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DER "Lautsprecherentwickler"

  • eaw
  • 16. Oktober 2008 um 06:56
  • pm-acustics
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    • 21. Oktober 2008 um 08:57
    • #41
    Zitat von "Thomas"

    Ich habe da noch einen ganz anderen Aspekt hinzuzufügen.
    Sollte man als fertiger Ing. überhaupt Lautsprecherentwickler werden? In meinen Augen gibt es da nur eine Antwort. NEIN. Ich kann jetzt nur für die Elektrotechnik sprechen, aber grade dort sind die Berufsaussichten derart gut, dass man sich es wirklich sehr stark überlegen sollte überhaupt in die Richtung Lautsprecherbau zu gehen. (Wenn man sich halbwegs verkaufen kann, kann man als Etechnik Ing. zur Zeit nahezu überall anfangen (Siemens, ThyssenKrupp, ABB ...) und auch schnell aufsteigen) Der Lautsprechermarkt dagegen ist derart übersättigt, dass ein erfolgreicher Einstieg selten ist und der Verdienst auch eher bescheiden ausfällt. Als Hobby oder Nebentätigkeit ist die Lautsprecherentwicklung was feines, aber als Hauptberuf gibt es definitiv deutlich bessere Möglichkeiten.


    Ganz meiner Meinung:

    Mein erstes Praxissemester während meine Nachrichtentechnik Studium (Fachrichtung Elektronik) habe ich bei einer bekannten deutschen Lautsprecher-/Controller-/Endverstärker Firma absolviert.

    War sehr nett und auch hochinterressant ! Aber man wollte ja auch wissen was man so verdienen kann als Ing.

    ....kurze Antwort......wir sind nicht Siemens.....;-)

    Man sollte eventuell also mit ein wenig "Idealismuss" an die Sache rangehen....gerade bei kleineren Firmen.

    Ich bin froh meine Brötchen nicht in der Beschallungsecke verdienen zu müssen. Ein interressannter Bereich ist es aber alle mal.

    Zum besseren Studium für einen "Lautsprecherentwickler".

    Ich denke ein naturwissenschaftliches Studium sollte als Grundlage reichen, warum es da gerade Physik sein muss ist für mich nicht ganz ersichtlich. -> Schwer sind diese Studiengänge alle !

    Ing. mässiges denken ist erforderlich (Neben Grundlagen natürlich). Auffassungsgabe, Problemerkennung und Lösung, Einfache Ansätze (es muss nicht immer die High Tech Lösung der Masterplan sein...)

    Ganz wichtig und meiner Meinung nach eines der wichtigsten Punkte:

    Systemdenken ! -> Das gilt allerdings für alle Bereiche, nicht nur für einen "Lautsprecherentwickler".

    Eine prof. Fussballmannschaft besteht in der Regel aus "hochtalentierten Einzelspielern" und trotzdem erreicht die Mannschaftleistung gelegendlich nur das Nivue einer Regionalmannschaft......wieso ?

    Oder ein Beispiel aus der Automobilindustrie:

    Der Bremsassistet und das elektronische Gaspedal sollten stehts von der anderen Interaktion wissen....ist klar ne.;-)

    Grüßle Sven

    PISA! die Freiheit nehme ich mir ! ;)

  • Mechwerkandi
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    • 21. Oktober 2008 um 10:38
    • #42
    Zitat von "derautor"

    Einer namens Christian Heil hat's geschafft, sogar mehrfach.

    Dann hat der sich den notwendigen betriebswirtschaftlichen Hintergrund entweder selber draufgeschafft oder zieht dafür Externe zu rate.
    Ohne geht es jedenfalls nicht, schon gar nicht auf Dauer.

  • tufkamar
    Gast
    • 21. Oktober 2008 um 11:06
    • #43

    "DER Lautsprecherentwickler" ist glaube ich zuerst mal kreativ - und hat viel Phantasie.

    Und das muß er auch sein.

    Er muß kreativ sein, um immer wieder neue Methoden zu finden, x Bretter und y Löcher (x>=6, y>=1) anzuordnen - und daß auch noch so, daß hinterher eine recheckige Kiste herauskommt, wo zumindest im PA-Bereich eine Seite davon bitteschön 60cm zu haben hat.

    Und er muß kreativ sein, um den Leuten dann erzählen zu können, warum er damit nun den Stein der Weise erneut erfunden hat und dieses Konstrukt viel besser ist und sein wird, als alle seine anderen - und erst recht besser als die der Konkurenz...


    Ach ja - Teile dieses Postings sind durchaus ernst gemeint.

