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Konferenzsaal in einer Messehalle

  • terrine
  • 20. Oktober 2008 um 12:50
  • terrine
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    • 20. Oktober 2008 um 12:50
    • #1

    Hallo liebes Forum. Ich hoffe dies ist das richtige Unterforum (*vorsichtig guma anschau*).

    Ich hab eine Frage bez. der oben genannten Situation. Wir werden bald einen Saal beschallen müßen (Nur sprache, keine Bands), die in eine große Messehalle hineingebaut sein wird (Deckenhöhe der Halle beträgt 14m). Meine Frage richtet sich auf die richtige Lautsprecherwahl.
    Bekanntermaßen sind Messehallen sehr...hallig. Die Grundfläche von dem Sall wird etwa 600m² betragen (ca. 33m lang und 18m breit). Anzahl der Leute wird mit 800 PAX beziffert. Ein LineArray fällt leider weg, da die Deckenhöhe nur 4m betragen wird.
    Ist es eher sinnvoll (rein Theoretisch betrachtet...ich kenn diesen Saal leider nicht Live) viele kleine Boxen (8", 16 Ohm) links und rechts im Saal zu verteilen und ihnen ein Delay zu verpassen oder eher weniger Boxen aufbauen und dafür welche mit mehr Hub? Währen Trussbrücken über den Köpfen sinnvoll, wo die Lautsprecher nach unten hin abgewinkelt abgehangen werden? Wobei mit so einem Setup evtl. Probleme mit der Projektion entstehen.

    Hat jemand mit so einer Location Erfahrung und kann diese mit mir teilen? :)

    Gruß,
    Moritz

  • Jens Hauptmanns
    Verifiziert
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    • 20. Oktober 2008 um 13:21
    • #2

    Hallo,


    also so ganz unproblematisch wir die Dache nicht werden. Stative fallen weg (wegen einer angesprochenen Projektion, bei der Saalbreite müssten auch welche in der Raummitte stehen), fliegen mit Truss wird bei 18m Breite auch sehr unanagenehm.

    Also was gehen würde:

    Lautsprecher wenns geht natürlich über die einzelnen Sitzgruppen hängen (natürlich sicher!) und dann mehrere Linien, vorzugsweise drei Stück. CA106en eignen sich für sowas enorm gut.

    Lautsprecher vorne mit Hub kannst Du knicken, Du wirst die hinteren Reihen nicht erreichen. Ausserdem wird das sehr unangenehme Effekte mit den Podiumsmikrofonen erzielen.

    Vor allem: Der Raum muss höher. Im Abstand von 33m wird nicht nur die letzte Reihe einen Grossteil der Projektion am Podium nicht mehr sehen. Entweder die Bildgrösse wird entsprechend reduziert (dann verteil Ferngläser) oder eben die Köpfe hängen alle in der unteren Bildhälfte.


    Gruss

    Jens

    Strom ist ne spannende Sache...

  • sk-event
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    • 20. Oktober 2008 um 14:19
    • #3

    Naja, das es mit einem LA nicht geht, stimmt nicht ganz....hatte gerade etwas Zeit und habe das ganze mal mit Soundvision und 6 KIVA pro Seite simuliert und habe ohne großes ausprobieren bei einer Arrayhöhe von 1,18 Meter, auf 3,5 Meter aufgehängt, einen minimalen Pegelabfall errechnet (ca 5dB). Mit etwas Gefühl, wäre das sicher die schickeste Lösung....

    SK-Event
    65321 Heidenrod

  • guma
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    • 20. Oktober 2008 um 14:21
    • #4
    Zitat von "terrine"

    Hallo liebes Forum. Ich hoffe dies ist das richtige Unterforum (*vorsichtig guma anschau*).

    Ja wunderbar und weiter so. Reale Beschallungen von realen Technikern.

  • treibsand
    Verifiziert
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    1
    • 20. Oktober 2008 um 15:31
    • #5

    Ich tue mich mit dem Verständnis etwas schwer - der Saal hat eine "massive" Wand- & Deckenkonstruktion die Fix auf 4m ist? Dann dürfte der Nachhall der Messehalle nur sekundär sein.
    bliebe die Frage nach Hängepunkten. :?

