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Allen & Heath iLive-T, wo geht die Reise hin?

  • simonstpauli
  • 15. Januar 2009 um 02:42
  • tufkaklto
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    • 8. März 2010 um 06:21
    • #741

    Wobei positive Reaktionen von Mischern hab ich an anderen Pulten auch schon erlebt.

    Ich kann mich noch erinnern, als Wora gar nicht auf Digital eingestellt war :D
    Damals war es sehr schwer, Argumente für Digital zu finden, das hat sich schnell geändert.

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    • 8. März 2010 um 10:07
    • #742
    Zitat von "klauston"

    Wobei positive Reaktionen von Mischern hab ich an anderen Pulten auch schon erlebt.


    das hat ja niemand angezweifelt. aber die reaktionen sind eindeutig, ich hatte noch keinen kollegen an meinem pult der nach seinem ersten gig daran etwas auszusetzen hatte. genau das gegenteil war der fall - immer ;)

    Zitat von "klauston"

    Ich kann mich noch erinnern, als Wora gar nicht auf Digital eingestellt war :D
    Damals war es sehr schwer, Argumente für Digital zu finden, das hat sich schnell geändert.


    es gibt nach wie vor nur zwei hauptargumente für digitale pulte:
    1. speicherbarkeit
    2. platzbedarf
    wenn beides egal ist, braucht man nach wie vor kein digitalpult. egal was die kollegen sagen ;)

    meine einstellung zu digitalpulten hat sich ab dem zeitpunkt geändert, als diese einfacher bedienbar wurden. dazu gehört für meinen geschmack ein touchscreen zwingend dazu.
    und bei der iLive habe ich dann das gefunden, was ich zuvor immer vermisst hatte: gute bedienbarkeit und erstklassiger sound und sehr gute effekte zu bezahlbaren konditionen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

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    • 8. März 2010 um 12:22
    • #743
    Zitat von "wora"


    es gibt nach wie vor nur zwei hauptargumente für digitale pulte:


    Das möchte ich so nicht stehen lassen. Der Kostenfaktor ist doch eins der Hauptargumente.
    Das Geld was man an analog Multis, Racks und Outboard spart ist doch schon immens. Ein halbwegs ordentlicher Analog FOH in der gewerblichen Liga mit allem Drum und Dran liegt deutlich jenseits der 100.000,00 Euro Grenze.
    Die Klangqualitaet durch die Recall Möglichkeit ist auch deutlich gestiegen. dazu mal zwei Scenarien die ich aus eigener Erfahrung kenne.

    1. Analoger FOH, gute PA ,Show reingedreht alles dufte, nächster Tag Festival, PA Mist, das ganze Pult verdreht. Da braucht man mehrere Tage bis das wieder alles 100% sitzt. Bei Recall lade ich den Tag vorher und wieder alles gut. Das ist ein klanglicher Vorsprung den kann ich Analog nie einholen. Man bedenke hier bitte das die hochwertigen Analogen Pulte nur zu wenigen Prozentpunkten tatsächlich ausgenutzt werden. Oder anders gesagt, Was nuetzt der geringe Noisefloor und der gute Eq wenn das Gain aus Zeitgruenden falsch ist.

    2. Outboard. Ich bin schon häufig in komischen Ländern dieser Welt auf gute FOH Plätze gestossen. Und was nutzt mir das tolle XL4 und Braune Pa wenn das Outboard zum einen fehlt und zum andern defekt ist. Dazu kommt das brummende Multi und die eher bescheidenen Wandler in der Weiche und schon klingt mein 100000 Euro Pult wie ne Blechbuechse.

    Die Kombination aus beiden Gründen macht es meiner Meinung nach nahezu unmöglich die Behauptung Analog klingt besser aufrecht zu erhalten. Denn in 99% aller Fälle werden evtl positive Messwerte durch aus Zeitmangel resultierenden Bedienfehler komplett aufgehoben.

    Seitdem haben wir in unseren Ridern keine Analogoption mehr. Diese super Pulte werden von uns nicht mehr akzeptiert.