  • HippeliPA
    Profi
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    615
    • 21. Oktober 2008 um 12:52
    • #44
    Zitat von "marce"

    "DER Lautsprecherentwickler" ist glaube ich zuerst mal kreativ - und hat viel Phantasie.

    Und das muß er auch sein.

    Er muß kreativ sein, um immer wieder neue Methoden zu finden, x Bretter und y Löcher (x>=6, y>=1) anzuordnen - und daß auch noch so, daß hinterher eine recheckige Kiste herauskommt, wo zumindest im PA-Bereich eine Seite davon bitteschön 60cm zu haben hat.

    Und er muß kreativ sein, um den Leuten dann erzählen zu können, warum er damit nun den Stein der Weise erneut erfunden hat und dieses Konstrukt viel besser ist und sein wird, als alle seine anderen - und erst recht besser als die der Konkurenz...
    Ach ja - Teile dieses Postings sind durchaus ernst gemeint.

    Sehe ich ähnlich. Kreativität und, auch wenn es sich doof anhört, die Liebe zur Musik, sind wohl fast wichtiger als irgendwelche Studiengänge. Fakt ist, selbst wenn man alle benötigten Studiengänge hat, wird man ohne ausreichende Kreativität nicht auf wirklich neue Sachen kommen. Es gibt ja auch renomierte Entwickler welche behaupten das zuviel theoretisches Wissen einer kreativen Arbeit entgegenstehen. Man muss auch mal den Mut haben etwas total beklopptes auszuprobieren, wofür es noch keine Formeln gibt. Deswegen habe ich den größten Respekt vor Entwicklern, die komplett gegen Trends arbeiten. Dummerweise kann sich das nicht jeder leisten.

    no virtual - no line - no EQs

  • Sound-Klinik
    Verifiziert
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    • 21. Oktober 2008 um 13:22
    • #45
    Zitat von "HippeliPA"

    ... die Liebe zur Musik, sind wohl fast wichtiger als irgendwelche Studiengänge. Fakt ist, selbst wenn man alle benötigten Studiengänge hat, wird man ohne ausreichende Kreativität nicht auf wirklich neue Sachen kommen.


    Das hast du völlig richtig erkannt.

    Zitat von "HippeliPA"

    Es gibt ja auch renomierte Entwickler welche behaupten das zuviel theoretisches Wissen einer kreativen Arbeit entgegenstehen.


    Aber nur, wenn jemand theoretisches Wissen ohne genügend Praxisbezug/-erfahrung hat.
    "Theorie "an sich" schadet nicht ... aber es reicht auch nicht !

    Zitat von "HippeliPA"

    Man muss auch mal den Mut haben etwas total beklopptes auszuprobieren, wofür es noch keine Formeln gibt.


    ... oder man macht sich die "Formeln" (d.h. Berechnungsmodelle) für andere/kreative Ansätze einfach selbst (aber sowas geht wieder nicht ohne Theoriekenntnisse !) ... einfach drauflosbauen/-sägen erzeugt nur unnötig viel Brennholz ... 8)

  • Mechwerkandi
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    • 21. Oktober 2008 um 14:06
    • #46

    Frage zum besseren Verständnis:

    Meint "Lautsprecherentwickler" das Chassis an sich und/oder den Lautsprecher als System?

  • unknown_artist
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    • 21. Oktober 2008 um 14:31
    • #47
    Zitat von "Sound-Klinik"


    ... oder man macht sich die "Formeln" (d.h. Berechnungsmodelle) für andere/kreative Ansätze einfach selbst (aber sowas geht wieder nicht ohne Theoriekenntnisse !) ... einfach drauflosbauen/-sägen erzeugt nur unnötig viel Brennholz ... 8)


    Jaja, die Physiker aus der Steinzeit, mittlerweile reicht für das meiste ein qualitatives verständnis, mittels FEM etc lässt sich da eigentlich schon einiges reißen. Auch wenn ich nicht weiß inwieweit sich das in der Praxis schon überall durchgesetzt hat....

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • mattias bost
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    644
    • 21. Oktober 2008 um 15:33
    • #48

    Nu muß ich auch noch mal meinen Senf dazu geben, hat mich doch Manfreds Statement, daß ein Studium der E-Technik der, wie auch immer gearteten LS-Entwicklung nix bringt, schon geärgert (aber vielleicht hat Manfred sich umgekehrt über irgendwelche "alles könnenden E-Ings." geärgert).

