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Die Preisdumper sind unter uns

  • rockline
  • 24. November 2008 um 19:14
  • Blue2111
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    94
    • 26. November 2008 um 23:04
    • #41
    Zitat von "rockline"


    Derzeit überlege ich Aktionsangebote, Tontechnik umsonst! Mal schauen wann die ersten Beschaller Geld dafür bezahlen, um ihren Kram aufbauen zu dürfen?

    Kennt jemand einen Taxifahrer, der das so macht? Dann würde ich selber kein Auto mehr fahren. 8)

  • Sebastian K
    Beiträge
    820
    • 26. November 2008 um 23:53
    • #42

    wie wäre es damit?

    http://cgi.ebay.de/KLANGBUNKER-Beschallung-PA-Verleih-HK-Audio-Elias-PX_W0QQitemZ270304241597QQcmdZViewItemQQptZPA_Systeme_Beschallung?hash=item270304241597&_trksid=p3286.c0.m14&_trkparms=72%3A1229|66%3A2|65%3A12|39%3A1|240%3A1318

    hab in letzter zeit sogar einigermaßem amtliche pa bis 500 mann für 250 euro gesehen , inkl anlieferung und 8 stunden tontechniker!

    der "kollege" (andere auktion, link suche ich) kommt hier aus der gegend und zerstört durch diesen totalen dumping jeden preis, für den selbst ich mir als zivildienstleistender zu schade bin .....

    PS: da haben wir das ganze ja http://cgi.ebay.de/Dynacord-PA-5500-RMS-inkl-Techniker-NUR-zur-MIETE_W0QQitemZ150311285376QQcmdZViewItemQQptZPA_Systeme_Beschallung?hash=item150311285376&_trksid=p3286.c0.m14&_trkparms=72%3A1229|66%3A2|65%3A12|39%3A1|240%3A1318

    Einmal editiert, zuletzt von Sebastian K (27. November 2008 um 00:01)

  • Kracky
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    • 26. November 2008 um 23:56
    • #43
    Zitat von "Stephan Graeske"

    Erzähl doch mal was zu dem norwegischen Gesetz. Müssen sich die Anbieter dort quasi "legitimieren" lassen bevor sie ein Angebot schreiben dürfen?

    Nein, es geht in erster Linie um Verbraucherschutz, in Norwegen werden alle Handelswaren bevor sie dort auf den öffentlichen Markt kommen von einer Expertenkommission, ähnlich unsere Stiftung Warentest auf Herz und Nieren geprüft und wenn ein Produkt dieser Überprüfung stand gehalten hat bekommt es ein Zertifikat und darf in Norwegen verkauft werden. 90% des Chinagerümpels was bei uns täglich aufschlägt würde dabei durchfallen deswegen liegt die Importrate, gerade aus China sogut wie bei null den gute Ware aus China kostet dann auch gutes Geld und das ist kaum zu verkaufen. Fakt ist, alles was dort am Markt ist hat sich beweisen müssen und hat auch den anerkannten Regeln der Technik zu entsprechen, wenn nicht dann gibt es keine Freigabe.

    Ich finde diesen Schritt revolutionär, weil das eben auch für uns z.B. bedeuten würde keinen Schrott mehr am Markt, Qualität zählt wieder, die Preise werden wieder teurer aber dann kaufe ich halt einmal eine gute Bohrmaschine um 150.- Euro und keine fünf um 29.- Euro.
    Oder um in unserem Bereich zu sprechen, nur noch Stative oder Riggingmaterial nach BGV C1, nur noch Elektroware nach VDE usw., sicher wird das bei Investitionen teurer aber wenn ich damit arbeite ist der EK für mich im ersten Moment noch nicht so ausschlaggebend. Für Hobbybeschaller bedutet dieses allerdings weit aus tiefer in die Tasche greifen weil es kein biligst Gerödel mehr gibt und wer das dann immernoch zum Geschenkepreis an den Mann bringt der kann einem nur leid tun. Aber alleine dadurch das es nur noch vernünftiges Material entsprechend der anerkannten Regeln der Technik zu entsprechendem Preis gibt ist der Anreiz das mal eben nebenher als Hobby zu bereiben weitaus geringer.
    Ich hoffe ihr könnte den Gedanken nachvollziehen.

