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Live Stereobild

  • ronny keil
  • 16. August 2008 um 20:09
  • ronny keil
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    3
    • 16. August 2008 um 20:09
    • #1

    Hallo Kollegen,

    ich würde gern wissen, ob jemand zu folgender Überlegung schon einmal Erfahrungen sammeln konnte:

    Das übliche Live-Stereobild einer Band erzeugt man ja mit dem Paning der Monoschallquellen, d.h. man nutzt die Pegeldifferenz um die Lokalisierung der Schallquelle zu ändern. Das hat zur Folge, daß ein aus der Publikumsmitte stark rechts lokalisierbares Signal auf der linken Publikumsseite nicht mehr gehört wird. Manche Kollegen mischen ja daher auch "nur" Mono, damit alle alles hören dürfen.

    Die Überlegung ist, daß man nun z.B. einen rechts stehenden Sänger auf eine Stereogruppe routet, L+R mit gleichem Pegel fährt, aber den linken Kanal etwas verzögert.
    Beim Publikum in der Mitte sollte sich somit der Gesang nach rechts verschieben.
    Das Publikum links wird den rechten Sänger auf der linken PA Seite trotzdem gut hören.

    Die Frage ist zudem, was der Zuhörer im Publikum auf der rechten Seite hört, da ja für ihn die Signale aus der linken PA-Seite und der rechten PA-Seite eigenlich widersinnig sind (Thema Trading). Aber wahrscheinlich hört er von der linken PA-Seite vernachlässigbar wenig, so daß auch er klar kommen dürfte.

    Hat das schonmal jemand live probiert? Habt ihr prinzipiell Erfahrungen mit der Tiefenstaffelung durch Verzögerung einzelner Signale im Livebetrieb?
    Also mal ausgenommen "frühere" Center-Lautsprecher o.ä.

    Grüße
    Ronny

  • monithor
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    • 16. August 2008 um 20:22
    • #2

    wieviele delays willst du denn da an den start bringen?

    ich bin mir sicher - früher war alles besser!

  • simonstpauli
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    • 16. August 2008 um 20:31
    • #3

    Das Haas-Panning.

    Prinzipiell klappt das gut, ich habe es selbst nur bei einer kleinen Trio-Geschichte probiert.

    Man braucht halt für jede Panorama-Position ein Delay.

    Heutzutage mit einem 01V96 z.B. wenn man 2 Kanäle pro Signal benutzt einfacher möglich...

    EDIT: für Gitarren benutze ich diese Technik allerdings regelmäßig auf den Digitalpulten, die das können...

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • dasich
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    • 16. August 2008 um 20:46
    • #4

    Genau sowas hab ich mal bei einem Klassik OpenAir gemacht.
    Pult war eine Studer Vista 5
    Genug DSP um das für 80 Kanäle, die am Start waren zu realisieren

    Studer war selber Vorort und hat das Pult so Konfiguriert, dass der Pan Laufzeiten verschob.
    Hat perfekt funktioniert. Man konnte sogar einen Sänger, der auf der Bühne hin und her ging "verfolgen" ohne einen Doppler zu bekommen.

    Ich war dort Gasttech mit der ersten Veranstaltung.

    Allerdings war das Pult da sehr neu und zwei Kollegen von Studer haben zwei Tage gearbeitet um das Pan mit Laufzeiten ans laufen zu bekommen.


    auf der Seite unten ein Bild davon:
    http://www.pa-forum.de/phpBB/viewtopic.php?t=42098&postdays=0&postorder=asc&start=510&sid=7e89ed2079d0f6bd7f5612fb1da0a3db

    oder bei Studer:
    http://www.audiopro.de/live/2376_DEU_AP.html

    P.S: darüber war auch ein Bericht in PP, weiß nur nicht welche Ausgabe.

    Es grüßt der Stephan

  • wora
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    • 25. August 2008 um 01:41
    • #5

    ich habe das vor einigen jahren auch mal irgendwo gelesen, aber leider war der aufwand damals für meine produktionsgrössen nicht realisierbar.
    auch heute noch habe ich mit Studer Vista leider recht wenig zu tun ( ;) ), so das ich mir das mal auf nem digi-pult stricken müsste.
    aber die idee ist gut und sollte mal ausprobiert werden...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tufkaklto
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    • 25. August 2008 um 08:28
    • #6

    Die Studer Vista haben das anscheinend schon fix drin inzwischen.

    Zumindest war ich auf einer Vorführung, wo die das vorgestellt haben.

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  • Volker Holtmeyer
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    • 26. August 2008 um 22:03
    • #7

    Ja, das nennt sich Virtuell Surround Panning. In der aktuellen Software ist schon die zweite Version davon drin. Habe ich heute erstmalig gehört - sehr beeindruckend!