    Ich finde das ist gerade fuer so ein Pult wie das AH auch relevant. Diese Kisten haben sich trotz des Preises ja in eine gute Liga geschossen. Man sollte nicht vergessen das wir in den 80ern mehr fuer ein Hallgeraet ausgegeben haben.
    Also das Ding hat sicher eine gute Berechtigung und foerdert die Audiodemokratie. ( Guter Sound fuer Arme Bands)
    Allerdings muss man auch mal ehrlich sein. Das Channeldisplay mit den entsprechenden Potis auf der Oberfläche gab es auch schon aus Frankreich. Das Bedienkonzept der grossen I live erinnert schon sehr an Innovason. Die Idee mit dem Stagerack und Cat 5 ist natürlich super gemacht und der Preis der T ist der Hammer. Aber immer dran denken es ist auch kein Riesenpult. Und was die Verarbeitung betrifft wird uns die Zukunft zeigen wie gut die sind. Die Computertechnik hat sich in den 10 Jahren stark entwickelt und das merkt man zum Glück langsam auch.
    Ich finde eine sachliche Diskussion dazu auch gut. Und wenn es nur darum geht die sogenannte Digitale awareness zu foerdern.
    Ich würde nur den I Live Jüngern hier zu mehr Objektivität raten. Schaut euch halt mal ein wenig um. Hier nun ein Beispiel subjektiver Betrachtung.
    In einem anderen Fred ( geschlossen) wurden ja viele Pluspunkte fuer ein anderes Produkt erwähnt. Da wurde z.b doppelte redundanz als Bonus angepriesen. Es handelt sich allerdings nur um einen Vorteil und Bonus wenn der Preis stimmt. Wenn die Kiste mit doppelter redundanz dreimal mehr kostet ist das kein Argument mehr. Dann kann ich von dem anderen Pult einfach zwei kaufen und gut.

    Das AH hatte ein gutes Jahr als preiswerte Alternative. Ich glaube wir werden viele Interessante Sachen sehen dieses Jahr.

    Practice, Practice, Practice

  • billbo
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    • 8. März 2010 um 13:41
    • #744

    Den Beitrag von Gert kann man (als nüchterne Einschätzung eines erfahrenen Praktikers) so wohl uneingeschränkt unterschreiben. Ich möchte noch 2 Punkte ergänzen:
    Das Argument 'Schnelligkeit bei der Bedienung' zählt nicht mehr; zumindest wennn man es mit Pulten zu tun hat, die man sich irgendwann mal draufgeschafft hat (das erste ist das schwerste). Diesbezüglich musste ich mich im Laufe der Zeit durchaus eines besseren belehren lassen. Persönlicher Favorit ist seither nach wie vor PM5, damit geht irgendwie alles – und auch alles sehr schnell, wenn man die Kiste begriffen hat.
    Die Zusatzoptionen der digitalen Welt möchte ich nicht mehr missen. In-/ Outputdelays; ein Zusatzgate wenn sich der Kanal beim Quickchangeover als nicht ganz störgeräuschfrei erweist und die Ursache von der Bühnencrew nicht sofort gefunden werden kann, hier noch schnell einen Kompressor für den überraschend aufgetauchten Gastsänger, dort noch ein kleiner Zusatzeffekt – all dies ging früher nicht 'mal eben so'; heute kostet es einen Tastendruck. Und das funktioniert bei allen derzeit am Markt befindlichen Konzepten.

    Warum in meinen Ridern (ich spiele in der Regel eine Liga unterhalb der von Gert) trotzdem „Yamaha digital world / PM5 preferred“ steht: da weiß ich, dass ich das überall auf der Welt problemlos bekommen kann. In Hamburg, München oder Frankfurt sowieso. Aber auch hinter dem Ural, in Südamerika oder auf dem Südostasientrip kompromittiere ich damit niemanden; und einen Veranstalter, den ich da nicht vor unnötige/ unnötig teure Probleme stelle, sehe ich mit entsprechend hoher Wahrscheinlichkeit irgendwann auch mal wieder.

    Diesen Verbreitungsvorsprung müssen die Mitbewerber (A&H ist nur einer von vielen) erst noch aufholen.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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  • tufkaklto
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    • 8. März 2010 um 13:46
    • #745

    Ein weiterer Pluspunkt für mich als Techniker, der viel Systembetreuung für Verleiher macht ist auch, das ich deutlich mehr Zeit und Verkabelung benötige, um einen ordentlichen Analogplatz wo hinzubauen.

