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Suche neuen (billigen) Pult entscheidungshilfe.

  • moogman
  • 25. September 2008 um 18:19
  • moogman
    Beiträge
    353
    • 25. September 2008 um 18:19
    • #1

    Hallo,

    ich will mich nun nach ein paar zufriedenen Jahren von meinem
    Low Cost Mischpult (Soundcraft LX7 /24Ch mit Chase) trennen.

    Und plane nun die Anschaffung eine neuen Pultes.

    Ins Auge gefasst habe ich wieder ein Soundcraft und zwar
    Soundcraft GB2 /16Ch und wollte nur wissen obs da schon
    Erfahrungen gibt und ob es wirklich ein Fortschritt gegenüber dem
    alten LX7 darstellt und was ggf zu beachten ist.


    edit: Verkaufsangebote bitte im vtb2b! Chris, Moderator PA-Forum
    Danke für die Info Chris

    Eine Festinstallation kann auch im Wohnzimmer stattfinden. Das Publikum sind in diesem Fall die Nachbarn. ;)

  • andy006
    Verifiziert
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    1
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    1.264
    • 26. September 2008 um 15:00
    • #2

    Wieviele Ausfälle hast Du mit Deinem Pult bisher gehabt? Wieviele Insert's und Mic-eingänge sind kaputt?
    Wenn Du die Antworten mit "keine" beantworten kannst dann denke ich das Du Dein Pult behalten solltest denn mit einer GB2 wirst Du Dich nicht wirklich verbessern. Hoffe Dir eine Entscheidungshilfe gegeben zu haben.

    Wer Augen hat der höre ------- besser?

  • moogman
    Beiträge
    353
    • 26. September 2008 um 16:36
    • #3

    Hmm, allso ausfälle hat das Pult bisher zum glück keine gehabt..
    Das Übersprechen der Fader ist halt ein bisschen störend.....

    Sind die Mic-Pre´s in der GB2 nicht besser als die von meinem alten LX7 (ich hab das alte LX7 (nicht die 2er version))?
    Die Pre´s werden ja in der Werbung über alles gelobt.

    Eine Festinstallation kann auch im Wohnzimmer stattfinden. Das Publikum sind in diesem Fall die Nachbarn. ;)

  • christopher hafer
    Profi
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    803
    • 26. September 2008 um 17:04
    • #4

    Dazu brauchst Du einfach nur die technischen Daten vergleichen. Die gibt es auf der HP bei den Manuals/Datasheets.

    Beide Pulte liegen messtechnsich extrem nah beieinander. Es ist kein soundtechnischer Unterschied zu erwarten. Dies gilt für beinahe alle aktuellen Pulte auf dem Markt - auch z.B. die MH-Serie.
    Die Pulte unterscheiden sich in Ausstattung und nicht zuletzt Verarbeitung (!). Da ist das LX7 grenzwertig.
    Wie Andy006 schon sagte: Du wirst Dich klanglich nicht verbessern.

    Die "Graham Blyth-designed Preamps/EQs" sind ein Marketing-Gag, der nur bedeutet: Die Komponenten orientieren sich am "klassischen" SC-Design. Was immer das heißt. Ungefähr jedes Pult macht das. Auch das LX7. Und auch ein Heritage oder XL.

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • hans schuster
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    49
    • 26. September 2008 um 23:58
    • #5
    Zitat von "Christopher Hafer"

    Beide Pulte liegen messtechnsich extrem nah beieinander. Es ist kein soundtechnischer Unterschied zu erwarten. Dies gilt für beinahe alle aktuellen Pulte auf dem Markt - auch z.B. die MH-Serie.

    Die MH-Serie ist schon eine andere Liga, die Headamps kann man hier nicht mit denen der GB-Serie vergleichen. Und ich rede hier nicht von Klang, sondern von Aussteuerungsreserven. Die MH-Serie hat diesbezüglich viel "größere" Headamps.

    Bei der GB-Serie muss man IMHO sehr diszipliniert aussteuern. Sonst kann man im Extremfall vergleichsweise früh ins - hörbare! - Clipping kommen.