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

    ASR Computer & PA Technik
    André Ruhnau
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  • mringhoff
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    • 27. November 2008 um 09:22
    • #44
    Zitat von "Kracky"

    Hat dann aber was wie die Herrschaften des Ordnungsamts, da kommt jemand und kontrolliert der eigentlich keine Ahung von der Materie ansich hat, du bräuchtest also wieder geschultes Personal wie es das z.B. bei der Polizei gibt extra für LKW kontrollen. Aber wer will auf den vielen tausend VAs in deutschland diese Aufgabe in Angriff nahmen.


    Es genügt, wenn hier stichprobenartig kontrolliert wird. Natürlich von einem, der geschult ist. Sollte ja kein Problem sein, festanstellungsjobsuchende VT-Meister gibts ja genug...
    Allein die Wahrscheinlichkeit, DASS jemand kontrolliert, dürfte die Arbeitsweise erheblich verbessern.

    Das ist wie mit dem U-Bahn-Fahren. Wer würde heutzutage noch eine Fahrkarte lösen, wenn er 100%ig weiß, daß sie keiner jemals kontrollieren wird???


    Aber das norwegische Qualitätskonzept finde ich auch gut. Du sprachst von einem Verbraucherschutz. Hier in D wird ja immer zwischen Gewerbetreibenden und Verbrauchern getrennt. Ist das dort auch so? Gibt es also "gewerblichen Waren", die nicht für Verbraucher bestimmt sind und die auch somit nicht kontrolliert werden?
    Das würde ja bedeuten, daß mancher Chinakübel einfach nur als gewerblich klassifiziert wird...

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  • Kracky
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    • 27. November 2008 um 12:43
    • #45
    Zitat von "mringhoff"


    Es genügt, wenn hier stichprobenartig kontrolliert wird. Natürlich von einem, der geschult ist. Sollte ja kein Problem sein, festanstellungsjobsuchende VT-Meister gibts ja genug...
    Allein die Wahrscheinlichkeit, DASS jemand kontrolliert, dürfte die Arbeitsweise erheblich verbessern.

    Das ist wie mit dem U-Bahn-Fahren. Wer würde heutzutage noch eine Fahrkarte lösen, wenn er 100%ig weiß, daß sie keiner jemals kontrollieren wird???


    Aber das norwegische Qualitätskonzept finde ich auch gut. Du sprachst von einem Verbraucherschutz. Hier in D wird ja immer zwischen Gewerbetreibenden und Verbrauchern getrennt. Ist das dort auch so? Gibt es also "gewerblichen Waren", die nicht für Verbraucher bestimmt sind und die auch somit nicht kontrolliert werden?
    Das würde ja bedeuten, daß mancher Chinakübel einfach nur als gewerblich klassifiziert wird...

    Also meines Wissens durchläuft jede Handslsware diese Prüfung wie das aber genau mit "gewerblicher Ware" ist kann ich dir leider nicht sagen. Ich wäre auf jedenfall davon begeister wenn man in Deutschland nur noch Waren verkaufen dürfte die wirklich geprüft sind und die allen anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Klar zahle ich im ersten moment etwas mehr aber ich denke alleine an der Qualität die dann zu erwarten ist rechnet sich das ganz schnell. Das wäre mal eine Reform!

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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  • tufkadib
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    • 27. November 2008 um 17:31
    • #46
    Zitat von "Kracky"

    Ich wäre auf jedenfall davon begeister wenn man in Deutschland nur noch Waren verkaufen dürfte die wirklich geprüft sind und die allen anerkannten Regeln der Technik entsprechen.


