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Digitalpult für Kirchengemeinde?

  • matzem
  • 16. Februar 2009 um 13:58
  • matzem
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    78
    • 16. Februar 2009 um 13:58
    • #1

    Hallo liebes Forum,

    da bin ich wieder mal mit so einer seltsamen Frage:

    Ich bin in unserer Kirchengemeinde für die Tontechnik verantworlich und stehe wahrscheinlich bald vor dem "Problem" ein neues Mischpult anschaffen zu dürfen.

    Damit keine falschen Vorstellungen entstehen, es gibt Kirchen, in denen die Orgel spielt (alte Leute, leere Bänke...) und solche die in einem Gemeindehaus auch am Sonntag eine moderne Instrumentierung etc. vorweisen können (gemischtes Publikum, volle Stuhlreien :D ).

    So ist der Hauptanwendungsbereich bei uns in dem Abmischen von diversen Musikteams / Bands, Einbinden von kleinen Theaterstücken (mit diversen Funkstrecken) und natürlich verschiedene Ansagen (Sprache) zu sehen.

    Es existiert derzeit ein Soundcraft Spirit 4² (24 Kanäle, 4 Sub, 6 Aux...). Kanalmäßig ist das das absolute Minimum, da es ja letztlich eine Festinstallation ist, und die Bühnenseitigen Bodensteckfelder, sowie die Funkmikros weitestgehend fest aufgelegt sein sollen. Zur Not gibt es ein kleines Patchfeld um hier noch etwas variieren zu können.
    Im Siderack dann ein paar dynamische dbx Teile (insges. 6 Kanäle) und 2 einfache Effektgeräte von Alesis.

    So, nun sind vom 4² 2 Kanäle irgendwie hinüber (starke unwillkürliche Lautstärkeschwankungen, die auf eine kalte Lötstelle oder schlimmer noch irgend einen Platinenriss hindeuten könnten). Das Pult wurde auch schon mal hier und da hintransportiert (und das ohne Case, da ja eigentlich fest installiert :cry: )...

    Wie auch immer denken wir derzeit darüber nach, das Teil mittelfristig zu erneuern (bevor noch mehr Kanäle "abrauchen").

    Stellt sich nun die Frage an das Forum (nach meiner doch etwas ausführlicher geratenen Einleitung), ob es eine sinnvolle digitale Pultvariante gibt, die auch von "Laien" bedienbar ist. Letztlich sind es alles Ehrenamtliche Leute, die hier zugange sind.
    Keine Ahnung wie schnell man sich hier in so etwas einarbeiten kann...

    Ich stelle mir Vorteile wie fest abgespeicherte Presets für einzelne Redner oder Musikgruppen oder ausreichend dynamische "Inserts" oder Effekte vor, hab aber einige Bedenken was im z.B. Rückkopplungsfall passiert, und der "Laie" den Überblick verliert, in welcher Schaffensebene er sich gerade befindet.

    Gibt es so etwas wie "Halbdigitale" Pulte??

    Was zeigt hier die gesammelte Erfahrung?

    Das ganze sollte zu allem Überfluss auch noch finanziell nicht aus dem Rahmen fallen, da es letztlich aus dem Gemeindeetat finnaziert werden muss.

    Danke schon mal für alle Antworten

    Und ich werde dem Getöne deiner Lieder ein Ende machen, und der
    Klang deiner Lauten wird nicht mehr gehört werden. Hesekiel 26,13

  • tufkaklto
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    • 16. Februar 2009 um 14:31
    • #2

    je nach Digitalpult hast Du natürlich viele Möglichkeiten.
    Einen Vorteil, den ich sehe:

    Der Laie ruft die gespeicherten Setups auf, und man kann bei einigen Pulte einstellen, wo der entsprechende Laie NICHT reinkann zum bedienen.

    Sowas ist oft sinnvoller, als den irgendwo rumdrehen zu lassen.

