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Preamps mit Speaker-Simulation für PA u. Live-Recording

  • micha255
  • 4. Dezember 2007 um 19:26
  • micha255
    Beiträge
    57
    • 4. Dezember 2007 um 19:26
    • #1

    Hallo,
    tja, dieses Thema passt vielleicht nicht ganz in dieses Verzeichnis, aber doch zumindest am Rande - ich bitte also etwas um Nachsicht, da ich keine passendere Alternative fand!
    Also: Der Hauptveranstaltungssaal meines Arbeitgebers (500 Plätze), in dem regelmäßig Live-Musik-Events stattfinden, wird vollständig auf In-Ear-Monitoring umgestellt.
    Zu diesem Zweck ist es für die Musiker natürlich wichtig, ihre Instrumente möglichst authentisch über In-Ear hören zu können. Bei der Akustik-Gitarre fiel unsere Wahl auf den Radial/Tonbone Vorverstärker (PZ-Pre), den wir bereits testen konnten. Der Bass wird über eine vorhandene Bass-Di-Box abgenommen.

    Die schwierigste Aufgabe ist nun, die E-Gitarre so abzunehmen, dass sie ein optimales In-Ear- als auch Recording-Ergebnis bringt, denn einige unserer Aufnahmen werden anschließend als CD produziert. Unser leitender Tonmeister wünscht eine Lösung, bei der die Gitarrenamp-Lautstärke auf der Bühne komplett abgedreht werden kann, so dass fast nur eine Powerbreak / Silencer – Version mit Speaker-Emulation in Frage kommt (unser Haupt-E-Gitarrist will zudem auch nicht auf seinen Fender-Amp verzichten, geschweige einen Modelling-Effekt verwenden).

    Nach etwas Recherche bei anderen Tontechnikern und im "schönen WWW" habe ich folgende Lösungen gefunden:

    Palmer PDI-03
    Palmer PGA-04
    THD HotPlate
    TAD Silencer
    KOCH AMPS LB120-II/8
    Sequis Motherload
    Groove Tubes SEII

    Zunächst mal zu ersten 5 Geräten, die alle in einer fast identischen Preisklasse um die 500,- EUR liegen:

    Die bevorzugte Stilrichtung unseres Gitarristen sind cleane, bis bluesig-angecrunchte Stratocaster-Sounds, die sehr nach Dire Straits klingen. Von daher sind dieses auch seine bevorzugten Gitarren, gespielt über Deluxe Reverb oder Blues Deluxe. Nun aber zu den eigentlichen Fragen:

    1) Welches der obigen Geräte würden Ihr aus Eurer Praxiserfahrung für unsere Zielrichtung (authentischer In-Ear- und Recording-Sound) am Optimalsten finden? Einige Leute sagten mir nun, dass nicht jeder der obigen Emulatoren für jeden Sound optimal geeignet ist, da höre ich viel Widersprüchliches, welcher nun für eher „softe“ Bluessounds und welcher eher für HM-Ambitionen geeignet ist (wobei ein Teil was direkt alles abdeckt natürlich das Beste wäre). Ich selbst habe leider keines der Geräte in der Praxis erlebt.

    2) Hatte jemand hier mal die Möglichkeit, auch die Modelle Sequis Motherload und Groove Tubes SEII zu erleben, sind diese – da ja deutlich teurer - auch qualitativ erheblich besser? (Oder könnt Ihr auch noch ein ganz anderes Gerät ähnlicher Bauart empfehlen?)

    Danke für jeden Tip - auch wenn Ihr ggf. nur mit einem der Geräte Erfahrungen gemacht habt!

    Viele Grüße
    Michael

    Einmal editiert, zuletzt von micha255 (5. Dezember 2007 um 17:49)

  • eisfux
    Beiträge
    79
    • 4. Dezember 2007 um 19:38
    • #2

    Zu den Emulationen kann ich dir leider nicht viel sagen. Aber wie wäre denn eine Lösung wo die Amps irgendwo anders als auf der Bühne stehen. Dann ist der Ampsound wie gewohnt da und es gibt keine Einstreuungen auf der Bühne.

  • bemi
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    Beiträge
    1.755
    • 4. Dezember 2007 um 19:43
    • #3

    Hi,


    wenn eure Gitarristen so eingeschossen sind, dann wuerde ich auch zu Eisfux Loesung raten und zumindest die Box absetzen. Dann bleibt alles beim alten - nur leiser.


    ciao
    bemi

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • tonmischer
    Beiträge
    205
    • 4. Dezember 2007 um 23:30
    • #4

    Bei hohlen Buehnen finde ich das Versenken der Verstaerker in den Buehnen-Boden und leichtes Anwinkeln sehr schoen. Die Abnahme funktioniert auf diese Art und Weise hervorragend, auf der Buehne hat es zwar noch ein wenig Amp-Sound, aber das Drumset macht ja schliesslich auch noch Laerm.

  • oton
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    5
    • 5. Dezember 2007 um 00:57
    • #5

    Ich kenne keines der aufgezählten Geräte, habe aber vor kurzem den SPL Transducer zum Testen bekommen (http://www.soundperformancelab.com/transducer/2601_kurz_D.html), und war sehr angetan von dem Teil, das kommt wirklich schon nahe an eine echte Mikrofonierung&Box ran.