    Da werden mit viel Mühe die DINs installiert, mit denen Industrieverbände ihre Interessen durchsetzen wollen und dann kommst Du und willst, daß die Geräte den anerkannten Regeln der Technik entsprechen... :D

    MfG

    DirkB

  • billbo
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    • 27. November 2008 um 19:02
    • #47
    Zitat

    Ich könnte mir vorstellen dass es auch den 50jährigen (ich habe durchaus Respekt - viele haben wirklich viel wertvolle Erfahrung) gut tun würde, demnächst mit weniger HKS und Dumpern zu tun zu haben.


    Schön, dass sich noch jemand an uns erinnert. :D

    Ich kenne naturgemäß sehr viele Kollegen jenseits der 50. Und mache mir um die wenig Sorgen.
    Natürlich gibt es auch dort ein paar Sozialfälle – genau wie auf der anderen Seite einige wenige, die es aufgrund geschäftlichen Talents, persönlichen Ehrgeizes und, ähm, robuster Vorgehensweise mit Kisten Vermieten zum (Multi-) Millionär gebracht haben. Aber das sind Ausnahmen.

    Wer mit Ü50 noch darauf angewiesen ist, mit seinen Kartoffelkisten bei jeder No Budget Zeltdisko mitbieten zu müssen, hat definitiv etwas verkehrt gemacht; und zwar über lange Zeit. Denn es gab und gibt immer Möglichkeiten:
    Die Einen haben irgendwann den Absprung geschafft, verdienen ihre Brötchen in einem anderen (vielleicht artverwandten) Job, und sind nur noch gelegentlich am Markt – wenn es darum geht, hin und wieder am Wochenende mit der Coverband abzurocken (ich kenne einen, der ist jetzt Fachanwalt für Veranstaltungswesen. Der kann sich – wer hätte es gedacht :roll: – vor Kundschaft kaum retten; trotzdem geht er hin und wieder noch als Mischer auf Tour, weil ihm Juristerei allein zu langweilig ist). Andere haben in einem günstigen Moment ‚nebenbei‘ ihren Meistertitel erworben – und bekommen jetzt für das Gleiche, was sie vorher auch schon gemacht haben, 2 oder 3 Euro brutto mehr die Stunde. Manch einer hat es auch zum gestandenen Unternehmer gebracht, mit Marktmacht, Bilanzierungspflicht, festem Personalstamm, und halbjährlicher Herzinfarkt – Vorsorgeuntersuchung.
    Die meisten jedoch haben sich mit der Zeit ihre kleinen, unspektakulären Nischen erarbeitet, in denen sie einen festen Kundenkreis betreuen, nicht mehr jedem (teuren) Trend hinterher laufen müssen, und somit in der Lage sind, sich auf durchaus angenehme Weise ein ordentliches Auskommen gewährleisten zu können. Weil unsere Branche sich über Jahrzehnte weitgehend unreglementiert entwickeln durfte, gibt es dafür so viele individuell unterschiedliche Beispiele wie es selbständige PA-/ Tonleute gibt.
    Und ja – ich kenn‘ auch welche, die haben sich im wahrsten Sinne des Wortes ihr Häuschen auf Hawaii zusammengemischt. Die belasten den Markt nur noch, wenn es sich (unter Androhung der Freundschaftsaufkündigung :D) auf gar keinen Fall vermeiden lässt.

    Mit anderen Worten: die Ü50s haben sich im Allgemeinen ganz gut eingerichtet. Auch wenn ‚Veranstaltungstechnik‘ in unserer Sturm – und Drangzeit noch ‚Orchesterelektronik‘ hieß und weitgehend mit Röhren funktionierte. Und auch, wenn wir aufgrund damals fehlender (oder sträflich ignorierter) Sicherheitsvorschriften, Richtlinien, Verordnungen, Dokumentationspflichten, Gefahrenklassen, DIN – Normen, BGVs, TAs, LärmVibrArbSchVs, usw. usw. theoretisch längst tot oder zumindest stocktaub sein müssten.
    Wir kommen trotzdem zurecht.