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • Beffel
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    • 16. Februar 2009 um 14:44
    • #3

    Nun meiner Erfahrung nach ist dafür ein digitaler Mixer sogar besser geeignet, weil außer An, aus und Lautstärke nichts direkt veränderbar ist. Gerade bei den kleineren (Yamaha 01V oder Tascam DM) ist zudem der Funktionsumfang eher übersichtlich. Da hilft ein einfacher Aus-Reset und das Preset fährt wieder hoch. Das Problem ist ja eigentlich, dass ein Laie eher grundsätzlich überfordert ist. Da ist ein analoges Pult mit Routing, Gruppen, Parametrik, Aux-Wegen etc. doch noch verwirrender. Ein solcher User kapiert dann nicht, wenn am eingeschliffenen Dynamik-Proz der Pegel komplett heruntergedreht wurde oder der Kanal einfach nicht auf den Master geroutet ist! Zumindest läuft es bei unsere DAUs mit den digitalen Pulten besser.

    Beffl, so a Glaber! Dess glabst da jao salber nedd,
    obbar es bassd schoh!

  • thc
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    • 16. Februar 2009 um 15:56
    • #4

    Die Situation kenne ich doch.
    Unsere Erfahrung: Je besser man sich mit der Materie auskennt, desto eher geht die Entscheidung Richtung digital.
    Die MitarbeiterInnen, die selten am Mischpult sitzen, sind schon mit dem Analogpult - A&H GL 2800-48 - überfordert.
    Da sind dann hinterher bei den benutzten Kanälen alle möglichen Routing-Schalter gedrückt, auf jeden Fall aber die für L+R.
    Andererseits kämen die aber auch nie auf die Idee, etwas anderes als die Fader zu benutzen.
    Ich vermute mal, dass es bei Euch fast genauso ist wie bei uns:
    Eine Menge Veranstaltungen, bei denen man mit einem Zuspieler und einem Mikro auskommt.
    Und ein paar Veranstaltungen wie der Gottesdienst mit Band und Theater, wo eine Ebene auf einem kleinen Digitalpult nicht reicht und selbst zwei Ebenen knapp sind, die dann aber auch von den Leuten betreut werden, die mit dem Material umgehen können.
    Wir haben das mit unserer portablen VT-Ausstattung so gelöst:
    Alle Geräte sind 19"-fähig und gecased.
    Im Case mit den Funkempfängern ist oben ein Phonic PHHB24FW. Das reicht für die ganz einfachen Ansprüche.
    In einem zweiten Case ist ein Behringer DDX-3216 mit einem ADA-8000. Das reicht für kleine Gottesdienste und Veranstaltungen.
    In einem dritten Case ist ein Yamaha 01V96. Das reicht zusammen mit dem DDX für alle Veranstaltungen.
    Mehr gibt auch unser MuCo gar nicht her.
    Und die drei Pulte sind mit Case und Wandlern immer noch billiger als z.B. ein LS9-32.
    Mehr bei Interesse per PN

    Gruß
    Claus
    http://www.kirche-nierenhof.de

  • matzem
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    • 16. Februar 2009 um 16:51
    • #5

    Danke für das Feedback,

    Tja, wir liegen mit unserer Anforderung wohl irgendwie dazwischen...

    Wir haben so 2-4 Leute, die sich recht gut auskennen, und denen ich ein Digipult schon zutraue.

    Dann haben wir einige Leute, die das auch schon recht lange machen, das vorhandene Equipment vernünftig bedienen können, aber nicht hintendranblicken (d.h. sie machen was wissen aber nicht unbedingt was da eigentlich in echt passiert...).

    Dann gibt es natürlich immer wieder Neueinsteiger die mit sehr untgerschiedlichem Basiswissen an die Sache rangehen.

    Gerade für jemand, der sich in das Thema gerne einarbeiten möchte, aber kaum Basiswissen hat, stelle ich mir den Einstioeg direkt auf ein 01V oder gar ein LS9 schon krass vor.

    Leztlich sind wir aber darauf angewiesen, dass sich immer wieder Freiwillige finden, und da muss man auch mal Quereinsteigern eine Chance geben...

    Grundsätzlich ist bei uns die Anlage fest installiert. Haupteinsatzgebiet Gottesdienst und Sonderveranstaltungen (hier dann Band mit meist Drums, Bass, Gitarre, Piano, 1-3 Gesang, 1-2 Redner (Funk), 2 -3 Monitore...)

