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  5. Boxen und Amps

Verschaltung von amps in Aktiv-Anlagen

  • mike severloh
  • 9. Dezember 2007 um 22:28
  • mike severloh
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    893
    • 9. Dezember 2007 um 22:28
    • #1

    Hi,

    aus nem anderen thread heraus entstand der Frage wie man aktiv oder bi-amp / tri-amp - Lautsprecher mit amps verschalten könnte. Die Ausgangsbasis waren dabei stets voll aufgedrehte - wenn vorhandene - Potis an den Amps, Pegel eingestellt wird also bei diesen Beispielen mit dem Controller / der Aktiv-Weiche.

    Hier Gedanken aus der Praxis dazu:

    Meine Ansätze für das Amping von Aktiv-Anlagen waren, die Endstufen zu Lautsprechern zu stellen und mit kurzen Kabeln im 3 .. 5 m - Bereich anzuschliessen.

    Dazu lassen sich 2 Paare pro Seite benutzen.


    Bei drei Wegen:

    kleine Endstufe für mid und hi, grosse Endstufe in bridge für den leistungshungrigen Bass / die Bässe, oder auch parallel wegen der Impedanzen der speaker. Gegebenenfalls 2ohm-fest für richtig heftig und 4ohm-bridge.

    Hier 4weg-Beispiele:

    Endstufen verschiedener Leistung mit gleichen Verstärkungsfaktoren, 4weg-Aktiv, Amps wieder voll aufgedreht, Aktivweiche bekommt alle Einstellungen mit Pegeln. Grob geschätz werden die meisten setups auf diesem Prinzip aber mit exakt 3 amp-Kanälen basieren, mit hoher Leistung im Bassweg.

    Endstufen verschiedener Leistung
    Hier eine Lösung bei verschiedener sensivity der Wege zusätzlich durch differierende Impedanzen, diesmal gewollt:
    amp1: geringere Leistung bei mid und hi mit hohem Wirkkungsgrad, hi-Treiber in 16 Ohm,
    kickbass auf 8 oder 16 Ohm, hoher Wirkungsgrad (n),
    Bass auf z. B. 4 oder gar 2 Ohm dimensioniert, für Betrieb mit Infras, geringer n aber grosser Leistunghunger.
    Dadurch können u. U. die Pegel wieder allein an der Aktivweiche eingestellt werden.

    Es gab von PublicAudio 3weg-Stacks (komplett Horn oder Horntop und br - Bässen ?), die mit diesem Impedanzspielchen super leicht einstellbar waren.

    Am meisten Stress vor Beschallungen hatte ich mit unbekannten Endstufen und unbekannten Verstärkungsfaktoren, da jeder Weg wieder neu eingepegelt werden musste. Kostet bei schon bei 3 Stacks zuviel Zeit.

    Welche Varianten benutzt Ihr, und was macht ihr mit zugemieteten amps ?

    Mike Severloh.

  • wora
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    • 10. Dezember 2007 um 12:18
    • #2

    ich bin mir nicht sicher, ob ich verstanden habe worauf du hinaus willst.

    man macht controller-setups am besten mit hilfe vernünftiger messtechnik, genügend theoretischem wissen und guten ohren.

    wenn man verschiedene endstufen einsetzt, kommt man wohl nicht drum herum, hierfür jeweils eigene presets zu erstellen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • simonstpauli
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    • 10. Dezember 2007 um 12:29
    • #3

    Ich halte es gerne so:

    - es existieren Aktiv-Racks, in welcher Art und Weise auch immer, das ist ja Geschmackssache. Die sind abgestimmt und alles ist schön.

    - Zumietung läuft vorrangig komplett, d.h. Holz und Amping nebst Controlling. Auch hier ist alles abgestimmt und somit wieder schön.

    - bei gleichem Holz kann man die Ampings auch durchtauschen, wie es einem passt. Auch alles schön

    - haarig wird es beim Zusammenstricken, Amp defekt und es kommt mal eben ein anderer rein, da muß gearbeitet werden. Sprich ein Setup erstellt werden.

    Insgesamt halte ich die Thematik für ernsthaft aber trotzdem trivial wie das Einmessen einer Bandmaschine auf eine andere Bandsorte. Muß halt gemacht werden, wenn man zusammenstrickt. Oder man trägt die Konsequenzen, was ich im Notfall vor Ort bei Ausfällen auch vertreten kann.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • fschleif
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    • 10. Dezember 2007 um 12:45
    • #4

    Ich sehe das Problem auch nicht wirklich: Man ändert bei unterschiedlichen Amps ja nichts an X-over, Delay, EQ.
    Somit bleibt nur noch ein Parameter übrig: nämlich der Gain. Das geht doch zügig und schnell.
    Im übrigen ist das die Einpegelarbeit, die speziell bei Vollaktivanalgen standardmässig anfällt - auch bei immer lgeichem Apming - um so Raumakustik und Aufstellung/Stackinhöhe etc. auszugleichen (ist bei mir zumindest so...)