    Ich will hier die schönen GB-Pultchen nicht schlecht machen, keineswegs, man kann damit gut arbeiten, klein aber fein. Nur - die LX-Pulte (egal ob LX oder LX-II) waren/sind aussteuerungsfester. Geht es nur mir so?

    (Eigentlich bin ich kein "Signal-heiss-fahrer", v.a. nicht, seit ich auf Digitalpulten arbeite...)

    Zitat von "Christopher Hafer"

    Die Pulte unterscheiden sich in Ausstattung und nicht zuletzt Verarbeitung (!). Da ist das LX7 grenzwertig.
    Wie Andy006 schon sagte: Du wirst Dich klanglich nicht verbessern.

    Die "Graham Blyth-designed Preamps/EQs" sind ein Marketing-Gag

    Sehe ich auch so, Christoph, da sind wir einer Meinung, v.a. was die Klangfrage betrifft. Daher:

    Wenn das LX-7 noch gut spielt, womit ich nicht nur Fader und Potis, sondern v.a. das Anschlußfeld auf der Rückseite meine, dass ziemlich wartungsbedürftig ist (ist schon doof, wenn die Lötstellen dieser - meiner Meinung nach - viel zu engliegenden, fummeligen AUX-Output-Jacks kalt werden und die ein oder andere Monitorline beim blossen Berühren der herausquellenden Kabelstränge schön laut auf der Bühne loskrachen... da muss man hin und wieder mitm Lötkolben dran. Ist so.), also wenn es halt gut in Schuss ist, würd ich auf keinen Fall zum GB2 umsteigen, das ist kein nennenswerter Aufstieg.

    Gruß-
    Hans

  • bias79
    Profi
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    1.103
    • 27. September 2008 um 21:49
    • #6

    Was soll das neue denn können oder mehr als das LX7 machen ? Wir haben auch ein LX7/2 und das spielt absolut zuverlässig. Die verarbeitung ist schon etwas wackelig aber wenn man es ordentlich behandelt hält das auch ne Weile. Ich hatte auch schon diverse Gasttechs die das Pult völlig überfahren haben. Das klang dann nicht mehr schön hat aber kaum hörbar gezerrt.

    GHOSTNOTE-SOUND

  • christopher hafer
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    803
    • 28. September 2008 um 00:05
    • #7
    Zitat

    Die MH-Serie ist schon eine andere Liga, die Headamps kann man hier nicht mit denen der GB-Serie vergleichen. Und ich rede hier nicht von Klang, sondern von Aussteuerungsreserven. Die MH-Serie hat diesbezüglich viel "größere" Headamps.

    Hallo Hans,
    das kann ich anhand der Messwerte nicht nachvollziehen. In fast allen kritischen Parametern liegt das das GB4 mit einem MH4 (...und auch einer Series5 oder Europa!) gleichauf.
    Der Eindruck von "mehr Headroom" kann auch schon durch unterschiedliches Ansprechen der Peak-LEDs enststehen.
    Mehr "Austeuerungreserven" würde für mich auch heißen: Höherer max. Verstärkung, als im besten Fall mehr als 70dB, wie es die IRT-Pflichhefte vorschreiben. Da können aber wirklich nur Rundfunkpulte mithalten, die meisten Live-Konsolen machen irgendwas um die 50dB (SC macht keine Angabe, eine Midas H3000 macht immerhin 60db). Das sagt aber über die nutzbare Dynamik innerhalb eines Pultes - und das war ja wohl ursprünglich gemeint (?), denn darauf kommt es an, auch wenig aus.

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • guma
    Moderator
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    • 28. September 2008 um 11:33
    • #8

    1. Ich kann ebenfalls zwischen LX7 und GB2 nicht die gewichtigen Unterschiede finden, die einen Wechsel rechtfertigen, solange das LX7 keine gravierenden "Alters- oder Mißhandlungserscheinungen" hat.

    2. Mir wurde ebenfalls ein GB4 vor meinem ersten Job darauf als besonders "übersteuerungsempfindlich" avisiert. Das ist Quatsch! Das Pult war mit der mir gewohnten Arbeitsweise völlig problemlos zu handlen und ich habe keinen Venice oder sonst was Vergleichbares in der Klasse vermisst.

