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Dynacord eminent Angebote in der Bucht

  • Mechwerkandi
  • 12. Dezember 2008 um 17:55
  • Mechwerkandi
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    • 12. Dezember 2008 um 17:55
    • #1

    Was mir gerade akut aufgefallen, ist die inflationäre Zunahme an Angeboten für die alten Röhren-"Eminent" Mischverstärker.

    Aktuelle stehen da min. ein halbes Dutzend drin.
    Abgesehen davon, das das für die Robustheit der Geräte spricht...
    Wer, ausser einem Sammler vielleicht, braucht so einen Kram noch?

  • niggles
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    • 12. Dezember 2008 um 19:39
    • #2

    ...Gitarristen. Eine moderne High-Output-Klampfe, ein ordentlicher Verzerrer und eine günstig zu bekommende 4x12"-Chinakiste dazu machen in jedem Jugendzentrum den angesagten Electropunk-Sound zum HartzIV-Kurs...
    Es gibt sozial deutlich weniger verträgliche Freizeitbeschäftigungen.

    Economics in eight words: "There ain't no such thing as free lunch."

  • tufkadib
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    • 12. Dezember 2008 um 20:15
    • #3
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Was mir gerade akut aufgefallen, ist die inflationäre Zunahme an Angeboten für die alten Röhren-"Eminent" Mischverstärker.

    Aktuelle stehen da min. ein halbes Dutzend drin.
    Abgesehen davon, das das für die Robustheit der Geräte spricht...
    Wer, ausser einem Sammler vielleicht, braucht so einen Kram noch?

    Na, ich. Was für eine Frage. :wink: :D
    Für Zupfgeigenspieler sind die Dinger zu schade, da werden Sicherungen höchstens mit Zigarettenfolie repariert...
    Falls Du die Rauschbomben meinst mit den Halbleitervorstufen, da habe ich einen Weg gefunden, das Grundgeräusch erträglicher zu machen.

    MfG

    DirkB

  • marcoboy
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    • 13. Dezember 2008 um 11:14
    • #4

    Vorsicht mit diesen Geräten die EL34 Röhren werden dort an ihren grenzen betrieben. Das Gerät arbeit mit hohen Schirmgitterspannungen von 800V ! Um so hohe Leistungen mit der EL34 zu erreichen. Bitte nicht ohne Lautsprecher betreiben!!! Auch rate ich jeden der keine Ahnung hat die Finger aus dem Gerät zu nehmen. Die EL34 halten im allgemeinen nicht sehr lange in diesem Gerät. Also wird die Freunde im Musikereinsatz nicht lange vorhalten.

  • Mechwerkandi
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    • 13. Dezember 2008 um 13:03
    • #5

    Hmmm...
    Ich hatte selber vor ~ 20 Jahren noch je einen "Eminent" (2xEL34, 80W) und einen "Gigant" (4x EL34, 160W) im Bestand.
    Das sind/waren so hybride Wesen mit Transistorvor- und Röhrenendstufen.

    Ich hab' die Dinger eigendlich immer als sehr robust wahrgenommen, nur irgendwann halt nicht mehr zeitgemäss.
    Ich kann mir einen Einsatz als Gitarren-Top eigendlich auch nicht so richtig vorstellen, weil der Sound und auch die Technik im Sinne der Klangregelung völlig andere Wege gehen.

    Zumindest ist der Umstand, das die Teile seinerzeit sackteuer waren und mit Sicherheit viele noch im Bestand von Alleinunterhaltern und Tanzmuckern existieren, angesichts des Angebotes bemerkenswert.

  • tufkadib
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    • 13. Dezember 2008 um 15:33
    • #6

    Von ihren technischen Daten her sind die Kisten fast hifitauglich (gut, bei den Halbleitervorstufen hat man irgendwie danebengegriffen), zumindest als Allzweckverstärker machen sie eine gute Figur.
    Die Ein- und Ausspielmöglichkeiten (sowie der Anschluß eines Effektgerätes) sind umfangreich und die Formgestaltung ist auch eigenständig. Der Eminent II war für seine 80W auch erstaunlich klein.
    Man hätte den Geräten allerdings noch eine Vorrichtung gönnen sollen, die die Knöpfe besser schützt.

    Wenn man die Ausgangsübertrager schützen will, empfiehlt sich ein passend bemessener gasgefüllter Überspannungsableiter von Anode zu Anode.

    MfG

    DirkB

  • Mechwerkandi
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    • 13. Dezember 2008 um 15:53
    • #7
    Zitat von "DirkB"


    Die Ein- und Ausspielmöglichkeiten (sowie der Anschluß eines Effektgerätes) sind umfangreich...


    ... aber leider auch sehr eigenständig. :wink:
    Ich erinnere noch sehr gut dem Umstand, das der rückseitige Tape-Anschluss (Mono-DIN) genau 180° verdreht zur üblichen Norm beschaltet war, was mir einen (immer noch vorhandenen...) Adapter mehr einbrachte.