  • stepu
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    • 10. Dezember 2007 um 17:21
    • #5

    ...nebst Gain natürlich auch die Limiter neu justieren :wink:


    mfg stefan

    Ey Digger, ich bin Plugger, nich Rigger!

  • fschleif
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    • 10. Dezember 2007 um 17:23
    • #6

    Limiter bedeutet Feigheit vor dem Feind!

    Scherchz!

    Klar, die sollte man auch wieder anpassen.

  • tamaris-pa / mts
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    • 10. Dezember 2007 um 18:28
    • #7

    Amps werden kreuz und quer eingesetzt und je nach Einsatz eingestellt. So kann man am besten das umsetzen was gerade benötigt wird.

  • rockline
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    • 10. Dezember 2007 um 18:39
    • #8

    Auch hierzu noch mal mein Kommentar:
    Bei Rockline gibt es nur 3 Weg Aktiv Systeme mit Ampracks an den Stacks. Das erklärt schon mal Mike Severlohs Vorschlag mit den "kurzen Kabeln"!
    Ist vollkommen üblich.

    Die Endstufen in den Höhen und Mitten "klein" zu wählen ist ein großer Irrtum. Gerade in den Mitten ist Headroom unersetzlich, und auch die HF Treiber benötigen unbedingt nicht clippende Signalverläufe! Daher auch hier: nie unter 2 x 700W/4Ohm an die HF Treiber!

    Das Thema Impedanz ist vollkommen zweitrangig, mit Ausnahme der Belastbarkeit der vorgeschalteten Endstufen. Ich kann keine 4 Ohm Endstufe mit 2 Ohm belasten.....
    Die unterschiedlichen Gainfaktoren von Endstufen werden in Abhängigkeit des Wirkungsgrades des jeweiligen PA Bandbereichs durch entsprechenden Outputgain am Controler ausgeglichen! Die Impedanz ist unwichtig - entscheidend ist das Pegelverhältniss der Systeme untereinander. Pegelverhältnisse werden kurz gemessen, die Setups darauf basierend erstellt.

    Grundsätzlich verwende man Bass und Midamps in der gleichen Leistungsklasse, den HF Amp niemals nur auf die reine Treiberbelastung abgestimmt .
    Eigentlich sind das aber grundlegende Bedingungen, die bei ordentlich konzipierten PA Systemen unauffällig im Hintergrund bewerkstelligt sind.

  • tamaris-pa / mts
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    • 10. Dezember 2007 um 18:53
    • #9
    Zitat von "rockline"

    Grundsätzlich verwende man Bass und Midamps in der gleichen Leistungsklasse

    Nicht etwas zu pauschal?

  • rockline
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    • 10. Dezember 2007 um 21:49
    • #10

    Nee, finde ich eigentlich nicht zu pauschal. Es sind doch grade die Lowmids, die einen nicht unerheblichen Anteil der Pegelenergie bewerkstelligen. Bei großen Festivalbeschallungen erlebe ich oft das die Limits im Midband erreicht werden. Leuchtende Clip, bzw. Limit LEDs sehe ich auch bei 2kW Endstufen in dem Frequenzbereich.
    Zudem gibt es doch heutzutage kaum noch nennenswerte Gründe auf leistungsschwächere Geräte zurückzugreifen, eine Verstärkerkombination wie zb. die recht preiswerten Yorkville 6040 sollten bei MehrwegaktivPAs eigentlich drin sein.....
    Stefan

  • fschleif
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    • 11. Dezember 2007 um 08:47
    • #11

    Ich muss Rockline da auch Recht geben - bei uns sind im Mid-Bereich auch Stufen gleicher Leistungsklasse wie am Bass zugange.
    Das Clipping in den Low-Mids konnte ich auch schon öfter beoabchten - nicht nur bei großen Festivals.
    Es macht aber noch aus einem weiteren Grund Sinn, die Midstufen groß zu dimensionieren: wenn der Bass am Ende ist, tut das keinem wirklich weh. Wenn die Mids am Ende sind, geht's nicht mehr lauter.

  • sebastian
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    • 11. Dezember 2007 um 09:16
    • #12

    Eigentlich kann man für jeden Weg den gleichen Verstärker einsetzen, und da nimmt man natürlich den größten als "Referenz". Bridgeüberlegungen mal außen vor. Einzig die Kostenfrage spricht dagegen. Und wie schon angesprochen, wird das System ja nicht "über die Verstärkergröße eingepegelt", sondern über das real gewünschte Audio- Ergebnis.