  • treibsand
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    1
    • 29. September 2008 um 09:10
    • #9

    Für mich gibt es nur ein Kriterium, dass eine Neuanschaffung rechtfertigt:
    Das LX7 der ersten Serie ist doch schon einigermaßen überaltet.
    Ich wäre für einen Tausch, BEVOR es anfängt rumzuzicken.
    Dafür müsste man aber den genauen Zustand des Pultes kennen, weil viele die ersten Verschleisserscheinungen dieser Budgetkisten einfach übersehen oder ignorieren.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • moogman
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    • 29. September 2008 um 12:31
    • #10

    Danke für eure Argumentation,

    Ich hab gelesen das der GB2-16 einzelplatinen hat, was für mich eigentlich
    schon ein Grund wäre umzusteigen.....

    Beim LX7 gibts im moment halt ein problem, deswegen werde ich den auch abstossen......das sind die Direct outs die nach der Insertbuchse bzw nach dem Kannalfader sind je nach einstellung....

    Beim GB2 sind wenn ich richtig gelesen hab die Direct outs vor der Insertbuchse abgegriffen was für mich beim recording von vorteil wäre.....
    Ausserdem lassen sich die Aux wege intern auch Pre EQ stellen was ich als positiv empfinde (da ist aber jeder anderer ansicht bei diesem thema).

    Mein altes LX7 ist in einem Einwandfreien zustand abgesehen das mit die "Anfassqualität" also die Potis nicht gefallen da alle unterschiedlich schwer gehen... ist das bei der GB serie auch der fall oder sind die Potis da besser?


    Oder wie wäre ein ALLEN&HEATH GL2400-16?
    Die EQ´s des Mix Wizzard haben mir aber gar nicht gefallen, sind die EQ´s der GL2400 die gleichen (vom Q Wert) wie in dem Mix wizzard?

    Eine Festinstallation kann auch im Wohnzimmer stattfinden. Das Publikum sind in diesem Fall die Nachbarn. ;)

  • hans schuster
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    49
    • 30. September 2008 um 15:48
    • #11
    Zitat von "moogman"

    Danke für eure Argumentation,

    Ich hab gelesen das der GB2-16 einzelplatinen hat, was für mich eigentlich
    schon ein Grund wäre umzusteigen.....

    Wusste ich auch nicht, ist auf jedenfall wartungsfreundlicher, und damit IMHO ein schwergewichtiges Argument FÜR diesen Mixer.

    Zitat von "moogman"

    Mein altes LX7 ist in einem Einwandfreien zustand abgesehen das mit die "Anfassqualität" also die Potis nicht gefallen da alle unterschiedlich schwer gehen... ist das bei der GB serie auch der fall oder sind die Potis da besser?

    Potis sind bei den GB einzeln verschraubt, was bedeutet, dass der Dreck nicht unmittelbar an den Potis ins Gehäuse eindringen kann. In dieser Preisklasse ebenfalls nicht selbstverständlich und damit ein Qualitätsmerkmal.

    Zitat von "moogman"

    Oder wie wäre ein ALLEN&HEATH GL2400-16?
    Die EQ´s des Mix Wizzard haben mir aber gar nicht gefallen, sind die EQ´s der GL2400 die gleichen (vom Q Wert) wie in dem Mix wizzard?

    *seufz* Was gefällt Dir denn nicht an den EQs der Wizzards? Dass der LoMid nicht durchstimmbar ist? - Der Q-Wert ist bei beiden gleich (Q=1.8 ) ; um das rauszufinden, muss man nur einen kurzen Blick ins Manual werfen.

    Nun zum GL2400 - an der Filtergüte solls nicht liegen, ist ein bisschen schmaler als bei der GB-2 (hier: Q=1.5). Hat Vor- und Nachteile - beim boosten ist eine etwas niedrigerer Q vorteilhafter, beim cutten (schreckliches deutsch-englisch, ich weiss) ein höherer Q-Wert oft effektiver.

