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Wieviele verschiedene Mikrofone braucht die Livesoundpraxis

  • guma
  • 20. Februar 2009 um 15:16
  • gylo
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    440
    • 23. Februar 2009 um 19:14
    • #61

    Um mal zu den "Ausgangstypen" aus dem allerersten Beitrag zurückzukommen:
    Ich würde mich irgendwo zwischen "Musiker" und "Pragmatiker" einordnen, beides aber unbedingt mit dem Attribut "durchaus experimentierfreudig". In der Anwendung heisst das:

    Ich habe Mikrofone, von denen ich weiss wann sie wo eingesetzt welchen Klang hervorbringen. Mit diesen Mikrofonen schaffe ich es notfalls auch, ganz schnell einen halbwegs passablen Sound zu schaffen.
    Wenn ich mal Zeit habe UND die Band gut kenne, nehme ich aber auch gerne Anregungen von Kollegen (meistens Verleihern) á la "Ich hab hier ein neues Mikro XY, willst du das nicht mal da-und-da ausprobieren?" an. Sollte das gar nicht funktionieren, kommt das neue Mikro weg und eins von den altbewährten hin, wenn es gut funktioniert kenne ich ein Mikro mehr und habe evtl. sogar einen neuen "Favoriten" gefunden.

    Zur, ich nenne es mal "Gleichberechtigung" zwischen Pult-EQ und Mikrofon bin ich der Meinung, dass beides gleich wichtig ist. Es gibt Mikrofone, die durch ihren Frequenzgang ein bestimmtes, manchmal gewolltes Klangbild erzeugen. Manchmal braucht men den EQ, um das noch zu unterstützen, manchmal aber auch, um das durch das Mikro erzeugte Klangbild wieder einigermaßen linear zu bekommen. Dennoch behält das Mikro seinen Platz am entsprechenden Instrument, weil es für die Auswahl eben dieses Mikros nicht nur den Klang als Grund gibt. Man weiss halt, dass man am EQ drehen muss.
    Darüber hinaus benutze ich den EQ, um -wie schon von anderen geschrieben- nicht notwendige Frequenzen aus dem entsprechen Kanal rauszuhalten und so u. A. das Übersprechen (bzw. das Hören des Übersprechens) anderer Instrumente zu minimieren.
    Dritte Anwendung für den Pult-EQ ist, wenn ich einen ganz bestimmten Klang haben will (ob das mein eigener Geschmack oder der der Band ist, sei hier mal unbeachtet), das ist auch von Musikrichtung zu Musikrichtung unterschiedlich, weil davon abhängig. Meine EQs für ein Jazz-Schlagzeug sehen bei gleicher Mikrofonwahl (was durchaus vorkommen kann) mit Sicherheit anders aus als bei einem Rock'n'Roll-Drumset.
    EDIT: Hab noch eine "Aufgabe" für den Pult-EQ vergessen, wieder im Bezug aufs Schalgzeug:
    Manchmal kommt es vor, dass man Mangels Zeit oder Kenntnisse beim Drummer ein mehr oder weniger nicht oder schlecht gestimmtes Schlagzeug auf der Bühne hat. Findet sich keine Lösung, um das Problem an der Quelle zu beheben versuche ich, mittels EQ, evtl. auch Gates
    das beste aus dem Instrument rauszuholen. Klappt das, bin ich zufrieden, klappt es nicht, isses mir egal, ich habe mein bestes versucht. Hier gilt dann wieder Spruch mit der Kläranlage ...

    gruß
    gylo

    ... kann man da nich was löten ? ;)

  • guma
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    • 24. Februar 2009 um 11:17
    • #62
    Zitat von "ADMIN"

    Ein Eq entzerrt/verzerrt das Signal elektrisch. Inzwischen sind die EQs mit Induktivitäten fast ausgestorben, wir haben also keine Sättigung mehr, die irgendwas weich verzerrt, ein wenig vereinfacht kann man sagen: Zwischen Grundrauschen und Clipping-Grenze ist ein EQ so gut wie pegellinear.

