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Einstellung Compressor f. Gesang

  • der onk
  • 3. März 2003 um 14:43
  • der onk
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    462
    • 3. März 2003 um 14:43
    • #1

    Hallo beisammen!


    Welche Werte für Attack und Release sind so "der Standard" für Live-Gesang? Ich denke, daß wohl kaum jemand das Attack je nach Explosivlaut-Anteil im Text verändert? :wink:
    Mit den Auto-Einstellungen diverser Compressoren werde ich irgendwie nicht glücklich...

    Grüsse
    der onk

  • Paddy
    Beiträge
    103
    • 3. März 2003 um 16:18
    • #2

    Also, ich schneid bei Vocals immer nur die Peakspitzen ab... bei hochdynamischen Grö... pardon, Sängern, auch gern mal mehr. Attack recht flott und für die Release eine gesunde Mittelstellung...

  • der onk
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    • 3. März 2003 um 16:30
    • #3

    Gebt mir Zahlen!

    Wieviele ms sind "flott"?
    Die "gesunde Mittelstellung" (von was - genormte Skala?) beträgt in s?


    ... ja ich kacke jetzt hiermit eine Korinte und will's genau wissen! :P


    Danke im voraus
    der onk

  • der onk
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    • 5. März 2003 um 12:13
    • #4

    ... und somit nochmal in den Mittelpunkt des Interesses gerückt!


    der onk

  • Tobias
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    878
    • 5. März 2003 um 13:05
    • #5

    nee, so geht das nicht! hier wird dir niemand einen genauen ms-Wert nennen können. Das hängt ganz entscheidend vom gesang und vom Kompressor ab!
    da hilft nur ausprobieren.

    ich komme mit der auto-funktion vom 1066 auch wunderbar zurecht, der macht das wirklich gut.
    welchem Comp hast du denn und wieviel GR willst du haben?

    bei den totkomprimierten Werbespots gilt für den attack beispielsweise: "so schnell wie möglich", damit die dynmaik bloß nicht zu groß wird..... (also in etwa 5dB/ms) oder auch direkt ein look-ahead compressor

    Die Wahrscheinlichkeit des Geschehens steht im umgekehrten Verhältnis zum Wunsch. (Murphy)

  • der onk
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    • 5. März 2003 um 14:16
    • #6
    Zitat von "Tobias"

    nee, so geht das nicht! hier wird dir niemand einen genauen ms-Wert nennen können. Das hängt ganz entscheidend vom gesang und vom Kompressor ab!
    da hilft nur ausprobieren.

    ... na wenn die Skalierung einigermaßen stimmt, sollte eine ms doch eine ms lang sein, oder?

    ich komme mit der auto-funktion vom 1066 auch wunderbar zurecht, der macht das wirklich gut.
    welchem Comp hast du denn und wieviel GR willst du haben?

    ... lach nicht, ich habe einen alten Autocom (1200er) am Start. Die Auto-Funktion ist nicht zu gebrauchen, aber für Bläser habe ich ohne Automatik damit ordentliche Ergebnisse erzielt).
    Sinn der Übung wäre, den Gesang ordentlich aufzublasen. Also eine GR von etwa 9 dB, wobei die Power der Stimme - also die Explosiv-, Zisch- und Konsorten-Laute unkomprimiert durchgehen sollten. Dazu müsste ich mal wissen, wie lang denn so ein Konsonant in etwa dauert...


    bei den totkomprimierten Werbespots gilt für den attack beispielsweise: "so schnell wie möglich", damit die dynmaik bloß nicht zu groß wird..... (also in etwa 5dB/ms) oder auch direkt ein look-ahead compressor

