet?

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tobias kammerer
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    • 4. November 2007 um 11:15
    • #4

    Hallo,

    ehrlich gesagt, kann man einen 60s Sound nicht immitieren. Tatsächlich gehören alle Faktoren des damalig schlechten Equipments zum Endergebnis. Mich haben schon viele Bands mit uraltem Krempel verblüftt. Selbst wenn auf diesem Equipment nach heutiger Auffassung gut gemischt wurde, klingt zum Schluß alles nach 60s. Das hängt garnicht mit der Überbetonung einzelner Frequenzen zusammen. Die Kombi alte Amps, alte Mikros, altes Mischpult, alte Verstärker und (sehr wichtig) alte Boxen ist mit heutigem Euqipment nicht simulierbar. Einige PC Plugins beschäftigen sich sehr ernsthaft mit der Simulation von Nostalgiesound. Diese sind wohl noch die Beste Idee um in diese Richtung zu kommen.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • Jim
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    • 5. November 2007 um 02:24
    • #5

    Falsch!

    Zitat von "Tobias Kammerer"

    Diese sind wohl noch die Beste Idee um in diese Richtung zu kommen.

    Da kann der liebe Jim dir weiterhelfen, der hat noch einen Powermixer zu verkaufen.

    Vox 100, 6 Kanal, Vollröhre, 1 x 60W mit getrenntem Netzteil, Höhen und Tiefen für alle Kanäle gesamt im Master regelbar. Über 50kg.

    VB 2000€

    so long Jim

  • Mix4Munich
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    • 8. November 2007 um 14:04
    • #6

    Wenn ich meine R'n'R / Rockabilly-Combo aufmische, verpasse ich ihnen einen leicht modernisierten 50s Sound. Dies sind die Komponenten:
    - eher schlechtes Reverb, darf ruhig etwas "shattern"
    - kurze Slapback-Echos zwischen 120 und 220 msec
    - bei der Bassdrum nicht soviel Knack wie bei einer modern klingenden Band, nur gerade soviel, dass die BD hörbar wird
    - Gesang trotzdem klar und laut und vorne dran
    - keine extremen Höhenanhebungen, nur dezent (wenn überhaupt)

    Soviel von mir

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
    http://www.mix4munich.de

  • Online
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    • 8. November 2007 um 16:36
    • #7

    Speziell für Recording fällt mir noch "extrem Stereo" ein.

    Immer wieder komisch wenn ich solche Aufzeichnungen über Kopfhörer höre bei denen man auf das eindringlichste vorgeführt bekommt: "wir haben jetzt auch STEREO!" :D

    Gruß Wolf

  • gezz-abba
    Gast
    • 8. November 2007 um 16:53
    • #8
    Zitat von "Mix4Munich"

    - eher schlechtes Reverb, darf ruhig etwas "shattern"

    . Klarer Fall für den Federhall, zur Not ein Dynacord VRS23 Analoghall.

    Zitat


    - kurze Slapback-Echos zwischen 120 und 220 msec

    Ein Bandecho ist durch nichts zu ersetzen. Authentischer gehts kaum. Daher nehme ich für Rockabilly liebend gerne eine Copicat mit und lass das Multieffekt aus.

    Zitat

    - bei der Bassdrum nicht soviel Knack wie bei einer modern klingenden


    Wenig direktmikrofonierung, am ehesten alles mit Overheadmikrofonierung mit guten Mikrofon(en )

    arnt

  • wora
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    • 8. November 2007 um 17:54
    • #9
    Zitat von "Pfälzer"

    Speziell für Recording fällt mir noch "extrem Stereo" ein.

    Immer wieder komisch wenn ich solche Aufzeichnungen über Kopfhörer höre bei denen man auf das eindringlichste vorgeführt bekommt: "wir haben jetzt auch STEREO!" :D

    Gruß Wolf

    hihi, ich hab im sommer mal einen grösseren gig mit coverband gehabt, in dessen verlauf auch eine alte beatles-nummer gespielt wurde.
    da hab ich dann für diesem song ziemlich heftig das drumset auf die eine seite und die gitarren auf die andere seite gepannt. nur gesang und bass aus der mitte.

    das ergebnis war ein bisschen komisch und es kamen auch ein paar fragende blicke aus dem publikum.
    die meisten haben das aber nichtmal richtig registriert und so hab ich mir vorgenommen, solche experimente in zukunft bleiben zu lassen ;)

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • niels lamm
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    • 8. November 2007 um 19:31
    • #10

    erst mals muss die band den sound liefern !