    Ob nun Physik oder eine Facette der E-Technik, eigentlich bringt beides nicht wirklich was, es sei denn vom Studium (oder aus der allgemeinbildenen Schule) liegt ein gerüttet Maß an Methodik bei Problemlösungen, gutes physikalsiches Grundverständnis (Stromzeugs ist auch Physik!!) und räumliches Vorstellungsvermögen vor. Manfred hat aus seinem Dunstkreis eine Erfahrung, die ihn zu dieser, sehr provokanten Äußerung hingeführt hat. Hast du mal drauf geachtet, ob es nicht eher der Unterschied Uniabsolvent (typisch Physik) zu FH-Absolvent (oft E-Ing) ist? Als letzterer bemängel ich ganz besonders das "Nicht- Vermitteln" von Methodenwissen an FHs aus eigenem täglichem Erleben. Gute FH-Ings werden dabei nur die, die "Methodik" aus der allg. Schule schon mit sich bringen, nur schade, daß den anderen diese notwendige Tür nicht während des Studiums aufgeschlossen wird.

    Andererseits habe ich mit nem Physiker (im Rahmen eines Projektes) schon streiten müssen, daß Asynchronmaschinen motorisch nicht über Drehfeldnennfrequenz hinaus arbeiten können (da zweifelte ich dann an dessen physik. Grundlagenverständis). Wenn ich mich als E-Ing. mit so einem übers Problem/Phänomen des zerstörenden DC-Auswanderns unterhalten sollte, ich weiß nicht. Kommt immer drauf an, mit wem man so zusammen gerät...

    Ansonsten hilft, gebe ich anderen Recht, Querdenken, auch mal stumpfes Probieren und dann Hinterfragen des Ergebnisses (obendrein kann aus Fehlern gelernt werden). Nur (richtig) Geld verdienen wird man als LS-Entwickler leider seltenst, ist ne Enthusiasmussache.

    Wer Kohle sehen will, der sollte am besten die Finger von der Technik lassen, mit "sicherem Auftreten bei völliger Ahnungslosigkeit" kommt man oft weiter (zugegen, eine etwas böswillige Beschreibung für die Wirtschaftsleute). Und auch für die technische Liga gilt, wer nicht gut schnacken kann, kommt nicht weit. Selbst beste Absolventen sind schon auf der beruflichen Strecke hängen geblieben, weil die mehr die 5% vor Augen hatten, die die nicht konnten/kannten, während "Schnacker", die über die 5% die sie konnten/kannten "brillierten", richtig weit kamen. Nur mal so am Rande...

    Sorry, wenn ich jetzt etwas allgemein geworden bin, aber darin liegt ein Aspekt der Anfrage (und der Antworten), Grüße
    Mattias

  • Sound-Klinik
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    • 21. Oktober 2008 um 19:08
    • #49
    Zitat von "unknown_artist"

    Jaja, die Physiker aus der Steinzeit, mittlerweile reicht für das meiste ein qualitatives verständnis, mittels FEM etc lässt sich da eigentlich schon einiges reißen.


    Mit finiten Elementen und Konsorten braucht man jetzt also keine theoretischen Grundlagen mehr, um Systeme zu modellieren ? :wink:

  • unknown_artist
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    • 21. Oktober 2008 um 19:24
    • #50

    Bitte erklär mir den Unterschied zwischen "keine Kenntnisse" und "meist reicht ein qualitatives Verständnis"....
    Ich sags dir, da ist das Pisa Problem, deutsche Physiker verstehen keine Sätze mehr... Und weils so schön ist, die Simulationen treffen sogar noch erheblich besser die Wirklichkeit als die überschlägige Rechnung mit Rechenschieber und Vereinfachungen (!), schon gemein das sich Schall in real existierenden Konstruktionen nicht immer bis ins Detail so verhält wie berechnet. Das ist wie im Sozialismus, was rein theoretische funktioniert hat in der Praxis dann oft mal eine unangenehme Resonanz....
    Gegen intelligente rechnergesteuerte Optimierung mit fähigem Bediener hast du kaum eine Chance.(Und sowas wird für durchaus komplexere Konstruktionen von z.B. Ottomotoren schon praktiziert). Nur verdienen die fähigen Leute meist woanders ihr Geld....

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • Sound-Klinik
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    7.900
    • 21. Oktober 2008 um 19:30
    • #51
    Zitat von "unknown_artist"

    ... weils so schön ist, die Simulationen treffen sogar noch erheblich besser die Wirklichkeit als die überschlägige Rechnung mit Rechenschieber und Vereinfachungen (!), schon gemein das sich Schall in real existierenden Konstruktionen nicht immer bis ins Detail so verhält wie berechnet.