    Jens hat ja schon die wichtigsten Eckpunkte angesprochen: 18m Breite geht eigentlich nicht mit kleinen Boxen an den Seiten. Also muss etwas kleines zusätzlich in die Mitte - und das in mehreren Reihen hintereinander.
    Die Deckenhöhe macht allerdings Projektionen eh schon schwer genug, weil sie nicht ausreichend groß werden können. Also gilt es ein wenig die Bühnensituation zu klären (eine Diskussionsrunde in Bühnenmitte und ein bis zwei seitliche Projektionen oder eine fast zentrale Projektion mit seitlicher Diskussion), um die boxen aus dem Sichtbereich zu verbannen.

    Meine Intention wäre, einen Truss mittig von vorne nach hinten zu ziehen, dafür bräuchte es aber Hängepunkte, um nicht irgendwelche Pfeiler im Bild zu haben.

    Die LA Nummer wäre mir zu gefährlich, da bei 25m Publikumstiefe schon einiges an Bühnenhöhe erforderlich ist, um in den hintersten Reihen noch was vom originalen Geschehen erkennen zu können. Da liegt das unterste Element aus SKs Berechnung schon auf der Bühne auf und föhnt die erste Publikumsreihe.

    Ich würde mir zusammen mit dem Veranstalter mal Gedanken über den möglichen Bestuhlungs- und Wegeplan und die daraus entstehenden Beschallungskonzepte machen.

    ...hauptberuflicher Sarkastiker.

  • sk-event
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    • 20. Oktober 2008 um 15:44
    • #6
    Zitat von "treibsand"

    Da liegt das unterste Element aus SKs Berechnung schon auf der Bühne auf und föhnt die erste Publikumsreihe.


    Hmhm... also wenn du mal genau rechnest, wirst du auf eine Höhe von 2,32 Metern kommen, in der die unterste Box hängt.... das Publikum sitzt somit gut 7 Meter von der ersten Box entfernt (geschätzt, je nach Bühnengröße und Bestuhlung)

    SK-Event
    65321 Heidenrod

  • Jens Hauptmanns
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    • 20. Oktober 2008 um 15:55
    • #7

    Die Berechnung in Ehren, praktikabel ist das allerdings nicht. Es dürfte unfassbar schlecht aussehen (zumal ich als Besucher eines solchen Forums angesichts dieser Bananen in der Front schon Angst bekommen wurde), schwer zu bauen sein und ich bezweifle die Funktion doch sehr stark.

    Noch ne Idee zur Konstruktion des Saales:

    Wenn das ein "Saal" mit normalen Messebauwänden und einem Gaze-Dach wird, kann man Trussing darüber "spannen". Vorteile: keine Stützen im Publikumsbereich und Abhängen von der Messehallendecke möglich. ausserdem wären so alle möglichen Lautsprecherpositionen denkbar.

    Nach wie vor bleibt das Problem mit der Projektion. Wobei man natürlich auf "Delay"-Plasmaten ausweichen könnte, was aber wieder Sitzplatzverlust bedeutet.

    Strom ist ne spannende Sache...

  • terrine
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    • 20. Oktober 2008 um 17:52
    • #8

    Vielen Dank für die schon sehr hilfreichen Anregungen!

    Über die Projektion müßt ihr euch weniger gedanken machen, da wir diese Problematik dem Kunden schon mehrfach unterbreitet haben. Wenn das Bild 2,5m Hoch ist, währe es schon viel mit Rednerpult und Vorstandstisch. Der Haustechniker meinte, es ginge wohl nicht so richtig mit einer höheren Decke. Wieso? Ich weiß es nicht. Ich war leider nicht vor Ort. Vielleicht sind deren Elemente (Okta-Norm?) nur 4m hoch. Das sollte auch die Frage von treibsand beantworten. Es sind keine massiven Wände. Ob es eine Decke geben wird, weiß ich noch nicht. Das muß ich noch erfragen. Die Idee von Jens (mit dem Spannen) find ich sehr gut. Es könnten ja auch zwei lange "Trusslinien" von vorne nach hinten gespannt werden, wo alle 8(?)m zwei Paar 6"/8" (als insgesammt 4 auf einer Ebene und 12 im ganzen) Lautsprechen hängen, die jeweils schräg nach links und rechts unten ausgerichtet werden.