    Dieser Unterschied würde meine Entscheidung nicht mitbeeinflussen. Die aktuelle GL-Serie ist ok, hat im Vergleich zum GB-2 ein flexibleres Routing (Group/Aux-Reverse, alle Aux Pre-Post-switchable, wenn auch nur in Gruppen, eine komfortablere Matrix-Section). Eigentlich sind die Pulte sehr ähnlich.

    Wenn ich die Entscheidung hätte, würde ich warten, das LX-7 wenn notwendig überholen, für eine Weile weiterbenutzen und abwarten, was sonst noch so auf den Markt kommt bzw. wie sich die Preise entwickeln. Ansonsten wäre das GB-2 für mich die erste Wahl, auch wenn ich mit den aktuellen A&H-Tischen (GL und ML) sehr gute Erfahrungen gemacht habe.

    Gruß-
    Hans

  • moogman
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    • 1. Oktober 2008 um 14:34
    • #12

    Danke für deine Antwort...

    wie würdest du den Sound des
    Soundcraft gegenüber dem A&H beurteilen?

    Das A&H hat schon mehr zu bieten in der Ausstatung zu fast dem selben preis (+ - 200 Euro oder so) sind da Abstriche zu erwarten?

    (Bitte nicht nur die Datenbätter anschauen, die Praxis macht die musik :)

    Eine Festinstallation kann auch im Wohnzimmer stattfinden. Das Publikum sind in diesem Fall die Nachbarn. ;)

  • hans schuster
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    49
    • 1. Oktober 2008 um 21:34
    • #13
    Zitat von "moogman"

    Danke für deine Antwort...

    wie würdest du den Sound des
    Soundcraft gegenüber dem A&H beurteilen?

    Das A&H hat schon mehr zu bieten in der Ausstatung zu fast dem selben preis (+ - 200 Euro oder so) sind da Abstriche zu erwarten?

    (Bitte nicht nur die Datenbätter anschauen, die Praxis macht die musik :)

    Wie viele hier bin ich auch der Meinung, dass ein Mixer keinen Sound "macht" oder "hat". - Sicherlich, in einer viel höheren Klasse hat man z.B. mit vollparametrischen EQs noch mehr Möglichkeiten der Signalbearbeitung, es gibt dann z.B. durchstimmbare HPFs und LPFs, die Baugruppen (PreAmps, Summierverstärker, Ausgangsverstärker, sogar die Kopfhörerverstärker) haben eine höhere Dynamik und ein verbessertes Rauschverhalten, dann ist die Materialauswahl auf einem qualitativ höherem Niveau (z.B. hochwertige Potis und Fader), ... und dann kann man davon sprechen, in dieser Klasse einen besseren "Sound" zu machen. Aber im begrenzten Umfang! Es gibt weit gravierendere Unterschiede im "Sound" bei der Auswahl der Mikrofonie, Backline, PA, Outboard, und letztendlich machen ja unsere geliebten Signalquellen den Sound.

    Hier im Forum gibt es tonnenweise Threads zum Thema "Welche Mischpulte machen besseren Sound", Kriterien zur Beurteilung von klanglichen Eigenschaften verschiedener Geräte, dann der legendäre PreAmp und sein "Eigenklang"... will ich jetzt nicht aufwärmen, wenns recht ist.

    Also, wenn ich jetzt das GB-2 der GL-2400 gegenüberstelle (und ich kenne beide aus der Praxis), dann würde ich lügen, wenn ich sagen würde, der eine hätte einen besseren Klang, auch wenn ich Leute kenne, die meinen, der eine würde druckvoller klingen, dafür klingt der andere seidiger in den Höhen und transparenter... alles Humbug nach meiner Ansicht.

    Kurzgefasst: Ich find beide gut, nach meinem Empfinden überwiegt beim Soundcraft Verarbeitung und Qualität, beim A&H Features und Haptik. Da sind die Unterschiede aber nicht allzu gravierend, sodass mir beide recht wären.