    Die ganze Geschichte war damals schon recht systemorientiert, das dazugehörige Bandecho war ledigleich mit einem einzigen Diodenkabel anzuschliessen.

    HiFi?
    Na, ich weiss nicht. Im Leerlauf hörte sich das immer an wie eine riesige Pfanne bruzzelnder Bratskartoffeln.
    Dafür war der erzeugbare Lärm ungeheuer... :D

  • tufkadib
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    • 13. Dezember 2008 um 17:19
    • #8
    Zitat von "Mechwerkandi"

    HiFi?
    Na, ich weiss nicht. Im Leerlauf hörte sich das immer an wie eine riesige Pfanne bruzzelnder Bratskartoffeln.
    Dafür war der erzeugbare Lärm ungeheuer... :D


    Das ist wohl wahr. Erstaunlich, was mit 80 oder 160W möglich ist. Es müssen nicht immer 2x 4kW sein...

    MfG

    DirkB

  • ewok
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    • 13. Dezember 2008 um 18:31
    • #9

    Nicht robust? Kann ich nicht bestätigen!

    Meine Anfänge in Sachen "PA" habe ich mit einem Eminent EMT (das erste Modell, Vollröhre, Metallgehäuse) gemacht und das Teil einige Jahre mit einer (!) 12"+Horn-Wohnzimmerschrank-Spanplatten-Box auf allen Klassenparties gequält, das Magische Auge immer auf Anschlag :shock:
    Die Röhren der Endstufe waren damals schon arg gebraucht, das Glas vom festgebackenen Staub schon ganz matt. Ich habe die aber nie gewechselt, nur 1 oder 2 Vorstufenröhren habe ich mal erneuert.
    Bratkartoffelsound bedeutete bei meinem Eminent nämlich, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, immer eine defekte ECC83 in der Vorstufe. Im Normalfall ist der ohne Signal bemerkenswert leise!

    Was mich wundert ist die Tatsache, dass der überhaupt noch spielt. Die Paperkondensatoren sind mit Sicherheit trocken und nicht mal mehr ansatzweise funktionstüchtig...

    Übrigens: Empfehlenswerte Seite für alle Dynacord-Geräte:
    http://www.el-me-se.de/dynacord.html

    Tom

    PS: Ein Echocord Super 61 habe ich auch noch...

    http://www.partyontour.de

  • bemi
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    • 13. Dezember 2008 um 18:38
    • #10
    Zitat von "Mechwerkandi"

    Die ganze Geschichte war damals schon recht systemorientiert, das dazugehörige Bandecho war ledigleich mit einem einzigen Diodenkabel anzuschliessen.


    ... und die Feder-/Bandhallkombi hat gleich noch zusaetzliche Eingaenge mitgebracht.

    Genau so eine Kombination (auf der mein Vater vor 40 Jahren als Mucker sein Taschengeld finanziert hat) steht bei mir eingemottet im Keller und wird irgendwann mal das Studio zieren.


    ciao
    bemi

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • tufkadib
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    • 14. Dezember 2008 um 10:08
    • #11

    ewok:

    Die komplett röhrenbestückten Verstärker hatten in der Tat ein geringeres Grundgeräusch. Die sind dafür problematisch, wenn man hohe Eingangspegel hat. Da sitzt nämlich das erste Röhrensystem vor dem Eingangspegelregler.
    Wenn man sich mal die Schaltungen der halbleiterbestückten späteren Vorstufen ansieht, wird auch klar, weshalb das so jämmerlich rauscht. Ist alles viel zu hochohmig, außerdem läuft so gut wie keiner der Transistoren mit seinem Ic im Bereich minimalen Rauschens. Eine Handvoll FET wäre besser gewesen als die BC239.

    MfG

    DirkB

  • Eliminator
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    • 14. Dezember 2008 um 21:45
    • #12

    Ich habe mit einem Eminent 100 angefangen. Der hatte aber schon keine Röhren mehr, der Bandhall war aber noch drin. Das Ding gehörte unserem Musikverein, ich könnte mich heute in den Allerwertesten beißen, daß ich es zugelassen habe, daß die Jungs das Ding weggeschmissen haben.

    Gruß,

    Klaus

    FOH = Holz vor der Hütte!

  • Hitower
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    • 15. Dezember 2008 um 12:17
    • #13

    Hi

    Aus der Kellerumzugsräumung von meinem Vater hab ich 2 Echolette Stentor,

    http://www.seat-toledo.info/classics/stentor1/page_01.htm
    http://www.seat-toledo.info/classics/stentor2/page_01.htm

    eine Gigant,
    http://www.seat-toledo.info/classics/gigant/page_01.htm

    eine Eminent
    http://www.seat-toledo.info/classics/eminent/page_01.htm

    und ein Bandecho
    http://www.seat-toledo.info/classics/echocord/page_01.htm

    bekommen! Damals schön viel genutzt an Monacor Breitbändern (SPH-60X). Nur dann doch zu anfällig.