    Bei einem Mikrofon sind etliche Dinge anders, beispielsweise

    - Gerade dynamische Mikrofone haben keine harte Clipping-Grenze, sondern beginnen weich zu verzerren (weil das Magnetfeld nicht homogen ist, weil ein Übertrager in die magnetische Sättigung gerät...)
    - Der Frequenzgang wird unter anderem durch mechanische Filter erzeugt, wo sich die Luft durch kleine Kanäle zwängt. Da sind wir dann bei höheren Pegeln in einem Bereich, in dem die Luft nicht mehr (näherungsweise) linear ist.

    Zudem: Wir haben nicht nur einen Frequenz-, sondern auch einen Phasengang - beides zusammen bildet die Impulsantwort, mit dem sich jedes System innerhalb seines linearen Verhaltens beschreiben lässt. Gerade dynamische Mikrofone mit ihren vergleichsweise großen Massen haben ein viel komplexeres Ein- und Ausschwingverhalten als ein EQ und somit bei einem gleichen Frequenzgang einen ganz anderen Phasengang.

    Erschwerend kommt hinzu, dass der Frequenzgang etlicher Mikrofone so verbogen ist, dass man ihn auch mit einem 6-bändigen vollparamtetrischen EQ nicht genau genug nachbilden kann.

    Und: Alle bisherigen Betrachtungen gelten für einen gleichbleibenden Einfallswinkel. Sobald auch das nicht mehr gegeben ist, kommen weitere Unterschiede dazu.

    Alles anzeigen

    Ebenfalls sehr aufschlussreich in diesem Zusammenhang sind Ersatzschaltbilder, die die verschiedenen geometrischen und mechanischen Einflußgrößen berücksichtigen wie z.B. compliance, resistance und reactance nicht nur der Membransysteme sondern auch der Luftvolumina und Kanäle vor und hinter der Membran. ( z.B. in John Eargle ( ehem Präsi der AES ) The Mikrophone Book )

  • rockline
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    • 24. Februar 2009 um 11:26
    • #63

    Ich mache das immer gleich.

    Das heißt:
    Gesang Shure 58, SM und Beta - für Jazz, Gala, Chanson nehme ich Neumann KSM105
    Gitarren Shure SM57, manchmal auch T-Bone SC450 Großmembran (für dicke Buxe)
    Drums je nachdem was wir mitnehmen. Audix D Serie, Shure Beta Serie, selten AKG, fast nie Sennheiser.
    HiHat immer Audio Technica Kleinmembran.
    OH bei Rock und Cover AKG 391, bei Orchester, Gala, Swing usw. zwei Rode NT5.
    Für Chor, Redner und sonstiges Audio Technica AE3300.

    Das ist schon alles.
    Ich habe zig Mikros rumliegen, habe aber festgestellt, dass die Unterschiede nicht so groß sind wie zb eine andere PA, oder die Soundunterschiede innerhalb verschiedener Bands/Künstler.

  • guma
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    • 24. Februar 2009 um 12:12
    • #64
    Zitat von "rockline"

    ....habe aber festgestellt, dass die Unterschiede nicht so groß sind wie zb eine andere PA, oder die Soundunterschiede innerhalb verschiedener Bands/Künstler.

    Das ist ja logisch, allerdings kann man die Unterschiede bei gleicher Band, gleicher PA schon hören. Gerade zwischen Deinen NT5 und den 391, allerdings muß die PA dann auch so beschaffen sein, dass sie das kann oder ? Ich hatte über viele Jahre 391en und 93er Kapseln und war eigentlich mit beiden nicht wirklich zufrieden obwohl ich aus eigenen Vergleichen bis dahin nicht wußte, wie sich das im direkten Vergleich mit einem KM184 anhört. Als ichs dann wußte, habe ich die 391en für "Spezialaufgaben" verbannt. Ok, darüber kann man sich wirklich streiten, ob das sein muß, hier wird ja allerdings über die "Equalisierbarkeit" von Mikrofonen gestritten, die sehr viel mehr Unterschiede aufweisen, als die zwischen zwei Kleinkondensatoren.