    Bisher hat nur unser Vertriebler die Halle gesehen...wie der Raum nun genau aussehen wird und wie die Bestuhlung steht, muß ich diese Woche noch erfragen. Auch wie es um das budged beschaffen ist...ob sich der Kunde eine Abgehangene Trusskonstruktion überhaupt leisten kann bzw. will.

  • terrine
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    • 20. Oktober 2008 um 18:03
    • #9

    Oh, neue Infos:

    Der Saal ist ca. 33x30x4 meter groß. Sprich ca. 1000m². Es soll wohl eine "echte" Decke geben und der Saal soll Akustisch gedämpft werden, damit von außen nichts zu hören ist.
    Hier mal ein "Foto" vom Saal:

    So ist die Bestuhlung bisher geplant. Ob es entgültig ist, kann ich (noch) nicht sagen.

  • Mister.Lange
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    • 20. Oktober 2008 um 20:22
    • #10

    Der berechnete Pegelabfall des Kiva klingt ja gut und schön - allerdings wie sieht es denn bei einzelnen Frequenzen aus? Im Höhenbereich kann ichs mir ja gut vorstellen. Aber wie sieht es denn mit tieferen Mitten aus? Kann das die Software auch berechnen?
    Mit der Optik würde sich sicher leben lassen, in einem Saal dieser Größe ist sicher auch der geneigte Konferenzgänger schon einiges gewöhnt.

    Vielleicht kann man nocheinmal die Deckenkonstruktion hinterfragen?

  • audiobo
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    • 20. Oktober 2008 um 20:26
    • #11

    schau, dass du irgendwie die Lautsprecher (die erwähnten CA106 eignen sich dafür zB. hervorragend)an die Decke bekommst. Schätzungsweise 4 Reihen a 4 Lautsprecher inkl. Front sollten dafür gut geeignet sein. Andernfalls sieht´s echt dürftig aus. Wenn du mit "echte Decke" jetzt die Decke der Messehalle meinst, sollten Hängepunkte vorhanden sein (oder wenigstens Träger, an denen welche gesetzt werden können). Wenn das Dach draufgesetzt wird, müssen da halt kleine Löcher für entsprechende Steels o.ä. rein, mit denen die Dinger dann wiederum an der Trägerkonstruktion der Decke aufgehangen werden können.

    Die Alternative wären solide Stempel mitten im Publikum (z.B. aus Truss mit Bodenplatte)... ich sag nur Bühneneinsicht

    Kurzum: 4m sind für´n Ar... :evil:

    Wie wird die Bühne eigentlich beleuchtet? Das geht doch auch nur nur mit Profilern von ganz hinten + etwas Seitenlicht - da werden sich die Redner freuen bei dem Frontallichtbrett...

  • audiobo
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    • 20. Oktober 2008 um 20:28
    • #12

    ...oder ihr gebt Kopfhörer raus :D

  • audiobo
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    • 20. Oktober 2008 um 21:01
    • #13

    Eine Möglichkeit ist mir gerade noch eingefallen, allerdings muss ich zugeben, dass mir damit jegliche Praxiserfahrung fehlt.
    Wenn du tatsächlich nur die Möglichkeit hast, die Lautsprecher an die Seite zu stellen, könnte es vielleicht Sinn machen, dafür Schallzeilen à la (bitte verzeiht mir das böse Wort :D ) Bose L1 zu verwenden, damit man weiter zur Mitte hin kommt. Wäre halt mal auszuprobieren. Ich kenne allerdings gerade auch keinen, der solche Dinger vermietet.

  • Hitower
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    • 20. Oktober 2008 um 22:01
    • #14

    Hi

    Hatten dieses Jahr schon 2mal solche "Provisorien"...
    Dort wurde es mit 2 Traversenlinien mit größeren LS als die CA106 gelöst.

    Es wurde auch noch Licht integriert da die Messehallenbeleuchtung zu "kühl" war..