    Dumper und HKS dagegen sind richtig und wichtig. Auch wenn sie uns fortwährend ärgern. Die sorgen für Marktbereinigung und Innovationsdruck von unten. Die zeigen auf, auf welche Geschäftsfelder man auf gar keinen Fall bauen sollte. Die erfinden und beackern neue Szenen und Aufgabengebiete. Die entzaubern mystische Buchstabenkombinationen auf unverschämt teuren Holzkisten. Die zeigen den alten Säcken, was mit Begeisterung und Spaß an der Sache so alles möglich ist. Die müssen das tun, und sich auf diese Weise ihre (Berufs-) Welt selber schaffen.
    Damit sie später unsere Rente zahlen können.

    Und irgendwann sind die auch Ü50.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

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    • 27. November 2008 um 19:20
    • #48

    und die ü50 machen den wohlgemeinten fehler ihnen einen rat zu geben. man muß erst 35 oder 40 werden um zu erkennen, das es keinen sinn macht einen job um jeden preis zu machen. damals bei den alten säcken war das alles ganz anders und heute ist es viel besser :roll:
    als 20igjähriger ist man einfach nicht in der lage zu erkennen, das bestimmte dinge sich nie ändern werden

    http://www.crystal-hannover.de
    Beschallung, Beleuchtung, LED technik
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  • Kracky
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    • 28. November 2008 um 12:47
    • #49
    Zitat von "DirkB"


    Da werden mit viel Mühe die DINs installiert, mit denen Industrieverbände ihre Interessen durchsetzen wollen und dann kommst Du und willst, daß die Geräte den anerkannten Regeln der Technik entsprechen... :D

    MfG

    DirkB

    Ich würde doch behaupten das die DIN dem gleich zu setzen ist, aber ja nichtsmehr zählt weil wir ja Europa sind! E-Nummern sind der letzte Schrei!

    P.s: Das mit dem letzten Schrei kann man übrigens sehen wie man möchte!

    In meinem Lexikon fehlt das Wort unmöglich!

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  • tufkadib
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    • 28. November 2008 um 13:40
    • #50

    Hallo,

    Zitat von "Kracky"

    Ich würde doch behaupten das die DIN dem gleich zu setzen ist,


    leider in vielen Fällen nicht, das sehen mittlerweile auch die Gerichte so. Im Baugewerbe nicht (Link) und in der Elektrotechnik auch nicht. Z.B. wird bei der Berechnung des Leiterquerschnitts der CosPhi berücksichtigt (hier).
    Schließt man eine Kompensationsbatterie an, kann man also 0,25mm² Cu verlegen, da der Blindstrom offenbar wirkungslos ist (!).

    MfG

    DirkB

  • jrisch
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    • 28. November 2008 um 13:54
    • #51

    Guten Tag
    Ich möchte die provokante These aufstellen, daß die marktüblichen Mietpreise in der Regel viel zu niedrig angesetzt sind. Die üblichen 1-1,5% vom Einkaufswert müssen ja nicht nur das Gerät selber finanzieren, sondern auch noch viele andere Kosten, welche durch den Betrieb des Unternehmens und des Gerätes entstehen, decken. Der Rücklauf des eingesetzten Kapitals scheint vielfach nicht realisierbar zu sein.
    Wenn ich z.B. vergleiche, daß ein großer Projektionsgerätevermieter teilweise bis 10% vom Anschaffungswert als Mietzins nimmt, scheint mir das doch eher vernünftig zu sein.

    Generell ist festzustellen, daß auch in diesem Medium, viel zu wenig über Geld gesprochen wird. Wenn ich die große Anzahl der weitgehend sinn- und kenntnisfreien Diskussionsthemen hier sehe, wird mir klar woran die Branche krankt.

    Ein weiteres Übel sehe ich in der ungehemmten Produktion von "Fachkräften", welche der Markt in keiner Weise aufnehmen kann. Wie viele von den Ausgebildeten bekommen im Anschluß an die Ausbildung eine Festanstellung ? Nur die Wenigsten !
    Was also sollen diese nun machen; sie machen sich selbstständig und versuchen über den Preis den etablierten Firmen Kunden abzuwerben.
    Und hier wird keineswegs vor größeren Veranstaltungen Halt gemacht.

