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Stromdichte/Strombelastbarkeit

  • PMN-Concepts
  • 26. März 2009 um 22:49
  • PMN-Concepts
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    • 26. März 2009 um 22:49
    • #1

    Hi Kollegen,

    bin hier gerade beim Feierabendbier wild mit nem Kollegen (fer hat frisch die Gesellenprüfung gemacht) am diskutieren zum Thema Stromdichte und Strombelastbarkeit in Bezug auf den Querschnitt.

    Nehmen wir als Beispiel einen simplen E-Verteiler, 63A Cee rein, 2x32/400, 3x16/400 und 9x16/230 raus:

    Eingang abgesichert über NH-Elemente 63A, passender RCD 63/0,03/400 und verteilung über Phasenschiene, alles klar...

    Aber nun der Knackpunkt: Zuleitung zu den Phasen-Sammelschienen: Die Schienen haben 10mm², versorgen jeweils Logisch verteilt:
    1. Reihe: 9x Einzelsicherung für die Schuko 16A (also nach Adam Riese 48A maximal je Phase)
    2. Reihe: 3x 3-Poliger LS für die CEE 16A: läuft aufs selbe Hinaus wie bei der 1. Reihe
    3. Reihe: 2x 3-Poliger LS 32A für die CEE: macht maximal 64A je Phase.

    Jede Reihe angeschlossen über einzelne Litze 10mm² bis RCD, von da dann weiter auf Wagos (Hutschiene) wenn man es gut meint, dann auch 16mm²

    Ich sage: Nach meinem alten Tabellenbuch *StaubWegPuste* reichen für die Reihen jeweils 10mm².

    Kollege sagt: Geht nicht, ist nicht zulässig, schmort dir weg, alleine schon die knapp dimensionierten Zuleitungen.


    Wie seht ihr das?!

  • sydon
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    • 26. März 2009 um 23:24
    • #2

    also...

    da es ja "egal" ist wie viele sicherungen du nach deiner Hauptischerung hast (NH Trenner -63A), reicht 10mm² gerade so aus.
    Besser 16mm² aber nach VDE darfst du ja in der Verteilung einen querschnitt niedriger verdrahten.

    d.h. der effektive strom der fließen könnte, wegen dem trenner sind 63 A logisch kurzzeitig auch mal mehr
    (je nach auslösekarakteristik) nicht überschreitet, würde ich sagen es ist zulässig !

  • skyper
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    • 26. März 2009 um 23:46
    • #3

    in diesem Fall würde ich Verlegeart V1 annehmen, da sagt meine Formelsammlung für 10mm² nach DIN VDE 0298-4 mit Stand von 1998 folgendes:

    Polyvinylchlorid-Leitung, Typ H05V-U, H07V-U, H07V-K bei Umgebungstemperatur 30°C :
    73A Belastbarkeit.

    Für erhöhte Umgebungstemperaturen ergeben sich folgende Umrechnungsfaktoren:

    30°C : 1
    35°C : 0,91
    40°c : 0,82
    45°C : 0,71
    50°C : 0,58

    damit ergibt sich für 48A / 73A ein Quotient von 0,65, d.h. bis 45°C wären die oberen zwei Reihe bei voller Belastung immer noch im grünen Bereich,

    bei 63A entsprechend 63A / 73A ergäbe sich ein Quotient von 0,86, d.h. es wäre dementsprechend irgendwo zwischen 35°C und 40°C in der Verteilung Schluss auf dem Papier.

    Aber wie sagt man so schön - in der Theorie gibt es keine Praxis :)

    Trust it - tilt it! Der universlle Neigeadapter für AV-Geräte auf Traverse: http://www.trusstilt.de
    Analog über Cat Lösungen und Anschlussfelder für Ampracks: http://www.cat-core.deNächster Messeauftritt: 6.-8.10.26 in Hamburg: https://leatcon
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  • buzz
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    • 27. März 2009 um 08:17
    • #4
    Zitat von "sydon"


    (...) aber nach VDE darfst du ja in der Verteilung einen querschnitt niedriger verdrahten.(...)

    Dafür hätte ich gerne einen Beleg (welche VDE)...

    DANKESCHÖN!

    Gruß aus Nürnberg,

    buzz

    Hier geht's weiter...

