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Ich brauche gute Kabel

  • felix radax
  • 28. März 2008 um 17:29
  • felix radax
    Beiträge
    11
    • 28. März 2008 um 17:29
    • #1

    Hi!

    Ich hätte da mal eine Frage zu Kabeln.

    Genauer gesagt: Zu Mikrofon- und Instrumentenkabeln bis etwa 10 m.
    Ich brauche ca. 20 Stück davon, um ein Setup für das Mischen und Aufnehmen von kleineren Rock- und Pop-Gigs (DI-Boxen-Ausgänge, Schlagzeug- und Verstärkermikrofone etc.) aufzubauen.

    Und hier sind meine zwei Probleme:
    1. Seid mir bitte nicht böse, aber ich kann und will nicht löten. :(
    2. Ich habe immerhin schon soviel mitbekommen, dass man bei den Firmen Klotz und Sommer schnell arm wird (speziell, wenn man dazu auch noch die Stagebox bei ihnen kauft).

    Als etwas günstigere Alternative, die aber auch einen guten Ruf zu haben scheint, ist mir bisher nur die Firma Cordial untergekommen.

    Daher meine Bitte:

    Wer kann mir noch andere Kabelhersteller empfehlen, die preislich unterhalb des Klotz- und Sommer-Niveaus angesiedelt sind und dennoch sehr gute Klang- und Verarbeitungsqualität aufweisen?

    (Oder anders ausgedrückt: Der Kabel-Geheimtipp?)

    Liebe Grüße,
    Felix

  • yamaha4711
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    • 28. März 2008 um 17:54
    • #2

    Tacho!

    Was du nicht hören willst aber einfach Ansage ist:
    wer billig kauft, kauft zweimal und selber machen rentiert sich bei größeren Mengen einfach nicht, da man zu viel Zeit versenkt. Letzters hast du schon selbst ausgeschlossen.

    Vernüftiges Material kostet eben auch Geld. Die Preise bei den genannten Firmen sind fair und diese Firmen bieten auch unterschiedliche Qualitäten an:
    Sommer Cabel
    Klotz
    Cordial
    Das sind einfach die Hausnummern, die immer wieder fallen werden. Von Fernostware würde ich die Finger lassen. Nimm vernüftige Leitungen mit vernüftigen Steckern... und das ist eben Neutrik. Hab auch schon billig Leitungen mit ohne Neutrik (Nachbau o.ä.) gehabt. Mittlerweile sind die in der Mülltonne bzw. beim Altmetall - nach nicht mal 10 Einsätzen. Ein Nachlöten/Reparatur ist meist aufgrund der auseinanderfallenden oder wegschmelzenden Stecker und Einsätze nicht möglich. Kurz: ramsch!

    Grüßle,
    michael

    Laut heisst nicht immer gleich gut und toll und wer schreit ist meist im Unrecht.

  • hias.h
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    • 28. März 2008 um 18:27
    • #3

    Es gibt auch andere brauchbare Marken als Neutrik, z.b. Switchcraft oder auch Amphenol - liegen aber preislich meist leicht über neutrik und gefallen mir persönlich nicht so gut.

    Das Kabel sollte mindestens 2x0,2mm² und eine möglichst dichte Schirmung haben (gedreht ist meist flexibler als geflochten). Trittfest sollte es natürlich auch sein, und dass bedeutet nicht, dass es einen tritt überlebt, sondern dass es sich dabei nicht zu stark verformt, was als Knistern übertragen werden kann.
    (die beiden Litzen und die Schirmung können als Kondensator angesehen werden, der durch die Verformung seine Kapazität ändert).
    Möglichst flexibel sollte das Kabel natürlich auch sein, damit man es schön verlegen und gut auf/abrollen kann.

    Wenn man nun nach Kabeln sucht, die diese Kriterien erfüllen, wird man merken, dass es erst ab ca. 0,7€/m losgeht (cordial cmk222), man kann aber auch 5€/m hinlegen.
    Selbst wenn du deine Arbeitszeit und Verbrauchsmaterial wie Lot und Lötspitzen nicht berechnest, kommst du auf 10*0,7+2,55+2,80 = 12,35€ für ein einfaches 10m kabel mit 2 Neutrik-steckern (t.preise).