    Wenn ich dann eine Aktion mit mehr Bands habe, wo ich auch noch Aux Wege, Outboard usw umstecken muß, dann wird es durchaus mal schwierig und vor Allem zeitaufwendig, die Übersicht zu behalten.

    mache ich das digital, dann kann ich das schnell und einfach anpassen.
    Mit einem Laptop auch noch, bevor der nächste Act dran ist.

    Und auch das resetten nach der Show ist deutlich schneller.
    Wer mal einen XL3 oder eine H3000 resettet hat, der weiß, was das Arbeit ist.
    Dieses Argument ist übrigens für mich auch am Monitor ein großes.
    Mach ich Monitorsituation in Festivalähnlichen Zuständen, dann könnte ich das auch theoretisch Analog machen.
    Aber anstatt dem Reset nach der Band mach ich nur einen Recall auf eine definierte Standardscene und ich habe mir 5 Minuten gespart, in denen ich mich anderen Dingen auf der Bühne widmen kann.

    Auch dies hebt für mich die Qualität der Arbeit.

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  • gert
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    • 8. März 2010 um 15:37
    • #746
    Zitat von "billbo"


    Das Argument 'Schnelligkeit bei der Bedienung' zählt nicht mehr;

    Das Argument hab ich nie verstanden. Dazu kann ich nur einen Kollegen zitieren.

    Zitat

    Wer schnell mischen muss hat vorher Scheisse gebaut!

    Zitat von "wora"


    ich für meinen teil kann sagen, das ich seit sommer 2008 mit iLive systemen arbeite und bisher immer noch keine besser bedienbare konsole vor der nase hatte. ich bin jedenfalls nach wie vor überzeugt.

    Das kann man so nicht stehen lassen. Eins haben die Freunde aus Japan ja drauf. Wer nen SPX90 bedienen kann, kann auch jedes Yamaha Pult bedienen. Schwierig ist das sicher nicht.
    Es gibt sicher sogar bessere Bedienkonzepte als das I live aber garantiert nicht zu dem Preis. Dafür aber auch wieder mit einem ordentlichen Schluck aus der Feature Flasche. Viele andere Produkte sind ja nicht automatisch schlechter weil sie teurer sind. Sondern bieten auch fast immer viel mehr Technik fuers Geld.
    Und wie wir jetzt wissen schrumpfen die Hersteller ihre Produkte ja auf das Mass herunter.
    Schauen wir mal was dabei raus kommt.

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    • 8. März 2010 um 15:53
    • #747

    gert, billbo und klauston:
    hatte ich oben nicht geschrieben, das die speicherbarkeit ein vorteil der digitaltechnik ist?
    dazu stehe ich auch nach euren beiträgen noch ;)

    was das thema "analog klingt beser" angeht, so hat sich das mittlerweile erledigt.
    die neuesten digipulte können es da locker mit wirklich gutem analogequipment aufnehmen.

    das argument "digital ist billiger" trifft meiner meinung nach nicht in jedem falle zu.
    erstens kommt es darauf an ob schon outboard vorhanden ist und zweitens wie viel man davon für den angepeilten job benötigt. nicht jeder braucht zwingend in jedem kanal einen kompressor und nicht jeder muss am abend 5 bands durchpeitschen oder ist mit seinem pult jede woche in einem anderen land. eine verallgemeinerung bringt hier nicht viel, dazu sind die anwendungsbereiche einfach zu unterschiedlich.

    was die verleiher-liga angeht, ist digital dort schon seit jahren ganz hoch im kurs. die hintergründe dazu habt ihr ja schön aufgezählt.
    aber auch das passt zu meiner aussage ;)

    zurück zur iLive:
    was die langzeitstabilität der iLive angeht, so müssen wir das einfach mal abwarten.
    sicher macht sie im ersten moment nicht den eindruck der hochwertigsten verarbeitung, aber schauen wir mal wie sich das im alltagsleben auswirkt.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • wora
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    • 8. März 2010 um 16:15
    • #748
    Zitat von "gert"