    Die Rufe nach "Normen", "Staat" und dergleichen halte ich für völlig verfehlt und würde die jetzt schon überbordende Bürokratisierung der Branche nur noch weiter forcieren.

    Es sollte deutlich mehr über Geld gesprochen werden und weniger über nebensächliche technische Detailfragen.
    Viele Grüße
    J. Risch

    http://www.creativ-media-service.de
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  • simonstpauli
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    • 28. November 2008 um 15:22
    • #52
    Zitat von "jrisch"

    Guten Tag
    Ich möchte die provokante These aufstellen, daß die marktüblichen Mietpreise in der Regel viel zu niedrig angesetzt sind. Die üblichen 1-1,5% vom Einkaufswert müssen ja nicht nur das Gerät selber finanzieren, sondern auch noch viele andere Kosten, welche durch den Betrieb des Unternehmens und des Gerätes entstehen, decken. Der Rücklauf des eingesetzten Kapitals scheint vielfach nicht realisierbar zu sein.
    Wenn ich z.B. vergleiche, daß ein großer Projektionsgerätevermieter teilweise bis 10% vom Anschaffungswert als Mietzins nimmt, scheint mir das doch eher vernünftig zu sein.


    Diese These ist m.E. ganz und gar nicht provokant oder abwegig.

    Wenn man auf 1-1,5% vom Einkaufswert auch noch Rabatte geben muß hört es für mich ganz auf.

    Bei zu niedrig kalkulieren Mietpreisen kommt man am Ende soweit, daß Personalberechnungen die Fixkosten, Wartung oder turnusmäßige Neuanschaffungen subventionieren müssen. Dann gibt es irgendwann (berechtigterweise) Streß mit dem Personal usw. usf. ...

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • terrine
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    • 28. November 2008 um 17:06
    • #53
    Zitat von "Kracky"

    Also meines Wissens durchläuft jede Handslsware diese Prüfung wie das aber genau mit "gewerblicher Ware" ist kann ich dir leider nicht sagen. Ich wäre auf jedenfall davon begeister wenn man in Deutschland nur noch Waren verkaufen dürfte die wirklich geprüft sind und die allen anerkannten Regeln der Technik entsprechen. Klar zahle ich im ersten moment etwas mehr aber ich denke alleine an der Qualität die dann zu erwarten ist rechnet sich das ganz schnell. Das wäre mal eine Reform!

    Das Konzept ist natürlich super, aber sowas funktioniert vielleicht in einem Land das gerade mal 4,5 Millionen Einwohnern zählt...aber nicht in einem so dicht bevölkerten Land wie Deutschland mit mehr als 80 Millionen Menschen. Der Aufwand währe viel zu groß und viel zu teuer! Zudem ist Norwegen eins der reichsten Länder dieses Planeten und kann sich sowas erlauben. Der Reichtum ist auch der Grund, wieso sie sich aussuchen können, wer in den Staatsfond einzahlt und wer nicht. Aber das führt natürlich am Thema vorbei.

    Preisdumping gab es schon immer und wird es auch immer geben. Bekämpfen kann man sowas nur durch Quallität. Ein Beispiel was noch garnicht so lange her ist:
    Wir hatten eine sehr erfolgreiche VA mit einem Kunden und sollten eigentlich auch die folgende VA betreuen. Unser Angebot wurde allerdings unterboten und das sogar recht deutlich (...und wir hatten schon sehr gute Preise und Rabatte gemacht). Der Kunde fragte bei uns nach einem weitere Angebot, was unser Vertriebsleiter aber gegenüber dem Kunden verneinte. Er meinte zu ihm, dass es dann einfach unseriös währe, wenn wir noch weiter runter gehen würden.
    Hinterher haben wir erfahren, dass die VA wohl eine einzige Katastrophe war und die folgende VA (und auch die noch kommende) werden wieder wir machen.
    Quallität vor Preisdumperei. Die Kunden müssen manchmal erstmal auf den Hintern fallen um so etwas zu lernen.