  • wora
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    • 28. März 2008 um 19:38
    • #4

    ich schliesse mich da an.
    wenn es so einfach wäre, gleiche qualität deutlich günstiger zu produzieren, dann wären die preise wegen des wettbewerbs auch überall weiter unten angesiedelt.
    aber die chinesen schaffen es nicht, gute qualität zu liefern.
    und so sind wir also gezwungen, deutsche oder europäische firmen zu unterstützen... was ich übrigens überhaupt nicht schade finde :wink:

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • robing
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    • 28. März 2008 um 21:06
    • #5

    Wenns gut und günstig sein soll - Selber löten, sorry, einen Tod wirst du sterben müssen.
    Entweder du legst das Geld für anständige Leitungen hin, oder du kaufst Meterware und die Stecker dazu, setzt dich mal paar Stunden hin und lernst dabei auch ein bisschen was.
    (Wieso sind da 3 Pins?! :roll:)
    Ab einer gewissen Menge wirds sicherlich uninteressant, aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen -
    Wenn man den Dreh raus hat gehts sehr fix und sofern man sauber gearbeitet hat weiß man auch was man hat.
    Habe erst vor paar Wochen zusammen mit nem Kollegen an nem ruhigen Nachmittag 55 NF-Kabel gebaut.
    Das geht, 110 Stecker, 330Pins... Aber nur mit gutem Material = Abisolierzangen, Ersa Lötstationen.
    Und vorallem: Zuerst alles zuschneiden, dann alles abisolieren, dann alles verzinnen... usw.

    ABER: für 100m Cordial CMK 222 legst du beim großen T trotzdem 66€ hin und brauchst noch 20 Stecker dazu, etwa 53,5€

    Das CMK wäre das mindeste was ich nehmen würde, hab ich schon oft genommen, ist wirklich okay.
    China-Leitungen hatte ich einmal in der Hand, komischerweise bei jeder nach kurzer Zeit Kabelbrüche, vorallem gern vorm Stecker.

    Bei den Steckern würde mir auch nur Neutrik ins Haus kommen.
    Einmal habe ich experimentiert und im Ebay so 20 Neutrik kopien gekauft.
    Beim löten fings an, die Pins der Male XLRs verdrehten sich und standen kreuz und quer, weil das Plastik die Temperatur nicht abkonnte.
    Die Zugentlastungen waren nicht wirklich massiv, aber hielten ganz gut.
    Allerdings brach mir nach einem Monat schon beim ersten Stecker die Verschraubung ab.
    Wohlgemerkt kein dauer R'nR täglich sondern vielleicht 4 Veranstaltungen!
    Fazit: Ich geb die paar Kröten mehr für Neutrik aus und hab keinen Ärger mehr!

    Egal wie du es machst, es wird dich Geld kosten, solltest du dich entscheiden doch zu löten sparst du dir etwas Geld, musst eben abwägen ob dir dir Erfahrung und die Geldersparnis deine Zeit wert ist.
    Ich denke bei 10 Leitungen sind wir noch nicht in dem Bereich wo kaufen günstiger kommt ;)
    Wenn man 100 Stück aufeinmal kauft ist das dann was anderes.

    Im Übrigen kann ich wora nur zustimmen, ich finde es auch klasse dass die Chinesen uns Europäern wenigstens bei den Steckverbindungen (noch) nicht das Wasser reichen können.

    Edith sagt: Habe eben nochmal beim T geschaut, weil ich mir mal aus Verzweiflung fertig konfektionierte Cordial mit Neutrik gekauft habe.
    Nennen sich CAM-9 BK und sind nicht so teuer, allerdings ist das Kabel an sich auch dünner und wirkt nicht so widerstandsfähig wie das CMK 222.
    Wie immer eine kostenfrage...

    Eine Bühne ist immer so lange schön und aufgeräumt bis die Musiker kommen...