    Das kann man so nicht stehen lassen. Eins haben die Freunde aus Japan ja drauf. Wer nen SPX90 bedienen kann, kann auch jedes Yamaha Pult bedienen. Schwierig ist das sicher nicht.
    Es gibt sicher sogar bessere Bedienkonzepte als das I live aber garantiert nicht zu dem Preis. Dafür aber auch wieder mit einem ordentlichen Schluck aus der Feature Flasche. Viele andere Produkte sind ja nicht automatisch schlechter weil sie teurer sind. Sondern bieten auch fast immer viel mehr Technik fuers Geld.
    Und wie wir jetzt wissen schrumpfen die Hersteller ihre Produkte ja auf das Mass herunter.
    Schauen wir mal was dabei raus kommt.

    ich kann das mit meinen erfahrungen schon so stehen lassen.
    dieses pult ist sehr intuitiv zu bedienen, ich behaupte es geht einfacher als bei den japanern. und auch wenn es deutliche ähnlichkeiten zur alten innovason hat, sollte das denn schlecht sein? das PM5D hat ja auch ähnlichkeiten zur SY40. das lässt sich halt nicht vermeiden
    aber vielleicht muss man meine aussage ein bisschen relativieren: ich kenne ja auch dein lieblingspult ein wenig. es bietet eine bessere übersicht über die betriebsparameter mehrerer kanäle als die ilive. das hätte ich auch gerne, aber das lässt sich leider zu dem preis nicht realisieren. auch der platzbedarf ist dann grösser.
    wenn man immer vor min. 2000 leuten spielt ist das sicher kein thema, aber ich mache z.b. viele kleine (aber hochwertige) jobs vor 300-400 leuten. da ist die iLive & M7-klasse das edelste was man finanzieren kann. eigentlich müsste ich manchmal sogar ein LS9 nehmen, das mag ich aber gar nicht.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • Joe_B
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    • 8. März 2010 um 17:37
    • #749
    Zitat von "wora"


    das argument "digital ist billiger" trifft meiner meinung nach nicht in jedem falle zu.
    erstens kommt es darauf an ob schon outboard vorhanden ist und zweitens wie viel man davon für den angepeilten job benötigt.


    Auch das Outboardgeraffel was man schon hat musste ja irgendwann bezahlt werde. :?

    Habe ja lange gezögert mit dem Schritt von analog auf digital, es war aber leichter als gedacht. Platz- und Gewichtsmäßig ist es wesentlich angenehmer. Einen Vorteil sehe ich auch in der Menge des eingebauten "Outboards". Wer hat denn an seinem analogen Platz für jeden Kanal ein Gate/Compressor/De-esser dabei gehabt? Jetzt kann man ja sagen, das braucht doch kein Mensch, aber wenns mal irgendwo brizzelt macht man einfach ´nen Deckel (Gate) drauf -fertig (man kann ja aus dem Vollen Schöpfen).
    Die Sache mit der nicht vorhandenen Redundanz macht mir allerdings noch (leichte) Sorgen. Es hat ja wenig Sinn, bei der iLive ein Standbynetzteil mitzunehmen. Es gibt ja schließlich noch genug andere Teile, die es nur einmal im System gibt, die ausfallen können. Ich nehme deshalb immer noch einen kleinen analogen Mixer mit (für den Fall der Fälle), der braucht nicht viel Platz und schafft ein wenig Sicherheit.

    Digital ist bei gleicher Qualität schon preiswerter als analog. Vergleiche doch mal HD-Recording mit ´ner 2" Maschine.

  • gert
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    • 8. März 2010 um 20:12
    • #750
    Zitat von "wora"

    gert, billbo und klauston:
    hatte ich oben nicht geschrieben, das die speicherbarkeit ein vorteil der digitaltechnik ist?
    dazu stehe ich auch nach euren beiträgen noch ;)


    Das war Zustimmung und kein Wiedersprechen. :D

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  • billbo
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    • 8. März 2010 um 21:11
    • #751
    Zitat

    Das Argument hab ich nie verstanden. Dazu kann ich nur einen Kollegen zitieren.

    Oder aber der Busfahrer/ Booker/ Fluglotse/ örtliche Durchführer/ .../? Man sollte nie ‚nie‘ sagen.
    Geschwindigkeit war für mich früher in Verbindung mit jahrelang antrainierter ‚kenn ich nicht – kann ich nicht – will ich nicht‘ – Mentalität durchaus eine echte Hürde. Zum Glück ist der Mensch lernfähig. Aber wenn ich gelegentlich mal unvorbereitet vor einer unbekannten oder mir nicht ausreichend vertrauten Kiste stehe ist das auch heute noch eine Hürde.