    Die wenigen "Sprachveranstaltungen" mit einem Mikro schafft der Pastor alleine :)

    Gerne weitere Erfahrungen...

    MM

    Und ich werde dem Getöne deiner Lieder ein Ende machen, und der
    Klang deiner Lauten wird nicht mehr gehört werden. Hesekiel 26,13

  • bemi
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    • 16. Februar 2009 um 17:42
    • #6
    Zitat von "Beffel"

    Gerade bei den kleineren (Yamaha 01V oder Tascam DM) ist zudem der Funktionsumfang eher übersichtlich. Da hilft ein einfacher Aus-Reset und das Preset fährt wieder hoch.

    das kann man so pauschal nicht sagen. Bei Yamaha ist es nicht so, bei Behringer schon, Tascam weiss ich nicht.


    Ich wuerde mir fuer die Anwendung ein je nach Budget ein 01V96, LS916 oder LS932 holen, passende Preamps ggf. dazu. 01V96 und 2x ADA8000 kosten brutto z.Zt. um 3000,-

    Den Vorschlag noch einen Presetmischer einzusetzen finde ich gut: da gibts von z.B. von A&H die http://www.idrseries.com/


    VG bemi

    Viele Grüße aus dem Allgaeu - Michael "bemi" Bernhard
    https://bemiton.wordpress.com/

  • TomyN
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    • 16. Februar 2009 um 19:28
    • #7

    Hi,

    also die Baptisten hier bei uns (Hallo Martin, wo bist du :) haben sich nach längerem überlegen ein Mackie TT besorgt, und fahren damit recht gut. Allerdings haben die auch engagierte Leute, die ab und zu eine Schulung veranstalten.

    Tomy

    SIM II Operator und Dante Level I-II-III (Dante sogar dreimal :)
    Jugendschwimmabzeichen, Rettungsschwimmabzeichen in Bronze
    Meine kommerziellen Softwareprodukte SATlive und LevelCheck

  • Beffel
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    • 16. Februar 2009 um 19:35
    • #8

    Das ist ja gerade der Vorteil eines Digi-Pultes. Es sind garnicht so viel Knöpfe da. Genau das was den meisten doch eigentlich reicht. Die wollen nur eben schnell was über die Anlage sagen oder einen Titel zuspielen. Wenn viele Knöpfe da sind, dann wird auch gespielt. Hinterher ist die Technik beschissen und es will niemand gewesen sein.
    Ich habe erst vor Kurzem genau wieder diese Erfahrung gemacht. Die Jugendband einer Kirchengemeinde wollte Ihren ersten Gig spielen und haben sich von uns unseren alten Mitec geholt.
    Der erste Anruf:
    "Da kommt nichts raus! Die Kanäle sind alle kaputt!" ==> hingefahren: alle Masterroutings ausgeschalten!
    Der zweite Anruf:
    "Das Pult ist trotzdem kaputt! Es klingt scheiße und ist zu schwach!" ==> wieder hingefahren: alle EQ-Potis auf Linksanschlag und alle Gains voll auf!
    Der dritte Anruf:
    "Kannst Du bitte kommen? Ich glaube wir packen das nicht!" ==> wieder hingefahren und hinterher Rechnung geschrieben

    Was die Kanalzahl betrifft, deshalb habe ich ja das Tascam erwähnt. Hier gibt es für relativ kleines Geld schon eine brauchbare 24-er Konsole.
    Übrigens setze ich im Handverleih für Schülertheater, Kirchenchor etc. die Behringer DDX-3216 ein, weil die mit dem letzten Preset wieder hochfahren. Die meisten finden das toll. Sie kommen hin, schalten ein und los geht´s. Zwei der von uns betreuten Gemeinden haben inzwischen selber einen Behringer selber eingebaut. (Gibt´s aber nur noch gebraucht!)
    Die haben sich von uns ein Preset für den Gottesdienst einstellen lassen und das läuft jetzt seit ca. 2 Jahren.
    Wenn ich selber mit vor Ort bin, dann nehme ich für solche Aufträge lieber das 01V, weil es mir einfach vom Klang besser gefällt.
    Wer sich dann damit beschäftigen will, tut das auch. Egal ob Einsteiger oder Profi!