  • tufkaklto
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    • 29. November 2008 um 09:10
    • #54

    Ich bin mal ganz ketzerisch:

    Wenn man die Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen etc immer nach oben schraubt ( Meister muß da sein und dies und das ) , dann kann man als Firma, die seriös arbeiten will, unter einem bestimmten Satz die günstigen Preise gar nicht mehr machen, wenn man noch verdienen will.

    Das kann aber dann sein, das dies für viele, die kleinere Feste usw organisieren, finanziell nicht mehr drin ist.

    Und genau deswegen gibt es dann diese "Dumper", die dort ansetzen, wo ein Verein / Veranstalter auch wieder was verdienen kann.

    Und ich bin mir nicht sicher, ob die ganze Reglementierung da den richtigen Weg geht.
    Das wird sich noch rausstellen müßen.
    Wobei ich schon dafür bin, auf Sicherheit zu arbeiten.

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  • falcocgn
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    • 29. November 2008 um 11:10
    • #55

    Guten Tag,

    das ist ja mal eine spannende Diskussion hier. Ausgelöst durch die regelmäßig wiederkehrende Klage über Dumper werden hier sehr akute Problematiken angeschnitten.

    Es gibt Firmen (ich nenn die jetzt mal so), die einen Marktübertritt über den Preis machen aber nach einiger Zeit sich dann anpassen, weil sie nichts zu verschenken haben. Dann gibt es die HKS, die nicht "ordentlich" rechnen, weil die das auch garnicht müssen, weil sie z.B. nur am Wochenende, nach dem normalen Job losziehen und alles was sie erlösen ein nettes Zubrot ist.

    Richtig ist, dass hier teilweise Marktsegmente abgedeckt werden, die ein regulärer Kollege nicht bedienen kann. Solange die Qualität/Sicherheit stimmt, kann dagegen nichts gemacht werden. WENN die Qualität/Sicherheit NICHT stimmt, dann kann man nur durch solche versuchen, zu überzeugen oder im Umfeld Aufklärung betreiben. Vielleicht durch einen Vortrag zum Thema VStättVO und VA-Sicherheit?

    Das Hauptproblem der Branche ist allerdings, wie schon angesprochen, die häufig nicht vorhandene kaufmännisch korrekte Herangehensweise an das Thema. In den meisten Firmen sitzen Techniker und keine Kaufleute an den Hebeln. Einige ändern etwas an Ihrer Lage andere eben nicht und viele fallen dann aus. Im Gegensatz dazu steht die teilweise erstaunlich geringe Nachfrage nach Kursen, die bei diesem Thema abhelfen könnten. Es muss ja nicht der 2Tage Kurs für 1500€ beim Marktführer sein. Bei der DEA in Hannover und auch den anderen Branchenakademien werden ausreichend bezahlbare Kurse angeboten, ebenso wie in den IHKen und den HWKen.

    Ergo, wer sich nicht bewegt, an dem rennt die Zeit vorbei. Dabei ist das Alter egal. Es muss ja nicht jeder gleich den Meister machen. Doch ein guter Teil der Meisterfortbildung wird auch mit der Vermittlung von Sozialkompetenz und betriebswirtschaftlichem Wissen verbracht. Also sollte "Eigentlich" jeder Firmeninhaber im eigenen Interesse diesen Kurs absolvieren. Immerhin wird er unter gewissen Bedingungen auch noch massiv gefördert.

    Alle anderen können mit einem überschaubaren Zeit- und Geldeinsatz z.B. einen Fortbildungskurs zur Vorbereitung auf die externe FfVT-Prüfung machen. Die dort vermittelten Inhalte können nicht schaden.