    Zitat

    nicht jeder braucht zwingend in jedem kanal einen kompressor ...

    Das ist richtig. Das Prinzip ‚weniger ist manchmal mehr‘ sollte man sich immer mal wieder ins Bewusstsein rufen, gerade wenn die Verlockungen so zahlreich und unkompliziert zugleich erscheinen wie heute. Klar brauche ich nicht in jedem Signalweg zwingend zwei Dynamics; nicht selten sind die Konzerte am schönsten, bei denen ich überhaupt keine brauche. Aber ich täte können wenn ich denn wollen würde – das ist irgendwie eine schöne Gewissheit. :D

    Zitat

    dieses pult ist sehr intuitiv zu bedienen, ich behaupte es geht einfacher als bei den japanern.

    I-Live (welche ich, zugegeben, bisher kaum kenne) sehe ich mit ihrer Kanalzugphilosophie sehr nahe bei Yamaha oder den Ur – Innovasons. Deren Bedienung mir erheblich mehr zusagt als etwa die (Multi)bildschirm/ Multiencoder – Oberflächengestaltung von Digico oder Soundcraft Vi; bei denen habe ich manchmal das Gefühl, in Informationen zu ertrinken. Aber da entwickelt jeder seine persönlichen Vorlieben – bei mir haben die z.B. viel mit langsam schlechter werdenden Augen zu tun. Auf einer PM5D ist das noch kein Problem. Bei mehreren D5 – Bildschirmen nebeneinander schon.
    Und ich bin ein großer Freund von Wiedererkennbarkeit; d. h. von Bedienelementen mit unveränderbar fest zugeordneter Funktion. Lebenswichtig für’s Arbeiten ‚on the fly‘, gegebenenfalls auch aus dem Setup eines fremden Kollegen heraus. So was passiert mir auch heute noch öfter als mir lieb ist.

    Zitat

    Digital ist bei gleicher Qualität schon preiswerter als analog. Vergleiche doch mal HD-Recording mit ´ner 2" Maschine.

    In diesem Zusammenhang nicht immer nur irgendwelche (imaginären) Anschaffungspreise gegeneinander aufaddieren. Entscheidender für die Gesamtwirtschaftlichkeit sind Faktoren wie Logistik, Rüstzeit, Platzbedarf, Gewicht, usw. Und da liegen mittlerweile Welten zwischen den Welten. Auch wenn ich in Einzelfällen immer wieder überrascht bin, wie unpraktisch und gigantomanisch man auch Cat5 – Multicores, abgesetzte Stageboxen, ‚Local Racks‘, u.ä. für den Transport verpacken kann.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    "Okay. Wir machen das mit den Fähnchen."

  • wora
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    • 8. März 2010 um 22:41
    • #752

    für mich waren folgende faktoren für den kauf der iLive ausschlaggebend:
    - funktionsumfang: 64kanäle und 30 mixbusse bedeuten für mich absolut genug reserve. ich hatte in meinem bisherigen mischerleben erst ein einziges mal einen job mit über 80 kanälen, ansonsten komme ich (im moment) meist mit 24-32 kanälen aus. und die 8 effekte sind ein traum, den ich vorher nie träumen konnte ;)
    - klangqualität: mein pult muss einfach meine ansprüche erfüllen, und die hiessen: klanglich mindestens so gut wie mein altes K3
    -speicherbarkeit: da ich mehrere verschiedene künstler als fester FOH-mann betreue, kann ich damit eine möglichst hohe effizienz erzielen. das bedeutet für die künstler ganz einfach: möglichst kurze soundchecks... manche wollen sogar gar keinen SC mehr machen.
    - kompaktheit: ich reise in der regel mit den musikern. also muss das pult öfter mal mitsamt stagerack und CAT-muco in einen kombi oder bus passen und darf diesen auch vom gewicht her nicht überfordern.
    - anschaffungspreis: wie schon beschrieben muss sich mein system auch mit 300-400pax finanzieren lassen.
    - wohlfühlfaktor: ein nicht zu unterschätzender punkt! ich hatte davor 2 jahre lang ein 01V96 und fühlte mich damit eigentlich nie wohl... das teil forderte einfach zu viele kompromisse von mir, die ich nicht mehr gehen wollte.

