Hallo,
tja, dieses Thema passt vielleicht nicht ganz in dieses Verzeichnis, aber doch zumindest am Rande - ich bitte also etwas um Nachsicht, da ich keine passendere Alternative fand!
Also: Der Hauptveranstaltungssaal meines Arbeitgebers (500 Plätze), in dem regelmäßig Live-Musik-Events stattfinden, wird vollständig auf In-Ear-Monitoring umgestellt.
Zu diesem Zweck ist es für die Musiker natürlich wichtig, ihre Instrumente möglichst authentisch über In-Ear hören zu können. Bei der Akustik-Gitarre fiel unsere Wahl auf den Radial/Tonbone Vorverstärker (PZ-Pre), den wir bereits testen konnten. Der Bass wird über eine vorhandene Bass-Di-Box abgenommen.
Die schwierigste Aufgabe ist nun, die E-Gitarre so abzunehmen, dass sie ein optimales In-Ear- als auch Recording-Ergebnis bringt, denn einige unserer Aufnahmen werden anschließend als CD produziert. Unser leitender Tonmeister wünscht eine Lösung, bei der die Gitarrenamp-Lautstärke auf der Bühne komplett abgedreht werden kann, so dass fast nur eine Powerbreak / Silencer – Version mit Speaker-Emulation in Frage kommt (unser Haupt-E-Gitarrist will zudem auch nicht auf seinen Fender-Amp verzichten, geschweige einen Modelling-Effekt verwenden).
Nach etwas Recherche bei anderen Tontechnikern und im "schönen WWW" habe ich folgende Lösungen gefunden:
Palmer PDI-03
Palmer PGA-04
THD HotPlate
TAD Silencer
KOCH AMPS LB120-II/8
Sequis Motherload
Groove Tubes SEII
Zunächst mal zu ersten 5 Geräten, die alle in einer fast identischen Preisklasse um die 500,- EUR liegen:
Die bevorzugte Stilrichtung unseres Gitarristen sind cleane, bis bluesig-angecrunchte Stratocaster-Sounds, die sehr nach Dire Straits klingen. Von daher sind dieses auch seine bevorzugten Gitarren, gespielt über Deluxe Reverb oder Blues Deluxe. Nun aber zu den eigentlichen Fragen:
1) Welches der obigen Geräte würden Ihr aus Eurer Praxiserfahrung für unsere Zielrichtung (authentischer In-Ear- und Recording-Sound) am Optimalsten finden? Einige Leute sagten mir nun, dass nicht jeder der obigen Emulatoren für jeden Sound optimal geeignet ist, da höre ich viel Widersprüchliches, welcher nun für eher „softe“ Bluessounds und welcher eher für HM-Ambitionen geeignet ist (wobei ein Teil was direkt alles abdeckt natürlich das Beste wäre). Ich selbst habe leider keines der Geräte in der Praxis erlebt.
2) Hatte jemand hier mal die Möglichkeit, auch die Modelle Sequis Motherload und Groove Tubes SEII zu erleben, sind diese – da ja deutlich teurer - auch qualitativ erheblich besser? (Oder könnt Ihr auch noch ein ganz anderes Gerät ähnlicher Bauart empfehlen?)
Danke für jeden Tip - auch wenn Ihr ggf. nur mit einem der Geräte Erfahrungen gemacht habt!
Viele Grüße
Michael