    Dann könnte auch noch darüber gesprochen werden, dass ab einem gewissen Niveau, bzw. meistens wenn Agenturen ins Spiel kommen, oben die vernünftigen Kurse gezahlt werden, nach unten dann aber nur verschimmelte Peanuts durchkommen.

    Das führt direkt zu dem Punkt "Interessen geltend machen" und Zusammenhalt. Ich werde zwar gleich wieder gesteinigt, doch es existieren bereits zwei Interessenverbände. Da kann sich jeder etwas aussuchen und dann auch aktiv mitarbeiten. Wären beide Verbände so mitgliederstark wie die vielzitierten Schaustellerverbände, dann könnte die Kollegenschaft auch ganz anders auftreten. Auch z.B. beim Thema Funkfrequenzen, Normung und anderen. Da wird nämlich schon lange gerührt. Aber nur aufgrund einer reflexhaften Verteufelung der Verbände wird es nicht besser und die Mitgliederzahlen steigen entsprechend sachte. Wir reden bei den Mitgliedsbeiträgen über ca. 120-130€/Jahr.

    Weiter zu den Normungsverfahren. Jeder, ja JEDER kann an ihn betreffenden Normungsverfahren teilnehmen. Natürlich werden viele Verfahren aus der Industrie angestoßen, werden doch dort auch die Gerätschaften gebaut, bei denen eine Norm Sinn macht. Ihr müsst euch nur informieren über laufende oder geplante Verfahren.

    Das geht am besten über die Verbände, die dort aktiv mitmachen und dafür Geld bezahlen müssen (!) Wenn ihr also von einem Verfahren lest, das euch betrifft und ihr habt damit ein Problem, dann formuliert Ihr während der Einspruchsfrist einen Einspruch. Dafür steht auf der DIN-Seite ein Formular bereit. Danach werdet ihr zur Einspruchsverhandlung nach Berlin eingeladen, um dort die Norm ins reine zu formulieren. So haben einige Kollegen und ich es anlässlich der DIN 15750 getan. Glaubt mir, da waren böse Dinger drin. Jetzt nicht mehr.

    Habe ich noch was vergessen?

    Ach ja, die Gerätesicherheit. Jedes in der EU vertriebene Gerät muss mindestens das CE-Zeichen tragen. Mit dem GPSG ist die Verantwortung für die Gerätesicherheit direkt beim Inverkehrbringer angesiedelt. Der hat sicher wenig Lust, große Strafen zu zahlen oder in den Bau zu gehen.

    Puh, ein langer Text. Grüße aus Köln,
    Falco

    - DAS Fachbuch für die Veranstaltungstechnik https://www.europa-lehrmittel.de/Fachkunde-Vera…technik/60877-1

  • tufkadib
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    • 29. November 2008 um 11:40
    • #56
    Zitat von "FalcoCGN"


    Ach ja, die Gerätesicherheit. Jedes in der EU vertriebene Gerät muss mindestens das CE-Zeichen tragen.


    ... was das Papier nicht wert ist, auf das es gedruckt wurde; da der Hersteller / Inverkehrbringer die Konformität selbst erklären darf. Wieso darf ich dann eigentlich keine HU/AU-Plakette selbst ans Auto kleben?

    @klauston: ich wäre für stichprobenartige Kontrollen, die sich um das kümmern, was wirklich gefährlich ist. Dazu gehört natürlich Fachkenntnis und nicht einfach das Zeigenlassen und Abhaken mehr oder weniger sinnvoller Zertifikate und Zulassungsaufkleber.

    MfG

    DirkB

  • wtfits
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    • 29. November 2008 um 12:18
    • #57

    :D

    Einmal editiert, zuletzt von wtfits (27. Februar 2009 um 13:14)

  • mringhoff
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    • 29. November 2008 um 21:11
    • #58
    Zitat von "klauston"


    Das kann aber dann sein, das dies für viele, die kleinere Feste usw organisieren, finanziell nicht mehr drin ist.

    Diese Art von Veranstaltungen fallen ja oft gar nicht unter die VStättV...
    Wir reden ja nicht vom Hobbykeller und den Privatfeierlichkeiten.