    Möglicherweise kann man es von der Seite betrachten: Soll es in den Verleih, würde ich zum Soundcraft tendieren, wenn ich aber damit hpts. eigene Jobs machen würde, täte mir das A&H sehr gefallen, warum nicht. Was meine Meinung zum Umstieg zum jetzigen Zeitpunkt ist, habe ich bereits geschrieben.

    Und noch was: Warum nicht mal eins ausleihen und antesten? Du schriebst ja, das Praxis die Musik macht, und wer bin ich schon mit meiner bescheidenen Meinung, wenn es hier um Deine Investition und Dein Geld geht ;)

    Freundliche Grüße aus dem Land der Lieder und Sänger-

    Hans

  • tobias kammerer
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    1
    • 3. Oktober 2008 um 11:40
    • #14

    Hallo Leute,

    dann sorg ich mal wieder für Verwirrung und Zündstoff:

    Wenn ich nicht vollkommen auf den Ohren Sitze, dann finde ich:
    Das LX-7 II mit den neuen "Marketing Gag Headamps" klingt DRAMATISCH besser als das alte, vor allem auch die Eq-s (die sind komplett redesigned). GB und LX Serie unterscheiden sich praktisch nicht klanglich, sondern nur in der Verarbeitungn und ein paar Ausstattungsdetails. Ich kenne nur wenige mechanische Probleme mirt LX-7, owohl die billiger aufgebaut sind als die GB. Zur Zeit gibt es eine Preissenkung bei LX-7. LX-7 16-Kanal bekommt man neu für 1090,- Euro. Das würde ich mir ernsthaft überlegen. Das Pult scheint ja nicht andauernd Fremdtechnikern und Killerhelfern in die Hände zu fallen, weshalb keine Schäden zu erwarten sind.

    Obwohl ich Beiträge von Christopher Hafer wirklich sehr schätze (die sind eigentlich immer sachlich und sachdienlich), werde ich mich in dem Punkt "Pulte würden keinen Klang machen" mit Ihm wohl nie einigen. Ich habe auch schon oft auf Pulten wie Amek, Cadac, Harrison, SSL, Neve... gearbeitet. Wie man da keine Verbesserung zu was billigem hört ist mir schleierhaft. Selbst wo ein Klirrfaktor klirrt (also gleicher Klirrfaktor, nur anderes Spektrum) ist klanglich bereits maßgeblich. Meßtechnisch ist das nicht zu erfassen (Man sieht es zwar auf einem Oszi, kann es aber nicht sinnvoll interpretieren). Es gibt auch extrem fundierte wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Rauschen. Der Klang des Rauschens ist absolut maßgeblich für alle möglichen Psychoakustischen Effekte: In Bereichen, wo es wirklich drauf ankommt (also nicht Musik, sondern Kriegsgeräte, U-Boot Sonare, Flugzeugfunk...), werden Rauschanteile absichtlich beigemischt um das Hörvermögen zu VERBESSERN und gleichzeitig Stress herabzusetzen...) Das sind alles mal völlig Musikfremde Argumente für Klangeinflüsse. Für diese Forschungen werden von führenden Industrienationen Milliarden ausgegeben und Wissenschaftler, denen ich wirklich nicht mehr folgen kann, beschäftigen sich damit. Wenn all das nur zur Folge haben würde: "Ein Vorverstärker trägt eigentlich nix zum Klang bei und es is eh alles wurscht!"), dann muß ich sagen: beschäftigt die ganze Welt nur Pappnasen und verschenkt Ihr Geld und die einzigen, die überhaupt einen Plan haben, arbeiten stehen am Wochenende für wenige Geld hinterm Mischpult.

    Im Zweifelsfall: Stell mal einen neuen LX-7 neben den alten, übertrag bei laufender Band alle Einstellungen und steck um. Ich glaube 5-Minuten später hast du Deinen alten LX-7 verkauft (aber an niemanden, der im gleichen Raum stand :wink: ).

    Noch nachträglich: bitte trotz meiner Riesensprechblase beachten: Auch ich gebe hier nur eine von vielen anderen Meinungen wieder, also bitte nicht überbewerten und mich nicht wieder völlig zerreissen.