    Dabei werden quasi zwei Mikrofone simuliert, wobei man die Richtcharakteristik und die Positionen virtuell vor der Schallquelle frei wählen kann.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • tufkaklto
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    • 26. August 2008 um 22:22
    • #8

    Und zwischen den Microfonanordnungen kann man auch wählen 8)

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  • thieloliver
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    • 29. August 2008 um 01:37
    • #9

    Ich bin da auch seit ca einem halben Jahr am rum experimentieren. Leider sind die Ergebnisse nicht sehr konsistent.

    Ich fahr verschiedene Instrumente ueber verschiedene Subgruppenpaare, von denen eine Seite immer verzögert ist. Ausserdem benutze ich für die verschiedenen Seiten ( subgruppen ) auch noch unterschiedliche EQ einstellungen.

    Sehr gut klappt das mittlerweile bei E-Gitarren. (dly nach gusto, "richtige" Seite mit leichtem boost bei 700Hz und 4k, andere Seite die gleichen Frequenzen gecuttet und dafür bei ca 200 etwas geboostet)

    Bei Keyboards bin ich dazu übergegangen auch noch eine dritte Gruppe für die tiefen Freqenzen zu benutzen, die auf beide Seiten geroutet ist ( bei "richtungsweisenden" Delays würden sich sonst tiefe Frequenzanteile einfach von rechts nach links auslöschen...)

    Was neulich ganz doof war, war ne Akustikgitarre, bei der sich, bevor die Ortung funktioniert hat ein Chorusähnlicher Effekt "breitgemacht" hat. War nicht schön - hab ich dann sein lassen.
    Allerdings muss man sagen , dass das ein M7CL war, bei dem ich die Dlys mittels ADAT Karte und Toslinkkabel in die Gruppen geinsertet hab. Leider lassen sich an dem Pult die Zeiten nur sehr grob verstellen... Für manche Sachen ist ein 01V96 halt doch besser geeignet (-;

    Es wäre wahrscheinlich mal interressant, das Verfahren unter Laborbedingungen ( Lager+Mehrspuraufnahme) auszuprobieren, damit man merkt welche Delayzeiten praxistauglich sind und wie sich z.B. der Abstand zwischen den PA Seiten auf die Stereobreite bzw dann auch auf die zu verwendenden Zeiten auswirkt.

    Insgesamt ist es allerdings schon bemerkenswert, dass bis wenige Meter vor der PA die Ortung recht gut funktioniert und man trotzdem alle Instrumente hört. Ich würds halt nur gern besser kontrollieren können...

  • oton
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    • 29. August 2008 um 09:18
    • #10
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    Ja, das nennt sich Virtuell Surround Panning. In der aktuellen Software ist schon die zweite Version davon drin. Habe ich heute erstmalig gehört - sehr beeindruckend!
    Dabei werden quasi zwei Mikrofone simuliert, wobei man die Richtcharakteristik und die Positionen virtuell vor der Schallquelle frei wählen kann.

    Wer Interesse hat kann demnächst in Mannheim vorbeikommen und sich das Ganze anhören, in unserem neuen Studio steht ein Vista 5. Kurze Mail langt.

    Jetzt müsste es das Ganze auch noch im VI6 geben, ich finde die Sache gerade für Live genial.

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • wora
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    • 29. August 2008 um 10:51
    • #11
    Zitat von "thieloliver"

    ...
    Allerdings muss man sagen , dass das ein M7CL war, bei dem ich die Dlys mittels ADAT Karte und Toslinkkabel in die Gruppen geinsertet hab. Leider lassen sich an dem Pult die Zeiten nur sehr grob verstellen... Für manche Sachen ist ein 01V96 halt doch besser geeignet (-;...


    hi olli,
    daran bin ich auch mal fast verzweifelt... aber die lösung ist einfach (wenn mann´s weiss)
    beim M7 muss man den delay-knopf reindrücken und dann drehen, um die feinen delay-schritte machen zu können.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • simonstpauli
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    • 29. August 2008 um 11:25
    • #12

    Beim M7 fehlt mir irgendwie das Input-Delay, ein verkrüppeltes Pult in dieser Hinsicht...

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • thieloliver
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    • 29. August 2008 um 11:31
    • #13

    Das kann man sich doch ganz einfach basteln:
    ADAT Karte rein; Toslinkkabel von Output zu Input;
    Insert send-> Slot Out
    Insert return -> Slot in
    macht bei Bedarf bis zu 48 Input Delays.
    Und da ich das mit dem Knopf drücken jetzt weiss, werden die sogar sinnvoll nutzbar... :wink:

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