  • mringhoff
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    • 31. März 2008 um 16:45
    • #6
    Zitat von "Felix Radax"

    Wer kann mir noch andere Kabelhersteller empfehlen, die preislich unterhalb des Klotz- und Sommer-Niveaus angesiedelt sind und dennoch sehr gute Klang- und Verarbeitungsqualität aufweisen?

    http://www.schulz-kabel.de
    ist ein deutscher Hersteller und mit der Qualität sind wir so einigermassen zufrieden. Die XLR-Kabel sind dort ganz gut.

    oder bei http://www.adam-hall.de

    Und man kann es nicht oft genug sagen: Nur Orginal Neutrik-Armaturen nehmen.
    Alle Billigvarianten taugen nichts für den dauerhaften Einsatz auf der Bühne. Das ist maximal etwas für eine Festinstallation mit Minibudget mit maximal 4-5 Ein/Aussteckzyklen pro Steckerleben...

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  • bias79
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    • 31. März 2008 um 18:17
    • #7

    Kann hier voll zustimmen. Habe früher mit verschiedenen billig Materialien probiert. Nach einigen Ausfällen im Livebetrieb (vor allem durch mechanische Belastung) hab ich entschieden alle XLR Leitungen bei uns zu fertigen. Seit dem haben wir keine Ausfälle mehr bei Mikrofonkabeln !!! Die eigene Arbeitszeit ist in dem Fall ja dann auch bezahlt. Ich bezahle dann auch lieber mich als jemand bei Sommer oder sonstwo. Du hattest auch nach der Klangqualität gefragt. Da müssen sich die Studiofreaks zu Wort melden die auch das Gras wachsen hören. Bei 10m Leitung kannst du den Aspekt ignorieren.
    Gruß, Tobi

    GHOSTNOTE-SOUND

  • uncelsam
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    • 1. April 2008 um 01:27
    • #8

    Anstatt des Cordial CMK222, bekommt man auch schon das Stage22 in diversen Internetshops...

    Stecker wie die anderen schon sagten Neutrik, den rest kannste vergessen...

    Selber löten spart schon eine Menge, so fern man die Zeit und die Lust hat.
    Wenn Dir deine Bandkollegen mithelfen, siehst in 3Stunden viel.

  • Seven
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    • 1. April 2008 um 08:45
    • #9

    Nochmal ins selbe Horn. Ich nehme nur noch Neutrik Stecker und irgendwo taugliche Kabel. Zuviel Ärger gehabt mit kaputten Kabeln und vor allem kaputten oder verbogenen Steckern.

    Beim T gabs mal ne Jui-Kabel-Edition (Cordial CAM 6 & 9). Die sind mittlerweile bissi teurer geworden, aber imho ihr Geld wert.

  • 4Art
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    • 1. April 2008 um 09:20
    • #10

    Wir verwenden bei XLR-Kabeln seit 2 Jahren nur noch CAE. Prima Zeug und gibt's beim Thomann - für Dich - relativ bezahlbar. Aber Achtung: Gibt auch Serien mit China-Steckern!

  • mringhoff
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    • 1. April 2008 um 09:29
    • #11

    Wer aber kaum bis keine Löterfahrung hat, dem würde ich auch nicht raten, die Kabel selber zu löten.
    Wer mit einem Billigkolben zwischen den feinen Litzen und Lötfähnchen rumpfuscht und seine Lötbatzen setzt, der hat natürlich auf der Bühne wieder seine Probleme.

    Insofern kann ich jeden gut verstehen, der fertige (Qualitäts-)Kabel kaufen will.
    Wer nicht grad viel Zeit übrig hat, für den lohnt sich das auch nicht wirklich, wenn er die Kabelbastelei nicht wirklich zügig hinbekommt...

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  • wora
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    • 1. April 2008 um 10:43
    • #12
    Zitat von "4Art"

    Wir verwenden bei XLR-Kabeln seit 2 Jahren nur noch CAE. Prima Zeug und gibt's beim Thomann - für Dich - relativ bezahlbar. Aber Achtung: Gibt auch Serien mit China-Steckern!


    die meisten meiner mikrokabel, die ich vor über 10 jahren bei CAE gekauft habe (mit Neutrik steckern), sind heute noch im einsatz. wirklich gute qualität.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • 4Art
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    • 1. April 2008 um 15:47
    • #13

    Was mir im übrigen bei CAE auch sehr sympatisch ist: Die arbeiten bei einfacheren Konfektionsarbeiten mit Behindertenwerkstätten zusammen.

Anstehende Termine

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