  • rockline
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    • 24. Februar 2009 um 12:17
    • #65

    Ja, da stimme ich zu.

    Einer der Gründe, warum ich für hochwertige OH Mikrofonieren die zb. NT5 satt der 391 verwende, ist ja der bessere Sound.
    Bei Coverdampf im Festzelt höre ich da allerdings nicht so viel raus, da nehme ich dann die 391, die immer in den Standardaustattungen bei uns mit sind.

  • guma
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    • 24. Februar 2009 um 12:47
    • #66

    genau, um mal wieder aufs Anfangsthema zu kommen:

    Auch ich kenne natürlich Situationen, in denen ich so viel Angst um meine "Schätzchen" habe, dass ich die in der Kiste lasse und die 'robuste' Vorortqualität bevorzuge. Dann bin ich auch Fatalist, allerdings kommt das selten vor. ( bin ziemlich wehrhaft :D )

  • Insomnia
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    • 24. Februar 2009 um 14:21
    • #67

    Nehmt Ihr den EQ nur zur Grundeinstellung oder fasst Ihr in auch ab und zu mal beim mischen an?

    Ich suche mir mein Mikro gerne so raus das ich mit minimalem EQ Einsatz das gewünschte Ergebniss erreiche um mir den EQ für kreative Klangeingriffe freizuhalten.

    Nein, ich entmündige den Musiker dadurch nicht, dies geschieht bei meinen Bands in Absprache. Aber wenn man sich diese Vorgehensweise angewohnt hat arbeitet man gerne danach. Denn ich könnte wenn ich wollte eingreifen /mitmischen (tolles Wortspiel :D )

    Die Gitarre wurde ja schon öfter hier erwähnt und ich glaube das ist ein ganz gutes Beispiel wie man doch den Sound passend zum gewünschten Resultat beeinflussen kann. Nicht nur: Hoppla ein Solo, schnell lauter! Ich kann doch durch den Sound wesentlich die Charakteristik des Songs hervorheben. Bei einem dünn instrumantalisierten Stück kann ich der Gitarre doch ein viel fetteres Fundament geben wie bei einer voll auf die 12 nummer mit zwei Gitarren, Keyboard und Background Gesang.

    Das ist doch auch die Aufgabe am Mischpult, oder steh ich mit dieser Einstellung alleine da?

    Gruß
    Insomnia

  • oton
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    • 24. Februar 2009 um 14:37
    • #68
    Zitat von "Insomnia"

    Nehmt Ihr den EQ nur zur Grundeinstellung oder fasst Ihr in auch ab und zu mal beim mischen an?
    Das ist doch auch die Aufgabe am Mischpult, oder steh ich mit dieser Einstellung alleine da?

    Darum geht es ja gerade. Wenn ich Quellen habe, die von sich aus schon gut klingen (also die richtige Kombination Musiker/Instrument/Mikro) dann kann ich mit dem EQ Stimmungen schaffen, Platz für Instrumente freiräumen etc.

    Wenn ich dagegen bei jedem zweiten Signal schon 2x Mittenparametrik verwenden muss, nur damit Probleme behoben werden, ist nicht mehr viel übrig zum "Mischen".

    Um es mal so zu sagen, so eine Liveband ist ja eh ein sehr lebendiges Wesen und erfordert meistens eine ständigen "Tanz" um EQ und Lautstärken. Umso besser ich mir Grundvorraussetzungen schaffe, umso mehr kann ich mich um die kleinen/feinen "Schritte" kümmern, als alles nur notdürftig im Zaum zu halten. (das wird noch der Gleichnisthread hier ...)

    oTon Music - Marcus Thiel - Hilsbrunnenstrasse 8 - 76530 Baden-Baden

    http://www.popakademie.de
    http://www.otonmusic.de
    http://www.event-akademie.de

  • Insomnia
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    • 24. Februar 2009 um 14:44
    • #69

    Hey, dann sind wir ja schon zu zweit :D:D:D

  • wora
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    • 24. Februar 2009 um 15:06
    • #70
    Zitat von "Insomnia"

    Nehmt Ihr den EQ nur zur Grundeinstellung oder fasst Ihr in auch ab und zu mal beim mischen an?