    ich glaube aber auch das die zuhörer von heut den sound nicht kennen (mehr). den heut wird doch über all kompremiert usw. das dem zuhörer es nacher total fremd kommt wenn er was "neutrales" hört.

    beim drum würd ich die bd vorm schlagfell abnehmen.
    oh so fixen das sie gut noch die toms rein bekommen
    und eventule wenn der mann am drum seiner sn es nicht gut besorgt dann die noch.
    aber erst mal ohne.
    klingt dann verständlich weiter hinten.

    mfg der niels

  • flanders
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    • 7. Dezember 2007 um 18:18
    • #11
    Zitat von "Niels Lamm"

    ich glaube aber auch das die zuhörer von heut den sound nicht kennen (mehr). den heut wird doch über all kompremiert usw. das dem zuhörer es nacher total fremd kommt wenn er was "neutrales" hört.

    Ich würde aber auch sagen, das so mancher Tonmensch von heute den Sound von früher nicht mehr kennt.

    Letztes Wochenende Samstag habe ich wieder meine Rockabilly Band auf einer Fremdanlage gemischt. Im Abschluss/Dankes-Gespräch mit dem örtlichen Techniker sagte dieser dann "Du hast aber ganz schön schüchtern gemischt, die BassDrum hat man zum Beispiel garnicht gehört". :?

    Ein anderer Event, fast zwei Monate her. Der Drummer einer anderen Rockabillycombo sagt während dem Mikrofonieren des Drumsets "Lass den ganzen mist weg, nimm nur die Snare ab". Gerade am Anfang des Gigs, als die Gitarristen anfingen zu spielen, ging der Drummer vor sein Schlagzeug und drehte das D 112 um 180°, weil er mir einfach nicht traute. :o


    Hier mal ein paar kleine Ansätze für eine Rockabillycombo (50s Sound)

    Zum Schlagzeug kann ich sagen
    - Möglichst nichts gaten und nichts komprimieren
    - Den Sound möglichst neutral lassen (Wenn gutes und gestimmtes Schlagzeug)
    - Die Bassdrum mehr in den Hintergrund stellen, so das man sie nur gut hört wenn die anderen Musiker eine Pause einlegen
    - Der Bassdrum kein Anschlaggeräusch mit einmischen (5-12khz schmatzen)

    Zum Bass:
    - Gerne davon etwas mehr :D
    - Die meisten Rockabilly's haben ein zusätzliches Mic am Kontrabass für den Slap. Dieses Anschlaggeräusch schön hörbar dazumischen und ggf. komprimieren.

    Gesang: Einen langen Hall erfreut sehr viele :wink:


    Aber am besten ist immer noch: Einfach mal die Band selbst fragen. Besser noch: Jeden Musiker befragen und sich dann ein gesamtbild machen.

  • djvomght
    Profi
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    1.010
    • 7. Dezember 2007 um 23:35
    • #12
    Zitat von "Niels Lamm"

    erst mals muss die band den sound liefern !

    100% Zustimmung.
    Hatte neulich das Vergnügen mit den Kollegen hier: http://www.myspace.com/lovegloves

    Schlagzeug mit Bassdrum, Snare, 2 Becken (keine Toms), mikrofoniert mit PCC160, MD431, 2xC391
    Kontrabaß mit Tonabnehmer via DI
    Eine uralte Gibson an einem Fender- Koffer, ganz klassisch ein Prologue 12L am Kabel davorgehängt.
    Mundharmonika mit "Fahrradlampe" an kleinem Fender, dito abgenommen.
    Gesänge liefen über MD431.
    Gemischt mit Yammi Promix, Monitoring und PA d&b.
    Nix komprimiert, der etwas scherblige Hall aus dem Pult paßte genau, und dann darf man auch auf dem Gesang die Wandler ein bißchen überfordern :)
    Zitat eines im Moment gastierenden Theatermusikers: "Geiler Sound".

    Wir ziehen also die Schlußfolgerung: Einfach die angebotenen Sounds neutral verstärken, dann klappt das schon.

    Gruß Jörg

  • tufkadib
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    • 9. Dezember 2007 um 09:35
    • #13
    Zitat von "Jim"

    Falsch!


    Da kann der liebe Jim dir weiterhelfen, der hat noch einen Powermixer zu verkaufen.

    Vox 100, 6 Kanal, Vollröhre, 1 x 60W mit getrenntem Netzteil, Höhen und Tiefen für alle Kanäle gesamt im Master regelbar. Über 50kg.