    Beffl, so a Glaber! Dess glabst da jao salber nedd,
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  • matzem
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    • 16. Februar 2009 um 19:41
    • #9

    Hab mal im Netz geschaut.

    Scheint mir ein sinnvolles Preis Leistungs Verhältnis zu haben...

    Werds mir auf der PLS mal anschauen, wenns da ausgestellt wird!

    MM

    Und ich werde dem Getöne deiner Lieder ein Ende machen, und der
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  • Beffel
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    • 16. Februar 2009 um 19:48
    • #10

    Ich sollte vielleicht noch anfügen, dass ich sehr lange Zeit ein Digi-Gegner war! Einmal weil es vor 25 Jahren noch nichts bezahl- und brauchbares gab und man mit zunehmenden Alter bequemer wird. Da ich aber vor 5 Jahren bei einem Musicalprojekt mit einer digitalen Konsole arbeiten musste, hat sich meine Einstellung grundsätzlich dazu verändert. Mein großer Sohn (Teenie) hat sich mit dem analogen A&H auf jeden Fall viel schwerer getan als mit dem digitalen Tascam. Das liegt einfach daran, dass die Bedienung Schritt für Schritt funktioniert. Das ist eigentlich viel intuitiver als wir "alten Hasen" uns das vorstellen.

    Beffl, so a Glaber! Dess glabst da jao salber nedd,
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  • bernd reusch
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    • 16. Februar 2009 um 21:25
    • #11

    Für eine Kirchengemeinde würde ich wie die Mehrheit der bisherigen Beitragsschreiber auf jeden Fall auch ein Digitalpult empfehlen, einfach weil Presets wieder auf Knopfdruck abrufbar sind und man zu Beginn nicht jedes Mal checken muß, was der Vorbediener vergessen hat zurückzustellen oder irgendwelche jugendlichen Witzbolde verstellt haben, um das Können des Bedieners zu prüfen.
    Auch sollte man nicht vergessen, daß man bei Digitalpulten auf viel Outboard-Equipment wie Kompressoren, Effekte, etc. verzichten kann, weil die Pulte das intern zur Verfügung stellen (solange man an die Effekte nicht High-End-Ansprüche stellt) und so evtl. sogar Geld sparen kann (oder Dinge 'umsonst' dazubekommt, die die Gemeindeleitung als externes Gerät nie genehmigen würde, weil dort niemand ist, der versteht, wozu man das überhaupt braucht). Je nach Gerät ist auch das evtl. mögliche freie Routing in einer Kirchengemeinde u.U. sehr Vorteilhaft: Es können z.B. Delaylines direkt aus dem Pult angefahren werden oder teilbare Säle mal ganz, mal halb, mal gesplittet betrieben werden (Zonenbetrieb) etc.
    Auf der anderen Seite haben vor allem 'kleine' digtale Mischpulte den Nachteil, daß die i.d.R. vergleichsweise wenige Ein- und Ausgänge sowie Bedienelemente besitzen, diese aber dann mehrfach belegt sind. Vor allem als erfahrener 'Analogmischer' tut man sich da am Anfang schwer, wenn nicht mehr alle Bedienelemente im direkten Zugriff befinden.
    Von der in einem Beitrag weiter oben genannten Möglichkeit des Sperrens von Funktionen halte ich dagegen nichts, da damit hauptsächlich Leute behindert werden, die sich wesentlich besser auskennen als der Administrator...
    Was in einer Kirchengemeinde auch immer bedacht werden sollte ist die 'feste Belegung' einiger Kanäle (z.B. Altar, Kanzel, Funkmikro, ...). Die Anzahl der so vorbelegten Kanäle muß zu den Kanälen für die Band bzw. das Musikteam addiert werden, um die minimale Größe des neuen Pults zu bestimmen. Auch sollte die Anzahl der möglichen Aux-Wege (Monitore, Effekte) bei der Auswahl genau bedacht werden. Kirchengemeinden neigen auch tendenziell dazu, nicht für die Zukunft zu planen (wir haben 2 Sänger, 2 Gitarren und ein Keyboard, da reicht ein 8-Kanalpult...), was dazu führt, daß in vielen Gemeinden hoffnungslos unterdimensionierte Pulte im Einsatz sind, die dann 'trickreich' mit weiteren unterdimensionierten Subpulten 'erweitert' werden. Das ist aber 'rausgeschmissenes Geld, sinnvoll arbeiten kann man so nicht. Lieber 2 Nummern zu groß als eine zu klein. Wenn ich 32 Kanäle zur Verfügung habe, aber an 50 Sonntagen im Jahr nur 8 brauche, stört das weniger als wenn ständig faule Kompromisse gemacht werden müssen, weil zu wenige Kanäle da sind. Auch dieser Punkt sollte in der Planungsphase bedacht werden. Wenn man jetzt bei der Planung auf rechnerisch auf 18 benötigte Kanäle kommt, das gewünschte Digipult aber nur als 16er oder als 32er-Ausführung zu haben ist, dann könnte das im Zweifelsfall zum Argument gegen das Pult werden. Trotzdem sollte man aber nicht von vornherein Notlösungen wie 16er-Pult + externer A/D-Wandler an der ADAT-Schnittstelle einplanen!
    Letztlich würde ich einfach eine Checkliste mit den Anforderungen an das neue Pult machen und dahinter 2 Spalten für digital und analog und bewerten, welches Gerät die Anforderung besser erfüllt. Und am Schluß die wichtigen Anforderungen nehmen und schauen, in welcher Spalte mehr Kreuze sind...