    ...

    Das ist doch auch die Aufgabe am Mischpult, oder steh ich mit dieser Einstellung alleine da?


    nein, damit stehst du überhaupt nicht alleine da.
    also sind wir schon 3! :D


    was die grundfrage angeht:
    ich benutze im moment
    3 verschiedene typen für gesang
    7 verschiedene typen für schlagzeug
    3 verschiedene typen für percussion
    3 verschiedene typen für gitarren
    1 verschiedene typen für bläser
    2 verschiedene typen für streicher
    2 verschiedene typen für flügel

    insgesamt komme ich dabei auf 11 verschiedene mikrofontypen, weil sich einige mikrofone davon auch für mehrere anwendungen einsetzen lassen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • christopher hafer
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    • 24. Februar 2009 um 16:07
    • #71

    Es kommt mir so vor als würden hier fast alle mit Mikrofonen arbeiten, die so extrem unlinear damit unflexibel sind, dass ohne "passende Anwendung" der EQ stark verbogen werden muss und im Endeffekt kein Spielraum für Korrekturen während der Show bleibt.
    Nur geht das zum Glück 100% an der Praxis vorbei.

    Dahinter steckt wohl wieder das Rezeptbuchdenken:
    Mikrofon für Snare X, Mikrofon für Amp Y, Mikrofon für Gesang Z.

    Ein relativ lineares Mikrofon ist kein Mikrofon für "irgendwas", weder Instrument, noch Musikstil und bedarf auch keiner Doppelparametrik um einen anständigen Grundsound zu bekommen.
    So ein Mikro passt zumindest klanglich immer.

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • guma
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    • 24. Februar 2009 um 16:56
    • #72

    Ok, worüber wir uns sicher alle einig sind:

    Christofer hat den ersten Preis im Erzeugen von Endlosschleifen gewonnen. Wir gratulieren !!! :D

    Zitat von "christopher hafer"

    Es kommt mir so vor als würden hier fast alle mit Mikrofonen arbeiten, die so extrem unlinear damit unflexibel sind, dass ohne "passende Anwendung" der EQ stark verbogen werden muss und im Endeffekt kein Spielraum für Korrekturen während der Show bleibt.

    Diesen Eindruck habe ich überhaupt nicht :lol:

    Zitat von "christopher hafer"

    Dahinter steckt wohl wieder das Rezeptbuchdenken:
    Mikrofon für Snare X, Mikrofon für Amp Y, Mikrofon für Gesang Z.

    Andere Motive für dieses in Deinen Augen merkwürdige Verhalten ausser Anwendung eines Rezeptbuches wurden in diesem und vielen anderen Threads mannigfaltig aufgezählt. Du bist eingeladen Dich selbst daraus zu bedienen.

    Zitat von "christopher hafer"

    Ein relativ lineares Mikrofon ist kein Mikrofon für "irgendwas", weder Instrument, noch Musikstil und bedarf auch keiner Doppelparametrik um einen anständigen Grundsound zu bekommen.
    So ein Mikro passt zumindest klanglich immer.

    Ok, damit kannst Du Dich selbst ganz entspannt in die Gruppe der 'Puritaner' unter den Anwendern einordnen, also eine von mehreren Möglichkeiten, auch wenn sie für Dich die einzig richtige ist. Es gibt übrigens eine schöne life-Aufnahme von den YELLOWJACKETS, die ausschliesslich mit Schoepsen nahmikrofoniert ist. Klingt prima. Ist aber auch nicht die einzig seelig machende Methode.

  • Christian Engel
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    • 24. Februar 2009 um 17:18
    • #73

    Moins,

    ohne mich jetzt hier in irgendwelche Gruppen einordnen zu wollen...