    Drei Wege / drei gleiche Verstärker, da kann man doch vorher viel besser abschätzen "was geht" und was zu tun ist, als wenn man irgendwie erstmal wild Datenblätter wälzen muss. Sicherlich darf man der Messtechnik auch mal eine Chance geben. Aber blind drauf verlassen ? Nö, es sei den es klingt :wink: .

    Ciao
    sebastian

  • tamaris-pa / mts
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    • 11. Dezember 2007 um 11:21
    • #13

    Dazu hatte ich vor längerer Zeit auch schonmal gefragt:
    http://www.paforum.de/phpBB/viewtopic.php?t=32357

    Ich sehe es mit gleichen Amps in allen Wegen so, gehen wir mal von einer X8 im Bass aus, welchen Sinn würde es machen die selbe Amp auch im Mittelton(4 8er Horngeladen) oder im Hochton(2 1er) zu nutzen?Richtig wahrscheinlich keinen weil die zusätzliche Power auch nicht mehr bewirkt als eine kleinere Amp da die Pappen schon am Ende sind.

    Wenn die Mitteltöner mit der zusätzlichen Leistung aber noch was anfangen können dann sieht das ganze schon vollkommen anders aus. Beim Hochtöner würde ich allerdings eine Amp dieser Klasse nicht einsetzen.

  • rockline
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    • 11. Dezember 2007 um 15:47
    • #14
    Zitat von "Tamaris-PA / MTS"

    Wenn die Mitteltöner mit der zusätzlichen Leistung aber noch was anfangen können dann sieht das ganze schon vollkommen anders aus

    Beim GAE Director zb. eine Selbstverständlichkeit. Aber auch in anderen großen PA-Tops kenne ich kaum Mitteltöner, die damit überfordert wären.
    Stefan

  • tamaris-pa / mts
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    • 11. Dezember 2007 um 15:50
    • #15

    Vorallem kleinere Lautsprecher eben....

  • waldschrad99
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    • 11. Dezember 2007 um 16:13
    • #16

    ... sehe ich auch so:
    Es wäre unwirtschaftlich, komplett aktiv getrennte 3-4-Weg-Systeme mit gleichen Amps zu betreiben.

    So ungefähr, als ob im Sprinter ein zusätzlicher 2,8er C.d.I. die Fenster hochkurbelt, ein Dritter 2,8er die Scheibenwischer betätigt ... usw.

    Gewiss, bei Festival-mässigen Amp-Citys darfs ein bis'chen mehr sein, aber auch hier halte ich 'ne RAM DQL-7 für die "LA-Bananen" für übertrieben.
    Die 5.5er tuts gewiss auch, da ja sowieso mehrere gebraucht werden.
    Und die HT benötigen höchstens 'ne 2.4er ... Hauptsache das Amping klingt genausogut, die EG-Imped. stimmen ... usw.

  • timotimo
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    2.252
    • 11. Dezember 2007 um 17:15
    • #17

    wenn ich mein Amprack nur für die Pa-Hoch/mittel/tief benutze schon, aber wenn ich damit auch mal 4, 6 oder 8 Monitorwege betreibe, machen gleich große Amps schon Sinn, und das Ganze flexibler....

  • simonstpauli
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    • 11. Dezember 2007 um 17:25
    • #18

    Für mich gibt es 2 Möglichkeiten:

    1. Ampracks immer hinter den Stacks
    = 2 Amps, 2 Ampseiten für MT und HT, logischerweise gleich groß, dicker Amp für TT

    2. Amprack für beide Seiten:
    = 3 verschieden große Amps für TT, MT, HT

    wieviel Headroom man einbaut ist Geschmacks- und Geldbeutelsache, bei Variante 1 verschenkt man etwas Budget im Hochtonbereich und gewinnt dafür Flexibilität.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • willi2
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    • 22. März 2008 um 19:44
    • #19

    hi,

    rockline schrieb:

    Zitat

    Es sind doch grade die Lowmids, die einen nicht unerheblichen Anteil der Pegelenergie bewerkstelligen. Bei großen Festivalbeschallungen erlebe ich oft das die Limits im Midband erreicht werden. Leuchtende Clip, bzw. Limit LEDs sehe ich auch bei 2kW Endstufen in dem Frequenzbereich.

    klare praxisaussage die ich nur bestätigen kann!

    Gruß
    willi2
    ... lass mal das mit der richtigen LS Auswahl, Physik brauch mer nimmer, regelt alles unsere Wunderelektronik

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