    Wie kommst du eigentlich darauf, daß ich grundsätzlich versuche, analytische Lösungen zu berechnen ... und dann alles solange vereinfache, bis es mit einem Rechenschieber funktioniert (ich hab sogar schon einen elektronischen Rechenschieber mit "Wurzelziehen" :D ) ?

    Und: Numerische Verfahren gab es auch schon vor FEM ... :)

  • unknown_artist
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    • 21. Oktober 2008 um 19:40
    • #52

    Wer sprach in diesem Kontext von dir? Ich bin da eigentlich recht wenig vorurteilsbehaftet, aber wenn du dich angesprochen fühlst, bitteschön :D
    Du weißt doch, wer sich mehr oder weniger wild pöbelnd in Threads bewegt bekommt hin und wieder schon mal eins auf den Sack, so ist das im Leben nun mal...
    PS. mein Rechenschieber nimmt mir sogar das Bilden von Stammfunktionen ab, das ist Fortschritt ;)

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • Sound-Klinik
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    • 21. Oktober 2008 um 21:44
    • #53
    Zitat von "unknown_artist"

    Wer sprach in diesem Kontext von dir? Ich bin da eigentlich recht wenig vorurteilsbehaftet, aber wenn du dich angesprochen fühlst, bitteschön :D


    Du sprachst von "deutschen Physikern" ... :wink:

    Zitat von "unknown_artist"

    Du weißt doch, wer sich mehr oder weniger wild pöbelnd in Threads bewegt bekommt hin und wieder schon mal eins auf den Sack, so ist das im Leben nun mal ...


    Ich finde diesen Thread sehr informativ, seit "die mit Strom" sich mehr angesprochen fühlen ... :D

  • HippeliPA
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    • 22. Oktober 2008 um 18:37
    • #54

    Mich würde mal interessieren, was ihr von den letzten Interviews mit Tony Endrews haltet. Er ist ja auch immer dafür bekannt, etwas auf die Industrie einzuschlagen und recht heftige Standpunkte zu vertretten.

    Findet man auf der http://www.Funktion-one.com homepage unter News.
    Etwas im Flash verbaut, aber einfach zu finden. Die PDFs sind nicht so schön leserlich, aber doch immer interessant.

    siehe:
    Never a bystander...
    Dissertation:
    Ältere Interviews sind aber auch immer interessant und wurden hier auch schon diskutiert.

    no virtual - no line - no EQs

  • Mechwerkandi
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    • 23. Oktober 2008 um 08:46
    • #55

    Na ja, wenn er da schreibt, das sich die Techniker von heute im digitalen Wahn verirren, dann ist da sicherlich was wahres dran.
    Da sind viele dabei, die sind technikgeil, das es nur so kracht, und völlig konsterniert, wenn da jemand mit nur drei Geräten und zwei Einfachst-Boxen ein akkurates Ergebnis erzielt...

    Und wenn er schreibt, das der Sound heute trotz massivsten Einsatz digitaler Helferchen schlechter ist als vor 20 Jahren, hat er damit sicherlich auch recht.
    Er hat zwangsläufig eine ausgeprägt kommerzielle Sichtweise der Dinge, was nicht unberücksichtigt bleiben sollte.

  • mattias bost
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    • 23. Oktober 2008 um 12:06
    • #56

    Na, das beim Tony Andrews ists schon arg schwammig, wirkt etwas "esoterisch". Liegt z.B. die Abneigung hinsichtlich LA vielleicht dran, daß er die nicht hat? Und aus den Anwenderfehlern (keine echten LA, gepaart mit mangelndem Knowhow über deren Einsatz) konstruiert man mal schnell, daß es nicht geht. Mit Aufkommen der LA gabs anfangs doch immer geschulte Techniker mit. Ohne die kam man gar nicht an LAs ran, warum wohl?

    Ach ja, gleich die böse "Digitalitis" mit ins Boot. Da wirft er Dinge zu einem Ablehnungsmischmasch zusammen, die nix miteinander zu tun haben, mies gemachte mp3s (Sound im Club) mit dem Einsatz digitaler Audiogeräte. Mag sein, daß ein Problem darin liegt, daß heutzutage in einer (preiswerten) Digitalkiste gleich mehrere früher teuere (und damit nicht gekaufte) Geräte implementiert sind und die Anwender des Guten zuviel tun, aber das ist wieder ein Anwenderfehler!