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • simonstpauli
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    • 20. Oktober 2008 um 22:50
    • #15

    ich geb mal +1 für die Delay-Duschen-Variante.

    Zusätzlich noch die vorderen Reihen von der Bühnenkante aus versorgen, wenn es möglich ist.

    Also die Zuhörer möglichst direkt mit der Schallenergie versorgen.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • karel noon
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    • 20. Oktober 2008 um 23:24
    • #16

    od schau dmal nach 100V technik zeugs um, und verteile eine unglaubliche menge an "kleinstlautsprechern" zwischen die leute, auf dem boden, oder an die stühle gehängt. ist zwar viel kabelei, baer bringt der sprachverständlichkeit einiges. beid er vorgesehenen bestuhlung, kommst du mit ca. einem speaker für 6 stühle aus. klingt erstmal viel, aber die müssen ja nur sehr klein sein.

    100V deswegen damit du möglichst viele einfach aneinander hängen kannst.

    Privater Account mit meiner persönlichen Meinung.

    Sollte es ein Problem mit meiner Neutralität zu einem Thema geben mache ich das im Beitrag kenntlich. :thumbup:

    http://www.noon.ruhr

    Application Support Engineer - HK Audio

  • Volker Holtmeyer
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    • 20. Oktober 2008 um 23:34
    • #17

    "Raten" wie es gehen könnte und die Lautsprecher dann irgendwie aus dem Bauch raus aufhängen, ist heutzutage eigentlich nicht mehr Stand der Technik.

    Zitat von "Jens Hauptmanns"

    Also was gehen würde:

    Lautsprecher wenns geht natürlich über die einzelnen Sitzgruppen hängen (natürlich sicher!) und dann mehrere Linien, vorzugsweise drei Stück. CA106en eignen sich für sowas enorm gut.


    Vier Linien gehen besser.


    Zitat von "mediennutte"

    od schau dmal nach 100V technik zeugs um, und verteile eine unglaubliche menge an "kleinstlautsprechern" zwischen die leute, auf dem boden, oder an die stühle gehängt.


    Weiß ja nicht ... einen Lautsprecher, den ich nicht sehe, kann ich auch nicht hören.

    http://www.volkerholtmeyer.de/

  • Jens Hauptmanns
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    • 21. Oktober 2008 um 08:08
    • #18

    Bei einem zu der Zeit noch fiktiven Raum mit fiktiver Bühnen- und Publikumsplanung ist es sehr schwer, real zu planen und zu denken. Und leider verfügt ja nicht jeder über sündhaft teures Software-Equipment. :wink: An eine Skizze dieser Art hab ich auch schon im Kopf gedacht, leider hat mein Kopf keine Grafikausgabe... :lol: Aber: Daumen hoch, so siehts doch top aus. Muss jetzt nur noch in den blöden Raum passen, der ja auch mal eben von 18m Breite auf knapp 30m gewachsen ist.

    Und bei den neuerlich bekannten Abmessungen dürfte sich die LA-Variante nicht mehr durchsetzen können, oder was sagt die Simulation?


    Mal so ganz am Rande: fehlen da nicht mindestens zwei Türen?

    Strom ist ne spannende Sache...

  • audiobo
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    • 21. Oktober 2008 um 10:17
    • #19
    Zitat von "Volker Holtmeyer"

    "Raten" wie es gehen könnte und die Lautsprecher dann irgendwie aus dem Bauch raus aufhängen, ist heutzutage eigentlich nicht mehr Stand der Technik.

    Also ich weiss nicht, ich hätte jetzt die 4 Linien aus dem Bauch heraus aufgehangen... :D

  • J.Prumbaum
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    • 21. Oktober 2008 um 10:22
    • #20

    Hi

    Was ich (der leidergottes) desöfteren so lustige Messesituationen beschallern muss empfehlen kann:
    Bose MA12 als doppelpack. Also 2 übereinander. Davon dann ein paar Delays und das sollte spielen.
    ABER dann geht wirklich NUR Sprache mehr können die Kisten nichtmal ansatzweise ;)

    Gruß
    Jörg

    Ps Was mir grad noch einfällt Duran Audio (Bosch) Intellivox

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