  • simonstpauli
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    • 16. Februar 2009 um 21:33
    • #12

    Unbedingt unterstreichen möchte ich den Punkt "keine externen Wandler".

    Für den zuverlässigen Aufruf von Presets sollten alle Preamps speicherbar sein.

    Also z.B. LS9-32 und nicht LS9-16 + 2x Wandler, auch wenn es ein paar Euro spart.

    Christian Tepfer * Monitor-Operator, HF-Betreuer, FOH-Mischer, Klang-Gestalter
    http://klanggestaltung.wordpress.com/

  • 4Art
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    • 17. Februar 2009 um 08:59
    • #13

    Auf jeden Fall eine Kombination zwischen guter Matrix mit abgesetztem Faderbedienteil oder so (z.Bsp. Symetrix 780 oder so) für DAU's und Analogpult für Worship.

    Unsere Erfahrung nach X installierten Kirchen und Freikirchen. Ich kenne mehr als eine Gemeinde, bei welcher der Soundguru irgend wann mal keinen Bock mehr auf den Laden hatte, abgehauen ist und danach überhaupt gar niemand mehr irgendwas einstellen konnte.

  • stepu
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    • 17. Februar 2009 um 10:00
    • #14

    Moin moin,

    ich rate auch zum Digitalpult, allerdings MIT externem Wandler, wenn ein bißchen auf den Preis geschaut werden muss.
    Ansonsten das LS9-32, mit Mackie wäre ich vorsichtig wegen schon oft aufgetretener Ausfälle im Betrieb.
    Das war bei uns in der Gemeinde 3x so mit dem Behringer DDX, seitdem haben wir ein Yamaha 01V96.
    Leider mussten die Einkäufer des Billigpultes learning-by-doing betreiben...

    Wir kommen mit den 16 Kanälen des 01V96 aus (Drums nur teilweise abgenommen, und geile, leise klingende Drumkits von adoro-drums.de),
    wenn wir die Zuspieler (CD, PC, DVD, TV) auf einen externen Wandler ala Behringer ADA8000 stecken. Und der kann - einmal eingestellt - für alle Zeiten unangetastet bleiben.
    Ein weiterer Vorteil:
    Alle Mikros auf Layer 1, alle Zuspieler auf Layer 2 danach. Ist einfach zu merken und sicher in Stressituationen garnicht so verkehrt!