    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • christopher hafer
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    803
    • 6. Oktober 2008 um 03:32
    • #15

    Hallo Tobias!

    Zitat

    Wenn ich nicht vollkommen auf den Ohren Sitze, dann finde ich:
    Das LX-7 II mit den neuen "Marketing Gag Headamps" klingt DRAMATISCH besser als das alte, vor allem auch die Eq-s

    (die sind komplett redesigned). ...


    Ganz sicher nicht, s.u. *

    Zitat

    ...
    GB und LX Serie unterscheiden sich praktisch nicht klanglich, sondern nur in der Verarbeitung und ein paar

    Ausstattungsdetails. Ich kenne nur wenige mechanische Probleme mirt LX-7, owohl die billiger aufgebaut sind als

    die GB. Zur Zeit gibt es eine Preissenkung bei LX-7. LX-7 16-Kanal bekommt man neu für 1090,- Euro. Das würde ich

    mir ernsthaft überlegen. Das Pult scheint ja nicht andauernd Fremdtechnikern und Killerhelfern in die Hände zu

    fallen, weshalb keine Schäden zu erwarten sind. ...

    Finde ich auch.

    Zitat

    ...Obwohl ich Beiträge von Christopher Hafer wirklich sehr schätze (die sind eigentlich immer sachlich und

    sachdienlich), ...

    Danke sehr!

    Zitat

    ...
    werde ich mich in dem Punkt "Pulte würden keinen Klang machen" mit Ihm wohl nie einigen. Ich habe auch schon oft
    auf Pulten wie Amek, Cadac, Harrison, SSL, Neve... gearbeitet. Wie man da keine Verbesserung zu was billigem hört
    ist mir schleierhaft. ...

    Solange Du nicht erläuterst WAS für Verbesserungen Du meinst bleiben solche Aussagen ebenso schleierhaft - ich bin
    gespannt.


    Zitat

    ...Selbst wo ein Klirrfaktor klirrt (also gleicher Klirrfaktor, nur anderes Spektrum) ist klanglich bereits
    maßgeblich. Meßtechnisch ist das nicht zu erfassen (Man sieht es zwar auf einem Oszi, kann es aber nicht sinnvoll interpretieren). ...

    ALLES Hörbare lässt sich messen!
    Wenn ein Klirrfaktor "anders" klingt als der andere, dann lässt sich das sehr einfach nachweisen.
    Was sich allerdings nicht messen lässt ist die Phantasie und Erwartungshaltung des Hörers...!!
    Um diese Auszuschließen gibt es Doppelblindtests nach wissenschaftlich anerkannten Standards.


    Zitat

    Es gibt auch extrem fundierte wissenschaftliche Arbeiten zum Thema Rauschen. Der Klang des Rauschens ist

    absolut maßgeblich für alle möglichen Psychoakustischen Effekte: In Bereichen, wo es wirklich drauf ankommt (also nicht Musik, sondern Kriegsgeräte, U-Boot Sonare, Flugzeugfunk...), werden Rauschanteile absichtlich beigemischt um das Hörvermögen zu VERBESSERN und gleichzeitig Stress herabzusetzen...) Das sind alles mal völlig Musikfremde

    Argumente für Klangeinflüsse. Für diese Forschungen werden von führenden Industrienationen Milliarden ausgegeben...

    ???!!! Milliarden (=X.000.000.000)? Für psychoakustiche Forschungen? Ach was? Wer bezahlt die? Erzähl uns mehr...!
    Wie auch immer: Audioschaltungen (in unserem Bereich) werden so entwickelt das sie möglicht wenig rauschen. Keine Psychoakustik, nichts.

    Zitat

    ...und Wissenschaftler, denen ich wirklich nicht mehr folgen kann, beschäftigen sich damit. Wenn all das nur zur Folge haben würde: "Ein Vorverstärker trägt eigentlich nix zum Klang bei und es is eh alles wurscht!"), dann muß ich sagen: beschäftigt die ganze Welt nur Pappnasen und verschenkt Ihr Geld und die einzigen, die überhaupt einen Plan haben, arbeiten stehen am Wochenende für wenige Geld hinterm Mischpult. ...