    Alternativ verwende ich bei einer Band, die ebenfalls komplett In-Ear spieltm eine Isolated Box, in der ein 12" Celestion sitzt, gewohnter Sound und sehr geringe Lautstärke auf der Bühne. Haben wir uns vom Rockshop in Karlsruhe bauen lassen, ist eine Kopie der Demeter Isolated Box. Photo (leider etwas unscharf), die schwarze Kiste unter Amp & FX, lässt sich oben abnehmen, dann kommt man an Speaker & Mikro

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • audiobo
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    7
    • 5. Dezember 2007 um 15:14
    • #6

    Schau mal hier unter der Rubrik "Mehrwert": http://tools4music.de/

    Den Test hat, wenn ich mich recht erinnere, Wurst Werner durchgeführt.

  • micha255
    Beiträge
    57
    • 5. Dezember 2007 um 18:07
    • #7

    @all: das Versenken der Amps im Bühnenboden ist bei uns "dank" einer Echtholz-Parkettbühne alles andere als ein Kinderspiel - und die Amps Backstage zu positionieren halte ich für recht unpraktisch, wenn man "mal eben" was nachregeln will.

    @ oTon: Das Gerät hatte ich bis jetzt noch nicht entdeckt, klingt von den Tests her ja sehr interessant, leider auch mehr wie doppelt so teuer als der Rest - aber wenn es das Geld wert ist... Ist es der erste Speaker-Emulator den Du getestet hast?

    audibo: Danke für den Link, leider kann ich ausgerechnet diesen Test aber auf der Seite nicht anklicken (Vergleich Gitarren-DI/Loadboxen), klappt das denn bei Dir?

    LG
    Michael

  • oton
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    • 5. Dezember 2007 um 18:25
    • #8
    Zitat von "Micha255"


    @ oTon: Das Gerät hatte ich bis jetzt noch nicht entdeckt, klingt von den Tests her ja sehr interessant, leider auch mehr wie doppelt so teuer als der Rest - aber wenn es das Geld wert ist... Ist es der erste Speaker-Emulator den Du getestet hast?

    Nein, ich persönlich kenne einen Palmer (weiss aber nicht ob die von dir genannten dabei waren, ein Teil von Hughes&Kettner (Redirgendwas) und in Amiland hatte ich auch mal einen Demeter-Simulator in der Hand.

    Alle klangen mehr oder minder "näselnd" und einfach sehr eng, man musste viel eq´en um ein einigermassen vernünftiges Ergebnis zu bekommen. Der SPL klang da wirklich um Welten besser, meine anderen Erfahrungen sind aber auch schon ein paar Jährchen her, kann natürlich ein das sich auch bei anderen Herstellern etwas getan hat.

    Um mal ganz ketzerisch zu fragen ... so etwas wie Guitar Rig ( http://www.nativeinstruments.de/index.php?id=guitarrig2_de )wäre nichts für euch .... funktioniert ebenfalls um Welten besser als POD´s und ähnliche Teile.

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  • eisfux
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    • 6. Dezember 2007 um 01:00
    • #9
    Zitat von "Micha255"

    @all: das Versenken der Amps im Bühnenboden ist bei uns "dank" einer Echtholz-Parkettbühne alles andere als ein Kinderspiel - und die Amps Backstage zu positionieren halte ich für recht unpraktisch, wenn man "mal eben" was nachregeln will.

    Die Amps können ja auf der Bühne in Reichweite bleiben. Nur die Boxen kommen irgendwo hin wo sie nicht stören. Im Studio mache ich das genauso, der Gitarrist steht mit Amp in der Regie und die Box brüllt munter im Aufnahmeraum vor sich hin.

  • Wurst Werner
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    • 6. Dezember 2007 um 07:31
    • #10

    "Alle klangen mehr oder minder "näselnd" und einfach sehr eng, man musste viel eq´en um ein einigermassen vernünftiges Ergebnis zu bekommen. Der SPL klang da wirklich um Welten besser..."
    Marcus: Wo darf ich unterschreiben :D ?

    Der Transducer ist imho das einzige Teil, das recht nah an eine Mikrophonabnahme kommt.

    Grüße
    WW

    CEO @ SoundSurface

    Consultant Pro Audio @ IAD-Pro / WharfedalePro

    Waves Soft- & Hardware Dealer

  • micha255
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    • 7. Dezember 2007 um 01:08
    • #11

    Hi!
    Ich habe heute mit Paul Lentzen von SPL gemailt, er schrieb, dass Mark Knopfler seit Neustem auch den Transducer nutzt, er hat sein "Leihgerät" gleich behalten und will jetzt damit touren.
    Da, wie schon oben erwähnt, gerade Mark Knopfer, J.J. Cale und E. C. auch die "Soundreferenzen" für unseren Haupt-Gitarristen sind, werde ich nun tatsächlich auch mal dieses Teil zum Testen besorgen.
    Danke für den grundlegenden Tipp zu diesem Teil!
    Und wenn es dennoch nichts bringt, gibt's ja noch die Lösung von Eisfux...

    Grüße
    Michael

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