    Leider haben viele Halblaien (die schon lange und öfter mit nem Analogpult gearbeitet haben, aber viele Grundkenntnisse des Mixens doch noch nicht drauf haben)
    mit digitalen Pulten oft Angst, sich weiter in das Pult einzuarbeiten. Da wäre dann ein Analoges sicher besser zu verstehen und das Mixen erstmal schneller zu lernen.
    Wenn man aber die Zeit (und Nerven) hat, ein gutes Jedermanns-Gemeinde-Preset zu basteln (und immer mal wieder aufs Pult zu laden, denn Christen sind leider die schlimmsten Besserwisser der Welt - ich bin auch einer "Zwincker-Smilie"), ist Digital die sinnvollere Lösung denke ich.
    Und es bleibt die Chance, sich gemeindeintern besser kennenzukernen, wenn man Fortbildungen machen MUSS.


    mfg stefan

    Ey Digger, ich bin Plugger, nich Rigger!

  • matzem
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    • 17. Februar 2009 um 11:09
    • #15

    Ok, ich sehe schon, wohin die Tendenz geht :)

    Grundsätzlich fände ich das ja auch ne schicke Sache. Mal sehen welches Budget ich der Gemeinde entlocken kann.

    Ich befürchte, dass die bei fast €9.000,-- für ein LS9-32 komplett aus den Latschen kippen, da der Nachfolger von unserem Pult (4²) ja vermutlich für weniger als die Hälfte zu bekommen ist (klar, kann ja auch viel weniger).

    Aber vielleicht gibt es uns tatsächlich die Chance die Leute mal so richtig einzuarbeiten und die Möglichkeiten (die je z.T. jetzt schon vorhanden sind und nicht oder falsch genutzt werden) die die Technik bietet sinnvoll einzusetzen.

    Die restliche Technik (Lautsprecher, Amps, Lautsprecher Controller...) soll ja unangetastet bleiben, da soweit ok, richtig dimensioniert und passend eingestellt nicht verändert werden. Auch der Weg zur Bühne (Multicore und so) kann aus baulichen Gründen nicht verändert werden.
    Daher geht es tatsächlich um einen 1zu1 Austausch des Pultes.

    Gibt es noch weitere Erfahrungen von Umsteigern?

    MM

    Und ich werde dem Getöne deiner Lieder ein Ende machen, und der
    Klang deiner Lauten wird nicht mehr gehört werden. Hesekiel 26,13

  • Urs
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    184
    • 18. Februar 2009 um 17:52
    • #16

    Hab gerade dein Post gesehen, ich habe viel Erfahrung mit genau dem was du beschreibst und kann sagen:

    Ein 01V96 mit zwei externen Wandlern, hab die vom Ohr, tuen es für diese Anwendung wunderbar. Ich komme aus dem kirchlichen Bereich genau mit den "Zuständen" wie bei dir. Klare Empfehlung, vor allem da man immer auf den Preis achten muss. Ich mache damit auch ein paar mal im Jahr größere Dinger wobei ich das Pult voll belegt habe. Ist für die Anwendung zu empfehlen, für weitere Fragen steh ich dir per PM zur Verfügung.

    MfG URs

    Ing. M.Sc. Urs Obernolte

  • lacero
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    2
    • 19. Februar 2009 um 19:53
    • #17

    Wir haben vor kurzem bei uns in der Gemeinde umgebaut und dabei auch die Technik in angriff genommen.

    Wir haben uns für das Roland M-400 enschieden, da auch ein neues Multicore her musste. Ich kann aber sagen, dass sich auf alle Fälle der Umstieg von analog (Soundcraft Spirit 16 CH) gelohnt hat.

    Auch unsere neuen recht unerfahrenen Techniker kommen damit gut zurecht, da nur Presets aufgerufen werden und es kann los gehen.

    Ich muss sagen, das ich vom M-400 sehr überzeugt bin und es auch sehr intuitiv zu bedienen ist.

  • Mamel
    Beiträge
    42
    • 19. Februar 2009 um 22:38
    • #18

    Hallo,
    jetzt will ich mich doch auch mal melden.
    Wir stehen vor einer ähnlichen Entscheidung in unserer Gemeinde. Wir haben bisher ein Allen & Heath GL2800-40Ch im Einsatz. Dies ist bis auf wenige Kanäle auch ausgelastet. Wir haben bei uns die Situation, dass wir am Sonntag zwei Gottesdienste (morgens und abends) haben, die jeweils von versch. Technikern gefahren werden. Dann kommt ab April ein dritter Gottesdienst am Samstag Abend dazu. Zusätzlich gibt es unter der Woche noch Bandproben von 3 Musikteams. Und da habe ich irgendwann die Entscheidung gefällt, dass eine digitale Lösung her muss.