    Deine Polemik führt hier leider nirgendwo hin - bzw. in die falsche Richtung.
    Geräteentwickler, Toningenieure, Nachrichtentechniker sprich - Menschen mit wissenschaftlichem Hintergrund verlassen sich auf ihre Messwerte und auf ihr Wissen um die Zusammenhänge. Und wir, die "End-user" verlassen uns darauf, dass der Konstrukteur/Hersteller des Gerätes genau gewusst hat was er da gebaut hat, nach ausführlichen Tests und Messungen.
    Die "Pappnasen" sind also keineswegs irgendwelche Hersteller oder Ingenieure, sondern die, die immer wieder auf neue Marketingsprüche reinfallen, weil ihnen fundamentelles Fachwissen fehlt.
    So funktioniert ca. 90% der gesamten Audiobranche. Traurig, aber war.

    Analoge EQ-Schaltungen und MVV werden nicht laufend "redesigned" (*). Die Grundlagen dafür gibt es seit Einführung der Transistortechnik in den 60er Jahren. Was verbessert wurde über viele Jahrzehnte ist die Dynamik und das Rauschverhalten solcher Schaltungen, bedingt durch immer neue IC-Typen - zu immer niedrigeren Kosten.
    "Redesigned" heißt für Hersteller wie SC dann meistens: Kostensenkung bei gleicher Leistung.

    Zitat

    ....Im Zweifelsfall: Stell mal einen neuen LX-7 neben den alten, übertrag bei laufender Band alle Einstellungen und steck um. Ich glaube 5-Minuten später hast du Deinen alten LX-7 verkauft (aber an niemanden, der im gleichen Raum stand :wink: ). ...

    Der Irrtum solcher Thesen ist immer und immer immer immer wieder dass ein komplexes System wie ein Mischpult mit diversen unterschiedlich entzerrten (EQten) Kanälen, diversen notwendigen Dynamics und Raumeffekten etc pp überhaupt vergleichbar mit einem anderen wäre!

    Dies wäre schon fast sinnlos in dem von Dir geschilderten Beispiel (eben wg. den vielen vielen Parametern, die sich nicht einfach kopieren lassen,
    ist aber noch absurder im Normalfall:
    Band X spielt an einem Tag mit Pult A, Band Y spielt am nächsten Tag (oder Wochen später!) mit Pult B.
    Warum das nichts - überhaupt nichts! - aussagt:
    Das Gehör merkt sich Soundnuancen nur wenige Sekunden!

    Aber es geht noch weiter: Meinungen, die z.B. Du mit dem Neve/Cadac usw. Vergleich auch vertrittst, nämlich
    "Pulte klingen nun mal deutlich unterschiedlich"
    stehen aber in der Regel auf noch viel wackeligeren Beinen:
    Da wird nämlich zusätzlich noch die Abhöre bzw. PA UND der Raum getauscht. Von den Soundquellen - und die machen den Sound / die Unterschiede (!) - mal ganz zu schweigen.

    Ich selbst habe hier ein 03D, Behringer Ultragains, aber auch z.B. einen Amek CIB-Channelstrip.
    Glaub mir, ich habe solche Tests selbst gemacht und zwar unter wirklich aussagekräftigen Bedigungen: Gleiche Signalnalquellen, gleiche Raumakustik, präzise Studioabhöre.
    Ich kann selbst mit dem CIB, der ungefähr 20x (!!) mehr gekostet hat als die 'billigen' Behringer/Yammi-Vorstufen keinen prägnanten Qualitätsunterschied ausmachen, der solche Summen rechtfertigen würde.
    Das war nicht der einzige Test dieser Art.
    Und ich kann das auch auf den Live-Sektor übertragen: Ich arbeite ungefähr mit jeder Qualitätsklasse - vom LX7 (oder noch viel billiger) bis zur Heritage und auch Digital - und ich konnte noch NIE einen echten Qualitätsgewinn im Klang ausmachen. Die Haptik wird besser, die Features (die manchmal auch sehr nötig sind), usw., aber der Sound
    wird woanders gemacht. Ist doch klar, wo.