    Aber ich fahre durchaus gerne mit "Standard-Mikrofonie" los. Das ist in meinem Fall Beta52, SM57, Beta58, Audix D-Serie etc. Das ist bewährt und funktioniert für mich und auch eine Vielzahl Künstler sehr gut. Ich kenne die Mikrofone und weiß wie ich soundtechnisch zum Ziel komme. Ebenso sind mir die Grenzen bekannt, Diskussionen mit Künstlern fallen weitestgehend aus und rideretchnisch lebe ich stressfrei. Außerdem habe ich z.B. gern nur einen Typ Vocal-Mikros auf der Bühne.
    Und bislang hatte ich ernsthaft keinen Grund, über Alternativen nachzudenken. Außer über jene, die für mich eh unbezahlbar sind :D
    Und ja, ich probiere gern andere Mikrofontypen aus. Jedoch ist es selten so gewesen, dass ich sagen konnte: das hatte jetzt aber eigentlich nur Vorteile, das kaufe ich. Es ist wie immer pro und contra...
    Dennoch ist das kein Schubladendenken. Das wäre es erst wenn ich zu einem Künstler, der sein eigenes Mikrofon nutzen möchte sage: du, das geht auch mit unseren hier und kannste nicht und bla bla bla. Das wäre dann anmaßend und denken bis zum Tellerrand. Man kann es probieren, wieso nicht? Solange kein "Raveland" draufsteht :D Zur Not sind da ja noch die bewährten Standardmikrofone...

    Beste Grüße, Chris

    Wenn's nicht rockt isses für'n Arsch...

  • wora
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    • 24. Februar 2009 um 17:30
    • #74
    Zitat von "christopher hafer"

    Es kommt mir so vor als würden hier fast alle mit Mikrofonen arbeiten, die so extrem unlinear damit unflexibel sind, dass ohne "passende Anwendung" der EQ stark verbogen werden muss und im Endeffekt kein Spielraum für Korrekturen während der Show bleibt.
    Nur geht das zum Glück 100% an der Praxis vorbei...


    ooch bitte christopher... das mit der praxis kannst du ruhig uns überlassen, denn genau in dieser praxis haben sich die favoriten für verschiedene aufgaben herauskristallisiert. ich werde wegen dir mit sicherheit keine CMC64 in der bassdrum und am gesang einsetzen.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • tufkaklto
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    • 24. Februar 2009 um 17:54
    • #75
    Zitat von "Insomnia"

    Hey, dann sind wir ja schon zu zweit :D:D:D

    Nee, zumindest zu Dritt :D:D

    oH, pardon, zu VIERT.

    Zitat von "christopher Hafer"

    Es kommt mir so vor als würden hier fast alle mit Mikrofonen arbeiten, die so extrem unlinear damit unflexibel sind, dass ohne "passende Anwendung" der EQ stark verbogen werden muss und im Endeffekt kein Spielraum für Korrekturen während der Show bleibt.
    Nur geht das zum Glück 100% an der Praxis vorbei.

    Dahinter steckt wohl wieder das Rezeptbuchdenken:
    Mikrofon für Snare X, Mikrofon für Amp Y, Mikrofon für Gesang Z.

    Nein, genau nicht, im GEGENTEIL.

    Ich und einige Andere erreichen mit dem gewünschten Micro genau den Sound, den wir wollen.
    Duchaus auch dadurch , das die Micros eben nicht linear sind..

    Aber ist wie die Diskussion über das einmessen von PA, damit die unbedingt linear sind.

    Und ich will ehrlich gesagt gar nicht immer lineare PAs

    Amp und Boxen Brett _ Die Vuvuzela des Forums

    Ganz großer Fan des " Themen als gelesen markieren " Buttons

  • christopher hafer
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    • 24. Februar 2009 um 22:02
    • #76
    Zitat von "guma"


    Ok, damit kannst Du Dich selbst ganz entspannt in die Gruppe der 'Puritaner' unter den Anwendern einordnen

    Ich möchte mich aber in keine Gruppe einordnen, weil ich wie bereits gesagt recht experimentierfreudig bin, nicht weil ich das "ideale" Mikro nicht gefunden habe sondern weil ich es gar nicht Suche, genau so wenig wie den heiligen Gral.
    In einem meiner Rider steht in der "Ich wünsch mir was"-Mikroliste bei 3/4 der Kanäle "Das Übliche". Reiner Pragmatismus, weil ich an den meisten Orten sowieso nur "das übliche", also SM5x + ein paar "Spezialisten" vorfinde.

