Hallo Kollegen,
ich würde gern wissen, ob jemand zu folgender Überlegung schon einmal Erfahrungen sammeln konnte:
Das übliche Live-Stereobild einer Band erzeugt man ja mit dem Paning der Monoschallquellen, d.h. man nutzt die Pegeldifferenz um die Lokalisierung der Schallquelle zu ändern. Das hat zur Folge, daß ein aus der Publikumsmitte stark rechts lokalisierbares Signal auf der linken Publikumsseite nicht mehr gehört wird. Manche Kollegen mischen ja daher auch "nur" Mono, damit alle alles hören dürfen.
Die Überlegung ist, daß man nun z.B. einen rechts stehenden Sänger auf eine Stereogruppe routet, L+R mit gleichem Pegel fährt, aber den linken Kanal etwas verzögert.
Beim Publikum in der Mitte sollte sich somit der Gesang nach rechts verschieben.
Das Publikum links wird den rechten Sänger auf der linken PA Seite trotzdem gut hören.
Die Frage ist zudem, was der Zuhörer im Publikum auf der rechten Seite hört, da ja für ihn die Signale aus der linken PA-Seite und der rechten PA-Seite eigenlich widersinnig sind (Thema Trading). Aber wahrscheinlich hört er von der linken PA-Seite vernachlässigbar wenig, so daß auch er klar kommen dürfte.
Hat das schonmal jemand live probiert? Habt ihr prinzipiell Erfahrungen mit der Tiefenstaffelung durch Verzögerung einzelner Signale im Livebetrieb?
Also mal ausgenommen "frühere" Center-Lautsprecher o.ä.
Grüße
Ronny