    Die Stentoren haben schon einen Abnehmer gefunden (zufällig einer in diesem Tread anwesenden :D ), aber wenn jemand noch einen Klassiker sucht :D

    Ich finde sie OK, da sie recht einfach aufgebaut sind! Hab aber keine Ahnung von Röhrenkrams...

    Viel Kaputtgehen kann an den Amp ja nicht. Und Leistung ist auch da! Wirkungsgrad der Speaker sei dank :D

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • Mechwerkandi
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    • 15. Dezember 2008 um 12:30
    • #14

    Brrrr...

    Der Emi ist noch einer aus der ersten Serie, der ist schon was älter.
    Der Gigant ist doch arg zerbastelt, Teileträger. Allein die Ansammlung an nachträglich 'reingefummelten XLR jacks lässt böses ahnen.
    Das Echo gehört zum Emi II (gleiches Gehäusedesign).

  • Hitower
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    • 15. Dezember 2008 um 12:46
    • #15

    Hi

    Ja den Gigant haben wir damals so bekommen! Unschön, aber lief...

    Gruß
    Daniel

    Fachkraft in Hamburg...

  • tufkadib
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    • 15. Dezember 2008 um 15:18
    • #16

    Die Eminent / Gigant waren nicht direkt für E-Gitarren gedacht, eher als Gesangsverstärker. Die Trafos und Übertrager haben die für die angegebene Leistung ausreichende Baugröße.
    Bei manchem Gerät made in USA sieht das etwas anders aus, dort ist man tw. "optimistischer". :D

    MfG

    DirkB

  • marcoboy
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    • 16. Dezember 2008 um 08:45
    • #17

    Aber vertrauen wird ich alten Wicklungen nicht. Vom Klang kann man nicht reden. Für Instrumente und Gesang hat es damals ausgereicht. Die Röhren verursachen eine Menge K2 Verzerrungen. Diese sind Harmonisch das wird als lauter empfunden. Diese Geräte Quetschen das letzte aus der EL34. Deswegen muss auch Aufpassen was für eine EL34 man dort reinsteckt. Zumal sollten die Röhren zueinander passen.

    Auch das Gefährliche hoch schaukeln ohne Last kann sehr unlustig sein, wenn das Schirmgitter oder der Übertrager durchschlägt.

    Bei Röhren hat man immer mit dem Klirren zu kämpfen auch sind Röhren z.Bsp mehr oder weniger klopfeempfindlich.

    Mit Transistoren lassen sich viel bessere Verstärker bauen, die auch extrem weniger Klirren.

  • tufkadib
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    • 16. Dezember 2008 um 13:41
    • #18
    Zitat von "marcoboy"

    Aber vertrauen wird ich alten Wicklungen nicht.


    Ach naja, wenn man nicht ein jahrzehntelang feucht gelagertes Exemplar hat, geht das schon. Wesentlich gefährlicher ist Ausgangsleerlauf, deshalb sollte man hier Schutzfunkenstrecken (gasgefüllte Überspannungsableiter) vorsehen. Manche Verstärker hatten sowas schon ab Werk.

    Zitat von "marcoboy"

    Vom Klang kann man nicht reden. Für Instrumente und Gesang hat es damals ausgereicht.


    Für eine ganze Reihe von Anwendungen reichen die Geräte noch immer aus. In den allermeisten Fällen sind sie standfest und gut zu warten / reparieren.

    Zitat von "marcoboy"

    Diese Geräte Quetschen das letzte aus der EL34. Deswegen muss auch Aufpassen was für eine EL34 man dort reinsteckt. Zumal sollten die Röhren zueinander passen.


    Nun, 100W sind mit zwei EL34 möglich, unter Einhaltung (und Ausnutzung) aller Grenzwerte. Aus diesem Grund hatten Verstärker für kommerzielle Anlagen für Leistungen ab 75W keine EL34 mehr drin, sondern EL152 bzw. deren Abkömmlinge.

    Zitat von "marcoboy"


    Bei Röhren hat man immer mit dem Klirren zu kämpfen auch sind Röhren z.Bsp mehr oder weniger klopfeempfindlich.


    Eigentlich hat man Mikrofonie / Klingen nur bei Vorstufenröhren für sehr kleine Signale.

    Zitat von "marcoboy"

    Mit Transistoren lassen sich viel bessere Verstärker bauen, die auch extrem weniger Klirren.


    Jein. Mit beiden realen Bauelementen lassen sich exzellente Verstärker bauen, die auch in beiden Fällen nicht billig sind.
    Zwei Vorteile hat der Transistor, daß er nicht so schnell verschleißt und die nicht benötigte Heizung. Dann hört es aber schon auf. Baugrößenbeschränkungen gibt es bei Röhren auch keine (auch keinen 2. Durchbruch), ich habe zumindest noch keinen Transistor mit 250kW Verlustleistung gesehen.

    MfG

    DirkB

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