    Dann noch so Behauptungen wie "ein EQ machts nur schlimmer" (seine "alberne" Phasengangsdarstellung eines um 180° startphasenvesetzten Sinus, in die man dann wohl was reininterpretieren soll), da hörts echt auf. Zu jedem Frequenzgang gehört ein entsprechender Phasengang (im allpassfreien System, ein LS sollte das sein). Korriege ich mittels EQ einen fehlerhaften Frequenzgang, so erhalte ich danach nicht MEHR "kaputte" Phase, sondern WENIGER, soll heißen, gleiche Phase über alle Frequenzen.

    Die Art diverser Argumentationen erinenrt mich so etwas an die von meyersound, die in Abrede stellen wollen, es gäbe keine Zylinderwelle bei LA, weil sich Luft anders als Wasser bei der Wellenausbreitung verhält (Aua, aua). Ab da hab ich dann bei meyersound nicht mehr weiter gelesen, wenn dort Grundsätze der Physik (die selbst ich als E-Ing akzeptiere) ignoriert werden, gehts nur noch um Marketingaspekte. Über den ersten BUG zu Anfang, LAs bestünden aus mehreren Rundstrahlern, möglichst dicht angeordnet, da liest man noch (mit Nachdenken) drüber weg, aber diese "Wasser anders als Luft Geschichte"...

    Solche Randaspekte sind für nen LS-Entwickler bedingt relevant, kennen sollte man sowas und sowohl gehörmäßig wie physikalsich bewerten könnnen. Wobei streng auf Statistiken aus der Menge N=1 (sprich man selbst) im Faller einer Beweisführung verzichtet werden muß, da brauchts schon ne Menge Hörer plus Doppelblindtest.

    Nu aber Schluß, Grüße
    Mattias

  • unknown_artist
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    • 23. Oktober 2008 um 14:52
    • #57
    Zitat von "Mechwerkandi"


    Und wenn er schreibt, das der Sound heute trotz massivsten Einsatz digitaler Helferchen schlechter ist als vor 20 Jahren, hat er damit sicherlich auch recht.
    .


    Jaja, die ewig gestrigen, bei den meisten alten Konstrukten ist eine so gleichmäßige Beschallung wie heute gar nicht möglich. Heutige hochwertige Systeme sind auch in Sachen Resonanzarmut vielen alten Kisten um Welten überlegen...

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • Mechwerkandi
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    • 23. Oktober 2008 um 16:12
    • #58
    Zitat von "unknown_artist"


    Heutige hochwertige Systeme sind auch in Sachen Resonanzarmut vielen alten Kisten um Welten überlegen...


    Ach.
    Und wieso merkt man nichts davon??

    Weil es vielleicht in der Halle 100x mehr Resonanzen gibt, als sich der diplomierte Entwickler jemals hat vorstellen können?
    Weil der Tonkutscher mit den "hochwertigen" Systemen schlicht überfordert ist?
    Weil sich die "Hochwertigkeit" lediglich auf die Ausführung des Prospektmaterials bezog?

  • unknown_artist
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    2.849
    • 23. Oktober 2008 um 16:28
    • #59
    Zitat von "Mechwerkandi"


    Ach.
    Und wieso merkt man nichts davon??

    Weil es vielleicht in der Halle 100x mehr Resonanzen gibt, als sich der diplomierte Entwickler jemals hat vorstellen können?
    Weil der Tonkutscher mit den "hochwertigen" Systemen schlicht überfordert ist?
    Weil sich die "Hochwertigkeit" lediglich auf die Ausführung des Prospektmaterials bezog?


    a) Warum hörst du nichts davon? Mit zunehmendem Alter klappts halt nicht mehr so mit dem Hören. Ist wohl leider so. Ein Föön Clia ist aber einer gewissen Länge in Sachen Sound einer alten noch transportablen Horn PA in fast jeder Hinsicht überlegen (bis auf vielleicht etwas weniger schmissige low-Mids)
    b) Raumresonanzen: Eben durch das definierte Abstrahlverhalten ist es möglich Raummoden weniger anzuregen. Erst recht bei sorgfältiger Softwareplanung vorher.
    c) Überforderung kann sicher oft auftreten, wobei wenn ich mir alte Systeme anschaue, die sollten erheblich fehleranfälliger sein (wobei die Leute vielleicht eben deshalb wussten was sie tun)
    d) nana, wir wollen doch nicht pauschalisieren oder?

    Für eventuell enthaltene Ironie übernimmt der Verfasser dieses Beitrags keine Haftung

  • sebastian
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    • 23. Oktober 2008 um 17:31
    • #60

    Wer kann denn bitte wie objektiv belegen, dass der Sound vor 20 Jahren eher besser war als heute? Solche Behauptungen sind doch eher beleglose Behauptungen und etwas für den Papierkorb!

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