    der verleih meines pultes steht bei mir ganz hinten auf der liste, das kommt sehr selten vor. es ist MEIN werkzeug.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • billbo
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    • 8. März 2010 um 23:58
    • #753

    Damit hast Du sicherlich die für Dich richtige (u.a. weil zu der Zeit einzig mögliche) Entscheidung getroffen. Als persönlicher Arbeitsplatz auch heute in punkto Preis – Leistungsverhältnis (oder sagen wir besser: Preis – Featureverhältnis) wohl kaum zu übertreffen. Das Quäntchen Pokerspiel damit u.U. ein nicht fertig entwickeltes Produkt als unfreiwilliger Betatester zu erwerben hast Du dabei in Kauf genommen und bisher mit Bravour gewonnen; Kollegen, die aus ähnlichen Erwägungen ein paar Jahre zuvor in ein Mackie TT24 investiert hatten waren da deutlich weniger vom Glück verfolgt.
    Allein die immer wieder unterschwellig durchschimmernde Aussage ‚klingt so toll‘ (soll heißen.: klingt besser als ähnliche Produkte von Firma X, Y oder Z) sehe ich mit leichtem Unbehagen (weil ich sie nicht nachvollziehen kann): die Einen (Besitzer? :wink: ) sprechen von ‚durchsichtig‘, die Anderen (Besitzer von Konkurrenzprodukten? :roll: ) sagen ‚dünn‘. Ich sage: man kann damit ohne nennenswerte klangliche Abstriche Livepopkonzerte mischen. Mit manchem Mitbewerberprodukt ebenfalls.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

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  • wora
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    • 9. März 2010 um 01:12
    • #754

    also ich habe ja mittlerweile doch einige erfahrungswerte auf verschiedensten anlagen - und auch mit anderen mischpulten. und ich kann dir sagen, das die iLive wirklich angenehm warm und durchsichtig klingt. wenn da von "dünn" die rede ist, dann stimmen die erfahrungswerte nicht bzw. war vielleicht etwas an der verwendeten anlage faul...
    oder es durfte einfach nicht gut klingen, weil der falsche name draufsteht. das auge hört ja bei manchen kollegen extrem mit, das kennen wir doch alle...

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • remix2003
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    • 9. März 2010 um 08:15
    • #755

    Unterschreibe ich 100%. Ist bei mir detto.

    lg Horst

    Zitat von "wora"

    für mich waren folgende faktoren für den kauf der iLive ausschlaggebend:
    - funktionsumfang: 64kanäle und 30 mixbusse bedeuten für mich absolut genug reserve. ich hatte in meinem bisherigen mischerleben erst ein einziges mal einen job mit über 80 kanälen, ansonsten komme ich (im moment) meist mit 24-32 kanälen aus. und die 8 effekte sind ein traum, den ich vorher nie träumen konnte ;)
    - klangqualität: mein pult muss einfach meine ansprüche erfüllen, und die hiessen: klanglich mindestens so gut wie mein altes K3
    -speicherbarkeit: da ich mehrere verschiedene künstler als fester FOH-mann betreue, kann ich damit eine möglichst hohe effizienz erzielen. das bedeutet für die künstler ganz einfach: möglichst kurze soundchecks... manche wollen sogar gar keinen SC mehr machen.
    - kompaktheit: ich reise in der regel mit den musikern. also muss das pult öfter mal mitsamt stagerack und CAT-muco in einen kombi oder bus passen und darf diesen auch vom gewicht her nicht überfordern.
    - anschaffungspreis: wie schon beschrieben muss sich mein system auch mit 300-400pax finanzieren lassen.
    - wohlfühlfaktor: ein nicht zu unterschätzender punkt! ich hatte davor 2 jahre lang ein 01V96 und fühlte mich damit eigentlich nie wohl... das teil forderte einfach zu viele kompromisse von mir, die ich nicht mehr gehen wollte.

    der verleih meines pultes steht bei mir ganz hinten auf der liste, das kommt sehr selten vor. es ist MEIN werkzeug.