    Zitat

    ....Noch nachträglich: bitte trotz meiner Riesensprechblase beachten: Auch ich gebe hier nur eine von

    vielen anderen Meinungen wieder, also bitte nicht überbewerten und mich nicht wieder völlig zerreissen.

    Nö :D

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • tobias kammerer
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    1
    • 6. Oktober 2008 um 08:54
    • #16

    Juhu ich hier wieder,

    alles klar, Christopher, danke für die Art der Antwort, ich muß nochmals betonen, daß man eigentlich sachlicher fast nicht antworten kann und ich habe ja doch provoziert, trotz alledem:
    Ich bin fundiert ausgebildet und ich mache fundierte Vergleichstests mit zugehörigen Messungen bei sinnvollen Bedingungen und bin da wie gesagt anderer Meinung. In Stichpunkten:

    - Ich höre da für mich deutliche Unterschiede
    - Ich kann oft die zugehörigen Preisunterschiede auch nicht nachvollziehen , aber fährt ein Lamborghini 5x besser als ein S-Klasse Mercedes?? oder gar 20x besser als ein Golf?? Er kostet jedoch 20x so viel!
    - Ich will nochmals auch festhalten: Was man hört kann man auch messen, aber: Man kann das Gemessene nicht zwingend interpretieren ohne es zu hören, da die Grundlagen des Hörens hier nach wie vor nicht ausreichend erforscht sind. Man sieht also einen Unterschied, dessen Auswirkung man aber nicht vorherhören (Hurra ein Wortspiel!!?) kann.

    Natürlich sind fast alle diese "Bauteildesigns" schon aus der Uralten Entwicklerkiste. Lange Zeit hat man die aber missachtet zugunsten einer möglichst billigen Chipproduktion. Das möchte ich auch garnicht missen, beschert diese Vorgehensweise doch jedem Musiker sein kleines bezahlbares Homestudio und vieles mehr.

    Vielleicht auch nochmal angebracht: Diese "Umstecktests" haben wir tatsächlich schon öfter durchgeführt, teilweise mit großem Aufwand (z.B. 2x Pult mit Splitmulticore und somit sofortiger Überblendmöglichkeit). Der gehörte Unterschied war wirklich krass, ABER: Wenn man denselben Test nur mit einem Mikro oder einer CD-Spur macht, merkt man praktisch garnichts, daß könnte z.B. zu Deinen Aussagen mit den Channelstrips... führen.
    Mein Fazit dafür lautet (nur bildlich, nicht physikalisch richtig): In der Summe addieren sich die kleinen schlechten Eigenschaften jedes Einzelkanales zu einem Riesenproblem. Gerade im Bereich der Ortung und somit Impulsauflösung ist unser Ohr sehr empfindlich (evulotionsbedingt: Jäger hört Löwe hinten rechts, also schnell weg hier!!), hier können scheinbar nur winzige Abweichungen in Messungen durchaus Tragweite haben.

    So, das war eh schon nicht mehr threadgerecht, vielleicht kann irgendwann der Starter mal schreiben, für was er sich entschieden hat.
    Viele Grüße
    Tobias Kammerer

  • moogman
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    • 6. Oktober 2008 um 11:11
    • #17

    Ich werd mich wohl für das GB2 entscheiden da wiegesagt die einzelplatinen
    und der endlich richtig schaltbare pre out für mich die K.O. Argumente sind...

    LX7 Pult wird verkauft.

    Eine Festinstallation kann auch im Wohnzimmer stattfinden. Das Publikum sind in diesem Fall die Nachbarn. ;)

  • moogman
    Beiträge
    353
    • 9. Oktober 2008 um 13:22
    • #18

    Was kann ich denn Geldmässig erwarten wenn ich den Pult bei Ebay reinstelle? Darf ich hier eigntlich auf meine eigene Aktion verweisen?

    Eine Festinstallation kann auch im Wohnzimmer stattfinden. Das Publikum sind in diesem Fall die Nachbarn. ;)

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