    VB 2000€

    Für 2000€ bekommt man im Schnitt 15 Regent 60, 10 Dynacord Gigant oder evtl. auch zwei Maihak BV-45.
    Nur mal so zum Thema Preisgestaltung...

    MfG

    DirkB

  • stepu
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    • 10. Dezember 2007 um 10:27
    • #14

    Hm, bei Gitarre und Bass kann man ja auf alte Gitarren/Amps zurückgreifen.
    Mikros waren damals ja auch schon SM57/58, man kann sich ja auch noch einpaar alte besorgen...

    Aber wie bekommt man ein Drumset so richtig hin, wie es in vielen
    Aufnahmen aus den 60ern klingt, so schön PAPPIG?
    Irgendwie klingen die Drums immer nach Persilkarton...
    Lag es an den Instrumenten selber, den Mikros, der Technik oder den Aufnahmemedien (Magnetbänder?)? Oder an der Mixtur aus alledem?

    Die Mikros würde ich mal ausschliessen, denn wie gesagt SM57/58 sowie die Sennheiser MD421/441 gab es doch auch damals schon.

    Andere Vorschläge?


    mfg stefan

    Ey Digger, ich bin Plugger, nich Rigger!

  • wora
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    • 10. Dezember 2007 um 11:57
    • #15

    den pappkarton sound bekam man vor allem durch die instrumente selber.
    denn auch im bereich der kessel- und felltechnik hat sich im laufe der zeit so einiges getan...

    die aufnahmetechnik (magnetbänder) waren daran auf jeden fall völlig unschuldig, dafür gibt es genügend beweise.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • gemini
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    • 10. Dezember 2007 um 15:39
    • #16

    Vielen Dank für die Antworten.
    Werde eure Tipps berücksichten und ma schauen was rauskommt.
    Was haltet ihr vom neuen Roland Space Echo? (Der Trettmine)

  • tinnitus & tritonus
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    • 20. Dezember 2007 um 11:35
    • #17

    Also ich mische schon seit Jahren fest eine Oldie-Band mit 30-40 Gigs im Jahr. Das ganze Retro-Zeug ist mir allein vom Gewicht her zu blöd mit mir rumzuschleppen. Unser Equipment ist alles auf dem neusten Stand und trotzdem bekommt man ganz einfach 60´s-sound hin:
    Die Drums haben wir auf unserer Subgruppe durch einen Röhren-comp geschickt, untenrum im Sidechain abgeschnitten und auf das GANZE Set einen "billigen" Hall drauf. Bass geht 1:1 durch (Achtung: nicht zuviel Bässe rein). Die Girarren klingen eh schon etwas Retro (56er Strat + LP Goldtop und Twin-Amp oder auch ein guter Vox).
    Gesänge ruhig in der Vordergrund mischen. Und gaaanz wichtig:
    Den kompletten Mix nochmal durch ´ne Röhre schicken !
    Alles in Allem: 6 HE Siderack und es klingt auch über modernes Equipment halbwegs retro :)

    Der Ton macht die Musik....

  • Mix4Munich
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    • 5. Januar 2008 um 00:14
    • #18
    Zitat von "stepu"

    ... Mikros waren damals ja auch schon SM57/58, man kann sich ja auch noch einpaar alte besorgen ...

    Das bezweifle ich - das SM 58 (und damit wohl auch das 57) ist jetzt gerade 40 geworden. D.h. in den wilden Fifties gab es die noch nicht. Optisch gut und stilecht kommt das Elvis-Mic, das Shure SH-55. Der Sänger der R'n'R-Combo, die ich betreue, hat sich in das SH-55 die Kapsel des Beta 58 einbauen lassen, kostet nicht die Welt und klingt gut.

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
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  • wora
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    11
    • 5. Januar 2008 um 01:31
    • #19

    ähem.
    es ging aber nicht um "fifties" sondern um die "sixties"...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Mix4Munich
    Beiträge
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    • 6. Januar 2008 um 19:20
    • #20

    Asche auf mein Haupt, es ging ja um die Sixties, nicht die Fifties. Sorry, die berühmten SMs kamen ungefähr Mitte der 60er auf. D.h., Du bist damit gut im Geschäft. Oder Du nimmst für den Gesang das Shure 565SD Unisphere - das dürfte ebenfalls aus der Zeit oder noch davor stammen und klingt auch heute noch nett.

    Viele Grüße
    Jo

    Mix4Munich
    Johannes Komarek
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