    Alles anzeigen


    er grüsst
    der onk

  • DrChefe
    Beiträge
    48
    • 12. März 2003 um 22:02
    • #7

    Ich kann mich meine Vorredner eigentlich nur grossteilig anschliessen.
    Es kommt erstmal auf den Gesang an. Ist der gut und arbeitet auch (gut)mit der Dynamik - laufen lassen. Dynmaik muss einfach sein, nur nicht zu viel - is auch wieder ungesund.
    Wenn du allerdings das grottenschlechteste vor dir hast was deine Ohren jemals vernommen haben, also irgendjemand der bei DSDS in der Vorrunde rausgeflogen ist, wo im Prinzip schon jeder Ton einem Messerstich gleicht (glaub mir, ich hab Erfahrung mit sowas), Attak Time möglichst schnell - oder auf Deutsch heftigst komprimieren, damit du wenigstens den Leuten etwas die Qual erleichterst. Obwohl man bei sowas eigentlich eher den Threshold runter drehen sollte.
    Fazit: Es gibt keine Regeln für Kompression. Wie die anderen schon gesagt haben, es kommt drauf an für was und wen du den Kompressor nutzt. Natürlich spielt das Gerät auch eine gewisse Rolle.

  • der onk
    Reaktionen
    3
    Beiträge
    462
    • 12. März 2003 um 22:18
    • #8

    Erstmal Danke für alle Antworten.


    Also das Szenario ist folgendes:
    Die Dynamik ist definitiv zu hoch und kann durch die Mikrofontechnik nur bedingt (weil mit Tanz-Show-Choreographie) bzw. garnicht (fixer Mikrofonabstand wg. Headset) kompensiert werden. Was ich erreichen möchte ist, den Gesang besser in den Mix zu integrieren, ihn also nach vorne zu holen ohne böse Dynamikspitzen und gleichzeitig leisere Gesangs- und Sprechpassagen anzuheben. Die Kraft der Stimme - wohl eben die ganzen Atmer und Explosivlaute - soll betont werden. Also ruhig die Abteilung compressed to fuck Marke Dieter Bohlen ;)


    Es grüsst
    der onk

  • JU
    Beiträge
    105
    • 12. März 2003 um 22:55
    • #9

    Irgendwo ist es sicher Ansichtssache, aber wenn Du die Stimme weiterhin kraftvoll haben willst (Atmer, Konsonanten), darfst Du mit dem Attack für meine Begriffe nicht zu schnell reingehen, denn dann dämpfst Du auch das runter, was psychologisch gerade den "Dampf" der Stimme ausmacht. Das, was so penetrant laut erscheint, sind in aller Regel die lang gehaltenen Vokale, und die entfalten sich erst "während" der Silbe.

    Mit dem Release würde ich so bei unterem Mittelmaß bis kurz experimentieren, eher in Richtung kurz, damit die Dämpfung bis zum nächsten Silbenanfang weg ist und auch hier nicht den Einstieg killt.

    Aber wie von den Vorrednern schon festgestellt: Konkrete Zahlen zu nennen, ist nicht so pauschal machbar. Ich komme je nach Sänger zu ganz unterschiedlichen Einstellungen.

    Grüße
    Jan

  • guma
    Moderator
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    6
    • 12. März 2003 um 23:19
    • #10

    Der häufigste Fehler bei den Vocals: zu schnelle Attack-Zeiten !!!

    Sprachverständlichkeit lebt bekanntlich von den Konsonanten. Deren Charakteristik sind die schnellen frühen Transienten. Genau diese werden durch zu schnelles attack geschluckt.
    Folge: Beim ersten Hinhören irgentwie Höhenverlust !!?
    Beim genauen Hinhören Verlust der Konsonantenverständlichkeit
    ( Gabs mal vor Jahren einen sehr aufschlussreichen Artikel in MIX von einem AMI-Mixer aus LA, sehr plausibel und jederzeit nachvollziebar.

    Deine POP und ATEM probleme kann ein Kompressor aber garnicht heilen, sondern macht sie eher noch schlimmer !!!

    Du brauchst ein anderes Mikro oder eine andere Mikroposition.

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