    Zitat von "wora"


    ooch bitte christopher... das mit der praxis kannst du ruhig uns überlassen

    Weißt Du wora, ich sitze hier tagelang im Studio mit excellenten Abhören und einer Auswahl von mind. 25 verschiedenen Mikrofonen, vom SM57 bis zum M49. Ich glaube wirklich nicht, dass mir hier jemand etwas über Mikrofonpraxis erzählen muss. :)

    "Just because you believe something doesn't make it true."

  • wora
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    • 24. Februar 2009 um 22:29
    • #77
    Zitat von "christopher hafer"

    ...
    Weißt Du wora, ich sitze hier tagelang im Studio mit excellenten Abhören und einer Auswahl von mind. 25 verschiedenen Mikrofonen, vom SM57 bis zum M49. Ich glaube wirklich nicht, dass mir hier jemand etwas über Mikrofonpraxis erzählen muss. :)

    hallo Christopher, um mich deinen worten anzuschliessen:
    weisst du Christopher, ich mache den job nun schon seit über 20 jahren und habe viele hundert livegigs mit vielen unterschiedlichen mikrofonen gemischt. ich glaube wirklich nicht, das mir hier jemand was über mikrofonpraxis im livebetrieb erzählen muss.

    das ist dann wohl eine klassische pattsituation.
    ich hoffe du verstehst was ich meine. ich beende hiermit diese, wie wir nun ja beide festgestellt haben, unnötige zwischendiskussion.

    zum thema äussere ich mich aber weiterhin sehr gerne.

    mit kollegialen Grüßen
    Wolfgang

  • christopher hafer
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    • 24. Februar 2009 um 22:33
    • #78

    Vielleicht hättest Du Dir den überflüssigen Kommentar

    Zitat

    das mit der praxis kannst du ruhig uns überlassen

    auch einfach schenken können, dann wäre auch kein Bedarf für "unnötige zwischendiskussion" gewesen.... :|

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  • guma
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    • 25. Februar 2009 um 07:11
    • #79

    Wieso eigentlich, denn nahezu zeitgleich bist Du der Erzeuger der überflüssigsten Komentare in diesem selben Board, wenn ich Dich hieran erinnern darf:

    Zitat von "christopher hafer"

    :D
    Mach Dir nichts draus, das hat eh niemand gemerkt...

    Wenn das Erzeugen von Endlosschleifen in Threads, die eigentlich bemüht sind, interessante Diskussionen zu fördern und die Dir sogar Rechnung tragen, in dem sie im Gegensatz zu Dir selbst sachliche Argumente aufbringen, nur dazu dient, dass Du das letzte Wort hast, bitte ich Dich um mehr Selbstkontrolle und hoffe, Du kannst das unterlassen.

  • Tobias Zw.
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    • 25. Februar 2009 um 07:27
    • #80

    Mein Gott...

    Inzwischen dürfte klar sein, wer den Längeren hat. Und das ist nicht unbedingt der, der mit dem Metermaß durch die Gegend läuft und genau dieses annonciert...

    Ich zähle mich zur Untergruppe der "entnervten Utilitaristen": Ich habe es zur Kunst erhoben (für mich selbst), aus dem vorhandenen Mikrofonmaterial vor Ort das Beste herauszukitzeln, da 'eh nie genau das da ist, was man sich gewünscht hat. Und beim Wünschen zähle ich zur Gattung derer, die auch mal zwischen Klang (durchaus auch gewünscht verbogen wie z. B. bei den einschlägigen Bassdrum-Mikros) und auch Baugröße oder Haltbarkeit abwägen.

    Von Ramsa gab's mal sehr schöne Anclip-Kondensatoren, die ich an den Toms sehr schön fand. Leider mechanisch für den Festivalbetrieb total ungeeignet - also raus aus dem Spiel.

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias Zw.

    Äch bän wäder do.

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