    Wir brauchen auch nicht mehr Reglementierungen, sondern nur jemand, der mal darauf schaut, daß die existierenden auch eingehalten werden.

    Das alles hat zwar mit Dumping in erster Linie nichts zu tun, und für mich kann auch jeder Preise machen, wie er will (das regelt sich alles mit der Zeit), aber wenn Gewerbetreibende Preise auf Kosten der Sicherheit machen, finde ich das auf Dauer wettbewerbsverzerrend...

    Und warum muss immer erst etwas passieren, bis jemand einschreitet?

    Aktuelle Gebrauchtgeräte: hier klicken

  • dienervt
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    • 29. November 2008 um 21:45
    • #59

    Angesichts der ungebremsten Talfahrt unserer Wirtschaft warte ich "täglich " darauf, daß die "ganz Großen" in ihrer letzten Verzweiflung mit Dumpingpreisen in das Metier von Hobbykistenschleppern (Vereine, Schulen,...) einsteigen. (zumindest solange bist die Bank dem ein Ende bereitet) Denn wenn die Industrie radikalen Sparkurs fährt ist, auch die Luft für große Produktionen verdammt eng und das Lager voll mit hochwertigstem Materisl. 2009 wird diesbezüglich interessant.

    Viel Bass ist durch nichts zu ersetzen- außer durch noch mehr Bass. http://www.DienerVT.de

  • mringhoff
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    • 29. November 2008 um 21:59
    • #60
    Zitat von "FalcoCGN"

    Solange die Qualität/Sicherheit stimmt, kann dagegen nichts gemacht werden. WENN die Qualität/Sicherheit NICHT stimmt, dann kann man nur durch solche versuchen, zu überzeugen oder im Umfeld Aufklärung betreiben.


    Ich werde diesen Jungs dann erklären, daß
    - das Personal keine 20 Stunden am Stück arbeiten darf
    - das Truss mit der Beule längst ablegereif ist
    - die alten Windups regelmäßig überprüft gehören
    - sie die Lautsprecher mit dem teurem Zubehör-Fluggeschirr fliegen sollen und nicht mit Ratschengurten
    - alle elektrischen Geräte und Betriebsmittel (Kabel etc.) regelmäßig nach BGV-A3 geprüft werden sollten
    - Arbeitssicherheit nicht ein Begriff aus einer entfernten Welt der Großbetriebe ist
    - ein Aufbau eines Bühnendachs nicht allein aus den Erfahrungen des letzten Campingurlaubs zu bewerkstelligen ist
    - für den Betrieb des China-Laserlichteffekt ein Laserschutzbeauftragten benötigen
    - ein gewisses Maß von statischem Verständis bei der Konstruktion von Traversenkonstellationen besser ist als ein "das-wird-schon-Passen"

    usw.

    Ich denke, der würde denken, daß ich ein besserwissender Dummschwätzer und nur auf seine Jobs neidisch bin...


    Wenn aber auf einmal einer "vom Amt" auftaucht und ihm das schriftlich - mit einem Ordnungsgeld unterlegt gibt, oder bei extremen Dingen auch den Weiterbetrieb untersagt (also die Veranstaltung beendet bzw. gar nicht erst starten lässt), dann dürften solche Jungs möglichst rasch:
    - mit mehr Personal für die Jobs kalkulieren
    - gefährliches Material aussortieren
    - regelmäßige Wiederholungsprüfungen gem. BGV-C1 durchführen lassen
    - passendes Fluggeschirr incl. Zubehör einkaufen
    - Wiederholungsprüfungen gem. BGV-A3 durchführen (lassen)
    - externe Bühnenanbieter beauftragen und nicht mehr selber basteln
    - den Laserschutzbeauftragten machen
    - diverse Fachseminare belegen

    Und erst dann wird sich auch ganz selbstständig das Verständis einschleichen, daß man dann auf Dauer keine Jobs für eine Pizza und einen Kasten Bier machen kann.

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