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  • tufkaklto
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    • 9. März 2010 um 10:25
    • #756
    Zitat von "BillBo"

    Allein die immer wieder unterschwellig durchschimmernde Aussage ‚klingt so toll‘ (soll heißen.: klingt besser als ähnliche Produkte von Firma X, Y oder Z) sehe ich mit leichtem Unbehagen (weil ich sie nicht nachvollziehen kann): die Einen (Besitzer? ) sprechen von ‚durchsichtig‘, die Anderen (Besitzer von Konkurrenzprodukten? ) sagen ‚dünn‘. Ich sage: man kann damit ohne nennenswerte klangliche Abstriche Livepopkonzerte mischen. Mit manchem Mitbewerberprodukt ebenfalls.

    Mit freundlichem Gruß
    BillBo

    Genau das ist es auch, was mich stört, weil es auch immer subjetive Empfindungen sind.
    A&H sagt, das Ihr Pult einen warmen und durchsichtigen Klang hat ( unabhängig davon, was ist ein warmer und durchsichtiger Klang ), bei Digico sagt man auch, das durch die FPGA die >Pulte wärmer klingen, ebenso bei Midas, und und und.

    Für jeden klingen seine Pulte ( Als Vertriebler oder Besitzer ) immer am Besten
    Komisch auch.

    Subkektiv mögen die Eindrücke ja stimmen.
    Deswegen kauft man sich das auch, weil es für einen selbst so ist.

    Und das passt ja auch.

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  • simonstpauli
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    • 9. März 2010 um 10:46
    • #757
    Zitat von "klauston"

    Genau das ist es auch, was mich stört, weil es auch immer subjetive Empfindungen sind.
    A&H sagt, das Ihr Pult einen warmen und durchsichtigen Klang hat ( unabhängig davon, was ist ein warmer und durchsichtiger Klang ), bei Digico sagt man auch, das durch die FPGA die >Pulte wärmer klingen, ebenso bei Midas, und und und.

    Für jeden klingen seine Pulte ( Als Vertriebler oder Besitzer ) immer am Besten
    Komisch auch.

    Subkektiv mögen die Eindrücke ja stimmen.
    Deswegen kauft man sich das auch, weil es für einen selbst so ist.

    Und das passt ja auch.


    Hehe, das gute alte Problem der Subjektivität.

    Ich behaupte ja, daß die Bedienoberfläche einen höheren Anteil am Gesamtsound trägt als die technischen Werte, einfach dadurch, daß der Bediener seine Vorstellungen umsetzen kann.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • tufkaklto
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    • 9. März 2010 um 10:49
    • #758

    Danke, +1

    Sowas hab ich weiter vorne schon geschrieben, das Pulte sehr davon leben, wie gut man mit ihnen arbeiten kann.

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  • Oliver Derks
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    • 9. März 2010 um 12:47
    • #759
    Zitat von "simonstpauli"

    Ich behaupte ja, daß die Bedienoberfläche einen höheren Anteil am Gesamtsound trägt als die technischen Werte, einfach dadurch, daß der Bediener seine Vorstellungen umsetzen kann.

    Jop!
    Daumen hoch für diese Aussage.

    Problem ist nur: Damit sind 90% aller Digitalpultdiskusionen und 100% aller PA Forums Diskusionen eigentlich beendet!

  • voetter1
    Beiträge
    638
    • 9. März 2010 um 12:51
    • #760

    Die Klangdiskussion hats auch bei den Analogen Pulten gegeben und wirds wohl immer geben solange nicht alles unterm Behringer Dach verschwindet...
    Und richtig schlecht klingen Digitale Pulte ab einer gewissen Eurogrenze auch nicht.
    darum wird sich wohl in Zukunft alles um die Bedienbarkeit drehen (oder vieles)
    und da ist nunmal ein Unterschied zwischen den einzelnen Pulten da und daher hat auch jeder sein Lieblingspult.
    Ich koennte zum Beispiel nix mit Digidesign anfangen.
    War mir beim Gig fast zu kompliziert. (gut, mag sicher auch an meinen beschraenkten geistlichen Faehigkeiten liegen)
    Beim ILive kann ich halt wirklich fast jeden dranstellen und mit a bissl Mithilfe kann nach 5 Minuten jeder Gastmischer damit arbeiten.
    Weiss nicht wie es mit Digico und Konsorten ist.
    Eim Yamaha ist der einzige grosse Pluspunkt das es einfach jeder kennt, ansonsten haette es mittlerweile keine Chance mehr am Markt bei dem Preis, is meine Meinung.

    Einmal editiert, zuletzt von voetter1 (9. März 2010 um 19:52)

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