  • Bassfan
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    770
    • 28. März 2009 um 14:45
    • #5

    Tach auch,

    das mit der Querschnittesverringerung in Unterverteilungen stimmt soweit ich weiß nicht ganz. Ab Querschnitten über 16mm² darf man den Querschnitt des Schutzleiters halbieren, von den Phasen habe ich noch nichts gelesen.

    mfG Sven

    NEU --> http://www.dj-sven-kiel.de <-- NEU

  • dani cee
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    87
    • 30. März 2009 um 20:29
    • #6

    Grundsätzlich ist die Verdrahtung innerhalb von Verteilern auf die anzunehmende Last auszulegen. Dabei ist insbesondere auch die Temperaturentwicklung (Verlustleistung)im Verteiler zu berücksichtigen. Demnach kann es natürlich notwendig sein, eine oder auch mehrere Querschnittsstufen nach oben zu gehen.

    über eine VDE 0100 Teil 610 Prüfung kann man mit mir nicht streiten

  • Beffel
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    • 5. April 2009 um 21:39
    • #7

    Guten Abend!
    Das ist doch wieder mal ein Thema für mich!

    Also 1.:
    Die genauen technischen Grundregeln stehen in der DIN VDE 0100-Reihe. Ich schreibe jetzt mit Absicht nicht die genauen Teile und Auszüge, weil da viele Dinge eine Rolle spielen (Verteilergröße ==> Wäremestau/Ableitung, Leitungslänge, Verlegeart, Kabelmaterial etc.) Deshalb hat die 0100 auch soviele verschiedene Teile!

    2. Die 10 qmm gelten für normale Haushaltsanschluss-Verteilungen! Warum? Weil da Umgebungstemperatur, Selektivität, tatsächliche Nennlast und Wäremeableitung anders bewertet werden können, als bei "Sondernutzung" unter "besonderen" Bedingungen. In "Gebäuden für Menschenansammlungen" herrschen andere Bedingungen und somit gibt es hierfür auch angepasste VDEs (siehe z.B. 0108-Reihe!).

    Wenn man da genau nachliest wird ein aufmerksamer Leser feststellen müssen, dass für Verteilungen in für Veranstaltungen zugelassenen Räumlichkeiten mit mindestens 16-er Querschnitt, oder bei mehr Leistungsbedarf, einem entsprechend höherem Querschnitt versorgt und verteilt werden! Übrigens gilt hier auch noch die alte Regel, dass der PE einen Querschnitt drüber liegen muss!

    Achtung: Es gibt natürlich auch einen gewisschen Bestandsschutz für ältere Anlagen! Werden hier aber wesentliche Änderungen vorgenommen, dann muss nachgerüstet werden!

    3. Bei ortseränderlichen Verteilern gelten eh besondere Vorgaben, wobei aber immer die Herstellerangaben für die zulässigen Umgebungsbedingungen eingehalten werden müssen.

    4. Wer selber baut ist Hersteller und muss dann auch diese Angaben genau definieren!

    Beffl, so a Glaber! Dess glabst da jao salber nedd,
    obbar es bassd schoh!

  • skyper
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    • 5. April 2009 um 22:17
    • #8

    nicht dass ich diesen Ausführungen wiedersprechen möchte oder könnte,
    aber im Einganspost war wohl von einem mobilen Verteiler die Rede.
    (sonst bräuchte er nämlich keinen 63A CEE-Eingang...)

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  • Beffel
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    • 6. April 2009 um 08:37
    • #9

    Deshalb habe ich ja auch zum Schluss darauf hingewiesen, dass bei ortsveränderlichen Verteilern nochmals andere Vorgaben gelten!
    Im Klartext: Ein mobiler Verteiler für den bestimmungsgemäßen Gebrauch in Versammlungsstätten muß nochmals nach anderen Kritierien erstellt werden, wie für Standardzwecke. Darüber habe ich schon in einigen Threads hier geschrieben.
    Je nach Gehäuseart und Leitungslänge kann der Querschnitt im Verteiler auf 10qmm runter gesetzt werden. Weniger Wärmeableitfähigkeit bedeutet größeren Querschnitt genauso wie längere Leitungswege dies auch erfordern. Das kann man aber pauschal nicht über ein Forum ohne genaue Konstruktionskenntnisse entscheiden.

    Auf Grund persönlicher Erfahrung würde ich aber dringend zu mindestens 16qmm raten.
    Hierzu mal ein reales Praxisbeispiele zu dem eingangs dargestellten Verteiler:
    2 Phasen voll ausgelastet mit klassischen MHs (magnetischer Ballast, unkompensiert). Auf der dritten Phase noch der Ton.
    ==> schlechte Selektivität!
    Da wird´s dem N richtig kuschelig warm werden!

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  • skyper
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    • 6. April 2009 um 15:59
    • #10

    geht auch bei symmetrischer Beschaltung an der genannten Verteilung...
    drei Space-Cannon Ireos 7kW und der N baut sich selber aus :D

    (wenn nicht der schmelzende Steckverbinder vorher einen Phasen/Kurzschluss verursacht...)

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