    Ich habe mich ziemlich fest auf ein M7CL eingeschossen. Ich finde die Bedienung klasse und an Weihnachten konnte einer unserer Techniker nach einer 1-stündigen Einweisung den Weihnachtsgottesdienst und die Proben dazu ohne einen einzigen Bug fahren. Die Entscheidung schien klar: M7CL-48. Auch wegen der USB-Berechtigungen, StudioManager (da kann man auch mal schnell per VPN übers Netz das Pult für eine Probe richten) usw.

    Doch jetzt stellt A&H doch glatt sein iLive T vor. Dieses habe ich zuerst vom Bedienkonzept völlig abgelehnt (Faderbänke z.B.). Aber nachdem ich mich mit einigen unterhalten habe, die ein iLive schon bedient haben und ich mir die Philosophie der Channel-Strips klargemachte habe, denke ich, dass man damit auch mit einer Mannschaft aus Semi-Professionellen und ehrenamtlichen Technikern klarkommen könnte. Ich muss mir das Teil mal in Wiesbaden bei A-T bzw. auf der Messe zeigen lassen.
    Bleibt noch die Frage, wie man einen Monitorsplit beim iLive T machen kann und ob es z.B. eine Aviom-Karte geben wird. spannende Sache...

    Ich denke, bei der ganzen Diskussion ob Digipult ja/nein sollte man sich wirklich genau den Anwendungsfall betrachten: Preset aufrufen und gut oder will man damit "richtig mischen". In letzterem Fall kann man, wenn man sich verrannt hat, einfach ein zuvor gespeicherten Snapshot aufrufen. Das geht beim analogen nicht. Und wenn ich mir ansehen, was da teilweise wildes an den Knöpfen eingestellt wird... :(

    Bin mal gespannt, was es noch an Input zu diesem Thema gibt...

    Manuel
    http://www.icf-karlsruhe.de

  • bernd reusch
    Beiträge
    61
    • 19. Februar 2009 um 23:07
    • #19

    Wenn man natürlich über das Budget für ein M7CL-48 verfügt, wäre für mich der Fall auch klar. Dieses Pult ist von der Bedienung der Grundfunktionen her nicht mehr weit weg von einem Analogpult. Und wirklich fast alles drin, was man sich wünschen kann. 16 frei routbare Outputs, das sollte für die gängigsten Monitorsetups neben mehreren Delays und Nebenraumbeschallungen ebenfalls reichen. Nur: soviel Geld gibt vielleicht eine größere freikirchliche Gemeinde aus, in den großen Kirchen wird man für so etwas kaum eine Mehrheit finden - auch wenn man dann wirklich fertig ist und kein Siderack mehr braucht. Und eine kleine Gemeinde kann sich sowas schlicht nicht leisten. Mehr als 20000 Euro (MWSt. muß ja dann auch bezahlt werden, weil man 'Endverbraucher' ist) hat halt nicht jeder in der Portokasse. Und wenn jahrelang nur dafür Spenden gesammelt werden müssen, ist das auch nicht so toll. Das andere beschriebene Pult kenne ich leider überhaupt nicht, von daher kann ich da auch nichts dazu sagen.

  • Mamel
    Beiträge
    42
    • 19. Februar 2009 um 23:12
    • #20

    Hallo Bernd,
    Geld ist ja genau der Knackpunkt: Das iLive T wird nicht wirklich viel mehr als ein LS9 kosten. Und mir ist schon klar, dass das eine andere Spielklasse ist, als z.B. ein 01V. Wir haben selbst eine Entwicklung von klein nach groß hinter uns: Dynacord Powermate (6Mic / 2 Line Kanäle), Mackie SR24, A&H GL2800-40. Und jetzt muss eben was speicherbares her.

    Vielleicht hat ja noch jemand Erfahrung mit größeren Digipulten im kirchlichen Einsatz...

    Manuel

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